Tatort Folge 1156: Hetzjagd



So 14.02. 20:15 Uhr ARD

So 14.02. 21:45 Uhr ONE

Erscheinungsjahr: 2021
Kommissar: Odenthal und Stern
Ort: Tatort Ludwigshafen


  1 Meinung
Tatort Folge 1156: Hetzjagd 1 1

Ein junger Konzertveranstalter, der sich öffentlich gegen Rechts positioniert, wird auf seiner morgendlichen Joggingrunde mit drei Schüssen abgeknallt. Die Tatort-Ermittlerinnen Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und Johanna Stern (Lisa Bitter) aus Ludwigshafen untersuchen den Fall „Hetzjagd“ und stoßen dabei auf eine rechtsextreme Gruppierung, die das Opfer schon lange massiv bedrohte.

Die SWR-Produktion „Hetzjagd“ entstand teilweise unter strengen Hygieneauflagen in der Zeit der Corona-Pandemie 2020, weswegen die Figuren in einigen Szenen einen unnatürlich wirkenden Abstand zueinander halten. Die Erstausstrahlung der Tatort-Folge 1156 ist für Sonntag, den 14. Februar 2021 um 20.15 Uhr im Ersten geplant.

Inhalt der Tatort-Folge „Hetzjagd“

Tillmann Meinecke ist ein junger Mann, der Musik liebt und Nazis nicht ausstehen kann. Der Konzertveranstalter macht sich für die Aktion „Rock gegen Rechts“ stark, und steht seitdem in der Schusslinie von Rechtsradikalen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn eines Morgens wird er auf seiner üblichen Joggingstrecke rund um das Hafenbecken seiner Heimatstadt Ludwigshafen mit einer Pistole niedergestreckt. Drei Schüsse in die Brust töten das Opfer auf der Stelle. Maria, Tillmanns Freundin, wartet indessen zuhause und ahnt von dem Attentat nichts. Erst als ein Gewitter von Blaulicht an ihrer gemeinsamen Wohnung vorbeischnellt, wird ihr mulmig zumute. Die böse Vorahnung bestätigt sich.

Hauptkommissarin Lena Odenthal und die ehemalige Profilerin Johanna Stern treffen am Tatort ein – und zu ihrem Erstaunen ist der Tote kein Unbekannter. Meinecke hatte vor Wochen schon um Personenschutz gebeten aufgrund der zahlreichen Hassnachrichten und Todesdrohungen, die er aus der rechten Szene erhielt. Sein Antrag war von der Staatsanwaltschaft abgelehnt worden. Der Grund: Personalmangel.

Lena ist zutiefst erschüttert, denn sie hatte sich für Meineckes Schutz persönlich eingesetzt. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Johanna untersucht sie fortan den Mordfall; Straßensperren werden errichtet, da der flüchtige Täter noch in der Gegend vermutet wird. – Und tatsächlich sitzen Ludger Rehns und seine Freundin Hedwig Joerges, beide Mitglieder der rechten Organisation „Revenge 88“, gerade in einem gestohlenen Auto und versuchen, aus Ludwigshafen herauszukommen.

Als sie von der Polizistin Katja Winter, eine gute, liebe Kollegin von Odenthal und Stern, und ihrem Schützling für eine Wagenkontrolle angehalten werden, verliert der aggressive Rehns die Nerven. Er steigt aus dem Wagen und schießt Winter in den Kopf. Der Mörder wird überwältigt, doch Joerges gelingt im SWR-Tatort die Flucht.

Im anschließenden Verhör beteuert Rehns, nichts mit dem Tod von Meinecke zu tun zu haben. Er gesteht jedoch, zur Tatzeit am Tatort gewesen zu sein, um den Mann „wegzumachen“. Lena Odenthal, mit einer gehörigen Portion Wut und Trauer um Katja im Bauch, glaubt dem Neonazi kein Wort. Der Verfassungsschutz klinkt sich in den Fall ein, und als Maria im Schockzustand abhaut und in Mannheim ausgerechnet auf die flüchtige Hedwig Joerges stößt, nimmt die Krimigeschichte einen dramatischen Verlauf …

Infos zur Tatort-Produktion

Wie so viele andere Tatort-Episoden, mussten auch die Dreharbeiten zum Ludwigshafener Tatort „Hetzjagd“ unterbrochen werden, als sich im Frühjahr 2020 der Corona-Virus in Deutschland verbreitete. Erst am 23. Juni 2020 konnte weitergefilmt werden, dadurch tragen die Bäume in einigen Szenen noch Knospen, in anderen sind sie voll belaubt. Gedreht wurde in Ludwigshafen am Rhein, in Baden-Baden und Karlsruhe. Ludwigshafener werden das Einkaufszentrum Rhein-Galerie und den Zollhoftunnel im Film wiedererkennen.

Weil es einige Filmszenen, die im Sommer unter strengen Hygieneregeln aufgenommen wurden, dramaturgisch oder logistisch erforderten, dass die Darsteller nah zusammenkamen, mussten diese anschließend sieben Tage in Quarantäne verbleiben und sich einem Corona-Test unterziehen.

Die Redaktion von Tatort-Fans meint …

Sabine (41 J. | Kinoliebhaberin)

Es ist selten, dass mich ein Tatort derart unberührt und ratlos zurücklässt wie dieser Fall aus Ludwigshafen. Entweder finde ich eine Episode gut oder schlecht, aber dieses konstruierte Ding hier läuft und läuft, und nichts daran fühlt sich irgendwie „richtig“ an. Das Aufeinandertreffen von Maria und Hedwig ist höchst unwahrscheinlich, sei’s drum, aber das freiwillige Geständnis ist es umso mehr: Lass uns hinsetzen und reden. Nein, ich möchte diesen Krimi kein zweites Mal sehen, 2 mattschimmernde Sterne.

Gerald (41 J. | IT-Nerd)

Ich finde „Hetzjagd“ ist besser gelungen als die letzte Lena-Folge „Unter Wölfen“. Man weiß zwar ziemlich schnell wer der echte Mörder ist, aber das ist nicht so schlimm. Es ist spannend zuzugucken, wie die Kommissarinnen dahinter kommen. Wenn man hier einschaltet erlebt man keine Hochspannung, aber der Krimiabend ist nicht umsonst. Von mir gibt es deshalb 3 gute Sterne und eine Einschaltempfehlung!

Tatort-Besetzung

Hauptkommissarin Lena Odenthal – Ulrike Folkerts
Ermittlerin Johanna Stern – Lisa Bitter
Kriminaltechniker Peter Becker – Peter Espeloer
Sekretärin Edith Keller – Annalena Schmidt
Polizeioberkommissarin Katja Winter – Petra Mott
junger Polizist – Mats Kampen
Max Möller – Nicolò Pasetti
Veranstalter Tillmann Meinecke – Tom Sommerlatte
Tillmanns Freundin Maria Karich – Anna Herrmann
Julia Karich, Marias Mutter – Valerie Niehaus
Veranstalter Jim Takke – Sebastian Fräsdorf
Ludger Rehns, Mitglied bei „Revenge 88“ – Daniel Noël Fleischmall
seine Freundin Hedwig Joerges – Anne-Marie Lux
Thomas Leonard vom Verfassungsschutz – Oliver Stritzel
Clueso als er selbst in einer Gastrolle
u.a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Thomas „Tom“ Bohn
Regie – Thomas „Tom“ Bohn
Kamera – Cornelia Janssen
Szenenbild – Söhnke Noé
Schnitt – Isabelle Allgeier
Ton – Peter Tielker
Musik – Hans Franek

Bilder-Galerie zum Krimi aus Ludwigshafen


1 Meinung zum Tatort Folge 1156: Hetzjagd

  • Oheim Petri • am 17.1.21 um 9:34 Uhr

    Umkehrung der Realität wird hier wieder das einzige Leitmotiv sein… widerwärtiger Staatsfunk…


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