Tatort Folge 398: Streng geheimer Auftrag



  8 Meinungen
Tatort Folge 398: Streng geheimer Auftrag 5 8

Bei der Aufklärung eines Mordfalls mit internationalem Ausmaß geraten die Kommissar Freddy Schenk (Dietmar Bär) und Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) aus Köln in der Tatort-Folge 398 „Streng geheimer Auftrag“ in einen Konflikt mit dem BND und dem BKA.


Schenk und Ballauf, die mittlerweile in ihrem fünften Fall ermitteln, genießen an einem Samstababend gemeinsam das Wochenende auf einer Bowlingbahn. Besonders Schenk, der erfolgreich die Bowlingpins abräumt, genießt das Spiel. Doch lange können sich die beiden Kölner Ermittler nicht über die zwei freien Tage freuen. Denn noch während des Bowlings wird Kommissar Ballauf im Tatort „Streng geheimer Auftrag“ von einer Frau namens Petra Klein angerufen, die er vorher bei einem Empfang in Köln kennengelernt hatte.

Die Frau klingt am Telefon voller Panik und fleht den Ermittler an, sie in ihrer Wohnung zu treffen. Ballauf macht sich daraufhin sofort auf den Weg, wobei ihn sein Kollege Schenk begleitet. Kurze Zeit später stehen die beiden vor Kleins Tür und klingeln mehrfach – doch die Bekannte von Ballauf öffnet seltsamerweise nicht.

Am nächsten Tag wird den Polizisten aus Köln im Tatort „Streng geheimer Auftrag“ auch klar, warum Klein sie trotz ihres vorherigen Anrufs nicht in die Wohnung gelassen hatte: Die Frau ist tot – sie wurde ermordet. Kleins Leiche wurde im Rhein schwimmend gefunden, wobei die Fahnder bei ihr einen Hinweis entdecken, dass die Frau wegen irgendeines Verrats sterben musste. Noch können sich Ballauf und Schenk jedoch keinen Reim darauf machen, welche Art von Verrat das Opfer begangen haben soll.

Aus dem privaten Umfeld von Klein erhalten die beiden im Tatort „Streng geheimer Auftrag“ keinerlei hilfreiche Informationen, so dass sich die Fahnder dem beruflichen Leben der Toten zuwenden. Dabei stellen sie fest, dass die Firma, bei der Klein angestellt war, auch Nervengas hergestellt beziehungsweise entwickelt hat. Anscheinend hatte das Opfer vertrauliche Papiere gesammelt, die belegen, dass ihr Chef Dr. Jonas Reinhart im Auftrag einer Konförderation aus dem arabischen Raum dieses gefährliche Gas hergestellt hatte. Die langwierigen Recherchen von Ballauf und Schenk ergeben außerdem, dass Klein ihrem Chef deutlich näher stand als eine normale Angestellte und mit diesem sogar eine Affäre hatte.

Für die Ermittler aus Köln liegt im Tatort „Streng geheimer Auftrag“ die Vermutung nahe, dass ein Araber Klein umgebracht haben könnte, auch wenn Reinhart der offensichtliche Verdächtige ist. Ballauf und Schenk gehen jedoch davon aus, dass der Chef des Toten nur als Bauernopfer dienen und deshalb als Schuldiger dargestellt werden soll. Ehe die beiden aber mit ihren Ermittlungen voranschreiten können, bekommen sie von ungeahnter Seite Probleme.

So mischen sich das BKA und der BND in den Fall ein und wollen die Firma samt ihrem Chef Reinhard für den Mord und die Giftgasentwicklung drankriegen, während die arabischen Abnehmer ungescholten davonkommen sollen. Anscheind ist diesen Behörden im Tatort „Streng geheimer Auftrag“ die Erhaltung der wirtschaftlichen Interessen und politischen Beziehungen wichtiger als die Suche nach dem tatsächlichen Täter. Ballauf und Schenk können mit dieser diplomatischen Taktik jedoch nicht viel anfangen und fahren einfach mit ihren Ermittlungen fort…


Von Markus Fischer („Rot wie Blut“) gedreht, wurde der vom WDR produzierte Tatort „Streng geheimer Auftrag“ am 11. Oktober 1998 zum ersten Mal im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Fischer war dabei außerdem für das Drehbuch verantwortlich und hatte zudem sogar zusammen mit Markus Fritzsche die Filmmusik komponiert.

Besetzung
Hauptkommissar Freddy Schenk – Dietmar Bär
Hauptkommissar Max Ballauf – Klaus J. Behrendt
Sattmann – Jürgen Schornagel
Dr. Reinhart – Axel Milberg
Egon Schwarz – Ueli Jäggi
Lissie – Anna Loos Petra Klein
Dr. Korber – Ludwig Boettger
Katja Giammona von Prinz – Christian Tasche
u.a.

Stab
Buch und Regie – Markus Fischer
Kamera – Philippe Cordey
Szenenbild – Alexander Scherer
Musik – Markus Fritzche

Bilder – HR/WDR/Kerstin Stelter


7 Meinungen zum Tatort Folge 398: Streng geheimer Auftrag

  • spritzkuchen • am 15.9.12 um 9:51 Uhr

    habe die folge am donnerstag wieder gesehen.
    kann mir jemand sagen, wie das lied heißt, das im hintergrund läuft, als ballauf diesen leo mantenga besucht? es kommt mir bekannt vor aber ich finde es nicht…

    gruß


  • @Admin-genervt • am 9.12.14 um 17:30 Uhr

    Würde mir Wünschen das diese nervigen Fragen nach irgendwelchen Lieder endlich gelöscht werden!!

    80 % der Forums Kommentare !? Das Nervt weil es nichts mit der jeweiligen Folge zu tun hat und wie schon erwähnt es sich nicht um ein paar Einzelfälle handelt!!


  • Dirk • am 23.3.16 um 11:11 Uhr

    Der Tatort Nummer 398 aus Köln. Die Hauptkommissare Ballauf und Schenk ermitteln in einem Tötungsdelikt, begangen an einer Wissenschaftlerin und aufgrund ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit. Das Tragische daran: Ballauf kannte diese Frau und noch tragischer ist, dass sie ihn telefonisch um Hilfe und Schutz anbettelte und er sich Zeit mit einem Erscheinen ließ. Ansonsten erscheint dieser Tatort-Krimi wie ein Agenten-Kuschel-Muschel aus der Roman-Monats-Heftchen-Abteilung. Deutsche und ausländische Nachrichtendienst mauscheln innerhalb der Bundesrepublik Deutschland mit- und gegeneinander, die Vertreter der Exekutive des Bundes sind auch mit im Spiel und Ballauf und Schenk, diese Kölner Revier-Ermittler, mittendrinn. Aber dennoch, unterhaltsam und interessant zu schauen ist dieser Tatort-Streifen, über Kompetenzüberschreitung und inkompetentes Verhalten von Befugnis-Träger. Was sagte man damals über die schweizerische Stadt Genf: „Da treten sich die Observanten aller Seiten gegenseitig die Füße platt.“ Sehenswert und wiederholungswürdig ist dieser Tatort aus den langsam endenden 1990iger Jahren.


  • Niko Flammer • am 23.9.19 um 22:01 Uhr

    Zwar sehr überdreht an manchen Stellen sogar etwas unrealistisch aber wenn man auf Tatorte mit ein bisschen mehr Action steht ist man hier Goldrichtig


  • kvas • am 14.12.19 um 13:24 Uhr

    An entertaining episode. But why would they (the bad guys) drive together to an empty industrial building to exchange money and papers? They were already together.
    And this: it was all about a certain poison and to show how terrible that poison was, the filmmakers used a video of a pig dying of toxins in an abattoir. So to show how terrible something is, they use an example of a normal daily occurrence. That must tell us something.


  • logiclöcher • am 24.11.20 um 23:57 Uhr

    Nett, @kvas, ja das Ende muss man nicht verstehen. Wer jetzt mit wem und warum und dass die eigentlichen Täter erschossen werden und Verräter? Wo war dann wieder der Mossad? Huch, der war ja gar nicht dabei. Aber alles schön anzusehen und der dt. Kripobeamte steht dann doch noch für Recht und Ordnung. So geht man zufrieden ins Bett und träumt gut. Schönes Zeitzeugnis, da sieht man noch Hunnis mit der Clara Schumann. Ach mir ist nach einem frisch gezapften Kölsch und ne Bowlingbahn. Prost


  • Revilo • am 7.12.20 um 15:04 Uhr

    Fünfter Fall von Kriminalhauptkommissar Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Kriminalhauptkommissar Alfred (“Freddy“) Schenk (Dietmar Bär), die in Köln ihren Ermittlerort haben.

    Das Thema Nervengift für kriegerische Auseinandersetzungen im nahen Osten steht in dieser Folge “Streng geheimer Auftrag“ über allem. Für diese Folge hatte Markus Fischer die Regie übernommen. Auch schrieb er das Drehbuch und war für die Musik verantwortlich. Also kann man diese fünfte Ballauf-Schenk-Folge einen Markus-Fischer-Film nennen.

    Grundsätzlich erzählt der Film eine spannende Geschichte ohne Whodunnit. Wir Zuschauer sind immer im Bilde, was hier passiert. Ob wir das immer verstehen, ist aber eine andere Frage. Eine Besonderheit ist hier auch, dass die Ermittler Ballauf/Schenk erst nach einiger Zeit ins Bild kommen. Zuerst macht uns der Regisseur Markus Fischer mit dem “Streng geheimen Auftrag“ bekannt. Und das dauert ein wenig, ist aber doch unterhaltsam aufgebaut.

    Story:
    Wissenschaftler Dr. Jonas Reinhardt (Axel Milberg) arbeitet mit seiner Assistentin Petra Klein (Katja Giammona) in einem Tierlabor an einem Nervengift. Gerade haben sie ein solches Gift erschaffen und mit Versuchen erfolgreich abgeschlossen. Nun soll dieses Nervengift an arabische Kunden gewinnträchtig verkauft werden. Doch Petra Klein (Katja Giammona), die auch für den israelischen Geheimdienst arbeitet, entwendet wichtige Unterlagen, um den Verkauf dieses Giftstoffes zu verhindern. Als Dr. Jonas Reinhardt (Axel Milberg) das merkt, erzählt er es seinem Vorgesetzten Dr. Korber (Ludwig Boettger). Danach besorgen sich beide mit ihren arabischen Kunden zusammen die Unterlagen bei Petra Klein (Katja Giammona) zuhause. Sie selbst wird dabei nachträglich von arabischen Killern umgebracht und als Leiche zur Warnung mit einer Botschaft in das Ehebett von Dr. Jonas Reinhardt (Axel Milberg) in seinem Haus deponiert. Kurz vor ihrem Tod hatte Petra Klein (Katja Giammona) noch den Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) angerufen, den sie bei einem Stadtempfang kennengelernt hatte, und ihn gebeten, so schnell wie möglich zu ihr zu kommen, um ihr zu helfen. Doch bei Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) dauerte es ein wenig länger, bis sie vor der geschlossenen Haustür von Petra Klein (Katja Giammona) auftauchten. Wenigstens war dieser Trip zu ihr für die Zuschauer von lustiger Natur. Vor allem das Schellen beim Nachbar von Petra Klein (Katja Giammona) war in dieser Richtung ein wirklicher Höhepunkt. Als Dr. Jonas Reinhardt (Axel Milberg) dann die Leiche von Petra Klein (Katja Giammona) in seinem Bett zuhause findet, erkennt er die Botschaft der arabischen Kunden. Er entsorgt dann die Tote heimlich im Rhein. Dort wird sie gefunden und die Ermittler Ballauf/Schenk haben einen Fall. Die Ermittlungen konzentrieren sich sehr schnell auf die berufliche Seite der Petra Klein (Katja Giammona). Und so bekommen Ballauf/Schenk heraus, dass Petra Klein (Katja Giammona) sogar von dem BKA als auch vom BND überwacht wurde. Jetzt stellen sie sich die Frage, warum konnte Petra Klein (Katja Giammona) bei einer solchen Überwachung überhaupt ermordet werden. Und wenn schon, muss doch wohl auch der Mörder bei der Überwachung enttarnt worden sein. Doch sie bekommen da keine ehrliche Antwort. Sie sollen laut BND-Chef Sattmann (Jürgen Schornagel) sogar ihre Ermittlungen stoppen oder zurückhalten, bis der BND seine Interessen in diesem Nervengasprojekt geklärt hat. Ob sich das die Ermittler Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) gefallen lassen? Natürlich nicht. Aber jetzt müssen sie bei der weiteren Aufklärung gerade auch mit besonderem physischem Einsatz vorgehen, um der Wahrheit auf den Grund zu gehen und der Gerechtigkeit am Ende Genüge zu tun.

    Gerade in dieser Folge, deren Geschichte schon mit Tempo und Spannung erzählt wird, zeigen sich Ermittler Ballauf/Schenk in ihren vom Publikum wohl gewünschten Charaktereigenschaften. Mit Schnauze und prolligem Charme stemmen sich die beiden Kommissare gegen die Obrigkeit. Das ist irgendwie schon ein wenig schön und manchmal auch lustig anzusehen. Bis zu dem Zeitpunkt, als Ballauf/Schenk aufgefordert wurden, ihren Fall im Moment nicht weiterzuverfolgen, war diese Folge “Streng geheimer Auftrag“ ein starker Durchschnittsfilm. Danach rutschte diese Folge leider wieder ab und wirkte eher auf dem Niveau, wie ihre ersten vier Folgen. Trotz guter Unterhaltungswerte und dass die Folge es manchmal schaffte, mir ein Schmunzeln ins Gesicht zu legen, war am Ende doch wieder das Gefühl der Übertreibung ohne Nachgedanken da. Es fängt an mit der Beschäftigung von Petra Klein (Katja Giammona) beim israelischen Geheimdienst. Diese Beschäftigung hätte Petra Klein (Katja Giammona) nicht gebraucht. Dieser Geheimdienst hat in dieser Folge keine inhaltliche Bedeutung. Petra Klein (Katja Giammona) war hier in der gezeigten Filmgeschichte schlechter ausgebildet wie ich. Und ich wurde nicht ausgebildet. Mit dieser Erwähnung, aber dann Nichtbeachtung, hat man diesen Geheimdienst in dieser Folge “Streng geheimer Auftrag“ fast als Kindergarten ausgewiesen. Eine Überwachung von Petra Klein (Katja Giammona) hätte man auch anders erklären können. Eigentlich hat man das auch. Jedoch leider nicht so gut.
    Ob eine Botschaftsszene mit der Verhaltensweise von Ballauf/Schenk in dieser Folge wirklich so ablaufen könnte, wie es hier gezeigt wurde? Es wirkte auf jeden Fall unecht und billig. Aber es hatte wenigstens noch so manch lustige Elemente.
    Vielleicht wäre es für die Qualität der Ballauf-Schenk-Folgen besser, wenn sich diese Folgen in eine Schublade einordnen lassen könnten. In Schubladen wie Ernst, Nachdenklich, Witzig, Satire oder Aktion. Natürlich ist es gut, wenn von allem etwas in einer Filmgeschichte vorkommt. Aber dann wäre es wirklich schön, wenn dies passen würde und nicht wie hier in dieser Folge passend gemacht würde. Das Finale war zwar oberflächlich verständlich. Doch die gezeigte Handlungen dafür eigentlich nicht. Es war so, als ob man falsch rechnet, jedoch das richtige Ergebnis erreicht.

    Von Folge Nummer 1 bis 5 war diese Folge “Streng geheimer Auftrag“ trotzdem bis jetzt die beste Folge des Ermittler-Teams Ballauf/Schenk. Schauspielerich waren hier die Darsteller schon ganz gut aufgestellt. Besonders Axel Milberg als Dr. Jonas Reinhardt bestach mit einer sehr guten Performance.

    Diese Ballauf/Schenk-Folgen sind meiner Meinung nach einfach nur 90minütige Unterhaltung, wo man beim Zuschauen sagt: Super Kommissare. So muss man sein. Menschlich, kameradschaftlich, emotional, da liegt das Herz bei ihnen auf dem rechten Fleck. Aber wirklicher Tiefgang bekommt man hier bis jetzt nach 5 Folgen nicht geboten. Im Grunde genommen sind ihre Folgen seichte Unterhaltung im Kriminalmilieu mit Themen, die man eigentlich ernster nehmen sollte. Und vielleicht auch mehr Tiefe brauchen.

    Meine Schulnote: 4+


Schreiben Sie Ihre Meinung.

Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

1 2 3 4 5
Tatort Sendezeiten

Ihr findet uns unter
Neue Tatortfolgen
Weitere Folgen
Kommissarübersicht
Stadt Archiv