Tatort Folge 1141: Krank



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Tatort Folge 1141: Krank 2 24

Kaum hat das Wiener Team die zweite Tatort-Halbjahressaison 2020 eingeläutet (siehe Tatort-Folge 1136 „Pumpen“), hat es nur wenige Wochen später einen weiteren Fall aufzuklären: In „Krank“ bekommen es Chefinspektor Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Majorin Bibi Fellner (Adele Neuhauser) mit einer kolumbianischen Guerilla außer Rand und Band zu tun, die den unnötigen Tod ihrer kleinen Tochter rächen will. Heimlich in einem Seefrachtcontainer lebend, plant sie hier ihre nächsten Anschläge.

Der vom ORF produzierte 24. gemeinsame Tatort von Eisner und Fellner aus Wien wird am Sonntag, den 25. Oktober 2020 um 20.15 Uhr in Das Erste erstgesendet. Der Titel „Krank“ bezieht sich sowohl auf die fünfjährige Rosa, die auf tragische Weise verstirbt, als auch auf den Inspektor Moritz Eisner, den in diesem Einsatz schwere Rückenschmerzen plagen. Ein guter Grund, um noch stärker als sonst zu granteln. Solange, bis Bibi nur noch das Augenrollen bleibt.

Inhalt der Tatort-Folge „Krank“

Moritz Eisner atmet schwer. Immer wieder droht ihn die Bewusstlosigkeit zurückzuholen, sie greift nach ihm, die Sinne sind träge, der Blick ist getrübt. Schwindel überkommt den Wiener Ermittler erneut. Er liegt auf kaltem Beton, über ihm hängt die Decke der Halle, in der er liegt, in luftiger Höhe. Der Chefinspektor erkennt, dass seine Hände und Füße gefesselt sind. Was ist geschehen, wo ist er?

Eine schwarz gekleidete Gestalt beugt sich über ihn, sie hat eine Schusswaffe in der Hand. Langsam werden die Umrisse schärfer. Eisner kennt den Mann, der die Pistole gerade entsichert: „Gleich vorbei, Herr Oberstleutnant“, verspricht der. In der gleichen Zeit rast Majorin Bibi Fellner im Tatort „Krank“ durch die Straßen Wiens. Ungeduldig trommelt sie auf dem Lenkrad des Dienstwagens herum. Sie ahnt, dass ihr Partner in großen Schwierigkeiten steckt … Hupend und fluchend bahnt sie sich mit dem Bleifuß auf dem Gaspedal den Weg zum Ziel im Industriegebiet, das die Handyortung ergeben hat.

Schnitt.
Inspektor Manfred Schimpf, von den lieben Kollegen nur „Fredo“ genannt, hockt über der Leiche von Peter Simon, als Bibi Fellner am Tatort eintrifft. Er liest seiner Vorgesetzten vor, was er zum Mann mit den Reifenspuren auf dem Brustkorb bereits recherchieren konnte: Österreicher, geboren 1978 in Wien, wohnhaft ebenda, Naturheiltherapeut und Humanenergetiker, hat eine Praxis; Familienstand: geschieden, eine Tochter Rosa Simon, geboren 2012.

Die tragische Geschichte um die vor zwei Jahren verstorbene kleine Rosa lässt die Majorin im Fall „Krank“ aufhorchen. Der Vater hatte damals versucht, sein erkranktes Kind mit naturheilkundlichen Mitteln selbst zu behandeln – vergebens. Es folgte eine Anklage wegen grober Vernachlässigung der Fürsorgepflicht mit Todesfolge, Peter Simon wurde kurz vor dem tödlichen Anschlag allerdings freigesprochen. Als der Heilkundler nach der Gerichtsverhandlung ein Taxi rufen wollte, wurde er von einem schwarzen SUV mit getönten Scheiben und gefälschtem Kennzeichen erfasst. Nachdem Simon am Boden lag, fuhr der Geländewagen ein zweites Mal über den regungslosen Körper, um sicher zu gehen.

(Kurze Frage aus der Redaktion:
Kommissar Eisner ist mal wieder schmerzgeplagt – und langsam reif für die Pension?
Eure Antworten mit #JA oder #NEIN unten in den Kommentaren!)

Die Ex-Frau des Mordopfers ist ein erster heißer Ermittlungsansatz. Maria Ana Moreno, deren Aufenthaltsort derzeit unbekannt ist, ist dem Verfassungsschutz als mutmaßliche Guerillamitstreiterin aus Kolumbien bekannt. Was die Kriminalpolizei zu diesem Augenblick nicht weiß: Moreno ist bereits in Wien angekommen und versucht alles, um den Tod ihrer 5-jährigen Tochter zu rächen. Die ausgebildete Kämpferin stattet der zuständigen Richterin einen Besuch ab, die den Freispruch des verhassten Ex beschloss, und bringt – deren Hund um.

Ein beim Tier hinterlassener Zettel bestätigt den Kommissaren Eisner und Fellner, dass es sich bei der Täterin um die gesuchte Südamerikanerin handeln muss. Der Verdacht liegt nah, dass sie es auch war, die am Morgen den todbringenden SUV fuhr. Ein Rachefeldzug also gegen alle Personen, die mit der falschen Behandlung von Rosa im Zusammenhang standen und stehen. Das Mädchen hätte schließlich durch die schulmedizinische Behandlung mit Antibiotika gerettet werden können.

Bibi Fellner hat im ORF-Tatort „Krank“ die Idee, die Mitschuldigen aufzusuchen, um weitere Anschläge zu verhindern und Maria Ana Moreno auf die Schliche zu kommen. Die Spur führt zum Unternehmen „Medicina Lenia“, dessen Mitbegründer Peter Simon war. Die Majorin und ihr Kollege Moritz beschließen, dem Pharmakonzern für alternative Heilmethoden am Stadtrand von Wien einen Besuch abzustatten – und sie sollen überrascht werden:

Jan Fabian, der Erfinder und Leiter von „Medicina Lenia“, ist tot. Am Vorabend bereits erlag der in ganz Europa bekannte Naturheiltherapeut einem massiven Schlaganfall. Fremdeinwirkung kann der Gerichtsmediziner Prof. Kreindl ausschließen. Allerdings ist der Todesfall ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt merkwürdig, denn Fabian dürfte nicht nur auf Morenos „Abschussliste“ stehen, er wurde auch kurz zuvor medial attackiert von seinem ehemaligen Mitarbeiter Christoph Thiel. Der hatte in einem Fernsehinterview von den wissenschaftlich nicht haltbaren Versprechungen der „Medicina Lenia“ gesprochen und damit den Ruf und Erfolg des gesamten Unternehmens gefährdet.

In welch große, gefährliche Mühlen im Glaubenskrieg zwischen Naturheilkundler und Schulmedizinern die Tatort-Ermittler Moritz Eisner und Bibi Fellner von dort an hineingeraten, sollen sie im Krimi „Krank“ noch zu spüren bekommen. Insbesondere der gebeutelte Chefinspektor, der seit Tagen unter einem schmerzhaften Hexenschuss leidet, erwischt es in seinem 48. Fall schlimm. Und so findet sich der knurrige Wiener Beamte am Ende der Tatort-Folge Nummer 1141 auf jenem harten Betonboden wieder, mit Kabelbindern gefesselt …


Der österreichische Tatort-Beitrag „Krank“ wurde im Zeitraum vom 21. August bis 18. September 2019 in Wien und Umgebung abgedreht.

Die Redaktion von Tatort-Fans meint …

Sabine (40 J. | Kinoliebhaberin)

Puh. Mich hat weder das Thema noch die Inszenierung gepackt. Mal Vorschau, mal Rückschau, Guerilladame auf Kriegsfuß, ein Toter, zwei Tote, zwischendurch ein toter Eisbärenhund, garniert mit Fernsehinterviewschnipseln. Ein Mosaik mit wirrem Muster. Schon die zweite Wiener Grippe im Coronajahr. Bäh.

Gerald (40 J. | IT-Nerd)

Das Team Eisner und Fellner vom Tatort Wien liefert wie gewohnt solide ab. Der Fall ist nichts besonderes und etwas verworren, aber besser auf der Couch als das Auto auszusaugen. Von mir gibt es hierfür 3 Sterne, allein für Bibi die wieder klasse ist! Übrigens finde ich Fredo Schimpf auch immer markanter und besser.

Tatort-Besetzung

Oberstleutnant Moritz Eisner – Harald Krassnitzer
Majorin Bibi Fellner – Adele Neuhauser
Oberst Ernst Rauter – Hubert Kramar
Chefinspektor Manfred „Fredo“ Schimpf – Thomas Stipsits
Gerichtsmediziner Prof. Werner Kreindl – Günter Franzmeier
Gerold Schubert vom Verfassungsschutz – Dominik Warta
Erich Simon – Tono Slama
seine Ehefrau Helene Simon – Marianne Nentwich
der Sohn Peter Simon, Naturheiltherapeut – Christian Schiesser
seine Ex-Frau Maria Ana Moreno, Guerilla und Mutter von Rosa – Sabine Timoteo
die Tochter Rosa Simon – Arwen Hollweg
Jan Fabian, Gründer der Firma „Medicina Lenia“ – Peter Raffalt
Christoph Thiel, Naturheiltherapeut – Till Firit
seine Ehefrau Babette Fabian – Sona MacDonald
Werner Gessler, ML-Geschäftsführer – Christoph Zadra
Heinz Roggisch – Erik Jan Rippmann
Chiropraktiker Anko Simic – Martin Leutgeb
Journalist Axel Schwab – Florian Carove
u.a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Rupert Henning
Regie – Rupert Henning
Kamera – Josef Mittendorfer
Szenenbild – Maria Gruber
Schnitt – Britta Nahler
Ton – Moritz Fritsch
Musik – Kyrre Kvam

Trailer zur Tatort-Produktion



Bilder-Galerie zum Krimi aus Wien


28 Meinungen zum Tatort Folge 1141: Krank

  • Sara Baumgart • am 25.10.20 um 21:29 Uhr

    Hallo,
    ich habe eine Bitte: ich fand die Leuchten, die in dem Gebäude hingen (Hauptsitz der Firma) so großartig, also diese „geschlossenen Plastik Kronleuchter“, kann mir jemand behilflich sein, dieses rauszufinden, von welcher Firma diese Lampen sind? 1000 Dank


  • Reiner Kabel • am 25.10.20 um 21:47 Uhr

    Mit Abstand der schlechteste Ton, den ich je beim Tatort gehört hab. Wenn die Sprache versehentlich doch mal verständlich ist, wird auch noch laute Musik drüber geklatscht. Das ist doch Absicht, oder?


  • Stefan • am 25.10.20 um 21:48 Uhr

    Der Tatort Krank war mal wieder ein schlechtes Beispiel wie man ein interessantes Thema verunstaltet.
    Die Ösis können es einfach nicht .
    Grottenschlechter Film den ich um 21:15 abschalten musste.


  • Susanne • am 25.10.20 um 21:52 Uhr

    Wichtige Themen – Streit zwischen schulmedizin und alternativen Verfahren. Die Darstellung war aber ziemlich langweilig und platt.


  • Attila • am 25.10.20 um 22:06 Uhr

    Dass es hier in dieser Saison kaum noch Kommentare gibt, ist natürlich auch mir aufgefallen. Doch ist es möglih, dass 17 Minuten nach dem Ende der heutigen Folge, noch keiner kommentiert hat? Oder ist es ein technischer Fehler?

    Also für mich war es ein Durschschnittstatort. Ehrlich gesagt, so was könnte ich gerne Sonntag für Sonntag sehen. Warum man die letzte Szene auch am Anfang eingeblendet hat? Hat der Regissuer gedacht, sonst schalten die Zuschauern um? Doch eine Spannun gab es auch so nicht, es war sooooo klar, dass nicht Elsner ermordet wird. So ich hätte normalerweise 3 Sterne gegeben, ich ziehe aber wiegen dieser Szene einen ab.


  • Winfried Vorbeck • am 25.10.20 um 22:07 Uhr

    Hat mir sehr gut gefallen. Packend, spannend, Situationskomik gut dosiert.

    Das Ende hat mir zwar nicht gefallen, weil der Zusammenhang zum Fall arg konstruiert war, aber weil mir das Gesamtwerk so gut gefallen hat, reicht das nicht für einen „Sternabzug“.


  • Hanz W. • am 25.10.20 um 22:08 Uhr

    Für einen Wiener Tatort eher enttäuschend. Endloses Dozieren, ein undurchsichtiger Plot um eine Firmenübernahme (den ich nie so richtig verstanden habe, aber das wird wohl an mir liegen), eine kolumbianische Terroristin auf privatem Rachefeldzug, und dass Moritz den ganzen Film hindurch mit schmerzverzerrtem Gesicht herumläuft, ist auch nicht unbedingt abendfüllend. Das vordergründige Thema – das Geschäftsgebaren in der „alternativen“ Medizin – alles andere als originell und darüber hinaus eigentlich nicht viel mehr als ein Vorwand. Bleiben der typische Schmäh, besonders rund um den Gerichtsmediziner, aber der konnte es diesmal auch nicht herausreißen. Nachdem auch schon der letzte maximal durchschnittlich war, muss man annehmen: Die Wiener haben eine Formkrise. 2,5 Sterne aus alter Sympathie, aber für drei reicht’s diesmal bei mir definitv nicht.


  • Rudi • am 25.10.20 um 22:08 Uhr

    Sorry Bibi und Moritz, das war diesmal nix. Bin eingeschlafen, auch wenn ich Euch sonst toll finde.


  • Leni • am 25.10.20 um 22:22 Uhr

    So lala, ein bisschen verworren und akustisch mühselig. Mußte dauernd die Lautstärke rauf- und runterstellen. Bibi war toll wie immer und beim Moritz konnte ich buchstäblich mitfühlen.

    Ganz klares #NEIN


  • alter Fan(tm) • am 25.10.20 um 22:22 Uhr

    drei Sterne – weil ich das Ermittlerteam mag – ansonsten nicht gerade eine Tatortglanzleistung -wieder mal eine interessante Story mit reichlich Gegenwartsbezug – aber die Umsetzung ? – man hätte es durchaus auch spannender machen können .


  • Karin L • am 25.10.20 um 22:29 Uhr

    Das war wohl nichts. Und das in Wien, die an und für sich für gute Tatort Krimis stehen.
    Der Themen wohl etwas zuviel, das Drehbuch hat getaugt. Aber was der Regisseur daraus macht, grottenschlecht. Schnipsel, die sich irgendwie zusammenfinden sollen, zuviele Stilmittel, musikalische Schmusemusik bei der Freiheitskämpferin, angerissene Kritik an der Homöopathie und Pharmaindustrie, dazwischen Rückenschmerz, alte Bekannte von Moritz, die am Ende auftauchen, technischer Schnickschnack mit Implantaten, ein Vater, der seine Tochter auf dem Gewissen hat, Schwiegereltern, die wie Deppen agieren, ein Pathologe, der den Börne gibt,……usw. Das Highlight dann Anfang und Ende, dass fast Comedy sein könnte, aber den Film vollkommen abflasht. Aus Respekt zwei Punkte.


  • Smokie • am 25.10.20 um 23:01 Uhr

    „Die Zielperson ist neutralisiert“. Diese Aussage blieb bei mir am besten im Gedächtnis.

    Die ganzen Themen, welche flankiert bzw. angeschnitten wurden, hätten gar für einen zweiteiligen Tatort genügend Stoff geboten. So aber wirkte das Ganze auf 90 Minuten etwas zu stark eingeengt.


  • Colorwriter • am 25.10.20 um 23:46 Uhr

    Enttäuschender Tatort.
    Schon nach der Szene, in der der Kommissar (ohne Gehörschutz!!!!) die MRT Untersuchung wegen Klaustrophobie abbricht, war klar, hier hapert es an Logik und Realitätssinn. Tatfahrzeuge entsorgt man in Österreich am besten so, indem man sie mit offenen Fenstern in einer Waschstraße stehen lässt. Und nur in Wien hat es Computerchips, die brav die Daten eines Dauer-EKG, wohin auch immer, ins Web hochladen, aber keinen Alarm auslösen, wenn der Patient einen Schlaganfall erleidet. Da kann man im Park, ohne das jemand etwas davon bemerkt oder gar einschreitet, einen Mann mit einer Gasflasche betäuben. Anschließend in ein Auto tragen, und dabei übersehen, das er ein Ortbares Mobiltelefon in der Tasche hat. – Mit dem er sich unmittelbar vor der Tat selbst fotografierte. COPRA Polizisten, die ein Haus bzw. dessen Räume nicht sichern, in denen sich eine Person befindet, die dann sogar noch flüchten kann.
    Usw. usw. usw.
    So etwas hat doch gerade einmal so viel Gehalt an Logik wie die Menge an Vitamin C in einer Mozartkugel. Indem man der Handlung durch solche Klopse unmögliche Wendungen und Kurven verpasst, um sie am laufen zu halten, zeigt sich leider allzu deutlich, wie schlecht ein Drehbuch sein kann.

    Schade um die vertane Chance, aus einer interessanten Idee einen spannenden Tatort zu machen.


  • Alehalo • am 25.10.20 um 23:58 Uhr

    bitte weckt mich, wenn es was besseres gibt


  • Frank • am 26.10.20 um 7:12 Uhr

    Colorwriter hat es schon an einigen Szenen auf den Punkt gebracht. Persönlich fand ich die Einblendung der Schlussszene am Anfang extrem störend und überhaupt nicht notwendig. Dadurch entstand erstmal eine Verunsicherung, ob nch weitere Rückblenden laufen. Im Gegensatz zu einigen hier, fand ich die Darstellung eines an Hexenschuss leidenden eher schwach. Zum Glück für Harald Krassnitzer scheint er diese Schmerzen noch nicht im real life erlebt zu haben. Bibs Erklärungen auf dem white board waren schon nötig, damit die verwirrenden Stränge wieder etwas Logik bekamen. Nun erwartet man aus Wien immer Spitzenleistungen, umso ernüchternder war es was diesmal daher kam. Das Thema hätte auch mit der aktuellen Corona Situation viel Tragweite haben können, aber das Drehbuch hat hier nur einen schlechten Rahmen gegeben.


  • Momi • am 26.10.20 um 7:56 Uhr

    Seit langem gestern Abend wieder mal einen TO „live“ sehen können. Ich freute mich auf den Wiener TO, der immer sehr gut ist mit Moritz und Bibi als Super-Protagonisten.
    Leider war heute NIX – am Anfang gut und dann abflachend bis Gott sei Dank ein Ende in Sicht ist.
    Highlights: Bibi in Superform, Moritz arbeitet trotz Hexenschuss (hat in Wirklichkeit sicher nie einen gehabt!), Fredo Schimpf wird auch immer besser, der Gerichtsmediziner war toll.
    Den Rest abhaken und auf einen neuen – aber guten – Oesterreicher Tatort warten.
    Es wird schon wieder!
    Mehr als 2 Sterne kann ich nicht geben.


  • Thorsten • am 26.10.20 um 8:10 Uhr

    Mir war die Geschichte auch zu wirr. Aus dem Thema hätte man mehr machen können. Weil man den Wienern auch mal eine schwächere Folge verzeiht, drei Sympathiesterne.


  • arte-Versteher • am 26.10.20 um 8:15 Uhr

    Ich kann generell nichts mit solchen aseptischen Figuren wie diesen Heilern anfangen, die nicht von Fleisch und Blut, sondern nur von Drehbuchtinte zusammengehalten werden. Insofern fand ich den Versuch ganz nett, mit der grotesk ausstaffierten kolumbianischen Untergrundkämpferin noch einen Twist in die Komik reinzubringen. Auch das erwies sich nach anfänglichem Lächeln dann aber schnell als langweilig. Bis es zum heimtückischen Mord am Labradoodle kam, waren wohl die meisten schon eingenickt, nicht mal ein klitzekleiner Sh…storm dafür? Maximal zwei Sterne, aber auch nur, weil ich den kleinen Schmäh zwischendurch mag. Ist aber auf Dauer kein Ersatz für gute Drehbücher.


  • stephan_muenchen • am 26.10.20 um 8:44 Uhr

    Ach Menno – was hätte das ein toller Tatort werden können. Wiener Schmäh trifft auf Mordfall im alternativen Medizinbereich. Doch statt dessen wurde ein Hexenschuss-genervter (und damit nicht nur mich, sondern auch Majorin Fellner nervender) Oberstleutnant Eisner im Privatclinch mit Verfassungsschutzler, der in einem kruden Mix aus Wirtschaftskriminalität, Rachefeldzug und Alternativmedizin ermittelt.

    Es war einfach viel zu viel an Handlungssträngen, die Regisseur Rupert Henning hier in den neusten Wien-Tatort „Krank“ hinein gepackt hat. So konnte man schnell mal den Überblick verlieren, wer jetzt was getan hat, wer zu wem gehört und wer mit wem gegen wen agiert. Und das war echt schade, denn das Grundthema „Alternative Medizin und Behandlungsmethoden“ war durchaus reizvoll und barg einiges an Spannungsbogen. Der Start von „Krank“ hat dann zudem einiges erwarten lassen, denn der Cliffhänger in der alten Fabrikhalle war extrem spannend und gut inszeniert.
    Doch danach ging es aus meiner Sicht nur noch abwärts. Ziemlich stümperhaft agierende SEK-Beamte (sorry, dass sich der Täter noch in einem angeblich gesicherten Haus aufhält und dann ohne Probleme flüchten kann, das ist so was von unrealistisch) und ein Täter, der Eisner einfach so in einem öffentlichen Park betäuben und entführen kann und dann übersieht, dass sein Opfer ein aktiviertes Handy dabei hat… das sind Dinge, die nur noch Kopfschütteln auslösen.
    Und was dieses Hexenschuss-Gezicke von Eisner insgesamt in diesem Tatort sollte, entzieht sich vollkommen meinem Verständnis.

    So bleibt am Ende die Erinnerung an einen Tatort, der überfrachtet, undurchsichtig und damit dann auch nur leidlich spannend war – ein unterdurchschnittlicher Fall aus Österreich. Schade!


  • Wolfgang • am 26.10.20 um 11:01 Uhr

    Wieder so ein Müll wie letzten Sonntag, schmeißt die Ösis und Schweizer bloß aus dem Tatort.


  • Jörg • am 26.10.20 um 16:01 Uhr

    Es lag wohl an mir das ich bis 21 Uhr den Sinn des Films nicht verstanden habe!Darum abgeschaltet.Wo sind die Tatorte der Vergangenheit?Keine Psychofilme!Tatorte sind für mich erst mal tabu!!


  • Christian • am 26.10.20 um 18:18 Uhr

    Ich mag die Wiener eigentlich, aber das war nichts…


  • Smokie • am 26.10.20 um 18:55 Uhr

    Dieser Tatort aus Wien, wird sicherlich kein favorisierter Lieblingsfilm von Homöopathen werden.
    Letztendlich war dann der Tatort garnicht mal so schlecht, sodass diese Branche auch einmal etwas deutlicher hinterfragt wurde.


  • MoistvonLipwik • am 26.10.20 um 19:10 Uhr

    Gute Leistung.
    Der Plot: durchaus gelungen. Das Thema (Kinder sterben, weil die Eltern eine Behandlung durch anerkannte Medizin verweigern, sondern lieber auf Quacksalber hören) hat leider einen Bezug zur Realität, desgleichen Fehlentscheidungen hinichtlich der elterlíchen Sorge.
    Hinzu kommen eher bekannte Bausteine: Firmenübernahme nebst der Sucht nach dem großen Geld, Rache, erneut die Figur des Täters hinter dem Täter (kennt auch der BGH). Insgesamt in sich stimmig, leider etwas viel für 90 Minuten, sodass hier und da doch schon mal gestrafft werden musste (ohne dass gleich zur dramarturgischen Brachialgewalt gegriffen wurde). Der Plot wurde gut entwickelt, für die Begriffsstutzigen wurden die schwierigen Passagen dann auch noch einmal hinreichend erklärt, wobei zur Unterhaltung der Durchschnittsbegaben freche Spitzen (auf eine detalierte Darstellung katholischer Opfertheologie folgt das Prädikat „Märchengeschichte“) eingestreut wurden.
    Die Dialoge: ein Feuerwerk der Wiener Schmäh. In jeder Beziehung Spitze – Langeweile kam nicht auf.
    Die Charaktere: was die Ermittler anging, die übliche Präsenz. Bei den anderen störte das Tagesschau-Hochdeutsch ein wenig. Etwas mehr Wiener Dialekt hätte der Sache gut getan. Schön aber auch die Details: schon den Verhandler mit einem Schweizer Unternehmen „Gessler“ zu nennen ist eine Meisterleistung.
    Die Kritik an der geradezu geisterhaften Darstellung der rächenden Mutter kann ich nicht teilen: es zeigt, was Fanatismus im Allgemeinen und Rachedurst im Besonderen aus einem macht – man verliert sein Menschsein und wird zum Gespenst.
    Alles in allem: es hat Spaß gemacht. Viereinhalb Sterne für den Krimi, und den letzten halben für die Ohrfeige für Helene Fischer. Das führt zu verdienten fünf Sternen.
    Zuletzt: wer Probleme mit dem Ton hat, sollte sein Gehör oder den Fernseher überprüfen – zumindest per Computer über die Mediathek gab es nichts zu meckern.


  • Henning • am 26.10.20 um 21:03 Uhr

    Ich mag das Wiener Team, vor allem Bibi, doch gestern habe ich vorzeitig abgeschaltet. Thema wie auch Ausdruck waren nicht so meines und außerdem hat es mich gestört, dass die Hintergrundmusik grade dann laut wurde, wenn die Kommissare gesprochen haben… beispielsweise, als die beiden das Kinderzimmer inzpiziert haben.


  • Lear • am 27.10.20 um 19:24 Uhr

    Sehr solide TO-Folge mit klarem Sieg für die Bibi. Dem Moritz wird im Direktvergleich in puncto Präsenz das Eis langsam dünn, der Fredo holt dagegen auf.

    Die Story war auch okay: Eine Mutter, deren Tochter vom Vater abgeschirmt wurde und durch sein haltloses Vertrauen in eine Hokuspokus-Arznei zu Tode kommt. Dieses angebliche Pharma-Unternehmen wurde von einer Art Guru gegründet und wirbt mit fadenscheinigen Heilsversprechen zu jeder Krankheit.
    Dieser TO aus Wien war nicht der beste Film aus Österreich, aber er kann in Bezug auf Situationskomik Pluspunkte sammeln.


  • Dirk • am 28.10.20 um 14:50 Uhr

    Da war der Titel Programm.

    Pro:

    – Die Dialoge des Gerichtsmediziners und von Bibbi.
    – Die Idee

    Schlecht:
    Das Drehbuch. Unlogisch, nach dem Motto, wenn die Handlung mal nicht weiter weiß, dann baut halt irgendwer nen Sch….

    Beispiele:

    Der Kommissar liegt (ohne Hörschutz) in der Röhre vom Magnetresonanztomographen. Und damit er dort abbrechen kann, bekommt er anstatt eines ob des Lärms der Anlage einen nachvollziehbaren Hörsturz statt dessen „Platzangst“.

    Einer der Toten hat einen Chip implantiert, der (permanent?) seine Herzdaten in das Internet sendet. – Wohin auch immer. Und kein (Arzt) bekommt eine Meldung von dem Chip übermittelt, dass/wenn der Patient eine Lebensbedrohliche Krisis erleidet..

    Die Polizei stürmt ein Haus, und „vergisst“, dabei, jeden einzelnen Raum zu überprüfen. Auf das die Täterin den Kommissar überrumpeln und fliehen kann. Und der erzählt dann seinen Kollegen, es sei ein Mann gewesen…

    Na, so wird das nichts….


  • ERwin • am 18.11.20 um 1:10 Uhr

    Krank?? – Japp, voll krank!!

    Tut mir leid, es so schlicht sagen zu müssen. Frage: wieso habe ich nicht vorher abgeschaltet? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Vielleicht nur, weil ich Moritz und Bibi so mag. Aber wenn es so schwach weitergeht in Wien, wird das in Zukunft wohl nicht mehr reichen…

    Liebes ORF (und auch deutsche Sendeanstalten!) , verheizt eure Ermittler nicht mit derart grausig schlechten Drehbüchern! Der Name TATORT sollte weiterhin für unterhaltsame und zum Nachdenken anregende Qualität stehen, nicht wahr?

    Heute gibt’s von mir leider nur einen Stern! :(


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