Tatort Folge 406: Restrisiko



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Tatort Folge 406: Restrisiko 4 6

In der Tatort-Folge 406 „Restrisiko“ muss das Kölner Tatort-Team um die Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) einen Mord im Karneval aufklären und sich dabei mit der Frage auseinandersetzen, ob ein Ex-Verbrecher trotz einer Behandlung noch immer eine Gefahr für die Gesellschaft darstellt.

Tatort Restrisiko – Trailer



Vergeblich versucht Kommissar Schenk im Tatort „Restrisiko“, seinen Kollegen Ballauf aus Ostwestfalen für den Kölner Karneval zu begeistern. Selbst bei dem Besuch einer Sitzung von Schenks Karnevalsverein will die Begeisterung der rheinischen Jecken auf seinen Partner einfach nicht überspringen. Doch auch für Schenk ist es in diesem Jahr nur ein kurzer Karneval, da der Frohsinn abrupt durch einen Mordfall beendet wird. Das Opfer ist Birgit Lagerhoff, die Schenk im Tatort „Restrisiko“ sogar persönlich kennt – schließlich war die Frau das Tanzmariechen von seinem Karnevalsverein. Die Tote wurde erwürgt und nahe eines Krankenhaus für psychisch kranke Menschen gefunden.

Weil der Täter anscheinend mit einem Fahrrad, das der psychiatrischen Anstalt gehört, gekommen beziehungsweise geflohen ist, vermuten die Kommissare aus Köln, dass ein Insasse des Krankenhauses Lagerhoff umgebracht haben könnte. Daraufhin sehen sich Ballauf und Schenk im Tatort „Restrisiko“ auch gleich in der Anstalt um, wo sie auf einen Patienten namens Harald Berger stoßen. Weil dieser vor Jahren im Affekt seine eigene Frau getötet hatte, fällt der Verdacht der Ermittler direkt auf ihn. Berger hatte zuvor für den Mord eine langjährige Gefängnisstrafe abgesessen, ehe seine Rechtsanwältin Ellen Strohmeier eine Verlegung in die Psychiatrie erwirkt hatte. Laut dem Chef der Anstalt, Professor Konski, sollte Berger bald entlassen, weil er höchstwahrschlich kein Wiederholungstäter ist. Doch der Psychiater kann nicht hundertprozentig ausschließen, dass von dem Insassen nicht doch ein Restrisiko für die Gesellschaft ausgeht.

Dieser Verdacht erhärtet sich im Tatort „Restrisiko“, als die beiden Beamten herausfinden, dass Berger am Tag des Mordes aufgrund eines Freiganges alleine in Köln unterwegs war. Gegenüber den Kommissaren behauptet der Verdächtige im Verhör jedoch, dass er am dem Tag Karneval gefeiert hatte und sich wegen seines großen Alkoholkonsums an nichts mehr erinnern kann.

Bei ihren Ermittlungen erfahren Ballauf und Schenk im Tatort „Restrisiko“ bald darauf auch, dass zwischen dem Insassen Berger und seiner Anwältin Strohmeier eine sexuelle Beziehung besteht. Anscheinend war diese Affäre auch dem Mann der Anwältin, Jürgen Strohmeier, bekannt, der seine Frau überzeugen wollte, sich von dem Straftäter zu trennen. Ellen Strohmeier geben die Untersuchungen der Kölner Polizei ebenfalls zu denken, so dass sie sich plötzlich nicht mehr ganz sicher ist, dass ihr Freund mit dem Mord nichts zu tun gehabt hat.

Neben Berger taucht im Tatort „Restrisiko“ jedoch noch ein zweiter Verdächtiger auf. So hatte Willi Klemm, der den Karnevalsverein leitet, eine Affäre mit dem toten Tanzmariechen. Während Schenk weiterhin an die Schuld Bergers glaubt und Klemm am liebsten aus den Ermittlungen raushalten würde, ist sich Ballauf da nicht ganz so sicher. So macht sich der Kommissar aus Ostwestfalen auf die Suche nach einem anderen Täter, der den Psychiatriepatienten eventuell einfach nur benutzt hat…


Gedreht von Claus-Michael Rohne („Adelheid und ihre Mörder“) und produziert vom WDR wurde der Kölner Tatort „Restrisiko“ am Valentinstag, dem 14. Februar 1999, erstmalig im Fernsehen gezeigt.

Besetzung
Kommissar Max Ballauf – Klaus J. Behrendt
Kommissar Freddy Schenk – Dietmar Bär
Ellen Strohmeier – Marie Lou Sellem
Harald Berger – Alexander Radszun
Jürgen Strohmeier – Robert Giggenbach
Professor Konski – Siegfried W. Kernen
Lissy – Anna Loos
Staatsanwalt – Christian Tasche
Willi Klemm – Peter Millowitsch

Stab
Drehbuch – Peter Zingler
Regie – Claus-Michael Rohne
Kamera – Johannes Hollmann
Schnitt – Antje Bartram
Musik – Eckes Malz, Biber Gullatz
Produktion – WDR


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8 Meinungen zum Tatort Folge 406: Restrisiko

  • rüdiger • am 25.10.12 um 20:35 Uhr

    Super Tatort, nur das Schenk 1999 den Schuhmacher mit Euro bezahlt fand ich lustig.


  • börli • am 7.2.14 um 2:08 Uhr

    schlecht diesmal
    @rüdiger das waren DM da bin ich sicher


  • Anna Krechel • am 9.2.16 um 14:21 Uhr

    immer wenn diese karneval zeit kommt zeigen diesen tatort auch und ich habe den auch schon gesehen. und ich finde den auch sehr schön an zu sehen so ein Tatort soll noch mal kommen ich würde sehr gerne noch mal sehen ich mag den sehr gerne ich mag auch die Komisare sehr gerne aus Köln ich möchte die beiden Ballauf und Schenk 40 Sterne geben


  • Dirk • am 19.9.16 um 15:23 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 406 aus Köln, nicht nur Dom-Stadt, sondern auch Karnevalshochburg im Rheinland und in Nordrhein-Westfalen allgemein. Diesen Tatort-Spielfilm um die Tatort- Hauptkommissar Max Ballauf und Freddy Schenk habe ich nunmehr dreimalig gesehen und finde ihn immer noch, der Spannung wegen, faszinierend. Der Karneval in Köln ist hier Hintergrundkulisse eines klassischen Tatort-Thrillers aus dem Jahr 1999 und wer diesen all jährlichen Trubel schon einmal miterlebt hat, weiß, dass so mancher Polizeibeamte schnell mal die Mütze verliert. Sehr sehenswert und gerne wiederholungswürdig. Toll.


  • Henning • am 31.7.18 um 23:32 Uhr

    Gucke ihn grade wieder… einfach spannend und klasse.


  • TO_Stju • am 8.12.20 um 23:35 Uhr

    Gutes Kölner Frühwerk. Und der Schein beim Schuhmacher war definitiv ein 50-D-Mark-Schein im letzten Design. 50 Euro fürs Besohlen wären außerdem auch heute noch Recht viel.


  • HerrBert • am 9.12.20 um 0:12 Uhr

    Gut gemachtes, solides Stück, gut erzählt – ein typischer Tatort eben mit normaler Ermittlungsarbeit, etwas Milieu, etwas Aktion und durchaus Spannung. Sympathische Kommissare.
    Kann man sich öfters ansehen.


  • Revilo • am 2.1.21 um 16:46 Uhr

    Sechster Fall von Kriminalhauptkommissar Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Kriminalhauptkommissar Alfred (“Freddy“) Schenk (Dietmar Bär), die in Köln ihren Ermittlerort haben.

    Das Thema ist diesmal, wie steht man zu psychischen Verbrechern, die nach einer Haftstrafe aus einer psychotherapeutischen Betreuung in der entsprechenden Klinik als geheilt entlassen werden sollen. Obwohl ja noch immer ein gewisses Restrisiko besteht.

    Story:
    Und damit auch das Grundthema richtig greift, wird in einer Nacht, vielleicht Fetter Donnerstag auf den folgenden Tag das Tanzmariechen Birgit (Helga Bellinghausen) aus dem Karnevalsverein von Freddy Schenk (Dietmar Bär) auf der Radtour nach Hause vor einer psychiatrischen Klinik erwürgt. Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) werden nach einer durchzechten Nacht bei einer Party dieses Karnevalvereins zum Tatort gerufen und fangen an zu ermitteln. Sie erinnern sich noch, wie und um welche Uhrzeit das Tanzmariechen Birgit (Helga Bellinghausen) diese Party verlassen hat. Für den Nachhauseweg, der an der psychiatrischen Klinik vorbeiführt, war dann, nach der Todeszeit zu urteilen, 4 bis 5 Stunden vergangen. Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) geht dann in die Klinik, um dort mit seinen Ermittlungen zu starten. Schon allzu bald ergeben die Recherchen, zusammen mit dem Klinikleiter Professor Konski (Siegfried Kernen) erarbeitet, den Harald Berger (Alexander Radszun), einen verurteilten Totschläger, als potentiellen Täter hervor. Da Harald Berger (Alexander Radszun) kurz vor der Entlassung steht, hatte er sogar in dieser Zeit Freigang. Ein Alibi für die Tatzeit hat er nicht. Er ist zwar mit seiner Anwältin Ellen Strohmeier (Marie-Lou Sellem) liiert. Sie waren auch zusammen. Doch Anwältin Ellen Strohmeier (Marie-Lou Sellem) musste kurz für einige Stunden dienstlich zu ihrem Ehemann Dr. Jürgen Strohmeier (Robert Giggenbach). Beide leben zwar nicht mehr zusammen, haben aber immer noch eine gemeinsame Anwaltskanzlei. In dieser Zeit, wo Harald Berger (Alexander Radszun) dann allein ist, wird dem Publikum gezeigt, wie er durch die Häuser zieht, dabei immer wieder hochprozentiges nachtankt und dann sogar auf der Party des Karnevalvereins landet. Dort verlässt er diese Veranstaltung im Windschatten des Tanzmariechen Birgit (Helga Bellinghausen). Am nächsten Morgen hat er einen Filmriss. Ist er nun der Mörder oder nicht. Noch vor dem Aschermittwoch haben unsere beiden Ermittler Ballauf/Schenk dieses Geheimnis gelüftet und den Fall geklärt. Auch ist die Leiche in dieser kurzen Zeit schon beerdigt. Es ging hier alles sehr schnell und direkt. Für meinen Geschmack auf jeden Fall zu direkt. Aber die Ermittler Ballauf/Schenk wollten wohl unbedingt schnell weiterfeiern.

    Das Thema Restrisiko wird angesprochen. Bekommen die resozialisierten Verbrecher von der Öffentlichkeit wieder eine Chance zur Eingliederung. In dieser Folge ist es so, obwohl jede Spur und Verdacht des Verbrechens an dem Tanzmariechen zuerst mit dem Restrisiko-Mann in Verbindung gebracht wird. In dieser Folge ist es Harald Berger, der von Alexander Radszun eigentlich überragend gespielt wird. Gerade in seiner unsympathischen Seite, die sogar glaubhaft das Restrisiko seiner Person anschneidet. Aber die gezeigte Filmstory, die eine Geschichte erzählt, die sogar noch interessant wirken könnte, macht alles zunichte. Vor allem als jeder Zuschauer weiß, dass Harald Berger (Alexander Radszun) nicht mehr verdächtigt wird. Er kommt auch sofort frei und ist dann schrecklicherweise immer über allem stehend bei den weiteren Ermittlungsresultaten live vor Ort anwesend mit seiner Anwältin Ellen Strohmeier (Marie-Lou Sellem). Übrigens haben hier auch Ballauf/Schenk bei ihren Ermittlungsfahrten fast immer jemand dabei. Einmal einen Jungen, der von dem anderen physischen Ausbrecher Herbert Mumann (Stephan Wolf-Schönburg) verprügelt und seiner Fassnachtsverkleidung beraubt wird. Die Kommissare kommen an diesem Tatort und sagen zu dem Opfer nur: Komm mit und zeig uns den Kerl. Gut, das geht ja dann auch schneller und es bleibt für die Ermittler noch etwas Zeit übrig, um noch genug Fassnacht zu feiern.

    Ich denke, diese Ballauf/Schenk-Folgen wollen uns Zuschauer so nahe wie möglich an die Ermittler selbst heranlassen. Sie wollen wohl sagen in ihrem Auftreten: Wir Ermittler sind genauso wie der normale Zuschauer glaubt zu sein, wenn er an der Stelle der Kommissare wäre. Vielleicht macht gerade das den Zustand aus, dass sie so beliebt sind. Aber die Filmgeschichte leidet oft dabei sehr. Bei manchen Folgen ist das weniger und bei manchem mehr. Hier in dieser Folge “Restrisiko“ ist es fast zu viel.
    Anfangs fängt der Film ja noch ganz einfach, etwas billig gestrickt, jedoch familiär an. Wie schon so oft bei Ballauf/Schenk-Folgen. Der Mord zieht dann diese Folge schon etwas herunter. Es wird bis zu dem Mord mit Notbildern, die man auch für eine falsche Verdachtsauffassung nutzen kann, ausgeschmückt. Damit auch der Whodunit gewährleistet bleibt. Obwohl es hier eher zu einem augenzwinkernden Whodunit hinausläuft. Aber als die Kommissare zum Tatort erscheinen, geht es mit der Qualität des Filmes langsam aber sicher nach unten. Es sind nicht nur die Ermittler selbst, die dafür sorgen, sondern sogar eher das Umfeld der gezeigten Filmgeschichte. Hier in dieser 6. Folge “Restrisiko“ läuft das ganze sogar dann auf puren Trash hinaus. Für diese trashische Performance sorgt zum Beispiel auch der arbeitslose Ehemann des Tanzmarieschen Herr Lagerhoff (Jörg Propach). Seine Rolle hätte ich versucht weg zu schneiden. Schon am Tatort ist er schlimm. Dann als verkleideter Rächer noch schlimmer. Auch der andere Psycho und Serienkiller Herbert Mumann (Stephan Wolf-Schönburg) lässt mit seinen Einsätzen in dieser Filmgeschichte das Fremdschämen vom Stapel. Obwohl seine schlimmste Szene (ein aktueller Verbrechensversuch) noch gut dargestellt wurde. Bei dieser Szene haben mal die Ermittler Ballauf/Schenk das Fremdschämen ausgelöst. Auch die Rolle des Pflegers, die von Dietmar Mössmer (bekannt aus den Donna-Leon-Filmen) eigentlich ganz gut gespielt wird, lässt nicht zu, dass man im Endeffekt diese Folge “Restrisiko“ zumindest als eine Durchschnittsfolge sehen kann.

    So ändert diese Folge “Restrisiko“ auch nicht, dass für mich die Ermittler Ballauf/Schenk leider nur höchstens Durchschnittkommissare sind, bei denen ihre Folgen bis jetzt ebenfalls höchstens auf Durchschnittsniveau ablaufen.

    Die Folge “Restrisiko“ ist eine Folge, die nach 6 Folgen wieder eine absteigende Tendenz dieser Ballauf/Schenk-Geschichten aufweist.
    Obwohl man hier sogar den Peter Millowitsch bei einen Gastauftritt bewundern kann. Seine Performance in dieser Rolle ist sogar noch ganz gut. Aber auch seine gespielte Filmgeschichte reißt keinen vom Hocker.

    Meine Schulnote: 4-


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