Tatort Folge 426: Fluch des Bernsteinzimmers



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Tatort Folge 426: Fluch des Bernsteinzimmers 2 3

Nachdem ein Adliger, der vorher wegen angeblicher Morddrohungen vergeblich um Polizeischutz gebeten hatte, ermordert wurde, ermitteln im Tatort „Fluch des Bernsteinzimmers“ die Kommissare Ehrlicher (Peter Sodann) und Kain (Bernd Michael Lade) aus Leipzig.

Eines Tages erhalten die beiden Fahnder Ehrlicher und Kain einen ungewohnten Besuch auf ihrem Leipziger Polizeirevier. So sucht der Herzog Georg von Sachsen-Gronau zusammen mit Jan Müller, seinem noch jungen Rechtsanwalt, die Kommissare im Dienst auf. Grund für den adligen Besuch im Tatort „Fluch des Bernsteinzimmers“ ist die Angst des Herzogs vor einem Anschlag auf die eigene Person, weswegen er die Beamten auch um einen Personenschutz bittet. Als Beleg für sein Anliegen nennt der Adlige die anonymen Morddrohungen, welche er mit der Post erhalten habe. Per Paket habe ihn außerdem ein anderer beunruhigender Hinweis erreicht, nämlich ein Fehdehandschuh, den er Ehrlicher und Kain auch zum Beweis vorlegt. Die beiden Kommissare nehmen den blaublütigen Besucher jedoch nicht weiter ernst und kommen dessen Wunsch nach Polizeischutz nicht nach.

Einige Tage später wird den Polizisten klar, dass ihr Schmunzeln über den Auftritt des Herzogs vielleicht doch nicht gerechtfertigt war. Denn der Adlige wird kurz darauf gefunden, wie er zusammen mit seiner Ehefrau Anna an den sächsischen Elbauen tot in dem herzogischen Jeep sitzt. Zunächst deuten alle Spuren auf einen Selbstmord hin – dieser Theorie widerspricht ein Freund der Familie im Tatort „Fluch des Bernsteinzimmers“ jedoch vehement. Klaus Ross, welcher auch auf die Leichen gestoßen ist, geht eher von einem Mord aus. Die Obduktion gibt dem Zeugen schließlich möglicherweise Recht, weil im Blut der Leichen eine Überdosis an Beruhigungsmitteln festgestellt werden konnte. Daraufhin machen sich Kain und Ehrlicher auf die Suche nach den Pillen und werden durch die Hilfe von Bob, dem freundlichen Diener des Herzogs, auch fündig.

Auch wenn der Fund der „Mordwaffe“ im Tatort „Fluch des Bernsteinzimmers“ eigentlich zu mehr Klarheit führen sollte, werden die Kommissare Ehrlicher und Kain aus Leipzig durch folgende Ereignisse vor noch mehr knifflige Fragen gestellt. So entdecken die zwei Fahnder bald darauf, dass das Opfer am Tag vor seinem Tod noch sein Testament zugunsten seiner Tochter Mary geändert hatte, die jetzt alles erben soll.

Noch rätselhafter wird die kurzfristige Änderung der Erben, als herauskommt, dass es eigentlich gar nichts zu erben gibt – denn anscheinend war der Herzog hoch verschuldet. Dazu gibt es im herzöglichen Anwesen wahrscheinlich auch noch einen Einbruch, denn plötzlich sind alte Bilder aus einem Raucherzimmer verschwunden. Auch hat im Tatort „Fluch des Bernsteinzimmers“ ein Unbekannter den Hund des Toten erschossen. Das Auftauchen des Gutsverwalters Heinz Maas, der eigentlich in Irland lebt, macht die Ermittlungsarbeit für Kain und Ehrlicher ebenfalls nicht einfacher…

Die Tatort-Folge 426 „Fluch des Bernsteinzimmers“ wurde von Hans-Werner Honert gedreht, der für diesen Krimi sowie für vorherige Episoden auch das Drehbuch geschrieben hatte. Honert war es zudem derjenige, der sich die Figuren der Leipziger Kommissare Kain und Ehrlicher ausgedacht hatte. Erstausgestrahlt wurde der Krimi am 31. Oktober 1999.

Besetzung
Kommissar Ehrlicher – Peter Sodann
Kommissar Kain – Bernd Michael Lade
Kriminaltechniker Walter – Walter Nickel
Gerichtsmediziner – Siegfried Voß
Polizist – Lutz Schäfer
Rechtsanwalt Jan Müller – Arnd Klawitter
Verwalter Klaus Ross – Hilmar Eichhorn
Friederike – Annekathrin Bürger
Butler Bob – Jonathan Kinsler
Herzog Georg von Sachsen-Gronau – Friedhelm Eberle
Herzogin – Jutta Kammann
Heinz Sur – Martin Seifert
Lade Mary – Katja Weitzenböck
Polin – Mona Stein
Thadeus – Olaf Hais

Stab
Drehbuch – Hans-Werner Honert
Regie – Hans-Werner Honert
Musik – Klaus Doldinger
Kamera – Jürgen Heimlich

Bilder: MDR


3 Meinungen zum Tatort Folge 426: Fluch des Bernsteinzimmers

  • Dirk • am 17.12.15 um 22:37 Uhr

    Der Tatort Nummer 426 mit den Kommissaren Ehrlicher und Kain aus Dresden. Interessanter und spannender – ja – Tatort-Spielfilm über den Tod eines adeligen Ehepaares. Ehrlicher und Kain sind ja auch von der Mordkommission, da müssen die beiden alles in Betracht nehmen. Ruhiger und durchaus sehenswerter Tatort-Krimi.


  • Oheim Petri • am 11.7.17 um 19:26 Uhr

    In 1 Stück war der Tatort nicht anzusehen… Es bedurfte nach ca. 30 min. jeweils eine mehrtätige Pause um diesen Tatort anzusehen…
    Mehrheitlich weltfremdes Handlen der Protagonisten gepaart mit unrealistischer Geschichte…


  • wolko • am 1.6.18 um 18:33 Uhr

    Die scheussliche musikalische Untermalung passte perfekt zu diesem Tiefpunkt der Tatortserie.


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