Tatort Folge 205: Gebrochene Blüten



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In der Tatort-Folge 205 „Gebrochene Blüten“ jagt das kultige Duisburger Ermittler-Duo, die Hauptkommissare Horst Schimanski (Götz George) und Christian Thanner (Eberhard Feik), zuerst einen Mörder und dann eine ganze Verbrecherbande.

Der Duisburger Tatort „Gebrochene Blüten“ beginnt mit einer Leiche im Bus. Die Kommissare Schimanski und Thanner von der Mordkommission Duisburg werden zum Tatort gerufen. Es scheint, als sei der Tote das zufällige Opfer eine Messerstecherei. Schnell finden die beiden Ermittler heraus, dass es sich bei dem Ermordeten um einen Mann namens Prinz handelt. Er war der Tanzlehrer und Inhaber eines Tanzstudios, das er gemeinsam mit seiner Frau Manuela betrieb. Letztere entdeckt Schimanski in der Nähe des Tatorts an einer Bushaltestelle. Manuela Prinz steht augenscheinlich unter Schock. Horst Schimanski begleitet sie nach Hause.

Die Zeugenbefragungen ergeben, dass es sich bei dem Täter um einen thailändischen Mann handelt. Die Identität des Mannes ist rasch geklärt. Doch als die Schimanski und Thanner dem Thai einen Besuch abstatten wollen, finden sie einen weiteren Tatort vor. Der vermeintliche Mörder im Fall „Gebrochene Blüten“ ist tot. Alles sieht nach Selbstmord aus. Doch Schimanski traut dem Braten nicht. Er vermutet, dass Manuela ihm etwas verschweigt.

Und dann meldet sich Manuela tatsächlich mit neuen Entwicklungen im Fall „Gebrochene Blüten“ bei Tatort-Ermittler Schimanski. Sie hat Angst und bittet den rauen Ruhrkommissar um Schutz. Die Geschäftsfreunde ihres Mannes hätten sich bei ihr gemeldet und ihr gedroht. Wenn sie die nächste Lieferung nicht sicherstellen könne, sei ihr Leben in höchster Gefahr. Was genau die vermeintlichen Freunde mit der ominösen Lieferung meinen, weiß Manuela angeblich nicht. Sie schwört, rein gar nichts über die Geschäfte ihres Mannes zu wissen. Aber sie erklärt sich bereit, mit Schimanski und Thanner im Fall „Gebrochene Blüten“ zusammenarbeiten.

Im weiteren Verlauf der Ermittlungen stellt sich heraus, dass der ermordete Prinz alles andere als ein Unschuldslamm war. Er handelte vor seinem Tod mit Mädchen aus Thailand, die an Bordelle und Peepshows verschachert wurden. Schimanski hofft nun, mit Manuelas Hilfe an die Hintermänner und mutmaßlichen Mörder des Tatorts „Gebrochene Blüten“ heranzukommen. Doch dann muss er feststellen, dass die junge Dame eiskalt ihre eigenen Wege geht. Er beginnt Recherchen über Manuelas Vergangenheit anzustellen – und macht einen überraschenden Fund.


Der Duisburger Tatort „Gebrochene Blüten“ ist eine Produktion des WDR. Zum ersten Mal im Ersten Programm der ARD ausgestrahlt, wurde die Folge am 1. Mai 1988. Regie führte erneut Hajo Gies, der diesmal ein Drehbuch seines Bruders Martin Gies inszenierte. Die Musik in der Folge „gebrochene Blüten“ schrieb Dieter Bohlen.

Zwei Nebenrollen sind ebenfalls erwähnenswert: Zum einen ist Bodybuilder Ralf Möller zu sehen, der es auf den Spuren Arnold Schwarzeneggers zum Schauspieler in Hollywood gebracht hat. Außerdem machen wir Bekanntschaft mit Miroslav Nemec, der seit 1991 selbst als Tatort-Fahnder Ivo Batic in Köln ermittelt.“

Besetzung
Schimanski – Götz George
Königsberg – Ulrich Matschoss
Thanner – Eberhard Feik
Manuela – Renate Krößner
Hänschen – Chiem van Houweninge
Blatzer – Miro Nemec

Stab
Regie – Hajo Gies
Buch – Martin Gies
Szenenbild – Götz Weidner
Kamera – Karl Kases
Schnitt – Claudia Minzloff
Musik – Dieter Bohlen
Produzent – Jörn Schröder

Bilder: WDR


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11 Meinungen zum Tatort Folge 205: Gebrochene Blüten

  • Annelie Müller • am 25.11.07 um 12:31 Uhr

    Ich habe letztens mit Freunden den alten Tatort „Gebrochene Blüten“ mit Schimi gesehen. Wir haben uns gleichzeitig kaputt gelacht, an den Kopf gefasst und geärgert, über die dämlichen, platten, mitunter pathetischen Dialoge, die ebenso klebrig aufdringliche Musik von Dieter Bohlen in Kombi mit der Stimme von Chris Norman, die zu den schlimmsten Repertoire der 1980er Jahre gehört sowie über die unfasslich schlechte Schauspielleistung der Hauptdarstellerin Renate Krößner.

    Drehbuchautor und Regisseur hätten damit bestraft werden sollen, dass die wegen eines so dumm inszenierten, kruden Spektakels zum Streifendienst verdammt worden wären.

    Schade, schaden, denn die Idee der Geschichte, Mädchenhandel, ist ja sehr spannendes, wichtiges Thema, aber leider ist die Umsetzung schlicht und einfach misslungen!!!!


  • gjb • am 7.10.10 um 8:20 Uhr

    wie wahr…..nur grausam !


  • Jackie X • am 7.10.10 um 15:36 Uhr

    kam gestern – einfach genial. Wer’s nicht kapiert – besser umschalten und irgend so ne verblödende Ami Soap glotzen…


  • Caro • am 26.9.12 um 23:17 Uhr

    Einer der besten Tatorte mit Schimanski. Habe ihn schon bestimmt zehn Mal gesehen. Das Katz und Maus Spiel von Schimanski und Manueal Prinz – einfach genial.
    Den Kommentar oben kann ich nicht nachvollziehen. Krößner spielt überragend die Rolle der Prinz und die Bohlen Musik ist eben 80er pur.


  • Jürgen • am 25.10.12 um 20:23 Uhr

    Ich war nie ein Fan von Schimanski, dieses schnoddrige Geasabbel macht mich irre.
    Aber „Gebrochene Blüten“ ist keinesfalls der schlechteste Tatort, eher noch der Beste mit diesem Ermittlerduo (oder „Trio“? Hänschen gehört ja schließlich auch dazu).
    Und auch Chris Norman gehört einfach dazu – DAS WAR DAMALS SO. Wem es nicht paßt, der sollte sich solche Filme aus den 80er nicht ansehen.


  • Gerd Graf • am 14.6.13 um 7:38 Uhr

    Einer der besten Schimanski-Tatortfolgen. Interessantes Thema, gut umgesetzt. Wie Jürgen richtig sagt: so war das damals.


  • John • am 26.7.13 um 12:01 Uhr

    Da geb ich der Caro und dem Gerd Recht…für mich mit den Folgen „MOLTKE“,“DER TAUSCH“ und „ZWEIERLEI BLUT“ die beste Folge…einfach genial auch die Bohlen-Kompositionen !!!!


  • Thomas • am 25.1.15 um 13:50 Uhr

    Tatort: Duisburg
    Horst Schimanski, Christian Thanner
    Von 1981 bis 1991 gingen die beiden Kriminalhauptkommissare zum Dienst

    Die Ermittler: Sie waren das Dream-Team der Achtziger. Horst Schimanski (Götz George), der Ruhrpott-Proll mit dem Herz am rechten Fleck, und Christian Thanner (Eberhard Feik), der Brave, der das Chaos beseitigen muss, das Schimi regelmäßig anrichtet. Mit dem Schmuddelbullen Schimi, der Parka statt Trenchcoat trägt, eroberte ein neuer Typ von Kommissar das Fernsehen: einer, der in einem Drecksloch wohnt, der säuft, flucht, sich auch schon mal prügelt und dem die Dienstvorschriften scheißegal sind. Sein Partner Thanner, mit dem er von 1981 bis 1991 ermittelte, stand immer im Schatten des Frauenschwarms, der 2008 zum beliebtesten „Tatort“-Kommissar aller Zeiten gewählt wurde und der seit 1997 in der ARD-Reihe „Schimanski“ wieder Gangster jagt. Und flucht.


  • mike • am 13.2.15 um 21:01 Uhr

    „Wollen Sie mein Beschützer sein“ – Antwort Schimmi: „Na klar“, Einer der besten Schimanski-Tatorte.


  • Dirk • am 26.8.15 um 20:54 Uhr

    Der Tatort Nummer 205. Die Duisburger Hauptkommissare Schimanski und Thanner ermitteln nicht, sie jagen. Ein anfängliches Phantom bekommt Konturen. Damals in Erstsendung gesehen, ist mir dieser Tatort-Krimi in Vergessenheit geraten. Komplizierte Zusammenhänge werden geklärt, von Denkern, die bis an ihre Leidensfähigkeit gehen und hierbei die gesellschaftlichen Förmlichkeiten aufrecht halten können. Eigentlich kein schlechter Streifen, bei härterer Gangart sogar Action – Jackson – Qualität.


  • Stefan • am 13.11.16 um 9:48 Uhr

    Schlichtweg grossartig – 80er Jahre Musik und Feeling! Unerreicht: die Pool-Szene


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