Tatort Folge 1090: Inferno



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Tatort Folge 1090: Inferno 3 20

In Faber brodelt es. Er schläft kaum mehr, leidet unter Halluzinationen. Verzweifelt macht er sich in jeder freien Minute mit einer zerknüllten Straßenkarte in der Jackentasche auf den Weg, um den Ort aus seinen wiederkehrenden Alpträumen zu finden. Der Hauptkommissar ist am Ende mit seinen Kräften. Und auch seine junge Mitarbeiterin Nora Dalay spürt, dass sie ihren Ängsten nicht länger entkommen kann.

Jenes „Inferno“, auf welches der Titel des 14. Dortmunder Tatorts anspielt, grassiert darüber hinaus in der fiktiven Ruhr-Emscher-Klinik, in der beinahe das gesamte Klinikpersonal unter Mordverdacht gerät. Eine Mammutaufgabe für das Quartett der Kripo Dortmund: Wer der zahlreichen Ärzte und Pfleger hat die Internistin Mohnheim mit einer Plastiktüte erstickt?

Die Tatort-Episode 1090 ist für das Sonntagabendprogramm des 14. Aprils 2019 im Ersten angesetzt, um 20.15 Uhr startet der Krimi. Der Fall „Inferno“ stellt dabei den drittletzten Einsatz von Oberkommissarin Nora Dalay dar.

Inhalt der Tatort-Folge „Inferno“

Wieder verlässt ein langjähriges Ensemblemitglied die Krimireihe Tatort – noch nicht gleich zwar, doch im Jahr 2020 ist definitiv Schluss. Die 1983 in Bünde geborene und in Bielefeld aufgewachsene Schauspielerin Aylin Tezel, die seit dem ersten Fall des Dortmunder Teams mit Faber, Bönisch und (damals noch) Kollege Kossik im Jahr 2012 in der Rolle der Oberkommissarin Nora Dalay dabei ist, geht auf eigenen Wunsch. Ähnlich wie der Darsteller Stefan Konarske, der von 2012 bis 2017 den Dortmunder Oberkommissar Daniel Kossik gab, verlässt nun auch Tezel das erfolgreiche Krimiformat für ihre anvisierten „neuen künstlerischen Herausforderungen“. Frank Tönsmann, der verantwortliche Redakteur des WDR, hat für den Ausstieg der Figur Dalay angekündigt, der Sender werde sich „etwas Besonderes ausdenken“.

Mit den im März 2019 begonnenen Dreharbeiten zum Tatort „Monster“, ein actionlastiger, dramatischer Fall, produziert der Westdeutsche Rundfunk Tezels vorletztes Mitwirken. Den finalen Einsatz wird es danach geben; ob die Lücke in der Besetzungsliste dauerhaft geschlossen wird, wurde seitens der Sendeanstalt noch nicht öffentlich kommuniziert. Da allerdings auch Kossiks verlassender Bürostuhl durch eine neue Figur – den Hauptkommissar Jan Pawlak, gespielt von Rick Okon – recht zügig besetzt wurde, ist hiervon auch bei Nora Dalays Platz auszugehen. Seien wir also gespannt, was und wer uns erwartet!


Bevor jedoch ein paar warme Abschiedsworte gefunden werden wollen (vielleicht sogar vom schnöden Faber höchstpersönlich?) gilt es im aktuellen Ermittlungsfall „Inferno“, einen rätselhaften Mord in einer großen Dortmunder Klinik aufzuklären:

Die 38-jährige Internistin Gisela Mohnheim arbeitet in der Notaufnahme der Dortmunder Ruhr-Emscher-Klinik. Eines Morgens entdeckt die Krankenpflegerin Lexi Wolter die Leiche der in zweiter Ehe verheirateten Ärztin im Ruheraum der Station – welcher jedoch von außen abgeschlossen war. Die Tote ist bis auf die Unterwäsche entkleidet, über Mohnheims Kopf ist eine Plastiktüte gestülpt. Die herbeigerufene Stationsärztin Dr. Müller-Seibel, die keinen Puls mehr bei ihrer Kollegin feststellen kann, alarmiert sofort die Polizei, als auch den Ehemann der Verstorbenen, Paul Mohnheim.

Martina Bönisch von der Mordkommission Dortmund ist die erste Beamtin, die vom zuständigen Kripo-Team am Fundort der toten Internistin eintrifft. Die Fahnderin informiert umgehend Peter Faber, der gerade damit beschäftigt ist, seinen inneren Dämonen nachzujagen: immerzu erlebt der psychisch labile Ermittler Bilder seiner ermordeten Frau und der kleinen Tochter, die in einer ihm unbekannten Straße der Stadt stehen und ihm zulächeln. Der Hauptkommissar nimmt Stimmen und Gesänge seines Kindes wahr – wie besessen versucht er seitdem mithilfe einer Stadtkarte, alle in Frage kommenden Gegenden in Dortmund abzuklappern. Es muss Hinweise geben, warum er diese Visionen erlebt, warum er nicht mehr schlafen kann. Kann er den Mörder seiner Familie endlich fassen, seine Trauma bezwingen, wenn er den Hinweisen aus seinen Träumen folgt?

Nach Faber treffen auch die weiteren Mitglieder des Tatort-Ermittlerteams, Nora Dalay und Jan Pawlak, im Krankenhaus ein. Die Spurenlage im Fall „Inferno“ ist verwirrend, denn die von außen verriegelte Tür des Ruheraums schließt einen Selbstmord aus. Abwehrspuren gibt es keine, also ist auch eine Fremdeinwirkung zumindest unwahrscheinlich. Die abgelegte Dienstkleidung der Toten ist allerdings verschwunden, und auch im Spind ist diese nicht zu finden – eine weitere Person muss sie demnach entsorgt haben.

Der Kreis der Verdächtigen ist zunächst unüberschaubar, denn beinahe jeder vom Klinikpersonal hat einen Schlüssel für den Raum, der lediglich mit unwichtigen Materialien und einer Ruheliege bestückt ist. Bönisch atmet tief durch: Ein Berg von Vernehmungs- und Untersuchungsarbeit steht dem Kriminalbeamten bevor. Und das vor dem Hintergrund, dass weder Faber, noch Dalay voll auf der Höhe sind:

Während sich Hauptkommissar Faber zunehmend in seine Alpträume hineinsteigert und bald selbst erkennen muss, das ein Leben auf diese Weise nicht mehr lebenswert ist, hat Nora Dalay eine nächste Panikattacke – ausgerechnet vor den Augen ihrer Vorgesetzten. Martina Bönisch besteht darauf, dass sich die Oberkommissarin in eine psychologische Behandlung begibt. Eine bittere Pille, die die ehrgeizige Kämpferin Dalay erst einmal schlucken muss.

Der renommierte Stationsleiter und Psychologe Dr. Dr. Andreas Norstädter kristallisiert sich derweil als einer der Hauptverdächtigen heraus, zumal er Gisela Mohnheim mit Psychopharmaka versorgte und eine Affäre mit ihr unterhielt. Ihre psychischen Probleme und einen missglückten Suizidversuch behielt er für sich. Doch auch der vorbestrafte und aggressiv auftretende Ehemann der Toten kommt für die Tat in Frage: er wusste schließlich von den heimlichen Vergnügungen seiner Frau.

Als plötzlich ein Krankenpfleger stranguliert in seiner Wohnung aufgefunden wird, wendet sich das Blatt. Bei der Durchsuchung von Peter Noréns Hab und Gut kann durch die Polizei ein Liebes- und zugleich Abschiedsbrief an Gisela Mohnheim sichergestellt werden. Die Ärztin wollte offenbar nichts von der Zuneigung des Pflegers wissen. Verschmähte Liebe als Mordmotiv? Immerhin ein erstes Indiz, warum Mohnheim überhaupt sterben musste. – Denn das Motiv ist eines der größten Rätsel dieses Falls.


Der 14. Dortmunder Tatort „Inferno“ mit dem dritten Einsatz des neu eingestiegenen Hauptkommissars Jan Pawlak (Rick Okon) wurde von Markus Busch geschrieben. Sein Drehbuch zum NDR-Tatort „Borowski und das Fest des Nordens“ wurde 2016 für den Grimme-Preis nominiert. Richard Huber, der bereits Kossiks Abschieds-Tatort „Sturm“ (Tatort-Folge 1019) in Szene setzte, führte für „Inferno“ die Regie.

Die Filmarbeiten fanden in Dortmund, Köln und Umgebung statt und dauerten wie üblich etwa vier Wochen, vom 4. April bis 5. Mai 2018. Die „Ruhr-Emscher-Klinik“ ist tatsächlich das Klinikum Dortmund, ansässig in der Beurhausstraße 40. Das Filmteam hatte eine komplette Etage des Krankenhauses für sich, auch ein 2012 stillgelegter Operationssaal diente hier als Kulisse. Ebenso konnten zwei leer stehende Stationen der Kinderklinik genutzt werden. Einige Aufnahmen fanden außerdem bei vollem Betrieb auf belebten, genutzten Stationen statt.

Die Redaktion von Tatort-fans meint …

Sabine (39 J. | Kinoliebhaberin)

Der Tatort Dortmund ist grundsolide: Selbst die schwächeren Fälle sind noch im oberen Mittelfeld angesiedelt. „Inferno“ ist erzählerisch etwas hakelig, doch das Schauspiel von Jörg Hartmann (Faber) und Aylin Tezel (Dalay) macht vieles wieder wett. Schade, dass die Figur Nora bald geht, jetzt, da sich die Wogen mit Jan Pawlak langsam glätten.

Gerald (39 J. | IT-Nerd)

Leider steht bei diesem Tatort aus Dortmund der Täter bald fest und trotzdem eiert das Team herum. Fabers Alleingang am Ende ist dramaturgisch nachvollziehbar, aber nicht realistisch. Tatsächlich hätte man den Psycho-Ermittler längst strafversetzt in die Asservatenkammer, oder? Ein Tatort bei dem ich unschlüssig bin. Überzeugt bin ich jedenfalls nicht.

Tatort-Besetzung

Hauptkommissar Peter Faber – Jörg Hartmann
Hauptkommissarin Martina Bönisch – Anna Schudt
Hauptkommissar Jan Pawlak – Rick Okon
Oberkommissarin Nora Dalay – Aylin Tezel
Gerichtsmedizinerin Dr. Greta Leitner – Sybille J. Schedwill
Stationsleiter Dr. Dr. Andreas Norstädter – Alex Brendemühl
Dr. Andrea Müller-Seibel – Doris Schretzmayer
Paul Mohnheim, Ehemann des Opfers – Karten Mielke
Jens, der Sohn von Gisela Mohnheim – Malik Blumenthal
Krankenpflegerin Lexi Wolter – Lisa Jopt
Krankenpfleger Peter Norén – Niklas Kohrt
Arzt Lars Klinger – Ulrich Friedrich Brandhoff
Patientin und Zeugin Jasmin Schön – Elmira Rafizadeh
Pfleger – Julius Dombrink
Pflegerin – Nicole Johannhanwahr
u.a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Markus Busch
Regie – Richard Huber
Kamera – Robert Berghoff
Schnitt – Knut Hake
Szenenbild – Ingrid Henn
Ton – Erik Seifert, Jonas Pauquet
Musik – Dürbeck & Dohmen

Trailer zur Tatort-Produktion



Bilder-Galerie zum Krimi aus Dortmund


32 Meinungen zum Tatort Folge 1090: Inferno

  • Mpe • am 14.4.19 um 21:08 Uhr

    Gott sei Dank sind die meisten Polizisten nicht solche Psychopathen, sonst müsste man denen auf jeden Fall die Dienstwaffe weg nehmen. Der Faber geht gar nicht.


  • AW • am 14.4.19 um 21:23 Uhr

    die Psycho-Dichte in diesem Tatort ist viel zu hoch, die overacting-sequenzen von faber und dalay anstrengend. Wenn faber auch ausscheiden würde, könnt Dortmund am Ende noch zu nem guten Tatort werden. Faber gehört längst selbst in langfristige stationäre Behandlung, vielleicht kann man ihn so entsorgen?


  • J Ge • am 14.4.19 um 21:41 Uhr

    Leider lenkt die Konzentration auf die psychisch labile Lage des Hauptkommissaren Faber immer wieder vom wirklichen Krimi ab. Dadurch ist Tatort Dortmund für mich leider nicht das Highlight.


  • Möhre • am 14.4.19 um 21:45 Uhr

    Der letzte Müll. Ich warte auf den Tag wo dieser Tatort abgeschafft wird.


  • Thorsten • am 14.4.19 um 21:48 Uhr

    Wirklich schade, dass der falsche Arzt Faber nicht umgebracht hat…
    Nein, mit dieser Dortmunder Kaputtheit kann ich nichts anfangen.


  • Henning • am 14.4.19 um 21:50 Uhr

    Fabers Sarkasmus finde ich manchmal gar nicht so übel und die Figur interessant, doch hier schlägt Kommissar Psycho wieder zu. Da hatte man nach den vergangenen Fällen die Hoffnung, die Ermordung von Fabers Familie sei endlich zu den Akten gelegt, doch dann…


  • Annette Rauch • am 14.4.19 um 21:51 Uhr

    Sooo – mehr als 30 Jahre TATORT geschaut: Das war definitiv der Letzte!!! Ermittler, die selbst in die Psychiatrie gehören und sich vom Tatverdächtigen vermeintlich LSD andrehen lassen…. Um’s mal auf „Faber-Niveau“ auszudrücken: Ich kotze!!! So ein unrealistischer Schwachsinn gepaart mit gähnender Langeweile – da kann ich meinen Sonntagabend besser gestalten. Schade, bin leider zu lange dran geblieben, so dass es zu spät war, auf NEO mit BELLA BLOCK umzuschalten. Aber, da ich den TATORT künftig nicht mehr ansehe, wird mir das ja nicht mehr passieren! Gott sei Dank!


  • Jonas • am 14.4.19 um 21:54 Uhr

    Da schämt man sich langsam, aus Dortmund zu kommen. Unfassbarer Schwachsinn, dieser Tatort


  • Stefan • am 14.4.19 um 21:56 Uhr

    Wer hat es auch gesehen? Die erste Leiche hat unter der Plastiktüte geblinzelt


  • der Fassungslose • am 14.4.19 um 21:58 Uhr

    Ich warte jetzt auf die Folge, wo Faber & Co. in einer psychiatrischen Klinik ermitteln…


  • Sunshine • am 14.4.19 um 21:59 Uhr

    Ein Team von vier Ermittlern, davon 3 mit psychischen Problemen. Dazu der Täter mit psychichen Problemen und das Opfer mit psychichen Problemen und dessen Mann ebenfalls.
    Frust wohin man schaut. Es gab in dieser Folge keinen einzigen Menschen, der ein normales Leben hat.
    Mal einfach einen Mord aufklären im Tatort geht heute nicht mehr, immer muss bis ins Extrem der Gesellschaft gegangen werden. Der Sonntag Abend als Fenster in den Frust und die Probleme der Welt, so möchte man das Wochenende ausklingen lassen.
    Von den ganzen unrealistischen und weltfremden Abläufen der Polizeiarbeit rede ich erst gar nicht.


  • Hanz W. • am 14.4.19 um 22:03 Uhr

    Der Tatort lässt mich etwas unschlüssig zurück. Der Film hat seine faszinierenden Seiten in seiner Düsternis und der Faberschen Kaputtheit. Aber dreht sich halt auch, wie Faber einmal sagt, schon sehr lange im Kreise, und bis auf Faber bekommen die Figuren auch überraschend wenig Kontur, selbst der ja interessant, wenn auch etwas stereotyp angelegte Mediziner bleibt da hinter dem, was möglich wäre, doch zurück. Man darf auch gespannt sein, wie das mit dem Dortmunder generell weitergeht, denn die Figur / das Problem Faber scheint mit in der Form langsam auserzählt, das wird langsam ein wenig mühsam, auf der Schiene weiterzumachen, da müsste eine frische Idee, ein anderer Aspekt kommen. 3,5 Sterne, zum Aufrunden reicht’s mir diesmal nicht ganz.


  • Juergen • am 14.4.19 um 22:05 Uhr

    Diese Tatort Filme sind wohl kaum noch zu unterbieten . Ich frage mich nun wirklich warum der Herr Kommisar nicht einfach im K.H leider nicht überlebt?
    Und wenn die Produzenten nicht mehr wissen wie mann Tatort macht kann ich nur einen rückblick in die 80 Jahre empfehlen für alle zu Jungen ich meine Schimanzki das war Tatort aber nicht dieser Müll.


  • Franky • am 14.4.19 um 22:18 Uhr

    Wie Thorsten hoffte ich mehrfach, dass es Faber erwischt. Kein gutes Zeichen wenn man der Hauptfigur aufgrund der unerträglichen Art das Ausscheiden wünscht :(


  • Fauxpas96 • am 14.4.19 um 22:31 Uhr

    So unterschiedlich sind die Empfindungen. Ich denke, die Figur Faber ist noch lange nicht auserzählt, denn ein Trauma dauert auch mal sehr viele Jahre an. Dieses Mal natürlich weniger Action, dafür mehr ein Kammerspiel, aber kein schlechtes. Leider etwas genuschelt, aber inhaltsreich und es zeichnen sich neue Entwicklungen einzelner Figuren ab. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und hoffe, dass Dortmund neben Köln und München noch lange erhalten bleibt.


  • alter Fan • am 14.4.19 um 22:38 Uhr

    obwohl ich grundsätzlich absoluter Faber Fan bin , fand ich an dieser Produktion nicht so recht Gefallen – zu verstrickt und psychoverwirrt – das ganze Ding – Schauspieler gut ; Musik gut Story leider etwas verkorkst


  • Alter Sack, Arbeiter und geistreich!!! • am 14.4.19 um 22:51 Uhr

    Hilfe dieser Krimi Tatort wird immer grösserer Müll! Es ist nicht die Handlung, ok es sind keine Krimis mehr, mehr selbs inszenierungs gelaber!
    Es fehlt an den Schauspieler! Komissar „Faber“ nein das ist eine „Drogenschwuchtel“ einsetzen als „Schafhirte: oder “ Clochard“er hat die Ausstrahlung „des guten nicht“! Pawlak, nein läuft mit zu engen Hosen rum, sieht aus wi 0815 dum dum Volk! Dalay kein „Charisma“ 100% 0815!
    Das Polizeiteam sollte nicht wie Drogendealer oder Analphabeten aussehen und sein! Kein wunder verliert die Jugend den Überbick was Verbrechertum und Gutes ist! Essen wi Takeway Barbaren, wortschatz wie ungebildete Teenis, Kleider nicht besser als ein Einkäufer im Shop! Bildung und Intelektualität spürt man nicht mehr heraus man wil cool sein! Man kann sich auch nach unten orientieren, Erfahrung zeichnet sich
    nicht mehr aus…. Hilfe!!!
    Der Regisseur kann sicher nicht mehr viel geistreiches haben, er sollte eigentlich der erfahrenste und gebildeste sei im ganzen Karussel! Er sollte die andern auf die Misstände
    hinweisen, aber wenn man selber ein „Misstand“
    Ist!?
    Es hat kein Krimi Hauch mehr! Inszenierung von
    Frauenlechtlertum, selbst gelaber, statt das es um den Krimi geht geht es um die inzenierung der
    Schauspieler die nur 0815 Format haben!
    Das Geistige Niveau hat sich scheinbar in Deutschland auf das Nieveau der Zuwanderung gesenkt!
    Kulissen und Style ist noch nicht ganz daneben
    da schaut mann noch ein bischen, auf altes und
    spezielles, nicht wi in andern Krimis, modern muffelei!
    Vor ca zwei wochen war der Tatort wieder mal sehnswert mit dem alten im Mantel!
    Es fehlt immer mehr an Schauspieler mit Charisma, stiel, spezielles!
    Schlanke 0815er mit Niki Turnschuhen und standart Haarschnitt und Marken Jacke!
    Ein „no go“ Regisseure was ist mit Euch los?
    Früher haben sich die Leute an den Vorbilder im Krimi orientiert heute orientieren sich die Schauspieler am dum dum Volk!


  • old kelly • am 14.4.19 um 23:06 Uhr

    Das geht in Dortmund mal wieder zu weit.
    Psychisch kaputte Figuren zu spielen, da können bestimmt tolle Herausforderungen für SchauspielerInnen drinsein, und ich bin ein großer Fan von Herrn Hartmann.
    Aber uns den Faber als einen auch nur denkbaren verbeamteten Kommissar im Dienst verkaufen zu wollen, nä, da fühle ich mich verarscht.
    Da fehlt im Drehbuch entweder die höhere Ebene, die sagt: Junge, du kümmerst dich ab jetzt ums Archiv, oder, wie Thorsten gesagt hat: eine/r, der ihn ausschaltet, bevor wir den Fernseher ausschalten.


  • Till Schneider • am 15.4.19 um 1:19 Uhr

    Nach dem Ende war ich tieftraurig und schwer mitgenommen. Das heißt: Bei mir hat der Film voll funktioniert. Ich habe nicht mal darauf geachtet, wer’s war, so beschäftigt war ich mit der Einfühlung in die verschiedenen Charaktere und deren Tragik. Wenn mir so was passiert, muss der Film verdammt gut sein. Und das ist er auch – als Drama. Der Krimi-Aspekt ist dagegen fast nebensächlich. Es geht um die Tragik der einzelnen Personen, vor allem natürlich Faber, aber bis hinunter zur traurigen Zwerghasen-Krankenpflegerin Wolter (Lisa Jopt), die das nächste „Gebrauchsmaterial“ von Stationsleiter Dr. Dr. Norstädter ist. (Faber: „Er schnappt sich immer die Mädels mit den dicken Brillengläsern“, oder so ähnlich.) Und Norstädter selbst ist ein besonders tragischer Fall. Könnte sein, dass er wirklich „ein guter Arzt“ ist, wie er sagt. Trotz fehlender Diplome. So was gibt’s.

    Schauspielerisch war alles erstklassig. Dazu die trostlose Stimmung über dem ganzen Geschehen, die ungewohnte Langsamkeit, mit der sich das meiste vollzog. Und der viele Privatkram … nun, ich meckere sonst gern über zuviel Privatkram in Krimis, aber der hier durfte das, weil er in Wirklichkeit ein Drama ist. Eines, das mich ernsthaft ergriffen hat. Ja, „ergriffen“ ist das richtige Wort.


  • tztz • am 15.4.19 um 11:20 Uhr

    Nach anfänglicher Begeisterung über den Dortmund Tatort bin ich Mittlerweile jedes mal der Meinung schlimmer geht nimmer , um dann eines Besseren belehr zu werden.


  • Deedplace • am 15.4.19 um 11:37 Uhr

    Schlimm, das.
    Faber ist (höchst intensiv) mit sich selbst beschäftigt, Dalay ist auch noch Knall-geschädigte Ware, Pavlak hat irgendwelchen undefinierten Stress daheim und die Opferrollen-geprägte Bönisch wird zur normalsten Person des Teams.
    Ich mag Faber, aber wir haben hier Grenzen der noch erträglichen Sonntagabend-Unterhaltung überschritten.
    …und dann blinzelt die Leiche nach dem Handy Foto von Bönisch bei 03:36 – man hätte sie also durchaus zum Tathergang noch befragen können und uns die 90 Minuten ersparen können. ;-)
    Lasst die Dortmunder im Team doch mal wieder einen Fall ganz normal und mit der Hellsehertechnik von Faber lösen!


  • Rumo • am 15.4.19 um 12:01 Uhr

    Die negativen Kommentare hier erinnern an die der Ära Schimanski..
    Ooooh jeee, ihr armen, nun auch wieder TATORT-Dortmund-gebeutelten ….


  • Alehalo • am 15.4.19 um 13:58 Uhr

    Diese Folge anzuschauen war wirklich Inferno


  • wolko • am 15.4.19 um 19:47 Uhr

    Mir hat es nicht gefallen.


  • Der Fremde • am 15.4.19 um 19:50 Uhr

    Exzellente Folge, wenn auch falscher Titel (es wurde kein „Inferno“, sondern die persönliche „Grenze“ Fabers dargestellt).
    Ich mag es grundsätzlich sehr gerne, wenn Menschen wie Faber bereit sind, hart an ihre persönlichen Grenzen zu gehen (und diese auch gelegentlich zu überschreiten, so wie viele von uns).
    Aber was Faber in dieser Folge machte (zunächst das Einnehmen einer Pille von einer Person, von der er zu diesem Zeitpunkt wusste, dass diese kein richtiger Arzt ist bzw. später das Provozieren eines Autounfalls mit ungewissem Ausgang) entlarvte Fabers Bereitschaft, sein Leben in fremde, ungewisse Hand zu geben, sich „fremdbestimmen“ zu lassen. Und für welchen erstrebten Lohn? Für die von ihm ersehnte Heilung seiner Psyche? Das ist für mich nur schwer nachvollziehbar (außer eben mit der gewissen „Verrücktheit“ Fabers) …
    Der Plot löst allerdings eine grundsätzliche PHILOSOPHISCHE FRAGESTELLUNG bei mir aus: Wie weit bin ich SELBST bereit, in MEINEM Leben zu gehen??? –> diese Fragestellung ist m.E. ausgezeichnet gelungen.
    Fazit: Beste Dortmund-Folge seit „Hundstage“ und eine der besten TO-Folgen überhaupt!


  • Karin L. • am 16.4.19 um 4:03 Uhr

    Man ist gespalten, die Vorschau versprach schon wieder einen Tatort, wo es mehr um die eigenen Probleme der Ermittler geht. War ja dann auch so. Paar große Logiklöcher. Faber macht das Handy aus und Kollegin muss Ihrer Intension folgen, um Faber zu retten. Und dann noch ein Autorennen-Showdown Erstaunlicherweise haben wir trotzdem durchgehalten und uns ganz gut unterhalten gefühlt. Zu viel überlegen dufte Mensch allerdings nicht. Zwei bis drei aufgerundet.
    Aylin Tezel nervte den Abend zuvor schon mit ihrem aufgesetzten Schauspiel als Informantin, kann nur besser werden nach ihrem Ausstieg.


  • Momi • am 17.4.19 um 19:12 Uhr

    Der Film hat durch den Psycho Kommissar Faber gelebt, sonst wäre er gar nix wert gewesen. Aber auch ich habe durchgehalten.


  • CarstenH • am 17.4.19 um 21:50 Uhr

    Ich reihe mich diesmal ein in den Kreis der Kritiker. Starke Charakter aufzubauen und den Zuschauer in Kontroversen einzubauen finde ich OK und fand ich auch lange in Dortmund sehenswert umgesetzt. Doch auch wenn „die Geschichte um Faber noch lange nicht zu Ende erzählt ist“ wie Fauxpax hier gut und richtig anführt ist mir persönlich das alles langsam „too much“. Vor allem wenn unmittelbar in der Vorwoche das anderen kaputte Team in Rostock ermitteln durfte. Nora tut mir einfach nur noch leid und ich bin fast froh dass sie da raus geht.
    Der Fall selber war bedrückend und in starken Bildern und dramaturgisch gut erzählt, die letzte Konsequenz und Plausibilität fehlte mir aber. Spannung und Witz waren Fehlanzeige. Dieser Fall hinterlässt ein bedrückendes Gefühl und bleibt inhaltlich nicht lange hängen.


  • Frank • am 18.4.19 um 13:00 Uhr

    Till Schneider bringt es einmal mehr auf den Punkt. Erstklassiges Schauspiel, phantastisches Drama. Dortmund ist Kult, Faber eine längst nicht auserzählte Figur, das Team brilliant. Toll das jetzt auch Pawlak seine Kanten bekommt. Bin schon sehr gespannt, wie es weiter geht ! 5 Sterne.


  • tortart • am 18.4.19 um 20:14 Uhr

    Es wird langsam Zeit fuer das grosse Finale:

    Faber / Graf

    Erst dann kann sich die Figur Faber weiterentwickeln.

    (Von mir auch gerne als Zweiteiler)


  • Heike Schmidt • am 23.4.19 um 23:57 Uhr

    Til Schneider und Frank: DANKE …ihr habt es auf den Punkt gebracht. Ich war auch tief betroffen vom Ende.
    Schauspieler absolut TOP
    Bin mal gespannt wie es weiter geht 😉😊


  • logiklöcher • am 20.10.19 um 0:55 Uhr

    Wie es weiter geht? Faber fällt ins Koma, Bönisch kommt zur Reha nach Garmisch und Graf kommt dank falscher Zeugnisse als Dienststellenleiter des Präsidiums zurück. Dalay erkennt das flasche Spiel von Graf und vertraut sich Pawlak an. Dieser misstraut seiner Kollegin und begibt sich zu Faber, als der aus dem Koma erwacht. Da ist es aber schon zu spät, denn auch Graf ist auf dem Weg ins Krankenhaus. Weil aber Faber keine Waffe hat, schlägt er Pawlak nieder, reißt seine Waffe an sich und erschießt in einem wilden Feuergefecht Graf. Aufgrund dieses katharsischen Finales ist Faber geheilt und erkennt seine tiefe Zuneigung zu Bönisch. Er reist ihr hinter her und hält auf der Zugspitze um ihre Hand an. Pawlak wird neuer Chef und Dalay lässt sich nach Düsseldorf zu ihrer alten Liebe versetzen und wird schwanger. Noch fragen?


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