Tatort Folge 337: Aida



Die beiden Kommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) müssen in dem Tatort „Aida“ in München den Mord an einem Dirigenten aufklären und geraten dabei in die Welt der Show-Industrie.

In dem Krimi, der am 07.07.1996 zuerst im TV gezeigt wurde, wird der Dirigent Huber Kramitz ermordet aufgefunden – der Beginn für die Ermittlungen der Münchener Komissare Leitmayr und Batic, die mittlerweile ein eingespieltes Tatort-Team sind. Kramitz, der charakterlich eher ein Dispot war, gehörte zum Ensemble der Oper „Aida“, deren Uraufführung vor seinem Tod kurz bevorstand. Vor der Premiere gab es noch einen Streit zwischen dem späteren Mordopfer und eigentlich allen seiner Kollegen, wobei sich der Dirigent mit dem ganzen Ensemble anlegte. Hatte dieses streithafte Verhalten in dem Tatort „Aida“ vielleicht etwas mit dem Mord zu tun?

Bei ihren Untersuchungen müssen Batic und Leitmayr in die Opernszene in München eintauchen, wo sie auf Premierenfieber, Klatsch in der Kantine und künstliche Eitelkeit stoßen. Bei allen Beteiligten erleben sie wenig Hilfsbereitschaft, zumal die zwei Fahnder noch erkältet sind und das ganze Ensemble ihnen aus Angst vor einer Ansteckung weiträumig aus dem Weg geht. Bald stellt sich in dem Tatort „Aida“ heraus, dass mehrere Kollegen des Opfers theoretisch ein Mordmotiv hätten oder zumindest nicht gut auf den Dirigenten zu sprechen waren. So war zum Beispiel Anita Kaden, eine der Sängerinnen, mit Kramitz zerstritten. Zu den Tatverdächtigen zählen außerdem auch der Regisseur der Oper Wickert und der ausgemusterte Flötist Rücker genauso wie ein junger Tenor namens Harald Landau – doch die Liste ist in dem Tatort „Aida“ sogar noch länger.

Hinweise finden die Fahnder Batic und Leitmayr einige, trotzdem kommen sie bei der Suche nach dem Mörder jedoch kaum voran. Bewegung kommt in den Fall erst, als der unbeholfene Tenor Landau in eine Auseinandersetzung auf der Opernbühne verwickelt wird, welche im Tatort „Aida“ als Eklat zwischen dem Regisseur, der Sängerin Anita und ihm selbst endet. Nur wenig später ist der Tenor dann tot – erstickt bei einem schweren Asthmaanfall. Batic und Leitmayr haben schon bald die Vermutung, dass die beiden Todesfälle zusammenhängen könnten und werden fündig, als sie von Landaus schwerer Katzenhaarallergie erfahren. Anscheinend hatte der Täter den Kater Maxi der Kostümbildnerin in der Garderobe des Tenors versteckt, um einen gefährlichen Anfall auszulösen. Doch wer war das?

Weil sich unter den Krallen des Tieres Hautfetzen und Haare des Täter finden, rückt eine erfolgreiche Identifizierung immer näher. Doch selbst nach dem zweiten Mord interessiert sich das Ensemble in dem Tatort „Aida“ mehr dafür, eine erfolgreiche Premiere hinzulegen, als die Kommissare bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Umso schlechter nehmen die Sänger und Musiker die Nachricht auf, dass ihr „Aida“ doch nicht ins Programm aufgenommen werden soll…

 

Besetzung
Franz Leitmayr – Udo Wachtveitl
Ivo Batic – Miroslav Nemec
Ines Liens – Carola Regnier
Anita Kaden – Angelika Bartsch
Luigi Bassano – Michael Habek
Harald Landau – Victor Schefé
Gerti – Janina Hartwig
Intendant – Gert Anthoff
Professor Alfred Rücker – Fred Stillkrauth
Lothar Wickert – Felix von Manteuffel
Karen Priest – Reri Grist (als Gast)

Stab
Kamera – Klaus Merkel
Musik – Rudi Knabl jun.
Regie – Klaus Emmerich
Buch – Wolfgang Hesse

Erstausstrahlung der Tatort-Folge 337 „Aida“ – 07.07.1996


7 Meinungen zum Tatort Folge 337: Aida

  • Andrea Müller • am 16.8.12 um 17:03 Uhr

    Der beste Tatort aller Zeiten!
    Leider wird er so selten ausgestrahlt.
    Vorschlag: Statt immer und immer wieder „Sissi“ zu zeigen, könnte stattdessen jedes Jahr der
    Tatort „Aida“ gesendet werden.


  • silvia • am 7.10.14 um 19:34 Uhr

    Weltbester Tatort. ! ! ! ! Wann sieht man davon wieder eine Wiederholung?


  • Dirk • am 11.5.16 um 10:07 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 337 aus München mit den Hauptkommissaren Batic und Leitmayr. Die beiden Schniefnasen ermitteln in der Münchener Oper, einer Welt-Kultur-Szene mit gutem Ruf und angeblichen tadellosen Leumund. Und gerade hier passieren Morde, und keiner des anstrengenden Ensembles interessiert sich so richtig dafür. Zu groß ist das Konkurrenzdenken, der Talentdruck, der eigene Ehrgeiz, die vermeintliche Knete. Die Hauptkommissare Batic und Leitmary geben ihr Bestes und kommen den Hintergründen der geschickten Morden näher. Dieser milieubezogene Tatort-Fernsehfilm aus dem Jahr 1996 ist interessant zu schauen, mit all seinen Exzentrikern und Egomanen. Mehr für mich aber auch nicht. Neugierig bin ich wegen der Umgebung, hier die Oper, ähnlich wie bei Ermittlungen innerhalb der Zirkuswelt oder hinter Kirchenmauern. Mal was anderes, sieht man immer einmal gerne.


  • kvas • am 22.8.19 um 0:19 Uhr

    This episode is very well filmed, especially the running through the narrow corridors of the theatre is very similar to the film Birdman, although 20 years earlier. There are lots of little filmic jokes, it has a good pace, it feels modern, and how about that giant painting of Jesus in the Intendant’s room!
    But the constantly yelling – yes I know, it’s a kind of parody – got on my nerves and the singer dying of a cat allergy ……


  • Mike Spike • am 24.7.20 um 15:04 Uhr

    Mit ziemlichem Abstand der nervigste Tatort, den ich je gesehen habe. Ich vermute ja, dass die Darstellung der Verhältnisse in diesem Opernhaus überzogen ist. Denn wenn es wirklich so wäre, gäbe es dort jeden Tag zehn Morde. Ich zumindest würde dort zum Amokläufer mutieren. Dieses permanente Rumgezicke, Geplärr und Gestreite ist unerträglich. Da ist jeder Teenager-Zickenkrieg die wahrste Wonne … Ich mag die beiden Münchner wirklich, aber die kamen hier ja kaum zur Geltung.


  • Nelly • am 26.2.22 um 22:41 Uhr

    Da ich Opern mag, gefiel mir dieser Tatort aufgrund des Ortes der Handlung gut. Allerdings war mir schon in dem Moment, als der Mörder den ersten Mord verübte, bzw. schon als er das Zimmer betrat, klar, wer es ist. Und bei dem zweiten Mord bzw. Todesfall war er doch der mit dem stärksten Motiv. Daher war es etwas unrealistisch, dass man ihn – zumindest bei dem zweiten Todesfall (es sollte ja eigentlich kein Mord werden) zunächst gar nicht als Verdächtigen auf dem Schirm hatte. Und dass dort so viele die Blutgruppe Null negativ hatten, ist auch unrealistisch, denn diese Blutgruppe ist äußerst selten in Deutschland. 4 Sterne.


  • slice me nice • am 20.3.22 um 11:17 Uhr

    Eigentlich mag ich Krimis, die im Theatermilieu spielen, aber dieser war einfach nur schlimm und nervig! Und auch wirklich nicht eine Spur witzig. Auch Batic und Leitmayr gingen überhaupt nicht. Batic nicht, der plump machohaft umhereifersüchtelte und Leitmayr nicht, der über die Sopranistin gleich mal „blöde, arrogante Zicke“ befand – so was hielt man in den 90ern wohl für „cool“. Sachlich professionelle Polizeiarbeit sieht auf jeden Fall anders aus. Auch sonst laberten die beiden viel Stuss und die hektisch-hysterisch agierenden Darsteller:innen im Opernhaus waren auch nicht besser.

    Kein Wunder, dass diese Folge so selten wiederholt wird, dabei sollte es auch bleiben!


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