Tatort Folge 186: Wir werden ihn Mischa nennen



Erscheinungsjahr: 1986
Kommissar: Hirth
Ort: Tatort Wien


  1 Meinung
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„Wir werden ihn Mischa nennen“ ist der letzte Tatort, in dem Oberinspektor Kurth Hirth (Kurt Jaggberg) ermittelt: Bei einem Banküberfall in Wien wird eine hochschwangere Frau niedergeschossen.

Die Tatort-Folge 186 „Wir werden ihn Mischa nennen“ beginnt mit einer frohen Botschaft: Die hochschwangere Helga Waschinski erfährt bei einer Routineuntersuchung, dass sie und das Kind wohlauf und keine Komplikationen zu erwarten sind. Glücklich verlässt sie die Arztpraxis, nicht ahnend, dass in wenigen Minuten alles anders sein wird. Helga wird Zeugin eines Banküberfalls. Und mehr noch: Sie scheint den Täter zu erkennen. Ihr entschlüpft ein: „ … Kurt, du?“

Ein folgenschwerer Fehler. Denn in ihrer Panik schießen die Bankräuber am Tatort auf die Schwangere. Ein kleines Mädchen, das zufällig neben der Tür des Fluchtwagens steht, sieht alles mit an. Die Bankräuber nehmen die Kleine kurzerhand als Geisel. Der Wagen braust davon. Für die Wiener Tatort-Ermittler Hirth und seine Kollegen beginnt die fieberhafte Suche nach den Tätern. Wer ist dieser „Kurt“? Irgendwo in der Vergangenheit von Frau Waschinski muss es einen Mann dieses Namens gegeben haben. Und dann ist da auch das entführte Kind – Eile ist geboten!

Die angeschossene Helga Waschinski wurde unterdessen ins Krankenhaus eingeliefert – Intensivstation. Es sieht schlecht aus: Entweder Mutter oder Kind werden sterben. Die Ärzte überlassen dem Ehemann des Opfers die schreckliche Entscheidung, wer überleben soll. Und sie sagen ihm auch, dass bei der Mutter mit schweren Hirnschäden zu rechnen ist. Der verzweifelte Mann entscheidet sich für das Leben des Kindes. „Wir werden ihn Mischa nennen,“ hatte das Paar sich versprochen. Und so verstirbt seine Helga im Krankenhaus, und auch sein Sohn Mischa ringt um sein Leben.

Statt untätig bei Mischa zu bleiben macht sich nun auch der nach rache sinnende Hermann Waschinski auf die Suche nach dem Mörder. Und auch der Vater der Ermordeten, der alte Kolpinger, weiß etwas und schaltet sich in die Verbrecherjagd ein. Der Druck auf Hirth und seine Ermittler-Kollegen wächst.

Dann wird die kleine Geisel unverletzt aufgefunden. Das geschockte Kind kann den Ermittlern aber zunächst keine entscheidenden Hinweise geben. Gleichzeitig haben Waschinski und Kolpinger bei ihren privaten Nachforschungen im Kreis der Verwandten des Opfers mehr Erfolg: Sie sind Kurt auf der Spur. Dann stirbt auch der kleine Mischa und die Polizisten vermuten zu Recht, dass der Ehemann des Opfers nun zu allem entschlossen sein könnte. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Doch dann fällt dem Mädchen doch noch etwas ein, etwas Entscheidendes.

Der Wiener Tatort „Wir werden ihn Mischa nennen“ ist eine Produktion des Österreichischen Rundfunks und wurde erstmals am 21. September 1986 im Ersten Programm der ARD ausgestrahlt. Es ist der letzte Einsatz für Kurt Jaggberg als Kommissar Hirth. „Wir werden ihn Mischa nennen“ ist einer von drei Hirth-Tatorten, die in der ARD ausgestrahlt wurden. Seine übrigen sechs Fälle wurden nur in Österreich gezeigt.

Besetzung
Dr. Putner – Gerhard Dorfer
Oberinspektor Hirth – Kurt Jaggberg
Inspektor Fichtl – Michael Janisch
Inspektor Schulz – Heinz Zuber
Inspektor Hollocher – Michael Bukowsky
Helga Waschinski – Alexandra Hilverth
Hermann Waschinski – August Schmölzer
Josef Koplinger – Jaromir Borek
sowie Isabella Fritdum, Adolf Lukan, Nina Schwarz, Susanne Mitterer, Reinhard Hauser, Hugo Lindinger

Stab
Drehbuch – Harald Mini, Kurt Junek
Regie – Kurt Junek
Kamera – Wolfgang Koch
Bauten – Erich Zechmeister
Kostüme – Barbara Langbein
Regieassistenz – Otto Stenzel


2 Meinungen zum Tatort Folge 186: Wir werden ihn Mischa nennen

  • Dirk • am 7.10.15 um 13:58 Uhr

    Der Tatort Nummer 186 mit dem Wiener Polizeiteam um Oberinspektor Hirth. Mit dabei sein Hofrat, Dr. Putner, dessen Lieblingswort schnell herauszufinden war. Ein ungewöhnlich brutaler Tatort aus Österreich, mit aggressiv gehaltenen Darstellern, ob Täter, Zeugen, Beamte, Schaulustige. Sollte wohl eine Anspielung auf angespannte Lebensumstände in der Republik sein, war für den Zuschauer streckenweise aber nervig und anstrengend, noch dazu teilweise unnötig. Ich habe diesen Spielfilm erstmalig gesehen, die Handlung war interessant. Da hätte man spannende Unterhaltung raus machen können. Ja, hätte.


  • Otto • am 4.3.18 um 18:19 Uhr

    Einer der besten Tatorte überhaupt sehr gut


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