Tatort Folge 1094: Das Monster von Kassel



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Erstmalig in der Geschichte des Tatorts spielen die Ermittlungen im nordhessischen Kassel.

Der zerstückelte Körper des 17-jährigen Lukas, Stiefsohn eines prominenten TV-Talkmasters, taucht nach und nach auf; die Gliedmaßen und der Kopf wurden mit einer Axt vom Torso getrennt und vom Mörder an verschiedenen Orten in Kassel und Frankfurt abgelegt. Die Kommissare Anna Janneke (Margarite Broich) und Paul Brix (Wolfram Koch) arbeiten in Nordhessen mit einer Kollegin zusammen, um das schreckliche „Monster von Kassel“ dingfest zu machen.

Der neunte Einsatz des Frankfurter Tatort-Duos wird am Sonntag, den 12. Mai 2019 um 20.15 Uhr im Ersten Programm der ARD erstausgestrahlt. Die Tatort-Episode „Das Monster von Kassel“ trägt damit die fortlaufende Nummer 1094.

Inhalt der Tatort-Folge „Das Monster von Kassel“

Der Fall „Das Monster von Kassel“ führt die zwei Ermittler Anna Janneke und Paul Brix dieses Mal in das nordhessische Kassel. Kassel soll als Drehort für den Tatort eine Ausnahme bleiben, zumindest erklärte der HR-Pressereferent Christian Bender in einem Interview, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Ermittlungen in der 200.000-Einwohner-Stadt geplant seien. Zumal die Produktionskosten des Hessischen Rundfunks in Kassel höher ausfielen als jene in Frankfurt am Main, wo die Filmarbeiten ein regelrechtes Heimspiel für die Sendeanstalt darstellen. Allerdings – auch das räumte Bender ein – warte man zunächst die Einschaltquoten und die Resonanz der bundesweiten Zuschauer nach der offiziellen TV-Erstsendung am 12.05.2019 ab, und bewerte dann die Rentabilität der Tatort-Produktion.

Wer ist das grausame „Monster von Kassel“, das einen heranwachsenden, jungen Mann getötet und dann sorgsam zerstückelt hat? Der die Leichenteile in Tücher und Plastiktüten gewickelt hat, um sie dann in verschiedenen Städten abzulegen? Der Vater des Opfers ist sich jedenfalls sicher, im Tathergang das Muster eines bekannten Serienkillers aus Straßburg wiederzuerkennen, dessen unfassbare Taten durch die Medien gingen. Doch Brix und Janneke haben bald einen anderen Verdacht …

Das Besondere an diesem Tatort ist, ähnlich dem erst kürzlich im März 2019 erstgesendeten Kieler Tatort „Borowski und das Glück der Anderen“ (Tatort-Folge 1086), die in Columbo-Manier erzählte Geschichte: Der Tatort-Zuschauer ist den Kriminalisten einen entscheidenden Schritt voraus, denn gleich zu Beginn der Story gibt der Mörder dem Publikum seine Identität preis. Die Spannung dieses Krimis ergibt sich demnach aus der Umsetzung der Frage: Wie gelingt es den Profi-Ermittlern, den Täter zu überführen? Es ist die Herangehensweise an einen Fall, in dem erst lediglich die abgetrennten Arme und Beine eines toten Menschen vorliegen, das Aufdecken falscher Fährten, die sich ewig wiederholenden, bohrenden Fragen an das Umfeld des Opfers. Die Fähigkeiten der Psychologin Janneke, die ihr Gegenüber im Verhörraum langsam, aber sicher durchschaut. Die Hartnäckigkeit von Brix, der sich kurzerhand ein Fahrrad schnappt und durch Kassel radelt, um den Ablauf der Tat zu rekonstruieren.


Die Story um „Das Monster von Kassel“:
Anna Janneke und ihr Kollege Paul Brix, Hauptkommissare bei der Kriminalpolizei Frankfurt, werden an einem heißen Sommertag zu einer Baustelle in der Stadt gerufen. In zwei Containern, die für den Bauschutt am Fuße des Gebäudes abgestellt wurden, haben Arbeiter seltsame schwarze Plastiktüten entdeckt – aus einer ragen zwei blasse Hände. Die Spurensicherung ist im HR-Tatort bereits vor Ort und informiert die eintreffenden Fahnder über die ersten Untersuchungsergebnisse. Kurz darauf können die sichergestellten Leichenteile in der Obduktion durch den Rechtsmediziner Dr. Lorenz eingehender beurteilt werden: Die Gliedmaßen stammen von einem etwa 18-jährigen Mann, 1,75 Meter groß, der Gitarre spielte. An Händen und Knies sind Schürfwunden vorhanden, Steinchen und feiner Bausplitt befinden sich in den Wunden. Die Todesursache ist noch ein großes Rätsel.

Über die aktuellen Vermisstenmeldungen aus dem Polizeisystem kommen die ermittelnden Kommissare Brix und Janneke der mutmaßlichen Identität des Opfers auf die Spur. Die zweistündige Autofahrt führt die hessischen Kriminalbeamten zur gut situierten Familie Rhode-Jansen, die ihren 17-jährigen Sohn Lukas, von allen nur „Luke“ genannt, seit kurzem vermisst. Er ist von einer spontanen Partyverabredung am Samstagabend nicht nach Hause zurückgekehrt. Die DNA auf Lukes Zahnbürste gibt traurige Gewissheit: Die aufgefundenen Arme und Beine gehören zu dem Jungen. Die Mutter bricht zusammen, der zweite ältere Sohn Max ist fassungslos.

Während die Hauptkommissare im tragischen Mordfall „Das Monster von Kassel“ einerseits behutsam vorgehen müssen bei der Befragung der Familie, müssen sie auf der anderen Seite fürchten, dass ein Serienkiller umgeht und erneut mordet. Luke ist schließlich nicht der erste Teenager, der in letzter Zeit in Einzelteile zerlegt aufgetaucht ist. Der Stiefvater des Opfers, Maarten Jansen macht den Ermittlern derweil kräftig Druck: Der Mann, der bereits Straßburg unsicher gemacht hat, setzt seine Mordserie nun in Nordhessen fort! Jansen, ein gefeierter, erfolgreicher Talkmaster mit eigener Filmproduktionsfirma, nutzt das Interesse der Öffentlichkeit, um trotz Trauerfall Rekordquoten zu erzielen. Er tritt kurz nach der Bekanntmachung vom schrecklichen Tod seines Sohnes wieder vor die Kamera, hält eine emotionale Ansprache und bezieht Stellung zu den Zeitungsmeldungen. Mit offenem Mund verfolgt Anna Janneke die Sendung auf dem Fernseher in ihrem Hotelzimmer in Kassel mit.

Plötzlich taucht der Torso von Luke Rohde-Jansen, wiederum verpackt in Plastik und an einen Müllcontainer eines Frankfurter Supermarktes gelehnt, auf. Vom Kopf des Toten fehlt jedoch weiterhin jede Spur. Die Ablage an genau diesem Container macht die Kripo stutzig; es ist damit wahrscheinlich, dass der Täter sehr genau wusste, dass ein in der Nähe liegendes Supermarktgelände mit Videokameras überwacht wird – der Mörder muss seine Tat also bis in das kleinste Detail geplant haben und sich in der Gegend auskennen! Die Beamten schließen eine Tötung im Affekt aus, trotzdem bleibt die Todesursache noch immer unklar, da die einzelnen Leichenteile keine tödlichen Verletzungen aufweisen. Eine toxikologische Untersuchung wird durchgeführt.

Im Laufe der Befragungen Maarten Jansens durch die psychologisch geschulte Kommissarin Janneke tauchen zunehmend Widersprüche auf. Als sich eine Zeugin meldet, die einen verdächtigen dunklen Wagen an einem Waldstück beobachtet hat, reagiert die Kripo sofort: Ein Suchhund spürt eine weitere Mülltüte auf; darin befinden sich die abgeschnittene Zunge von Luke und dessen Turnschuhe. Auch die Abtrennung der Zunge verweist auf das Handlungsmuster des Straßburg-Mörders – doch der besagte Geländewagen steht in der Garage der Familie Jansen …


„Das Monster von Kassel“ ist der erste Tatort, den der Regisseur Umut Dağ für den Hessischen Rundfunk in Szene setzte. Der Österreicher, Jahrgang 1982, inszenierte 2016 den Konstanzer Beitrag „Rebecca“ (Tatort-Folge 971) und 2018 den Schwarzwald-Tatort „Sonnenwende“ (Tatort-Folge 1058) mit Berg und Tobler. Der am Drehbuch für „Das Monster von Kassel“ beteiligte Autor Stephan Brüggenthies schrieb 2016 schon für das Frankfurter Duo Brix und Janneke die Vorlage: „Wendehammer“ (Tatort-Folge 1004) stammt aus seiner Feder; auch an „Land in dieser Zeit“ (Tatort-Folge 1006) arbeitete der gebürtige Münsteraner Brüggenthies mit.

Der HR-Tatort „Das Monster von Kassel“ wurde unter dem Arbeitstitel „Mühle“ im Zeitraum vom 3. Juni bis 7. Juli 2018 in Frankfurt und vor allem in Kassel gedreht. Die Szenen, in denen Hauptkommissar Brix mit dem Dienstrad den möglichen Fahrradweg des Opfers abfährt um weitere Spuren zu finden, boten eine gute Möglichkeit, die Landschaft rund um die nordhessische Stadt zu zeigen. Zu sehen sind im Film der Bergpark Wilhelmshöhe mit der Herkules-Kupferstatue – dem Wahrzeichen von Kassel -, Aufnahmen der Wilhelmshöher Allee, die Treppenstraße – eine Fußgängerzone in Kassel -, sowie eine schicke Villa im Stadtteil Brasselberg.

Eine Preview vor Publikum fand bereits am 19. März 2019 in der documenta-Halle in Kassel satt. 500 Krimifans erlebten „Das Monster von Kassel“ auf großer Leinwand, veranstaltet wurde die Uraufführung vom Hessischen Rundfunk.

Die Redaktion von Tatort-fans meint …

Sabine (39 J. | Kinoliebhaberin)

Nicht die Story glänzt in diesem Tatort aus Frank … Pardon, Kassel, es sind die schauspielerischen Leistungen, die überzeugen. Der Sunnyboy und TV-Star Jansen könnte von Barry Atsma arroganter kaum gespielt werden: hat die Figur doch den vermeintlich perfekten Mord begangen. Christina Große als nordhessische Kollegin, Broichs Mienenspiel im Verhörraum, das alles passt wunderbar zusammen. Nur der schräge Kommissariatschef Cariddi wird mir – ebenso wie seinen Mitarbeitern – ein ewiges Rätsel bleiben.

Gerald (39 J. | IT-Nerd)

Puh also ich fand diesen Tatort mit den Kommissaren Brix und Janneke sehr anstrengend, weil sich die Ermittlungen wie ein Kaugummi ziehen und sich alle im Kreis drehen. Anna Janneke hat wohl als Erste den Verdacht, wer der Mörder ist, lenkt aber nicht in diese Richtung oder weiht ihren Kollegen ein. Die Vernehmungen mit der Familie scheinen sich ständig zu wiederholen ohne dass es weiter geht, nach anderen Verdächtigen wird gar nicht mehr geguckt (Mitschüler von Luke, Lehrer?!). Ein durchschnittlicher Fall mit einigen Gruselmomenten, wenn mal wieder Leichenteile auftauchen. Kann man gucken, muss man aber nicht.

Tatort-Besetzung

Hauptkommissarin Anna Janneke – Margarita Broich
Hauptkommissar Paul Brix – Wolfram Koch
Kommissariatsleiter Fosco Cariddi – Bruno Cathomas
Kriminalassistent Jonas – Isaak Dentler
Rechtsmediziner Dr. Lorenz – Michael Stange
KTU-Beamte – Barbara Stollhans
Kommissarin Constanze Lauritzen – Christina Große
Polizistin Mira Herbold – Anabel Möbius
Maarten Jansen, TV-Star – Barry Atsma
seine Ehefrau Kirsten Rohde-Jansen – Stephanie Eidt
der (Stief-)Sohn Max Rohde – Justus Johanssen
Sebastian, Freund von Luke – Max Mauff
Therese, die Nachbarstochter – Sofie Eifertinger
Fanny – Zazie de Paris
Journalist – Helmut Reitze
Redakteur der TV-Show – Rainer Ewerrien
u.a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Stephan Brüggenthies, Andrea Heller
Regie – Umut Dağ
Kamera – Carol Burandt von Kameke
Szenenbild – Klaus-Peter Platten
Schnitt – Mücke Hano
Ton – Majid Sarafi
Musik – Iva Zabkar

Trailer zur Tatort-Produktion



Bilder-Galerie zum Krimi aus Frankfurt


38 Meinungen zum Tatort Folge 1094: Das Monster von Kassel

  • Karin L. • am 12.5.19 um 15:46 Uhr

    Von der TV-Spielfilm als Psychothriller angekündigt. Mit Anleihen bei Columbo. Ich glaube, Bella Block reizt mich zeitgleich im ZDF neo mehr, nachdem mich in den letzten Wochen der Tatort sehr enttäuscht hat.

    Mit drei Sternen ist es dann ja relativ neutral abgehandelt.

    Eigentlich schreibe ich das auch nur in der Hoffnung, irgendwer von der ARD liest in den Tatort Fanseiten mit. Und damit kundzutun, dass Ihnen langsam aber sicher die Fans weglaufen, mit Ihren absurden Horror- oder Experimental- oder Fantasy- oder Experimentalversuchen, die einen zu oft erwarten.


  • Chromeheart • am 12.5.19 um 16:11 Uhr

    Ich verstehe nicht, wie man schon vorab mit 3 Sternen bewertet, wenn man den Film noch gar nicht gesehen hat.


  • Axel • am 12.5.19 um 21:03 Uhr

    Körperverletzung – umschalten ist die bessere Alternative


  • Walter Ulbricht • am 12.5.19 um 21:26 Uhr

    Das ist kein Psychothriller, das ist nur ein Triller.
    Ob hierin wieder der Grundwiderspruch des Kapitalismus aufgezeigt wird?


  • Monsieur Müller • am 12.5.19 um 21:44 Uhr

    Frei nach Herbert Wehner: „Das war kein Quatsch, das war noch quätscher….“…..


  • Thorsten • am 12.5.19 um 21:45 Uhr

    Mann, war das langweilig. Schade um die tollen Schauspieler. Das Frankfurter Team hätte wirklich bessere Drehbücher verdient.


  • MM223 • am 12.5.19 um 21:50 Uhr

    Der Täter steht bereits in den ersten Minuten fest. Danach gibt es ein wirres Hin und Her in den Handlungssträngen. Das Ende ist dann völlig konstruiert. Sorry weder unterhaltsam noch spannend


  • Ulmann • am 12.5.19 um 21:52 Uhr

    Ein Tatort bei dem die Schauspieler diesen Namen auch verdient haben.
    Das Frankfurter Team wird immer besser – weiter so!


  • Greg • am 12.5.19 um 21:57 Uhr

    Weiter so – super Tatort – tolles Team – gute Story
    Ich fand es sehr spannend, hab mich mal nicht gelangweilt – wie so oft bei anderen Tatorten


  • Martin • am 12.5.19 um 21:57 Uhr

    Unrealistischer Showdown wirkt albern: Plötzlich sind ein paar dutzend mutmaßliche Vergewaltigungsopfer gleichzeitig im Revier, damit die Polizei eine Person des öffentlichen Lebens vor diesem Publikum zum Täter ausrufenen kann.


  • Hanz W. • am 12.5.19 um 22:01 Uhr

    Ich mag die unaufgeregten Frankfurter mit den originellen Sidekicks (Chef, Fanny), und das Setting war auch durchaus interessant. Aber ich gebe zu: Zwischendrin sind mir hie und da die Augenlider schon mal arg schwer geworden. Da habe ich mir etwas mehr erwartet, und es wäre auch mehr drin gewesen, die Anfangsszene mit dem Gewitter im Wald war, wenn auch etwas kolportagehaft, schon vielversprechend. Danach ist es aber etwas zäh vor sich hin mäandert. Fazit: Kann man gucken, solide drei Sterne, nicht mehr, nicht weniger.


  • Garbak • am 12.5.19 um 22:01 Uhr

    Hi Fans
    Ja, gut gespielt. Aber wie bei allen Krimis, bei denen der Täter von vornherein feststeht, genau wie bei der Legende „Columbo“, finde ich dieses Stück wenig spannend. Die Atmossphäre, sowie die gewählten Orte für die Szenen, waren prima.


  • Hanz W. • am 12.5.19 um 22:02 Uhr

    Ausgeichswertung, irgendwas hat oben mit den Sternen nicht funktioniert.


  • Dabel • am 12.5.19 um 22:07 Uhr

    Fing gut an, bis auf die Tatsache dass alle nur geglotzt haben und das ununtetbrochen ohne Anlass..geguckt geguckt geguckt.
    Aber dann fing es an, richtig unlogisch zu werden. Viele Dinge wurden garnicht erläutert wie z.B die Brücke oder der Fundort des Kopfes…und dass man alle diese Frauen, die sich gegenseitig nicht kennen, einladen darf um ihn evtl.!!! als Mörderzu entlarven, wäre überhaupt nicht machbar..denn so lange es nicht 100% erwiesen ist oder ein Geständnis vorliegt wär’s ein Rufmord und gesetzlich gar nicht erlaubt. Dann wäre ggf. seine Karriere kaputt. Da gab’s aber noch einige unerklärliche Dinge…


  • alter Fan • am 12.5.19 um 22:10 Uhr

    ohne große Umschweife zu machen – fand diesen Franfurt TO einfach gut . Meine Wertung : 3 und einen halben Bonusstern .


  • Caro • am 12.5.19 um 22:16 Uhr

    Der war gut. Durchaus spannend. Die Auflösung fand ich dämlich. Ich hatte erwartet, dass er tötet, weil er Publicity braucht. Schließlich sollte er ein Psycho sein…
    Auch dass seine Frau am Ende nur da steht… zuguckt, wie er festgenommen wird. Würde man als Ehefrau des Mörders des eigenen Sohnes nicht ausrasten?!
    Schöne nordhessische Szenerie. Humor war auch nett: Regenschirme einpacken, es geht nach Sibirien.
    Wäre er krasser, mehr psycho, gewesen, hätte ich die volle Punktzahl gegeben. War mir, wenn auch spannend, etwas flach.


  • Attila • am 12.5.19 um 22:17 Uhr

    Ich habe, nachdem ich die Vorberichte gelesen hatte, etwas viel besseres erwartet. Es war vielleicht in Psycohdrama, ja, und dafür ein nicht ganz schlechtes.
    Doch als Krimi? Oh, mein Gott… Zero Glaubwürdigkeit, so gut wie keine Ermittlung. Als ob wäre es nicht nur uns sondern auch den Ermlittlern von Anfang an klar, wer se war. Und, bitte schön, warum ist der Mann am Ende ganz freiwillig zur Polizei gegangen? Es hatte keinen Sinn.
    Und wie man am Ende innerhalb so kurzer Zeit eine so große Herde junger Frauen gesammelt hat, ist auch in einer Stadt der Größe Kassels lächerlich.
    Doch, Schauspielerisch super, echt. Dafür der zweite Stern. Mehr gibt’s heute nicht.


  • Alehalo • am 12.5.19 um 22:25 Uhr

    Nach dem Thriller Seven bin ich fast abgebrüht,dennoch war der Anfang des Films sehr krass.
    Die zwei Kommissare finde ich absolut unsympathisch, er keine Persönlichkeit, sie die Mutti von der Tankstelle. Schauspielerisch keine große Sache. Wegen Frauengeschichten den eigenen Sohn umzubringen und noch in Plastiktüten zu verpacken und dann noch die Arroganz! Ich habe es doch zum Schluss geschaut. Wird sehr schnell vergessen sein.


  • Der Fremde • am 12.5.19 um 22:37 Uhr

    Hat mich nicht überzeugt. Für meinen Geschmack war der Plot zu langatmig, das Frankfurter Kommissariats-Team generell – so wie in den bisherigen Folgen- schauspielerisch nicht mitreißend. Allerdings dürften an den bisher eher langweiligen Folgen dieses Teams auch die schwachen Drehbücher ihre Mitschuld haben.
    Man sieht aber etwa am Beispiel Dresden-TO, dass trotz etlicher zunächst schwacher Folgen auch starke Verbesserungen möglich sind (sh. z.B. deren letzte Folge „das Nest“). Man sollte die Hoffnung also noch nicht aufgeben …


  • sherlogg • am 12.5.19 um 22:49 Uhr

    Für eine gewisse Intensität und die prima Schauspieler geb ich zwei Punkte; es ist ja doch noch Luft nach unten.

    Aber die Geschichte ist echt nichts Halbes und nichts Ganzes.
    Für nen Who-done-it langts nicht, denn man hätte den Jansen sehr schnell in Verdacht. Also, sagt sich der Autor, erzähl ich den Leuten gleich am Anfang, wers war.
    Fürs Columbo-Strickmuster jedoch ist sie Geschichte wesentlich zu uninspiriert und zu überraschungsarm.
    Für einen Splatter-Gruselkrimi ist sie zu brav und für eine Superhirn-Täter-Geschichte zu flach und zu doof.

    Die Idee des stinknormalem Mörders, der seine Tat als die eines irren Serien-Slashers tarnt, gibt Substanz für einen 30-Minuten-Kurzfilm her, aber keinesfalls für einen 90-Minuten-Tatort.
    Und so plätschert der Film zwei Drittel seiner Dauer ausgesprochen langweilig vor sich hin und lebt eigentlich nur von den guten Darstellern.

    Es mag verwerflich sein, aber da ist mir so ein lustiger Schwachsinn wie „Das Nest“ deutlich lieber.


  • Kiki • am 12.5.19 um 22:59 Uhr

    Hat mir diesmal gar nicht gefallen.
    Unglaubwürdig, hölzern, gestellt und unrealistisch. Die Charaktere der Familie nicht authentisch. Und der Täter so übertrieben. Bis zuletzt versteht man und glaubt niemandem wirklich.


  • sherlogg • am 12.5.19 um 23:15 Uhr

    Jetzt hab ich die ganzen Kommentare gelesen.
    Da hätt ich mir die Tipperei echt sparen können.
    Nur ein paar wenige scheinen einen ganz anderen Film gesehen zu haben…. :-))


  • tortart • am 13.5.19 um 0:54 Uhr

    Obwohl ich Tatort Frankfurt eigentlich ganz gerne sehe, fand ich diese Folge eher schwach. Er war mir etwas zu zäh. Man kann ihn sehen, aber wenn man ihn verpasst hat, ist auch nicht schlimm.
    2,5 Sterne aufgerundet auf 3.


  • Till Schneider • am 13.5.19 um 1:15 Uhr

    Mein Gott, war ich enttäuscht, als wieder diese übliche langweilige Chose rumkam („arrogantes männliches Mega-Arschloch missbraucht seine Macht und legt massenweise Mädels flach“). Das ist so abgestanden, dass mir der Zusatz-Schwachsinn gar nicht groß auffiel („killt seinen Stiefsohn, um Aufmerksamkeit und Quote zu generieren“). Obwohl der Zusatz eine regelrechte Monstrosität des Schwachsinns war, vielleicht sogar Schwachsinns-Weltrekord. Das soll hier nicht geleugnet werden.

    Es wird wohl so gewesen sein: Der Zusatz musste unbedingt her, weil die Grundkonstruktion so grauenhaft ausgeleiert ist, dass die Drehbuchautoren vor Langeweile und Scham fast umkamen, als sie bloß dran dachten. Und weil’s so entsetzlich war, dachten sie: Dann muss als Zusatz halt ein komplett abgedrehter Irrwitz her, damit wir und die Zuschauer das Schreiben bzw. Zuschauen überleben. Ich informiere: Diese Kalkulation kann nicht aufgehen. Man kann einen Minuspunkt (die übliche langweilige Chose, s.o.) nicht durch einen zweiten Minuspunkt wettmachen, und schon gar nicht durch einen noch viel fetteren Minuspunkt. Klar, Minus mal Minus gibt Plus, aber Minus PLUS Minus gibt leider zweimal Minus. (Wusstet ihr nicht? –> Nachsitzen.) Und Minus plus Plus gäbe übrigens auch bloß null. Das ist billige Drehbuchmathematik. Elementarstufe. Müsstet ihr eigentlich draufhaben.

    Zu den Schauspielern: Der coole, abgefeimte Barry Atsma hat rausgerissen, was rausgerissen werden konnte, und das war wenig genug. Wolfram Koch ist nach wie vor blass und ausstrahlungsarm. Margarita Broich … keine Ahnung, vielleicht kann sie was, aber die Figur Anna Janneke ist für mich ein Debakel. Was geht in ihr vor, wenn sie die Leute so lange anglotzt, ohne einen Ton rauszubringen? Was soll das über sie aussagen? Ich habe wirklich keinen Schimmer. Ich kann nur sagen, dass die Figur vollkommen inkonsistent ist. „Psycho“ wäre da zu wenig gesagt bzw. das Falsche gesagt. Das ist schlicht nicht nachvollziehbar, was bei Janneke abgeht oder abgehen soll. Christina Große … sorry, ich kann sie einfach nicht mehr sehen, sie spielt schon in viel zu vielen Filmen ihren spröden DDR-Charme aus. Bitte endlich andere Gesichter. Und dann die „Sidekicks“ (siehe ein anderer Kommentar oben) Bruno Cathomas als Komissariatsleiter und Zazie de Paris als, als … weiß nicht was, die sind grundsätzlich so weit jenseits der Schwachsinnsgrenze, dass ich es bei dieser Feststellung belasse.

    Kurzum, das Frankfurter Team ist eines der schwächsten. Da prickelt einfach gar nichts.


  • miho42 • am 13.5.19 um 6:39 Uhr

    Moin, moin,
    Da hab ich mich aber am Anfang erschrocken, OMG hab ich gedacht, jetzt spielt auch noch der Pilawa im TO mit. Aber dann war er es garnicht…
    Mehr ist leider von diesem Streifen nicht hängen geblieben.
    Wünsche einen guten Tag.


  • carambamann • am 13.5.19 um 7:20 Uhr

    Schade um die Gebühren


  • Frank • am 13.5.19 um 7:49 Uhr

    Ein Tatort mit sehr einfachem Plot und ohne Spannung, da der Zuschauer schon in den ersten Szenen den Mörder gezeigt bekommt. Barry Atsma der selbst das Monster von Kassel ist, wie er den Mörder von seinem Stiefsohn in der Presse nennt. Er ist allerdings weniger Psycho als einfach nur ein Arschloch. Und das aus einem einfachen Grund, die einnehmende Seite wird nicht gezeigt, sondern immer nur behauptet. Der Zuschauer sieht durch die schauspielerisch starke Leistung nur die Monster Seite. Stark allerdings das Spiel mit Margarita Broich. Ihre Figur gewann erstmals, in einem allerdings sehr schwachen Umfeld, etwas Struktur. Fazit: Man kann diesen Tatort sehen, verpassen würde man aber gar nichts.


  • Jerôme • am 13.5.19 um 7:50 Uhr

    als Kind der 70er hat mich der Akzent ja voll an Rudi Carell erinnert – wie gemein.

    und die Sterne gibt´s für den Einsatz des Dienstfahrrads


  • stones • am 13.5.19 um 8:09 Uhr

    Guten Morgen,
    Jedenfalls war dieser Tatort einer der Besten der letzten Tatorte!
    Sicherlich war die Figur des Show Masters überzeichnet.
    Es war spannend weil das Tatmotiv, für mich jedenfalls, bis zu letzt nicht nicht klar war.
    Es war erschreckend zu sehen wie primitiv der Showmaster am Ende die Ermittler unter der Gürtellinie beschimpft hat.
    Für mich ein Zeichen wie Menschen die in der Öffentlichkeit stehen in der Wirklichkeit sind und sich solche Showsternchen sich im wahren Leben geben.


  • spiderman916 • am 13.5.19 um 9:15 Uhr

    Unterhaltsam, obwohl der Täter schon fest stand. Sehr gute schauspielerische Leistungen. Gestört hat mich nur, das ausgerechnet eine ältere Damen aus allen SUV dieser Welt einen Range Rover erkennt und damit die Handlung zum Kippen bringt.


  • arte-Versteher • am 13.5.19 um 9:39 Uhr

    Wenn die Story dünn ist, drehen wir halt am Anfang den Zeitstrahl durch den Mixer und peppen das Ganze dadurch etwas auf…

    Ich kann mir das alles nur so erklären, dass es im HR einen internen Überbietungswettbewerb zwischen den Teams Frankfurt und Wiesbaden um den originellsten TO gibt. Leider kommt in Frankfurt neben einigen wenigen Preziosen (Der böse Friederich) oft nur Pseudo-Tiefsinn dabei heraus. Vielleicht sollte mal jemand die Reißleine ziehen und Frankfurt einfach mal wieder etwas mehr auf solide Krimikost einnorden.


  • Joda • am 13.5.19 um 11:10 Uhr

    Spannend erzählte Geschichte. Die eher ruhige und unaufgeregte Art der Kommissare lässt diese in Ihren Rollen nicht besonders glänzen. Für mich sind sie trotz dieser, meiner Meinung nach bewusst gewählten Art, sehr gut besetzt und in ihrer Rolle authentisch.

    Wieder einmal hat mich der Frankfurter Tatort mit seiner Bildsprache überzeugt. Wie auch schon beim Turm ging von der Kameraführung, der Farbwahl in der Ausstattung (Räume, Licht etc.) eine ganz eigene Ästhetik aus.

    Gelungene Unterhaltung.


  • wolle • am 13.5.19 um 11:15 Uhr

    Spannung, Fehlanzeige. Sehr zum einschlafen.


  • Bruno • am 13.5.19 um 13:03 Uhr

    Es war keiner der sehr guten Folgen, aber doch sehenswert, fand ich.
    @spiderman
    Die ältere Zeugin hat keinen SUV als Range Rover erkannt, sie erkannte ein Bild, wie andere Zeugen bei einer Gegenüberstellung eine Person erkennen, ohne deren Name zu wissen.
    Fand ich handlungsmäßig gelungener, als Zeugen immerzu als halb blind darzustellen.


  • nichtNurSonntags • am 13.5.19 um 14:01 Uhr

    Man kann nicht sagen, dass der TO schlecht war, aber, oje, war der langweilig … zwei Sterne.


  • Matthew • am 15.5.19 um 0:06 Uhr

    Alles wurde schon gesagt. Es gibt einige künstlerische Aspekte (Kassel = Kunst), die noch nicht berücksichtigt wurden und bestimmt eine gewisse Zeit dauern, bis sie als solche anerkannt werden. Von daher finde ich den ersten Eindruck als 3,2 * völlig i.O.
    Meine konkrete Frage ist in diesem Fall der Fundort an den Felsen (). Auf dem Stadtplan eingetragen ist südlich der Feuerwehrschule und westlich des Westfriedhofs. Muss aber irgendwie im Habichtswald sein.
    Und Drehort Kassel: Das dichteste was ich in Bezug auf diesen Tatort kenne youtube.com/watch?v=r8BsuT0PWdI (Milky Chance)


  • Dirk • am 15.5.19 um 19:59 Uhr

    Ich mag die Darsteller, denn sie geben stets ihr Bestes. – Was ich nicht mag, sind schlechte, wenig durchdachte Drehbücher auf Vorabendserien Niveau. Denn so ein Tatort kostet pro Folge so einiges. Und wenn man anscheinend, Geiz ist Geil, beim Drehbuchautoren spart, kommt zu guter letzt etwas heraus wie dieser Murks. AEG…. Am Ende Gescheitert….


  • Moser • am 27.5.19 um 13:22 Uhr

    Zurück aus den Ferien und da erwartet mich ein ganz toller Krimi mit überaus guten Schauspielern. Ich hätte das nicht erwartet. Weiter so – super Tatort – tolles Team – gute Story – keine Langeweils aufgetreten. Hat mir sehr gut gefallen. Range Rover erkennt man halt, da diese Autos wie auch die Jeeps noch eine Linie der richtigen SUV’s haben und nicht in der Masse der jetzigen sog. SUV-Vehicles untergehen – you know – a class better than others. Ich selber fahre keinen Range Rover aber den anderen Typ…….


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