Tatort Folge 400: Schwarzer Advent



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Tatort Folge 400: Schwarzer Advent 5 1

Der Tatort „Schwarzer Advent“ wird für die Kommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) aus München zu einem Wettlauf gegen die Zeit, um das Leben zweier Kinder zu retten.

Tatort Schwarzer Advent – Trailer

 
Der Tatort „Schwarzer Advent“ spielt zur Vorweihnachtszeit in München. Im Mittelpunkt des Krimis steht der geschiedene Versicherungsvertreter Rainer Wenisch, der kurz vor dem Fest vor einem Problem steht:

Nach vielen Jahren hat sein in Chile lebender Vater einen Besuch bei seinem Sohn angekündigt. Wenisch will – auch aus Furcht vor dem eigenen Vater – diesem das Bild einer heilen Familie präsentieren, die es so jedoch nicht mehr gibt. Kristin, die mit dem Vertreter verheiratet war, hatte sich längst von ihm scheiden lassen und die beiden gemeinsamen Kinder mitgenommen. Das hält Wenisch nicht davon ab, seiner Ex-Frau Geld zu versprechen, wenn sie nur für den Besuch zu ihm zurückkehrt und zusammen mit den Kindern so tut, als herrsche bei den Wenischs das heile Familienleben. Doch selbst das Geld kann Kristin im Tatort „Schwarzer Advent“ nicht dazu bringen, noch einmal Zeit mit ihrem Ex zu verbringen. Dieser kommt mit der Zurückweisung jedoch nicht klar und bringt seine Ex-Frau im Affekt um.

Selbst die Tatsache, dass er gerade einen Menschen ermordet hat, hindert den Versicherungsvertreter nicht daran, seinen Plan weiter umzusetzen. Und so holt Weinisch im Tatort „Schwarzer Advent“ kurzerhand einfach seine Kinder Natascha und Leo aus dem Kindergarten beziehungsweise der Schule ab, als sei nichts gewesen. Der Vertreter belügt seine Kinder sogar, weil er behauptet, dass ihre Mutter kurzfristig für eine Dienstreise nach Rom hätte fahren müssen. Und Wenisch geht in seinem Wahn, die heile Familie zu spielen, sogar noch weiter: Da Kristin jetzt nicht mehr am Leben ist, bezahlt er einfach eine Prostituierte, um die Rolle seiner Frau zu übernehmen.

In der Zwischenzeit ist die Leiche von Kristin aufgetaucht und der Fall auf dem Tisch der Kommissare Batic und Leitmayr gelandet. Den beiden Fahndern aus München wird bald klar, dass die Frau wahrscheinlich von einem unberechenbaren Täter umgebracht wurde. Die weiteren Untersuchungen verstärken diese erste Einschätzung und deuten raufhin, dass der Mörder außerdem verzweifelt und psychisch labil ist, wodurch er wahrscheinlich vor nichts zurückschreckt. Batic und Leitmayr verdächtigen im Tatort „Schwarzer Advent“ Wenisch und finden auch heraus, dass dieser seine Kinder in seiner Gewalt hat. Daher fürchten die beiden Kommissare, dass es, wie in letzter Zeit leider häufiger der Fall, zu einem tragischen erweiterten Selbstmord kommen, der Versicherungsvertreter also sich und seine Kinder umbringen könnte.

Und so läuft für die Ermittler aus München bei ihrer Suche nach Vater und Kindern die Zeit unaufhaltsam. Als die Batic und Leitmayr schließlich aufgrund eines kleinen Hinweises deren Aufenthaltsort feststellen können und ein gut vorbereiteter Polizeieinsatz auf ein gutes Ende hoffen lässt, wendet sich der Fall im Tatort „Schwarzer Advent“ vollständig zu einer Katastrophe…
 

Die Erstausstrahlung der Tatort-Folge „Schwarzer Advent“ lief am 8. November 1998 im Ersten Programm der ARD.

Besetzung
Kommissar Franz Leitmayr – Udo Wachtveitl
Kommissar Ivo Batic – Miroslav Nemec
Rainer Wenisch – Christian Berkel
Yvette – Julia Richter
Leo Gruber – André Kaminski
Rudolf Wenisch – Hans-Michael Rehberg
u.a.

Stab
Drehbuch – Christian Limmer
Regie – Jobst Oetzmann
Kamera – Peter Döttling
Musik – Dieter Schleip

Bilder: BR/Robert Mayer


8 Meinungen zum Tatort Folge 400: Schwarzer Advent

  • Elke Petri • am 12.12.09 um 10:22 Uhr

    Hallo,

    der tatort war gut, die Rolle des Familienvaters war sehr gut besetzt.

    Welcher Kommissar stand vor der Tür der Villa und wurde vom Familienvater mit Hilfe der Hauskamera beobachtet ?


  • Dirk • am 18.11.15 um 22:56 Uhr

    Der Tatort Nummer 400 aus München, mit den beiden Hauptkommissaren Batic und Leitmayr von der dortigen Mordkommission. Ein Tatort-Thriller vom Feinsten. Ein psychopathischer Mensch bringt seine Ehefrau um, heuchelt den Kindern dennoch eine heile Welt vor und engagiert als Ersatzfrau eine Nutte. Aber nicht mit Batic und Leitmayr. Die ziehen immer noch ein AS aus ihren geschundenen Jacketts. Den habe ich schon in Erstsendung gesehen, die schauspielerischen Wechsel von Gut und Böse sind immer wieder faszinierend. Man lese nur die Besetzungsliste.


  • Andre • am 18.11.15 um 23:49 Uhr

    Der Tatort ist so heftig und nah dran, dass ich abgeschaltet habe. Es kommt wirklich zur Katastrophe. Sehr gut gespielt und dargestellt. Nichts für empfindliche Gemüter.


  • abalone • am 19.11.15 um 0:47 Uhr

    … einfach toll, die Kommissare in Hochform, Christian Berkel großartig und Michael Fitz … schön wieder einmal zu sehen.

    (Achte auf alle Filme mit Michael Fitz und höre auch seine Musik!)

    Finde alle Bayern-Tatorte gut, dieser ist besonders gelungen!!!

    Beste Grüße vom Fan abalone … :-)


  • abalone • am 19.11.15 um 0:49 Uhr

    @Elke Petri > Batic stand vor der Tür, er konnte nichts hören und sehen ,,,


  • Gaby • am 5.12.15 um 18:55 Uhr

    Fand den Tatort einfach nur toll.


  • Christian • am 21.12.16 um 9:45 Uhr

    Die Eishockeyszenen wurden am Karsamstag, 11.04.1998 im altehrwürdigen und inzwischen abgerissenen Eisstadion an der Peter-Freisl-Straße in Bad Tölz gedreht. Im Rahmen der Bundesliga-Relegation standen sich der EC Bad Tölz im letzten Heimspiel der Saison und der ERC Sonthofen gegenüber. Tölz siegte 4:3 und nach einem weiteren Sieg am Ostermontag in der Serie mit 3:0.


  • Christian • am 14.8.17 um 7:38 Uhr

    Berichtigung: Die Dreharbeiten der Eishockeysequenzen im Tölzer Eisstadion an der Peter-Freisl-Straße fanden nicht am Karsamstag 1998 (siehe Eintrag vom 21.12.2016) sondern bereits am Freitag, den 21.11.1997 statt. Im Rahmen der Hacker-Pschorr-Liga (1. Liga Süd-Vorrunde) standen sich Bad Tölz und Sonthofen gegenüber, der heimische ECT gewann 3:2 nach Penaltyschiessen. Gut zu erkennen sind die Tölzer Trikots, da damals noch keinen Rückensponsor aufwiesen. Im späteren Saisonverlauf wurde zwischen Rückennummer und dem EC Bad Tölz-Schriftzug der Werbebanner einer Versicherungsagentur geführt.


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