Tatort Folge 1021: Der Tod ist unser ganzes Leben



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Tatort Folge 1021: Der Tod ist unser ganzes Leben 4 23

Ein Jahr ist vergangen. Die Münchner Tatort-Urgesteine Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Ivo Batic (Miroslav Nemec) haben den ungeklärten Fall „Die Wahrheit“ (Tatort-Folge 997, Erstausstrahlung: 23. Oktober 2016) nie vollkommen hinter sich lassen können. Besonders Kommissar Batic berührte damals das tragische Schicksal der jungen Witwe Ayumi und ihres kleinen Jungen Taro sehr. Im Tatort „Tod ist unser ganzes Leben“ wird die Geschichte um den bis dato unbekannten Messerstecher auf den Straßen Münchens weitererzählt. Anders als im Krimi „Die Wahrheit“ ist die Story in neuen Fall allerdings rein fiktionaler Natur.

Die Tatort-Folge 1021 „Der Tod ist unser ganzes Leben“, die laut Angaben des Bayerischen Rundfunks nicht als explizite Fortsetzung gedacht ist, sondern auch eigenständig funktionieren soll, wird am Sonntag, den 30. April 2017 um 20.15 Uhr im Ersten Programm ihre TV-Premiere erleben.

Inhalt der Tatort-Folge „Der Tod ist unser ganzes Leben“

Der schreckliche Mordfall im Tatort „Die Wahrheit“ ging Batic und Leitmayr nah. Auf offener Straße wurde ein Familienvater offenbar willkürlich gewähltes Opfer einer tödlichen Messerattacke. Vor einer Bankfiliale im Herzen Münchens stach ein vermummter Mann ohne Vorwarnung mehrfach auf Benjamin Schröder ein, seine daneben stehende Frau und der sechsjährige Sohn realisierten den Mordanschlag erst, als der geliebte Mensch schwer verletzt zusammensackte. Ben Schröder erlag wenig später in einer Klinik seinen Verletzungen.

Hauptkommissar Franz Leitmayr wurde damals die Leitung der SOKO Schröder übertragen. Ein DNA-Massentest hätte die Identität des Täters überführen können – doch die Aktion wurde durch den Dezernatsleiter Karl Maurer aus Kostengründen jäh gestoppt. In der Zwischenzeit hatte sich Batic um die Hinterbliebenen gekümmert. Ayumi, eine Halbjapanerin, und der kleine Taro Schröder taten ihm leid. So verbrachte der Kriminalbeamte zunehmend private Zeit mit den zweien. Der psychopathische Mörder blieb in „Die Wahrheit“ am Ende unentdeckt.
Jetzt, im Tatort Nummer 1021 „Der Tod ist unser ganzes Leben“, treibt eben jener Mörder sechs Monate nach den Ereignissen im Fall „Die Wahrheit“ erneut sein Unwesen in der bayerischen Landeshauptstadt. Das fehlende Motiv und der Tathergang lässt die Kriminalpolizei darauf schließen, dass sich es sich um denselben Täter handelt, der in der Vergangenheit Schröder tötete.

Auf dem Weißenburger Platz schlägt er ein zweites Mal zu. Ein unauffälliger, im Trenchcoat gekleideter Mann spaziert über den gepflasterten Platz, registriert beiläufig die Zahl fünf, die spielende Kinder gerade beim Hüpfspiel geworfen haben. Fünf. Das soll die Zahl sein, die über ein Menschenleben entscheidet. Der Killer geht weiter, zählt die Personen ab, die er passiert. Eins, zwei. Drei. Vier. Sebastian Fischer, der seinen Sohn an diesem sonnigen Frühlingstag lediglich aus dem Kindergarten abholen wollte, trägt die schicksalshafte Nummer fünf. Zahlreiche Messerstiche verfehlen sein Herz nur knapp.

Eine Überwachungskamera am Tatort entlarvt den Täter endlich: Klaus Barthold ist der Mann, der wahllos tötet. Im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst lauern Franz Leitmayr und Ivo Batic dem dort arbeitenden Serientäter auf und lassen ihn verhaften. „Über ein Jahr lang hatten wir nach ihm gesucht. Und dann – war er da. Einfach so“, gibt der Kriminalbeamte Leitmayr später vor dem Untersuchungsausschuss im Tatort „Der Tod ist unser ganzes Leben“ zu Protokoll. Die monatelange, nervenaufreibende Ermittlungsarbeit, das Streben nach Gerechtigkeit rund um den Fall des mysteriösen Killers sollte hier enden – glaubten die Ermittler: „Es war vorbei. – Dachten wir.“

Der Tatort „Der Tod ist unser ganzes Leben“ nimmt nach dieser Aussage Leitmayrs erst Fahrt auf. Die Vernehmung Bartholds ergibt zwar keine Erklärung für seine Taten, die Beweislage gegen den Mann ist jedoch erdrückend. Der provoziert den ohnehin emotional aufgewühlten Ivo Batic und hat augenscheinlich seine Freude an der ungehaltenen Reaktion des Beamten.

Während der Untersuchungshaft ist der dringend Tatverdächtige Klaus Barthold in der JVA Straubing untergebracht. Nach fünf Monaten, zum Beginn des Prozesses gegen ihn, soll er in die Justizvollzugsanstalt in München überführt werden. Doch dort wird der Mann mit dem leeren Blick nie ankommen. Hauptkommissar Ivo Batic, der seinen Freund und Kollegen Franz im Tatort „Der Tod ist unser ganzes Leben“ überredet hatte, den Gefangenentransport zu begleiten, wird in einem Überraschungsmoment überwältigt und Barthold kann fliehen. Leitmayr, abgelenkt durch zwei jugendliche Autofahrer auf der Transportstrecke, kommt zu spät, um zu helfen. Gemeinsam machen sich die zwei Ermittler auf die Suche nach dem Flüchtigen. In einer verlassenen Papierfabrik werden die Münchner Kommissare fündig.

Warum Batic am Ende im Koma liegt und Leitmayr an Krücken geht, erfährt das Publikum dieser Tatort-Folge erst im Laufe der Geschichte, die aus der Retrospektive erzählt wird. Ähnlich wie die Mitglieder des gezeigtes Untersuchungsausschusses rätseln auch die Zuschauer, wie es zu der Schießerei auf dem Fabrikgelände zwischen Barthold und der Polizei kam und vor allem, wer auf wen mit welcher Waffe tatsächlich schoss.
Die Dreharbeiten zum Tatort – der laut BR kein Sequel im eigentlichen Sinne darstellt – fanden bereits kurz nach der Produktion der Episode „Die Wahrheit“ statt, nämlich im September und Oktober 2016. Und die Reaktion der Tatort-Zuschauer nach der TV-Premiere des ersten Teils schrie tatsächlich geradezu nach einer Weitererzählung der Geschichte: nicht gefasste, anonyme Kapitalverbrecher werden im Krimi-Genre nur selten verziehen. Schließlich möchte ein Leser oder Zuschauer erfahren, wer den grausamen Mord begangen hat, und vor allem aus welchem Grund. Auch der Drang nach Vergeltung und Zuführung einer gerechten Strafe durch die Staatsgewalt gilt es hierbei zu befriedigen.

Ähnliches Vorgehen sahen wir bereits in den Kieler Tatorten „Borowski und der stille Gast“ (Tatort-Folge 842) und der Fortführung „Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes“ (Tatort-Folge 964), die allerdings drei Jahre auf sich warten ließ.

Michael Polle, Produzent bei X Filme Creative Pool, erklärte im Rahmen seiner Mitarbeit am Tatort „Der Tod ist unser ganzes Leben“ gegenüber dem Bayerischen Rundfunk: „Ziel war es, die beiden Kommissare nach 26 Dienstjahren noch weiter an den Rand ihrer privaten und beruflichen Freundschaft zu bringen und mit existenziellen Fragen zu konfrontieren: Was ist Wahrheit? Was ist Lüge? Wie sehr kann man sich nach Jahrzehnten der Zusammenarbeit vertrauen? Und was kann man noch vom Leben erwarten, wenn von einem auf den anderen Tag nichts mehr ist, wie es scheint?“

Die Redaktion von Tatort-fans meint …

Sabine (37 J. | Kinoliebhaberin)

Der intensiv erzählte, spannend inszenierte Tatort-Vorgänger „Die Wahrheit“ wird hier mit Füßen getreten. Die Fortsetzung, die keine sein soll, hat derart viele Plausibilitätslücken, dass es mir beinahe die Zehennägel aufrollt. Schade, trotz einiger thrillenden Momente vergeigt!

Gerald (37 J. | IT-Nerd)

Während des Tatorts musste ich die ganze Zeit darüber nachdenken, ob die Wunden nun links oder rechts waren. Denn das wechselte gelegentlich. Ansonsten gibt es bei diesem spannenden Tatort nichts zu meckern. Auch hier wieder meine Empfehlung „Einschalten“, man kann gute Unterhaltung erwarten.

Tatort-Besetzung

Hauptkommissar Franz Leitmayr – Udo Wachtveitl
Hauptkommissar Ivo Batic – Miroslav Nemec
Assistent Karl-Heinz „Kalli“ Hammermann – Ferdinand Hofer
Kriminaloberrätin Horn – Lina Wendel
Kriminaloberrat Hofmeister – Karl Knaup
Dezernatsleiter Karl Maurer – Jürgen Tonkel
Oberstaatsanwalt Kysela – Götz Schulte
Klaus Barthold – Gerhard Liebmann
Robert Steinmann – Jan Bluthardt
Sabine Merzer – Friederike Ott
Krankenschwester – Lilly Forgách
Ayumi Schröder – Luka Omoto
u.a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Holger Joos, nach einer Idee von Erol Yesilkaya
Regie – Philip Koch
Kamera – Jonas Schmager
Schnitt – Dirk Göhler
Szenenbild – Oliver Hoese
Musik – Sebastian Pille

Video zur Tatort-Produktion



Bilder-Galerie zum Krimi aus München


39 Meinungen zum Tatort Folge 1021: Der Tod ist unser ganzes Leben

  • BG • am 30.4.17 um 20:08 Uhr

    Nach dem exzellenten 1.Teil, „Die Wahrheit“, reiht sich die Fortsetzung nahtlos in die Liste der verworrenen TOs 2017 ein. Schade eigentlich…


  • Caro • am 30.4.17 um 20:30 Uhr

    Leider habe ich damals DIE WAHRHEIT nicht gesehen. Offenbar muss man das aber, um diesen TO zu verstehen. Komme nicht rein. Schade.


  • R.L. • am 30.4.17 um 20:39 Uhr

    Himmel hilf!! Ich wünsch mir doch nur einen soliden krimi ohne all den psychoschrott! Ist denn das so schwierig?? 😣


  • Thorsten • am 30.4.17 um 20:45 Uhr

    Den Anfang fand ich sehr spannend, aber mit dem Auftauchen der Wittwe wurde es völlig unglaubhaft und verworren. Unvorstellbar, dass Batic sich wirklich so blöd verhalten würde.


  • Yasmin • am 30.4.17 um 20:45 Uhr

    Ich hatte den ersten Teil gesehen und fand die Fortsetzung extrem spannend. Ich war selten so gefesselt von einem Tatort. Absolut top!


  • Lilly • am 30.4.17 um 20:48 Uhr

    Dieser Tatort ist mit zwei Worten beschrieben: einfach surreal!!! Schade!


  • Christa Niehage • am 30.4.17 um 20:55 Uhr

    Ich habe erst ziemlich spät begriffen dass es der zweite Teil ist. Warum werden die Tatorte immer blöder? Münster ist noch sehr gut, aber der Rest


  • C. • am 30.4.17 um 20:57 Uhr

    Also… an alle die, die den Tatort verworren fanden: wenn ihr etwas Einfaches haben wollt, schaut euch viell. „Die Schlümpfe “ an 😉
    Mal wieder ein Tatort zum Mitdenken, bei dem man selber in die Fahnung eintauchen kann! Absolut fesselnd und spannend! Daumen hoch für meine Lieblinge Batic und Leitmayr


  • arsylang • am 30.4.17 um 20:59 Uhr

    Ich fand beide Teile spannend. Was ist verwirrend? Dass die Geschehnisse in der Papierfabrik in verschiedenen Versionen erzählt wurden. Ich verstehe Batic, aber auch Leitmayer, ja das geht, und auch für Ayumi habe ich Verständnis. Ausser vielleicht, dass sie nach Deutschland zurückkehrte. Aber dann geht die Geschichte nicht. Aber es ist ja eine Geschichte und kein Tatsachenbericht. Und der Barthold ist nun wirklich ein zynischer Kotzbrocken.


  • Maren • am 30.4.17 um 21:03 Uhr

    Der Tatort war sooooo langweilig. Man beneidet seine eingeschlagenen Füße. Da lob ich mir den Tatort mit Till Schweiger. Action, wechselnde Schauplätze, absolutes Kinoformat. Davon wünsch ich mir mehr.


  • Maren • am 30.4.17 um 21:05 Uhr

    Weniger als ein Stern!!!


  • Marcel • am 30.4.17 um 21:07 Uhr

    Hat mir mal wieder gut gefallen


  • arte-Versteher • am 30.4.17 um 21:29 Uhr

    Was für eine Räuberpistole. Teil I bezog sein Wucht aus der Dimension des Zufalls und der Abwesenheit eines klassischen Tatmotivs. Eine Konstellation, die auch mit den Mitteln moderner Kriminalistik und der Auswertung großer Datenmengen nicht immer auflösbar ist und uns entsprechend verstört zurückließ. Dieses ganze spannende und sehr aktuelle Thema wird hier quasi nebenbei abgefrühstückt und gekillt. Diesmal ist die flugs die allgegenwärtige Überwachungskamera zur Hand, und der Täter ist halt einfach ein kleiner Zahlen-Zwangsneurotiker. So kann man die Größe eines Stoffs in Nullkommanichts auf banale Pygmäengröße schrumpfen.

    Stattdessen nun die altbekannte Geschichte von Schuld und Sühne, und die von Loyalität und Verrat zwischen Ermittlerpaaren. Auch daraus hätte man natürlich etwas machen können, aber doch nicht so. Die japanische Schönheit will mit dem Geldkoffer eine Aussprache mit dem Täter erzwingen? Ich bin sonst kein Verfechter unbedingter Plausibilität, aber spätestens ab der Pinkelpause auf dem JVA-Familienausflug ins Grüne konnte ich diesen Plot nicht mehr ernst nehmen. Leider nur zwei Sterne, für jedes Hinkebein eins.


  • Sebastian • am 30.4.17 um 21:30 Uhr

    Klasse Tatort! So muss das sein, auf München ist eben Verlass.


  • Madelène 14 J. • am 30.4.17 um 21:54 Uhr

    Wer hat diesen Fehler auch gesehen?
    Leitmayer ist verletzt am linker Bein. Im Badezimmer wechselt er den Verband am rechter Bein. Eine Szene weiter taucht der Verband wieder am linker Bein auf……ups!


  • alter Fan • am 30.4.17 um 22:02 Uhr

    diese “ Räuberpistole “ war für mich ein exzellenter Tatort , mit einer ausgefeilten faszinierenten Story – schauspielerische Leistungen ebenfalls absolut hochwertig – die Schlußszene entlockte mir aber schon ein Lächeln ( 2 silbergrauharige Männer im gesetzten Alter auf einer Klinikparkbank ) – denken die beiden wirklich an´s Aufhören – wäre echt schade . Alternativ : “ Wenn´s sein muß , schieb ich Dich im Rollstuhl zum nächsten Tatort “ – Zitat Franz Leitmayr .


  • MM223 • am 30.4.17 um 22:09 Uhr

    Endlich mal wieder ein guter Tatort. War zwar nicht ganz so stark wie der erste Teil, aber es war gute Unterhaltung


  • G. E. Rücht • am 30.4.17 um 22:11 Uhr

    Ein atmosphärisch dichter, düsterer, schwarzer Tatort, glänzend gespielt (vor allem Leitmeier in überzeugender Spiellaune), keine grenzdebilen Späße, unglaublich fesselnd. Hervorragend war zudem der Ton, die Kamera und die Musik.
    Sehr gut auch der Schnitt, der wohl etwas zu anspruchsvoll (verwirrend) war.


  • Rainer Ruess • am 30.4.17 um 22:26 Uhr

    Kann mir jemand verraten was Batic zum Schluss auf der Parkbank gemurmelt hat? Leitmayr gat es ja auch nicht verstanden…


  • Gottlieb • am 30.4.17 um 22:28 Uhr

    Der zweite Teil ist nicht besser als der erste. Ein Geflecht von Beziehungsdramen, die laustark mit überbordenden Emotionen ausgetragen werden, ergibt ein Melodram, aber keinen Tatort-Krimi. Am Sonntag Abend brauche ich auch keine ständigen Rückblenden, die manchmal im Sekundentakt in die Handlung, sofern man davon sprechen kann, eingeblendet werden. Ein einziges Durcheinander. Was die beiden alten Knacker noch so alles erleben und worüber sie sich so ihre Gedanken machen – ziemlich lautstark, versteht sich -, das ist schon erstaunlich und sonderbar. Ich habe bis zum Schluß durchgehalten – in der Hoffnung, daß der eine mit einer mäßigen Behinderung in die wohlverdiente Pension geht, der andere mit der hübschen Mörderin nach Japan entkommt. Schlußbild: Die aufsteigende Maschine, verfolgt von den Blicken des übrig Gebliebenen. Liefert Japan eigentlich aus?


  • wallace • am 30.4.17 um 23:24 Uhr

    zum Teil im „8-Blickwinkel-Stil“ konstruiert, fand ich es als TO nicht uninteressant und auch nicht so leicht vorhersehbar.
    nur: warum hat es niemanden interessiert, dass die Polizistin von hinten erschossen wurde? damit fiele doch F.L. von vornherein als Täter aus. mir unbegreiflich…
    dafür einen Stern abzug, macht 4.


  • Bito • am 1.5.17 um 1:54 Uhr

    Klasse Unterhaltung, sehr gut gespielt, tolles Drehbuch – rundherum stimmig und spannend, danke!


  • herbert • am 1.5.17 um 4:52 Uhr

    Eigentlich nicht schlecht. Es war nach längerem wieder ein Tatort den ich ganz angeschaut habe. Vor allem immer wieder sehr spannend nachdem sich Blickwinkel geändert haben.
    Aber nüchtern betrachtet gibt es das Team auch München jetzt leider nicht mehr. Ich finde es wäre sonst zu viel Beliebigkeit dabei die nicht verständlich wäre.
    Ein anderer Abgang hätte ich dem Team gewünscht


  • Mah • am 1.5.17 um 9:10 Uhr

    Hat super stark angefangen und dann nach 3/4 der Spiellänge nachgelassen. Auch irgendwie komisch dass DIE beiden best Buddies der Tatort Teams sich auf einmal so entzweien.


  • Hanz W. • am 1.5.17 um 9:53 Uhr

    Spannend, intensiv, erzählperspektivisch faszinierend, wenn auch zugegeben nicht in jedem Detail plausibel und nachvollziehbar. Die Kommissare schauspielerisch in absoluter Top-Form, ausgereift, die Nuancen des Binnenverhältnisses sehr präzise und facettenreich ausspielend. Für mich sehr gelungen, nahe sogar an 5.


  • Karin • am 1.5.17 um 12:13 Uhr

    Leider wieder ein Tatort, der sich dem Niveau der zu Beginn des Jahres gezeigten anpasst.

    Anfangs geht die Post ab, und dann säuft der Krimi von Minute zu Minute ab, gefördert durch diesen Schnitt und die blöden Rückblenden.

    Von der Glaubwürdigkeit rede ich gar nicht erst. Fiel schwer, bis zum Ende durchzuhalten.

    Passender Abgang, falls die Zwei aufhören. Bei den Drehbüchern und Inszenierungen würde ich auch in den Sack hauen.
    Wissend, in welch schönen und spannenden Tatort-en ich schon mitgespielt habe.

    Aus Respekt vor Batic und Leitmeyer ein Ehrenpunkt zum Abschied.


  • Dirk • am 1.5.17 um 12:46 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 1021 aus der wunderbaren Hauptstadt München, Erstsendung, 30.04.2017, ARD. Die beiden wohl bekannten Hauptkommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr, von der dortigen Bayerischen Mordkommission, versuchen zu ermitteln und werden hierbei tatkräftig und sehr loyal vom Kriminal-Assistenten Kalli intensiv und sehr erfolgreich unterstützt. Dieser junge Mann könnte ohne Weiteres der Enkel von Kriminalhauptmeister Brettschneider sein, welcher in den 1970ziger Jahren zum erfolgreichen Tatort-Trödelteam von Oberinspektor Veigl gehörte. Tja, den Inhalt dieses Tatort-Spielfilms braucht man wohl nicht weiter beschreiben. In der neuerlichen Filmszenerie gibt es wohl nur wenige Beispiele von sequenziell verschnittene und abgehackte Plots, ob absichtlich oder unabsichtlich herbeigeschafft, sollte hierbei einmal unberücksichtigt bleiben. Diese hanebüchene Geschichte wirklich und tatsächlich von dannen verschoben, bleibt letztlich eine Konzentration auf die sich ständig wiederholenden Aktionsszenen. Und die empfand ich als entspannt schauendes Fernsehpublikum gar nicht mal so schlecht dargestellt. Naja, die beiden kommissarischen Helden waren vielleicht ein wenig zu schmerzunempfindlich, der nunmehr zweite Psycho-Mörder, was anderes sich einfallen zu lassen erscheint Problematik hervorzurufen, erschien mir meines Erachtens ein wenig zu prolig . Die Rolle des Fahrers des Gefängnistransporters wurde dagegen hervorragend gespielt und aufgezeigt. Tödlich und versehentlich angeschossen von der eigenen Geliebten, behielt der Justizbeamte bis zu Letzt die Fassung und stellte dieses realistisch bis zu seinem Ableben auch schauspielerisch dar. Toll. Für mich war dieser Tatort-Streifen ein reiner Polizei- und Kriminalfilm zum Abschalten im Abendprogramm, welchen man auch ohne Kenntnis des Vorgängerfilms sich anschauen konnte. Man sollte es nur unterlassen, diesen Tatort-Film logisch visuell und verbal mit verfolgen zu wollen. Sehens- und wiederholungswürdig für mich alle Male. Gut.


  • Nicht nur sonntags • am 1.5.17 um 13:24 Uhr

    Fand ebenfalls die Schauspieler, Ton usw. ausgezeichnet und den Tatort lange sehr spannend. Nur die Beziehung zwischen Ivo und Ayumi, und überhaupt deren Rolle in der Sache, erschienen, finde ich, als zu unpassend – als ob der Autor einer packenden Geschichte irgendwie nicht so recht auf die Idee eines Schlusses käme, der der tollen Story gerecht würde. Dafür einen Stern Abzug – ich wurde gut unterhalten.


  • MoMi • am 1.5.17 um 14:44 Uhr

    Endlich wieder mal ein interessanter, guter TO aus München. Wer die sogenannte 1. Folge nicht gesehen hat, konnte meiner Meinung nach auch ohne nähere Kenntnisse die Story gut verfolgen. Mir hat der TO jedenfalls gefallen und ich habe mich bestens unterhalten. Man merkt aber, dass die beiden in ein Rentenalter kommen und ich frage mich, wie lange es noch geht bis die beiden in den Ruhestand versetzt werden. Kalli hat mir sehr gut gefallen. Könnte Nachfolger mit Unterstützung von „Senioren Batic und Leitmayer“ werden, zusammen mit einer noch zu bestimmenden, weiblichen Person. ——????


  • Roland Brödlin • am 1.5.17 um 17:58 Uhr

    Normale Fernsehzuschauer haben den Tatort wohl spannend gefunden. Das mag auch teilweise so gewesen sein, aber als pensionierter Polzeibeamter mußte ich feststellen, daß er absolut unrealistisch und chaotisch war. Was da präsentiert wurde entsprach in keiner Weise einer vernünftigen Polizeiarbeit. Eine absolute Katastrophe, was da dem Zuschauer präsentiert wurde.


  • Artur Stoffels • am 1.5.17 um 18:25 Uhr

    Kann den Kritiken nur noch hinzufügen, woher wußte Frau Ajumi Schröder wer den Gefangenen-Transporter fährt.?
    Das sind doch Polizeiinterna u. von Japan aus, als Außenstehende daran zukommen halte ich für unmöglich.


  • sonst73 • am 1.5.17 um 19:42 Uhr

    Schade. Mit der Auflösung des wahren Tathergangs hat man den ganzen Tatort unglaubwürdig gemacht. Durch den eklatanten Fehler mit der Schussrichtung wurde der Zuschauer in die Irre geführt und der Fall war im Vorfeld nicht lösbar. Welcher Gerichtsmediziner würde nicht erkennen, aus welcher Richtung die Justizbeamtin erschossen wurde? Die ganze Zeit wurde rekonstruiert, dass sie den Schuss von vorne erhalten hat und in die Brust getroffen wurde, während er in der Aufklärung plötzlich von hinten kam (in den Rücken)??? So etwas wäre schon im Laufe einer echten Mordermittlung bekannt. Und damit wären sämtliche vorherige Vermutungen hinfällig gewesen.
    Über die Verletzungen der beiden Kommissare, die sich mal am rechten, mal am linken Bein befanden, lasse ich mich jetzt mal nicht aus.


  • Frank • am 2.5.17 um 6:44 Uhr

    Düstere Stimmung in diesem Tatort aus München. Es tat manchmal weh hinzuschauen, meint wir haben trotz einiger Logiklücken, einen mitreissenden Film gesehen. Was will man mehr, der Tatort soll eben auch unterhalten und den Zuschauer fesseln. Das dabei das Ermittlerteam selbst im Vordergrund steht und zur eigentlichen Zielscheibe der Ermittlungen wird, ist nicht neu. Aber in dieser Härte schon, Nicht nur weil die beiden ergrauten Panther körperlich angeschlagen sind, mit der gezeigten Einstellung und dem Umgang mit der Ermittlungsbehörde gibt es eigentlich nur eine logische Fortsetzung, dass wäre die Pensionierung der beiden. Die Falschaussage von Batic ist im besten Fall eine Behinderung der Ermittlungen, durchaus aber strafrechtlich von Belang. Wäre für mich schon komisch, wenn die beiden demnächst im Musikantenstadl ermitteln… (4 Sterne, der Abzug wegen der unglaublichen Unglaubwürdigkeit)


  • Tobi • am 2.5.17 um 21:11 Uhr

    als die Verletzung links war, wurde in einen Spiegel Gefilmt. Ev. war es Technisch bedingt verkehrt. Aber warum schreibt niemand dass im Wald einmal zwei Schüsse fielen und ein ander mal nur einer? Und dass der Schuss dann Plötzlich in den Rücken kam war schon unlogisch.


  • Wolles • am 5.5.17 um 12:56 Uhr

    Gut gemacht, hat mir nach langer Zeit mal wieder gefallen.


  • Smokie • am 5.5.17 um 18:32 Uhr

    Den fand ich, als Tatort – Sonntagsabendkrimi, recht gut, sogar bis zum Schluss angesehen (ist nicht so häufig). – Prima!


  • Kilian • am 6.5.17 um 15:46 Uhr

    Ich hatte mich sehr auf den 2. Teil gefreut, da mir der erste ausnehmend gut gefallen hat und ich eine Fortsetzung in ähnlicher/ ähnlich spannender Art erwartet hatte.
    Schon nach den ersten Minuten dieser 2. Folge war ich total enttäuscht und dann wuchs die Enttäuschung quasi von Minute zu Minute.
    Wer soll das denn glauben?
    Dass die beiden „langgedientsten“ Tatort-Kommisare aus naiver, falsch verstandener Empathie (Batic) in eine derartig katastrophale Situation hineinschliddern, an deren Ende es so viele Tote und 2 schwerverletzte Hauptkommisare gibt ?
    Da beim nächsten Tatort (in 2 Wochen) ja wieder die beiden Münchner Kommissare ermitteln, bin ich neugierig, ob auf “ Tod ist unser ganzes Leben“ noch einmal Bezug genommen wird.
    Sind jetzt schon alle Wunden und Disziplinarverfahren abgeschlossen?
    War diese 1021. Folge nur ein „böser Traum“? Gibt es überhaupt irgendeinen Bezug in dieser (dann wohl 1022. Folge) auf Nr. 1021?
    Fragen über Fragen. Schon deshalb werde ich mir Nr. 1022 ebenfalls angucken- hoffentlich wird er glaubwürdiger und spannender!


  • Bernhard Inanc • am 14.5.17 um 21:53 Uhr

    Solide.Aber zu düster.Plot routiniert.Übrigens: Die Wohnung von Batic,zu sehen ab Minute 72, war,wie meine Ermitlungen ergaben ,in der LiebherrStr.18. Im Block der S-Bahnstation Isarthor :-)


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