Tatort Folge 576: Märchenwald



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Tatort Folge 576: Märchenwald 5 2

Nachdem in einem Wald südwestlich von Hannover die Leiche es unbekannten jungen Mannes gefunden wurde, muss die Kommissarin Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) vom LKA im Tatort „Märchenwald“ nicht nur den Täter finden, sondern auch erst einmal das Opfer identifizieren.

Trailer Video zum Tatort „Märchenwald“



Zwischen Hameln und Bad  Pyrmont im westlichen Niedersachsen hat der Förster und Forstverwalter Herbert Kupka eine Leiche gefunden, die von hinten erschossen wurde. Bei dem Toten handelt es sich im Tatort „Märchenwald“ um einen jungen Mann, der jedoch keinerlei Papiere bei sich trägt und deswegen nicht identifiziert werden kann. Um den Mordfall aufzuklären, wird Fahnderin Charlotte Lindholm vom LKA von Hannover in die ländlichen Gegend beordert. Zunächst versucht die Kommissarin herauszufinden, um wen es sich bei dem Mordopfer handelt, was sich jedoch als fast aussichtslos herausstellt. Der Tote wird zwar von der Zimmerwirtin, in deren Pension er übernachtet hatte, erkannt. Doch bald stellt sich heraus, dass der Mann, der anscheinend nicht aus der Gegend kommt, sich mit falschen Namen dort einquartiert hatte.

Karl Mertens, der Polizeihauptmeister des Ortes, äußert den Verdacht, dass es sich bei der Leiche um einen gesuchten Bankräuber handeln könnte, der gerade einen Raubmord in Hameln begangen habe. Vielleicht wurde der Verbrecher ja von einem Komplizen erschossen, der das Geld für sich allein haben wollte. Diese Vermutung erhärtet sich in dem Tatort „Märchenwald“ jedoch nicht. Vielmehr findet Lindholm heraus, dass sich zum Tatzeitpunkt mehrere Personen in dem Wald aufgehalten hatten. So war einerseits Kupka zusammen mit seiner Tochter Marie in der Nähe des Tatorts unterwegs, andererseits war auch ein Wilderer namens Gramisch ausgestattet mit einem Gewehr durch das Unterholz gelaufen. Gramisch kommt der Kommissarin sofort verdächtig vor. Einst hatte der Mann für Werner Freden, den Besitzer des Waldes, gearbeitet, welcher auch Kupka beschäftigt. Weil Gramisch aber gewildert hatte, wurde er von Freden entlassen. Laut den Einwohnern sinnt der Wilderer seitdem im Tatort „Märchenwald“ auf Rache. Daher können sich die Bewohner auch gut vorstellen, dass der Tote das Opfer einer Verwechslung wurde, weil Gramisch eigentlich seinen ehemaligen Chef hatte töten wollen. Seltsamerweise scheint Freden selbst kaum an der Ermittlung interessiert zu sein, auch wenn der Mord auf seinem Grund geschehen war. Seine Aufmerksamkeit erregt im Tatort „Märchenwald“ eher eine attraktive Kellnerin namens Isabell, wegen der er häufiger in den Ort kommt.

Für Charlotte Lidholm könnte aber auch Kupkas Tochter Marie zur Lösung des Mordfalls beitragen. Das kleine Mädchen erholt sich im Tatort „Märchenwald“ gerade noch von einem tragischen Verlust, weil seine Mutter vor kurzem bei einem Autounfall ums Leben gekommen war, den Marie und ihr Vater, die beide ebenfalls im Wagen saßen, überlebt haben. Nach diesem Schicksalsschlag hatte sich das Mädchen in eine mit Engeln und Zwergen bevölkerte Phantasiewelt zurückgezogen. Oder handelt es sich bei den Erzählungen des Mädchens im Tatort „Märchenwelt“ nicht nur um Träumerein? Hatte die kleine Marie vielleicht tatsächlich etwas Wichtiges beobachtet?

Bald darauf wird die Tatwaffe gefunden – auf dem Hof des Wilderers Gramisch. Dieser rückt wieder ganz oben auf die Liste der Verdächtigen, wobei jemand die Pistole natürlich auch bewusst auf seinem Gelände hätte platzieren können. Und dann wird endlich die Identität des Opfers klar, woraufhin eine neue Spur Kommissarin Lindholm im Tatort „Märchenwald“ in die Vergangeheit führt. Ehe diese die sich abzeichnende frühere Tragödie ganz verstehen kann, kommt es im Wald zu weiteren Schüssen…

Der Tatort „Märchenwald“ wurde Anfang März bis Anfang April 2004 im Weserbergland und in Hannover gedreht. In der am 24. Oktober 2004 ausgestrahlten Tatort-Folge 576 erlebt die sonst eher kühle Kommissarin Lindholm eine erste romantische Nacht mit einem Mann, jedoch nicht ihrem Mitbewohner Martin, sondern dem Staatssekretär Tobias Endres. Regisseurin der vom NDR produzierten Episode war Christiane Balthaser, das Drehbuch schrieben Orkun Ertener und Martina Mouchet. Mit knapp 30 Prozent erzielte der Tatort einen hohen Marktanteil.

Besetzung
Charlotte Lindholm – Maria Furtwängler
Karl Mertens – Charly Hübner
Martin Felser – Ingo Naujoks
Tobias Endres – Hannes Jaenicke
Werner Freden – Michael Wittenborn
u.a.

Stab
Drehbuch – Martina Mouchot, Orkun Ertener
Regie – Christiane Balthasar
Kamera – Markus Hausen
Musik – Johannes Kobilke

Bilder – NDR/Christine Schröder


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7 Meinungen zum Tatort Folge 576: Märchenwald

  • gjb • am 4.6.10 um 16:21 Uhr

    seltsame geschichte mit etwas action am schluss.

    einer der gähn to´s mit der hübschen charlotte….

    ausser spesen…..

    grüsse

    gjb


  • gjb • am 29.6.10 um 13:44 Uhr

    hallo,

    noch so`n fall. der lief auch erst vor kurzem !

    grüsse

    gjb


  • Gudrun Eussner • am 29.6.10 um 15:45 Uhr

    Da habe ich das Glück, daß ich TOs mit Charlotte Lindholm und ihrem Martin schon lange nicht mehr sehe. Ob’s den nun gestern und vor zwei Wochen gegeben hat, oder in HH fällt ’n Würstchen von der Schaufel …


  • gjb • am 4.7.10 um 22:47 Uhr

    hallo,

    tatsächlich wurde dieser to heute nochmals auf einsfstival

    wiederholt…und die nächsten tage dann auch noch auf einem

    dritten programm. so bekommt man sendezeiten auch aufge –

    füllt.

    grüsse

    gjb


  • gruselgu • am 5.5.14 um 10:12 Uhr

    Guck ich immer wieder gerne!!! Vor allem darum, weil ichselbst im „Märchenwald“ viele Sonntagsspaziergänge genossen habe…und die Gegend gut kenne!
    Leider kommen Aufnahmen aus Hannover zu kurz…..aber dennoch halte ich Charlotte die Treue und bin gespannt auf den nächsten Tatort aus Hannover in 2014


  • Dirk • am 17.1.16 um 21:39 Uhr

    Der Tatort Nummer 576 aus Hannover. Die Hauptkommissarin Lindholm vom Landeskriminalamt Niedersachsen ermittelt in einem Tötungsdelikt, zusammen mit einem Hauptmeister der dörflichen Gemeinschaft. Wie diese Grand Dame nur an ihre Fälle kommt. Und ihr Privatleben kommt wie immer auch nicht zu kurz. Ihr privater Ulli ist auch wieder dabei. Es geht um Ossis, die konnten auch reich erben, sowie um Wessis. Um Wilderer und Mörder. Da lässt doch ein Generalleutnant der ehemaligen DDR, Schalck-Golodkowski hieß der, vor Lachen die Hosen runter. Einmal gucken reicht völlig.


  • Walter Ulbricht • am 19.1.16 um 7:15 Uhr

    Realsatire im Spätkapitalismus mit angedeuteten Erotikeinlagen.
    Statt Verhöre zu veranstalten hätte die Kommissarin einen Tabledance in der Gaststätte aufführen sollen.

    Das wäre mir volle fünf Punkte wert.


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