Tatort Folge 1089: Bombengeschäft



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Tatort Folge 1089: Bombengeschäft 4 24

Beinahe zynisch mutet die Ursache für den tragischen Tod von Sprengmeister Peter Krämer im Kölner Tatort „Bombengeschäft“ an: Bei der Einlagerung eines eigentlich bereits entschärften amerikanischen Blindgängers fliegt der Bombenexperte in die Luft. Die Kriminalhauptkommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) finden allerdings schnell heraus, dass die nachträgliche Detonation künstlich herbeigeführt wurde.

Die Tatort-Episode 1089 mit dem Titel „Bombengeschäft“ bildet den gemeinsamen 75. Fall von Max und Freddy, sofern man das zweiteilige Crossover mit dem ehemaligen Leipziger Tatort-Team Eva Saalfeld und Andreas Keppler („Kinderland“ / „Ihr Kinderlein kommet“) aus dem Jahr 2012 den Kölnern zurechnet.

„Bombengeschäft“ wird am Sonntag, den 31. März 2019 um 20.15 Uhr im Ersten erstausgestrahlt.

Inhalt der Tatort-Folge „Bombengeschäft“

Unter den Häusern, Straßen und Plätzen Kölns liegen besonders viele Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg – und einige von ihnen sind bis heute scharf. Insgesamt wurde Köln laut dem Stadt-Anzeiger 262 Mal aus der Luft bombardiert, kaum eine andere deutsche Stadt traf es schlimmer. Schätzungen zufolge sind zwanzig Prozent dieser abgeworfenen Fliegerbomben damals nicht detoniert, die genaue Zahl kennt jedoch niemand.

Die Sprengstoffexperten des Kampfmittelbeseitungsdienstes Rheinland der Bezirksregierung Düsseldorf werden pro Jahr etwa eintausend Mal zum Fundort eines Kampfmittels gerufen. Allein in Köln gibt es im Schnitt zwanzig Bombenalarme im Jahr.

Wer in Köln also bauen möchte, muss zunächst einen Nachweis darüber vorlegen, dass das Grundstück frei von Kampfmitteln ist, um keine Menschenleben zu gefährden. Zeigen die in und nach Kriegszeiten gemachten Luftaufnahmen Hinweise auf Blindgänger, werden diese ausgegraben und entschärft respektive gezielt zur Explosion gebracht. Die historischen Bilddokumente werden unter Verschluss gehalten, um Missbrauch vorzubeugen.


Der Fall im Tatort:
Peter Krämer und Katharina Vostell turteln an einer Kölner Baugrube, lächeln sich an. Die zwei Sprengmeister vom Kampfmittelräumdienst haben soeben eine fünf Zentner schwere M57 entschärft: eine amerikanische Fliegerbombe mit ungeheurer Detonationskraft. In der Dienststelle angekommen, kümmert sich Krämer im Alleingang um die Unterbringung der Bombe. Er fährt mit dem Transportwagen zu einem nahegelegenen Bunker, in dem die unschädlich gemachten Kampfmittel gelagert werden. Vostell und ihr Vorgesetzter Maiwald unterhalten sich derweil im Büro – da ertönt eine gewaltige Explosion. „Peter!“, ruft die erschrockene Katharina noch.

Von Peter Krämer ist nicht viel übrig, räumt der von der Polizei herbestellte Rechtsmediziner Dr. Joseph Roth gleich ein, als die Kommissare Ballauf und Schenk am Bunker eintreffen: „Als wäre die Person nie dagewesen.“ – Doch, da ist etwas! Ein Mitarbeiter der Spurensicherung macht sich bemerkbar. Der halb verkohlte Teil des Unterkiefers von Krämer liegt unter Trümmern begraben. Das im Tatort „Bombengeschäft“ einzig verbliebene Knochenstück vom Körper des Toten wird Roth in einer kleinen Plastiktüte zur Obduktion übergeben.

Der Dienststellenleiter Maiwald, der am Ort des Geschehens von den Kriminalbeamten befragt wird, ist fassungslos. Er verstehe das alles nicht. Der Sprengkörper habe keinen zweiten Zünder besessen, und eine chemische Kettenreaktion sei extrem unwahrscheinlich. Wie die Bombe dennoch hoch gehen konnte, ist dem Sprengstoffexperten Maiwald unbegreiflich. Krämer sei sein bester Mann gewesen. Auch die übrigen Mitarbeiter des Teams zeigen sich betroffen vom Tod ihres Kollegen; insbesondere Katharina Vostell ist vollkommen aufgelöst.

Ein Unfall? Selbstmord oder sogar Mord? Zunächst sind die Umstände rund um Krämers Tod undurchsichtig. Schnell können die Kommissare Max Ballauf und Freddy Schenk jedoch einen Suizid ausschließen, denn Dr. Roth findet kleinste Metallsplitter einer modernen Handgranate in dem sichergestellten Kieferknochen. Die Granaten gehören zum Bunkerbestand, zu dem jeder Angehörige der Dienststelle Zugang hat. Ein Unfall wird damit immer unwahrscheinlicher und die Beamten gehen schließlich von einem Mord im Fall „Bombengeschäft“ aus.

Zum Täterkreis gehören vorrangig die Arbeitskollegen des Opfers. Aber auch die Ehefrau, die gebürtig aus Bosnien stammende Alena Krämer, macht sich verdächtig. Zwar beschreibt die gegenüber Ballauf und Schenk ihre Ehe als glücklich und das Paar stand tatsächlich kurz davor, sich ein begehrtes Haus in dem neuen Kölner Wohnviertel „Flora Quartier“ zu kaufen, doch das Umfeld weiß anderes zu berichten. Die Ehe sei zerrüttet gewesen und Krämer habe eine Affäre mit seiner jüngeren Kollegin Katharina geführt. Die mit einer hohen Summe abgeschlossene Lebensversicherung des nun verstorbenen Ehemannes belastet die Witwe schwer.

Seltsam ist auch das Auftauchen von Alexander Haug, dem Ex-Kollegen des Opfers, wenigen Stunden vor der tragischen Bombenexplosion. Haug, der durch Krämers Schuld bei einem Einsatz in Bosnien schwer verwundet wurde und seitdem im Rollstuhl sitzt, wollte Peter dringend sprechen – warum? Kommt er als Mörder in Frage? Der Mann, dessen linke Gliedmaßen fehlen, führt eine intensive Freundschaft mit Alena und nimmt sie fürsorgend bei sich zuhause auf, nachdem diese von einem maskierten Mann in der Nacht überfallen und niedergeschlagen wurde.

Ebenfalls auf der Liste der Verdächtigen steht Joachim Maiwald, der Sohn und Mitarbeiter des Dienststellenleiters. Der sollte eigentlich den tödlich endenden Einsatz von Peter Krämer übernehmen, tauschte aber kurzfristig die Schicht. Es stellt sich heraus, dass Maiwald junior lieber seine Spielsucht am Automaten befriedigen wollte – in einer Spielhölle, die dem ehemaligen Straftäter Sascha Feichdinger gehört. Auch der ist offenbar in den Fall Krämer verwickelt. Max Ballauf, Freddy Schenk und ihr Assistent Jütte versuchen mit aller Kraft, das verwirrende Beziehungsgeflecht im WDR-Tatort „Bombengeschäft“ zu entknoten, um dem Täter endlich auf die Spur zu kommen.


Die Dreharbeiten zum Tatort-Krimi „Bombengeschäft“ fanden bereits vor eineinhalb Jahren, im Zeitraum vom 24. Oktober bis 24. November 2017, in Köln und Umgebung statt.

Die Redaktion von Tatort-fans meint …

Sabine (39 J. | Kinoliebhaberin)

Schnarch. Selten habe ich mich nach einem Beitrag unserer Kölner Tatort-Urgesteine Maxi & Freddy dermaßen müde und erschöpft gefühlt. Nervenaufreibende Spannung? Schön wär’s. Ausgefallene Figurenzeichnung? Fehlanzeige. Logisch nachvollziehbare Handlung(en)? Denkste. Von mir gibt es nur ein einziges kleines, enttäuschtes Sternchen für diesen seichten Fall des WDR.

Gerald (39 J. | IT-Nerd)

Ich vermisse die Currywurst allmählich. Dieser Tatort aus Köln ist mittelmäßig und sicher nicht die Glanzleistung der Kommissare. Da gab es bessere Fälle in der Vergangenheit. Trotzdem weiß man, was man bei Ballauf und Schenk bekommt, und das ist immer noch solide Krimikost. Kann man gucken und gleichzeitig das Wohnzimmer aufräumen, ohne was zu verpassen.

Tatort-Besetzung

Hauptkommissar Max Ballauf – Klaus J. Behrendt
Hauptkommissar Freddy Schenk – Dietmar Bär
Assistent Norbert Jütte – Roland Riebeling
Rechtsmediziner Dr. Joseph Roth – Joe Bausch
Alexander Haug – Sascha Alexander Geršak
Peter Krämer – Beat Marti
seine Ehefrau Alena Krämer – Alessija Lause
Sprengmeisterin Katharina Vostell – Isabel Thierauch
Joachim Maiwald – Adrian Topol
sein Vater, der Dienststellenleiter Maiwald senior – Ralph Herforth
Sascha Feichdinger – Thomas Darchinger
seine Ehefrau Camille Feichdinger – Nele Kiper
Immobilienverkäufer Raimond Gebel – Marco Hofschneider
Dr. Elena Lange – Katrine Eichberger
KTUlerin – Astrid Leberti
Baggerfürer – Ralf Drexler
Trainerin – Noura Klein
Beamter – Raphael Grosch
u.a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Thomas Stiller nach einer Idee von Frank Koopmann und Roland Heep
Regie – Thomas Stiller
Kamera – Marc Liesendahl
Schnitt – Vessela Martschewski
Szenenbild – Myriande Heller
Musik – Fabian Römer

Trailer zur Tatort-Produktion



Bilder-Galerie zum Krimi aus Köln


33 Meinungen zum Tatort Folge 1089: Bombengeschäft

  • A. K. • am 31.3.19 um 20:48 Uhr

    Bisher entweder „… kampf im Tunnel“ so dunkel oder man sieht nur Teile der Schauspieler. In meinen Augen eine grottenschlechte Kameraführung und eine noch besch…….eidenere Beleuchtung. Schade für Ballauf und Schenk.


  • Gabriele Kenter • am 31.3.19 um 20:56 Uhr

    Die Kameraführung mit den halben Gesichtern stört und lenkt von der Handlung ab.


  • Kathi • am 31.3.19 um 21:08 Uhr

    Frage an euch: Habt ihr auch so oft nur halbe Köpfe auf dem Bildschirm oder spinnt mein Fernseher? Wenn ich mir aber oben die Bildergalerie anschaue, denke ich eher, das ist so gewollt.


  • Winfried Vorbeck • am 31.3.19 um 21:49 Uhr

    Wird jetzt nicht mein Lieblings-Tatort, aber die Kritik der Redaktion finde ich übertrieben. Ganz nett, leidlich spannend und schlüssig.

    Allein die Currywurst-Kritik teile ich.


  • Andrea • am 31.3.19 um 21:51 Uhr

    Story sehr gut und die Schauspieler wie immer Top…wir sind totale Tatort Fans, aber diese Kameraeinstellungen die ständig nur die halben Gesichter zeigt war heute super nervig und anstrengend !!! Für mich das nächste Mal definitiv ein Grund umzuschalten….


  • Alehalo • am 31.3.19 um 21:52 Uhr

    Das Thema sehr interessant, Durchführung langweilig, schade für die Kommissare.


  • Hanz W. • am 31.3.19 um 21:56 Uhr

    Nicht allzu aufregend, aber ganz solide, und das Thema „Kapmpfmittel“ hatten wir, glaube ich, auch noch nicht. Phasenweise hatte das zwar was vom berüchtigten Vorabendkrimi, aber ein paar Glanzlichter in den Nebenrollen gab es immerhin. Ein durchschnittlicher Kölner, nicht mehr, nicht weniger, drei Sterne glatt. Ach ja: Currywurst kann man wieder machen!


  • Garbak • am 31.3.19 um 21:57 Uhr

    Hallo Fans
    Hintergrund war ganz ok – mal was anderes, eben Blindgängerentschärfung.
    Fand ich ganz gut. Auch das Spiel von Rollstuhlfahrer S. A. Gersak: super.

    Ganz und gar nicht ok fand ich die Musik zu Beginn als die Ami-Bomber ihre Ladungen über der Stadt abwarfen. Auch kann ich mit den halben Gesichtern im Film überhaupt nichts anfangen. Es störte mich, und ich weiß nicht was das bewirken sollte.
    Allerdings war ich bei der Tätersuche voll dabei. So gesehen: für mich gutes mittelmaß.


  • Henning • am 31.3.19 um 22:02 Uhr

    Ich fand den gar nicht übel. Dadurch, dass die Figuren nicht bis ins Kleinste seziert wurden, blieben sie für den Zuschauer greifbar. Mir hat die Darstellung des Minengeschädigten durch Sascha Gersak sehr gut gefallen – viel besser als sein Spiel des Rösner im Gladbeck-Film. Ballauf und Schenk durften heute einfach nur Ermittler sein, ohne zumindest seelisch allzu sehr involviert zu sein. Und doch behandelte der Film (typisch Köln) ein Thema, das uns noch eine Weile beschäftigen wird: das Aufspüren und Beseitigen der Blindgänger. Nur von denen, die nie hoch gegangen sind, bleiben noch so unglaublich viele zu entschärfen. Das gibt einen Einblick auch für nach 45 Geborene, wie viele insgesamt abgeworfen wurden. 4 Sterne


  • Guidl • am 31.3.19 um 22:09 Uhr

    Also sorry, wem seinen kranken Hirn ist das denn wieder entsprungen? Laufend die Gesichter der Schauspieler halb abgeschnitten, wie wenn meinen könnte, der Kameramann war wohl besoffen. Könnt ihr nix gscheites mehr drehen? Müsst ihr neuerdings immer mit gewackel, schlechten und stümperhaften Tontechnikeraufnahmen die keiner mehr versteht, trotz 5.1 Anlage und zusatzlichen Satelitenboxen und jetzt abgeschnittene Gesichter, alles versuchen aufzuwerten? Hängt euren Job an den Nagel und geht in die Altenpflege, vielleicht kann man da euer Talent wertschätzen. Oder dreht Kinderfilm, die haben noch nicht so hohen Anspruch.


  • CarstenH • am 31.3.19 um 22:13 Uhr

    Unterdurchschnittliche Story, außer beim Rumfummeln an den Bombenzündern keine echte Spannung und ein abgenutztes Ermittlerteam aus Köln, das sich immernoch 4x im Jahr uninspiriert durch Fälle quält. Alleine die zahlreichen Verdächtigen mit den unterschiedlichen Motiven ermöglicht es, dass ein klassischen Tatort-Konsument mitraten kann. Mir reicht das nicht.
    Nervig waren die harten zeitlichen, räumlichen und thematischen Schnitte und die plötzlich auftauchenden halben Gesichter (Halbvolltotale?). Wenn das gewollt experimentell war ging das auch daneben.


  • Henning • am 31.3.19 um 22:15 Uhr

    Nachtrag: Im Gegensatz zu @Garbak fand ich das Lied von OMD zu Anfang passend, wie kaum etwas passender sein könnte. Grade, wenn man den Hintergrund kennt.


  • schmidt hartmut georg • am 31.3.19 um 22:21 Uhr

    also wollte einfach nur wissen, welchen Fahrzeugtyp Freddy Schenk im heutigen Tatort ,,Bombengeschäft,, fährt, leider habe ich Das bestimmt 5 Mal eingegeben, doch scheinbar handelt es sich um ein Staatsgeheimnis, egal was ich eingebe, keine Antwort um welchen Typ von Amischlitten es sich dreht, habt ihr eine befriedigende Antwort???


  • alter Fan • am 31.3.19 um 22:42 Uhr

    ganz ordentlich gemachter TO mit symphatischem Ermittlerteam und interessanter Story in einem ebenso interessanten Umfeld – wie so oft ging´s auch diesmal wieder nur um´s Geld


  • Alex • am 31.3.19 um 23:39 Uhr

    Wer hat denn nun eigentlich ( und wie genau ) die Bombe am Anfang gezündet ???


  • Paul • am 1.4.19 um 0:15 Uhr

    Für mich war der Hanomag der größter Star!


  • tortart • am 1.4.19 um 0:24 Uhr

    halbe Gesichter filmen… was ist das fuer ein Schwachsinn….
    Selbst Kamerakinder der Kinderspielshow 1,2 oder 3 lernen als erstes ganze Gesichter zu filmen. Dann kann man das von einer 1-2 Mio. teuren Tatort Produktion auch erwarten.
    Die Kamerafuehrung hat den ganzen Film kaputt gemacht


  • Dolly • am 1.4.19 um 0:49 Uhr

    War ein bißchen lahm, das alles.
    Aber ENOLA GAY
    im Vorspann zu bringen,
    war eine BOMBEN-Idee, ehrlich.
    Was von den Amis und Tommys noch so alles im Boden schlummert,
    mag man sich nicht vorstellen.


  • Garbak • am 1.4.19 um 2:23 Uhr

    @Henning. Zum Vorspann paßt überhaupt keine Musik. Da fällt mir nichts dazu ein. Das ist der pure Horror: Hilflose Zivilisten, erstickte und verbrannte Leichen. Zumindest asoziiere ich das mit den Bomberströmen. Ich fand es jedenfalls nicht passend. Ganz und gar nicht.


  • Frank • am 1.4.19 um 8:43 Uhr

    Wo sind sie denn heute, unsere Krimi Puristen… Sind sie noch wohlig diesen Whodunit am Geniessen. Für mal keine Experimente und schon wird von der anderen Seite gemotzt. Für mich ist dieser klassische Tatort in einem wirklich immer noch aktuellem Umfeld, absolut super umgesetzt. Auch wenn es eigentlich selbsterklärend ist, die Kameraführung hat etwas damit zu tun, dass man den Menschen gegenüber eben nie ganz sieht und nicht weiss, ob er gerade eine Maske trägt (Vorsicht, ist auch nur ein sprachliches Bild) oder eben nicht. Insofern passt auch die Kameraführung. Die Kölner Ermittler sind immer noch eine Wohltat, eben weil sie normal sind. Es bedarf keine Psychologen neben ihnen, die den Ermittler auf Spur halten, es braucht auch keine an den Haaren herbeigezogene Plots. Ich fühlte mich einmal mehr hervorragend unterhalten. Diejenigen, die nebenbei noch das Wohnzimmer aufräumen wollen, können das tun. Das betrifft aber eh diejenigen, die alle 30 Sekunden auf das Handy blicken, ob nicht eine neue Nachricht eingegangen ist und zwischendrin noch fünf andere Sender abchecken, man darf ja nichts verpassen… Wenn sie wüssten, was sie alles verpassen… / Volle Sterne und die Bitte so weiter zu machen !


  • Momi • am 1.4.19 um 10:54 Uhr

    Guter solider Tatort mit den üblichen guten Kommissaren. Das Thema ist denk ich immer noch sehr aktuell. Kameraführung und Farbbildfilter absolut neu aber sehr passend und nicht schlecht. Man muss sich halt an neue Dinge auch gewöhnen können, liebe Mit-Bewerter. Die Currywurst war Kult aber ohne diese geht es auch. Endlich fährt er wieder einen Ami-Oldtimer, der Freddy, auch wenn ich leider nicht rausgefunden habe, was für ein Schlitten das war. Aber egal ich habe diese ja auch in meiner Jugend live erleben dürfen. Sensationelle Flügelmonster war das. Bitte weiter solche Tatort.


  • Jokus • am 1.4.19 um 12:39 Uhr

    Auch ich fand ‚Enola Gay‘ außerordentlich passend.
    Mit welchem Zynismus buchstäblich über Leichen gegangen wird, wird in dem Lied mMn. sehr deutlich angesprochen.
    Insgesamt hat mir diese Folge gut gefallen.
    Ich konnte der Geschichte folgen und fand zumindest auf Anhieb keine logischen Brüche.
    Auch die vielen knochentrockenen Sprüche waren ganz nach meinem Geschmack.


  • Volker Ridder • am 1.4.19 um 14:50 Uhr

    Solider Krimi, dürfte viele erfreut haben, die „normale“ Tatorts fordern. Auffällig war wirklich die Kameraführung mit den halben Köpfen und ich frage mich, welchen Effekt das auf die Zuschauer hätte haben sollen.


  • sherlogg • am 1.4.19 um 16:02 Uhr

    @Alex:
    Wenn ich das richtig verstanden habe, hat der Maiwald Junior dem Krämer aufgelauert und einfach im richtigen Moment die Handgranate geworfen, wodurch dann auch die Fliegerbombe hochgegangen ist.
    Bumm.
    Und ja; ich finde das als Mordplan auch etwas arg wackelig.
    Unter anderem, weil die Detonation der Bombe den Werfer der Granate garantiert mit erwischt hätte.

    Auch den Rest der Geschichte fand ich etwas zu durchkonstruiert, um wirklich glaubwürdig zu sein. Außerdem war sie teilweise extrem sprunghaft erzählt. Wenn ich mir diesen TO am TV angeschaut hätte und nicht in der Mediathek mit ihrer Möglichkeit, immer wieder zurückzuspulen, wäre ich echt aufgeschmissen gewesen.

    Von mit gibts mühsame 4 Sternderl.
    Eigentlich nur 3; das vierte eigentlich bloß, weil dieser TO als Kontrast zu dem extrem schwachsinnigen Film „Der Auftrag“ vom Vortag äußerst wohltuend war.


  • Bernd Schulze • am 1.4.19 um 19:39 Uhr

    Der Krimi war kurzweilig – gehörte also zu den besseren.
    Ich fand das Kennzeichen von Ballaufs VW genial: K-DF.
    Besser gehts nicht.


  • Berthold Henning • am 1.4.19 um 20:08 Uhr

    Dieser Tatort unterfordert mit Sicherheit die beiden Hauptdarsteller. Das was sie da abliefern ist einfach nur Langweilig.
    Das Miserabelste am Film war allerdings die Kameraführung – einfach gruselig.
    Erst die unruhige Haltung, die es dem Auge schwer macht das Bild zu fixieren. Ich könnte sogar auf einem Trampolin springen und dabei trotzdem „wackelfrei“ sehen. Und zum anderen die geschnittenen Nahaufnahmen. Zwei Drittel des Bildes waren verschwommen (ist sicher der Tiefenschärfe geschuldet) und ein Drittel so nah, dass ich die Barthaare zählen konnte. Einfach nur grausam Herr Liesendahl.


  • wolko • am 2.4.19 um 8:16 Uhr

    Na ja , geht so und war schon besser in Köln.


  • Susibird • am 7.4.19 um 17:20 Uhr

    Kann mir jemand auf die Sprünge helfen: Ich hab nicht verstanden, worin der „Nutzen“ dieses Kieferknochens als Beweismittel bestand: Genau in diesem Knöchelchen wurden Splitter der Handgranate gefunden?? Ich denke doch, da wären im Explosions-Umfeld noch einige weitere Granaten-Teile gefunden worden?


  • sherlogg • am 11.4.19 um 22:30 Uhr

    @Susibird:
    Bestimmt, wenn man danach gesucht hätte; hat man aber nicht.
    Man suchte nach Resten einer Leiche; vor allem Zwecks Identifizierung. Und als man dann so einen Rest fand, waren darin zur Überraschung auch jene Granatresterl drin und das war aufschlußreich.
    Klarer jetzt?


  • Susibird • am 12.4.19 um 18:19 Uhr

    Vielen Dank, sherlogg!
    Ja, könnte sein… :) Aber der „Schauplatz“/“Tatort“ selbst wurden doch bestimmt auch untersucht!?
    Aber ja, verstehe: Das war ein Zufallstreffer, der eine wichtige Erkenntnis geliefert hat!


  • sherlogg • am 14.4.19 um 16:43 Uhr

    Genau.
    In einem kleinen Knochenstückchen bei einer Laboruntersuchung ein paar mikroskopische Überreste zu finden, ist eine Sache.
    Solche mikroskopischen Überreste dort zu finden, wo eine Explosion stattgefunden hat, die so heftig war, daß von einem ganzen Menschen nur dieses eine Knochenstückchen übriggeblieben ist, ist etwas anderes.


  • Hugo0815 • am 17.4.19 um 9:47 Uhr

    Ich bin mir sicher dass es die gleiche Story erst vor kurzem in einem anderen Krimi gab … aber ich komme nicht drauf. Deswegen war ich etwas negativ überrascht


  • slice me nice • am 30.5.19 um 22:56 Uhr

    Ein wohltuend sachlicher Kölner Tatort, ohne die üblichen unterirdischen Fisimatenten von Schenk und Ballauf, noch dazu das ernste Thema der „schlafenden“ Bomben – dafür gute und solide 5 Sterne!

    Den Titel von OMD fand ich auch sehr passend, zumal es keine reine „Filmmusik“ war, sondern Bestandteil der Handlung: der Baggerfahrer hört ausgerechnet „Enola Gay“ laut und ist so ablenkt, dass er die tatsächlich vor ihm liegende Bombe glatt übersehen hätte – eine großartige Eingangsszene.

    Für die klassischen Hobby-Detektive unter uns war es zudem spannend mitzuraten, weil mehr auf prägnante Dialoge als auf Action und Drama gesetzt wurde.
    Aber manche haben ja immer was zu meckern – und wenn es die Kameraführung ist! Die mich überhaupt nicht gestört hat. Sondern die Befragungen wurden dadurch visuell intensiv gestaltet – und kommen Wahrheiten nicht immer nur nach und nach ins Unverborgene?


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