Tatort Folge 189: Die Macht des Schicksals



Erscheinungsjahr: 1987
Kommissar: Lenz
Ort: Tatort München


  4 Meinungen
Tatort Folge 189: Die Macht des Schicksals 5 4

Tatort-Kommissar Lenz (Helmut Fischer) und das Team von der Mordkommission München haben dieses Mal einen besonders schwierigen Fall zu lösen: Heinz Eckhoff, ein erfolgloser Kleindarsteller, hat einen Weg gefunden, um als Trickbetrüger schnell viel Geld zu verdienen. Er mimt einen Kriminalkommissar, der selbst inszenierte Fälle löst, um sich von den Opfern für seine Dienste dann fürstlich entlohnen zu lassen.

Eckhoff wirkt äußerst vertrauenswürdig und so gelingt es ihm spielend, verängstigte, gutgläubige Mitbürger um den Finger zu wickeln. Zusammen mit seinem Gehilfen Franz Kleppinger hat er bereits einigen Opfern horrende Lösegeldsummen abgenommen – natürlich stets mit dem Versprechen, die Erpresser gleich bei der Übergabe der Gelder zu verhaften und sie hinter Gitter zu bringen. Doch die, zumeist älteren Menschen, Witwen und Senioren, sahen Heinz Eckhoff, seinen Komplizen und ihr Geld nie wieder.

Im Fall „Die Macht des Schicksals“ hat es nun Herrn Lange getroffen. Der vornehme ältere Herr ist nach dem Besuch des angeblichen Kommissars Eckhoff um 150.000 Mark ärmer. Doch der Rentner verliert nicht nur sein Geld, sondern auch sein Leben: eine halbe Stunde nach der Geldübergabe ist Herr Lange tot! Und auch die Leiche von Eckhoffs Mitarbeiter Kleppinger wird kurze Zeit später entdeckt.

Tatort-Hauptkommissar Ludwig Lenz aus München steht vor einem Rätsel. Was hat der Wirt Berti Hawratil mit dem Fall zu tun? Und welche Rolle spielen der Filmproduzent Rudi Fink, der finanziell schwer angeschlagen zu sein scheint, und seine pralinensüchtige Frau Liane? Schließlich findet Lenz heraus, dass Liane Fink in den Kameramann Heinz Stolle verliebt ist – und nur auf den ersten Blick scheint diese Tatsache belanglos für die Lösung des Falls zu sein. Der große Kreis der Verdächtigen erschwert die Untersuchungen des Münchner Kriminalhauptkommissars erheblich. Das Beziehungsgeflecht der beteiligten Personen erweist sich für Kommissar Lenz als ein beinahe unentwirrbares Knäuel aus Täter und Opfer, Verfolger und Verfolgtem.

Die Tatort-Folge 189 „Die Macht des Schicksals“ wurde im Frühjahr 1986 im Auftrag des BR gedreht. Über 13 Millionen Fernsehzuschauer sahen die Erstausstrahlung in der ARD am 25. Januar 1987, das entsprach einem Marktanteil von 35 Prozent.

Besetzung
Georg Einerdinger (Obermeister Schneider) · Henner Quest (Assistent Faltermayer) · Uschi Wolff (Assistentin Kern) · Rolf Castell (Kriminalrat Schubert) · Hans Clarin (Rudi Fink) · Elfi Eschke (Liane Fink) · Sebastian Koch (Heinz Stolle) · Gunnar Möller (Heinz Eckhoff) · Karl Merkatz (Berti Hawrati) · Marius Aicher · Ulrich Beiger · Claudia Bethge · Paula Braendt · Marianne Brandt · Mathias Eysen · Angela Hillebrecht · Winfried Hübner · Gabriele Kastner · Margot Mahler · Georg Morasch · Else Quecke · Charly Rabanser · Willy Schultes · Frank Schuster · Nate Seids · Hans Stadlbauer · Gerda Steiner · Harry Täschner

Stab
Drehbuch – Ulf Miehe, Klaus Richter
Regie – Reinhard Schwabenitzky
Kamera – Tommy Erhart, Gernot Roll
Schnitt – Ingrid Endres, Ursula Möllinger
Musik – Peer Raben
Produktion – BR


5 Meinungen zum Tatort Folge 189: Die Macht des Schicksals

  • Jörg Warnken • am 27.5.13 um 10:10 Uhr

    Das waren noch Zeiten :-) Man kann Batic & Leitmayr mögen. Aber der frühere Veigl-Assistent Ludwig Lenz (Helmut Fischer) war der beste Münchener TATORT-Ermittler mit seiner Schlitzohrigkeit ;-)


  • scheylock • am 27.5.13 um 21:53 Uhr

    Wahnsinn, und das Drehbuch ist von Ulf Miehe. Das ist ein uralt Bekannter von mir aus meiner ostwestfälischen Heimat. Leider ist Ulf schon 1989 gestorben.

    Ich freue mich schon auf diesen TO.


  • Dirk • am 26.10.15 um 15:57 Uhr

    Der Tatort Nummer 189 aus München. Unter Lenz ermittelt die Münchner Mordkommission gegen eine Betrügerbande sowie eines Mörderduos, welche beide unabhängig voneinander, Verbrechen gegen ältere Mitmenschen begehen, viel Geld hierbei ergaunern und auch vor Morden nicht zurück schrecken. Und—fast alle Täter stammen aus der Film-Wirtschaft. Den habe ich damals in Erstsendung gesehen, dieser weibliche Lollipop viel mir sofort wieder ein. Außerdem war meine damalige Frau ein Fan von Lenz, was die ganze Sache noch wahrscheinlicher macht. Dieser Spielfilm schwankt zwischen gewollter und unfreiwilliger Komik und ist angenehm ein zweites Mal anzuschauen.


  • hanni • am 16.1.16 um 23:25 Uhr

    Tolle Schauspieler.Guter Inhalt und nicht soviel geballere wie bei Schweiger-Tatort


  • Walter Ulbricht • am 18.1.16 um 11:09 Uhr

    Am Anfang bleibt der Zuschauer im unklaren, ob er ein Trauerspiel oder Tragikomödie vorgeführt bekommt. Die Unsicherheit des zwiespältigen Gefühls löst sich aber dank der Darstellung von Ganoven in Nöten und der körperlichen Präsenz einer Rubensfigur mit penetranten Allüren heiter-genußvoll, und dann stolpert die Handlung über Theatermilieu und Pornoproduktion, ironisch dargestellter Polizeiarbeit zum spannenden Schluß.


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