Tatort Folge 254: Camerone



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In dem Saarbrücker Tatort „Camerone“ muss Kommissar Max Palu (Jochen Senf) zwei Sprengstoffattentate, das erste auf einen französischen Geheimdienstmitarbeiter und das zweite auf einen ehemaligen Fremdenlegionär, aufklären und gleichzeitig auch noch einige persönliche Probleme lösen.

Den Saarbrückener Ermittler Max Palu beschäftigen in dem Tatort „Camerone“ zunächst persönliche Angelegenheiten. So werfen ihm zum Beispiel nicht nur seine Kollegen, sondern auch seine eigene Freundin vor, dass er in letzter Zeit fett geworden ist – was wahrscheinlich an Palus guten Kochkünsten liegt, auf die er kaum verzichten will. Zumindest die französische Ermittlerin Solange Vauguel (Petra Gorr), die zu Gast ist in der Saarbrückener Mordkommission, findet Palu auch mit einigen Kilo mehr auf den Rippen attraktiv. Doch Solange bereitet dem Kommissar an einer anderen Stelle Sorgen: Sie ist auf der Suche nach seinem alten Schulfreund Marcel, einen Kleinganoven, der in Frankreich möglicherweise einen größeren Safe geknackt hat.

Als wenn das allein nicht ausreichend ist, um Palu zu beschäftigen, wendet sich in dem Tatort „Camerone“ auch noch ein französischer Oberst Gavron an ihn. Palu erhält dabei eine mysteriöse Botschaft mit nur einem einzigen Wort: Camerone. Könnte sich die Botschaft auf eine mexikanische Haziende namens Camerone beziehen, wo 1862 zwölf Legionäre bis zum letzten Mann gegen 3000 Soldaten kämpften, anstatt sich wegen ihrer aussichtslosen Situation zu ergeben? Viel Zeit, um über die rätselhafte Botschaft nachzudenken, bleibt Kommissar Palu jedoch nicht, denn wenig später kommt es zu einem Sprengstoffattentat in einem Hotel in Saarbrücken. Bei diesem Anschlag wird auch der Oberst Gavron getötet.

Bei seinen Ermittlungen findet der Fahnder Palu in dem Tatort „Camerone“ heraus, dass Oberst Gavron viele Jahre leitender Geheimdienstmitarbeiter in Frankreich war und sogar drei Präsidenten als Sicherheitsberater unterstützt hatte. Auch für Gavrons Ausflug nach Saarbrücken findet Palu schließlich eine Erklärung: Das Bruder des Opfers wurde 1962 als junger französischer Soldat in einer Kaserne in der lothringischen Gemeinde Bitsch bei einem Überfäll von Fremdenlegionären ermordet. Auf der Suche nach dem Mörder seines Bruders war der pensionierte Geheimdienstler Gavron Hinweisen nach Saarbrücken gefolgt. Noch kann sich Palu in dem Tatort „Camerone“ nicht erklären, was ihm das Opfer mit „Camerone“ sagen wollte und was der Bombenanschlag mit all dem zu tun hat. Ein weiteres Sprengstoffattentat – diesmal auf einen früheren Fremdenlegionär – hilft dem Saarbrückener Kommissar schließlich dabei, die Zusammenhänge zu erkennen.

In dem Tatort „Camerone“ muss der Fahnder bei seinen Ermittlungen jedoch mit vielen Schwierigkeiten rechnen, da ihm die Unterstützung seines Vorgesetzten fehlt und außerdem auch noch seine Freundin Jeanette entführt wird…

Die Erstausstrahlung der Tatort-Folge 254 „Camerone“ wurde am Sonntag, den 16. Februar 1992, um 20.15 Uhr in der ARD ausgestrahlt; 12,24 Millionen Zuschauer fieberten bei Palus Ermittlungen mit.

Besetzung
Kriminalhauptkommissar Max Palu – Jochen Senf
Solange Vauguel – Petra Gorr
Klaus Schröder – Arno Jos Graf
Richard Kessel – Hans-Peter Hallwachs
Bruno Walz – Günter Bothur
Jeannette – Nina Hoger
Marcel Drechsler – Tilo Prückner
Sylvie – Brigitte Janner
Klausjürgen Becker – Hugo Egon Balder
Renate Nachtweih – Edda Leesch
Jutta – Barbara Krabbe
Kowalski – Leo Bardischewski

Stab
Regie – Hans-Christoph Blumenberg
Drehbuch – Hans-Christoph Blumenberg
Kamera – Klaus Peter Weber
Musik – Jürgen Wolter
Produktion – SR


2 Meinungen zum Tatort Folge 254: Camerone

  • Tatort-Zuschauer • am 18.3.14 um 17:55 Uhr

    Camerone ist für die Französische Fremdenlegion der höchste militärische Ehrentag. Tolle Sache, welchen Bezug der Saarbrücker Tatort immer wieder zu den französischen Nachbar herstellte.


  • Dirk • am 19.6.15 um 21:45 Uhr

    Der Tatort Nummer 254. Der spielt eindeutig im militärischen Feld und zeigt die Abrechnung zwischen französischen Heeresangehörigen und Mitgliedern der französischen Fremdenlegion auf sowie persönliche Abrechnung, Betrug, Verrat und Mord unter ehemaligen Fremdenlegionären auf. Es geht um Geld, viel Geld und um vier Schlüssel, Schlüssel zur Macht. Macht macht nichts, dieses gilt hier nicht und einig wird man sich untereinander eh nicht. Und das alles in und um Saarbrücken herum, da wo Hauptkommissar Palu das Sagen hat. Hätten die das gewußt. Der Rennradfahrer P. zeigt denen, wo es lang geht, setzt alle seine Helfershelfer ein und rettet auch noch seine jugendlich wirkende Geliebte aus den Fängen der Ex-Legionäre. Ja besser geht es gar nicht. Grandios. Und nebenbei wird der Lokalreporter in der SM-Szene auch noch geoutet. Paßt alles ins Schema, auch 30 Jahre nach der Tat. Dieser Tatort-Thriller war sehenswert, ist sehenswert, bleibt sehenswert. Ungeklärt bleibt bis heute: Waren das neue France oder alte ?


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