Tatort Folge 1189: Saras Geständnis



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Tatort Folge 1189: Saras Geständnis 3 55

Endlich wieder in Freiheit und nochmal ganz von vorne anfangen: Das ist der feste Wille von Sara Manzer, als sie aus dem Gefängnis entlassen wird. Wegen Totschlags an ihrem Vater wurde sie zu einer Haftstrafe verurteilt. Doch schon kurz nach ihrer Entlassung gerät Sara erneut ins Visier der Ermittler: Ein ehemaliger Polizist wurde ermordet, der Recherchen zu Saras Fall angestellt hat. Die Freiburger Tatort-Kommissare Franziska Tobler (Eva Löbau) und Friedemann Berg (Hans-Jochen Wagner) nehmen in ihrem 8. Fall mit dem Titel „Saras Geständnis“ (Tatort-Episode 1189) die alten Spuren wieder auf: Ist Sara etwa für einen weiteren Mord verantwortlich?

Der neue Schwarzwald-Tatort „Saras Geständnis“ ist eine Produktion des Südwestrundfunks und wurde im Februar 2021 in Freiburg im Breisgau und Baden-Baden gedreht. Seine TV-Premiere feiert der Kriminalfilm am Sonntag, den 13.02.2022 um 20:15 Uhr im Ersten Programm der ARD.

Inhalt der Tatort-Folge „Saras Geständnis“

„Hello, Stranger!“ Mit diesen Worten wird Sara Manzer von ihrer alten Freundin Marlene Hopp am Ausgang der Justizvollzugsanstalt begrüßt. Vier Jahre saß Sara wegen Totschlags an ihrem Vater Karl im Gefängnis, und diese Zeit hat sie verändert: Aus dem Partygirl, das keiner Affäre und keinem One-Night-Stand aus dem Weg gegangen ist, ist eine stille, zurückhaltende Frau geworden, die nun ihr Leben komplett neu organisieren muss und will, aber noch keinen wirklichen Plan hat, wie das aussehen soll. Vorerst kommt sie bei Marlene unter, die am Abend ihrer Entlassung eine Willkommensparty für Sara schmeißt. Mit dabei sind auch Saras Ex-Mann Derek, ihre Tochter Evi und sowie Ines Kaiser und ihr Mann Robert, eine Gefängnisbekanntschaft, mit der Sara sich allmählich angefreundet hat. Die Zeichen stehen auf Neubeginn, und Saras Freunde geben sich alle Mühe, ihr den Start zu erleichtern, doch noch während der Party wird klar, dass das wohl nicht so einfach ist: Sara erhält ständig ominöse Anrufe, die sie schnell wegdrückt. Holt sie die Vergangenheit doch wieder ein?

Am nächsten Morgen werden die beiden Hauptkommissare Franziska Tobler (Eva Löbau) und Friedemann Berg (Hans-Jochen Wagner) vom Polizeipräsidium Freiburg zu einem Leichenfund in einem abgelegenen Waldstück gerufen. Bei dem Toten im Tatort „Saras Geständnis“ handelt es sich um Benno Rose, einen ehemaligen Polizisten und leidenschaftlichen Motorradfahrer, der folglich zuletzt bei der Motorradstaffel seinen Dienst versah, jedoch wegen Asthmas vorzeitig pensioniert werden musste. Todesursächlich waren wohl zwei Messerstiche in den Rücken. Während Kommissarin Tobler die Leiche und den Fundort näher untersucht, muss ihr Kollege Berg sich mit einer lästigen Gafferin herumschlagen, die Bilder vom Tatort machen will, was für Unbefugte natürlich untersagt ist. Eine Auseinandersetzung, die für Berg noch Folgen haben wird, wie sich später herausstellt.

Das Handy des Toten führt die beiden süddeutschen Kriminalisten zu Sara Manzer: Offenbar hatte Rose am Vortag neunmal Manzers Nummer gewählt, hat also hartnäckig versucht, einen Kontakt zu ihr aufzubauen. Warum nur? Das wird klarer, als die Wohnung des Ex-Polizisten durchsucht wird: Dort finden sich sorgfältig zusammengestellte Dossiers über einige berühmte ungelöste Kriminalfälle der Geschichte: John F. Kennedy, Olof Palme, Jeffrey Epstein – und schließlich: die Akte des Falls Manzer. Rose hegte wohl eine besondere Leidenschaft für ungelöste oder nur scheinbar aufgeklärte Morde – und offenbar zählte er den gewaltsamen Tod des Verlegers Manzer ebenfalls dazu, obwohl die Sache damals eindeutig war: Saras Verhältnis zu ihrem Vater war seit jeher angespannt, am Tatort und auf der Leiche wurden ihre Fingerabdrücke gefunden, und schließlich hatte sie auch ein Geständnis abgelegt. Warum also hat sich Rose so intensiv mit diesem Fall beschäftigt? Der damals ermittelnde Kommissar Werner Tauber ist mittlerweile im Ruhestand, Manzer war sein letzter Fall. Was Rose daran jetzt noch interessiert haben könnte, kann er den beiden Ermittlern auch nicht beantworten. Die einzige Verbindung besteht darin, dass Rose damals als erster Polizist am Tatort, der Villa Manzer, eingetroffen war. Auch Sara Manzer gibt zunächst an, Benno Rose nicht gekannt zu haben, als Berg und Tobler sie in der Großküche, in der sie als Spülhilfe arbeitet, das erste Mal zu dem Fall befragen. Nach hartnäckigem Nachhaken der Kommissare gesteht sie dann doch, dass der etwas eigenbrötlerische Ex-Polizist mehrfach versucht hat, Kontakt mit ihr aufzunehmen, da er neue Erkenntnisse zu ihrem Fall gewonnen habe. Sara wollte davon aber nichts wissen und hat Rose immer abgewimmelt. Sie will die Vergangenheit hinter sich lassen und sich ganz auf ihren neuen Lebensabschnitt konzentrieren – was aber als verurteilte Totschlägerin nicht so einfach ist.

Im Freiburger Polizeikommissariat gibt es derweil technische Probleme mit der Internetverbindung, was die Ermittlungsarbeit im TV-Krimi „Saras Geständnis“ nicht gerade erleichtert. Auch Frieda Berg persönlich muss sich mit den Zumutungen des digitalen Zeitalters abplagen, denn die reizende Dame, die ihrem Voyeurismus am Tatort freien Lauf lassen wollte und nur durch das zupackende Eingreifen des Kommissars daran gehindert wurde, hat ihren Streit mit Berg einfach per Smartphone mitgeschnitten und das Video ins Internet gestellt, versehen mit dem dezenten Hinweis auf angebliche Polizeigewalt. Der Clip geht im Netz gerade viral, Berg ist mit den Nerven am Ende. Zu allem Überfluss soll er dazu auch noch eine schriftliche Stellungnahme verfassen und den Kolleginnen und Kollegen einen Kasten Bier spendieren, schließlich ist er nun „Mitarbeiter des Monats“.

Der erschöpfte Berg beschließt, etwas früher Feierabend zu machen, während Tobler die Stellung hält. Als auch sie sich in der Dunkelheit auf den Heimweg macht, sieht sie an der Auffahrt zum Präsidium eine männliche Gestalt, die den Eindruck macht, als wolle sie der Polizei einen Besuch abstatten. Doch als die Kommissarin nach dem Mann ruft, ist er schnell verschwunden. Tobler denkt sich nichts weiter dabei, bis sich am nächsten Tag ein Tankwart als Zeuge meldet, der das Todesopfer kurz vor dem Tatzeitpunkt an seiner Tankstelle bedient hat. Eine Dose Reifenspray für sein Motorrad habe der Mann gekauft. Nun ist also auch klar, dass Rose mit seinem Motorrad unterwegs war, bevor er getötet wurde – dies ist jedoch noch nicht gefunden worden. Auf dem Überwachungsvideo der Tankstelle erkennt Franziska Tobler zu ihrem Erstaunen genau jenen Mann wieder, den sie gestern Abend vor dem Polizeipräsidium gesehen hat – es muss sich also um einen weiteren Zeugen handeln. Aber warum meldet er sich dann nicht bei der Polizei, sondern läuft einfach weg?

Roses Motorrad wird schließlich an einem Berghang oberhalb des Hauses von Marlene Hopp gefunden – und damit in unmittelbarer Nähe von Sara Manzers derzeitigem Wohnort. Auch das Gewaltverbrechen selbst hat sich in unmittelbarer Nähe zugetragen. Alles nur Zufall? Die beiden Kriminalbeamten aus dem Schwarzwald beschließen, Sara nochmals auf den Zahn zu fühlen. Die einfühlsame Franziska versucht sich dabei die Tatsache zunutze zu machen, dass Sara und sie dieselbe Schule besucht haben – vielleicht kommt sie so etwas näher an sie heran. Auch den alten Fall Karl Manzer nehmen sich Berg und Tobler im SWR-Tatort „Saras Geständnis“ nochmal vor – und entdecken dabei jede Menge Merkwürdigkeiten: Die Boulevardpresse hat sich damals regelrecht auf Sara gestürzt, hat sie als sexsüchtig und alkoholkrank beschrieben, ihr Leben wurde in aller Öffentlichkeit ausgebreitet. Der ermittelnde Kommissar Bauder hat sie während der Vernehmungen stark unter Druck gesetzt. Ein Zeuge, der einen Streit zwischen Sara und ihrem Vater und auch das anschließende Verbrechen beobachtet haben will, wurde nie ausfindig gemacht. Und was hat es mit den zwei Schwarzgeldkonten in Liechtenstein auf sich, die erst entdeckt wurden, nachdem Karl Manzer seinen Verlag verkauft hatte? Wie viel ist Saras damaliges Geständnis vor diesem Hintergrund eigentlich noch wert? Tobler und Berg erkennen, dass es nicht ausreicht, sich bei ihren Ermittlungen nur auf Sara zu konzentrieren. Sie müssen das Gesamtbild in den Blick nehmen: Saras familiäres Umfeld, ihr Freundeskreis, die krummen Geschäfte ihres Vaters, die damaligen Polizeiermittlungen: Welche Rolle hat das alles beim damaligen Fall gespielt? Und war auch Benno Rose diesen Dingen auf der Spur? Dann taucht plötzlich der ominöse Zeuge von der Tankstelle wieder auf. Diesmal sollte er den Kommissaren nicht entwischen …

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Tatort-Kritik

Die Redaktion von Tatort-Fans meint:
Ein ruhig erzählter und unspektakulär inszenierter Kriminalfilm, bei dem nicht nur der eigentliche Mordfall im Vordergrund steht, sondern auch das persönliche Schicksal der Protagonistin: die Schwierigkeit, nach langer Zeit im gesellschaftlichen Abseits nochmal neu anzufangen, während man von der Vergangenheit doch wieder eingeholt wird; der Versuch, an alte Beziehungen anzuknüpfen, während die neuen nicht immer halten, was sie versprechen; und schließlich die Wunden in der Psyche, die längst noch nicht ausgeheilt sind – das alles wird an der Figur Sara Manzer eindrücklich sichtbar. Das Duo Tobler/Berg führt seine Ermittlungen mit der gewohnten Solidität und Bodenständigkeit und steigert mit einer Prise wohldosierten Humors den Unterhaltungswert des Sonntagskrimis. Die Auflösung wirkt zwar etwas wie aus dem Hut gezaubert, was aber zu verschmerzen ist. Insgesamt vier Sterne.

Tatort-Besetzung

Hauptkommissar Friedemann „Frieda“ Berg – Hans-Jochen Wagner
Hauptkommissarin Franziska Tobler – Eva Löbau
Sara Manzer – Johanna Wokalek
Marlene Hopp, Saras Freundin – Sophie Lutz
Jakob Wolburg – Stefan Wilkening
Werner Bauder – Werner Wölbern
Ines Kaiser, Saras Gefängnisgenossin – Annette Strasser
Derek, Saras Ex-Mann – Michael Klammer
Evi, Saras Tochter – Samirah Breuer

Tatort-Stab

Drehbuch – Astrid Ströher
Regie – Kai Wessel
Kamera – Andreas Schäfauer
Musik – Manu Kurz
Schnitt – Barbara Brückner
Szenenbild – Monika Nix
Kostüm – Susanne Witt
Besetzung – Karimah El-Giamal
Produktionsleitung – Maike Bodanowski
Ausführende Produzentin – Franziska Specht
Redaktion – Katharina Dufner

Bilder-Galerie zum Krimi aus dem Schwarzwald


60 Meinungen zum Tatort Folge 1189: Saras Geständnis

  • Jo Nass • am 13.2.22 um 21:25 Uhr

    Gut erzählt und unterhaltsam, aber warum dürfen in schwäbischen oder badischen Tatorten nicht mal eine Nuance von Dialekt auftauchen, zumal die Hauptdarsteller Eingeborene sind?? In München ist man da selbstbewusster.


  • Kriminalist • am 13.2.22 um 21:43 Uhr

    Bis auf das überraschende und nicht in der vorangehenden Handlung irgendwo angelegte Ende, auf das man auch durch intelligentes Mitkombinieren wohl kaum kommen konnte, ein sehenswerter, unaufgeregt inszenierter Tatort.


  • HerrBert • am 13.2.22 um 21:45 Uhr

    Uuuuaaaahhhh, gerade aufgewacht von der Schlussmelodie des Tatort.

    Was für ein tröges Stück mit trögen Protagonisten, auch die Kommissare gehen zum Lachen in den Keller.

    Erzählkino ohne Esprit, kein bisschen Dampf im Kessel. Bitte nicht mehr!


  • Thorsten • am 13.2.22 um 21:47 Uhr

    Man erwartet ja nicht viel vom Schwarzwald-Tatort, und im Rahmen ihrer Möglichkeiten war es ok. Zwei Sterne und einen Zusatzstern, weil sie dieses Mal haben nicht gegendert haben.


  • Der Fremde • am 13.2.22 um 21:48 Uhr

    Ich mag das Schwarzwald-Team grundsätzlich, aber das heute war mir etwas zu zäh/langatmig. Der Schluss war beliebig (wie wenn man die Täter würfeln würde).
    Überzeugt hat mich nur die Haupt-Darstellerin Johanna Wokalek.


  • Winfried Vorbeck • am 13.2.22 um 21:49 Uhr

    Eine konventionelle Täter:in-Ermittlung. Und das Privatleben der – auf mich sympathisch wirkenden -Ermittelnden war kein Thema. Die Ermittelnden haben sogar mitten in der Ermittlung Feierabend gemacht. Das es das noch gibt…

    Ein Punkt wollte ich zunächst abziehen, weil der Film in weiten Teilen etwas behäbig daherkam. Das Ende allerdings fand ich sehr gelungen, daher doch volle Punktzahl.


  • Mart • am 13.2.22 um 21:52 Uhr

    Gähn, trotz guter und sympathischer Protagonisten.


  • Fragende • am 13.2.22 um 21:53 Uhr

    Hallo! Wir rätseln gerade die ganze Zeit, wie der Schauspieler heißt, der den Verleger im aktuellen Tatort gespielt hat. In der Rolle hieß er Sarteih / Sartei o.ä.
    Kann da jemand weiterhelfen? Danke im Voraus!


  • Stefan G. • am 13.2.22 um 21:53 Uhr

    Sehr ordentlich. Johanna Wokalek spielte ihre Rolle außerordentlich gut. Hatte sie bislang nur namentlich gekannt. Alles in allem ein Tatort nach meinem Geschmack. Danke in den Schwarzwald.


  • M.S. • am 13.2.22 um 21:54 Uhr

    Vorabend Niveau. Hab mich mühsam wachgehalten. Kam mir alles lieblos, abgewickelt vor. So Pflichtaufgabe. Und nebenbei:
    Gute Musik: Fehlanzeige.
    Old Youngtimer: Fehlanzeige.
    Schöne Locations: Fehlanzeige.
    Unterhaltungswert gleich Null…


  • JürgenAut • am 13.2.22 um 21:55 Uhr

    Was war das denn !!
    Nachdem die letzten TO durchwegs überzeugen konnten – wieder ein Rückfall in die Belanglosigkeit !!
    Drama pur aber kein TO !
    Worum ging es da eigentlich – um einen gefallenen Engel – ach wie traurig
    Kompletter Schwachsinn und laaaangweilig !!
    Eva Löbau ist bei den Bundschuhs besser aufgehoben !!!


  • Skorpion54 • am 13.2.22 um 21:55 Uhr

    Tolles Team, gute Story und ohne viel Schnickschnack. So sollte ein Tatort sein.


  • Bruno • am 13.2.22 um 21:57 Uhr

    plus Bonusstern.
    Mich hat der Tatort voll und ganz überzeugt. Die richtige Mischung aus kriminalistischer Ermittlung, psychologischem Einfühlungsvermögen und ein paar Seitenhieben auf die digitale Wüste in Deutschland.
    #Jo Nass
    Für mich ist das Bayern-Deutsch kein Selbstbewusstsein, sondern bayrische mir-san-mia Überheblichkeit.


  • Attila • am 13.2.22 um 22:02 Uhr

    Die Schwarzwald-Folgen sind in der Regel nichts besonderes: weder besonders stark, weder besonders schlecht. Doch, nach fünf Jahren und sieben Folgen hat der heutige Tatort mir wirklich gefallen. Eine gut erzählte, komplexe aber doch überschaubare Geschichte, mit allen ermittlerischen und menschlichen Aspekten gut dargestellt.
    Aber, nichts gegen Wener Wölbern, der eine gute Schauspieler ist, aber der Staatsanwalt aus Frankfurt soll, bitte schön, kein Polizist in Freiburg sein.
    Und ja, ich sehe es ähnlich, wie die Redaktion: man hat die Täter nicht durch gute Polizeiarbeit, sondern durch Glück gefunden: wäre das Bild an der Wand nicht schief gewesen, wäre der Fall unaufgeklärt geblieben. Vielleicht ist es realistisch doch…


  • Franziska aus F. • am 13.2.22 um 22:02 Uhr

    Die Story mit dem Schichtführer war zu dick aufgetragen.

    Und woher wussten die Kaisers, dass Rose an der auswärtigen Tankstelle ist?


  • Hanz W. • am 13.2.22 um 22:07 Uhr

    Recht intensiv. Aber halt erst in den letzten 20 Minuten. Bis dahin war das schon arg träge und konventionell, mit einem Minimum an Esprit, dass da ein Tritt in den Hundehaufen als running gag herhalten muss, ist in diesem Fall schon bezeichnend. Der pflichtgemäße Versuch, ein paar falsche Fährten aufzubauen, ist demgemäß ziemlich gescheitert, da blieb die Figurenzeichnung viel zu sehr an der Oberfläche. Das schien mir fast interesselos abgehandelt, aber für ein fokussiertes Psychogramm hat dann auch der Mut gefehlt. Gute Hauptdarstellerin, aber selbst der ist man nicht recht nahe gekommen. Das ist ein bodenständiges Team, das darf und soll es auch sein, aber ein wenig mehr Schliff in den Dialogen dürfte man auch denen schon zugestehen. Das hat man aus dem Schwarzwald schon fesselnder gesehen, wegen des Schlusses mit Müh und Not in die drei Sterne gerettet.


  • alter Fan ( tm ) • am 13.2.22 um 22:07 Uhr

    war´ja echt überrascht , aus Freiburg endlich mal einen akzeptablen TO geboten zu bekommen – hatte schon wieder mal mit dem schlimmsten gerechnet – aber diesmal recht ordentliche TO Kost zum Sonntagabend


  • Klaus • am 13.2.22 um 22:22 Uhr

    Das war doch endlich mal wieder ein super Tatort. So muss für mich ein Krimi sein. Im Mittelpunkt steht die systematische Ermittlung und Durchleuchtung des Falles. Ein paar lustige Momente (Hundekot am Schuh, Netzprobleme) und kein Kasperltheater. Einfühlungsvermögen und wenn nötig auch Konsequenz bei den beiden Kommissaren, aber keine Hobbypsychologen oder Menschen, die wegen eigener Probleme eigentlich gar nicht diensttauglich sind.

    Und das überraschende Ende. Solche Wendungen können nun mal vorkommen. Nicht immer zeichnet sich im Voraus alles ab. So ist die Wirklichkeit. Wie gesagt, ein toller Tatort!


  • Bernie Ess • am 13.2.22 um 22:22 Uhr

    Ich stimme hier dem Kommentar der TVtoday zu: der Schwarzwald- Tatort tut sich schwer, weil er irgendwie kein klares Profil hat. Nicht lustig, nicht neurotisch (wie Düsseldorf), nicht menschelnd (wie München), keine Typen mit besonderer Ausstrahlung wie sagen wir Borowski oder Murot, halt einfach ein klassischer Krimi. Zu oft gesehen. Ich hab mich fast gelangweilt.


  • Karin L. • am 13.2.22 um 22:25 Uhr

    Irgendwie einschläfernd und arg dröge dargestellt. War schwierig, bis zum absurden Ende durchzuhalten. Auf die seltsam uninspiriert dargestellten Inhalte wurde schon ausführlich eingegangen.


  • Matze • am 13.2.22 um 22:29 Uhr

    Hallo,

    Wie heißt der Schauspieler der den Verlag jetzt inne hat, also den, den ervon Herrn Manzer bekommen hat?

    Beste Grüße


  • Jojo • am 13.2.22 um 22:30 Uhr

    Irgendwie einschläfernd und arg dröge dargestellt. War schwierig, bis zum absurden Ende durchzuhalten. Auf die seltsam uninspiriert dargestellten Inhalte wurde schon ausführlich eingegangen.


  • Der Fremde • am 13.2.22 um 22:33 Uhr

    Ist es neuerdings Mode, dass in den TO´s tierischer od. menschlicher Kot eine (teils wesentliche) Rolle spielt? Ein Auszug der TO´s seit Jahres-Beginn:
    1.1.: Im Stuttgarter Neujahrs-TO wird der Fall aufgrund der Konsistenz des im Garten einliegenden Hunde-Kots gelöst
    6.2.: Das Mordopfer schei..t vor seinem Ableben dem Nachbarn in den Garten.
    13.2.: Der ermittelnde Kommissar steigt ins Hunde-Glück und muss neue Schuhe kaufen.
    Was dürfen wir zu diesem Thema noch in den nächsten Wochen erwarten???


  • Colorwriter • am 13.2.22 um 22:34 Uhr

    Recht intelligent gemachter Tatort. Mit einem respektablen, sehr spannendem Verwirrspiel. Zwar mitunter ein wenig dröge, aber, Mensch, so ist das reale Leben auch.

    Da gebe ich gerne vier Sterne.


  • Ladybird • am 13.2.22 um 23:40 Uhr

    @Fragende
    @Matze

    Der neue Verlagsinhaber wurde von demselben Schauspieler gespielt, der in einer anderen Krimiserie (irgendwas in Friesland) den Bestatter spielt, der Hanf im Keller anbaut. Details müsste ich jetzt googlen ;) Hatte auch überlegt, woher ich ihn kenne und bin dann drauf gekommen.

    Fand den heutigen TO durchaus gelungen, wenn auch oder gerade weil er so unaufgeregt und etwas nüchtern daherkam. Realitätsnah, so wie normale Ermittlung tatsächlich ablaufen könnte. Witzig, dass oft viele nörgeln, es gäbe keine “guten alten“ Tatorte mehr, in denen einfach solide und ohne Firlefanz ermittelt wird. Das hier war so einer, und nun ist es einigen wieder nicht recht. Mir hat’s gefallen!


  • Ladybird • am 13.2.22 um 23:42 Uhr

    Ok, hab den Bestatter bzw. Verlagsbesitzer gegoogelt:
    Holger Stockhaus

    Cheers


  • Alex • am 14.2.22 um 0:22 Uhr

    Jojo und Karin L , kann es sein das ihr euch kennt ?😉


  • Onkel • am 14.2.22 um 0:30 Uhr

    Johanna Wokalek – die personifizierte Opfermasche. Kann man mögen, muß man aber nicht. Jedenfalls schön endlich mal wieder eine, wenngleich schütterte, Schneeschicht in der Landschaft zu sehen.


  • arte-Versteher • am 14.2.22 um 8:50 Uhr

    Ich habe mir angewöhnt, Teams, die mir nichts geben, einfach nicht mehr anzuschauen. Aber manchmal muss man ja doch ne Stichprobe machen. In den Kommentaren hier lese ich oft das Wort dröge, und besser kann man es nicht auf den Punkt bringen. Die achtunddrölfzigste Story vom Ex-Knacki, der gleich am ersten Tag wieder in Verdacht gerät. Ich weiß nicht, ob der Plot inhaltlich so dünn weiterging, denn habe es nicht bis zum Ende geschaut, für mich war schon Schluss, als die Kommissarin meinte, sie kenne die Verdächtige aus der Schulzeit. Bis dahin Schauspiel der drögesten Sorte: Eine Frau Wokalek mit eingefrorener Opfermaschinen-Mimik (Danke @Onkel), Schauspieler, die eine krampfige Begrüßungsfeier so krampfig spielen, dass ich schon nach Magnesium greifen wollte, und das uninspirierteste Kommissarspaar Deutschlands mit neuen Wanderschuhen im Nieselregen. Drei Sterne als Enthaltung, denn ich hätte es vorher wissen müssen…


  • M.S. • am 14.2.22 um 11:16 Uhr

    @ der Fremde: ist mir auch aufgefallen, das Sch… seit 2022 eine große Rolle einnimmt…
    Sehr positiv diesmal: keine Vorabkommentare! Besten Dank dafür, wenn es die Folge diesmal auch, in meinen Augen, nicht retten konnte. Auch alles viel zu bieder diesmal, da lobe ich die Folge, wo die beiden Ermittler nur gesoffen haben und peinlich im Bett gelandet sind.


  • Karin L. • am 14.2.22 um 12:07 Uhr

    @Alex
    Ja, bin mit Jojo verheiratet. Bei der Übermittlung meines Beitrags kam dreimal eine Fehlermeldung, und man konnte nichts im Forum lesen. Deswegen habe ich Jojo gebeten, den kopierten Text über seine Email zu senden.
    Um dann mit Erschrecken festzustellen, dass doppelt gemoppelt mich beschämt zurücklässt. Normalerweise schaue ich nur den Tatort, aber manchmal auch gemeinsam. Und meiner besseren Hälfte sind Kritiken in der Regel schnurz. Außer es war ein ganz hervorragender, oder selten dämlicher Tatort. Dann auch mal beide. Und meist mit unterschiedlichen Meinungen!😒


  • Moltke • am 14.2.22 um 12:30 Uhr

    Guter Tatort, etwas zu langatmig erzählt. Mir gefallen die Ermittler, gerade weil sie normal (nicht uninspiriert) daherkommen. Keine superlässigen Trendtypen, aber auch keine Spiesser.


  • Bina • am 14.2.22 um 12:56 Uhr

    @Moltke: so sehe ich das auch, letwas langatmig und leider waren nur die ersten und letzten 15 Minuten spannend, dazwischen war es eher ein mittelmäßiger Spannungsbogen, aber nicht uninteressant. Es muss nicht immer Knall-Bumm-Bäng sein, es darf auch etwas ruhiger im „Schwobeländle“ zugehen ;-)

    Und diejenigen, die eingeschlafen sind oder den Tatort nicht in Gänze gesehen haben, sollten sich ehrlich gesagt jeglicher Kommentare enthalten. Man kann nur etwas kommentieren und bewerten, was man auch gesehen hat, zumindest ist das meine Meinung.

    Die Schwarzwaldtatorte sind vielleicht nicht die besten, aber solide Poizeiarbeit hat auch ihren Stellenwert verdient und das haben die beiden Ermittler gut gemacht.


  • Hanz W. • am 14.2.22 um 13:53 Uhr

    @Bina
    Auweh, schwerer Schnitzer! Dass das mal nicht schiefgeht …! Freiburg liegt mitnichten im „Schwobeländle“. Sondern in Baden. Und Bandenser und Schwaben …uiuiui …
    (Vorsichtshalber, muss man ja im Internet immer dazu schreiben: Das ist natürlich ein Spaß.)


  • Wolko • am 14.2.22 um 15:05 Uhr

    Bislang rangierten die Folgen aus dem Schwarzwald bei mir zwischen „letzter Mist“ und „ging so“.
    Dieser Tatort aber war der absolute Ausreisser.
    Ruhig mit anwachsender Spannung, komplexe Handlung tolle Schauspieler.
    Bitte so weitermachen.


  • arte-Versteher • am 14.2.22 um 15:07 Uhr

    @Bina
    Die Betätigung des Ausschaltknopfes ist die ultimative Meinungsäußerung, die dem Zuschauer bleibt, wenn ihm etwas nicht zusagt: Null Punkte. So funktionieren jedenfalls die Einschaltquoten der GFK. Wenn der Zuschauer anschließend noch hier auftaucht, um zumindest einen Punkt und eine Kritik zu geben, sollten sich die Redaktionen darüber freuen, vorausgesetzt es bleibt sachlich. Öffentlich-rechtlich finanziertes Fernsehen ist schließlich kein Ponyhof.


  • spiderman916 • am 14.2.22 um 17:36 Uhr

    Wie lange war die im Knast? 4 Jahre, war vorher ein reiches partygirl und kennt kein Smartphone? Dafür hätte sie schon 14 Jahre sitzen müssen. Grundsätzlich ein guter Tatort, dem ein bisschen Spannung und Action fehlte. Solide 3 -4 Sterne.


  • Der Fremde • am 14.2.22 um 19:57 Uhr

    Es kommt ja bald wieder Fasnacht/Fasching/Karneval. Ich plädiere daher für eine Fortsetzung der legendären Schwarzwald-Folge Nr. 1121: „Ich hab im Traum geweinet“, Vol. 2! Es sind damals noch Fragen offen geblieben und einen TO mit ca. 300 (leider überwiegend negativen) Kommentaren hat es sonst davor und danach auch nicht gegeben. Diese TO-Folge war den Zusehern also jedenfalls nicht gleichgültig, das ist doch schon ein guter Ansatz…


  • Maria • am 14.2.22 um 20:43 Uhr

    Der Tatort hat mich … freundlich beschrieben … entspannt. :-)
    Die Stimmen so angenehm gleichförmig, da bin ich nach dem Nachtdienst gut eingeschlafen.

    Sorry, den Schluss hab ich nicht verstanden. Wieso die Knastschwester?
    Wer kann mir das bitte erklären … ?? Danke. :-)


  • Flaubert • am 14.2.22 um 23:25 Uhr

    Naja, das Drehbuch möchte ich jetzt nicht erklären …
    Ich fands ganz gut, das Buch, was zum Mitknobeln, so richtig ein bisschen klassisches Whodunnit. Und viel Psychologie, die mir eingeleuchtet hat. Ja, da ist eine gute Portion Realismus drin, glaube ich. Und das gefällt mir am TO, wenn ich denke „ja, sowas könnte so passiert sein“.
    Ganz witzig: die Tücken der digitalisierten Welt und die kleinen Kämpfchen damit oder dagegen.
    Punktabzug für Dialoge und manch manieriertes Spiel wie auf einer Provinzbühne. Soviel Konjunktivgebrauch in Gesprächen zwischen Kriminalen – nee, das ist zu künstlich.


  • Antonio • am 15.2.22 um 4:08 Uhr

    Alter Schwede.

    Ich habe in den letzten 10 Jahren fast keinen Tatort verpasst. Dieser hier schafft es problemlos in die Top 10 der Schlechtesten.
    Wie man es schafft einen Tatort dermaßen schlecht zu inszenieren weiß anscheinend nur der Regisseur Kai Wessel.
    Ich kann an dieser Inszenierung beim besten Willen nichts Positives finden.


  • Bina • am 15.2.22 um 12:59 Uhr

    @Hanz W.
    Kritik angenommen ;-) Ich entschuldige mich bei allen Badenern und Schwaben, die sich angesprochen gefühlt haben.


  • Bina • am 15.2.22 um 13:01 Uhr

    @arte-Versteher: In der Schule würde man sagen „Thema verfehlt“.

    Ich kann nichts kommentieren und kritisieren, wenn ich es nicht gesehen/gelesen/verstanden habe. Da hat niemand etwas davon, auch nicht die von Ihnen zitierten Redaktionen. Von daher tangiert mich Ihre Kritik mit Null Punkten extrem peripher.

    Aber interessant zu lesen, dass Sie sich angesprochen gefühlt haben ;-)


  • arte-Versteher • am 15.2.22 um 13:56 Uhr

    @Bina
    Noten/ Sterne vergeben und sich die Deutungshoheit aneignen, wer das Thema verfehlt hat, ist offenbar ihr Ding. Sie sollten es beruflich in der Richtung versuchen…


  • Bina • am 15.2.22 um 14:20 Uhr

    @arte-Versteher: so frustriert vom Leben, dass Sie keine Kritik vertragen oder sonst keine Hobbies?
    Sie sollten sich mal professinell beraten lassen, denn wer hier auf einer Plattform anonym die Leute beleidigt, hat tatsächlich die Kontrolle über sein Leben verloren.

    Sie könnten einem leid tun, wenn Sie sich nicht selbst so lächerlich machen würden.


  • Smokie • am 15.2.22 um 22:48 Uhr

    @Bina
    Sie reagieren aber auch unverhältnismäßig auf die Reaktion von @arte-Versteher. Der ihm gegenüber von Ihnen vorgetragene verklausulierte Vorwurf, dass er Sie faktisch anonym beleidigt habe, kann ich nicht erkennen. Er hat bzgl. dieser Meinungsdifferenz, lediglich seinen Standpunkt dargelegt.
    Die bei Ihrer Abwehrstrategie formulierten sterotypen Plattidüden sind darüber hinaus auch nicht gerade originell, geschweige im besonderen Maße geistreich. Gleicht eher einer Einschüchterungstaktik.


  • Bina • am 16.2.22 um 1:26 Uhr

    @Smokie
    Wer hat Sie denn um Ihre Meinung gebeten?
    Oder ist der arme missverstandene @arte-Versteher nicht mehr in der Lage für sich selbst zu sprechen?

    Die Unterhaltung ist beendet.


  • Momi • am 16.2.22 um 8:01 Uhr

    Bodenständiger Krimi der mir gut gefallen hat. Besser als andere sog. Schwarzwaldkrimis. Vom Schwarzwald hat man ja eh nix zu sehen, da alle in Freiburg geschieht. Geht doch mal etwas aufs Land. Auch dort gibt es Mord, Erpressung und Totschlag etc.
    Die Schauspieler waren alles grossartig und überzeugend. Die Handlung plätscherte so etwas dahin aber war gut erzählt. Es war einer der besseren Schwarzwaldkrimis aber noch nicht auf dem Tatort-Niveau. Wobei das Niveau des TO in letzter Zeit leider sehr zu wünschen übrig gelassen hat.
    Hoffen wir alle auf Besserung.


  • arte-Versteher • am 16.2.22 um 8:17 Uhr

    @Smokie, lassen Sie es gut sein, es ist offensichtlich, wer hier seinen Frust an anderen ablassen will.


  • Colorwriter • am 16.2.22 um 11:25 Uhr

    Schade, wenn sich hier Teilnehmer, mal wieder, gegeneinander anstatt miteinander mit dem Tatort beschäftigen.

    Ich zumindest bin stets erstaunt, wie sehr mitunter so ein Krimi die Zuschauermeinungen polarisiert. Oder gar, was für Details und Gedankengänge manchen da auffallen. Etwas, dass eine Gemeinschaft auszeichnet.

    In diesem Sinne. Eh Leute, wir möchten doch alle das selbe. Gute, an- und/oder auf-regende Unterhaltung.


  • slice me nice • am 16.2.22 um 19:50 Uhr

    @Colorwriter:
    Ach, ich fand’s recht amüsant ;-)

    Aber zum Tatort: In dieser Folge hat sich das Schauspielensemble leider selbst untertroffen! Was für eine langatmige und dröge Inszenierung – das Wort „uninspiriert“ fiel hier völlig zu Recht. Dabei war die Geschichte an und für sich interessant, als wäre es eine wahre Geschichte. Sie hätte eine wesentlich ambitioniertere Umsetzung verdient als diese Mischung aus „GZSZ“ und „Niedrig und Kuhnt“.

    Was ich nur nicht verstehe: Seit wann trägt jemand Schwarzgeldkonten in seinen Kalender ein, so dass es der Putzfrau ins Auge springt? Lag der Kalender offen herum mit dem Eintrag: „Meine Schwarzgeldkonten“ Doppelpunkt… ?? Das kostet leider den zweiten Stern, den dieser Tatort ansonsten für die Geschichte bekommen hätte.


  • Bina • am 17.2.22 um 13:06 Uhr

    @Colorwriter: ich bin Ihrer Meinung, was die Beschäftigung mit und nicht gegen angeht.

    Es ging auch zu Anfang nur darum, dass sich Leute hier profilieren wollen, indem sie etwas kommentieren, bzw. denunzieren, was sie gar nicht gesehen haben. Siehe mein erster Kommentar. Darauf ist @arte-Versteher sofort angesprungen, getroffene Hunde bellen bekanntlich ;-)

    Aber ich habe ja „nur Frust ablassen wollen“ – ich musste lachen, das schreibt jemand, der anscheinend selbst vom Leben gefrustet ist, aber lassen wir es gut sein. Jemanden beurteilen, den man nicht kennt, ist heutzutage Usus geworden, es gehen ja auch genug Leerdenker spazieren und verhöhnen damit die Gesellschaft.

    Leute wie dieser @Arte-Versteher verstehen rein gar nichts von guter Sonntagabendunterhaltung, denn nichts anderes war dieser Tatort, Unterhaltung der halt eigenen „anderen“ Art. Kann man mögen, muss man aber nicht, aber man sollte es wenigstens GESEHEN haben, um sich ein Urteil erlauben zu können.


  • Der Fremde • am 17.2.22 um 14:33 Uhr

    @Momi („… Vom Schwarzwald hat man ja eh nix zu sehen, da alle in Freiburg geschieht. Geht doch mal etwas aufs Land. Auch dort gibt es Mord, Erpressung und Totschlag etc. …“):
    Die ersten beiden Schwarzwald-Folgen (´Goldbach´, `Sonnenwende´) spielten vorwiegend im ländlichen Raum, waren m.E. aber ziemlich zäh/schwach, die 5. Folge (´Rebland´) spielte im gemischt-ländlichen Bereich und war m.E. aufgrund der Thematik und tlw. der Schauspieler recht gut.
    –> Es gab also durchaus schon 3 (von 8) Folgen aus dem ländlichen Bereich des Schwarzwalds!

    @Maria: Ihre Frage wird in den letzten 10 Minuten der Folge geklärt (da waren Sie ja lt. eigener Angabe schon in Morpheus Armen ;-)): Die „Knastschwester“ hat beim Verleger geputzt. wollte diesen mit gelesenen Infos aus dessen Kalender über Schwarzgeld-Zahlungen erpressen. Das ist dann eskaliert (und sie hat mithilfe ihres – anonynm bei der Polizei anrufenden – Gatten Sara die Schuld in die Schuhe geschoben …


  • SenioreM • am 17.2.22 um 15:15 Uhr

    Hier sind die Kommissare noch menschlich, rennen nicht in irgendwelchen Designeranzügen rum, brauche nicht jeden Fall ein neuen super Oldtimer, behanden die Verdächtigen mit Respekt. Mir hat es gefallen


  • Gulo • am 18.2.22 um 2:27 Uhr

    Ein spannender Fall mit einer großartigen Hauptdarstellerin. Auch, dass man mal nicht mit den Privatdramen der Ermittler belästigt wird, wie das ja sonst bei zeitgenössischen Krimis Pflicht zu sein scheint, fand ich sehr angenehm (außer ein bißchen Hundekot am Schuh ;)


  • slice me nice • am 18.2.22 um 17:13 Uhr

    PS: Generell kann ich das Team Tobler/Berg ganz gut leiden – die nächste Folge wird hoffentlich wieder besser.


  • TheOriginalKetzer • am 19.2.22 um 0:34 Uhr

    Kurz und knapp: Bisweilen ein unterhaltsamer TO, aber für 3 oder mehr Sterne einfach zu überladen mit Fehlern und Klischees.

    Etwas ausführlicher: Mir gefiel die insgesamt beschauliche Erzählreise durchaus gut, dezenter Anteil an Action, strukturierte Ermittlungsarbeit. Dennoch sind wieder, wie mittlerweile in jedem TO, etliche handwerkliche Fehler dabei, wie z.B. die Sache mit dem Smartphone, nach ca. 4jähriger Haft sollte man immer noch up to date sein, oder man war es vorher auch schon nicht. Die Basisfunktionen und Apps sollte man aber immer noch auf dem Schirm haben. Die Amstbutze samt Ausstattung und drittem Mann, könnten auch glatt aus Endneunziger Anfang 2000er stammen, Internetprobleme inkl., fehlte nur noch die AOL-CD.
    Viel schlimmer finde ich aber, dass es auch in „Saras Geständnis“ zu viel Klischees und Überzeichnungen gibt. Da ist der empathielose, rotzfreche und staatshassende Punk und der ist immer so, egal wer ihn spielt und in der einen Action-Szene muss die Tobler sich dann bei der Verfolgung auch noch eine fangen, natürlich weil sie klar gegen die Regeln der Eigensicherung arbeitet, der Verfolgte, der Punk, liegt anscheinend verletzt am Boden, Tobler erreicht ihn als erste und statt auf ihren Kollegen zu warten und den Verdächtigen dabei mit gezogener Waffe zu beaufsichtigen. Kriegt sie eins in die Fresse, weil sie ihn in Achten legen will und sich dabei, laut Drehbuch, auch noch besonders ungeschickt anstellen muss.
    Und auch die Klischees rund um die Verurteilte Sara und die Verhöre Saras durch den unsympathisch gezeichneten Bauder sollen Lücken schließen, die Buch und Regie verantworten müssen. Dazu noch mein heruntergeklappter Unterkiefer als der Titel des TO auf den Tisch kam, mit einigen Tagen Abstand hätte vermutlich jeder das Geständnis widerrufen, spätestens vor Gericht hätten berechtigte Zweifel an der Täterschaft aufkommen müssen. Die ganze Folge wirkte nicht wie aus einem Guss, sondern als wenn zu viele Köche den zu dünnen Brei an die Wand nageln wollten. Und um das Desaster zu kaschieren schmeißt man einfach etwas Zucker und Zimt hinterher……ein bisschen Verschwörungsgedöns kommt über das Opfer ins Spiel, passenderweise ein pensionierter Polizist. Dazu noch eine Prise Gaffertum inkl. dem social media shitstorm um konstruierte Polizeigewalt, übrigens eine wirklich ganz schlimme Szene, wie kann man sich als Darsteller und als Regie mit so etwas zufrieden geben? Hashtag , Oh mei Göttle.
    Um das schreckliche Gesamtbild abzufucken muss natürlich noch der böse Vorarbeiter ins Spiel genommen werden, wenigstens einer der sich dem Thema Sex widmet, in diesem Fall gegen den Willen der Sara.
    Die Beziehungen zu ihrer Tochter und ihrer besten Freundin und Fastliebhaberin/partnerin(?), den beiden eigentlichen Stützen nach ihrer Entlassung spielen auch nur eine ablenkende Rolle, denn so ist der Weg frei eine absurd konstruierte Räuberpistole rund um das nette und durchtriebene Asi-Pärchen von nebenan zu spinnen, Seemansgarn ist dies Jahr aus, das wurde alles schon hier versponnen, bei den Landratten.

    Selbstredend hat auch ein jeder, außer den Polizisten, Dreck am Stecken, „Frieda“ Berg allerdings Kacke unterm Schuh und das man Hundekot nicht rückstandsfrei bzw. gestankfrei aus neuen Sohlen bekommt, halte ich für ein Gerücht, passt aber in so einen versemmelten TO, wie Faust auf Eimer. Auch der Käufer des Verlages ist nicht ganz sauber, die Phrasenwickelmaschine in den Katakomben der ARD stöhnt vor Pain und Scham bei ~“Aber meine Frau darf nichts davon wissen!“….denn *großer Tusch*: Sartei hat mit Sara geschnackelt, in diesem Fall wohl mit ihrem Einverständnis, denn sie war ja vor der Haft ein It-Girl-Party-Teppich-Besenkammer-Luder und statt sie (möglicherweise) zu entlasten, hält er das vermeintliche Gentleman-Motto hoch und das Niveau dieses TO niedrig.
    Ja, im echten Leben gibt es tatsächlich ähnliche Verwicklungen und Fälle, aber hier im TO-Ländle da wirkt das eben zu konstruiert und wenn das eine improvisierte Live-Nummer gewesen wäre, hätte man dem Stichwortgeber nicht einmal einen Vorwurf machen können, aber die ARD legt offenkundig keinen großen Wert auf Inhalte, man pusht bekannte und funktionierende Formate ohne Erfolgsdruck zu haben, die Einschaltquoten sind eh nur hochgerechnet und in gewisser Weise laufen die Öffis ja außer Konkurrenz mit, feiern und beweihräuchern sich selbst und werden von allen Haushalten mitfinanziert, ohne Risiko und ohne Verantwortung übernehmen zu müssen, oder gar Konsequenzen zu fürchten. Die Marke Tatort erleidet seit Jahren einen Mini-Schlaganfall nach dem nächsten, zu fett, zu süß und zu wenig Bewegung, dafür aber Sex, Drugs and R`n´R, der Patient vegetiert meist sabbernd vor sich hin, ab und an hat er einen großartigen Flashback, danach sind der Kater und die Depression aber um so schlimmer und das Format leidet unter dem Overkill an Teams und Fällen und vor allem der Verwicklungen der Ermittler. Ich fürchte aber, das man seitens der Verantwortlichen nicht auf mehr Qualität setzen wird, sondern auch noch den Freitag Abend als zusätzlichen Sendeplatz im Auge hat, dann könnte man ja jährlich doppelt so viele Folgen abdrehen und ausstrahlen…

    PS: Ich denke, die Verantwortlichen dieser Seite sollten die Seite bitte dringend überarbeiten. Die unzähligen Kommentare die rein gar nichts mit dem TO zu schaffen haben (hier auf Saras Geständnis werfen Leute anderen etwas vor, was sie im selben Satz perfekt „vorleben“; liest man das nicht noch einmal durch, vor „Abschicken“?) , die Vorabbewertungen und auch die Tatsache, dass Folgekommentare immer mit mindestens einem Stern(Und Sternkorrektur immer noch nicht möglich, editieren der Beiträge auch nicht) versehen werden müssen, machen das Ganze hier mittlerweile teilweise unbrauchbar als Fanseite. Auch finde ich das neue Format der „Redaktionsmeinung“ wenig kreativ, liest sich seit dem Wechsel eher wie Klappentexte aus der PR.


  • IraTena • am 20.2.22 um 11:37 Uhr

    So, nachdem ich den Tatort in der Mediathek geschaut habe:
    Solide inszeniert, mit netten Ermittlern und einer interessanten Story.
    Ich schätze sehr die Vielfalt der TO/PR-Teams, und diese Beiden sind für mich so die Normalos. Deren Unaufgeregtheit, natürliche Unterhaltungen und Empathie funktioniert super. Sicher gibts Flotteres und Spannenderes, ist aber auch schön mal sowas wie das hier zu sehen.


  • Onkel • am 20.2.22 um 22:23 Uhr

    @TheOriginalKetzer
    Bin beeindruckt, sehr sogar, über Ihren nicht nur längsten, sondern auch mit Abstand sprachlich originellsten Beitrag hier.


  • Erwin • am 22.2.22 um 18:09 Uhr

    Mir hat dieser Tatort wirklich sehr gut gefallen. Genauso , ruhig erzählt, spannend ohne unnötigem Grusel, gut eingebettet in Stadt und Land, ermittlungstechnisch nachvollziehbar, so sollte ein Tatort sein!
    Vier Sterne für gute Unterhaltung!!

    (5 Sterne hebe ich mir immer noch auf! Wenn mal ein richtiger Super-TO kommt! 😉 )


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