Tatort Folge 256: Blindekuh



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Tatort Folge 256: Blindekuh 4 6

In der Tatort-Folge 256 „Blindekuh“ gerät Jakov Samow unter dringenden Tatverdacht: er soll ein junges Mädchen sexuell missbraucht und ermordet haben. Das Opfer Irene Frevert hatte bei dem Verdächtigen als Babysitterin gejobbt. Samow beteuert zwar seine Unschuld, verstrickt sich aber gleichzeitig durch seine eigene Ungeschicklichkeit immer tiefer in ein Netz aus belastenden Indizien. Was ist zum Tatzeitpunkt geschehen?

Die beiden Hamburger Kommissare Paul Stoever (Manfred Krug) und Peter Brockmöller (Charles Brauer) werden auf den Fall angesetzt. Jakov Samow versucht indessen verzweifelt, sein Umfeld davon zu überzeugen, dass er zu Unrecht verdächtigt wird. Doch seine Freunde, die Arbeitskollegen und sogar seine eigene Frau glauben ihm nicht. Alle wenden sich schließlich von ihm ab; der Tatverdächtige steht alleine da. Stoever und sein Kollege Brockmöller ermitteln fieberhaft, können aber nicht den entscheidenden Beweis finden, der Samow hinter Gittern bringt.

Als den Kripo-Beamten ein schockierendes Video in die Hände gerät, glauben sie ihren Augen kaum zu trauen: das sichergestellte Filmmaterial belastet den Vater des ermordeten Mädchens schwer. Der Fall „Blindekuh“ nimmt damit eine entscheidende Wendung, und die Untersuchungen müssen noch einmal ganz neu aufgerollt werden…

Die Erstausstrahlung des NDR-Tatorts „Blindekuh“ lief am 20. April 1992 im Ersten und erreichte eine Einschaltquote von 12,33 Millionen Zuschauern.

Besetzung
Hauptkommissar Paul Stoever – Manfred Krug
Hauptkommissar Peter Brockmöller – Charles Brauer
Luger Frevert – Dieter Krebs
Meyer Zwo – Lutz Reichert
Irene Frevert – Svenja Beneke
Jerry – Rolf Zacher
Ruth Frevert I – Isolde Barth
Mutter Frevert – Antje Weisgerber
Jakov Samow – Joachim Hermann
Elena Samow – Angelika Thomas
u.a.

Stab
Drehbuch – Ulrich Kressin
Regie – Werner Masten
Kamera – Klaus Eichhammer, Peter Steuger
Musik – Klaus Doldinger

Bilder: NDR


10 Meinungen zum Tatort Folge 256: Blindekuh

  • planlos • am 23.12.07 um 13:45 Uhr

    Diether Krebs ist ganz großartig.
    Gibts die Folgen inzischen iegntlich mal auf DVD=?


  • Matze • am 11.5.12 um 12:16 Uhr

    Die Folge lief neulich mal wieder.
    Schon sehr aufwühlend, was dem armen Mädel passiert ist ;-(
    Sympathien für Samov hatte ich aber nicht. Selbstverständlich darf sich ein reiferer Mann einer Jugendlichen verbunden fühlen. Und meinetwegen darf dieses Verhältnis auch über das natürliche Maß an Fürsorge und Verantwortung hinausgehen. Aber Liebe oder sogar Begierde für sie zu empfinden und allen Ernstes zu verlangen, dass sie das erwidert, ist in meinen Augen schlichtweg abartig und moralisch hochgradig verwerflich!
    Insofern fand ich es gar nicht so falsch, was Frevert Samov am Ende in der Strandszene vorwirft. Denn es ist fraglich, ob Samov dann wirklich besser ist als er und ob er der Kleinen früher oder später nicht womöglich dasselbe angetan hätte. Immerhin war es ja auch seine körperliche Annäherung, die zu ihrem Tod geführt hat. :-I


  • Bamyacioglu • am 11.9.12 um 19:17 Uhr

    Frau Benecke war sehr gut .


  • WW • am 9.1.13 um 16:02 Uhr

    Immer wieder beeindruckend, die schaupielerische Bandbreite von Diether Krebs zu sehen. Wer beherrscht sonst das Komische und Alberne genauso wie das Böse und Ernste?


  • Mike • am 15.12.13 um 0:56 Uhr

    2 Sterne für das mutige aber am Ende doch recht verkorkste Drehbuch, 3-4 Sterne für die schauspielerische Leistung vom „Hansemann“ und fette 5 Sterne für den am meisten unterschätzten deutschen Schauspieler…Diether Krebs!


  • mura • am 28.8.14 um 10:53 Uhr

    echt super


  • Gottlieb • am 22.2.16 um 11:44 Uhr

    Die Schauspieler sind gut bis großartig, und die Handlung ist einigermaßen plausibel und spannend. Der groteske Kampf der beiden „Liebhaber“ des ermordeten Mädchens am Strand und in der Ostsee mir ihren gegenseitigen Beschuldigungen, die alle zutreffen, ist ein gelungener Abschluß. Leider muß dann das Kommmissarduo Partei für den schmierigen Samov ergreifen, der seine Frau belügt und betrügt und seine Kinder zu Scheidungshalbwaisen machen will. Eine solche Beschönigung von Samovs Verhalten hätte der Drehbuchschreiber den Kommissaren besser erspart. Daher ein Punkt Abzug.


  • Dirk • am 7.4.16 um 7:47 Uhr

    Der Tatort Nummer 256 mit den beiden Hamburger Hauptkommissare Stoever und Brockmöller von der dortigen Mordkommission. Für mich waren die beiden die Vorzeige-Tatort-Kommissare überhaupt, immer realistisch bei Darstellung ihrer schauspielerischen Fähigkeiten. Der Tatort-Spielfilm zeigt in tragischer Art und Weise die Geschichte eines heranwachsenden Mädchens auf, welches die sexuelle Begierde gleich zweier Männer weckt und die ihr letztlich den Tod bringen. Der Versuch des Täters, sich ein Alibi durch eine gekaufte Falschaussage zu beschaffen, scheitert an der peniblen polizeilichen Kleinarbeit. Wieder einmal typisch für die Stoever/Brockmöller Tatorte. Ein an die Nieren gehender Tatort-Spielfilm, spannend und realistisch erzählt und gedreht. Auch in der Wiederholung, schon wegen der schauspielerischen Leistungen aller Darsteller, sehenswert. Der Mime der Figur Luger Frevert spielte ja schon in mehreren Tatort-Filmen mit, einmal war er gar als Kommissar als eine so genannte Eintagsfliege auf dem Bildschirm zu sehen und auch seine komödiantische und kabarettistische Ader spielte meist in Richtung „Unsympath“. Ein genialer Künstler, leider viel zu früh verschieden.


  • MadMonkey • am 10.5.17 um 13:26 Uhr

    Fantastischer Beitrag zur Tatort Reihe. Für mich mittlerweile ein Tatort für meine „Hall Of Fame“. Diether Krebs und „Hans Beimer“ in einem Tatort. Ist das nicht wunderbar, zudem eine gute Story mit vielen tollen Szenen. Stoever at his best


  • Henning • am 12.7.18 um 1:10 Uhr

    Bis heute bewundernswert, dass Diether Krebs den Mut besaß, diese happige Rolle anzunehmen.


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