Tatort Folge 1156: Hetzjagd



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Tatort Folge 1156: Hetzjagd 3 41

Ein junger Konzertveranstalter, der sich öffentlich gegen Rechts positioniert, wird auf seiner morgendlichen Joggingrunde mit drei Schüssen abgeknallt. Die Tatort-Ermittlerinnen Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und Johanna Stern (Lisa Bitter) aus Ludwigshafen untersuchen den Fall „Hetzjagd“ und stoßen dabei auf eine rechtsextreme Gruppierung, die das Opfer schon lange massiv bedrohte.

Die SWR-Produktion „Hetzjagd“ entstand teilweise unter strengen Hygieneauflagen in der Zeit der Corona-Pandemie 2020, weswegen die Figuren in einigen Szenen einen unnatürlich wirkenden Abstand zueinander halten. Die Erstausstrahlung der Tatort-Folge 1156 ist für Sonntag, den 14. Februar 2021 um 20.15 Uhr im Ersten geplant.

Inhalt der Tatort-Folge „Hetzjagd“

Tillmann Meinecke ist ein junger Mann, der Musik liebt und Nazis nicht ausstehen kann. Der Konzertveranstalter macht sich für die Aktion „Rock gegen Rechts“ stark, und steht seitdem in der Schusslinie von Rechtsradikalen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn eines Morgens wird er auf seiner üblichen Joggingstrecke rund um das Hafenbecken seiner Heimatstadt Ludwigshafen mit einer Pistole niedergestreckt. Drei Schüsse in die Brust töten das Opfer auf der Stelle. Maria, Tillmanns Freundin, wartet indessen zuhause und ahnt von dem Attentat nichts. Erst als ein Gewitter von Blaulicht an ihrer gemeinsamen Wohnung vorbeischnellt, wird ihr mulmig zumute. Die böse Vorahnung bestätigt sich.

Hauptkommissarin Lena Odenthal und die ehemalige Profilerin Johanna Stern treffen am Tatort ein – und zu ihrem Erstaunen ist der Tote kein Unbekannter. Meinecke hatte vor Wochen schon um Personenschutz gebeten aufgrund der zahlreichen Hassnachrichten und Todesdrohungen, die er aus der rechten Szene erhielt. Sein Antrag war von der Staatsanwaltschaft abgelehnt worden. Der Grund: Personalmangel.

Lena ist zutiefst erschüttert, denn sie hatte sich für Meineckes Schutz persönlich eingesetzt. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Johanna untersucht sie fortan den Mordfall; Straßensperren werden errichtet, da der flüchtige Täter noch in der Gegend vermutet wird. – Und tatsächlich sitzen Ludger Rehns und seine Freundin Hedwig Joerges, beide Mitglieder der rechten Organisation „Revenge 88“, gerade in einem gestohlenen Auto und versuchen, aus Ludwigshafen herauszukommen.

Als sie von der Polizistin Katja Winter, eine gute, liebe Kollegin von Odenthal und Stern, und ihrem Schützling für eine Wagenkontrolle angehalten werden, verliert der aggressive Rehns die Nerven. Er steigt aus dem Wagen und schießt Winter in den Kopf. Der Mörder wird überwältigt, doch Joerges gelingt im SWR-Tatort die Flucht.

Im anschließenden Verhör beteuert Rehns, nichts mit dem Tod von Meinecke zu tun zu haben. Er gesteht jedoch, zur Tatzeit am Tatort gewesen zu sein, um den Mann „wegzumachen“. Lena Odenthal, mit einer gehörigen Portion Wut und Trauer um Katja im Bauch, glaubt dem Neonazi kein Wort. Der Verfassungsschutz klinkt sich in den Fall ein, und als Maria im Schockzustand abhaut und in Mannheim ausgerechnet auf die flüchtige Hedwig Joerges stößt, nimmt die Krimigeschichte einen dramatischen Verlauf …

Infos zur Tatort-Produktion

Wie so viele andere Tatort-Episoden, mussten auch die Dreharbeiten zum Ludwigshafener Tatort „Hetzjagd“ unterbrochen werden, als sich im Frühjahr 2020 der Corona-Virus in Deutschland verbreitete. Erst am 23. Juni 2020 konnte weitergefilmt werden, dadurch tragen die Bäume in einigen Szenen noch Knospen, in anderen sind sie voll belaubt. Gedreht wurde in Ludwigshafen am Rhein, in Baden-Baden und Karlsruhe. Ludwigshafener werden das Einkaufszentrum Rhein-Galerie und den Zollhoftunnel im Film wiedererkennen.

Weil es einige Filmszenen, die im Sommer unter strengen Hygieneregeln aufgenommen wurden, dramaturgisch oder logistisch erforderten, dass die Darsteller nah zusammenkamen, mussten diese anschließend sieben Tage in Quarantäne verbleiben und sich einem Corona-Test unterziehen.

Die Redaktion von Tatort-Fans meint …

Sabine (41 J. | Kinoliebhaberin)

Es ist selten, dass mich ein Tatort derart unberührt und ratlos zurücklässt wie dieser Fall aus Ludwigshafen. Entweder finde ich eine Episode gut oder schlecht, aber dieses konstruierte Ding hier läuft und läuft, und nichts daran fühlt sich irgendwie „richtig“ an. Das Aufeinandertreffen von Maria und Hedwig ist höchst unwahrscheinlich, sei’s drum, aber das freiwillige Geständnis ist es umso mehr: Lass uns hinsetzen und reden. Nein, ich möchte diesen Krimi kein zweites Mal sehen, 2 mattschimmernde Sterne.

Gerald (41 J. | IT-Nerd)

Ich finde „Hetzjagd“ ist besser gelungen als die letzte Lena-Folge „Unter Wölfen“. Man weiß zwar ziemlich schnell wer der echte Mörder ist, aber das ist nicht so schlimm. Es ist spannend zuzugucken, wie die Kommissarinnen dahinter kommen. Wenn man hier einschaltet erlebt man keine Hochspannung, aber der Krimiabend ist nicht umsonst. Von mir gibt es deshalb 3 gute Sterne und eine Einschaltempfehlung!

Tatort-Besetzung

Hauptkommissarin Lena Odenthal – Ulrike Folkerts
Ermittlerin Johanna Stern – Lisa Bitter
Kriminaltechniker Peter Becker – Peter Espeloer
Sekretärin Edith Keller – Annalena Schmidt
Polizeioberkommissarin Katja Winter – Petra Mott
junger Polizeikommissar Patrick Schachtner – Mats Kampen
Max Möller – Nicolò Pasetti
Veranstalter Tillmann Meinecke – Tom Sommerlatte
Tillmanns Freundin Maria Karich – Anna Herrmann
Julia Karich, Marias Mutter – Valerie Niehaus
Veranstalter Jim Takke – Sebastian Fräsdorf
Ludger Rehns, Mitglied bei „Revenge 88“ – Daniel Noël Fleischmall
seine Freundin Hedwig Joerges – Anne-Marie Lux
Thomas Leonard vom Verfassungsschutz – Oliver Stritzel
Clueso als er selbst in einer Gastrolle
u.a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Thomas „Tom“ Bohn
Regie – Thomas „Tom“ Bohn
Kamera – Cornelia Janssen
Szenenbild – Söhnke Noé
Schnitt – Isabelle Allgeier
Ton – Peter Tielker
Musik – Hans Franek

Videos zur Tatort-Produktion

Trailer 1: ONE Vorschau zum Tatort „Hetzjagd“



Trailer 2: Tatort „Hetzjagd“ – ORF Trailer



Bilder-Galerie zum Krimi aus Ludwigshafen


56 Meinungen zum Tatort Folge 1156: Hetzjagd

  • zetpunkt • am 27.1.21 um 12:44 Uhr

    politische belehrung aus dem staatsfunk wdr – nicht mal unter honecker war es so arg.


  • Thommy • am 8.2.21 um 19:23 Uhr

    Themen gegen rechte Gewalt sollte leider, gerade in der heutigen Zeit mit zum Teil rechtsradikalen Parteien wie der AfD/NPD und der leichten Zunahme an rechtsnational völkischen Straf- und Gewalttätern aufgegriffen werden. Ich bin gespannt.


  • Christian • am 13.2.21 um 15:20 Uhr

    Ein „politischer“ Tatort gegen Rechts mal wieder dazu die Odenthal. Da weiß ich jetzt schon: Da brauch ich gar nicht erst einschalten…


  • HerrBert • am 14.2.21 um 12:55 Uhr

    Schon 5 Kommentare, ohne den Film gesehen zu haben? Da hat ja die Hetzjagd schon begonnen.

    Wie kann man eigentlich einen Film beurteilen, von dem man nur das Thema kennt? Und dieses scheint einigen nicht zu gefallen.

    Aber das ist gar nicht der Punkt. Ihr erhöht das Thema zu einem politischen Statement und positioniert euch dazu. Eines möchte ich dazu anmerken: Gewalt, egal ob von links oder rechts motiviert, entbehrt jeder Rechtfertigung. Doch, Gewalt fängt nicht erst an, wenn man einem eine aufs Maul gibt. Sie beginnt mit solchen Äußerungen, wie man sie bei euch liest.

    @ Oheim Petri, @ zetpunkt, @ Christian:
    Werte Genossen, Freunde der Einheitspartei. Wie man die Faust nach oben streckt, konntet ihr bei der „Internationale“ schon üben, jetzt nur noch die Finger ausstrecken, schon passt es wieder. Vielleicht kommt ja noch mal ein Österreicher …


  • Marcel ter Ellen • am 14.2.21 um 14:51 Uhr

    Vielen Dank HerrBert! Ich hätte es nicht besser sagen können. Sie haben mit den letzten Satz volkommen Recht aber hoffentlich kommt nicht noch Mal ein Österreicher😡


  • BK • am 14.2.21 um 16:51 Uhr

    Eigentlich gehöre ich nicht zu denen, die bereits vor der Sendung ihren Kommentar abgeben, dennoch habe die hier schon vorhandenen Kommentare gelesen und möchte mich bei @HerrBert bedanken, dass hier auch ein sozialer Mensch den Mund auf macht, denn Rassisten sowieso, erst recht aber solche, die sich äußern, wie die paar es hier tun, dürfen auch gerne auf das Schreiben von solchen Kommentaren verzichten und mal lieber am Ausbau ihrer Sozialkompetenzen arbeiten, wenn da denn welche sind


  • Supi • am 14.2.21 um 20:04 Uhr

    @zetpunkt
    Kleine geographische Wessi-Belehrung: Ludwigshafen liegt nicht im Gebiet des Staatsfunks WDR, sondern des Staatsfunks SWR – ich dachte, unter Honecker gab es eine so arg gute Bildungspolitik …


  • Mart • am 14.2.21 um 20:16 Uhr

    Ich bin nun um so mehr gespannt auf diesen TO. Er polarisiert jetzt schon. Ich glaube nicht, dass es einen Bezug zur DDR gibt. Hier war Solidarität mit anderen Kulturen Programm. Der Bezug auf Honecker hat wohl etwas mit Staatsfernsehen zu tun . Ich schau erstmal und äußere mich danach .
    PS: Solche Vorverurteilungen wie hier geäußert gehen gar nicht.


  • Möwe • am 14.2.21 um 20:30 Uhr

    Ich habe keine Ahnung, ob der Film gut wird, weiß aber schon, dass ich heute Abend nicht mitdiskutieren möchte. Normalerweise mag ich diese Plauderecke hier gern, aber die Stimmung ist schon im Voraus nicht angenehm.

    Könnt ihr nicht für solche Diskussionen nächstes mal eine einschlägige Plattform wählen und hier auf der Seite die Filmfans quatschten lassen?


  • John • am 14.2.21 um 20:40 Uhr

    Prima, den Tatort werde ich mir ganz sicher ganz oben auf die „zu sehen Liste“ setzen. Wenn hier schon rechtsnational völkische Subjekte typische Nazipropaganda herumgröhlen und gegen demokratische Parteien hetzen (dazu gehört ganz sicher nicht die zum grössten Teil rechtsradikale, antidemokratische und zum Teil verfassungswidrige AfD), dann hat der Tatort zumindest den richtigen Nerv getroffen. Wehret den Anfängen. Danke an unsere öffentlich rechtlichen Sender für ihre zumeist neutrale Berichterstattung und deren Serien/Filme. Ein Liebhaber unserer Demokratie und freiwilliger GEZ Zahler.


  • Mart • am 14.2.21 um 21:05 Uhr

    Bravo, John!


  • Mart • am 14.2.21 um 21:06 Uhr

    Film bis jetzt gut.


  • Andi • am 14.2.21 um 21:25 Uhr

    Ein Erster Polizeihauptkommissar ist Polizeipräsident? Warum wird wieder mal nur oberflächlich zu so simplen Dingen recherchiert?


  • SILBERREISS • am 14.2.21 um 21:35 Uhr

    Ich möchte über das Thema kein Kommentar machen, da ich frantzösich bin und alle Problème die es in Deutschland gibt, nicht gut kenne.
    Seit 10 Jahre bin ich ein Tatort Fan und es ist immer für mich eine große Freude Ulricke Folkerts zu sehen.


  • Winfried Vorbeck • am 14.2.21 um 21:44 Uhr

    Ich hatte schon nach 5 Minuten das erste Problem. Ein Mann verlangt vergeblich Polizeischutz und geht munter joggen. Muss man das verstehen?

    Nach 70 Minuten dachte ich: „Boah schon über eine Stunde und nach den Morden ist eigentlich nichts passiert“. Am Ende kam ein bisschen Fahrt auf, aber da war der Film nicht mehr zu retten. Hat die Odenthal wirklich eine durch Messerstich verletzte Frau am Boden fixiert?

    Sogar ungeplante Komik gab es: SEK stürmt Wohnung. „Bad sauber!“


  • JK • am 14.2.21 um 21:46 Uhr

    Nicht zuletzt auch wegen der Musik spannend. Nicht zu kompliziert erzählt. Ein paar tränenschwangere Längen, aber im Rahmen. Insgesamt gelungen.


  • Mart • am 14.2.21 um 21:49 Uhr

    Der TO war gut, bis auf die triviale Auflösung des Falles. Trotzdem gut analysiert, wenn auch etwas unrealistisch mit den beiden jungen Frauen. Aber: dichterische Freiheit. Und eben nicht nur Schwarz-Weiß. Es ist erschreckend, wie verblendet junge Leute sein können. NSU lässt grüßen. Auf jeden Fall,gute Botschaft und nicht oberflächlich.


  • Karin L. • am 14.2.21 um 21:50 Uhr

    Ich schließe mich der Einschätzung von Sabine an. Das trifft es auf den Punkt. Das die Mutter die Mörderin sein könnte, hatte ich schon im Urin, wie die Figur in den Film eingeführt wurde. Was häufig auffällig ist, wenn es um gesellschaftspolitische Themen im Tatort geht: Erst wird ein großes Fass aufgemacht, welche Tätergruppen in Frage kommen, und dann ist doch eine Beziehungstat oder Mord aus niedrigen Beweggründen aus dem näheren Umfeld. Na ja. Überstrapaziert.


  • Andy • am 14.2.21 um 21:56 Uhr

    … jaja .. Polizei kennt die rechten Netzwerke nicht … schlechte Story …viele handwerkliche Fehler in polizeilicher Vorgehensweise … einfach nur schwach, oberflächlich und blasse Darsteller …


  • Bruno • am 14.2.21 um 22:02 Uhr

    … plus Bonusstern.
    Das Zusammentreffen der beiden jungen Frauen ist für den, der diesen Übergang von Ludwigshafen nach Mannheim kennt, absolut kein unrealistischer Zufall.
    Auch der Handlungsaufbau war, so wie er gemacht wurde, besser, als wenn es tatsächlich ein rechtes Attentat gewesen wäre.
    Das hätte diesen Spinnern doch nur in die Hände gespielt.
    Ich bin zufrieden, es war ein sehenswerter Tatort mit gut eingestreuter Polizeiarbeit.
    Danke ARD/SDR


  • Henning • am 14.2.21 um 22:06 Uhr

    Hedwig und Maria, sie hätten die besten Freundinnen werden können. Grade gemeinsam noch gegen den Gastronom ihr „Recht zum Rauchen“ durchgesetzt (das verbindet!) und sich schließlich gegenseitig kuschelnd getröstet, endet diese Story leider mit Messerstichen und nicht wie bei Bibi und Tina. Denn leider sind sie auf verschiedenen Seiten und dann ist da auch noch dieses „dumme Ding“ mit dem Ehemann der einen von den beiden passiert. Bis sich das herausstellt, fragt sich der Zuschauer, ob es wirklich so vieles ist, was die beiden Damen trennt und ob das nicht zu überwinden wäre. Der gewaltige Zufall, dass sie überhaupt aufeinandertreffen, den kann man schon nachvollziehen, denn das Leben ist dafür verrückt genug.

    Eine andere Sache lässt mich da schon eher zweifelnd zurück. Ich fahre auf dem Weg zur Arbeit täglich an einem Szenelokal vorbei, in dem wohl auch der Ermordete gerne verkehren würde. Die Außenwand wurde von den Stammgästen selbst gestaltet, sie strotzt von Polizeifeindlichkeit. Auch hört man aus dieser Ecke ja gerne mal die Forderung, den Polizisten die Schusswaffen wegzunehmen. Und nun frage ich mich ernsthaft, ob ein führender Protagonist dieser Szene wirklich um Polizeischutz ersuchen würde. Wenn dies zutrifft, dann wäre das zumindest ziemlich inkonsequent.

    Viele anstrengende und holzschnittartige Szenen tragen diesen Film, doch immerhin wird auch die persönliche Eitelkeit mancher Aktivisten erwähnt. Frau Odenthal sagt den wichtigen Satz, dass wieder mehr miteinander geredet werden sollte – in seit Jahren andauernden Zeiten, in denen das Prinzip „teile und herrsche“ betrieben wird, ein sehr wichtiger Satz. Zwei Sterne, zu mehr kann ich mich nicht durchringen.


  • Bastian E. • am 14.2.21 um 22:12 Uhr

    Als Tatort hat mir die Folge gut gefallen. Auch wenn ich die eigentliche Täterin auch direkt im Urin hatte. ;)

    Dass das Thema kontrovers aufgegriffen werden würde, war eigentlich schon im Vorhinein klar.

    Besonders positiv fand ich Odenthals Äußerung, dass es wir trotz aller Differenzen weiter miteinander reden müssen. Ich finde es auch problematisch, Parteien und Gruppierungen mit radikaler Gesinnung ein öffentliches Forum zu bieten. Aber jede Gesinnung hat einen Hintergrund und Radikalisierung halte ich auch nur für eine Zuspitzung persönlicher Unzufriedenheit und Ängste, die schlimmstenfalls in Gewalttaten münden.

    Ein Tatort kann diesen Komplex gerne aufgreifen. Aber als Gesellschaft sind wir gemeinsam aufgefordert konstruktiv damit umzugehen. Und das funktioniert nicht mit Vorurteilen und dem Abschieben in die Verschwörungstheoretiker und rechte Gaga-Ecke.

    @Henning: Ich dachte auch an „Teile und herrsche“.


  • alter Fan ( tm ) • am 14.2.21 um 22:17 Uhr

    nee , was war das denn ? hab´irgendwie 90 Minuten auf spannende Unterhaltung im Sinne von Tatort gewartet – Handlung zäh wie – finde keinen Vergleich – überkonstuierte Zufallsverwicklungen – das Ermittlerteam wirkt in seiner Art immer hölzerner – früher ( + Kopper ) war auch in LU irgendwie alles besser und vor allem krimitechnisch unterhaltsamer


  • Martin • am 14.2.21 um 22:17 Uhr

    Müssen Rechts-Links-Schemata denn wirklich so einfallslos und holzschnittartig in zur Kenntlichkeit entstellter pädagogischer Absicht wie hier entfaltet werden?
    Dialogbeispiel „Ich hab keine Lust, mit den Nazis zu reden“ – „Aber wenn wir was ändern wollen , müssen wir mit denen reden und dabei klare Kante zeigen“. Einfach ohne jede Raffinesse.
    Leider nur langweilig, dieser Tatort!

    Und wo stand eigentlich die ludwigshafener Villa von Mama Karich? In Ludwigshafen, sagte die Tochter. Nur: die Stadt am Rhein ist topfeben, und bei ca Minute 40 sieht man über den Pool auf eine schöne Hügellandschaft…


  • Bastian E. • am 14.2.21 um 22:24 Uhr

    So schlecht kennt man sich in Ludwigshafen aus…

    Ohne den Kommentar wäre mir das nicht aufgefallen. Dass bei den Drehs immer wieder getrickst wird, dagegen schon. In einer Tatort-Folge aus Münster befand sich auch ein Drehort in einer Straße in Köln, die ich gut kenne. Fernsehen halt…


  • Frank • am 14.2.21 um 22:27 Uhr

    Sehr sehenswert. Schon witzig, „Opfer“ und „Täter“ kommen zusammen und verstehen sich in der Erfüllung ihrer Primärbedürfnisse gut. Eher zufällig treten dann die Rollen zu Tage. Das war ganz spannend aufgebaut. Und für mich auch wichtig, egal ob Extremismus von Links oder Rechts, viele der Akteure – das formuliert Lena Odenthal treffend – handeln aus eigenem Misserfolg. Diese Themen sind und bleiben (leider) aktuell, gerade heute positionieren sich Rechtsextreme sehr stark gegen die Politik zur Bekämpfung der Pandemie. Deswegen erwarte ich auch von einer Serie, die eben auch aktuelle Gesellschaftsfragen beleuchtet, zwingend Stellungnahmen zu diesem Thema. Vier Sterne, die einzige Kritik weswegen nicht 100 Prozent erreicht wurde, sind die zu vielen Handlungsstränge die nur halbherzig behandelt worden sind.


  • Attila • am 14.2.21 um 22:35 Uhr

    Also, ich glaube, alle haben natürlich das Recht, sich kritisch gegenüber den Tatort zu äußern, auch politisch. Aber, bitte, zuerst die aktuelle Folge ansehen, und erst danach kritisieren.
    Mir hat allerdings die heutige Folge auch nicht gefallen, aber gerade der politische Teil war in Ordnung, und es war eigentlich gut, dass es doch kein politischer Mord war.
    Außerdem ann man noch die Auswahl der SchauspielerInnen loben, elle haben richtig zur Rolle gepasst.
    Die Handlung aber … nee, also ich weiß natürlich, dass der Tatort kein Dokumentar ist, aber so realitätsfern sollte er doch nicht sein. Und wieder, ebenso wie beim letzten Ludwigshafener Fall, sinde die letzten Minuten die schlimmsten. Odenthal hört zu, als Maria sie anruft, und, statt Polizei und Notarzt zum Hotel zu senden (ja, wegen verschiedener Bundesländer sollte es sogar ein bisschen komplizierter sein), macht sie zunächst … nichts. Und auch danach fährt sie höchstpersönlich vorbei, was eigentlich nur einen Sinn hat: als Superheldin den jungen Polizisten zu verhindern, die rechtsradikale Frau zu erschießen.
    Es war echt relativ früh klar, wer der Täter, bzw. die Täterin gewesen sein soll, aber OK, bei Columbo war es auch immer so, ich verstehe allerdings nicht, warum sie nich zumindest beobachtet wurde, als klar geworden war, dass sie die Schuhgröße 41 hat. Bei Frauen ist diese Größe sehr selten, alleine das hätte sie äußerst verdächtig gemacht.
    Die Geschichte mit den zwei jungen Frauen sollte die Botschaft haben, dass beide die links- und die rechtsradikalen eigentlich ganz normale Menschen sind, sah aber ganz konstruiert aus. Und ja, warum ist Maria nicht direkt in ein Hotel gegangen? Anders als Hedwig, sie hätte das finanzielle Mittel dafür – mehr als ausreichend, auch alleine.
    Zu viele Logikfehler, ich kann höchstens drei Sterne geben, und auch das ist schon hochgerundet.


  • Konstanze Dachs • am 14.2.21 um 22:41 Uhr

    Also die Handlung wirkte irgendwie sehr konstruiert und unrealistisch. Das einzige was die Realität wieder spiegelt war der eine einzige Schauspieler der in der Szene mit der ermordeten Polizistin seine FFP2 Maske aufbehalten hat.


  • Tom • am 14.2.21 um 22:50 Uhr

    Ich fand ihn echt klasse! Auch spannend, dass sich einige N…. schon im Vorfeld hier äußern. Einzige kritische Anmerkung; die wirklich zufällige Begegnung der beiden Frauen.
    Super TO!!!


  • Dora Dietrich • am 14.2.21 um 23:02 Uhr

    Der Tatort heute war grottenschlecht! Die Angst vor Rechtsradikalen sollten auch realistisch gezeigt werden.
    Weder die Mutter hat die Kraft zum Mord ,noch die Tochter ist fähig mit dem Messer zu zu stechen. Alles zu holzschnittartig. Und was der eingestreute Verfassungsschutz sollte ist einfach lächerlich.


  • alter Fan ( tm ) • am 14.2.21 um 23:10 Uhr

    Fachfrage an die Redaktion : ist es nicht etwas unrealistisch Mehrfachkommentare abzugeben ? – wenn mir eine Produktion nicht gefällt , gebe ich doch auch nicht 3 mal einen Stern zur Bewertung ab


  • Smokie • am 14.2.21 um 23:12 Uhr

    Das war ein Satz mit X…..


  • BK • am 14.2.21 um 23:17 Uhr

    Na das war doch mal wieder gut anzuschauen.
    Insgesamt hat mich die Darstellung des Themas angesprochen: das Thema Rassismus wurde weder verharmlost, noch toleriert, sondern objektiv betrachtet.
    Zudem gab dieser Tatort sein „Krimi sein“ auch nicht zu sehr in den Hintergrund, denn der Platz reichte aus, für Thema und Wirkung – Kompliment!
    Zudem fand ich auch schön, wie einerseits ein Mord geschieht und andererseits zwei in einem Bett liegen und sich gut verstehen, wo dessen Meinungen doch mehr als auseinander gehen, doch auch diese Idylle eskalierte…
    So bestand dieser Tatort aus verschiedenen Gegengewichten, die jedoch keineswegs Gegensätze bildeten. Da alles in diesem Tatort miteinander harmonierte, ohne zu sehr zusammen zu fließen, entfachte sich die (erhoffte) Wirkung in mir, die mich ganz und gar in den Bann der Handlung hineinzog, welche von einer guten Kameraperspektive, sowie schöner Akustik uns nicht zuletzt den Kommissarinnen selbst noch ausdrucksstarker wurde.
    Vielen Dank für diesen tollen Tatort.

    An den Coronaabständen habe ich mich übrigens nicht gestört, sie sind mir gar nicht aufgefallen. Aber auch das ist ja wieder ein positives Zeichen, welches der Handlungsdarstellung weitere Pluspunkte verleiht.


  • HerrBert • am 14.2.21 um 23:21 Uhr

    Mit gutem Willen: 2 Sterne.
    Das ganze Drehbuch war unausgegohren. Man versuchte, mit „starken“ Bildern, die aber schwach waren, eine Geschichte zu erzählen, bei der es nicht voran ging: Laaaangweiliiiig. Text war wohl noch in Rohfassung … und Schauspieler*innen, die solchen Text nur unglaubhaft vom Blatt lesen, sollte man kein eindrucksvolles Schweigen verkaufen lassen.

    Die ganze Aufregung … für’n A.


  • Der Fremde • am 14.2.21 um 23:28 Uhr

    Schwachsinniger Plot, gepaart mit Laienspiel-Theater der schlimmsten Sorte, also mit künstlichen, lebensfremden Dialogen, gesprochen von künstlich und lebensfremd agierenden SchauspielerInnen.

    PS: Nicht jeder, der die tendenziell eher linke Ausrichtung der meisten Formate des öffentlich-rechtlichen Fernsehens kritisiert, ist deswegen gleich ein Nazi. Das ist einfach Unsinn und verharmlost jene Personen, die tatsächliches Nazi-Gedankengut verbreiten (auch die gibt es)!


  • Dirk • am 15.2.21 um 6:52 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 1156, gestern in Erstsendung um 20:15 h in der ARD zu sehen. Es ermitteln die zuständigen Polizeibeamten der dortigen Mordkommission, die Hauptkommissarin Odenthal und die Hauptkommissarin Stern, in einer sehr hinterhältigen, aber direkt ausgeführten, Mordtat und werden hierbei unterstützt von dem langjährigen Kollegen und sich mit Ballistik auskennenden Haupt-Kriminaltechniker Becker sowie einem Herrn Leonard vom Verfassungsschutz, welcher wahrscheinlich Haupt-Regierungsrat war und sich immer wieder leger ins Bild schlich. Ein Tatort, in dem politische Strömungen aufeinander prallen sollten und die allgemeine Kriminalität dennoch hierbei nicht außen vor bleiben sollte. Ja, aber m.E. ( meines Erachtens) leider misslungen. Ermittelt wird lieblos und dilettantisch und ich nahm schon an, das der „behäbige“ SEK-Beamte die entkommende und „durchtrainierte“ Terroristin bis zum Drehschluss dieses Tatort-Spielfilms im Gebüsch suchte. Der Fluchtwagen des vermeintlichen Attentäter-Paares sah aus, wie der aus der Mottenasservatenkammer hervorgeholte Dienstwagen von Hauptkommissar Flemming, ein Tatort-Kommissar der 1990iger Jahre aus Düsseldorf, wobei sich auch flusslandschaftlich gesehen, ein Kreis zu schließen vermag. Ein Tatort-Fernsehfilm zur sonntäglichen allgemeinen Abendstunde, welchen man sich gut in Ruhe anschauen konnte: Der Schauspieler wegen, der Landschaft wegen, der Thematik wegen, der „was weiß denn ich“ wegen.


  • Franz • am 15.2.21 um 8:15 Uhr

    Warum müssen die öffentlich-rechtlichen immer politische Sendung mit ins Programm streuen? Da diese immer in die gleiche Richtung führen sollte es eigentlich klar sein, dass das für Unmut sorgt. Die sofort hergestellte Verknüpfung zur AfD (John) ist auch mal wieder köstlich hier im Forum. Wie bereits hier erwähnt, nicht jeder der nicht mit diesen linken Weltanschauungen im staatlich finanzierten Fernsehen einher geht, ist gleich ein Nazi. Politische Neutralität ist meiner Ansicht nach nicht zu viel verlangt.
    Obendrein noch schlechte Dialoge, da ist nicht mehr viel Luft nach unten…


  • Nepomuk • am 15.2.21 um 9:11 Uhr

    Drei Sterne gemäß bisheriger Durchschnittsbewertung, ich habe den Tatort noch nicht gesehen, aber hier die Antwort auf Kommentar 10:

    Oh, natürlich gehe ich joggen, wenn mein Antrag auf Polizeischutz abgelehnt worden ist. Dann gehe ich sogar mit Fleiß joggen. Dann habe ich nämlich meinen mir zumutbaren Teil *getan*, um mein Leben zu schützen; dies eventuell sogar unter Überwindung meines in dem Fall linken Stolzes, der mit der Polizei eigentlich nichts zu tun haben will (wie andere schon angemerkt haben). *Mehr kann man von mir nicht verlangen*, insbesondere nicht, mich selber wie einen Verbrecher gefangenzuhalten, wenn ja gar nicht ich, sondern der Gegner der Übeltäter ist.

    Also gehe ich raus joggen, und wenn ich dann umgebracht werde, sterbe ich in dem befriedigenden Gedanken „Ich hab’s dir doch gesagt, Staat, daß ich gefährdet bin“ und hab‘ mich außerdem von den (in dem Fall ja wohl) Neonazis nicht einschüchtern lassen.


  • arte-Versteher • am 15.2.21 um 10:38 Uhr

    Dieser TO hätte sich meinetwegen auch dem brennenden gesellschaftlichen Thema „Bossa Nova gegen Aliens“ widmen können – mit seinen gestanzten Figuren, Dialogen aus der Phrasendreschmaschine und Schauspielern, die selbst mit der Darstellung von Trauer über den Tod eines Freundes oder einer Kollegin überfordert sind, war das wieder mal viel korrekter Lärm um nichts. Ein Stern für Perlen wie die Darstellung von Alltagsrassismus an der Pommesbude („Warum biet sich ein Brett…“) und das Einsickern von Talkshow-Parolen in Alltagsdialoge („klare Kante zeigen“), die in ihrer Simplizität schon wieder unfreiwillig komisch waren.


  • stephan_muenchen • am 15.2.21 um 11:20 Uhr

    Eigentlich war der neue Lu-Tatort ja durchaus mit einem interessanten Plot gestaltet und bot viel potential für Spannung und Unterhaltung. Eigentlich…

    Aber leider hat zu vieles nicht wirklich zusammen gepasst. zunächst einmal waren es zwei Formate in einem, die Drehbuchschreiber und Regisseur Tom Bohn in Szene setzte. Einmal der Mordfall am Konzertveranstalter Tillman Meinecke, der zwar zunächst eine klare Sache zu werden schien, dann aber eine gänzlich andere Wendung nahm… sowie der anschließende Polizistenmord durch den Tatverdächtigen und Neonazi Ludger Rehns.
    Und zum zweiten war dann das zufällige Aufeinandertreffen von Tillmans Freundin Maria Karich und Rehns Freundin Hedwig Joerges, das im Kammerspielmodus die vorsichtige Annäherung zweier trauernder „Leidensgenossinnen“ begleitetet, bis Beiden klar wird, wer die Andere wirklich ist.
    Gerade der zweite Handlungsstrang war sehr faszinierend und spannend inszeniert, hatte aber per se nichts mit einem Tatort-Format zu tun. Vielmehr wäre es der Stoff für einen intensiven eigenen Film gewesen, aber in „Hetzjagd“ ging dieses Szenario leider unter. Wäre jetzt die Haupthandlung wenigstens spannend gewesen, dann hätte dies den kleinen Makle ausgeglichen. Aber leider war schon sehr schnell klar, wo in Wirklichkeit Motiv und Täter zu finden sind – viel zu offensichtlich wurde man als Zuschauer mit der Nase (haha!) drauf gestoßen. Damit hatte auch ein möglicher Brennpunkt aus der erzwungenen Zusammenarbeit der Ermittlerinnen Odenthal und Stern mit dem an und für sich sogar mal nicht als Karikatur inszenierten Verfassungsschützler Thomas Leonhard jede Spannung verloren.
    Auch der Kollege der erschossenen Polizistin war in meinen Augen vollkommen überflüssig für die Gesamthandlung und wirkte dementsprechend deplatziert.
    „Hetzjagd“ ist in meinen Augen ein typisches Beispiel dafür, wie ein spannendes Grundszenario durch zu viele Nebenstränge und eine schlampige Inszenierung komplett verliert. Weniger wäre da eindeutig mehr gewesen.
    Von daher gebe ich dem neusten Ludwigshafener Tatort lediglich 2 von 5 Sterne.


  • Colorwriter • am 15.2.21 um 13:24 Uhr

    Tatort Folge 1156: Hetzjagd
    Wieder einmal ein Tatort zum Thema Rechter Terror: Hier, wie man aus diesen Kreisen heraus agiert, um die „linke“ Musikbranche Mundtod zu machen. Gutes Thema und Idee, viel Zündstoff; Da ebenso Komplex wie Vielschichtig. Ideal auch für den Bildungsauftrag, den das Öffentlich Rechtliche Fernsehen nun einmal hat. Hätte man denken können…

    Doch es kam dann anders. Und zwar auf vielen Ebenen. Was sich da die Personalunion von Regie und Drehbuch bei der Umsetzung gedacht haben, ist mir stellenweise schleierhaft, gar bis zum davon laufen, schlecht.

    (Da beantragt wer begründbaren Polizeischutz, der wird verweigert, und geht dann jeden Tag alleine joggen…) Ja, ist klar.

    Die handelnden Charaktere sind derart Plakativ, die Dialoge schon Dümmlich vorhersehbar, das tat schon weh. Der Nazi Terrorist, wie ein Abziehbild dessen, was man sich (anscheinend) Links von der Gesellschaftlichen Mitte als solchen vorstellt.

    Gute Ansätze gab es jedoch zu Hauf.

    Einer davon: Die erschossene Polizistin erscheint (der Nazi Terroristin) im Traum, das Schlechte Gewissen nagt und der Mensch kommt zum Vorschein.
    Der wichtigste: Wie den Polizisten im Einzelnen die Zweifel kommen, wer da tatsächlich geschossen hat.
    Ein weiterer: Das Linke und Rechte die selbe Sprache sprechen bzw. das gleiche Vokabular benutzten. Und so auch Dialogfähig sind. Mir fällt dazu ein Youtube Video ein: In dem eine Rechtsradikale mit ihrer Meute in der Bahn sitzt. Und in die Kamera sagt; “So jetzt verarschen wir mal die Linken“ und dann eine „Rechtsberatungs-Hotline“ der Linken anruft. Und denen erzählt, man sei im Bahnhof, hätte eine Aktion gemacht und würde gerade von „den Bullen“ „eingekesselt“ und fragt, was man da jetzt tun kann und wie es sich zu verhalten gilt. Die Person am anderen Ende der Leitung gibt entsprechende Hinweise ohne zu merken, dass da nicht (die eigenen Leute), sondern die Rechten anrufen. Zumindest mir kam da der Gedanke, dass man da doch miteinander reden kann. – Wenn gewollt. Von daher fand ich die Idee im Drehbuch, dass sich die Frauen ohne voneinander zu Wissen, begegnen und sich miteinander-auseinander setzten. Nur die Art und Weise, wie das zustande kam war, leider, unterirdisch.

    Fazit: Wieder einer dieser Tatorte, der sich in die „Ahnengalerie“ der Projekte „Wie eine gute Grundidee durch ein lustloses, unintelligentes Drehbuch versemmelt“, einreiht.

    Zwei Sterne, wegen der guten Kamera.

    @ arte-Versteher: „Bossa Nova gegen Aliens“ * Lach, nicht, dass dies mal jemand umsetzt….


  • wolko • am 15.2.21 um 14:38 Uhr

    Unrealistisch aber spannend bis zum Schluss.
    Unerwartete Wendungen inbegriffen.
    Mir hat es gut gefallen.

    @ Martin
    Ein Tatort ist eine verfilmte erfundene Geschichte und keine Dokumentation.
    Da sollte man erwarten dass der Zuschauer weiss dass die Drehorte auch anderswo als die Filmhandlung vorgaukelt sein können.
    Übrigens heisst die Frau Karich in Wirklichkeit Niehaus. Na sowas.


  • Stefan G. • am 15.2.21 um 14:41 Uhr

    Langatmig, uninspiriert, wenig authentisch inszeniert. Der einzige Lichtblick war für mich die Leistung von Lisa Bitter. Sie hob sich vom restlichen schwachen Gesamtbild ab und sicherte dem Tatort den 2. Stern.


  • MoistvonLipwik • am 15.2.21 um 17:48 Uhr

    Ein Mist vor dem Herrn. Sehr geehrte Verantwortliche des SWF: es ist ja richtig und wichtig, rechtsradikale Gewalt zu thematisieren – allerdings nicht im Wege der Relativierung. Zudem musste mehrfach zum „Kunstgriff“ erratischen Verhaltens der Protagonisten gegriffen werden, um den „Fall“ über die 90 Mnuten zu retten und nicht vorzeitig kollabieren zu lassen.
    Nachdem ich jetzt schon mehrfach von der dienstältesten Tatort-Kommissarin enttäuscht wurde, werde ich sie wohl künftig meiden. Ein Stern – weniger geht ja nicht.


  • Dirk T • am 16.2.21 um 2:14 Uhr

    Mal abgesehen von der Qualität des Krimis.
    Wann schafft es das Tatort Team wenigstens Polizei Dienstgrade richtig einzuordnen?
    Ein Polizeipräsident mit 5 silbernen Sternen gibt es nicht.
    Das ist der Erste Polizeikommissar.
    Daneben sitzt ein Beamter mit 3 goldenen Sternen.
    Also ein Polizeidirektor.

    Ein Polizeipräsident hat mindestens einen goldenen Stern, aber mit Eichenlaub.

    Viel zu oft sehe ich diese einfach zu ermittelnden groben Filmfehler.
    Traurig.


  • Andreas Mahlberg • am 16.2.21 um 14:58 Uhr

    Was sind denn hier für blau-braune Gestalten unterwegs? Auweia!


  • jürgen_nein • am 18.2.21 um 18:07 Uhr

    Für Gedankenlangsame und Rätselmüde genau das richtige…zudem schlechteste Darstellung von linken und rechten Gesinnungsgenossen ever..
    wer sich weder in dem Thema Rechtsextremismus oder mit Polizeiarbeit auskennt, auf Psyschologie und Spannungsbögen pfeift wird sich hier unterhalten können..superschlechte Recherchearbeit des gesamten Teams eine bloße Verarsche der älter werdenen Zuschauer mehr wars nicht


  • Der Fremde • am 18.2.21 um 18:19 Uhr

    Habe mir die Schluss-Szenen nochmals angesehen. Als Komm. Odenthal das mit einem Hüft-Stich verletzte (und keinerlei Gefahr mehr darstellende) Mädchen brutal zu Boden drückte und fixierte, stellte diese Akton m.E. eine „absichtliche schwere (zusätzliche) Körperverletzung“ an einer politisch Mißliebigen durch die routinierte Ermittlerin dar, welche korrekterweise mit strafrechtlicher Verurteilung der Odenthal sowie deren unehrenhafter Entlassung aus dem Polizeidienst zu ahnden gewesen wäre.


  • Smokie • am 18.2.21 um 19:15 Uhr

    @Der Fremde

    Genau!

    Und dann darf auch die Frage erlaubt sein, warum Frau Odenthal (aka Ulrike Folkerts) als dienstälteste ARD-Tatort-Kommissarin nicht mal auf den Tisch haut und ganz einfach anmerkt, dass sie solch einen Mumpitz nicht spielt. Aber nein, anscheinend gibt`s ne schöne Gage für den Dreh in LU und alles ist toll. Bloß nicht negativ auffallen….könnte ja die weiteren Einnahmen, u.a.m. gefährden.


  • Momi • am 20.2.21 um 14:21 Uhr

    Oh mein lieber Schieber – habe erst gestern Abend de Film angeguckt – das einzig Positive war, dass wieder die rechtsradikale Hetze gegen den Staat aufgezeigt wurde. Das ist sicher lobenswert, denn die braunen Socken brauchen wir alle nicht wieder.
    Sonst war der Film verlorene Zeit.
    Ich habe seit langem keine Vorspulfunktion mehr gebraucht, aber jetzt musste ich diese doch einige – zu viele – Male betätigen.
    Ausgangslage war ja sehr schnell klar, wie und warum auch – und der Rest war Fantasie!!
    Vergessen wir das Ganz und hoffen, dass die Frau Odenthal interessantere Fälle zu lösen hat.
    Sorry aber 0 Punkte kann man ja nicht geben.


  • Heike Schmidt • am 21.2.21 um 0:21 Uhr

    Aaaalsooo….

    zuerst einmal hier an die Schreiber, die sich über alles und jeden aufregen:
    Leute entspannt mal. Ihr vergesst, dass die Tatorte eine Fernsehreihe ist, die zur Unterhaltung sorgen will. Es sind Filme, sonst nix.

    Ich kenne andere Orte für Euch, wo ihr euch so „aufführen“ könntet, denn was DA abgespielt wird, benötigt wirklich „Einmischung“ mit Eurer Meinung. Lasst dort mal eure Energie, dann hat es wenigstens einen Sinn. Das lag mir jetzt auf der Seele, sorry.

    Zweitens fanden mein Mann und ich die schauspielerische Leistung von (fast) allen SEHR gut. Vor allem vom Neonazi und seiner Freundin.

    Und jaaaaa….manche Szenen wirkten tatsächlich …..etwas aus dem Ärmel gezogen. Aber deshalb die Ulrike Folkert zu beleidigen, dass sie auf das Geld der Rolle aus ist und deshalb nicht mal ablehnt oder Änderungen fordert, ist doch sehr frech. Niemand von uns kennt die Hintergründe, also bitte. Gerade in der heutigen Zeit benötigt jeder sein Geld und wird deshalb nicht zum Landesverräter o.ä. Bitte mal die Kirche im Dorf lassen.

    Es ist ein Film zur Unterhaltung und nicht eine Live-Übertragung aus dem Bundestag, die wirklich unser aller Leben betrifft.

    So, das war das Wort zum Sonntag.


  • Colorwriter • am 21.2.21 um 12:35 Uhr

    @ Heike Schmidt

    Ich wäre schon zufrieden, wenn die Kommentarfunktion erst nach Ende der Erstausstrahlung eröffnet würde. – Dann bliebe manches Erspart.


  • HerrBert • am 21.2.21 um 12:43 Uhr

    @ Heike Schmidt ( mit Mann )
    Daaaaaaanke für die Info. Selten so gelacht an einem Sonntag Morgen.

    Der Tatort ist nur ein Film? Is nich wahr, wäre mir nicht aufgefallen. Und ich dachte immer, das ist alles echt…

    Wenn ich euch richtig verstehe, sollten wir uns lieber im realen Leben aufregen, richtig? Und wo? Im Bundestag? Nur zu dumm, dass das nicht meine Ecke ist.

    Wie rührend ihr euch um das Wohl der Frau Folkerts kümmert, herzallerliebst.

    Wünsche einen schönen Sonntag und freue mich schon auf euren Beitrag zum heutigen Tatort.

    Grüße an den Mann!


  • slice me nice • am 18.4.21 um 10:00 Uhr

    Schade, dass gute Ideen in diesem Tatort dermaßen blutleer und spannungsarm in den Sand gesetzt wurden! Die Begegnung der beiden jungen Frauen, die Affäre der Mutter, die Verschwörungstheorie über eine Beteiligung des Verfassungsschutzes – das hätte ein großer Wurf werden können. Stattdessen Beteiligte, die anscheinend alle keine Lust auf ihre Rolle hatten, unnötige Längen und mit-der-Nase-drauf-stoßen (Stichwort Schuhgröße!) sowie hässliche, bedeutungslose Luftaufnahmen der Stadt. Alles platt und ohne jede Atmosphäre. Besonders Sterns aufgesagte Sätze aus dem Handbuch für Profiler fand ich schlimm. Da konnte auch meine Lieblingskommissarin L.O. nichts mehr rausreißen.

    Einzig gut in Szene gesetzt war der Albtraum, in dem die tote Polizistin auftauchte. Das war aber zu wenig. Nochmal schade um die verschenkten Ideen.


  • Ärgerlich.. • am 19.5.21 um 10:13 Uhr

    wie kann es sein, dass sie in Filmen eine „Mutter“ die gerade mal 13 älter ist als ihre „Tochter“ engagieren? (Was übrigens sofort augenfällig ist – Valerie Niehaus sieht für ihr Alter zusätzlich n och ausgesprochen jung aus, sie und Anna Herrmann würden eher als gleicht durchgehen). Das gibt ein dermassen verdrehtes Frauenbild wieder: „man“ muss also nach Tatortdarstellung“ als Frau, jung, schön, erfolgreich und schon als Kind Mutter geworden sein…


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