Tatort Folge 334: Lockvögel



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Tatort Folge 334: Lockvögel 5 1

In der Tatort-Folge 334 „Lockvögel“ müssen die Kommissare Stoever (Manfred Krug) und Brockmöller (Charles Brauer) in Hamburg die Unschuld eines Kollegen beweisen, der als Undercover-Ermittler im rechtsradikalen Milieu in eine tragische Falle geraten ist.

Zu Beginn des Tatort „Lockvögel“ kommt es zu einem tragischen Todesfall: Ein junger Mann namens Walter Stoers, der im rechtsradikalen Milieu unterwegs war, erschießt einen türkischen Gastwirt. Stoers war in der dunklen Nacht im Herbst in dem Lokal von Yüksel Agban und hatte nicht erkannt, dass der Mann gefesselt war. Bei den Ermittlungen stellt sich schnell heraus, dass Walter Stoers keinesfalls ein Neonazi war, sondern ein Undercover-Ermittler der Hamburger Polizei mit Namen Gerd Eifels. Um einen Brandanschlag auf einen türkischen Imbiss aufzuklären, hatte sich der Polizist als vermeintlicher Rechtsradikaler in die Neonazi-Szene eingeschlichen. Bei diesem Anschlag vor einem Jahr wurde der Besitzer der Imbissbude, Cem Agban, getötet. Anscheinend ist Eifels Tarnung in dem Tatort „Lockvögel“ jedoch aufgeflogen, woraufhin ihm jemand aus der Szene eine Falle gestellt hat, damit er aus Versehen den unschuldigen Gastwirt erschießt. Leider hat der junge Fahnder keinen Anhaltspunkt dafür, wer aus dem Neonazi-Milieu hinter seine wahre Identität gekommen sein könnte.

Die beiden Hamburger Kommissare Brockmöller und Stoever geraten nach diesem ungeplanten Todesfall in dem Tatort „Lockvögel“ schnell unter Druck aus der Staatsanwaltschaft. Besonders Stoever steht nicht besonders gut da, weil er derjenige war, der Eifels für einen Einsatz als Undercover-Ermittler vorgeschlagen hatte.

Bei ihren Untersuchungen stoßen die beiden Fahnder unter anderem auf die Judoschule Kaiser, welche von einem zwielichtigen Mann geleitet wird. Zusammen mit Dehmels, seinem Helfershelfer, ist der Leiter der Schule bekannterweise in der rechten Szene in Hamburg unterwegs. Schon lange versuchen die Polizisten, die beiden Neonazis anzuklagen und hinter Gitter zu bringen, bis jetzt fehlten ihnen aber schlagkräftige Beweise. Um das endlich zu ändern, weitet Kommissar Brockmöller in dem Tatort „Lockvögel“ seine Ermittlungen auch auf die neueste Technik aus. So untersucht er das Neonazi-Netzwerk „Thule“ und findet in dessen Mailbox tatsächlich Hinweise auf den Täter, welcher dem Kollegen Eifels die Falle gestellt haben könnte. Auch der junge Polizist hatte damals bei seinen Untersuchungen zum Brandanschlag häufig auf den „Datenhighway“ zurückgegriffen, den auch der Hamburger Tatort-Kommissar zum Erstaunen seines Kollegen Stoever mit Begeisterung nutzt.

Die Fahnder Brockmöller und Stoever finden aber bald auch Hinweise, die nicht mehr unbedigt auf einen rechtsradikalen Hintergrund hindeuten. So hatte der Gastwirt in dem Tatort „Lockvögel“ schon seit mehreren Jahren die kurdische Familie Haschimi als Feinde. Haben also kurdische Extremisten den Gastwirt als Lockvogel ausgewählt?

Eins steht auf jeden Fall fest: Brockmöller und Stoever haben nicht viel Zeit, um den Täter zu finden. Denn auch Eifels, der aus seiner Sicherheitsverwahrung im Hamburger Krankenhaus geflohen ist, will drigend den Drahtzieher stellen. Für die Kommissare beginnt in dem Tatort „Lockvögel“ ein Wettlauf gegen die Zeit, um noch rechtzeitig Eifels Unschuld zu beweisen, ehe der Kollege den Täter auf eigene Faust stellen kann. Doch dann gibt es einen weiteren Mord…

Bei dem Tatort „Lockvögel“, der am 27.05.1996 seine TV-Premiere hatte, war Jörg Grünler sowohl für das Drehbuch als auch für die Regie verantwortlich.

Besetzung
Hauptkommissar Stoever – Manfred Krug
Kommissar Brockmöller – Charles Brauer
Gerd Eifels – Dirk Martens
Olaf Dehmels – Robert Victor Minnich
Leon – Florian Haiden
Stefan Struve – Kurt Hart
Staatsanwalt – Rolf Becker
Kaiser – Rudolf Kowalski

Stab
Drehbuch – Jörg Grönler
Regie – Jörg Grünler

Bilder: NDR


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1 Meinung zum Tatort Folge 334: Lockvögel

  • Dirk • am 21.5.16 um 7:06 Uhr

    Klassischer Tatort-Kriminalfilm aus dem Jahr 1996 mit den Hamburger Hauptkommissaren Stoever und Brockmöller und dem als Undercover-Agenten eingesetzten Hauptkommissar Eifels. Im verdeckten Einsatz heißt der aber Stoers. Und als Störer entwickelt der sich auch. Der letztere ist nämlich hinter Leuten her, die keine Türken mögen, was ihm fast Job und Leben kosten wird. Spannender und rasant abgedrehter Polizeifilm mit den engagiert agierenden Tatort-Polizeibeamten Stoevi und Brocki. Noch heute ein sehens- und wiederholungswerter Tatort-Polit-Thriller. Regie führte hier der Jörg Grünler und für das Drehbuch verantwortlich war der Jörg Grönler. Undercover-Decknamen sind auch schwer zu merken, da nimmt man gerne die Vereinfachung. Ährelich.


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