Tatort Folge 833: Alles hat seinen Preis



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In der Berliner Tatort-Folge 833 „Alles hat seinen Preis“ wird ein wohlsituierter Taxiunternehmer zu dem Opfer eines Mordanschlags. Die Kommissare Till Ritter (Dominic Raacke) und Felix Stark (Boris Aljinovic) nehmen die Ermittlungen auf und stoßen bald auf mehrere Verdächtige. Jedoch haben sie alle ein Alibi. Nur eines scheint fest zu stehen: Das Motiv für die Tat war offenbar Geld.

Tatort – Alles hat seinen Preis – Videotrailer



Zu Beginn der Tatort-Folge liefern sich die Kommissare Ritter und Stark ein Wettrennen: Wer wird schneller am Fundort der Leiche eines Taxiunternehmers ankommen? Ritter mit dem Auto oder Stark mit seinem Fahrrad? Mit dieser Anspielung auf den zähen Berliner Stadtverkehr „gewinnt“ Stark mit seiner umweltfreundlicheren Fortbewegungsvariante das kleine Rennen. Sein Kollege in „Alles hat seinen Preis“ trifft jedoch auch kurz darauf am Tatort ein. Bei dem in seinem Büro erschlagenen Mann handelt es sich um Herbert Klemke, der nicht nur Besitzer von zwei Taxiunternehmen in Berlin, sondern auch Vermieter von zwei Wohnhäusern war.

Schnell erkennen Ritter und Stark, dass es mehrere mögliche Täter gibt, denn der Tote hatte am Abend vor seiner Ermordung Streit mit unterschiedlichen Personen. Offenbar war er, trotz seines Vermögens, sehr geizig, denn bei jedem der Streite ging es um Geld. Die Ermittlungen zeigen, dass Klemkes früherer Fahrer Bülent Delikara, seit er sich selbstständig gemacht hat, schon längere Zeit auf eine große Geldsumme, die Klemke ihm schuldete, wartet. Außerdem erfahren die Berliner Kommissare in „Alles hat seinen Preis“ von Ziska und Pit Zuckowski. Diese waren Mieter des Opfers und führen ein schlecht laufendes Feinkostgeschäft. Die Miete konnten sie zuletzt fast nicht mehr aufbringen. In den Kreis der Verdächtigen in dieser Tatort-Folge reiht sich schließlich auch noch die Tochter Klemkes ein: Sie wohnt in Australien. Mit dem Geld ihres Vaters wollte sie dort eine Tauchschule eröffnen, hat jedoch den vereinbarten Betrag nicht von ihm bekommen. Lediglich die jahrzehntelange Sekretärin des Mordopfers scheint über dessen Tod ernsthaft betrübt.

Da alle für die Tat in „Alles hat seinen Preis“ in Frage kommenden Personen ein wasserdichtes Alibi vorweisen können, versuchen Ritter und Stark durch die Überprüfung Klemkes Telefons mit den Ermittlungen weiter zu kommen. Sie finden heraus, dass Klemkes Bankberaterin eigenmächtig Überweisungen getätigt hat. Bei einer Befragung dazu, gibt diese auch zu, das Opfer in der Mordnacht aufgesucht zu haben. Aber hat sie ihn auch getötet? Die Berliner Kommissare lassen nicht locker und stellen schließlich den wahren Täter.

„Alles hat seinen Preis“ wurde am 1. April 2012 erstmals in der ARD ausgestrahlt. In dieser Berliner Tatort-Folge führte Florian Kern die Regie, Produktionssender war der RBB.

Besetzung
Hauptkommissar Till Ritter – Dominic Raacke
Hauptkommissar Felix Stark – Boris Aljinovic
Bülent Delikara – Oktay Özdemir
Lutz Weber – Ernst-Georg Schwill
Pit Zuckowski – Christian Blümel
Ziska Zuckowski – Alwara Höfels
Christa Meinecke – Tatjana Blacher
Dagmar Klemke – Nicolette Krebitz
Edith Welziehn – Renate Krößner
u.a.

Stab
Drehbuch – Hartmut Block, Michael Gantenberg
Regie – Florian Kern
Außenrequisite – Christian Krüger
Filmgeschäftsführung – Tobias Schuster
Besetzung/Casting – Uta Seibicke
Kamerabühne – Osée Bechstedt
Kamerabühne – Andreas Fischer
Kamera – Bernd Fischer
Location Scout – Emilio Winschetti
Kameraassistenz – Matthias Mertsch
Produktionsfahrer – Jürgen Simson
Produktionsleitung – Nadine Sparig
Produktionsassistenz – Ines Frommholz
Regieassistenz – Ralph Polinski
Produzent – Mario Krebs
Schnittassistenz – Franziska Menz

Bilder: rbb/Daniela Incoronato


13 Meinungen zum Tatort Folge 833: Alles hat seinen Preis

  • Norbert Ebner • am 1.4.12 um 20:49 Uhr

    Absolut wunderbar.

    Nette aktuelle Aspekte, sicherlich ein Krimi (oder so etwas Ähnliches).

    Aber auf jeden Fall wunderbare Charaktere, tolle Szenen, keine unnötigen Brutalitäten. Eine Prise Sozialkritik. Sehr einfühlsame Einstellungen (die beiden jungen Frauen). Und die Sekretärin war einfach klasse.

    Danke


  • Joachim Pense • am 1.4.12 um 21:19 Uhr

    Hippie-Romantik (Die Bankangestellte mit Herz), Vorhersehbare Mörderin mit vorhersehbarem Motiv, Klischeefiguren (die Business-Tochter; der Türke, der überall Ausländerfeinde sieht). Pit Zuckowski, der Aggressive und Arschige, der fiel ein bisschen aus dem Gesamtklischee, dann aber doch zu dick aufgetragen. Was ist eigentlich mit dem Bankchef geworden? Irgendwie hab ich die nur angedeuteten Szenen nicht ganz verstanden, haben seine Chefs ihn wegen der Geschichte gefeuert, oder ist das der Stummel eines rausgeschnittenen Handlungsstrangs?


  • Toni Moroni • am 2.4.12 um 7:36 Uhr

    Ist schon echte Kunst in der hippen und quicklebendigen Weltstadt Berlin einen dermaßen müden und provinziell anmutenden Tatort hinzukriegen.


  • Miss Adele • am 2.4.12 um 14:07 Uhr

    Also ich habe mental geschalfen. Von 20:20 Uhr bis 21:45 Uhr.
    Um mal wieder das Fernsehmagazins meines Vertrauens zu zitieren: „Das ganz Filmteam agiert, als ob beim Dreh Valium im Essen gewesen wäre.“
    Hinterher habe ich ernsthaft überelgt, ob mir überhaupt jemals ein Fall der Berliner positiv in Erinnerung geblieben ist.
    Nein.
    Schade, ich sehe das nämlich ähnlich wie Toni, aus Berlin könnte man mehr machen!


  • R. Singer • am 2.4.12 um 19:34 Uhr

    Wer weiß von wem die tolle Klaviermusik war?
    Vielen Dank.


  • alter Fan • am 2.4.12 um 23:58 Uhr

    da gab es wirklich schon wesentlich aufregendere Streifen – ansonsten halt ganz solide gemacht .


  • Femer • am 3.4.12 um 12:59 Uhr

    langatmig, zäh, klischeeversessen.
    Abseits des uninteressanten Drehbuchs werden mir die beiden Kommissare immer unsympathischer.


  • Fleck, Franz • am 16.3.14 um 13:04 Uhr

    Hallo,

    habe eine Frage:

    Kann ich den Tatort, Folge 833, Alles hat seinen Preis, bei Ihnen als DVD bestellen ?

    MfG
    FF


  • NetAktiv • am 25.10.14 um 11:45 Uhr

    Langsam dahin plätschernde Handlung, krampfhafte Suche nach Motiven und etwas unmotivierte Handlung in Seitensträngen.


  • F.J. • am 28.7.15 um 23:14 Uhr

    Wie heißt der Song am Ende des Tatorts.
    War das Elvis?
    Vielen Dank


  • Dirk • am 9.3.16 um 9:53 Uhr

    Der Tatort Nummer 833 mit den Berliner Hauptkommissaren vom dortigen Landeskriminalamt Ritter und Stark. Und stark war er auch, dieser Tatort-Krimi mit den beim Publikum beliebten Mordermittlern. Sie untersuchen den Mord an einen Taxi-Unternehmer, gehen anfangs von Raubmord aus, da eine erhebliche Summe Bargeld aus der abendlichen Kasse fehlt. Das wird auch später im Taxi eines Konkurrenten gefunden, aber Mord, nein, so was macht ein Türke nicht. Es entwickelt sich ein interessanter und kriminalistischer Tatort-Spielfilm über enttäuschte Liebe, Zukunftspläne und Existenzängsten. Ritter und Stark zeigen die gesamte Palette ihrer Ermittlungstaktik. Den habe ich schon in Erstsendung gesehen und halte ihn für sehenswert für die Fans leiserer und seichterer Kriminalfilme. Für die Schnittassistenz war diesmal verantwortlich: Franziska Menz.


  • Steve • am 11.3.16 um 0:42 Uhr

    Sehr gut! Auch die Geschichte über Banken und kleine Geschäftsleute war wirklich gut und sehr „echt“. Leider gibts das heute noch jeden Tag…

    „Die Zeiten haben sich einfach geändert“. Vielleicht muss man sich ab und zu mal fragen inwiefern wir ok sind mit solchen Klischees, besonders wenn Politiker mal wieder wollen das die Menschen sich mal wieder anpassen, nur weil ‚die Zeiten sich ändern‘. Man muß nicht unbedingt auf die Bremse treten, aber ein bisschen lenken geht doch, oder?

    Zur Sache. Krimi-technisch; gelungen, atmosphärisch; gelungen, Fazit: Ein topp Tatort.

    Einzige schade war das diese eiskalte, habgierige Tochter Dagmar am Ende gewinnt (oder?). Diese Hexe kommt Nu rüber fürs Geld, und mag kein einzigen Mensch. Un läuft immer mit dasselbe ausdruckslose Gesicht rum. (Es hat bestimmt viele Menschen gefreut wie die geguckt hat beim Notar!).

    Naja, eben kein „happy end“, aber es ist schon realistisch, leider. Der Tatort soll auch kein Märchen sein…


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