Tatort Folge 1253: Der Mann, der in den Dschungel fiel



Stan Gold: Literaturstar oder Hochstapler? Kniffliger Fall für Thiel und Boerne

Ein Tatort ohne Leiche? Nun ja, in Münster ist alles möglich, und deshalb geht es für das ungleiche Duo Thiel und Boerne in ihrem 44. Fall zunächst nicht um die Aufklärung eines Mordfalls, sondern um die Verhinderung eines Attentats auf Stan Gold (Detlev Buck), den gefeierten Autor und ersten Stadtschreiber von Münster. Nach einer allergischen Attacke auf Gold mithilfe von Bienengift muss Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl) davon ausgehen, dass jemand seinem ehemaligen Mitschüler nach dem Leben trachtet. Doch Stan Gold alias Hotte Koslowski, der mehrere Jahre im südamerikanischen Dschungel zugebracht hat, verwickelt sich immer mehr in Widersprüche, während Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) dem Charme von Golds Agentin verfällt …
Die Dreharbeiten für den neuen Tatort Münster „Der Mann, der in den Dschungel fiel“ mit Gaststar Detlev Buck in der Titelrolle fanden vom 28.02. bis zum 29.03.2023 in Münster und Köln statt. Die TV-Premiere ist am Sonntag, den 10.12.2023 um 20:15 Uhr im Ersten Programm der ARD.
Fun Fact für alle Münster-Fans: Bereits in der Tatort-Folge 867 „Summ, summ, summ“ spielte Bienengift eine tödliche Rolle.

Inhalt der Tatort-Folge „Der Mann, der in den Dschungel fiel“

Aus dem Dschungel auf die große Bühne: Rückkehr des verlorenen Sohns

Es ist ein großer Tag für Münster: Erstmals wird in der westfälischen Metropole der Stadtschreiber-Preis verliehen, gestiftet von Prof. Karl-Friedrich Boerne höchstpersönlich. Mehr noch: Der allseits geschätzte Pathologe stellt dem auserwählten Literaten seine exklusive Eigentumswohnung in bester Lage am Prinzipalmarkt zur Verfügung, auf dass die Edelfeder in diesem inspirierenden Ambiente von der Muse geküsst werde – und sich die Kapitalanlage des Professors auf diese Weise und mithilfe der zahlungskräftigen Steuerpflichtigen Münsters amortisieren möge. Der erste Preisträger ist kein Geringerer als Stan Gold, ein verlorener Sohn der Stadt, der jahrelang im Dschungel Paraguays verschollen war und sein Leben inmitten eines indigenen Stamms nun literarisch verarbeitet hat. Titel seines Meisterwerks wie auch dieses WDR-Tatorts: „Der Mann, der in den Dschungel fiel“. Während also der stolze Preisstifter in gewohnter Bescheidenheit und Selbstironie seine Laudatio auf Gold hält, empfindet Kommissar Frank Thiel – von Boerne gerne mal als „Kulturbanause“ beschimpft – den ganzen Popanz als lästige Pflichtveranstaltung und fiebert gedanklich schon dem Lokalderby seines Lieblingsvereins St. Pauli entgegen – wenigstens eine günstige Gelegenheit, diesem Schaulaufen der Eitelkeiten frühzeitig zu entfliehen. Und der gefeierte Literaturstar Stan Gold ist für Thiel immer noch der in jeder Hinsicht ziemlich mittelmäßige Hotte Koslowski, mit dem der Kriminalist in Jugendjahren die Schulbank in Münster gedrückt hatte, bevor es seine Familie an die Elbe verschlug.

Schock für Stan: Attacke mit Bienengift

Doch die Ablenkung durch Fußball nützt nichts – Thiel begegnet Stan Gold schneller wieder, als es ihm lieb ist. Kurz nach der Gala erleidet der frisch gebackene Stadtschreiber in seiner Garderobe einen allergischen Schock, ausgelöst durch ein Bienengift, wie Alberich feststellt. Nur in allerletzter Minute gelingt es Boerne, das Toxin unschädlich zu machen und Golds Leben zu retten. Wer aber könnte es auf den Rückkehrer aus der Wildnis im TV-Krimi „Der Mann, der in den Dschungel fiel“ abgesehen haben? Vielleicht Jürgen, Hotte Koslowskis einstiger Nebenbuhler, mit dem er um die Gunst von Gisela gewetteifert hat? Hotte und Gisela waren und sind füreinander bestimmt, daran hat Stan Gold bis heute keinen Zweifel, doch gerade als Gisela mit ihrer gemeinsamen Tochter Emilia schwanger war, verschwand Hotte nach einem Flugzeugabsturz für viele Jahre in Südamerika. Damals war der solide Apotheker für Gisela der Retter in der Not. Aber jetzt? Fürchtet der biedere Jürgen, Gisela könnte sich vom glamourösen Charme des Abenteurers Stan Gold um den Finger wickeln lassen? Als Pharmazeut weiß er jedenfalls, wie man Bienengift zusammenmischt.

Pablo und Stan: Jäger und Gejagter?

Stan jedoch hat jemand anderen im Visier. Er ist sich sicher: Der gefürchtete Pablo ist hinter ihm her – ein Guerillakrieger, der keinen Spaß versteht. Bis er es sich mit ihm verscherzt hat, hat der unfreiwillige Aussteiger gute Geschäfte mit Pablo gemacht, vor allem lukrative Waffendeals. Obwohl er an seinem einstigen Schulkollegen zweifelt, klingt die Geschichte für Thiel glaubwürdig, vor allem, als eines Nachts auf ihn und Stan geschossen wird, als sie gerade auf dem Balkon der Stadtschreiber-Wohnung stehen. Für den Kommissar ist spätestens jetzt klar: Stan schwebt in Lebensgefahr, und er muss unbedingt an einen sicheren Ort gebracht werden, denn hier sind Profis am Werk.

Ein Mord im Safe House – und nichts ist mehr sicher

Kurzerhand wird Stan Gold evakuiert, und zwar in das idyllisch gelegene Landhaus, in dem sein Verlag regelmäßig Poeten einquartiert, die in vollkommener Abgeschiedenheit möglichst schnell ihren nächsten Bestseller zu Papier bringen sollen. Genau das will justament auch Karl-Friedrich Boerne. Sabina Kupfer, die charmante und energiegeladene Agentin Golds, sieht in dem kultivierten Rechtsmediziner jedenfalls schon den nächsten Star am Literaturhimmel und will seine True-Crime-Storys am liebsten bis nach Hollywood vermarkten. Doch als Thiel in Vadderns Taxi mit Hotte Koslowski und zwei LKA-Beamten im Schlepptau an der einstigen Wirkungsstätte der westfälischen Nationaldichterin Annette von Droste-Hülshoff eintrifft, braucht Boerne nicht mehr auf den Musenkuss zu warten. Mit der Ruhe ist es vorbei. Ab jetzt lebt er zusammen mit seinem „Schriftsteller-Kollegen“ in einem polizeilich streng bewachten Safe House. Wie (un)sicher es an diesem Ort tatsächlich ist, zeigt sich jedoch erst, als es im Tatort „Der Mann, der in den Dschungel fiel“ doch noch eine Leiche gibt – und sich Thiel und Boerne fragen müssen, was an dem rätselhaften Stan Gold überhaupt echt ist.

Videos zur Produktion

XL Trailer



ORF Trailer



ARD Trailer



Outtakes



Tatort-Kritik

Die Redaktion von Tatort-Fans meint:
Es ist mal wieder eine ziemlich skurrile Story, fast schon eine Krimipersiflage, die uns das Team aus Münster diesmal präsentiert. Dass die Handlung auf dem schmalen Grat zwischen Krimi und Komödie dennoch nie ins Lächerliche kippt, ist eindeutig dem kongenialen Zusammenspiel des „Trios Infernale“ Prahl, Liefers and the one and only Detlev Buck (in seiner Paraderolle!) zu verdanken. Einfach nur 90 Minuten pure Spielfreude, die den Zuschauer in ihren Bann zieht und bestens unterhält.

Besetzung

Hauptkommissar Frank Thiel – Axel Prahl
Rechtsmediziner Prof. Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne – Jan Josef Liefers
Rechtsmedizinerin Silke „Alberich“ Haller – ChrisTine Urspruch
Staatsanwältin Wilhelmine Klemm – Mechthild Großmann
Kriminalassistent Mirko Schrader – Björn Meyer
Herbert „Vadder“ Thiel – Claus D. Clausnitzer
Hotte Koslowski alias Stan Gold – Detlev Buck
Sabina Kupfer – Eva Verena Müller
Gisela – Nicole Johannhanwahr
Jürgen – Thomas Fehlen
Oberbürgermeisterin – Nicola Gründel
Bernhard Henckel – Ralf Drexler
u. v. a.

Stab

Drehbuch – Thorsten Wettcke
Regie – Till Franzen
Kamera – Timo Moritz
Szenenbild – Simon Schläger
Kostümbild – Anne Jendritzko
Ton – Erik Seifert
Montage – Nils Landmark
Maske – Nicole Masztalerz, Jennifer Porscheng
Casting – Marc Schötteldreier
Musik – Andreas Weidinger
Herstellungs- und Produktionsleitung – Anja Firmenich
Produktionsleitung (WDR) – Oliver Wißmann
Produzentin – Jutta Müller
Redaktion – Sophie Seitz


82 Meinungen zum Tatort Folge 1253: Der Mann, der in den Dschungel fiel

  • waiMS • am 10.12.23 um 18:27 Uhr

    Nachdem ich die Premiere von „Der Mann, der in den Dschungel fiel“ im Cineplex Münster erlebt habe, möchte ich meine Eindrücke teilen. Die Folge ist ein typisches Münsteraner Tatort-Erlebnis: eine geschickte Kombination aus Spannung und Humor. Das Zusammenspiel von Axel Prahl und Jan Josef Liefers, ergänzt durch die unverwechselbare Präsenz von Detlev Buck, macht diese Episode besonders sehenswert.

    Die Handlung, die sich um einen mysteriösen Fall mit Stan Gold dreht, bleibt bis zum Ende fesselnd. Besonders beeindruckend war, wie die Episode trotz ihres außergewöhnlichen Plots nie die Balance zwischen Krimi und Komödie verliert, was eine seltene Kunst im deutschen Fernsehen ist.

    Insgesamt war es ein unvergesslicher Abend, der die Qualität und den Charme des Münsteraner Tatorts unter Beweis stellte. Diese Folge ist ein Muss für alle Tatort-Fans und ein Beispiel dafür, wie das Format immer wieder überraschen und begeistern kann.


  • Pumpe • am 10.12.23 um 18:35 Uhr

    @waiMS
    waren wir in der gleichen Premiere am Mittwoch? Ich sehe es anders:

    ‚Der Mann, der in den Dschungel fiel‘. Klingt wie der Titel eines Buches, das man im Urlaub liest und dann im Hotelzimmer vergisst. Die Story war, wie soll ich sagen, kreativer als meine Ausreden beim Finanzamt. Hauptkommissar Thiel und Professor Boerne, die zwei ermitteln wie immer mit mehr Witz als ein Karnevalsverein. Aber manchmal dachte ich mir: Sind das jetzt Kommissare oder die Hosts einer Late-Night-Show?

    Die Handlung war so verworren, ich brauchte mehr Konzentration als beim Zusammenbau eines IKEA-Schrankes. Und der Plot mit Stan Gold, der war so überdreht, da dachte ich, das Drehbuch wurde auf einem Karussell geschrieben.

    Aber mal ehrlich, ich mag die beiden. Selbst wenn der Krimi mehr Löcher hatte als meine Lieblingssocken, die Unterhaltung war top. Nur, ich würde mir wünschen, dass sie das nächste Mal vielleicht einen Fall lösen, der nicht klingt wie die Inhaltsangabe eines Groschenromans, den man im Wartezimmer eines Zahnarztes findet.“


  • HerrBert • am 10.12.23 um 21:00 Uhr

    Null Sterne
    Möchte mir diesen Klamauk nicht weiter ansehen, wünsche aber allen Münsteraner Fans noch viel Spaß.
    Für mich ist das Schwachsinn, deshalb werde ich jetzt etwas für mich sinnvolles machen: Ich backe einen weihnachtlichen Mandelkuchen. Salve


  • Thomas • am 10.12.23 um 21:23 Uhr

    wer ist für so viel Unsinn verantwortlich und warum stoppt keiner die Anfänge einer solchen Produktion bzw. gibt dies sogar noch zur Ausstrahlung frei.


  • Herbert • am 10.12.23 um 21:23 Uhr

    Das hat mit Tatort wirklich nicht mehr zu tun. Der größte Klamauk von Münster. Werde demnächst den Sonntagabend für etwas sinnvolleres nutzen. Das Fernsehgeld nicht wert.


  • Max • am 10.12.23 um 21:28 Uhr

    bin normal ein Fan von Thiel, Boerne und Alberich, leider sehr enttäuschend, nicht witzig wie sonst, hoffe dir nächsten werden wieder besser


  • Irmi • am 10.12.23 um 21:31 Uhr

    Was für ein Klamauk ohne Worte wie kann man so einen Mist produzieren


  • Gast Kemal • am 10.12.23 um 21:32 Uhr

    Oh nein, meine innere Monk-Persönlichkeit würde gerade wohl einen Herzinfarkt erleiden! Straßenschuhe auf dem Bett und dann auch noch das frische Bettzeug aufziehen? Das ist ja fast so, als würde man Kaffee aus der Teetasse trinken oder Zahnpasta aufs Toastbrot schmieren! Ein Albtraum für diejenigen unter uns, die die Ordnung und Sauberkeit lieben. Aber hey, ab und zu ein kleiner Bruch mit den Regeln kann auch mal erfrischend sein, oder? 😉


  • Michael Schöne • am 10.12.23 um 21:39 Uhr

    Das Letzte, …Hunde abknallen !!!
    abartig, … abgeschaltet, …nur noch zum Kotzen…..🤮🤮🤮


  • Andy • am 10.12.23 um 21:39 Uhr

    Heute schafft selbst der Münster Tatort ein absolutes Tief der Reihe. Man merkt den Darstellern selber an, das diese Episode null Spass gemacht hat. Bin noch vor dem Schluss ausgestiegen.


  • Thorsten • am 10.12.23 um 21:46 Uhr

    jetzt werden auch noch Hunde erschossen……so eine komplett beschissene Story.


  • Winfried Vorbeck • am 10.12.23 um 21:46 Uhr

    Fürchterlich langweilig, nicht mal lustig und sehr vorhersehbar. Lediglich die letzten 10 Minuten waren leidlich interessant.


  • Vero • am 10.12.23 um 21:46 Uhr

    Mühsamer Schwachsinn.


  • DramaturgenFrau • am 10.12.23 um 21:48 Uhr

    Rein intuitiv: Dröger und langweiliger Anfang, es plätschert auch weiterhin alles so vor sich hin, die Witze sind lasch – allein Detlev Buck ist ein Grund zuzusehen. Der Münster-Tatort ist „auserzählt“, wie das im ARD-Jargon so heißt.


  • Der Fremde • am 10.12.23 um 21:52 Uhr

    @HerrBert hat um 21:00 Uhr die richtige Entscheidung getroffen, gratuliere! ;-)
    (0 Sterne)


  • Attila • am 10.12.23 um 21:52 Uhr

    Ja, typisch Münster, klar. Aber, an Münster gemessen, war es ganz in Ordnung, mit wenigen Problemen, der Krimifall ist nicht unter Klamauk verloren. Tolle Unterhaltung für den Sonntagabend.
    4 Sterne
    ****


  • franjo • am 10.12.23 um 21:53 Uhr

    Für mich der schlechteste Münsteraner Tatort ever.Ohne Witz und Verstand.Ein mieses Drehbuch und ein schlechtes Casting.


  • KürbisHoko • am 10.12.23 um 21:53 Uhr

    Man hätte Börne als eine Miniatur-Version von Benko weiter ausbauen können.


  • Julika • am 10.12.23 um 21:56 Uhr

    Die Redaktion von Tatort-Fans scheint immer andere Filme zu sehen als ich. „Pure Spielfreude, die den Zuschauer in ihren Bann zieht.“ Dieser Satz ist unterhaltsamer als der ganze Tatort.


  • Thorsten • am 10.12.23 um 21:57 Uhr

    Welche dubiosen Dschungeldrogen hat der Drehbuchschreiber wohl konsumiert?


  • Mondgrundstück • am 10.12.23 um 21:59 Uhr

    Ich bevorzuge normalerweise Münster, aber das heutige Spiel empfand ich als äußerst eintönig. Als Koslowski zum zweiten Mal „Ich bin halt ein Dschungelkind, schluchz“ sagte, wurde mir bewusst, dass seine Aussagen nicht glaubwürdig sind. Obwohl ich mich nicht für besonders scharfsinnig halte, fand ich das Spiel sehr schleppend und langatmig. Ich überlegte mehrmals, ob ich abschalten sollte, und dachte mir jeweils, dass es ja nur noch 30, dann 20, schließlich nur noch 10 Minuten sind. Letztendlich war ich es selbst, der sich das angetan hat.


  • Franky1975 • am 10.12.23 um 22:05 Uhr

    Habe mich schon ewig auf den Tatort aus Münster gefreut. Was ich heute gesehen habe, war mit Abstand der schlechteste und schwachsinnigste Münsteraner aller Zeiten! Keine Spitzfinidigkeiten, Null Humor den man sonst von Börne & Thiel, Alberich & Staatsanwältin kennt……für mich das grottenschlechteste Drehbuch/Autor und Verschwendung öffentlicher Gelder!!!!!


  • Henning • am 10.12.23 um 22:06 Uhr

    Eine One-Man-Show von Detlev Buck, der als Regisseur wegen des letzten „Bibi und Tina“-Films in meiner Achtung gesunken war. Hier agiert er als Schauspieler und er drückt einem Film seinen Stempel auf, bei dem ich bis zum Schluss wissen wollte, was jetzt eigentlich Sache ist. 4 Sterne dafür. Dass allerdings Boerne in seinem Buch Thiel so schlecht als „begriffsstutzig“ wegkommen lässt, ist wenig glaubhaft, schließlich hat der ihm im Laufe der Geschichten so manches Mal das Leben gerettet.


  • harry zet • am 10.12.23 um 22:07 Uhr

    einer der besten tatorte ever und der deutsche michel verbreitet schlechte laune, mief und schlechte bewertungen. tolle dialoge, klasse handlung dazu noch augenzwinkernde ironie, kein wunder dass das forum tobt. schaut euch weiter tatorte mit der knallcharge nick tschiller an, geht in den keller lachen, aber lasst den normalen leuten ihren spaß


  • Hanz W. • am 10.12.23 um 22:08 Uhr

    Ein Schmarren. Das wäre ja typisch für Münster. Ein fader Schmarren ist es eher nicht. Ja, die Figur Hotte war ganz nett, wenn auch bei weitem nicht so pointiert, wie es die Vorberichte haben erwarten lassen. Und ja, die letzten 10 Minuten waren ganz amüsant. Möglicherweise sollte ja mit dieser „Mythomania“ eine Art selbstironische Ebene eingezogen werden mitsamt der Zitate aus früheren Münster-Tatort. Falls ja, ist auch das krachend gescheitert. So was Ähnliches haben sie schon weitaus besser hingekriegt.
    Ich habe Münster ja sehr oft etwas abgewinnen können, aber das heute war dann doch arg magere Kost, fad eben. Es liegt bestimmt an mir, aber seit geraumer Zeit bekomme ich den Verdacht nicht los, dass Münster immer schwerer zünden will. Vaddern, Klemm … oft echt Garanten für viel Spaß, gerade als sidekicks: bemüht, gequält, langweilig in einem Drehbuch mit sehr wenig Esprit und kaum Witz. Zwei von fünf Sternen.

    **


  • spiderman916 • am 10.12.23 um 22:09 Uhr

    Ich verstehe die schlechten Kritiken kurz nach dem Ende überhaupt nicht. Mir hat der Tatort sehr gut gefallen, offenes Ende bis zum Schluß mit einer Prise von Hercules Poirot/Agatha Christie-Aufklärung. Grandios Detlev Buck, ansonsten wurden alle Charaktere toll besetzt und umgesetzt. Viel Humor ohne klamaukisch zu sein runden diesen Tatort ab. Die Erschiessungen der Hunde wurde explizit nicht gezeigt, aber Leute, die leben aktuell bestimmt immer noch….


  • BK • am 10.12.23 um 22:20 Uhr

    Wie weit geht jemand für den Ruhm? Was an dem, das zum Ansehen verhilft, ist wahr?
    Unter anderem diesen Fragen begegnete dieser Tatort, der durch das Legen falscher Fährten an Komplexität gewann, durch Humor auflockerte und die Spannung zugleich bis zum Ende hielt.
    Für diesen kreativen, gelungenen Tatort sowie die hervorragende Schauspielkunst sind 5 Sterne das mindeste!


  • Karin L. • am 10.12.23 um 22:34 Uhr

    Münster war mal eine Bank.
    Mit Betonung auf war.

    Die letzten Folgen auch aus der westfälischen Metropole haben immer mehr abgebaut und heute ihren jetzigen Höhepunkt gezeitigt.

    Aber immerhin hält die Tatort-Flaute in grandioser Regelmäßigkeit ihre Richtung.

    Die Tatort-Artefakte des abgelaufenen Jahrgangs schreiben überwiegend betrachtet von Januar bis Dezember eine einzigartig negative Geschichte in der über 50-jährigen Historie der Reihe.

    Auf das Gesehene noch näher einzugehen, lohnt einfach nicht.

    Mir tun nur die Schauspieler inklusive Detlev Buck leid, die versuchen müssen, einer drehbuchmäßig dahinsiechenden Leiche eventuell doch noch ein klein wenig Leben einzuhauchen.


  • Der Fremde • am 10.12.23 um 22:35 Uhr

    @Hanz W.:
    Ja, die sog. „Mythomania“ ist mir auch aufgefallen. Neben dem offensichtlichen Querverweis auf den Bienenstich in „Summ, Summ“ natürlich auch das blauhaarige Mädchen a la „Fangschuss“. Das – ordinär sprechende – Mädchen im heutigen TO stellt aber wohl eher eine armselige Gestalt im Vergleich mit der damals ziemlich mitreissenden Janina Fautz dar …


  • Survival of my live • am 10.12.23 um 22:36 Uhr

    Es scheint, als hätten Sie eine besondere Vorliebe für den „Tatort“ aus Münster, trotz oder vielleicht gerade wegen seiner zunehmend skurrilen und kafkaesken Wendungen. Die Charaktere und die einzigartige Stimmung der Serie scheinen einen bleibenden Eindruck bei Ihnen hinterlassen zu haben. Es ist schön zu hören, dass Sie trotz der ungewöhnlichen Entwicklungen in der Serie weiterhin Freude am Zuschauen finden. Solche Serien können eine wunderbare Abwechslung und ein spannendes Unterhaltungserlebnis bieten.


  • Blatz • am 10.12.23 um 22:43 Uhr

    Genau in dem Moment, als ich den Tatort als eher mittelmäßig empfand, nahm die Handlung eine unerwartete Wendung zum Besseren. Besonders bemerkenswert war die Szene, in der die grünhaarige Frau die Staatsanwältin nach ihrer Geschlechtsidentität befragte.

    Angesichts des Alters von Mechthild Großmann, die bereits 74 Jahre alt ist, befürchte ich, dass sie bald in den Ruhestand gehen könnte. Ihr Ausscheiden würde für mich zweifellos eine Lücke hinterlassen.

    Insgesamt betrachtet war dieser Tatort doch recht ansprechend. Die Geschichte erinnerte an Karl May, und ich vermute, dass Diskussionen über ihn die Inspiration für das Drehbuch lieferten. Zudem hatte die Handlung eine Art Hitchcock-Twist, was meines Erachtens eine Neuheit für den Tatort darstellt.


  • Jutta • am 10.12.23 um 22:47 Uhr

    Ist Thiel tot? Allerdings lag der Kopf nicht auf dem Boden. Da war ich gleich gebannt. Die ewigen Geschichten von Hotte klangen schon sehr gelogen 🤥, aber dennoch könnte es ja so gewesen sein. So einen Lügenbaron kennt doch jeder. Manchmal gibt es sie auch in weiblich.
    Münchhausen ist allen bekannt. Mich fasziniert, wie man sich von solchen Menschen etwas erzählen lässt und genau weiß, dass wieder gelogen wird. Selbst Vaddern glaubte die Geschichte mit dem Gras auf Kommission und der verunglückten Mutter von Hotte. Der Nebenstrang mit den Hunden und den schiesswütigen Partnerinnen als Lösung für aggressive Partner fand ich nicht besonders nachahmenswert.
    Aber diese Lügenbarone sind wirklich so krank, dass sie es nicht merken, wenn ihre Hirngespinste -von klugen Köpfen inszeniert- plötzlich real werden.


  • todholz • am 10.12.23 um 22:50 Uhr

    „Also, Freunde, ich sag’s euch: Ich hab mir den Tatort aus Münster reingezogen, und ich muss sagen, das war schon ein bisschen wie Achterbahnfahren im Dunkeln – man weiß nie so recht, was als Nächstes kommt. Die Story war irgendwie so zusammengeschustert wie die Gedichte, die ich in der dritten Klasse geschrieben hab. Und dann dieser Twist mit dem Kommissar – ich dachte, ich gucke ’ne Episode von ‚Verwirrte Zeiten‘. Ich mein‘, das Team da ist klasse, das ist wie eine gut geölte Dönermaschine, aber die letzten Folgen? Die waren so spannend wie ein Sonntagabend bei den Schwiegereltern. Echt schade, ich hatte mir mehr erhofft – wie immer, wenn ich mir vornehme, früh schlafen zu gehen und es dann doch nicht tue.


  • Der Fremde • am 10.12.23 um 22:57 Uhr

    @Blatz („… die Szene, in der die … Frau die Staatsanwältin nach ihrer Geschlechtsidentität befragte“):

    Das war natürlich eine Anspielung an die Münster-Folge „Zwischen den Ohren“, als Fr. Klemm beim „Pullover-Auszieh-Sex-Test“ gnadenlos scheiterte (diese Szene damals war übrigens ein Bsp. von tatsächlich gelungenem Münsteraner Humor!) …


  • Hschl • am 10.12.23 um 23:00 Uhr

    „Ach, weißte, Detlev Buck, den halten ja alle für’n großen Macker im Filmgeschäft. Ich sach dir: Mit seinen Filmen, wie zum Beispiel ‚Rubbeldiekatz‘, kann ich so viel anfangen wie mit ’nem Kühlschrank in der Sahara. Und jetzt der Tatort? Also echt mal, das war doch unter aller Kanone. Wenn der Buck da am Drehbuch geschrieben hat, dann sollten die ihm in Zukunft vielleicht lieber ’n Kugelschreiber statt ’ne Tastatur geben, weißte?

    Das war heute der reinste Schrott. Hatte mit Tatort so viel zu tun, wie ich mit ’ner Modelkarriere. Bei dem Titel hätte ich’s mir ja denken können. Völliger Müll! Da sitz ich zwei Stunden vorm Fernseher und hinterher denk ich mir: Horst, das war jetzt aber echt verschwendete Lebenszeit.

    Letzte Woche, in Köln, da war’s noch jut. Und heute? Da versucht schon wieder einer, ’ne lahme Ente als Rennpferd zu verkaufen.


  • Garbak • am 10.12.23 um 23:04 Uhr

    Hallo Fans,
    wenig Spannung – bis auf die 10 Minuten im Schluß.
    (Spoiler!)
    Ich habe Hotte relativ schnell duchschaut. Wenn man 15 Jahre im südamerikanischen Urwald war, bzw. ersatzweise 15 Jahre im südamerikanischen Knast, dann spaziert man nicht mit 130 kg Körpermasse durch die Gegend. Hinzu kommt, man erhält zwangsläufig Mangelerscheinungen, schlechte Zähne usw. Drum erschien mir diese Figur seltsam. Ich war 8 Monate bei einer ausländischen Armee. Verpflegung war befriedigend, jedoch verlor ich 10 Kilo. (Untergewichtig)
    Außerdem, der Abbruch sozialer Kontakte, keine eigene Sprache, hinterläßt, in der Heimat angekommen, eine wortlose Leere.

    Wie gesagt, der Schluß hat, meiner Meinung nach, für einiges entschädigt.
    Für Münsteraner 3/5, ansonsten 2/5 Sterne


  • Schneekalt • am 10.12.23 um 23:07 Uhr

    Also echt, Leute, ich bin immer noch am Grübeln… Aber klar, mein Dream-Team aus Münster, das ist ja eher ’ne Lachnummer als ein echter Tatort, wa? Aber der Schluss, Leute, der war der Hammer! Staatsanwältin Klemm, wat ’ne Show – erste Sahne! Die Story, naja, etwas schräg, muss man sich erst dran gewöhnen, aber trotzdem irgendwie spannend!


  • alter Fan ( tm ) • am 10.12.23 um 23:24 Uhr

    als Münster TO Liebhaber finde ich zwar auch : dieser gehört nicht unmittelbar zu den Spitzenreitern , aber als sooo schlecht kann man diese Ausgabe nun auch nicht gerade bezeichnen – sicher , die Handlung war stellenweise schon etwas in sich verstrickt und gestreckt – andererseits haben einen die Akteure durchaus wieder mal voll überzeugen können , nun führe ich keine Strichliste , was Lacher und Schmunzler anbelangt , ich glaub´das lag diesmal auch wieder im gewohnten Rahmen . Detlev Buck in seiner Rolle fand ich auch recht amüsant ; mir geht allerdings dieser damals grandios gespielte ABV in Leander Haussmanns legendärer Sonnenallee nicht mehr aus dem Kopf . “ Ausweis !!! „


  • DramaturgenFrau • am 10.12.23 um 23:27 Uhr

    Gibt es eigentlich eine ARD-Vorgabe, in Tatorten auf JEDEN Fall irgendwas Genderwokeartiges unterzubringen, egal, ob ernst oder verjuxt? Die vorgebliche Münsteraner Bürgermeisterin spricht in Genderstottersprech und die Mörderin mit den blauen Haaren redet was von toxischen Männern. Kann es sein, dass die Themenkiste für Drehbuchautoren für den Tatort auf jeden Fall immer ausgeschöpft werden muss? Es scheint so. Schon das allein macht den Tatort zur Lachnummer.


  • DramaturgenFrau • am 10.12.23 um 23:31 Uhr

    @BK
    Von welchen Sternen reden Sie? Hier werden keine Sterne vergeben. Auch nicht 7 von 10 Punkten wie bei Buß auf SPON.


  • Adabei • am 10.12.23 um 23:31 Uhr

    Wie gewohnt ein eher unrealistischer Münster-Tatort mit skurrilen Späßen. Jedoch fand ich die Komik diesmal etwas lau und insgesamt war der Tatort für mich leicht verwirrend und ohne richtige Spannung. Es gab schon bessere Tatorte aus Münster! Ich finde sie am besten, wenn sie spannend und realistisch sind mit „gebremster Skurrilität“, schräge Sprüche klopfend aber nicht übertrieben.
    2 von 5 Sterne.


  • Herbert von Karavan • am 10.12.23 um 23:52 Uhr

    Der Gag mit dem Gurgelkonzentrat war ja ein echter Brüller! Das hätte Fips Asmussen als Drehbuchator nicht besser gemacht. Dann diese wahnsinnig packende und spannende Handlung! ……
    …ähh, …merkt ihr selber, oder?
    Keine Sterne! Weder in Athen, noch sonst wo.


  • ERwin • am 11.12.23 um 1:01 Uhr

    Herr im Himmel, wat’n Stuss!

    So sagten wir früher in Münster, wenn etwas kompletter Blödsinn war. Nein, Thiel und Börne machen schon lange keinen Spaß mehr! Bleibt wohl nur noch der wohlverdiente Ruhestand, aber bitte ohne Bezüge.
    Mit der tollen Sendung TATORT hatte das kaum noch zu tun, und mit der Stadt, in der ich aufgewachsen bin, schon gar nicht.

    Einziger positiver Aspekt bleiben die bissigen Kommentare, die hier zu lesen immer Spaß machen!!

    Ceterum censeo… (Na, wer weiß es noch? Neun Jahre klassische ‚Bildung‘ am Paulinum machen sich ab und zu doch bezahlt!)

    Sorry, 0 🌟


  • A.C.K. • am 11.12.23 um 2:18 Uhr

    Ist es der Ernst der Weihnachtszeit, oder warum war dieser Münsteranertatort so unlustig? Ich wollte lachen, konnte aber nicht. Wenn der Tatort aus Münster jetzt auch noch ernst wird, wie alle anderen, dann schau ich lieber Uta Danella im ZDF! Da kann man wenigstens noch über den Drehbuchautor lachen!“


  • Wolfram • am 11.12.23 um 7:06 Uhr

    Eine Kommentatorin (DrammaturgenFrau) hier merkte an, der Münster-Tatort sei „auserzählt“. Dem stimme ich zu! Das Besondere am Münster-Tatort war immer die Spannung zwischen dem auch etwas marottenhaften Kommissar und dem narzisstisch-selbstverliebten Gerichtsmediziner. Der Humor ist über die Jahre zur Routine verkommen, geblieben ist bloßer Klamauk. Eine Geschichte, gleich welche, lebt von der menschlichen Präsenz ihrer Figuren, ihr geistiger Stempel, ihr Antlitz schafft die Atmosphäre, die das Interesse eines jeden Zuschauers bestimmt. Der Münster-Tatort braucht dringend einen neuen Pol, eine weitere Figur, die dem Geschehen mit eigenem Charakter neues Leben einhaucht. Die Provokationen der beiden bisherigen Protagonisten untereinander sind, wie beschrieben, auserzählt, es braucht eine neue (weibliche) Figur, vielleicht etwas tolpatschig, vielleicht erotisch auf ihre Art, überlegen und dadurch neuer Gegenpol im Verhältnis zum bisherigen „Duo“. Gegenwärtig wirken die Münster-Tatorte bemüht, wenn nicht abgeschmackt, und im konkreten Fall, war die Lügenverhaftetheit des „Kriminellen“ auch nicht mehr als ein fader Geck.


  • Mac, der Erste • am 11.12.23 um 8:27 Uhr

    Also ich habe mich köstlich amüsiert. Halt weniger Krimi als Komödienstadel. Allein die Anwesenheit von Boerne ist lustig. Und im Gutmenschenzeitalter, wo die meisten Witze wegen Diskriminierung ausfallen müssen, geht lustig doch noch. Bravo. Knappe vier Sterne.


  • Der Fremde • am 11.12.23 um 9:18 Uhr

    Nach Durchsicht der bisherigen Kommentare fasse ich zusammen:
    – Den meisten Usern hat der TO (eher) nicht gefallen
    – Einzelne fanden diesen aber trotz allem für gut

    Und genau das fasziniert mich an diesem Forum: das Spektrum der Meinungen ist sehr breit!
    Ich glaube, es gab noch nie einen TO/PR, den 100% der User:innen nur gut oder schlecht fanden. ;-)))
    So soll es m.E. bleiben!


  • Michael M. • am 11.12.23 um 9:21 Uhr

    Auch für mich war es der schlechteste Münsteraner Tatort ohne Witz und Verstand. Ein mieses Drehbuch und ein schlechtes Casting. Schade um die sinnlose Zeitverschwendung.


  • Thomas • am 11.12.23 um 9:42 Uhr

    Wahrscheinlich ist meine Erwartungshaltung anders. Von Münster-Tatorten erwarte ich keinen Krimi, nur seichte, lustige Unterhaltung. So war ich nicht enttäuscht. Die Story war teilweise absurd, um konstruierte Erklärungen zu liefern: dass der Allergiker sich selbst vergiftet, das Erschießen der Hunde….
    Aber ein paar gute Gags gab es schon. Und Detlev Buck war doch witzig in der Münchhausen-Rolle. Langweilig war mir nicht, es war insgesamt durchschnittlich.


  • arte-Versteher • am 11.12.23 um 11:11 Uhr

    Licht und etwas Schatten. Zuerst das Licht: Statt einer bloßen Aneinanderreihung von Schenkelklopfern setzt diese Münster-TO wieder auf ein klar durchdekliniertes Thema: Der Wichtigtuer und Aufschneider Boerne, der gerne seine eigenen großspurigen Heldengeschichten zum Besten gibt, trifft als Preisstifter auf einen, der ihn als Blender und Hochstapler locker toppt. Moral von der Geschicht: Jeder spinnt sich selbst sein Lebensnarrativ, und wer es im eigenen Groschenroman zu sehr übertreibt, verstrickt sich am Ende darin.

    Goldig (und von Eva Verena Müller sehr schön gespielt) fand ich die Seitenhiebe auf die Kulturbranche in Form der erfolgsgeilen Agentin, die zu Boerne passt wie Topf auf Eimer. Dabei wird der Film nie zur ätzenden Satire, er bleibt auf einer schwebend ironisierenden Ebene, man entschied sich für einen leisen, sich langsam entwickelnden melancholischen Grundton. Allerdings bleibt das übrige Münster-Personal stellenweise Staffage und wird nur zuweilen nur mit verbrauchten Gags wie Thiels flachen St. Pauli-Witzen etwas mühsam mitgeschleift. Wundervoll zeitgeistig dagegen: “San Sie überhaupt a Frau?”

    Leider wissen wir spätestens seit ”Im Schmerz geboren”, dass Reflektieren übers Erzählen an sich vom Sonntagskrimi-Publikum nicht goutiert wird. Hier war der Crash wohl vorprogrammiert. Dass er so vernichtend ausfällt, liegt wohl daran, dass inzwischen von vielen jede Munition gerne genutzt wird, um gegen Folgen abseits des Genre-Schemas scharf zu schießen. Ich finde das beschämend.

    Ich fand den TO sehr amüsant, ohne dass er mich großartig bewegt hätte. 4 Sterne.


  • Tom • am 11.12.23 um 12:30 Uhr

    Bin sonst nicht sehr kritisch und meine Toleranzschwelle ist sagen wir stabil, aber ich kann mich nur den Vorschreibern anschließen die es als Klamauk und unterirdisch bezeichnen. Schauspielerisch an der Untergrenze zum Laientheater und die Handlung, soweit vorhanden, so hanebüchen und an den Haaren herbeigezogen. Tut mir leid…unsehbar! Tatort (Münster) was ist aus dir geworden…?!


  • Diethard • am 11.12.23 um 12:39 Uhr

    Als jahrelanger Münster-Fan muss ich leider festhalten, dass diese Folge eine Fehlproduktion ist und hoffe, dass man nicht noch tiefer fallen wird. Der Inhalt unzumutbar, einzig die Leistungen der Hauptdarsteller sorgen für die wenigen Höhepunkte. Ich frage mich, ob die Profidarsteller diese Rollen mit dieser Nonsens-Handlung überhaupt spielen müssen; ich würde an ihrer Stelle verweigern oder spätestens nach Drehschluss den Film sperren lassen (so weit dies möglcih ist…)
    Generell muss ich feststellen, das die Qualität der Tatort-Produktionen immer schlechter wird. Quantität reduzieren und mit demselben Budget was ordentliches daraus machen !!!


  • Tom • am 11.12.23 um 12:40 Uhr

    An @Der Fremde
    Es gab tatsächlich den ein oder anderen Tatort der hier nur positiv gesehen wurde. Lag vielleicht auch daran das früher die Anzahl Kommentierender kleiner war. Ist mir erst letztlich bei der Durchsicht der Kommentare aufgefallen… Einigkeit und…!


  • Der Fremde • am 11.12.23 um 14:07 Uhr

    Vielleicht habe ich ja eine andere Sorte von Humor als die expliziten „Münster-TO-Fans“, aber ich fand eigentlich nur eine Szene halbwegs lustig, das war die Frage an Fr. Klemm: „San se überhaupt a Frau?“ (und dieser Gag war – wie gesagt – aus dem früheren TO „Zwischen den Ohren“ abgekupfert).

    Für 90 Minuten ist das m.E. viel zu wenig!


  • Adabei • am 11.12.23 um 14:54 Uhr

    @arte-Versteher, @Tom, @Der Fremde et al.:
    Wie oben schon kommentiert, fand ich diesen Tatort stellenweise verwirrend und die Komik lau (mein Änderungsvorschlag für den Titel: „Der Mann, der in das Duschgel fiel“). Trotzdem sollten die Tatorte weiterhin eine Spielwiese bleiben, wo auch mal etwas ausprobiert werden kann. Also nicht nur „mehr des selben“. Mir gefielen beispielsweise der Münster-Tatort „Sag nichts“ von 2003, realistisch und spannend angelegt mit wohlaustarierter Spleenigkeit. Weiterhin gefiel mir von 2023 der Münster-Tatort „Magic Mom“, als Tatort 0 Punkte aber als skurrile Unterhaltung 5 von 5 Punkte.


  • arte-Versteher • am 11.12.23 um 15:46 Uhr

    > Also nicht nur „mehr des selben“

    Genau meine Meinung. Dafür akzeptiere ich auch gerne, dass ich (logischerweise) bei einigen TO-Teams (nächste Woche ist z.B. wieder eines am Start) überhaupt nicht auf meine Kosten komme, und muss nicht jeden zweiten Sonntag die ganz große Melodie vom Untergang des TO-Schiffs anstimmen.

    Dieser Münster-TO hatte meines Erachtens die Devise, „nicht einfach mehr“ des oft recht krachend und vehement daherkommenden Münster-Humors zu bieten, sondern einen etwas anderen Weg zu gehen, indem er sich sehr auf den melancholischen, wehleidigen, weltschmerzigen Ton der Hauptfigur Stan Gold einließ. Bei den meisten hier ist es offenbar durchgefallen, ich fand’s mal angenehm anders.


  • Hanz W. • am 11.12.23 um 16:16 Uhr

    @Adabei
    Tatort als Spielwiese: aber ja, unbedingt. Experimentelle Ansätze: sehr gerne (mit dem Risiko, dass die dann auch mal daneben gehen, das haben Experimente so an sich). Entwicklungen der eingefahrenen Teams und Erzählweisen: jederzeit. Nur langweilig sollte es halt nicht sein. Prahl habe ich selten so lustlos gesehen wie gestern, dass er sich gar zu häufig ins Chargieren retten musste, Liefers hat für mich seit geraumer Zeit seine „Rollenmitte“ verloren (wobei das zuletzt zugegeben schon deutlich schlimmer war), und die an sich durchaus originell konzipierte Figur Hotte hätte m.E. ein paar deutliche Umdrehungen mehr gebraucht, um gekonnt abzuheben. Für mich waren die besten Münsteraner TO immer die, die im Kern einen durchaus „ernstzunehmenden“ Fall als Aufhänger hatten, um den sich dann allerhand Schrulligkeiten des Personals halt gruppiert oder diesen meinethalben auch überdeckt haben. Auch gegen eine wohldosierte Prise billigen Klamauks habe ich als humoristischer Grobmotoriker hie und da durchaus nichts einzuwenden. Aber gestern? Nichts von alledem, finde ich nach wie vor. Nichts Halbes, und nichts Ganzes erst recht nicht.


  • Karin L. • am 11.12.23 um 17:33 Uhr

    @Arte-Versteher:

    „Dass er (von mir eingefügt: überwiegende Kritik) so vernichtend ausfällt, liegt wohl daran, dass inzwischen von vielen jede Munition gerne genutzt wird, um gegen Folgen abseits des Genre-Schemas scharf zu schießen. Ich finde das beschämend.“

    Fühle mich angesprochen.

    Trotzdem werde ich weiterhin meine Meinung kundtun.

    Und stehe auch zu Folgendem: tiefschürfende psychologisch-analytische Interpretation ist nicht mein Ding!
    Ich möchte einfach nur spannend unterhalten werden am Sonntag Abend.

    Und beschämend ist, meiner Meinung nach, einzig und allein der Umstand, dass dieser Anspruch inzwischen zur absoluten Ausnahme gehört.

    Dafür werden wohl von den republikweiten ARD-Tatort-Redaktionen die Produktionen in die Richtung entwickelt, dass sämtliche anderen künstlich anspruchsvollen oder experimentell möglichen Varianten eines vormals als Kriminalfilms angesiedelten Genre ausgelotet werden.
    Aber nicht mehr oft dem Thema Spannung und Tempo im Tatort gerecht werden.

    Wobei der durchschnittliche Zuschauer wie Karin L. gelangweilt
    auf der Strecke bleibt.

    Amen.


  • Jojo • am 11.12.23 um 18:32 Uhr

    Ein Millionenpublikum hat sich Sonntag auch den neusten Streich von Kommissar Thiel und Rechtsmediziner Boerne angeschaut, bekam diesmal aber nur aufgewärmte Kost serviert.
    Während die älteren Vorgänger der 44 Folgen aus Münster die bekannt berüchtigten humoristischen Versatzstücke gegen 2003-2012 um ein paar frische Impulse bereicherten, seien es nun ein unerwartet packender Spannungsbogen oder ein selten gesehener Bezug zum echten Leben, fehlt diese Komponente in dem aktuellen Fall komplett.

    Luftröhrenschnitt, Bienengift und zwei Streithähne, die sich wider Willen ein Zimmer teilen müssen, konnte man schon des Öfteren in Münster sehen, und das mit deutlich mehr Tiefgang und Esprit vorgetragen als in dieser Episode.

    Ein Stern *
    nach dem alten Bewertungsmaßstäben.

    P. S.
    Wird die Stern-Wertung immer noch überarbeitet?


  • Der Fremde • am 11.12.23 um 18:34 Uhr

    Ich glaube auch nicht, dass man „beschämt“ sein muss, wenn man seine Meinung kundtut.

    (Vermutlich nicht mal dann, wenn man mangels ausreichender Intelligenz ein „Werk“ nicht verstanden hätte. Aber von Letzterem ist beim gestrigen TO ohnehin m.E. nicht auszugehen). ;-)

    Dessen ungeachtet denke ich, wir sollten das Wort „beschämt“ auch nicht „auf die Goldwaage legen“. Ich vermute, es war nicht so abwertend gemeint.


  • StefaN • am 11.12.23 um 18:47 Uhr

    @Sabine
    Werte Sabine, wir scheinen seelenverwandt, auch ich bin Sonnntag eingeschlafen.
    Ihr Gag
    „Mein erster Eindruck war: Hä???? Und mein letzter: Hä?????“
    ist Brüller!
    Herrlich. Allerdings bezweifle ich, dass Sie mit alten Derrickfolgen noch viel Spaß haben werden. Probieren Sie es mal aus.
    Ihr Mann ist tot! – Tot? – Ja, tot! – Sie meinen tot? – Ja, tot! – Was ist passiert? – Er wurde umgebracht! – Umgebracht? – Ja, umgebracht! – Sie meinen umgebracht? – Ja – Hatte Ihr Mann Feinde? – Sie meinen Feinde? – Ja, Feinde! – Also Feinde? – Ja, Feinde! – Feinde, also! – Also hatte er Feinde? – Feinde? Nein, nein, er hatte keine Feinde. – Wo waren Sie zur Tatzeit? – Wer? Ich? – Ja, Sie! – Zur Tatzeit? – Ja, zur Tatzeit! ……


  • StefaN • am 11.12.23 um 18:57 Uhr

    Wie eben erwähnt, bin ich Sonntag auch eingeschlafen und schaue mir im Streaming die 18:48-Wiederholung an.
    Ich fand die Folge auch eher nicht so dolle, aber schwanke letztlich noch.
    Hier im Forum soll natürlich jeder auch seine eigene Meinung haben dürfen und schön ist es, wenn einen andere Meinungen auch bereichern (was immer der Fall ist, aber es wird immer schwerer), aber warum immer diese Streitereien, Beschimpfungen und Verurteilungen?
    Für diejenigen, für die es Zeitverschwendung ist: ja, schauen Sie ruhig was anderes.
    Für diejenigen, welche damit hadern, dafür Gebühren zahlen zu müssen habe ich eine gute Nachricht: sie Zahlen dafür seit Jahren keine Gebühren mehr. Die GEZ ist abgeschafft und auch die Gebühren. Sie zahlen trotzdem, aber keine Gebühren. Und wie viel Sinn macht es, sich HIER darüber zu beschweren?

    Ich bin noch unschlüsslig, wie mir dieser Tatort gefallen hat (eher nicht), aber bei der Zweitsicht (jetzt bei Minute 10) könnte ich, wenn ich mitgezählt hätte, auf bestimmt zehn oder fünfzehn veritable Gags verweisen.
    Allerdings waren nicht alle gut umgesetzt.
    Und manche auch ausgelassen.
    Wie beispielsweise:
    Börne (zu Haller, nach Fund des Bienen-Toxins): „Wenn Sie so weiter machen, dann sehe ich eine gigantische Karriere auf Sie zu kommen.“
    Im Münster-Setting (und vielleicht ist es der pol. Korrektness zum Opfer gefallen), wäre natürlich witziger gewesen:
    „Wenn Sie so weiter machen, dann kommen Sie noch ganz groß raus“


  • Dirk • am 11.12.23 um 19:45 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 1253, gestern im Ersten, 20:15 Uhr, in Fernseh-Erstsendung und aus Münster war der auch noch. Das bewährte Team der dortigen Mordkommission unter Federführung des Hauptkommissars Frank Thiel, seiner vorgesetzten Staatsanwältin Wilhelmine Klemm, dem Rechtsmediziner Doktor Doktor Karl-Friedrich Boerne, der immer noch nicht recht begreift, wo bei einer Pistole vorne und hinten ist, sowie seiner medizinischen Assistentin Silke Haller und dem bekannten Kriminalsekretär Mirko Schrader, ermitteln in Sachen, wie zum Beispiel versuchter und vollendeter Mord, hierbei nicht die raubeinige Kanone Vadder Thiel zu vergessen. 90 Minuten schaute ich mir diesen Fernsehstreifen gemütlich an und dachte immer wieder, obwohl die Filme völlig unterschiedlich erscheinen, unwillkürlich an den USA-Filmklassiker “ Eine Leiche zum Dessert “ mit dem begnadeten und nie vergessenen Truman Capote in einer Hauptrolle sowie vielen bekannten Hollywood-Schauspielern aus vergangenen Zeiten.
    @ Ansonsten finde ich die Meinungswiedergabe von VERO vom 10.12.2023 völlig ausreichend.


  • Moltke • am 11.12.23 um 21:08 Uhr

    Also, ich werde nie verstehen. weshalb es Leute gibt, die sich aufregen wenn Tiere fiktional erschossen werden. Bei missbrauchten Kindern höre oder lese ich nie einen derartigen Aufschrei.
    Nun gut. Zum Tatort: Für mich eine wirklich schwache Geschichte. Buck als Lügenbaron hatte ein paar gute Szenen. Der Rest… mässig witzig, öde gekleistert, die Nebendarsteller ziemlich untalentiert. Schwamm drüber Blues.
    Es gibt einen grossartigen Tatort über einen 90minütigen Lügner. Stuttgart „Der Mann der lügt“


  • Baslerin • am 11.12.23 um 22:36 Uhr

    Nach all den negativen Kommentaren hier und nach den vergangenen drei Folgen aus Münster, die ich völlig überdreht und unerträglich fand, bin ich von diesem Fall sehr positiv überrascht.
    Okay, die Handlung ist haarsträubend, und dass mit Hotte etwas nicht stimmt, war von Anfang an klar. Aber die verschiedenen Wendungen und der Einfallsreichtum Hottes waren schon erstaunlich. Vor allem die Planung und Ausführung des eigentlichen Mordes waren so nicht vorhersehrbar. Das war schon fast genial!
    Auch die Dosierung der Komik entspricht hier eher meinem Geschmack, als wenn sich, wie in letzter Zeit leider immer häufiger, ein lauter Gag an den anderen reiht.
    Ich fühle mich also gut unterhalten und hege Hoffnung, dass die Münsteraner wieder mehr zu ihrem alten typischen Humor zurückfinden, der nicht immer noch eins draufsetzen muss.


  • Ralph • am 11.12.23 um 22:43 Uhr

    Weder spannend noch lustig. Es kommen auch keine neuen Kalauer mehr, da kann man lauern bis man kahl ist. Von mir null Sterne.


  • Al.Ter • am 12.12.23 um 8:23 Uhr

    @Karin L.
    „Aber immerhin hält die Tatort-Flaute in grandioser Regelmäßigkeit ihre Richtung.“

    Die neuesten Zahlenangaben bestätigen Ihre Ansicht – gerade eben (12.12.23, 6:57) ging’s über den Ticker:
    „Deutschlands populärste Fernsehreihe verliert weiter an Kraft:
    Der Abwärtstrend ist unübersehbar, statt durchschnittlich 9,2 Mio. Zuschauer nur noch 8,6 Mio.
    […]
    2014/2015 lag der Schnitt noch bei 10 Mio. – man muss bis 2011 zurückgehen, um einen niedrigeren Wert zu finden.
    Insgesamt sieben der bisherigen Tatort-Folgen landeten unter der 7-Mio.-Grenze, lediglich drei über der 10-Mio.-Grenze.“

    Wertung: Passend zum 2. Advent schwache ⭐️⭐️ !
    Der Abgang von Krusenstern war schon bitter, aber wenn die Klemm nicht mehr dabei sein sollte, wird Münster hier nicht mehr geschaut. 😎

    Ach ja: Boerne hat übrigens 2x „Alberich“ gesagt – war ihm das nicht erst kürzlich drehbuchseitig untersagt worden, so vong Diskriminierung her?
    Er solle sie fortan mit „Frau Haller“ anreden, hieß es damals …


  • arte-Versteher • am 12.12.23 um 9:29 Uhr

    @Al.Ter
    Für meinen Geschmack hätten Sie gerne noch aus den nächsten Absätzen zitieren können:

    „Mit etwa 28,6 Prozent Marktanteil im Schnitt für jeden neuen «Tatort» kann sich die ARD nach wie vor aber zufrieden zeigen. Der gesellschaftliche Trend, dass insgesamt immer weniger Menschen linear fernsehen, kann bei geringerer Reichweite durchaus gleichbleibende oder sogar höhere Marktanteile (Quoten) als früher bedeuten.“
    und
    „Der ARD-«Tatort» mit rund 20 verschiedenen Teams bleibt dennoch mit Abstand Deutschlands populärste TV-Reihe.“

    Wer glaubt, dass er mit Folgen im Barnaby- oder Derrick-Style gegen Netflix, Prime Video oder Apple TV bestehen wird, lebt m.E. in einem Wolkenkuckucksheim.


  • arte-Versteher • am 12.12.23 um 11:11 Uhr

    Und wenn wir schon über Quoten reden:

    „Über 11 Millionen: Der «Tatort» dominiert den 2. Advent
    (…)
    Dem ARD-Publikum gefällt die Szenerie, und das ist noch untertrieben. Stolze 11,11 Millionen Zuschauer schalten den Kriminalfall am Sonntagabend, dem 2. Advent, ein. Damit freut man sich am zweiten Sonntag im Dezember über exzellente 37,4 Prozent am gesamten TV-Markt. Die jüngere Zuschauerschaft steht der Gesamtreichweite in nichts nach, wenn auch hier 1,81 Millionen Fernsehende schon beinah mäßig wirken.
    (…)
    Wenn schon keine wirkliche externe Konkurrenz vorhanden, muss der interne Vergleich herhalten. «Der Mann, der aus dem Dschungel fiel» ist der zweitbeste «Tatort» des gesamten Sendejahres. Besser war nur «MagicMom» am 05. März mit 13,46 Millionen Zuschauern. Bei den 14- bis 49-Jährigen ist man jedoch nur knapp in den Top-10. “
    (quotenmeter.de)

    Notabene: Ich bin nicht derjenige, der das Thema Quoten ins Spiel gebracht hat…


  • arte-Versteher • am 12.12.23 um 11:40 Uhr

    Etwas differenzierter die Verlaufschronik auf DWDL.de:

    „ARD und ZDF zeigten am Sonntagabend beide 90-Minüter zur besten Sendezeit. Geht es darum, welches der Programme das Publikum besser an sich gebunden hat, dann geht „Inga Lindström“ als Siegerin aus dem Rennen hervor. Die „Herzkino“-Reihe verlor zwar unmittelbar um 20:15 Uhr einige Zuschauerinnen und Zuschauer lief dann aber bis zum Ende sehr Konstant. Anders sah es da schon beim „Tatort“ aus Münster aus. Auch dieser gab direkt um 20:15 Uhr „Tagesschau“-Publikum ab, verlor dann aber auch im weiteren Verlauf. Erst nach rund einer Stunde verlangsamte sich der Trend. Grob kann gesagt werden: Wer bis 21:15 Uhr durchhielt, der blieb dann auch dran. “

    Der TO lag aber über den gesamten Verlauf deutlich über Inga Lindström.


  • Der Fremde • am 12.12.23 um 12:48 Uhr

    Das alles bestätigt, dass das Münster-Team „in der Breite“ (also: beim Massen-Publikum) innerhalb der TO-Reihe am besten ankommt.
    Wenn man die Quote als Maßstab nimmt, hat dieses Team – zumindest aus deren Sicht – offenbar vieles richtig gemacht, auch wenn es einigen (wie z.B. mir) nicht gefällt … ;-)

    –> das ist (auch von mir) zu respektieren!


  • Al.Ter • am 12.12.23 um 15:43 Uhr

    @arte-Versteher
    Rechnen wir mal: In knapp zehn Jahren rd. 1,5 Mio. Zuschauer verloren – geht es so weiter, dann ist in weiteren 10 Jahren Ende-Gelände, denn die alten treuen Fans werden allmählich wegsterben, und neue kriegste mit Konkurrenten wie Netflix et al. nicht mehr rübergezogen: Die jungen Leute™️ gucken so gut wie kein ör-TV mehr, weder linear noch in der Mediathek.
    Für den zweifelhaften Titel „[…] ist mit Abstand Deutschlands populärste TV-Reihe.“ kannste dir nix kaufen!
    Und irgendwie werd ich das Gefühl nicht los, daß die zahlreichen „Kündigungen“ einiger Protagonisten damit zusammenhängen, die Gebührenkohle sitzt wohl nicht mehr so locker!


  • DocHallali • am 12.12.23 um 17:34 Uhr

    Moin!
    Vorneweg: wir sind vom Tatort Münster geflasht.
    Mir ist gestern ein Denkfehler bei Professor Börne aufgefallen:
    Auch wenn sich das mit dem Stadtschreiber schon erledigt hat; wenn 2023 der erste Stadtschreiber gekürt wurde gäbe es 2073 den 51.ten und nicht den 50.ten Gewinner.
    LG aus OWL,
    Korinthe Amir


  • arte-Versteher • am 12.12.23 um 17:44 Uhr

    @Al.Ter
    Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: Geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit. Der Tatort hat seine Zeit, und selbst Thomas Gottschalk hat seine Zeit.

    Mehr Trost kann ich Ihnen nicht bieten :-)


  • MARIJA • am 14.12.23 um 0:12 Uhr


    🐕 🐕 traurig
    gähn
    gähn

    Hab bis zum Schluss durchgehalten. Gähn …

    Positiv formuliert:
    Freue mich auf:
    Borowski + Sahin Kiel
    Eisner+Fellner Wien
    Faber Dortmund
    Bootz+Lannert Stuttgart
    Team Dresden
    Team Bremen mit Kojak
    Team Schwarzwald
    Team Zürich
    Team Murot
    😎


  • MARIJA • am 14.12.23 um 0:15 Uhr

    @arte-Versteher • am 12.12.23 um 17:44 Uhr
    (…) und selbst Thomas Gottschalk hat seine Zeit (…)

    HATTE
    😄


  • schauinsland • am 15.12.23 um 22:45 Uhr

    Diese Folge hat mich sehr amüsiert. Als Schrader zu Pablo wurde und in guter alter „Taxi Driver“ (großartig: Robert de Niro) Manier vor dem Spiegel seine coole Rolle probte, bin ich vor Lachen fast vom Sofa gekippt 😂 😂 😂.
    Echt jetzt? Keiner sonst hier kennt / liebt diese Spiegelszene?


  • Der Fremde • am 16.12.23 um 9:08 Uhr

    @schauinsland:
    „Taxi driver“ kennen wohl die meisten von uns (inkl. der einprägsamen Musik plus Judie Foster, die damals noch niemand kannte).
    Beim Anblick des gegenständlichen TO habe ich allerdings nie die Assoziation mit diesem Kultfilm gehabt. Solche geistigen Verbindungen geht man vermutlich nur bei Filmen ein, die einen mitreißen(?), was hier bei mir absolut nicht der Fall war … 😑


  • schauinsland • am 16.12.23 um 9:57 Uhr

    @Der Fremde: Die Szene wurde wortwörtlich übernommen, inklusiv die Waffenziehversuche. Suuupi lustig 😂- fand ich.


  • MARIJA • am 17.12.23 um 22:13 Uhr

    @ schauinsland:
    Beneidenswert Ihre Begeisterung.👍
    Frau Haller „Alberich“ (Biene+Spritze) und der Mitarbeiter im Büro hatten wirklich einen guten Job gemacht, der mit dem TO zu tun hatte.
    Alles andere war einfach gähnend langweiliger Mist !!
    So viel Leid für die Hunde und noch mehr Aufwand, nur um diese Erfolgsfrau Sabine aus dem Weg zu räumen.
    Nee wirklich, so ein kranker Mist !!
    😎


  • schauinsland • am 18.12.23 um 12:36 Uhr

    psst, Geheimnis: Die Hunde waren auch nur Schauspieler. Das war gar keine Doku 😉


  • Tima Xan • am 26.12.23 um 20:24 Uhr

    geistlos, langweilig und kein bischen witzig. Nie wieder TatortMünster, alle andern kann man eh nicht mehr ansehen.


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