Tatort Folge 1146: In der Familie Teil I



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Fünf Jahrzehnte ist es her, seit die allererste Tatort-Folge über die wuchtigen Röhrenbildschirme Deutschlands flackerte und flimmerte. „Taxi nach Leipzig“ hieß Fall Nummer eins, den der Hamburger Kommissar Paul Trimmel (Walter Richter) am 29. November 1970 löste. Ein Meilenstein in der Geschichte der deutschen Fernsehunterhaltung.

Weil der runde 50. Geburtstag etwas Besonderes ist, und man seinen Liebsten zu diesem Anlass gerne eine Freude macht, haben sich der WDR und der BR für eine Jubiläums-Doppelfolge zusammengeschlossen und präsentieren nun die Tatort-Kooperation „In der Familie“. Es handelt sich um ein Crossover, in dem zwei Teams aus der Tatort-Welt aufeinandertreffen:
Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) aus München arbeiten mit dem Dortmunder Quartett Faber (Jörg Hartmann), Bönisch (Anna Schudt), Dalay (Aylin Tezel, ihr letzter Auftritt in der Rolle!) und Pawla (Rick Okon) zusammen. – Nun, sagen wir, sie versuchen es zumindest.

Teil 1 des Special-Tatorts „In der Familie“ (Tatort-Folge 1146) feiert am Sonntag, den 29. November 2020 um 20.15 Uhr im Ersten Programm der ARD seine TV-Premiere.
Die Fortsetzung (Tatort-Folge 1147) folgt eine Woche später, am 6. Dezember.

Inhalt der Tatort-Folge „In der Familie Teil 1“

„In der Familie“ ist nicht nur eine Anspielung auf den Inhalt der Tatort-Doppelfolge anlässlich seines 50. Geburtstags, auch die Krimireihe selbst erzeugt seit 1970 regelmäßig ein warmes Gemeinschaftsgefühl. Im Idealfall. Denn wer sonntags Tatort schaut, der gehört zur Fernsehfamilie, kann entweder parallel zur Erstausstrahlung in den sozialen Medien mitreden und sich über das Gesehene austauschen, oder aber spätestens am nächsten Morgen in der Betriebskantine schimpfen und loben, ganz nach Laune und Gusto. Auch wenn Menschen heute vornehmlich alleine auf ihren Displays daddeln und wischen, möchte der Tatort noch immer eines: Verbinden. Erzählen und zeigen. Zur Diskussion stellen, kritisieren, zuweilen provozieren. Und natürlich schlichtweg unterhalten.

Thematisch beschäftigt sich der Zweiteiler mit einer italienischstämmigen Familie aus Dortmund, die in den Fangarme der kalabrischen Mafia, der ′Ndrangheta gerät. Wie einflussreich und entsprechend gefährlich die süditalienische Organisation ist, zeigen die geschätzten Jahreseinnahmen von etwa 60 Milliarden Euro weltweit. Dass die kriminelle Krake auch in Deutschland höchst aktiv ist, ist bekannt. Den Hintermännern aber auf die Spur zu kommen und sie mit handfesten Beweisen vor Gericht zu kriegen, eine äußerst schwierige Angelegenheit. Zeugen und Erpressungsopfer bangen – zurecht – um ihr Leben und verweigern in der Regel ihre Aussagen.


Darum geht’s im 1. Teil:
Luca Modica liebt seine Familie über alles. Der Italiener, der fließend Deutsch spricht, ließ sich mit Anfang 20 gemeinsam mit seiner hübschen Ehefrau Juliane und der damals zweijährigen Tochter Sofia in Dortmund nieder. Dort erwarb er eine Pizzeria mit darüberliegender Wohnung; die Immobilie war strategisch günstig gelegen, mit Autobahnanbindungen in alle Himmelsrichtungen. Die Kosten betrugen eine halbe Million Euro, die er dem Makler bar auf die Hand gab.

Dass die Pizzeria nicht genügend Geld einbringt und es der Familie trotzdem finanziell nie schlecht ging, darüber haben sich die Ehefrau und die mittlerweile 17-jährige Tochter schon früh gewundert. Auch der Lastwagen, der regelmäßig auf dem Hinterhof der Trattoria umgeladen wird, wirft Fragen auf. Luca blockt jedoch und regelt die Geschäfte im Alleingang, seine Liebsten sollen von dem Kokain-Handel und seinen Verwicklungen mit der kalabrischen Mafia besser so wenig wie möglich wissen.

Als eines Tages ein flippiger Italiener von der Ladefläche des LKW springt, ist Modica verdutzt. Der Mann mit dem Spitznamen „Pippo“ soll hier in Dortmund in Modicas Privatwohnung untertauchen, in München wird er wegen Mordes gesucht. Luca gibt keine Widerworte und gehorcht, doch der Fremde macht insbesondere Juliane Angst. Sofia hingegen freut sich über die üppige Geldspritze zum Shoppen, die sie von Papa bekommt, da ist ihr der eigensinnige neue Mitbewohner eigentlich egal.

Die Kripo Dortmund ist den Deals des Restaurantbesitzers allerdings auf der Spur und observiert die Pizzeria seit Wochen. Hinweise gibt es ausreichend, doch an rechtssicheren Beweisen mangelt es im Fall „In der Familie“. Das Fass läuft über, als zwei Hauptkommissare aus München im Präsidium Platz nehmen: Ivo Batic und Franz Leitmayr. Die beiden Ermittler haben einen Haftbefehl für Guiseppe „Pippo“ Mauro in der Tasche, der in München vor wenigen Tagen einen Mord auf offener Straße begangen hat.

Die Kommissare Peter Faber, Martina Bönisch, Nora Dalay und Jan Pawlak stehen nun unter gewaltigem Druck, denn sie wollen über Pippo an die Drahtzieher des Drogenhandels herankommen. Faber und Dalay nehmen ohne Absprache mit ihren Kollegen Kontakt zu Juliane Modica auf, um sie für eine Überführung des Ehemannes zu benutzen. Weil die in großer Sorge um ihre Tochter lebt, lässt sie sich auf eine Zusammenarbeit mit der Polizei ein. Eine folgenschwere Entscheidung.


Die Macher des Tatorts, der Drehbuchautor Bernd Lange, die Regisseure Dominik Graf (Teil 1) und Pia Strietmann (Teil 2), die Produzenten des Bayerischen und Westdeutschen Rundfunks sowie der X Filme Creative Pool GmbH haben in einer Gemeinschaftsarbeit das große zweiteilige Tatort-Projekt „In der Familie“ auf die Beine gestellt.

Was beim Fall der ersten Drehklappe im November/Dezember 2019 niemand ahnen konnte: Die Corona-Pandemie brachte den Drehplan ordentlich durcheinander. Der Auftakt des ersten Teils sowie zwei Drittel des zweiten fehlten für die Fertigstellung des Specials, als die Krise ihren (ersten) Höhepunkt im März 2020 erreichte und der Lockdown in den deutschen Bundesländern beschlossen wurde. Da die Dreharbeiten im öffentlichen Raum ab dem 23. März 2020 gestoppt werden mussten, bangten die Produktionsteams von BR und WDR gleichermaßen wie die Darsteller um den Zweiteiler: dieser sollte schließlich pünktlich zum Jubiläum am 29.11.2020, also exakt 50 Jahre nach dem Tatort-Debüt, gezeigt werden.

Am 13. Juli 2020 ging es endlich weiter. Teammitglieder wurden aus der Kurzarbeit zurückgeholt, ein umfassendes Hygienekonzept sollte alle Beteiligten vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus schützen. Wer genau hinschaut, erkennt im zweiten Teil des Krimis „In der Familie“ Szenen, in denen die Schauspieler ungewöhnlich weit auseinanderstehen. Alle Filmszenen, in denen der gebotene Mindestabstand nicht garantiert werden konnte, wurden auf ein Minimum reduziert, beispielsweise bei Autofahrten mit mehreren Insassen.

Die Idee, verschiedene Teams für die Untersuchungen in einem Tatort-Fall heranzuziehen, ist nicht neu: Zur Feier des 30. Tatort-Geburtstages im Jahr 2000 kamen die Kölner Ermittler Ballauf und Schenk mit den Leipziger Kollegen Ehrlicher und Kain zusammen (Tatort-Folge 458 „Quartett in Leipzig“). Zum 1000. Tatort gaben sich Klaus Borowski aus Kiel und die unterkühlte Lindholm aus – damals noch – Hannover die Ehre und stiegen gemeinsam in das „Taxi nach Leipzig“. Sympathisch waren sich die beiden allerdings nicht. Ein historisches Crossover ist sicher jenes vom Oktober 1990, als Schimanski und Thanner aus Westdeutschland nach der Wiedervereinigung mit einem ostdeutschen Kripoteam kooperierten: Fuchs und Grawa vom Polizeiruf 110 wurden zu Ermittlungspartnern der Duisburger Tatort-Kommissare (Tatort-Folge 235 „Unter Brüdern“).

Die Redaktion von Tatort-Fans meint …

Sabine (40 J. | Kinoliebhaberin)

Richtig guter Stoff. „In der Familie – Teil 1“ ist eine spannend erzählte Mafiastory, die von der erstsahnigen Leistung sämtlicher Darsteller getragen wird. Filme mit Untertitel mögen anstrengend sein, ja, doch es lohnt. Der Krimi wirkt authentisch, ist mitreißend und mündet in einem finalen Cliffhanger. Vier fette Sterne!

Gerald (40 J. | IT-Nerd)

Was für ein Tatort Ritt! Der erste Teil ist schon packend, der zweite überrascht durch die etwas andere Art. Das Zusammentreffen der beiden Teams aus München und Dortmund ist urkomisch, auch wenn der Anlass ja eigentlich ernst ist. Ich sage nur BVB-Tasse … Ich vergebe seltene 5 Sterne und sagen wie immer EINSCHALTEN.

Tatort-Besetzung

Hauptkommissar Franz Leitmayr – Udo Wachtveitl
Hauptkommissar Ivo Batic – Miroslav Nemec
Kommissar Karl-Heinz „Kalli“ Hammermann – Ferdinand Hofer
Hauptkommissar Peter Faber – Jörg Hartmann
Hauptkommissarin Martina Bönisch – Anna Schudt
Hauptkommissar Jan Pawlak – Rick Okon
Oberkommissarin Nora Dalay – Aylin Tezel
Guiseppe „Pippo“ Mauro – Emiliano De Martino
Luca Modica – Beniamino Brogi
seine Ehefrau Juliane Modica – Antje Traue
die Tochter Sofia Modica – Emma Preisendanz
u.a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Bernd Lange
Regie – Dominik Graf
Kamera – Hendrik A. Kley
Szenenbild – Ina Timmerberg
Schnitt – Amina Lorenz
Ton – Michael Schlömer, Ivo Seewald
Musik – Florian van Volxem, Sven Rossenbach

Trailer zur Tatort-Produktion



Bilder-Galerie zum Krimi aus Dortmund und München


54 Meinungen zum Tatort Folge 1146: In der Familie Teil I

  • True Detective • am 28.11.20 um 13:51 Uhr

    Der Trailer lässt bei den Dialogen Schlimmes befürchten…ich erwarte eigentlich, dass es gut wird, denn Graf ist ein wirklich guter Regisseur und seine Serie „im Angesicht des Verbrechens“ war ein Vorgeschmack auf bemerkenswert gute in Deutschland produzierte Serien, wie sie heutzutage international wahrgenommen werden (z.B. Dark oder Babylon Berlin). Also nach dem Motto: Erwarte das Schlimmste, hoffe auf das Beste, und nimm es wie es kommt.
    Und eine spoiler-artige Wette: Juliane überlebt die erste Folge nicht.


  • Till Schneider • am 29.11.20 um 3:08 Uhr

    Ui, ein Kombi-Zweiteiler zum Jubiläum! Das könnte was werden. In puncto Besetzung bin ich sehr zufrieden: Die Münchner Silberlinge und das Dortmunder Extraherb-Quartett, dazu etliche Stars aus der Pizza-Szene. Nur auf der Verbrecherseite fehlt mir jemand. Die Dortmunder hätten ruhig ihren Superschurken Jürgen Graf mitbringen können, der ja nach „Monster“ von Dr. Frankenstein wiederbelebt worden ist:

    https://tatort-fans.de/tatort-folge-1119-monster/#comment-72369

    Ich meine, wenn schon Jubiläum, dann mit allem Drum und Dran, oder? Aufwachen, ARD!


  • Sisu • am 29.11.20 um 20:50 Uhr

    Also ich schaue eigentlich gerne Tatort, aber Untertitel geht gar nicht. Wenn ich einen Tatort lesen will dann kaufe ich mir ein Buch.
    Ich weiß nicht was das soll, ich habe dann umgeschaltet, weil mir das zu nervig war


  • Doris K. • am 29.11.20 um 20:57 Uhr

    Fürchterlich. Ätzende Kommissare, widerlich schlechte Manieren, totale Längen in der Story, brutales Mafiagebaren, ewig lange italienische Dialoge, … ich habe abgeschaltet.


  • Thorsten • am 29.11.20 um 21:48 Uhr

    Wow, das war atemberaubend! Schön, dass der Tatort das doch noch kann.


  • HerrBert • am 29.11.20 um 21:51 Uhr

    Bellissima, 1 A Tatort. Gute Geschichte, spannend erzählt und viele sehr gute Schauspieler. Freue mich schon auf den zweiten Teil.
    Ich glaube, der Mauro war echt ;-)
    Wirklich ein würdiger Tatort zum Jubiläum.


  • henne63 • am 29.11.20 um 21:57 Uhr

    Das ist schon „großes Kino“ und sehr wahrscheinlich der 4. gute TO in Folge, man wird doch nicht hier mitlesen?
    Würde gern sofort weiter schauen, mit Mehrteilern habe ich so meine Probleme, ungeachtet dessen mindestens 5 Sterne.


  • Mart • am 29.11.20 um 22:01 Uhr

    Sehr gut, freue mich auf den zweiten Teil.


  • Winfried Vorbeck • am 29.11.20 um 22:01 Uhr

    Ich weiß nicht, was ich von dem Film halten soll. Zu viele Kommissare, undurchschaubare Aktionen (zumindest habe ich sie nicht kapiert). Faber mag ich eigentlich, heute nicht. Außerdem mag ich das Mafia-Gedöns nicht.

    Fazit: war nicht mein Geschmack.


  • Leni • am 29.11.20 um 22:11 Uhr

    Superspannend und ein gelungenes Zusammenspiel von völlig unterschiedlichen Ermittlern.
    Ich freue mich schon auf den zweiten Teil und bin sehr gespannt auf die Kommentare hier.


  • Herrhoppe • am 29.11.20 um 22:13 Uhr

    Grandios. Verdammt gute Schauspieler/innen. Atmosphärisch perfekt.


  • Supi • am 29.11.20 um 22:14 Uhr

    Am Anfang hat sich’s a bisserl gezogen, da merkte man, dass dieser Tatort 3 h zur Verfügung hat(te). Gleichzeitig ließ sich Fr. Modica erstaunlich schnell auf eine Kooperation mit der Polizei ein – was ein wenig unglaubwürdig rüber kam. Stimmung und Milieu waren hingegen von Anbeginn authentisch und schön trist fotografiert. Auch schauspielerisch – gewohnt – gute Leistungen aus Do und Muc!
    Ab der Hälfte, v.a. gegen Ende nahm der Tatort dann deutlich an Fahrt auf – und hat mich gepackt.
    Nun bin ich gespannt auf den 2. Teil in 1 Woche!
    Und ich schließe mich Mart an: Flüchtlingsdreck – was soll das?!?!


  • Attila • am 29.11.20 um 22:16 Uhr

    Bislang sehr gut. Die Doppelfolge sollte doch erst nach dem zweiten Teil bewertet werden, oder? Ich gebe nun doch 5 Sterne (ohne Sterne geht man hier nicht weiter).
    Schade, dass die schönste Kommissarin der fünfzig Jahren aufhört. Dalay war allerdings zu emotional, und das gegen eine Person die sie kaum kannte, sie ist so, obwhol sie eigentlich recht hatte, auch selber untauglich, eine Kriminalkommissarin zu sein.

    Ich freue mich schon auf den zweiten Teil.


  • Der Fremde • am 29.11.20 um 22:19 Uhr

    Sehr enttäuschender Beitrag meines Lieblings-Teams aus Dortmund (der Beitrag des Münchner Teams war eher irrelevant). Ein völlig konstruierter Plot, der gängige Italo-Mafia-Klischees auf primitive Weise bediente, wurde mit Dialogen auf Stegreif-Niveau unterfüttert. Der plötzliche Seitenwechsel von Fr. Modica etwa war unglaubwürdig und nicht nachvollziehbar, ebenso wie viele andere Handlungsteile und auch die unmotivierte Umarmung von Faber/Bönisch am Schluss.
    Die Beziehung Faber/Bönisch hatte in der Vergangenheit (mit Höhepunkt in der Folge „Hundstage“!) zwar durchaus knisternde Momente, in dieser Folge aber wirkte die Umarmung „aufgesetzt“ und daher deplatziert.
    Zwei Sterne als Gesamt-Bewertung nur deshalb, weil ich die Figuren Faber/Bönisch grundsätzlich mag und hoffe, dass in Zukunft ein besseres Drehbuch für die zwei geschrieben wird.


  • Henning • am 29.11.20 um 22:22 Uhr

    Schade, die sympathischste Figur des Films, die Juliane Modica, ist leider schon aus der Handlung raus.


  • alter Fan (tm) • am 29.11.20 um 22:26 Uhr

    wenn ich jetzt gar nichts schreiben wollte würde ich einfach sagen @Winfried Vorbeck – genau so seh´ich diese Produktion auch – möglicherweise möchte man zum Jubiläum irgendwas ganz ganz besonderes machen , aber so richtig funktioniert hat das Prinip nie – ich hatte mir leider auch etwas mehr von diesem Jubiläums TO versprochen aber halt nur Durchschnitt – trotz Lieblingsermittlerteams – alles ein bischen langatmig arrangiert – so richtig spannend wurde es erst zum Schluß – ich geb´aber wenigstens 3 Punkte – mal sehen , was die Fortsetztung nächste Woche bringt


  • Alex • am 29.11.20 um 22:27 Uhr

    Sehr unglaubwürdig , das mal schnell die Mafiosi-Frau ohne Grund die Seiten wechselt . Ich fand’s langweilig , zwei Sterne


  • Calumet • am 29.11.20 um 22:28 Uhr

    Schauspielerisch sehr gut, besonders Traue, De Martino und Brogi. Die Stammschaupieler/innen sind etwas zu zahlreich und bekommen jeweils nicht genügend Zeit um schauspielerisch hervorzustechen. Interessante Milieustudie aber auch wieder nicht wirklich völlig überraschend. Am Anfang etwas schleppend. Die Figuren werden zu beiläufig aufgebaut. Insgesamt einer der besseren Tatorte, keine Frage, aber auch nicht so gut wie ich das bei der Beteiligung von Dominik Graf eigentlich erwartet habe.


  • Ha-Jo Göhler • am 29.11.20 um 22:30 Uhr

    „Kasper und Seppl“ für Batic und Leitmayr, das werde ich nie vergessen!

    Ansonsten ein solider Krimi ohne Experimente, wie ihn sich der deutsche Durchschnittsmichel am Sonntag Abend zu Bier und Chips wünscht. Ich mag auch diese Krimis, keine Frage, ich liebe aber auch die experimentellen Tatorte bis auf diese Extempore-Geschichte vor ein paar Monaten nicht zulertzt wegen des unwürdigen Endes für Nadeshda Krusenstern.

    Nachdem man schon vorher wusste, dass Aylin Tezel aufhören will, was ich ebenso bedauere, wie den Weggang von Friederike Kempter, hatte ich schon befürchtet, dass auch Nora Dalay ein gewaltsames Ende findet, was uns, diesem oder jenem sei Dank erspart geblieben ist.

    Alles in allem ein solider, guter Tatort, nach dem man sich auf die Fortsetzung freut.


  • Juergen Engelmann • am 29.11.20 um 22:35 Uhr

    Also mal ganz ehrlich. Für 50 Jahre Tatort hatte ich mir was ganz anderes vorgestellt. Die vielen italienischen Untertitel waren schon eine Zumutung. Dazu die eingeblendeten Übersetzungen waren eine Katastrophe. Man konnte gar nicht so schnell lesen wie die wieder verschwunden waren. Es kann im zweiten Teil nur noch besser werden damit der Name Jubiläums Tatort eine Berechtigung findet. Schade eigentlich 😢😢😢😢


  • Jockel • am 29.11.20 um 23:08 Uhr

    Wieder ein Jubiläum, das in die Hose gehen wird. So ist das fast immer, wenn was Besonderes dabei rauskommen soll. Bei all dem Klischee gemurkse über eine scheinbar allgegenwärtige Mafia (gähn) war für mich der Ofen aus, als der unter Druck stehende Ehemann seine Frau umbringt. Was für ein schwaches und schwer nachvollziehbares Spektakel. Als erfahrener Mafioso mache ich selber kurzen Prozess. Punkt und maximal ohne Point.


  • Kai • am 29.11.20 um 23:14 Uhr

    Langatmig, komplett vorhersehbar und mit etlichen logischen Fehlern. Drehbuch a la „verbotene liebe“. Noch nie so enttäuscht von den sonst super Tatorten aus Dortmund und München


  • Smokie • am 29.11.20 um 23:22 Uhr

    Prima. – Sehr gut gemacht!!


  • Sabrina • am 29.11.20 um 23:26 Uhr

    Angucken (wenn man die Teams mag).

    1/2 Stern Abzug, weil man durch die Kölner Kulissen Ballauf/Schenk erwartete.


  • Klaus • am 29.11.20 um 23:31 Uhr

    Schönes Cross-Over der beiden Teams. Das bringt Leben rein: „Kasperl und Seppl“, „Ermittlungen, wenn man das hier so nennen will“ sind die kleinen Lacher in dieser düsteren Geschichte.
    Stark umgesetzt und auch jenseits von Farbers Alleingängen gespickt mit schwierigen und schlechten Entscheidungen.

    Ich freu mich auf den 2. Teil und hoffe auf einen stärkeren Anteil des Münchner Teams.


  • BK • am 29.11.20 um 23:50 Uhr

    Ein etwas anderer Tatort. Gute Handlung, auch bildlich super dargestellt.
    Allerdings fand ich die Art der Schnitte, sowie an manchen Stellen die Musik, etwas unpassend. Wegen letzterem heute nur 4 Sterne. Aber nicht böse gemeint, bin offen für das, was der 2. Teil bringen wird.

    PS: @Tristan15: Diese Kommentarfunktion ist dazu gedacht, über den Tatort zu kommentieren. Nicht aber, um Menschen mit rassistischen Ausdrücken zu verletzen (…Flüchtlingsdreck…). Es wäre nicht schlecht, vor dem Absenden eines Kommentares mal das Gehirn zu benutzen…


  • Sino • am 30.11.20 um 0:29 Uhr

    Naja…
    Die Mafiahandlung war cool! Musik und Bild sind tatsächlich etwas dick aufgetragen, aber ohne Pathos macht sowas doch auch keinen Spaß. Sehr ästhetisch zu schauen. Die Untertitelten Passagen passten sehr gut rein. Das italienische Paar war toll gespielt, besonders Frau Modica ist die hervorstechende Figur im ganzen Film. Die Liebe zwischen den beiden wurde einfühlsam dargestellt und man konnte richtig spüren, wie der Pippo das nach und nach vergiftet. Das Ende von Frau Modica war allerdings arg konstruiert. Besser jetzt freiwillig abtreten, als später – vielleicht irgendwann mal – von la familia heimgesucht werden (oder auch in den Zwugenschutz gehen)? – Naja… Und dass der Herr Modica dann so schnell dabei war, Hand selbst anzulegen, hat mich nicht überzeugt.

    Minuspunkt: Die Komissare! Und zwar allesamt. Leiti und Ivo waren völlig überflüssig. Es ist eigentlich eine Schande, die beiden so lahm in die Ecke zu stellen (die BVB-Tasse hat‘s auch nicht rausgehauen, tut mir leid…).
    Aber die eigentliche Katastrophe ist ja nun mal Faber. Ich guck den nicht oft, daher kann ich nicht beurteilen, ob das sein Standardniveau ist. Aber seine „Ermittlungsarbeit“ ist grob fahrlässig, entgegen aller Warnungen der Kollegen bringt er die Frau trotzdem in Gefahr und als er sie am Ende auf dem Gewissen hat zuckt er nur die Schultern und meint, Delay soll nicht so empfindlich sein. Das ist heute nicht cool und es war 1970 nicht cool.
    Sowas zu schreiben ist unglaubwürdig und peinlich. Und trotz einiger starker Szenen, besonders mit Frau Modica, ist das leider auch der Eindruck, der am Ende des Films bleibt: Gute Schauspieler, schlechtes Buch. Jörg Hartmann sollte besser bei den Rollen bleiben, bei denen er seine schauspielerische Feinmotorik einsetzen kann – denn die beherrscht er ja in besser geschriebenen Rollen durchaus (huhu, ich höre den Shitstorm ;-)

    Also, Ruhrpottfolklore hin oder her: Weg mit Faber, her mit der Mafia – gern am Samstag – und nächsten Sonntag bitte München mit ein bisschen Konsistenz im Skript.

    Danke.


  • Ravioli • am 30.11.20 um 0:46 Uhr

    Interessant. Heute weiss ich nicht recht, ob ich die Folge so gut gelungen finde. Teils schon, die Stimmung der Familie und das Auftauchen Pippos sind sehr gut dargestellt.
    Die ganzen Kommissare dagegen wirken teilweise steif und als hätten sie ihren Text vom Blatt gelesen.
    Nette Idee, aber zu viele Ermittler anwesend für meinen Geschmack.

    Wie einige schon schrieben, ging die plötzliche Zusammenarbeit mit der Frau zu schnell, aber das ist nur ein Detail.

    Im Großen und Ganzen schon sehenswert, bin auf den zweiten Teil gespannt.


  • logiclöcher • am 30.11.20 um 1:09 Uhr

    Sicher alles gut gespielt. Aber das ist nichts für Menschen die noch an die guten Seiten einer Sache, einer Intstiution, einer Exekutive glauben. Der schicksalhafte Niedergang einer Minigmeinschaft als Ausdruck eines gesamtgesellschaftlichen Niedergangs, indem man sich an so etwas begeistert und klatscht. Mit unserem System geht es auch den Bach hinunter. Die nüchtern denkenden Protagonisten haben keine Chance gegen den, im Wahn an seine Sache glaubenden Faber. Die Gemeinschaft von Opfer, Täter und ermittelnden Beamten rast in den Abgrund. Bedauern sind nur Krokodilstränen. Da kann man sich als Zuschauer nur helfen, indem man den Raum verlässt. Einfach aus machen. In einer gewissen Form spiegelt es die Realität wieder und zeigt den Ausweg, indem man aussteigt und nüchtern bleibt.


  • logiclöcher • am 30.11.20 um 1:13 Uhr

    Nachtrag – Aus machen und Abstand halten soll es heißen. Menschen im Wahn kann man nicht aufhalten, man kann nur nicht mitmachen.


  • Till Schneider • am 30.11.20 um 4:20 Uhr

    Meine vier Sterne sind für die immer weiter zunehmende Spannung, die hier aufkam. Es ist nun mal atemberaubend für den geübten Dortmund-Gucker, wenn plötzlich auch noch gegen den Super-Schmierlappen Karim Abakay ermittelt wird, leidlich bekannt aus mehreren früheren Folgen. Ein exzellenter Schachzug der Tatort-Oberaufsicht, ihn mit reinzunehmen! Abakay als Zielobjekt ist natürlich viel besser als der Superschurke Markus „Moriarty“ Graf (Friede seiner Asche!), das gebe ich gerne zu. An Abakay hatte ich gar nicht mehr gedacht. Dem muss ja auch endlich das Handwerk gelegt werden. Und es ist ebenfalls atemberaubend für den Zuschauer, wenn „live“ daran gearbeitet wird, ganze Massen von Verbrechern auf einen Schlag abzuräumen – hier: die komplette Pizza-Connection aus dem Mezzogiorno. Guter alter Trick! Funktioniert fast immer! Hier tut er es auch, und wie!

    Die Münchner Silberlinge Franz und Ivo waren in Teil 1 noch nicht viel mehr als kauzige Sidekicks, die man handlungstechnisch vergessen konnte, aber ich vertraue auf Teil 2. Da werden sie bestimmt ein gewichtiges Wörtchen mitzureden haben. So doof kann die Tatort-Oberaufsicht gar nicht sein, dass sie denen keine echte Chance gibt. Das wäre ja Verschwendung. Nein, die kommen sicher noch in Fahrt – da ist mein Vertrauen grenzenlos.

    Zum „Flüchtlingsdreck“ von @Tristan15 und der Kritik daran: Okay, ich übernehme das mal. Ich erkläre, was er damit meint. In meinen Worten: Er meint, dass uns die öffentlich-rechtlichen Sender mit Rührstücken über Gewalt gegen Flüchtlinge zukleistern, und er bezieht sich auf den Messer-Mord an dem Schwarzen ganz zu Anfang des Films. Darin sieht er ein typisches Beispiel für das, was er „Flüchtlingsdreck“ nennt. Ich definiere noch einmal sorgfältig: „Flüchtlingsdreck“ ist nach @Tristan15, wenn die Öffis völlig unwahrscheinliche Geschichten über Flüchtlinge einbauen, um die Zuschauer „abzuholen“, um die richtige Gesinnung zu demonstrieren etc. pp. Und? Wie war es hier? Der Schwarze wurde als „Flüchtling aus Ghana“ vorgestellt, der „Ingenieur“ (!) sei, und der als solcher in Deutschland arbeite und lebe – zusammen mit seinem Sohn, den er mitgebracht hat (!). Wie wahrscheinlich ist das? Hand aufs Herz: Es ist extrem unwahrscheinlich. Flüchtlinge aus Ghana, die Ingenieur sind UND hier als Ingenieur arbeiten können UND ihren Sohn mitgebracht haben, sind in allererster Linie ein Traum der Richtiggesinnten. So hätte man’s gern, aber in der Realität kommt es so gut wie nie vor, wenn überhaupt. Ergo: @Tristan15 kritisiert nicht „die Flüchtlinge“, sondern den realitätsabgehobenen Goodwill-Kitsch ÜBER Flüchtlinge, mit dem uns DIE ÖFFIS traktieren. Diesen Kitsch kann er offenbar nicht mehr ertragen, weil er weiß, dass er nicht stimmt – UND weil er weiß, dass eine ganz bestimmte Absicht dahintersteckt, die er erst recht nicht mehr ertragen kann. Kurzum: Der Mann fühlt sich von den Öffis instrumentalisiert, wenn nicht gar moralisch erpresst, und das kotzt ihn mittlerweile an. Er nennt es in genau demselben Sinne „Dreck“, wie jemand anderer irgendwelche nationalistischen Parolen „Dreck“ nennt. So what? Das ist nur eine Formulierung. Sie wird auch jedem anderen zugestanden, dem eine Lüge massiv gegen den Strich geht. Ich sehe da keinen Unterschied und empfehle, den Ball flachzuhalten. Empörung ist noch kein Beweis dafür, dass sie gerechtfertigt ist. @Tristan15 hat definitiv NICHT gesagt, dass Flüchtlinge „Dreck“ sind, und er hat auch nichts dergleichen gemeint. Da bin ich mir sicher.

    Zurück zum Film: Die ersten ca. 45 Minuten waren reichlich langatmig, aber dann – wie gesagt – hat die Geschichte wirklich Fahrt aufgenommen. Beim derzeitigen Stand der Dinge empfinde ich sie sogar als zum Nägelkauen spannend und will unbedingt wissen, wie’s weitergeht. Nicht übel für einen Tatort! Aber Spannung ist nicht alles. Ich habe auch eine Menge zu meckern, z.B. über die Moralbehinderung der Ermittlungen durch die Damen Bönisch und Dalay. Faber weiß genau, um welche Größenordnung es hier geht, und handelt entsprechend „unkonventionell“, aber Dalay z.B. darf ihm ständig reingrätschen mit mega-empathischen Sprüchen über die zu erwartenden Konsequenzen seiner Handlungsweise, die nur ganz furchtbar ausfallen könnten. Ich meine: Das ist kompletter Schwachsinn. Wenn Dalay immer noch nicht kapiert hat, dass Faber kein Monster ist, das fahrlässig Leben gefährdet, sondern dass er tut, was er kann, um in jeder Hinsicht und füralle das Bestmögliche rauszuholen, dann ist sie nur noch eine lächerliche Figur – und somit disqualifiziert als Mitglied des Teams. Der beste Beweis dafür ist, dass sie am Schluss selber hingeschmissen hat. Ich kann das nur begrüßen. Es wäre schwierig gewesen für die Drehbuch-Autoren, die absurden Kapriolen dieser Figur noch länger durchzuziehen, ohne sich selbst lächerlich zu machen. Das haben sie anscheinend auch kapiert und die Konsequenz gezogen. Gottseidank.

    Ich erwarte mit Spannung Teil 2 der Geschichte!


  • Alex • am 30.11.20 um 6:08 Uhr

    Als ob sich ein wegen Mordes gesuchter und untergetauchter Verbrecher so auffällig wie hier gezeigt verhalten würde . Komplett unrealistisch


  • Daniel • am 30.11.20 um 7:23 Uhr

    @flüchtlingsdreck
    Was sollte das denn?das ist kein afd Parteitag es ging um Tatort!Da wurde wohl nicht richtig geguckt!
    Guter Tatort, leider kamen bati und leiti zu kurz…
    Hoffentlich wird fabers Team nicht noch kleiner,obwohl er schon genial ist!Die Story ist gut und auch nachvollziehbar!
    Bin gespannt auf den 2.Teil!


  • Frank • am 30.11.20 um 8:20 Uhr

    Faber ist Kult. Aber die kalte Seite gegen menschliches Elend und Sterben, die bei ihm ja eigentlichen einen Selbstschutz aus seiner eigenen Vergangenheit darstellt, mag manche schon verstören. Nicht zuletzt sein eigenes Team. Der Abgang der Dalay wurde wirklich Zeit, wobei er fast unterging. Eher schockierte mich, dass Pawlak nun nicht mehr die distanzierte Rolle bekam, vielleicht eine Folge von „Monster“, den ich aber gerne als Sonderrolle so hätte stehen lassen. Nicht nur die Münchner verkommen zu Nebenrollen (was dem Ganzen aber gar nicht geschadet hat), sondern auch die gute alte Bönisch. Insofern passte die Umarmung zum Schluss für mich gut ins Bild. Hier entwickelt sich etwas für die kommenden Folgen.
    Till Schneiders Kommentar ist einmal mehr grossartig, aber die zugegeben brilliante Erläuterung des Begriffs Flüchtlingsdreck bleibt eben nur eine Interpretation. Für mich ist die Vermeidung von möglichen rassistischen Auslegungen zwar auch häufig der Grund, dass Vieles sehr gestelzt wirkt, aber die fast zwanghafte political correctness hat eben in Deutschland auch seine historische Einordnung. Gerade in der heutigen Zeit, in der Aussagen von einigen Politikern nicht mehr von NSDAP Vertretern unterschieden werden können, sollten wir lieber einmal zuviel Einhalt gebieten.


  • stephan_muenchen • am 30.11.20 um 8:43 Uhr

    F*** – was war DAS für ein Jubiläumstatort, Teil 1? Ein atmosphärisch unglaublich dichter und bis an den Rand des Erträglichen spannungsgeladener Cross-over-Tatort „In der Familie“.

    Mafia ist also das zentrale Thema anlässlich des 50-jährigen „Geburtstags“ des Tatorts und mit Dortmund und München sind zwei Zugpferde der Reihe an den Start gegangen.

    Im Mittelpunkt steht aber zunächst einmal die italienisch-deutsche Familie Modica – Luca, seine deutsche Frau Juliane und deren Tochter Sofia -, deren Restaurant als Drogenumschlagsplatz der kalabrischen Mafia genutzt wird. Was anscheinend ein Jahrzehnt gut gelaufen ist, läuft dramatisch aus dem Ruder, als der zwielichtigen, arroganten und, wie sich schnell herausstellt, hoch gefährlichen Pippo bei der Familie versteckt werden muss. Pippo hat in München einen afrikanischen Drogendealer vor den Augen seines Sohnes erstochen und musste untertauchen.

    Während also Batic und Leitmayr der Spur des Mörders nach Dortmund folgen, ermitteln Faber und sein Team gegen die Mafia mit dem Ziel, an die Hintermänner heran zu kommen… und haben das Restaurant der Familie Modica in Oberservation.

    Dies ist die Ausgangslage für diesen fesselnden Tatort, der mit einem Paukenschlag beginnt, aber dann erst einmal langsam und fast unspektakulär Fahrt aufnimmt. Frustrierende Ermittlungsarbeit ist im Fokus, weil schlichtweg konkrete Beweise nicht vorliegen. Also soll sich Nora Dalay das Vertrauen von Juliane Modica erschleichen, die zunehmend Angst vor dem schlechten Einfluss ihres Gastes auf Luca und später auch ihre Tochter bekommt. Und je mehr Dalay ihrer Zielperson näher kommt umso mehr bekommt sie Skrupel über die Gratwanderung ihres Chefs, die Juliane in höchste Lebensgefahr bringt.
    Als dann auch noch Leitmayr und Batic mit einem Haftbefehl auf der Matte stehen, drohen Fabers Team die Felle davon zu schwimmen, weil eine Verhaftung Pippos den Zugang zu den Hintermännern abschneiden würde. Man geht zum Leidwesen Dalays in die Offensive, kontaktiert Juliane offen und bringt sie dazu, mit einem versteckten Sender für die Polizei zu arbeiten.
    Doch durch eine Ungeschicktheit von Hauptkommissar Pawlak fliegen die Ermittlungen auf und alles läuft fatal aus dem Ruder.
    Am Ende bleibt nur ein Scherbenhaufen: Juliane ist tot – auf Auftrag des unbekannten Mafiaboss‘ im Hintergrund vom eigenen Ehemann erstickt, Pippo mit Sofia und Luca auf der Flucht, Batic und Leitmayr ziehen erfolglos wieder ab und Dalay schmeißt frustriert von Fabers menschenverachtender Ignoranz und Arroganz für immer hin. Whammmmmm!

    Man muss nicht alle Charaktere in diesem Tatort mögen. Vor allem Faber ist so unsympathisch gezeichnet wie in fast keinem anderen Dortmund-Tatort zuvor. Aber alle Darsteller agieren auf höchstem Niveau, wenn auch die beiden Münchener Ermittler in diesem Teil 1 eher eine Statistenrolle haben. Schauspielerisch aber stechen für mich Emiliano de Martino als brand-gefährlicher und dann wieder ganz normal in der Küche kochender Mafioso Pippo, Aylin Tezel in ihrem letzten Auftritt als von Skrupel und Angst um Juliane geplagte Nora Dalay und Antje Traue als die verzweifelte und zwischen Angst um ihre Familie und Loyalität zu ihrem Mann hin- und hergerissene Juliane hervor.

    Altmeister Dominik Graf hat diesen Tatort perfekt in Szene gesetzt und furios bis zum bitteren Ende von Teil 1 die Spannungsschraube angezogen. Fast unerträglich war für mich die Szene, in der Luca seiner Frau erneut seine Liebe gesteht… um sie dann umzubringen, weil es „la familia“ so will und ansonsten die gesamte Familie Modica dem Tode geweiht wäre. Dass die Machenschaften der Mafia keineswegs übertrieben dargestellt worden sind, ist leider Tatsache und kein dramaturgischer Kniff des Regisseurs.

    Mich hat der Tatort nicht nur komplett gefesselt und bekommt die volle Bewertung, er hat tiefen Eindruck und Betroffenheit hinterlassen. Ich bin sehr gespannt, wie nun Regisseurin Pia Strietmann, die mit „Unklare Lage“ einen der spannendsten Tatorte der letzten Jahre inszeniert hatte, den Spannungsbogen aufgreift und die Geschichte weiterführt.


  • stephan_muenchen • am 30.11.20 um 8:45 Uhr

    P.S: Dies hier ist ein Tatort-Forum und kein Platz für politische Statements welcher Art auch immer. Wir sind und schreiben hier als Fans des Tatort-Formats und nicht als Anhänger einer politischen Richtung. Herzlichen Dank!


  • Hanz W. • am 30.11.20 um 9:18 Uhr

    Nach recht zähem Beginn dann doch noch ein spannender, dichter Tatort, der Lust auf den zweiten Teil macht. Wie sich hier das Unheil in einer eigentlich doch recht braven Familie breit macht, wie die Verstrickungen aus der Vergangenheit einholen, wie das schnelle Geld lockt… das war schon gut gemacht. Freilich, es ist hier schon angeklungen, waren die Schwächen der Handlung nicht zu übersehen. Zuvörderst, dass sich Mann und Frau mal eben mehr oder minder darauf einigen, dass er sie jetzt umbringen müsse, um die Tochter zu schützen, und dann die Art und Weise, wie das geschehen ist… oje. Da musste gar zu unbedingt ein Knalleffekt her, scheint mir. Auch der nahezu widerstandslose Seitenwechsel der Mutter: so kaum vermittelbar (da hätte man am Anfang etwas weniger Zeit verdaddeln müssen). Und die Münchner zwar gewohnt nett anzusehen, aber eigentlich waren sie ja nur dabei, um das mit dem 2.Teil zu verzahnen, vermute ich. Schauspielerisch freilich durchweg auf hohem Niveau, insbesondere Faber gehört natürlich zu den profiliertesten Gestalten der Reihe. Den muss man nicht sympathisch finden, soll es wohl auch nicht, aber er fasziniert halt immer wieder. Und wie gesagt, spannend und dicht ist es ja noch geworden, und der Cliffhanger steigert die Neugier noch einmal. Da kommen Boenisch und Faber nicht mehr raus. Oder doch? Nebenbei und außer Wertung: Ich persönlich bin ohnedies kein Freund von Untertiteln, aber das ist natürlich mein Privatproblem. Aber weiße Schrift auf weißem T-Shirt, das ist dann vielleicht doch ein wenig schwierig. Trotz erwähnter Schwächen 4 Sterne glatt, ich freue mich aufs Finale.


  • Sabine • am 30.11.20 um 10:06 Uhr

    Der rassistisch gefärbte Kommentar des Nutzers „Tristan15“ wurde von uns entfernt. Derartigen Äußerungen bieten wir grundsätzlich keine Plattform – selbst wenn uns „Till Schneider“ Tristans Meinung erklären und schönzureden versucht. No way.

    Freundlichst,
    Sabine aus der Redaktion


  • Der Fremde • am 30.11.20 um 10:22 Uhr

    Zur Vertiefung des Themas „Umarmung Faber/Bönisch“ am Schluss der Folge möchte ich nochmals kurz das Auf und Ab in deren „Beziehung“ skizzieren: Nach eher gleichgültigem Verhältnis zu Beginn der Dortmund-Folgen rettete Faber Bönisch aus den Fängen eines erpresserischen Callboys, dann baute sich langsam – mit zunehmendem „Knistern“ – ein gewisses Vertrauensverhältnis auf, mit Höhepunkt in der Folge „Hundstage“. Danach erkaltete dieses wieder langsam gleitend in Richtung Beinahe-Gleichgültigkeit bzw. Unverständnis von Bönisch für Faber. Warum jetzt also – zu diesem Zeitpunkt quasi aus dem Nichts – diese Umarmung???


  • Der Fremde • am 30.11.20 um 10:25 Uhr

    Ich habe „2 Sterne“ markiert gehabt …


  • Britta • am 30.11.20 um 10:42 Uhr

    Ganz großes Kino gestern Abend. Bravo!!!
    Ich freue mich schon sehr auf den 2. Teil der Geschichte am kommenden Sonntag. Sehr emotional und Gänsehaut-Feeling!!
    Schade, dass Nora Dalay gestern das Handtuch geschmissen hat, aber an ihrer Stelle hätte ich nicht anderes gehandelt. Für mich absolut nachvollziehbar, denn ich habe gestern mit Nora mitgelitten. Ich konnte sie und ihre Gewissensbisse absolut verstehen.
    Faber hat mich (wie immer) mit seinen frechen Sprüchen begeistert. Ich sage nur: Kaspar und Seppel. :-)) Überhaupt ist diese Figur einzigartig und grandios.
    Ich bin gespannt, wie dramatisch die Fortsetzung weiter gehen wird und ob wenigstens noch die Tochter überlebt.


  • Deedplace • am 30.11.20 um 11:08 Uhr

    Die Erwartungen waren hoch. Faber entpuppte sich mehr störrisch als crazy – das war irgendwie seltsam. Nora Dalay verlässt das Team – ihr ständiges Gejaule war m.E. kaum noch zu ertragen. Aylin Tezel möchte „etwas anderes“ machen – ich kann die Entscheidung gut nachvollziehen.
    Die Story schleppte sich in den ersten 45 Minuten so durch, wer dran blieb wurde aus meiner Sicht aber auch belohnt.
    Alles keine Kernphysik – Mafia, Drogen, Schutzgeld, Sumpf. Aber doch unterhaltsam und zum Schluss dieses 1. Teils auch spannend.
    Bin gespannt auf Teil 2!


  • Dr.Eduard Mikus • am 30.11.20 um 11:21 Uhr

    Schade, dass der Ton so schlecht war, man verstand nur jedes zweite Wort. Zweitens: Wie kann man einen italienischen Dialog , der schnell wie ein Maschinengewehr kommt, durch Untertiteln vermitteln?


  • Alter Meister • am 30.11.20 um 12:38 Uhr

    Nicht schlecht, aber nicht völlig überzeugend. Sehr gut waren die Performances von Antje Traue, Aylin Tezel und Emiliano De Martino. Beniamino Brogi fand ich ich schauspielerisch sehr blass, aber passte zur Rolle. Traue und Tezel insofern herausragend, als sie ziemlich mittelmäßiges Scriptmaterial hatten. Die Figur der Juliane wurde nicht gut entwickelt und war teilweise nicht glaubwürdig, ebenso wie die Beziehung zwischen Juliane und Nora Dalay. Da wäre viel mehr drin gewesen. Schade, verpasste Chance. Die Kommissare wurden zu sehr auf das toxische Verhalten von Faber reduziert. Kaum interessante Interaktion zwischen Team Dortmund und Team München. Einfach zu viele Ermittlerfiguren auf einem Haufen. Und was sollte das mit den Unterhosen, die Leitmayr von Batic präsentiert bekommt? Gibt’s in München keine Unterhosen zu kaufen?


  • Reiner • am 30.11.20 um 14:15 Uhr

    Ohje! Die Münchner haben die Dortmunder mit ihrer Lahmarschigkeit angesteckt!
    Sogar die ‚Jungen Wilden‘ haben sich fast wie Erwachsene aufgeführt.
    Da kann man nur hoffen, dass da nix von bleibt. Gute Besserung!


  • Wolfgang Schur • am 30.11.20 um 15:25 Uhr

    Sind wir hier in Deutschland ? Diese unerträglichen Untertitel. Sinn Und Handlung unter aller Sau. Für den 50’gsten Tatort habe ich was anderes, besseres erwartet.
    Immer wenn zwei Thims auftreten, kommt nur Müll raus.


  • Momi • am 30.11.20 um 17:04 Uhr

    Eigentlich wollte ich warten und beide Teile kurz nacheinander anschauen.
    Gut dass ich das nicht gemacht habe, denn das wäre des Guten zuviel geworden.
    Dieser erste Teil der Mafia-Story war absolut fesselnd und gut gedreht, mit Spitzendarstellern, sowohl Kommissare als auch Familie Modica und natürlich der Spitzenkandidat der Killer der Mafia „Pippo“ Mauro – Emiliano De Martino. Wer dann noch Mühe hat Untertitel zum Kalabresischen zu verstehen wie einige der Zuseher, hat definitiv noch nicht geschnallt, dass die Mafiosi „Ihre Sprache“ sprechen und sich nicht an Deutsch gewöhnen. Darum ist der Film so toll und an Realitäten angepasst. Warum aber ein grosses Wohnmobil auffällig im Quartier parkiert würde in der Realität einem Mafiosen schnell auffallen und er würde Konsequenzen ziehen. Das ist mein einziger Kritikpunkt.
    Ich freue mich auf kommenden Sonntag bei der 2. Folge mit dem Faber und dem Pippo. Die Münchner sind nicht mehr so meine Wellenlänge – sollten mal in Pension gehen, m.E.


  • Citizen Dalay • am 30.11.20 um 17:34 Uhr

    Insgesamt fand ich den Tatort gut. Hat die Art, wie einfache Leute bei Drogengeschäften untergehen, auch wenn alles lange Zeit gut gegangen ist, recht greifbar gemacht. Das Ende hat mir nicht gefallen, die Geschicht von Juliane war nicht zu Ende erzählt – toll gespielt von Antje Traue, der geheimnisvollen Schönen des deutschen (nicht nur) Films und TV. Viel besser wäre natürlich gewesen, wenn Juliane es geschafft hätte, Luca zu verletzen und beide von einander getrennt aus dem Restaurant entkommen wären. Das hätte viele interessante Optionen für Teil 2 gelassen, die für den Zuschauer nicht so einfach zu erahnen gewesen wären, und hätte vor allem Antje Traue und ihr hervorragendes Schauspiel für den 2. Teil erhalten. Es heißt angeblich zwar, dass ihre Gage ziemlich hoch sein soll, selbst in Nebenrollen, aber es scheint sich ja zu lohnen. Trotzdem ist das offenbar für 50 Jahre Tatort nicht drin. Lieber die Gage auf 8+ Kommissariatsfiguren verteilen, von den fast alle nur rumstehen (wie Kaspar und Seppl in dieser Folge) und wenig zur Handlung beitragen.


  • herbert2 • am 30.11.20 um 19:38 Uhr

    Mir waren es zu viele Kommissare die realitätsfremd agieren. Es ist ein Film, aber ein wenig Realität sollte es schon sein. Und das Team aus München geht unter und wirkt deplaziert.
    Aber von der Story her nicht schlecht gemacht. Wenn auch oberflächlich.


  • alter Fan (tm) • am 30.11.20 um 20:33 Uhr

    Nachtrag : abgesehen aller Kommentaren bezüglich des Inhalts dieser TO Produktion muß ich @ Dr.Eduard Mikus an dieser Stelle in vollem Umfang zustimmen – die Tonqualität war leider auch nicht eines Jubiläumstatorts würdig – liebe Tonis , Textverständlichkeit ist doch wirklich das A und O – mich störte an vielen Szenen , daß man bei Dialogen einen Partner versteht ; den anderen mehr oder weniger – bei den letzten TO Folgen hatte ich diesbezüglich überhaupt keine Probleme – fazit : geht doch und warum diesmal wieder nicht ?


  • CaptainFreedom • am 1.12.20 um 10:46 Uhr

    Sehr gute Dramatik. Als Luca Modica hätte ich mich allerdings anders entschieden.
    Jetzt denkt Euch halt Euren Teil..


  • TatortFanNrw • am 2.12.20 um 12:53 Uhr

    Ganz schwaches Drehbuch. Logikfehler en Masse. Schwache Dialoge, schlechter Ton.Der Cliffhanger wird mit der Brechstange herbeigeführt.

    Heutzutage kommt niemand mehr auf die Idee die Frau, die erst vor zwei Minuten einen Herzstillstand erlitten hat, wiederzubeleben? Oh Mann.


  • Colorwriter • am 2.12.20 um 17:35 Uhr

    Faber ist schon lange Kult, die zwei Münchner noch viel länger. – Was, besonders für einen Jubiläumstatort, gar als Doppelfolge, hohe Erwartungen aufkommen lässt.

    WAs da im ersten Teil zu sehen war, hat meine Erwartungen nicht zufrieden gestellt. Leider war das Drehbuch schuld. Zu viele dümmliche Dialoge. Zu viele Klischees und Logikfehler en Masse, da wohl im Dutzend billiger.
    Das Drehbuch muss wohl schon einige Jahre alt sein.
    Denn, Beispielsweise, ein „Italiener“ bei dem einen Portion
    „Spaghetti Carbonara“ 6 € kostet, wäre heutzutage Rappelvoll.
    Ebenso das Verhalten der Ehefrau in diesem scheint aus den 1960er zu sein. Beispiel: Da pöbelt sie der „Familiengast“ mit den Worten an, dass sie kocht wie eine Puttanesca (Hure) und sie nimmt dass kommentarlos hin. Gehts noch? – Etwa noch Billiger? Ja, geht.
    Da verprügeln der Hausgast und das „Familienoberhaupt“ einen Feinkosthändler, damit er ihnen Ware „abkauft“, nehmen seine Kasse mit und die Dame des Hauses wird mit Geldscheinen „überhäuft“. – Lauter10 er und 20 er Euroscheine. Der Mafiosi beeindruckt dann später das Publikum mit einem teuren Sportwagen…. Bestimmt auch Bar bezahlt.. Was für ein Sinnbild für ein mieses Drehbuch.
    Das Herr Graf und sämtliche Darsteller aus dem schlechten, da unintelligentem Plott machen, ist sicherlich das Beste, dass ihr Handwerk her gibt. Aber mehr als 3 Sterne geht nicht.

    Weil zu schwach…


  • Bernd Keinbrot • am 3.12.20 um 0:22 Uhr

    Meine Reaktion fällt gemischt aus. Enttäuscht bin ich, dass der Verlauf der Erzählung schon ab der Hälfte der 1. Folge so vorhersehbar gewesen ist. Es ist klar, dass Juliane stirbt, und es wird wohl so sein, dass ihre Tochter dann in der 2. Folge Rache nimmt, die Szenenfotos legen das nahe. Enttäuschend auch die außerordentlich schwache Figur des Luca. Absolut unglaubwürdig, dass der seine Frau ermorden soll (und die noch dazu dargestellt von einer erwiesenen Film-Superfrau, das war irgendwie völlig neben der Spur). Da müsste ja eine überraschende Charakterwandlung eintreten, damit diese Figur in der 2. Folge zu einem interessanten Spieler wird. Die technischen Probleme mit Wackelkamera, schlechter Beleuchtung, fragwürdigem Schnitt und schlechtem Ton und schlecht lesbaren Untertiteln wirken unprofessionell. Es gibt viele schlechte englischsprachige Produktionen, aber in der Regel haben die keine solchen technischen Probleme, woran liegt das? Ich sehe sonst Tatort Dortmund nicht und Tatort München ziemlich selten, aber Faber fand ich von der Person her wenigstens interessant und passabel gespielt. Die übrigen Ermittler waren eher Randfiguren mit „no acting required“. Am besten war Antje Traue, obwohl ich die Figur der Juliane nicht so überzeugend geschrieben fand. Sie hatte schauspielerisch etwas Raum gehabt und den hat sie genutzt, wobei sie die Emotion auch gut dosiert hat, also nicht künstlich übertrieben. Mal sehen was dann in Folge 2 kommt, Barbara Romaner ist auch eine exzellente Schauspielerin, hoffentlich hat sie einen interessanten Part. Aber in groben Zügen kann man sich schon denken, wie es verlaufen wird, und das sollte eigentlich nicht so sein. Nach wie vor ist es beim Tatort ein Problem, gute Filmskripte herzustellen. Die technischen Probleme sind leider auch kein Einzelfall. Insofern scheint die für die Reihe verantwortliche Redaktion beim ARD auch absolut lernresistent zu sein. Oder Unprofessionalität gilt da als Kunstform. Das kann ja sein, gibt’s ja in vielen Bereichen in D.


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