Tatort Folge 1158: Schoggiläbe



So 28.02. 20:15 Uhr ARD

So 28.02. 21:40 Uhr ONE

Di 02.03. 00:40 Uhr ARD

Erscheinungsjahr: 2021
Kommissar: Grandjean und Ott
Ort: Tatort Zürich


  3 Meinungen
Tatort Folge 1158: Schoggiläbe 3 3

„Schoggiläbe“ steht im Schwyzerdütschen sinngemäß für die „Schokoladenseite des Lebens“.

Tatsächlich dreht sich der zweite Einsatz des neuen Züricher Tatort-Damengespanns um Hauptkommissarin Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zuercher) und Profilerin Tessa Ott (Carol Schuler) um den Schokoladenfabrikaten Chevalier und dessen unnatürliches Ableben: der reiche Lebemann liegt tot in seiner Villa und der Streit um das Erbe beginnt.

Der Schweizer Tatort-Krimi „Schoggiläbe“, eine Produktion des SRF, erlebt am Sonntag, den 28. Februar 2021 um 20.15 Uhr seine TV-Premiere im Ersten. Abgedreht wurde der Film knapp vor der COVID-19-Pandemie im Winter 2019.

Inhalt der Tatort-Folge „Schoggiläbe“

Hans-Conrad Chevalier, der stinkreiche Inhaber einer traditionsreichen Schweizer Schokoladenfabrik, liegt blutüberströmt auf seinem Wohnzimmerboden. Als die zum Tatort bestellten Ermittlerinnen Isabelle Grandjean und ihre noch recht frische, neue Kollegin Tessa Ott in der noblen Villa am Zürichberg ankommen, verschlägt es Letzterer fast den Atem: Ott kennt das Opfer. Sie ist selbst in dieser Wohngegend aufgewachsen, als Tochter einer der reichsten Familien der gesamten Schweiz. Chevalier war der Nachbar ihrer Eltern – jetzt liegt er mit Kopfschuss und zerschmettertem Schädel vor ihren Füßen. Da wollte jemand wohl ganz sicher gehen. Die Indizien deuten auf eine Beziehungstat.

Der Kriminaltechniker Noah Löwenherz kümmert sich im SRF-Tatort „Schoggiläbe“ um die Spurenlage, während Tessa Ott das Nachbarsmädchen von früher im Chevalier-Betrieb aufsucht. Ungewöhnlich unberührt reagiert die auf die Nachricht, dass ihr Vater brutal ermordet wurde. Claire erklärt ihrer alten Freundin Tessa, dass ihr Vater homosexuell gewesen sei, und sie von einer ihr unbekannten Leihmutter stamme. Sie habe kaum Kontakt zum Vater gehabt, der aufgrund seiner Depression immer wieder in eine Klinik gegangen sei.

Die selbstbewusste Erbin Claire macht der Profilerin im Fall „Schoggiläbe“ klar: Chevalier muss weiterleben – um jeden Preis! Sie wird die Leitung der Firma übernehmen. Doch die junge Frau hat die Rechnung ohne ihre herrschsüchtige Großmutter Mathilde gemacht. Die hat von ihrem schwulen Sohnemann ohnehin nie viel gehalten, sein Tod kümmert auch sie kaum. Das vermeintlich erfolgreiche Unternehmen aber, ja, das will sie nun lenken und leiten.

Den Ermittlerinnen Grandjean und Ott haben gleich das richtige Gespür für den Fall und vermuten Verwicklungen der Familienmitglieder in den Mord. Auch unterhielt Hans-Conrad Beziehungen zu schwulen Callboys, zuletzt zu seinem Lover Dorian Lakatos. Die sichergestellte Tatwaffe stellt sich als Eigentum eines polizeilich bekannten Straftäters heraus, die Kripo vermutet dessen Verkauf der Waffe an den Mörder von Chevalier – an wen? Alle haben ein Tatmotiv, doch niemand außer Dorian hat ein Alibi für den Tatzeitpunkt.

Inmitten der Untersuchungen im Umfeld der Schokoladenfabrikanten übersieht Tessa Ott vollkommen, wie sehr ihre Partnerin Isabelle eigentlich zweifelt: an Tessa und ihre Zuverlässigkeit, aber auch an sich selbst. Grandjean sehnt sich zurück in ihre Heimatstadt La Chaux-de-Fonds, sie hat insgeheim beschlossen, Zürich den Rücken zu kehren. Die Kündigung hat die Polizistin bereits abgetippt …

Infos zur Tatort-Produktion

Die ersten zwei Episoden aus Zürich, „Züri brännt“ (Tatort-Folge 1140) und „Schoggiläbe“ (Tatort-Folge 1158) wurden etwa zeitgleich Ende 2019/Anfang 2020 in Zürich und Umgebung abgedreht. Diese Art der Produktion, bei der zwei Filme parallel entstehen, nennt man „Back-to-back“ und hat meist wirtschaftliche und/oder logistische Gründe. Kurz: Man spart Zeit und Geld.

Im zweiten Fall werden erneut Tessa Otts Schwierigkeiten beim Umgang mit der Dienstwaffe thematisiert, die Hintergründe für ihre Ängste bleiben jedoch schleierhaft.

Die Redaktion von Tatort-Fans meint …

Sabine (41 J. | Kinoliebhaberin)

Dass Schweizer Schoki derart fad schmecken kann, hätte ich nicht gedacht. In diesem ausgedeeehnten, laaagsaaam erzählten Kriminalfall würde nicht einmal eine intravenös verabreichte heiße Schokolade die Laune heben. Der filmische „Kniff“ der direkten Publikumsansprache erschließt sich mir übrigens nicht; er wirkt bei dieser Machart des Tatorts gänzlich fehl am Platz. 1 kleiner Stern, mit Kakao bestäubt.

Gerald (41 J. | IT-Nerd)

Na ja, die Schweizer Tatorte haben es wirklich nicht leicht wegen der Synchronisation und auch die Vorgänger Flückiger und Ritschard hatten schwankende Erfolge mit ihren Fällen. Diesen zweiten Zürich Tatort fand ich nicht prickelnd, es zieht sich unheimlich. Ich weiß gar nicht ob das Team so viel Potential hat, denn die eine Kommissarin will am liebsten gleich gehen und die andere hat Ängste und ist nicht voll einsatzfähig. Schwierig… ich gebe mal 2 Sterne heute.

Tatort-Besetzung

Hauptkommissarin Isabelle Grandjean – Anna Pieri Zuercher
Profilerin Tessa Ott – Carol Schuler
Staatsanwältin Anita Wegenast – Rachel Braunschweig
Kriminaltechniker Noah Löwenherz – Aaron Arens
Claire Chevalier, Tochter des Opfers – Elisa Plüss
Mathilde Chevalier, Mutter des Opfers – Sibylle Brunner
Markus Oberholzer, Schwiegersohn und Anwalt des Opfers – Urs Jucker
Milan Mandic, Lebensgefährte von Grandjean – Igor Kovač
Callboy Dorian Lakatos – Balázs Blas Csémy
sein Bruder András Lakatos – Levente Molnár
Esmeralda Rivero, Putzkraft bei H.-C. Chevalier – Isabelle Stoffel
ihre Tochter – Layla Leona Kieber
Unternehmerin Julia Vogt – Lara Körte
Charlie Locher – Peter Jecklin
Hotelmanagerin – Cécile Gschwind
Hausbesitzer – Roger Bonjour
u.a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Stefan Brunner, Lorenz Langenegger
Regie – Viviane Andereggen
Kamera – Martin Langer
Szenenbild – Monica Rottmeyer
Schnitt – Constantin von Seld
Ton – Marco Teufen
Musik – Fabian Römer

Trailer zur Tatort-Produktion



Bilder-Galerie zum Krimi aus Zürich


3 Meinungen zum Tatort Folge 1158: Schoggiläbe

  • MoistvonLipwik • am 24.1.21 um 19:23 Uhr

    Liebe ARD, bitte sorgen Sie dafür, dass man eine OMU Version zumindest im Internet erhalten kann. Die hochdeutsche Nachsynchronisation hat schon so viele Schweizer Produktionen gekillt.


  • Till Schneider • am 27.2.21 um 3:17 Uhr

    Oweh, die Kommentare zum ersten Züricher Emanzenstadl waren so, dass ich diesen hier wohl auch nicht anschauen kann. @Attila schrieb damals, die Kommissarinnen seien „nicht besonders sympatisch“, und weiter: „Grandjean ist ein Arschloch, Ott eine blöde Kuh, völlig untauglich für diese Arbeit.“ Ich hab’s befürchtet, so wie die aussehen, und sie machen ihre Defizite auch nicht durch Schönheit wett. Außerdem scheint es im zweiten Fall insgesamt einen enormen Frauenüberschuss zu geben … nein, das schaffe ich nicht, so vielen Frauen beim Zicken zuzuschauen. Zumal, wenn ihnen schwule Männer gegenüberstehen. Ich bleib dann lieber mal weg.


  • Till Schneider • am 27.2.21 um 3:28 Uhr

    … wobei: Elisa Plüss, die Darstellerin der Schokoladentochter Claire Chevalier, ist so süß wie ihr Name (Plüss!), außerdem wirklich hübsch und charmant und sehr fähig. Die würde ich eigentlich gern wiedersehen. Aber diesmal geht’s halt nicht, leider.


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