Tatort Folge 1167: Verschwörung



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Tatort Folge 1167: Verschwörung 4 23

„Verschwörung“ heißt der neue österreichische Tatort mit den Wiener Ermittlern Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser), die erst vor wenigen Wochen ihren 50. gemeinsamen Einsatz „Die Amme“ (Tatort-Folge 1161) erlebten. Beim Joggen kippt der durchtrainierte Referatsleiter des Innenministeriums einfach um; Herzinfarkt lautet die Diagnose des Gerichtsmediziners. Oberstleutnant Eisner, der für ein Jahr beruflich nach Den Haag gehen will, kniet sich äußerst engagiert in den Fall rein, denn sein Bauchgefühl sagt ihm: Es war Mord.

Der ORF-Krimi „Verschwörung“, Tatort-Folge 1167, feiert am Sonntag, den 9. Mai 2021 um 20.15 Uhr im Ersten seine TV-Premiere.

Inhalt der Tatort-Folge „Verschwörung“

Die Schweißperlen rinnen Moritz Eisner die Schläfen hinab. Selten war ein Sommer in Wien derart heiß. Müde zieht der Kriminalbeamte ein Zettelchen aus dem Automaten und nimmt Platz. Die Luft in dem kleinen Raum ist stickig, und als seine Nummer endlich aufgerufen wird, bekommt er es fast nicht mit. Er meldet sich heute arbeitssuchend.

Rückblick, eine Woche zuvor:
Bibi Fellner genießt die Natur an diesem Morgen. Sie joggt mit federnden Schritten durch ein Waldstück bei Wien. Ein anderer Jogger kommt ihr entgegen, sie kennt den Mann. Es ist Herr Wagner, der für das Innenministerium arbeitet. Nur wenige Stunden später, mittlerweile zusammen mit Eisner beruflich unterwegs, begegnet Fellner Wagner erneut: der liegt tot zu ihren Füßen.

Die Leiche Wagners liegt in einem Steinbruch, gut 30 Meter ist der Referatsleiter den Abhang hinuntergestürzt. Professor Kreindl, der Rechtsmediziner, kann einen Herzinfarkt als Todesursache feststellen. In Wagners Blutlaufbahn findet er Reste eines Dopingmittels. Die geringen Mengen des Mittels bestätigen jedoch noch lange kein Fremdverschulden, doch Moritz Eisners kriminalistische Sinne melden sich im Fall „Verschwörung“. Sein Chef Rauter gibt ihm 24 Stunden, um Indizien für einen Mord zu finden. Oder mindestens ein Mordmotiv.

Wagners junge Ehefrau ist tief erschüttert von der schrecklichen Nachricht, allerdings rückt der Nachbar schnell in den Fokus der Ermittlungen: Dr. Leytner, Vorsitzender des Vereins Sichere Zukunft, ist ein undurchsichtiger, arroganter Geschäftsmann. Trotz seiner früheren freundschaftlichen Verbindung zu den Wagners gab es in den vergangenen Monaten Stress mit ihm, berichtet Elisabeth Wagner der Kripo. Der Sportarzt Dr. Rädler, der das Opfer schon lange betreute, landet ebenso auf der Liste der Verdächtigen, hat er doch in der Vergangenheit Klienten durch illegales Doping zu sportlichen Erfolgen verholfen. Ist er schuld am Tod des ambitionierten Marathonläufers?


Die Filmarbeiten zum ORF-Tatort „Verschwörung“ dauerten von Juni bis Juli 2020 und fanden in Wien und Umgebung statt. Sowohl der Drehbuchautor Ivo Schneider als auch die Regisseurin Claudia Jüptner-Jonstorff betraten mit einer Tatort-Produktion Neuland.

Die Redaktion von Tatort-Fans meint …

Sabine (41 J. | Kinoliebhaberin)

An diesem Wiener Tatort gefallen mir besonders Kamera und Schnitt. Wunderbare stimmungsvolle Bildmotive wurden hier eingefangen. Unsere beiden Wiener Sympathieträger sind sowieso klasse, da wird das Lob ja fast zum Usus, und die Story ist in Ordnung. Von mir gibt’s dafür unterm Strich 3 Sterne!

Gerald (41 J. | IT-Nerd)

Was soll man zu den Wienern noch groß schreiben, die Fälle sind fast alle gut und sehenswert. Auch der Tatort „Verschwörung“ hat mir gefallen. Dass Eisner nach Holland will kam etwas überraschend, aber er bleibt der Bibi wohl erhalten … Ein gut gemachter Krimi, Daumen hoch dafür.

Tatort-Besetzung

Oberstleutnant Moritz Eisner – Harald Krassnitzer
Majorin Bibi Fellner – Adele Neuhauser
Oberst Ernst Rauter – Hubert Kramar
Gerichtsmediziner Prof. Werner Kreindl – Günter Franzmeier
Kriminalassistentin Meret Schande – Christina Scherrer
Elisabeth Wagner, Ehefrau des Opfers – Lili Epply
Dr. Leytner, Vorsitzender des Vereins Sichere Zukunft – Matthias Franz Stein
Sportarzt Dr. Rädler – Fabian Schiffkorn
Dr. Willi Wagner – Stefan Fent
Franz Brunner – Michael Dangl
Rudi, Gärtner der Wagners – Serge Falck
Agathe – Katharina Stemberger
Otto Dorfmeister – Rainer Doppler
Kriminalbeamter – Erol Nowak
Behördenbetreuerin – Maria Fliri
Tierärztin – Miriam Hie
Clemens – Nils Arztmann
Sekretärin – Marie Noel
Holländer – Victor Rathbone
u.a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Ivo Schneider
Regie – Claudia Jüptner-Jonstorff
Kamera – Andy Löv
Szenenbild – Uta Wiegele
Schnitt – Harald Aue
Ton – Thomas Schmidt-Gentner
Musik – Iva Zabkar

Bilder-Galerie zum Krimi aus Wien


28 Meinungen zum Tatort Folge 1167: Verschwörung

  • Winfried Vorbeck • am 9.5.21 um 21:49 Uhr

    Fand ich jetzt nicht sonderlich spannend (daher ein Stern Abzug), aber eigentlich ganz gut gemacht. Man konnte sich den Film gut anschauen; „kurzweilig“ würde ich es mal bezeichnen.


  • Bruno • am 9.5.21 um 21:52 Uhr

    Was las ich gerade?
    Alle Verdächtige tot; Minister zufrieden.
    Wien kann weiterschlafen.
    Ich hab schon eine Reihe schlechterer Tatorte aus Wien gesehen.
    Aber auch bedeutend bessere.
    Muss immer so voll in den korrupten Schlamm getreten werden? Ohne dass sich mal was ändert?


  • Der Fremde • am 9.5.21 um 21:58 Uhr

    Starker Beginn mit den Halluzinationen des Läufers. Später verlor sich der Handlungsfaden und war nur mehr etwas für eingefleischte Verschwörungs-Theoretiker. Die Politik- und Wirtschafts-Welt in Wien ist nicht ganz so korrupt, wie die Drehbuchschreiber für den TO-Wien uns ständig glaubhaft machen wollen (ich weiß, wovon ich spreche, da ich seit fast 55 Jahren hier lebe).


  • Henning • am 9.5.21 um 22:01 Uhr

    Um die Korruption möglichst namenlos und mysteriös zu machen, erfanden die Autoren den „Verein“, der bis auf die Figur des Dr. Leytner ziemlich im Dunkeln gelassen wird… nur, dass von ihm gewaltig viel Macht ausgeht. Dennoch kann man sich vorstellen, dass eine Geschichte schon genauso ablaufen könnte, auch was die Abläufe angeht, die zu der Tat führten. So entstand ein Film, der nicht lustig war und dies auch nicht sein wollte. Einzig die Szene mit dem geliehenen Hündchen bei der Tierärztin konnte so genannt werden. Gut gemacht, 4 Sterne.


  • Stefan G. • am 9.5.21 um 22:06 Uhr

    War sehr entspannt, keine unnötigen Aggressionen. Teilweise etwas zu viel Gefühlsduselei, teilweise lustig, teilweise etwas langatmig. Auch etwas unrealistisch, dass die Ermittlungen dann doch zum Ende so ungestört von der zeitweisen Blockade befreit waren, oder hab ich das nicht richtig verstanden? Hätte gern mehr gegeben, aber intuitiv sind es 3 Sterne. Schönen Abend noch an alle.


  • Attila • am 9.5.21 um 22:23 Uhr

    Jah, en Tatort, wie typisch aus Wien, aber ein bisschen übertrieben. Und auch nicht immer logisch, zu viel Politik ubd Korruption auch dort, wo es eigentlich nicht gepasst hat. Regie und Kamera haben auch mir gefallen.


  • Jim Pansen • am 9.5.21 um 22:26 Uhr

    Der Eisnermoritz und die Fellnerbibi… Des san scho zwoa wirschterl.. aber verdammt unterhaltsam und immer mit Ecken und Kanten, die gut genug skizziert sind, um nicht zu aufdringlich oder zu belanglos zu wirken- ein super Team! Auch der Fall „Verschwörung“ ist ein Fall mit Ecken und Kanten- nicht aalglatt eben. Natürlich wird gerne überzeichnet, in diesem Fall der Sumpf aus Vorteilsnahmen und Korruption einiger kleiner Politiker.. einzig diese Tatsache lässt am schluss noch Fragen offen: wenn die also nur selber etwas von ihren Machenschaften hatten und sich ihre Korruption auf die dörfliche Gemeinde auswirkte- warum sollte dann irgendein Kumpel von denen den Eisnermoritz kaltstellen wollen?? Das kam dann doch recht dünn daher… Egal, war trotzdem sehenswert und unterhaltsam!
    Danke dafür


  • BK • am 9.5.21 um 22:36 Uhr

    Also mir hat’s gefallen!

    Zu Anfang wirkte die Handlung auf mich etwas zerrupft, v.a. wegen den Zeitsprüngen sowie den „Problemen“ der Kommissare selbst, welche meiner Auffassung nach, zumindest am Anfang, etwas hoch gehängt waren.

    Doch im Laufe des Geschehens pendelte sich das Lot zwischen dem Leben der Kommissare und dem eigentlichen Fall gut aus, Spannung kam mehr und mehr dazu und die Handlung wurde immer verstrickter.

    Zum Ende hin passte dann aber alles, und plötzlich kam auch noch mal richtig Spannung, begleitet von angezogenem Tempo, hinzu und mischte diesen TO richtig schön auf.

    So war doch auch das wieder eine gute TO-Folge, in der alles passte und harmonierte und so ein gelungenes Werk entstand, welches von einem guten Schnitt, den richtigen Blickwinkeln der Kamera sowie auch weitgehend passender Musik und Akustik begleitet wurde.

    Perfekt!

    P.S.: Bei den Wienern gehören die eigenen „Probleme“ ja auch irgendwie dazu…😉


  • Schätzelein • am 9.5.21 um 22:37 Uhr

    Immer die Besten
    Wien ist so ziemlich der einzige Tatort, den ich mir noch ansehe. Wie immer tolle Krimi-Unterhaltung. Bibi und Moritz sind für mich einfach die Besten! Bitte NIE absetzen. Danke! (Ansonsten ist der Polizeiruf 110 schon lange der deutlich bessere „Tatort“)


  • alter Fan ( tm ) • am 9.5.21 um 22:45 Uhr

    nichts ungeheuer Umwerfendes – aber wieder ein grundsolider Wiener TO – hat mir gut gefallen


  • tortart • am 9.5.21 um 23:41 Uhr

    Frueher, wenn eine Oper uraufgefuehrt wurde, waren Könige zu Gast im Schauspielhaus. Haben Sie einmal gegähnt während der Vorstellung, dann war es ein schlechtes Zeichen. Bei Zweimal Gähnen hatte die Oper keine Chance 4 Wochen durchzuhalten. Wenn die Könige dreimal gegähnt haben, wurde die Oper am nächsten Tag abgesetzt.
    Nun denn, was soll ich sagen? Ich bin während des Films eingeschlafen!


  • Nelly • am 9.5.21 um 23:49 Uhr

    Geht so. Den Anfang mit den Halluzinationen fand ich auch am Besten, danach war es ok, aber nicht sonderlich spannend.


  • G. E. Rücht • am 10.5.21 um 0:48 Uhr

    Gute Geschichte.
    Nicht sonderlich spannend, aber mit dem üblich starken Ermittlungsduo.
    Solide Sonntagabendunterhaltung.
    Vorsicht, nächsten Sonntag gibt es wieder schwer verdauliche Kost.


  • HerrBert • am 10.5.21 um 1:32 Uhr

    Solider Krimi aus Wien, aber das war’s dann auch schon. Letztendlich ging es auch nur darum, dass sich einige auf Kosten anderer ein Häuschen oder zwei unter den Nagel gerissen haben.

    Dies oder so ähnlich hat man jetzt schon oft gesehen, auch die Story, dass Vorgesetzte die Ermittler mundtot machen wollen und unter einer Decke stecken. Da könnten sich die Wiener Drehbuchschreiber echt mal was Neues ausdenken.

    Die Szenen mit den Halluzinationen waren sehr gut gemacht.


  • Momi • am 10.5.21 um 7:35 Uhr

    Solider Wiener Krimi mit Schmäh, der überall vorkommen kann. Beziehungskisten und Korruption gibt es überall. Die Story war nichts besonderes, aber die Darstellung derselben durch die hervorragenden Eisner und Fellner und durch Frau Schande (!) – was für ein Name. Ungerecht!
    Der Film wurde toll gedreht und gestaltet. So hat mir der Tatort Spass gemacht.
    Gratulation nach Wien. – Weiter so und Moritz bloss nicht nach Holland gehen – is nix für Di.


  • Hanz W. • am 10.5.21 um 9:48 Uhr

    Jo mei, der Mörder war halt der Gärtner, insofern passte dann am Schluss ja immerhin das. Viel mehr dann allerdings auch nicht, für mich war das einer der zähesten Wiener überhaupt. Vielleicht lag’s an der Hitze, die da immer wieder thematisiert wurde. Worum ging es eigentlich? Einerseits wurde – schon gleich im Titel – das Thema „Verschwörung“ in Ministerien und um diesen obskuren Verein hochgejazzt, ohne das freilich weiter zu vertiefen. War irgendwie da, Sinn und Zweck freilich unklar. Dann war es am Ende ein recht banales Schmieren- und Betrugsstück um ein paar Grundstückle, allerdings auch erst im Finale. Ein wenig haben wir noch mit Doping, Spielsucht, illegaler Immobilienspekulation, sportlichem Selbstoptimierungswahn gespielt, was an Themen halt grad so rumliegt. Und das alles in eine betont kühle Ästhetik verpackt (im Gegensatz zur allwaltenden Hitze?). Ein paar Szenen waren, wie immer aus Wien, durchaus unterhaltsam, Einstieg und Finale recht gelungen, aber insgesamt war ich diesmal wenig begeistert. Mit Müh und Not 3 Sympathiesterne für eines meiner Lieblingsteams.


  • Franco Francetti • am 10.5.21 um 10:06 Uhr

    Bibi und Moritz wie immer sehenswert und wie immer knapp am Tod vorbei. Schön das wir Sie noch beide haben


  • Thorsten • am 10.5.21 um 10:46 Uhr

    Ein bisserl zäh, aber die Wiener sind immer eine Freude. Der Soundtrack und vor allem die Bildgestaltung sind mir dieses Mal positiv aufgefallen. Schön auch die Geschichte mit der Kündigung.


  • Colorwriter • am 10.5.21 um 12:07 Uhr

    Tatort 1176 Verschwörung

    Ein Tatort wie ein halbwegs gutes Gulasch.Schon x-Mal gespeist, hat es halt kaum Überraschungen.
    Aber wer erwartet im TV schon eine Heavymetal Band in einer Volksmusiksendung?

    Die Handlung:

    Das übliche aus Wien. „Da Oben“ hat es die bösen Kreise, die, stets im Verborgenen, ihre Vorteile suchen, finden und durchsetzten. Dann hat es einen Skandal, und Ruhe ist. Und die „da Unten“ bezahlen, wie üblich, in jeder Beziehung, die Zeche. Was in diesem Tatort, nach verwirrend guten Nebenhandlungssträngen, am Ende dann doch zu Rache aus/per Gift führt. Und, wie üblich, das Böse wirkt hier auf mich merkwürdig inkonsequent und reichlich unlogisch.

    Sport ist Mord:

    Was für Zufälle. Die Majorin Bibbi geht joggen, da läuft noch wer, der dabei allmählich auf Droge kommt. Total durchdreht und (von den Bösen Geistern, die er rief, hinweg geschleift wird) OK. Der Zuschauer weiß schon mal Bescheid. Da wurde wer mit halluzinogenen Drogen ermordet.
    Bemerkenswert hier, die geniale Kamera und der Bildschnitt.

    Die üblichen Beilagen…

    Was dann folgt ist das ewig bewährte aus Wien. Gerangel um Kompetenzen, Schlamperei, Intrigantenstadl, ein bisschen Rassismus, Stadt gegen Land sowie die ewige Wehmut nach der K&K Vergangenheit. Ja, und die Frau Major hat auch wieder ein Problem. Diesmal einen Wasserschaden in der Etagenwohnung.
    Wenn all das bei manchen Zuguckern zu Gähngelagen geführt hat, nun ich kann´s verstehen.

    Geht es noch arroganter?

    Könnte man denken, wenn man das Benehmen der Bösen Buben betrachtete. Doch wie Frau Lisa Eckhardt so treffend: „Ja, in Wien kann man gar nicht arrogant genug sein“. Die These, das Arroganz nichts mit Intelligenz zu tun haben muss, fand ich in diesem Tatort ebenso unglaubwürdig wie naiv. Schon beinahe Feige.

    Mein Fazit:

    2 ½ Sterne, wegen der guten Kamera und Regie, aufgerundet auf 3.


  • Nikolaus • am 10.5.21 um 12:40 Uhr

    Sehr guter Tatort war das! Genau nach meinem Geschmack!


  • Penelope • am 10.5.21 um 12:52 Uhr

    Ich schaue den sympathischen Wienern gerne beim Ermitteln zu, da ist mir der Fall fast egal.
    Diesmal waren es wieder die Bösen „da oben“ , die ohne Rücksicht ihr Süppchen kochen.
    Kann man interessant finden, muss man aber nicht.
    Für zwei nette Hunde und hübsche Immobilien gibt es auch einen Punkt, macht bei mir zusammen vier.


  • Karin L. • am 10.5.21 um 13:58 Uhr

    Immer gerne, sehr unterhaltsam und nicht realitätsfern. Bis auf die üblichen dramaturgischen Zufälle, ist halt ein Film. Aber nach schwächeren Folgen auch aus Wien, und vielen sehr schwachen, teils desaströsen Tatort – Tiefen in diesem und sen letzten Jahren, ist mensch für Normalität im Sinne eines Krimis überaus dankbar.


  • spiderman916 • am 10.5.21 um 14:58 Uhr

    Mir hat der Ösi-TO diesmal ziemlich gut gefallen. Sehr bemerkenswert der Hypnoanfang und solch Kleinigkeit wie die schnell aufsteigende Sonne im Oliver-Stone-Stil, allgemein auch eine sehr gute Kameraführung. Die Handlung war auch spannend. Von mir mal 5 Sterne.


  • Tyrone • am 10.5.21 um 17:03 Uhr

    Die ewige Korruptionsnummer in Wien. Langsam könnte man glauben, es wird hier immer der selbe Stoff recycelt. Am Ende dann doch niedere Rache eines einfachen Mannes. Schade – man könnte doch mal einen „Korrupteur“ straucheln lassen und das Ganze dann zu einem Ende bringen.
    So ein Tatort ohne Überraschungen – offen bleibt die Frage, wie sich der Kommissar mit seinem Beamtengehalt die Wohnung leisten kann die einmal in der Löwengasse (Eingang) und dann wieder in der Vorgartenstrasse (Terrasse) zu liegen scheint.
    Und die Sportordination weist erstaunliche Parallelen zu einer realen Ordination auf, sogar der Name ist ähnlich. Ob man da den echten Doktor gefragt hat?
    Übrigens: bin nur ich der Ansicht, dass der Vereinsvositzende extrem schlecht gespielt und noch schlechter gesprochen war? Oder stellt man sich in Deutschland so die Wiener Grosskriminellen vor?


  • Kurt Reichart • am 10.5.21 um 18:09 Uhr

    Langweiliges Beamtendrama das an der Realität kratzt .


  • Tom_Muc • am 12.5.21 um 2:37 Uhr

    Das war schon sehr stark an „Unter Verdacht“-Fälle angelehnt.
    Mit dem Unterschied, dass diese Fälle im ZDF deutlich mehr Tiefgang hatten, und die Brisanz zunächst auf subtile Weise gesteigert wurde, bis sie dann auf hohem Level in einer häufig beeindruckenden Vielschichtigkeit gehalten wurde.

    Aber: ich mag die Wiener (insbesondere die Wienerinnen) , und ich mag auch das Wiener Duo. Dazu eine ganz nett gecastete Besetzung…also , gute Unterhaltung. Nichts Herausragendes, aber 3-4 Punkte wert …da ich nicht 3,5 geben kann, runde ich auf :-)


  • zorrolein61 • am 12.5.21 um 23:27 Uhr

    Die Weaner san scho immer wieda sehenswert. Aber das Grundschema ist doch schon wiederholungsverdächtig. Ermitteln, Führung ist nicht einverstanden, Entlassung/Suspendierung eines Ermittlers, Ausweis und Knarre werden abgegeben, „illegale“ Weiterermittlung und am Schluß ein Lob vom Ernstl und vom Minister……
    Auf jeden Fall war es Sonntagabend-Kurzweil!
    Hab scho schlechtere gseng!


  • stephan_muenchen • am 14.5.21 um 9:42 Uhr

    Die Wiener sind aber so richtig gefordert. „Verschwörung“ ist bereits der fünfte Fall des Ermittlerduos Bibi Fellner und Moritz Eisner seit der Sommerpause 2020. Gefühlt hat kein sonstiger Tatort so oft als Premiere in diesem Zeitraum ausgestrahlt.

    Grundsätzlich mag ich die beiden Kommissäre mit ihrem Wiener Schmäh und dem Miteinander eines alten Ehepaars. Doch irgendwie hat mich die aktuelle Folge rund um anscheinend Österreich-typische lokale Polit-Mauscheleien nicht vom Hocker gerissen.

    Die Handlung floss so dahin wie ein sanft plätscherndes Gewässer. Die Figuren der Verdächtigen waren so überzogen dargestellt, dass sie als Karikaturen daher kamen und so in meinen Augen jede Glaubwürdigkeit verloren hatten. Die Chef der Sicherheitsfirma hat natürlich die geilste Software, die sofort Bibi und Moritz erkennt – seine Haare und sein ganzes Äußeres ist so schmierig geleckt, dass der Schmalz (und damit auch die Schuld) von Anfang an nur so raustrieft. Der Sportmediziner ist so auffällig verdächtig und klischeehaft inszeniert, wie man sich den Drogenarzt nur vorstellen kann. Der Bürgermeister strahlt Korruption aus allen Poren… und gleichsam aus den Haaren, dass ich mich gefragt habe, ob Schmalz in den Haaren und im Schnurrbart für Politiker in Österreich verpflichtend ist – zumal ja Stache und Kurz in real ebenfalls Beleg für diese Vermutung sind.

    Zudem haben die Autoren von „Verschwörung“ auch kein gutes Bild von dem Polizeiapparat, der ausschließlich von der Politik gesteuert wird und beim kleinsten „Piep“ den Schwanz einzieht. Tja – und dann wurden auch noch die Seilschaften und Verbindungen gleich mit abgewatscht.

    So kam für mich der aktuelle Fall wie ein einziges Österreich-Wien-Klischee daher und da hat dann auch die Auflösung des Falls mit einem ebenfalls klischeehaften Täter (psychisch labil, widerlich ausgenutzt, nach den Morden immer im Bild, die Berufsgruppe ist ja schon immer der Mörder) nichts mehr dran geändert.

    Von der Handlung und der Inszenierung gebe ich eigentlich nur zwei Sterne, aber das es Fellner/Eisner sind und die grundsätzlich auf besondere Art begeistern, werden es dann doch 3 Sterne.


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