Tatort Folge 1110: Baum fällt



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Tatort Folge 1110: Baum fällt 3 23

Ein Sonderauftrag führt die Wiener Ermittler Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) im Tatort „Baum fällt“ in ein abgelegenes Waldgebiet bei Oberkärnten am Fuße des Großglockners, genauer: in das Mölltal. Hier wurde das künstliche Schultergelenk des Sägewerkbesitzers Hubert Tribusser auf dem Fabrikgelände entdeckt – viel mehr blieb von dem Lebemann nicht übrig.

Der Tatort 1110 „Baum fällt“ erlebt seine Fernsehuraufführung am Sonntag, den 24. November 2019 in Das Erste. Wie gewohnt startet der Krimi um 20.15 Uhr.

Inhalt der Tatort-Folge „Baum fällt“

Oberstleutnant Moritz Eisner ist – wie so oft – am grummeln. Ungeduldig wartet er an einer kleinen Tankstelle nahe Kärnten auf seine Wurstsemmel, die ihm die Kollegin Bibi aus dem angeschlossenen Bistro mitbringen sollte. Fünfhundert Kilometer Fahrt für einen Vermissten, das hebt die Laune des Kommissars kaum. Majorin Fellner, die ihm endlich freudestrahlend das heiß erwartete Fleisch im Brötchen überreicht, wundert sich nicht schlecht, als Eisner ihren gemeinsamen Chef Oberst Ernst Rauter auf dem Autotelefon wegdrückt. „Ich esse“, erklärt der Wiener Leutnant selbstgefällig. Den Sonderauftrag erhielten die zwei Polizisten sowieso nur deshalb, weil der Vater des verschwundenen Fabrikanten Hubert Tribusser den Polizeipräsidenten kenne, da ist sich Moritz Eisner ganz sicher. Bibi runzelt die Stirn und gibt Gas.

An der Holzfabrik im Mölltal angekommen, wartet eine böse Überraschung auf die österreichischen Kriminalbeamten: Tribusser junior wurde im Tatort „Baum fällt“ gefunden, allerdings weder lebendig noch in einem Stück. Lediglich das vollständig erhaltene Titan-Implantat eines Schultergelenks kann in einem Berg Holzasche sichergestellt werden; die Seriennummer auf dem Kunstknochen bestätigt den Verdacht, dass sich die verbrannten Überreste des Vierzigjährigen im Ascheabfall des Brennofens befinden müssen.

Der technische Werksleiter erklärt den frisch eingetroffenen Polizisten aus Wien, dass man den Heizofen zwar im laufenden Betrieb befüllen könne, allerdings gehe dann ein Alarm los. Dieser wurde offenbar abgeschaltet. Bibi Fellner wirft bei der Besichtigung der Anlage ein, dass mindestens zwei Täter das Opfer zur Kesselöffnung hochgetragen haben müssen, sofern Tribusser zu dem Zeitpunkt bereits tot oder bewusstlos war.

Der zuständige, örtliche Polizist Alois Feinig und sein junger Assistent Jantscher, die bereits seit Tagen mit den Ermittlungen im Vermisstenfall beschäftig waren, geben ihre Erkenntnisse zu den neuesten Fallentwicklungen gerne an Majorin Bibi Fellner weiter – während Moritz Eisner missmutig und abweisend reagiert. Er stellt klar, dass die Kripo Wien nun selbstständig die Untersuchungen in „Baum fällt“ leitet. Zu spät erkennt er in Feinig seinen alten Freund und Kollegen Alois, der sich über die grantige Art Eisners doch sehr wundern muss. Die zwei Beamten arbeiteten einst Hand in Hand, das war bei Eisners ersten Mordfällen, nun ist von den früheren Gemeinsamkeiten und dem Vertrauen jedoch nicht mehr viel übrig. – Oder doch? Am Kickertisch, bei einem kräftigen Bier aus der Flasche, nähern sich die beiden älteren Herren im Laufe des Krimis wieder einander an.

In den Fokus der Mordermittlungen rücken nicht nur die Fabrikarbeiter, die Zugang zum Kraftwerk hatten. Auch Gerhard Holzer, ein ehemaliger Lehrer mit delikater Vergangenheit, hätte allen Grund gehabt, den Juniorchef in dessen eigenem Heizkessel zu entsorgen. Der Mann hatte sich als leidenschaftlicher Naturschützer noch vor Kurzem mit der Familie Tribusser angelegt. In seinem Online-Blog hatte er behauptet, die Fabrikanten planten, einen geschützten Wald zu roden. Eine Lüge, wie Huberts Bruder Klaus Tribusser bei seiner Vernehmung zu Protokoll gibt: Holzer wurde schließlich wegen Hausfriedensbruch und übler Nachrede verklagt.
Nach dem Gespräch mit dem Verdächtigen, der seine Unschuld beteuert, wirft Bibi Fellner ein: „Aggressiv wirkt der Holzer net oaf mi.“ Der Oberstleutnant vermutet allerdings einen Streit zwischen den Männern, der eskaliert ist.

In den anschließenden Unterhaltungen mit der Familie des Ermordeten und den Anwohnern der Gemeinde Heiligenblut am Großglockner erfahren die Wiener Ermittler im ORF-Tatort „Baum fällt“, dass das Opfer zeitlebens alles andere als ein Heiliger war: Der Egomane nahm sich, was er wollte. Ob Frauen, Geld oder Intrigen, Hubert Tribusser machte sich mit seinem gewissenlosen Wesen viele Feinde. Sogar vor der Ehefrau seines Bruders machte Hubert allem Anschein nach nicht halt. Selbst der Wirt des einfachen Hotels, in dem Fellner und Eisner für die Zeit ihrer Ermittlungen in Heiligenblut unterkommen, hatte ein persönliches Problem mit dem Playboy Tribusser und dessen Familie: Sein Sohn kam bei einem Arbeitsunfall im Sägewerk ums Leben.


Der ORF-Tatort „Baum fällt“ wurde im Zeitraum vom 21. August bis 18. September 2018 in Heiligenblut bei Kärnten, Sachsenburg und in der Umgebung gedreht. Die Drehbuchautorin Agnes Pusch lieferte damit ihre erste Vorlage für einen Tatort ab; der Regisseur Nikolaus Leytner inszenierte 2010 schon die „Operation Hiob“ (Tatort-Folge 767) mit Eisner und Moritz.

Die Redaktion von Tatort-fans meint …

Sabine (39 J. | Kinoliebhaberin)

Dieser Wiener Tatort-Beitrag ist sicher nicht der originellste, mitreißendste, seit der Moritz mit der Bibi auf Verbrecherjagd geht (oder eher umgekehrt?). Und doch kann sich der gemeine Zuschauer an den hübsch eingefangenen Landschaftsaufnahmen und dem illustren Flaschenbier-Tischfußball-Abend erfreuen. Bei dem Versuch Eisners (vielmehr Krassnitzers), einen Song der Stones zu intonieren, empfehle ich allerdings Ohropax. In der Summe: Unteres Mittelmaß. Allerdings ideal, um parallel auf dem Handy zu daddeln.

Gerald (40 J. | IT-Nerd)

Selbst die schwächeren Fälle von Moritz Eisner und Bibi Fellner sind immer noch im oberen Mittelfeld. Mir hat „Baum fällt“ gefallen. Es gibt einige Geschichten, die gleichzeitig erzählt werden und den Kreis der Verdächtigen erweitern. Mal wieder grantelt der Leutnant und die Majorin bekommt ihr Gulasch nicht, es macht Spaß die zwei bei ihren Ermittlungen zu beobachten, aber singen sollte Krassnitzer alias Eisner lieber nicht mehr. Kein verschenkter Krimiabend!

Musik im Tatort

Louis Armstrong – „What a Wonderful World”
Diexer Edelweiß Trio – “Hahnenfuß Polka“
Rolling Stones – „You Can’t Always Get What You Want”
Rolling Stones – “Let’s Spend the Night Together”
Rolling Stones – “Time Is on My Side”
Rolling Stones – “Not Fade Away”
Ella Fitzgerald & Louis Armstrong – „Summertime”

Tatort-Besetzung

Oberstleutnant Moritz Eisner – Harald Krassnitzer
Majorin Bibi Fellner – Adele Neuhauser
Hubert Tribusser – Christoph von Friedl
seine Mutter Hilde Tribusser – Karin Kienzer
sein Vater, Tribusser senior – Johannes Seilern
Huberts Bruder Klaus Tribusser – Alexander Linhardt
Ehefrau von Klaus, Johanna Tribusser – Caroline Frank
Wirt Drobnig – Wolf Bachofner
seine Tochter Sigrid Drobnig – Elisabeth Wabitsch
Valli Granitzer, Fabrikarbeiterin – Verena Altenberger
ihre Mutter Maria Granitzer – Ulli Maier
Vallis Ehemann Andi Granitzer – Christopher Ammann
Sekretärin Margit Prix – Julia Cencig
Werksleiter der Fabrik Tribusser – Vitus Wieser
ehemaliger Lehrer Gerhard Holzer – David Oberkogler
Alois Feinig, alter Polizei-Kollege von Eisner – Karl Fischer
Polizist Friedl Jantscher – Michael Glantschnig
u.a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Agnes Pluch
Regie – Nikolaus Leytner
Kamera – Hermann Dunzendorfer
Szenenbild – Christine Egger
Schnitt – Bettina Mazakarini
Kostümbild – Caterina Czepek
Musik – Matthias Weber

Trailer zur Tatort-Produktion



Bilder-Galerie zum Krimi aus Wien


34 Meinungen zum Tatort Folge 1110: Baum fällt

  • Sonja Ritsch • am 24.11.19 um 21:04 Uhr

    Wie so oft ist die Musik zu laut und die Dialoge oft unverständlich und im Verhältnis zur Hintergrundmusik zu leise.


  • ADbar • am 24.11.19 um 21:48 Uhr

    Noch keine Meinung zum Tatort???
    Ich fand ihn ganz sehenswert, obwohl mir die schlussendliche Auflösung etwas abrupt vorkam. Angenehm anzusehen fand ich ihn in jedem Fall! Sympathische DarstellerInnen und lokales Colorit, sprich: schön österreischisch und Gemengelage im Dorf. Mag insgesamt wohl konstruiert sein, hat mir beim Anschauen aber gut gefallen.


  • Alehalo • am 24.11.19 um 21:49 Uhr

    Ein Stern für die Landschaft, ein Stern für die symphatischen Kommissare.


  • Hanz W. • am 24.11.19 um 21:56 Uhr

    Schöne Geschichte mal wieder mit den „Wienern“, der Tatort von dort geht ja selten komplett schief. Diesmal mal wieder im „Außeneinsatz“ auf dem Land, normalerweise auch ein Pluspunkt, wenn auch diesmal die Charaktere und (untergündigen) Tragödien nicht allzu abgründig konturiert waren. Ruhig, fast altmodisch erzählt, ohne aber zäh und langweilig zu werden, recht klassisch im Aufbau, und dass der auffallend sympathische Kollege etwas mit der Sache zu tun hatte, war recht schnell klar, wobei die Auflösung dann spannend blieb. Sicher keiner der herausragenden und originellsten aus Österreich, aber gut anzusehen in jedem Fall, 3,5 Sterne, gerne aufgerundet.


  • Florian • am 24.11.19 um 21:56 Uhr

    Das Ermittler-Duo ist immer gut; schauspielerisch war heute allerdings der lokale Kommissar Alois der beste.
    Weiß jemand, welcher Skipistenplan im Kommissariat an der Wand hing?


  • Henning • am 24.11.19 um 21:57 Uhr

    Gut, Krassnitzer bzw. Eisner ist nicht grade ein begnadeter Sänger, doch wenn wir alle einmal ehrlich sind, klingen die meisten von uns genau so, wenn ein gutes Lied im Autoradio kommt und wir uns unbeobachtet fühlen. Außerdem war der sonst durchweg patzige Kommissar in diesen ja sowieso sehr kurzen Momenten beinahe sympathisch, wenigstens erträglich. Wenn er die Bibi nicht hätte…

    Ich hatte bei dieser Geschichte und ihren Figuren, vor allem bei den drei Tribusser-Männern das Gefühl, es hätte sie alle irgendwo anders schon einmal gegeben. Vielleicht auch mehrfach. Womöglich kann man das Rad nicht jedes Mal neu erfinden, von daher war es okay. Kurz, nachdem in Österreich das Rauchverbot in Lokalen in Kraft trat, rauchen sie alle (Eisner u. die Tochter vom Gastwirt) brav draußen – so ist´s recht. Eine solide Geschichte in einer schönen Gegend – ich bin gut unterhalten worden, 4 Sterne.


  • Ulmann • am 24.11.19 um 22:00 Uhr

    Ein Tatort der mir gut gefallen hat, mit Bibi und Moritz mit ihren ewigen Kabbeleien.


  • Attila • am 24.11.19 um 22:20 Uhr

    NIchts extremes, nchts besonderes, aber völlig in Ordnung. So soll ein Tatort sein. Ja, vielleicht könnte man ein bisschen mehr vom Dialekt verstanden haben. :-)
    (Und ob es alles wirklich geschehen ist, oder die schöne münchner Polizistin nur in Hypnose in Österreich war? ;-))


  • Der Fremde • am 24.11.19 um 22:33 Uhr

    Schöner klassischer TO mit Heimatfilm-Ästhetik, routiniert umgesetzt. Dieses Mal gibt es von mir kaum etwas auszusetzen; das war für diese Art von Krimis eine sehr gute Folge.
    Ich persönlich bevorzuge jedoch noch mehr eher unorthodoxe TO´s, welche mich entweder vom Inhalt oder von der Umsetzung her oder auch durch außergewöhnliche schauspielerische Leistungen (im besten Fall: alles zusammen) beeindrucken. Als Bsp. hierfür aus der letzten Zeit fallen mir etwa insbesondere der letzte Faber-TO („Inferno“) oder der vorletzte Schwarzwald-TO („Damian“) ein.
    Die Geschmäcker sind eben verschieden und es ist schön, dass es TO´s für viele dieser Geschmäcker gibt. Ganz allgemein mal ein Danke dafür …


  • Nordlicht • am 24.11.19 um 22:56 Uhr

    Es hilft nichts. Wenn es zukünftig keine Untertitel oder Synchronisation gibt, war das mein letzter österreichischer Tatort.

    So schön die Landschaftsaufnahmen sind, aber wenn ich ein Viertel der Dialoge nicht verstehe, macht das für mich keinen Sinn.


  • Silluze • am 24.11.19 um 22:56 Uhr

    Hab selten so gut geschlafen während dem Tatort. Bibi und Moritz sind sonst massiv spannender. Schade. Da nützt die schöne Landschaft nichts, wenn die Dramaturgie durchfällt.


  • Leni • am 24.11.19 um 23:35 Uhr

    Paint It Black – Rolling Stones habt ihr vergessen zu erwähnen.

    Anständiger TO. 3,5 von 5 Blaulichtern von mir, ebenfalls aufgerundet.
    Moritz und Bibi schaue ich mir immer an. Ich mag die beiden einfach, da geht nichts schief.


  • Mr. Marple • am 25.11.19 um 0:00 Uhr

    Ich hab gerade die Hälfte geschaut. Tolle Landschaft und ein lustiger Hund – das macht dann schon 5 Sternchen.

    Mein Verdacht: Ein Dodo war der Mörder. Offiziell sind die Dodos ja 1690 ausgestorben, aber das Mordopfer war gerade dabei, seiner Buchhalterin mitzuteilen, dass diese Dronten bzw. Taubenvögel nur (sprich: noch) auf Mauritius leben würden. Und dieses Geheimnis gilt es zu wahren – notfalls über Leichen.


  • Zwieback • am 25.11.19 um 1:46 Uhr

    Schön in der Schlußszene, wie in dem Wiener Dienst-Kfz eine grüne deutsche Umweltplakette 4 an der Windschutzscheibe klebt.


  • Jürgen Beck • am 25.11.19 um 5:23 Uhr

    Ein sehr gelungener TO aus Österreich. Das Ermittler-Team wie gewohnt hervorragend – aber auch alle anderen Darsteller haben sehr gut und vor allem authentisch gespielt. Die Geschichte war spannend bis zum Schluss. Weiter so – das gefällt …


  • der Alte • am 25.11.19 um 7:07 Uhr

    wunderschöne Landschaft, aber das war es auch schon.

    keine Kunst, gewöhnliches Kriminalerschauspiel.

    Thema war doch nur: „die aufm Dorf sind sowieso alles nur Deppen, die wo es in der Stadt nicht bringen“
    und der eigentliche Fall, die Holzein- und verkaufs Mafia, wurde nicht gelöst.

    aber das der Moritz so schee granteln durfte, hat mer gefalle.


  • Frank • am 25.11.19 um 7:41 Uhr

    Für mich einer der schwächsten Tatort mit den Wiener Ermittlern. In die schöne Landschaft auf dem Land geschickt, ging es diesmal vor allem um eine typisch ländliche Gesellschaft. Das Tempo fehlte da passenderweise, wodurch sich die Möglichkeit bot, die Ermittler auch einmal aus einem anderen Blickwinkel zu zeigen. Aber der ruhige Erzählstil erinnert wirklich mittlerweile mehr an Tatorte der siebziger Jahre. Im Gegensatz zum skandinavischen Krimi lauert hier auch nicht das Böse in der Einöde, sogar ganz im Gegenteil…


  • STONES • am 25.11.19 um 8:08 Uhr

    Schöne Landschaft!
    Die Geschichte die dieser Tatort erzählt war vielleicht ganz in Ordnung.
    Aber leider habe ich nur die Hälfte verstanden, weil ich kein österreichisch kann.


  • arte-Versteher • am 25.11.19 um 9:30 Uhr

    Ein Setzkasten von hinlänglich bekannten Figuren aus dem klassischen Alpendrama (der übermächtige Holzbaron und die von ihm Abhängigen). Absoluter Whodunnit-Overkill mit neuen Tatverdächtigen im Fünf-Minuten-Takt. Ein bisschen Ökogewissen, dann aber doch nicht genug Schneid für einen Wirtschaftskrimi aufgebracht, sondern im Allzumenschlichen verharrt. Eine Kamera, die nicht nur in die Landschaft, sondern auch in die weiblichen Verdächtigen und den Dienstwagen von Bibi und Moritz verliebt ist. Dazu zwei Polizisten, die sich seit Jahrzehnten nicht gesehen haben, aber innerhalb von Stunden wieder zu Best Buddies werden, in diesem Fall dramaturgisch zusammengeschweißt durch einen Stones-Klassiker (letzte Woche in der Pfalz war es Dylan.)

    Klingt alles ein wenig miesepetrig, kann man aber hin und wieder so machen, wenn man es mit einer Prise Bibi und Moritz abschmeckt. Insgesamt belanglose, aber doch recht unterhaltsame 3 Sterne. Es lebe die Vielfalt.

    PS. @Mr. Marple: Immerhin schluchzt gegen Ende eine der Damen dem Bösewichtel entgegen, dass sie seinen Schmuh mit dem Dodo durchschaut hat!


  • Paulnilpferd • am 25.11.19 um 9:34 Uhr

    Trotz schöner Farblandschaften zu viel Schwarz-Weiß-Malerei. Der an sich gut gedachte Baum-Realismus verblasst in diversen Klischees und Reprisen von Oft-Gesehenem. Die Grantelei von Kommissar Eisner ist eigentlich nur noch dramaturgische Schablone. Was motiviert ihn denn überhaupt noch, seinen Job zu machen? Und was motiviert die Macher, von Tatort zu Tatort immer mundartlicher zu werden? Das entschlüsseln der Dialoge auch angesichts entsprechender akustischer Kulisse ist oft sehr anstrengend, bei aller Liebe zu Österreich. Vielleicht sollte entsprechend im nächsten Kiel-Tatort nur noch Platt gesprochen werden.


  • Thorsten • am 25.11.19 um 11:00 Uhr

    Auf Bibi und Moritz ist Verlass. Auch ein nicht ganz so toller Wiener Tatort ist immer noch deutlich über dem Durchschnitt anderer Folgen.


  • Ulmann • am 25.11.19 um 11:33 Uhr

    @ Nordlicht, STONES, Paulnilpferd
    Ich verstehe Ihre Kritik nicht, der Tatort wurde, wie alle anderen, mit Untertitel ausgestrahlt, das ist ein Service für Hörgeschädigte.
    Wenn Sie keinen Uraltfernseher haben, lassen sich die Untertitel mit der Fernbedienung aktivieren.


  • Momi • am 25.11.19 um 12:19 Uhr

    Nicht der beste TO, der aus Austria gekommen ist. Bibi und Moritz haben wir etwas zu wenig gegrantelt – mehr Schmäh wäre gut gewesen.
    Hat mich zu sehr an einen Heimatfilm mit Mafiaeinfluss und Dorf-/Talkönig erinnert. Dass die Stones sogar in einem „Heimatfilm“ ihre Songs schmettern dürfen, zeigt, dass die Generation Bibi, Moritz und auch das hinterste Tag von den rollenden Steinen erobert worden sind. Zum Heimatfilmkitsch gehört auch der Schluss, denn eigentlich waren ja alle mit dem Tod des Playboys zufrieden. Es sieht nicht aus, als ob die Maria Granitzer nun durch ihren Liebsten Polizist Alois Feinig, dem Spezi von Moritz Elsner eingelocht worden wäre. Paasst scho wie die Einheimischen sagen werden. Die Bibi hat auch nicht protestiert bei der Rückfahrt aus dem Mölltal/Hölltal. Alles in allem ein guter Abend verbracht, aber mehr auch nicht. Trotzdem 4 Sterne


  • Karin L. • am 25.11.19 um 13:54 Uhr

    Warum können nicht alle Tatort Folgen die Wiener Qualität haben?


  • CaptainFreedom • am 25.11.19 um 14:48 Uhr

    Na ja – ging so.

    Ich finde, die eigentliche Tat – also, Maria zieht dem Tribusser von hinten mit dem Feuerhaken eine über – muss straffrei bleiben (unterstelle mal, die Ösis haben nicht ein komplett anderes Strafrecht als die BRD), denn wenn sie hier nicht die ‚Notbremse‘ gezogen hätte, wäre der blonde Bubi doch erwürgt worden. Klare Notwehrsituation! Was danach kam, wär gar nicht nötig gewesen.


  • Walter Ulbricht • am 25.11.19 um 15:09 Uhr

    Verquollene Dramatik mit phantastischer Alpenkulisse.
    Erfreuliches Heimatliches aus Austria.
    Und dann auch noch Paint It Black!
    Auf welcher Skipiste ist wohl Kommissar Alois falsch abgebogen?


  • Manfred.M • am 25.11.19 um 18:32 Uhr

    Der Film erhält eine Abwertung wegen der schlechten Klangqualität.Die zu starke Hintergrundmusik zerstörte so manchen Dialog,der ohnehin wegen der Nuschelei kaum zu verstehen war.
    Ein Plus im Film für die dezente Einspielung von Summertime


  • Wolfgang Balser • am 25.11.19 um 19:17 Uhr

    Rolling Stones – Time Is On My Side ist nicht zu hören, dafür aber Paint It Black !


  • alter Fan • am 25.11.19 um 20:35 Uhr

    absolut herausragend : die wunderschöne Landschaftskulisse – ansonsten recht ordentlich gemachter Wien TO mit einem meiner Lieblingsermittlerteams – die Stones aus den Spätsechzigern – auch eine nette Aufmerksamkeit für den etwas älteren TO Zuschauer


  • CarstenH • am 26.11.19 um 0:04 Uhr

    Ein ganz klassischer Tatort mit gewissem Knobelfaktor, der in ähnlicher Art und Weise schon sehr oft erzählt wurde. Tolle Landschaft, wie immer Wiener Kommissare, Musik und Nebenrollen waren auch stimmig. Allerdings fehlte die Spannung und die Erzählung war doch recht mäßig erzählt und der Tathergang letztendlich unnötig (da in Notwehr gehandelt). Muss man sich nicht noch Mal ansehen.


  • UweS • am 29.11.19 um 13:26 Uhr

    Braucht ein österreichisches Auto eine deutsche grüne Plakette?


  • Attila • am 29.11.19 um 19:04 Uhr

    „Braucht ein österreichisches Auto eine deutsche grüne Plakette?“
    Wenn man mit dem Auto in einer deutschen Umweltzone fahren möchte, dann, ja.


  • Moritz • am 2.12.19 um 0:14 Uhr

    Hilfe!!! Was ein Schrott!!! Lamgweiliges Drehbuch, nach 15 Minuten weggeschalten, wie kann man sowas nur drehen?! 1 Stern dementsprechend!


  • Colorwriter • am 11.12.19 um 11:59 Uhr

    Ja, der Herr Oberstleutnant lässt in diesem Tatort die Provinzler spüren, was ein rechter Obertan aus der Hauptstadt ist. Stänkern, schlechte Manieren und übelste Launen auf die „Dörfler herabgießen. Und seine Stabsoffizierin darf dann die Scherben wieder zusammen kitten. – Bis hin zur abendlichen Nulldiät weil der Chef den Wirt nicht mag, oder war dessen Gulasch doch nicht richtig gar?

    Ja, man ist halt Wer, als Oberermittler. An der Türe klingeln, nein, man geht einfach rein. Die schlechte Laune der Rolle muss etwas mit dem Drehbuch zu tun haben. Plott aus der Klamottenkiste, Der Talbaron und seine unterdrückten Abhängigen (Leibeigenen), dazu eine schöne Alpenkulisse und dezente Schleichwerbung für Nobelautos… Da hätte ich auch keine Lust mehr….


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