Tatort Folge 1147: In der Familie Teil II



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Anlässlich des 50. Tatort-Geburtstags – die allererste Folge „Taxi nach Leipzig“ wurde am 29. November 1970 im Ersten Programm gezeigt – präsentiert die ARD ein zweiteiliges Crossover-Special. Zwei Teams treffen im Tatort „In der Familie“ aufeinander: Batic (Miroslav Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl) auf den Dortmunder Chaoten Peter Faber (Jörg Hartmann). Die Kollegin Bönisch (Anna Schudt) sowie Jan Pawlak (Rick Okon) tauchen im zweiten Teil der Doppelfolge nicht mehr auf; Oberkommissarin Dalay (Aylin Tezel) hat ihren Dienst quittiert.

Nachdem der erste Teil des Falls, der sich um die kalabrische Mafia in Deutschland dreht (siehe Tatort-Folge 1146 „In der Familie Teil 1“), sehr unbefriedigend für beide Ermittlerteams endete, konzentriert sich die Fortsetzung nun auf das Leben der 17-jährigen Sofia Modica, die Tochter des Pizzabäckers Luca.

Die Tatort-Episode 1147 „In der Familie Teil 2“ wird am Nikolaustag, den 6. Dezember 2020 um 20.15 Uhr erstmals in Das Erste gezeigt.

Inhalt der Tatort-Folge „In der Familie Teil 2“

Für die Fortsetzung der Jubiläums-Episode „In der Familie“ wurde die Regisseurin Pia Strietmann verpflichtet. Damit gab der Münchner Dominik Graf, der mit der Tatort-Reihe bestens vertraut ist und „In der Familie Teil 1“ inszenierte, das Zepter ab. Strietmann, 1978 in Münster in Westfalen geboren, machte sich einen Namen durch ihren ersten Tatort aus dem Jahr 2019, erstgesendet im Januar 2020: „Unklare Lage“ (Tatort-Folge 1118). Mit einer hohen Einschaltquote von 9,49 Millionen Zuschauern am Abend der TV-Premiere punktete der rasante, actionreiche München-Tatort. Kaum war der im Frühjahr 2019 abgedreht und in der Postproduktion, kam Pia Strietmann für die mögliche Regie beim 50. Geburtstags-Tatort ins Gespräch.

Strietmann übertrug ihre eigene Handschrift auf den Krimi „In der Familie Teil 2“, der merklich anders erzählt wird als der Vorgänger von Graf. Der zweite Teil handelt nicht mehr „nur“ vom internationalen Drogenhandel der ′Ndrangheta, es geht vor allem um die Geldwäsche. Gastrobetriebe werden als Umschlagplatz missbraucht, die Inhaber erpresst und eingeschüchtert; im Baugewerbe wird kräftig reingewaschen.

Und eine Nebenfigur aus dem ersten Teil rückt plötzlich in das Zentrum der Kriminalgeschichte: Sofia Modica. Damit gewinnt das Tatort-Crossover in seiner Weiterführung eine stark emotionale Komponente.


Der Inhalt des 2. Teils:
Ein halbes Jahr ist seit den Ereignissen im vorherigen Teil vergangen. Mittlerweile leben der von der Polizei gesuchte Italiener Luca Modica und seine 17-jährige Tochter Sofia im Raum München. Die kleine Wohnung, die sie sich mit dem aufbrausenden Mörder Guiseppe „Pippo“ Mauro teilen müssen, ist verdreckt und marode. Alle drei Personen müssen in einem Zimmer übernachten, auf fleckigen, durchgelegenen Matratzen. Die Lebensumstände sind erbärmlich.

Und doch wagen die Handlanger Pippo und Luca nicht, sich dagegen aufzulehnen: Ein hohes Tier der kalabrischen Mafia, der gefährliche Domenico Palladio höchstpersönlich, will es schließlich so. Auch lockt der Gedanke, bald nach Kalabrien weiterreisen zu dürfen.

Wären da nicht Sofias unbändiger Wille und ihre rebellische Art, die immer wieder Probleme machen, würde alles glatt laufen. Die junge Frau aber will nur eines: Raus aus dieser Welt des organisierten Verbrechens und die Mutter Juliane endlich wiedersehen! Dass die sich seit sechs Monaten nicht mehr gemeldet hat und nach dem Verrat der Familie einfach untergetaucht sein soll, kann und will Sofia nicht akzeptieren. Die Heranwachsende ahnt, dass etwas nicht stimmt, und versucht Julianes Verbleib zu googeln. Fehlanzeige. Als sie die Mutter eines Tages heimlich auf dem Handy anruft, geht der Anrufbeantworter dran.

Domenico erwischt das Mädchen bei dem verbotenen Anruf, und es hagelt Prügel und wüste Beschimpfungen. Die Konsequenz: Sofia muss fortan in der Villa des Mafia-Chefs leben, getrennt von ihrem Vater. Die Ehefrau Claudia Palladio soll die 17-Jährige kontrollieren und zur Vernunft bringen.

Die Nachricht auf dem AB und die Hintergrundgeräusche, die auf dem Smartphone von Juliane Modica eingehen, landen bei der Kripo Dortmund, wo die italienischstämmige Familie früher lebte. Hauptkommissar Peter Faber setzt sich noch am gleichen Abend in seinen Dienstwagen und düst im Fall Modica sofort los in Richtung München, um der Spur nachzugehen: Das Mädchen lebt also noch.

Erneut prallen Faber und die Kollegen vom Kommissariat München aufeinander, dieses Mal im Revier von Ivo Batic und Franz Leitmayr. Fabers Observation des Gangsters Palladio wird hier gar nicht gern gesehen, denn die zwei süddeutschen Hauptkommissare und ihr Assistent „Kalli“ Hammermann sind dem bereits auf den Fersen. Noch nie konnte Domenico Palladio je eine Straftat, nicht einmal ein Knöllchen, zur Last gelegt werden – das soll sich endlich ändern. Macht Faber diese Chance nun mit seiner eigensinnigen Arbeitsweise kaputt?


Die Regisseurin Pia Strietmann stieß im Rahmen ihrer Vorbereitungen auf die schwarz-weißen Fotografien der italienischen Künstlerin Letizia Battaglia. Die 1935 in Palermo geborene Italienerin hielt über Jahrzehnte die blutigen Taten der Cosa Nostra im Bild fest. Sie hörte den Polizeifunk ab und war als Fotojournalistin stets schnell am Tatort. Strietmann ließ sich von den Bildern für den zweiten Teil des 50. Geburtstag-Tatorts „In der Familie“ inspirieren.

Die Redaktion von Tatort-Fans meint …

Sabine (40 J. | Kinoliebhaberin)

Der zweite Teil des Tatort-Crossovers schlägt mit dem Fokus auf Sofia leisere, sensiblere Töne als der erste an, und doch ist der Krimi keineswegs fade. Paolo Sassanelli jagt dem Zuschauer in seiner Rolle als Mafia-Boss einen Schauer über den Rücken: seine eiskalter Blick ist wirkungsvoller als jede ausgesprochene Drohung. Stark sind auch die kleinen Neckereien und Gags der beiden Teams („Noch so’n Seppl …“, die BVB-Tasse). Fazit: Ein gelungenes Geburtstagspräsent, stilvoll verpackt mit spannendem Inhalt.

Gerald (40 J. | IT-Nerd)

Ich finde, der 2. Teil ist schwächer als der 1. Der Mord zu Beginn geht unter bzw. die Beobachtung der Bauunternehmer, die mit der Mafia unter einer Decke stecken. Alles dreht sich viel zu sehr um die Tochter, die ihre Mutter sprechen möchte und ständig abhaut. Das, was dann passiert, ahnt der Zuschauer schon und ist keine Überraschung mehr. Schade auch, dass das restliche Team aus Dortmund mit Bönisch und Pawlak nicht nachrückt, warum lassen die Faber denn alleine machen? Wundert sich niemand, dass er im Präsidium fehlt? Potential wurde hier verschenkt. Im Ganzen ist die Doppelfolge aber immer noch „GUT“.

Tatort-Besetzung

Hauptkommissar Franz Leitmayr – Udo Wachtveitl
Hauptkommissar Ivo Batic – Miroslav Nemec
Kommissar Karl-Heinz „Kalli“ Hammermann – Ferdinand Hofer
Hauptkommissar Peter Faber – Jörg Hartmann
Luca Modica – Beniamino Brogi
seine Tochter Sofia Modica – Emma Preisendanz
Domenico Palladio – Paolo Sassanelli
seine Ehefrau Claudia Palladio – Barbara Romaner
der Sohn Marc Palladio – Valentin Mirow
Guiseppe „Pippo“ Mauro – Emiliano De Martino
Palladios Rechtsanwalt Dr. Steffen Marquardt – Thomas Reisinger
Bauunternehmer Martin Hainer – Florian Brückner
Bauunternehmer Willi Sailer – Rainer Haustein
Sepp Gschwendner – Christian Ammermüller
Pfeifer – Christian Heiner Wolf
Martin – Florian Brückner
Kellner – Sebastian Kempf
u.a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Bernd Lange
Regie – Pia Strietmann
Kamera – Florian Emmerich
Szenenbild – Michael Köning
Schnitt – Bernd Euscher
Ton – Harti Küffner
Musik – Martina Eisenreich

Videos zur Tatort-Produktion

Trailer 1: ARD Vorschau zum Tatort „In der Familie Teil 2“



Trailer 2: Tatort „In der Familie Teil 2“ – ORF Trailer



Video: Interview mit der Tatort-Regisseurin Pia Strietmann



Bilder-Galerie zum Krimi aus Hamburg


66 Meinungen zum Tatort Folge 1147: In der Familie Teil II

  • Biondi Rosmarie • am 6.12.20 um 10:05 Uhr

    Ich finde es total daneben, dass man bei einem deutschen Tatort die halbe Zeit Untertitel
    lesen muss und dabei die Sendung nicht richtig verfolgen muss. Ich bin ein totaler Tatort Fan
    aber diese Folge hat mich sehr enttäuscht.


  • Andy • am 6.12.20 um 20:56 Uhr

    Was ist denn das ? Nach einem ersten starken Teil so ein schwacher 2. Teil


  • Ruedi • am 6.12.20 um 21:04 Uhr

    Vorab hochgelobt, aber nach der ersten Hälfte 2.Teil stelle ich fest: Sehr sehr anstrengend mit den gefühlt 80% italienischer Sprache mit Untertiteln. Für Cineasten ok., für Tatort=Mainstream nicht.


  • Ingo • am 6.12.20 um 21:10 Uhr

    Erst keine kurze Rückschau auf letzte Woche (wer soll sich die krude Story eine Woche lang merken??) und dann die arg konstruierte Möchtegern-Story in München…
    Und dauernd italienischen Text mit Untertiteln – zum 50ten hätten wir was anderes erwartet – und wir finden die meisten skurrilen Tatort-Storys nicht Mal schlecht – das hier war zuviel ….


  • nicole • am 6.12.20 um 21:10 Uhr

    Ein enttäuschender Jubiläumstatort. Die Story vom Inhalt her sicher interessant – jedoch dieses ständige mitlesen der Untertitel ist ja wohl mehr als nervig.
    Schade um die Zeit die von uns beim ansehen vertan wurde – wir haben die Hoffnung nicht aufgegeben, dass es zum Ende hin besser wird – dem war leider nicht so.


  • nicole • am 6.12.20 um 21:12 Uhr

    natürlich keine 5 sterne – den einen mussten wir vergeben um überhaupt bewerten zu können


  • uvs • am 6.12.20 um 21:31 Uhr

    Jubiläum? Hätte man ja den zweiten Teil durchaus mal im Anschluss an den ersten senden können. Kult? Das war mal. 21 Uhr, noch immer langweilig, ich schalte ab.Den nächsten Tatort sehe ich mir erst wieder an,wenn er aus Münster kommt.


  • uvs • am 6.12.20 um 21:36 Uhr

    Nicht doppelt. Habe nur vergessen den zweiten Stern zu löschen. sorry.


  • Osterloh • am 6.12.20 um 21:37 Uhr

    Den nächsten Tatort im deutschen TV vielleicht wieder mit vorwiegend deutscher Sprache, anstelle italienisch, mit Untertiteln.
    Grausam so etwas.


  • Jürgen • am 6.12.20 um 21:44 Uhr

    Endlich mal wieder ein starker Tatort!


  • Thorsten • am 6.12.20 um 21:46 Uhr

    Schade. Nach dem spannenden ersten Teil so ein Durchhänger. Monotone Mafiatristesse, umwabert von nerviger Musik. Tiefpunkt dann die Szene auf der Brücke, die eher lächerlich als spannend war.


  • Winfried Vorbeck • am 6.12.20 um 21:46 Uhr

    Der Film war kein Tatort. Und er hat mir überhaupt nicht gefallen. Entweder ich war zu blöd dafür oder ich habe nicht verstanden, was da spannend gewesen sein soll.

    Batic/Leitmayr spielten irgendwelche Nebenrollen. Faber, auch nur mit einer kleinen Rolle, war ab und zu mal der einzige Lichtblick; in dem ich mehr Text lesen musste als in ORF-Tatorten, bei denen ich immer Untertitel einschalte.


  • Alehalo • am 6.12.20 um 21:48 Uhr

    Warum so viele Kommissare, wenn es Sophie allein erledigt hat.


  • Adriana Winkler • am 6.12.20 um 21:50 Uhr

    Mit Abstand bester „Tatort “ den ich gesehen habe. Daum hoch


  • Nelly! • am 6.12.20 um 21:51 Uhr

    An sich ein guter Tatort. Jedoch fehlt mir das Zusammenspiel der beiden Teams Dortmund/München. In der letzten Folge kamen die Münchner in Dortmund zu kurz und mussten nur für ein paar Gags hinhalten. Diese Folge war es gar nur Faber, der nach München reisen durfte. In meinen Augen fehlt es da deutlich an gemeinsamer Interaktion, da hätte man zum Jubiläum doch gerne mehr machen dürfen. Als „normaler“ Tatort betrachtet war es aber, wie gesagt, in Ordnung.


  • Veronika von Büren • am 6.12.20 um 21:52 Uhr

    Kein Jubiläum sondern grosse Enttäuschung, billiger Mafiaterror, den es leider wirklich gibt, aber distanzlos und ideenlos behandelt, erstaunlich, dass das geschehen konnte nach 50 Jahren Uebung


  • Thilo Haeferer • am 6.12.20 um 22:00 Uhr

    Grandios – so wünsch ich mir den Tatort: Spannend, gut Typen, keine überkonstruierte Story und keine Experimental-Entgleisung. Ich habe mich vom ersten Teil auf den nächsten Sonntag gefreut und wurde nicht enttäuscht. Die Kombination Dortmund + München machte das ganze besonders. Im allgemeinen Tatort-Level für mich 6 von 5 Sternen.


  • Supi • am 6.12.20 um 22:02 Uhr

    Großartig! Spannung von Anfang bis Ende.
    Ich bin voll und ganz versöhnt mit dem 1. Teil vom vergangenen Sonntag, der zäh startete und erzählte.
    Herausragende Regie, elegante Bild-/Kameraarbeit – fein fotografiert, sekundenweise Hindafing-Anklänge:
    https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/hindafing/index.html!~OMSelectionMarkerStart~!!~OMSelectionMarkerEnd~

    Wilder Süden halt … Exzellente Schauspielerleistung, die Silberrücken in Fahrt, wie sie leiben und leben, und der Kalli, noch so’n Seppl, nicht zu vergessen – Faber schien sich gut einzuleben, Servus!
    Außergewöhnlich die schauspielerische Intensität der jungen Emma Preisendanz. Und die unbürokratische, vielmehr sozialpädagogische Entscheidung von Leitmeyr und Batic am Ende. Danke München!


  • alter Fan (tm) • am 6.12.20 um 22:12 Uhr

    mehr als 3,5 Sterne kann ich für den 2. Teil leider nicht vergeben – der “ Jubiläumsknaller “ war Teil 2 auch nicht – ohne die Folge jetzt schlecht reden zu wollen – anschauenswert und schauspielerisch gut auf jeden Fall – ich mag meine zwei “ Graubayern “ dazu bin ich nebenbei noch größter Jörg Hartmann Fan aller Zeiten – insgesamt war dieser TO nicht ganz so langatmig wie der erste Teil – die volle Dramatik hat man diesmal aber auch wieder in die letzten 15 Spielminuten gepackt – wie in Teil 1 : die langen italienischen Dialoge mit Untertitel haben streckenweise etwas genervt – lag möglicherweise am kalabrischen San Luca Akzent – der Ton war fast genau so schlecht wie in Folge 1 – aber demnächst wird alles besser


  • Attila • am 6.12.20 um 22:20 Uhr

    Ich sehe es, wie Gerald, diese Folge fand ich schwächer, als die erste. Und es war auch kein echter Tatort. Wir wußten alles, wer was getan hat. Polizeiarbeit gab es kaum. Die Polizisten, egal ob aus Dortmund oder aus München, spielten nur eine Nebenrolle.
    Es war ein Drama um Sofia, ein Maffiafilm für Sonntagabend. Dafür nicht schlecht (ja, schwächer als Der Pate, der ist aber kein Maß), aber weniger grandios als der erste Teil aus Dortmund. Und ich habe aber eher etwas erwartet, wo ermittelt wird, wo die Kommissare aus den beiden Städten zusammen arbeiten, und den Täter finden, oder so was.


  • Heiner Schickedanz • am 6.12.20 um 22:23 Uhr

    Zwischen 3 und 4 Sterne. Storymäßig insgesamt etwas schwächer als Teil 1 weil schon ziemlich vorgezeichnet ist, was passieren wird. Die Entfaltung der Story trotzdem ganz gut umgesetzt mit gutem timing für den Aufbau der Dramatik. Vor allem technisch wesentlich besser als Teil 1, mal eine zeitgemäß gute Kameraführung und Bildgestaltung, guter Schnitt und gutes Editing. Schade dass das beim ersten Teil nicht möglich war und enttäuschend dass einer der Granden wie Dominik Graf die technischen Aspekte nicht im Griff gehabt hat. Vielleicht achtet die jüngere Generation von RegisseurInnen mehr auf die technische Qualität des Produkts, das sie herstellen. Schauspielerisch gut, die Schauspieler wurden gut geführt und die junge Schauspielerin hat schon viel Erfahrung, das ist deutlich merkbar.


  • BK • am 6.12.20 um 22:27 Uhr

    Toller Tatort, auch der Übergang von der 1. zur 2. Folge war gelungen. Spannend vom Anfang bis zum Ende. Emotional, mitreißend, gestaltet. Keine Langweiligen Stellen. Super super gute schauspielerische Leistung.
    Einfach toll!


  • Mart • am 6.12.20 um 22:50 Uhr

    Tut mir Leid. Für mich war der zweite Teil enttäuschend. Zwei Sterne wegen der guten schauspielerischen Leistungen sonst hätte es keinen gegeben.


  • Colorwriter • am 6.12.20 um 22:51 Uhr

    Mein Fazit. Mit dem ersten Teil hat man schwach angefangen und im 2. dann, stark nachgelassen. Warum? Schlicht. – Wegen den grausam schlechten Drehbüchern.


  • Michael J. • am 6.12.20 um 23:05 Uhr

    …welche hohe Brücke über welchem Fluss haben wir denn gesehen?


  • Smokie • am 6.12.20 um 23:18 Uhr

    Im Vergleich zum ersten Teil, empfand ich diese Folge, als einen Griff ins Klo. Am Anfang ziemlich brutal (Gewaltsame Entführung und Tod des Baudezernenten; Sofia war als Lockvogel darin involviert u. beteiligt) kurz darauf dann die langatmige, hartnäckige Bemühung der Sofia, den Verbleib ihrer Mutter zu klären. Hierbei hatte dann die Rolle der Sofia eine zu starke Gewichtung erfahren. Dies war dann der Beginn, jedenfalls für mein Empfinden, nervig zu werden.


  • HerrBert • am 6.12.20 um 23:47 Uhr

    Ein würdiger zweiter Teil zum Jubiläum respektive zum ersten Teil. Zwar hätte ich mir einen Ausflug nach Kalabrien zur Feier des Tages auch gut vorstellen können… so war die Lokalität eben auf München und Umgebung beschränkt. Die Spannung des ersten Teils konnte gehalten werden, bravo! Der Fokus war auf die Familie gerichtet, da mussten die Herren Kommissare eben etwas zurückstecken. Der arme Faber, der leider schon immer eine verkorkste Figur abgeben muss, war diesmal noch ärmer dran. Die Rolle des Mädchens: große schauspielerische Leistung!
    Und das Ende? Pathetik statt Realität. Darf schon mal sein.


  • Marvin • am 7.12.20 um 4:26 Uhr

    Das war fantastisch gedreht, das Drehbuch war top und es war hochspannend, die schauspielerische Leistung grandios, ich habe mich eine Woche lang darauf gefreut und wurde nicht enttäuscht.

    Auch dass Faber am Ende dem Jungen de facto das Leben rettet indem er auf das Mädchen zurennt, obwohl die Chance dass er erschossen oder zumindest angeschossen wird hoch war, das war genau die Aktion die der Faber den ich bisher kennengelernt habe durchgezogen hätte, er hat ja schon alles verloren, und was die Eigensicherung angeht nimmt er es dann auch nicht sonderlich ernst wenn er unschuldige Menschenleben retten kann.

    Top Schauspielleistung von Jörg Hartmann, und auch die Bayern haben am Ende die richtige Entscheidung getroffen, auch wenn Pippo das Mädchen vergewaltigen wollte und sie gekidnappt hat, jeder deutsche Staatsanwalt hätte die Schüsse nach dem ersten Schuss als Exzess ausgelegt, und somit würde das Mädchen im Gefängnis landen.

    Ich kann die negativen Bewertungen hier auf keiner Ebene nachvollziehen, für mich war das hier wirklich mal eine Glanzleistung des Tatorts.


  • Till Schneider • am 7.12.20 um 4:49 Uhr

    Das Problem dieses zweiten Teils war von Anfang an da: Undurchsichtige Aktionen und dazwischen ewig lange Einstellungen auf ernste Gesichter. Man konnte weder verstehen, was gerade passiert, noch nachvollziehen, warum es passiert. Man konnte nur raten. Die Spannung aus dem ersten Teil wurde nicht ansatzweise wiederaufgenommen, und sie blieb auf Nimmerwiedersehen verschwunden, bis zum Schluss.

    Das mit den undurchsichtigen Aktionen und den ewig langen Einstellungen auf ernste Gesichter kann funktionieren, aber dazu braucht’s ein Meisterwerk von Drehbuch und eine ebensolche Regie. So wie in „Spiel mir das Lied vom Tod“. Da ist die Undurchsichtigkeit der Spannungsträger Nr. 1, und von den ernsten Gesichtern kann man gar nicht genug kriegen. Bei „In der Familie 2“ ist es genau andersherum. Da nervt beides nur. Deshalb wäre es dringend nötig gewesen, dass wenigstens die Kommissare Akzente setzen, aber Pustekuchen. Nie waren sie so überflüssig wie hier. Es war geradezu grotesk, wie weit sie an den Rand gedrängt waren. Sie durften nur ein paar lahme Sprüche absondern, und das zu ihrem Jubiläum.

    Kurzum, ich habe mich die ganze Zeit wie im luftleeren Raum gefühlt. Wie bestellt und nicht abgeholt. Ich würde sagen, dieser zweite Teil ist kolossal gescheitert.


  • Hanz W. • am 7.12.20 um 8:42 Uhr

    Ja, das ist nicht so eindeutig zu bewerten, ich habe jetzt zweimal zwischen drei und vier Sternen hin- und hergeklickt. Kein schlechter Tatort, insbesondere die ausweglose Tristesse dieser sonderbaren Schicksalsgemeinschaft – Vater, Tochter, Killer – kam eindringlich rüber, das Warten darauf, dass sich durch irgendeine Fügung schon noch alles zum Besseren wenden würde… bei gleichzeitiger Ahnung, dass das nicht eintreten würde. Im Kontrast dazu der Don mit der Residenz am Seeufer, der freilich auch selbst wusste, auf wie brüchigem Boden das ganze stand, da hatte halt „die Heimat“ ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. Das Schicksal des „mittleren Mafia-Managements“, offenbar. Das war alles intensiv, dicht, hervorragend gespielt, auch spannend, mit einigen harten Elementen.
    Dann aber gab es doch etliche Schwachstellen: Die üblichen Versatzstücke – der korrupte Baudezernent, der polternd-selbstgefällige Baulöwe etc. – waren dermaßen im Rahmen des Üblichen gehalten, dass sich die Autoren selbst nicht besonders dafür interessiert haben und das mehr oder minder so am Rande mitgelaufen ist. Faber lieferte ein paar der üblichen Faber-Kapriolen, stolperte ansonsten aber durch die Handlung wie buchstäblich im falschen Film: Waren die Münchner im Grunde im ersten Teil überflüssig, so war es Faber im zweiten; ein, zwei nette Akzente, mehr aber nicht.
    So war das ein Film um Sofia, gut gelöst zweifellos bis zum grandiosen Finale, aber dennoch blieb ein unbefriedigender Rest. Ein sehr ordentlicher, auch in Teilen ungewöhnlicher „Zweiteiler“ als „Tatort“, doch hätte man wohl aus dem Zusammenspiel München-Dortmund – durchaus reizvolle Idee – mehr machen können und müssen. 3,5 Sterne, halt noch einmal aufgerundet.


  • stephan_muenchen • am 7.12.20 um 9:29 Uhr

    Wieso hat dieser Tatort „In der Familie – Teil 2“ aus meiner Sicht die höchste Bewertung verdient? Ganz einfach, weil ich vollkommen überrascht war, wie schnell die Zeit bis zum spektakulären Schluss des Teil 2 vergangen ist. Selten hat mich eine Tatort-Folge so sehr in den Bann gezogen, dass ich schlichtweg die Zeit vergessen habe.
    Und alleine das ist für mich das beste Zeichen, dass diese Tatortfolge würdig an dem ersten Teil angeknüpft hat.

    Natürlich waren die beiden Teile der Jubiläumsausgabe keine klassischen Formate im „who done it“-Stil, denn von Anfang an waren Täter und Opfer bekannt – nicht nur uns als Zuschauer, sondern auch den Ermittlern. Das hat wohl einige Tatort-Fans enttäuscht.
    Aber selten hat ein deutscher Krimi das Thema „organisierte Kriminalität“, hier am Beispiel der calabresischen Mafia, so gnadenlos und brutal auf den Punkt gebracht. Und mit brutal meine ich zwar auch die heftigen Gewaltszenen wie z.B. die Ermordung von Juliane Modica durch ihren Mann, die misslungene Einschüchterung des Münchener Bauderzernenten zu Anfang des 2. Teils oder den Tod von Pippo. Aber noch mehr meine ich damit die psychische Gewalt, die die Mafia auf ihre Opfer ausübt und die schreckliche Hilflosigkeit der Ermittler bei ihren erfolglosen Versuchen, Zeugen zum Reden zu bringen. Das hat Fassungslosigkeit und Unglauben ausgelöst bei gleichzeitigem Wissen, dass manches wahrscheinlich noch verharmlost rüber kommt.
    In Teil 2 stand nun die Tochter der Modicas im Fokus, die – ein halbes Jahr noch den Ereignissen in Teil 1 – gemeinsam mit ihrem Vater und dem weiterhin genial fies dargestellten Pippo in einem herunter gekommenen Appartement in München haust. Luca Modica und Guiseppe „Pippo“ Mauro erledigen die Schmutzarbeit für den Mafiaboss Dominico Palladio, eine eiskalte graue Eminenz. Lucas Tochter Sofia hofft immer noch auf ein Lebenszeichen ihrer Mutter und einer ihrer Versuche, diese via Telefon zu erreichen sowie ihre Gewissensbisse aufgrund ihrer Beteiligung am Tod des Baudezernenten Gschwendner rufen neben den Münchener Ermittler auch den Dortmunder Kollegen Faber auf den Plan und sorgen nach und nach für eine Eskalation der Gesamtsituation.

    Wie schon im ersten Teil sind es weniger die Ermittler, die a) im Fokus der Handlung stehen und b) vom schauspielerischen die besonderen Akzente setzen. Es ist in erster Linie Emma Preisendanz als zunehmend verzweifelte und gleichzeitig immer selbstbewusster werdende Sofia Modica, Emiliano de Martino als Angst einflößender Mafioso Pippo und Paolo Sassanelli, der dem Mafia-Paten Domenico Palladio ein eiskaltes und skrupelloses Gesicht im seriösen Geschäftsmantel gibt. Allein seine ausdruckslose Eindringlichkeit, mit der er den amtierenden stellvertretenden Baudezernatsleiter vor den Aufzügen im Präsidium anschaut, ist ganz großes Kino.

    Ja, es war kein klassischer Tatort-Zweiteiler. Und ja, man kann jede Menge Haare in der Suppe finden (z.B. die geringe Präsenz der Kommissare, die teilweise unlogisch erscheinenden Handlungen der Protagonisten), aber gleichzeitig gab es auch einiges an liebevollen und sogar humorvollen Details in diesem ansonsten knallharten Stoff zu finden. Die Dortmund-Tasse aus Teil 1, die „Kaschperl“, die lakonischen Kommentare Fabers, die verzweifelten Reaktionen der Münchener auf das Auftauchen des ungeliebten Dortmunder Kollegen – hier haben beide Regisseure einen kleinen, aber feinen roten Faden neben der Haupthandlung zelebriert.

    Für mich ist ein wahrlich fulminanter Jubiläums-Tatort in zwei Teilen entstanden, bei dem beide Einzelteile 5 von 5 Sternen verdient haben.


  • Frank • am 7.12.20 um 11:10 Uhr

    Vom ersten Teil war ich durchaus angetan. Wie stephan_muenchen schreibt, gefiel mir dort auch die psychische Gewalt der Mafia Organisation. Der zweite Teil war für mich einfach nichts. Wenn man die Idee zweier Teams in ihren Städten (wieder) aufgreift, sollte sich das auch inhaltlich niederschlagen. So war etwa das Zusammenspiel Köln/Leipzig in der Vergangenheit besser umgesetzt. Zum Jubiläum die Ermittler dann zu Statisten verkommen zu lassen geht einfach gar nicht. Das ist respektlos. Bei vielem konnte ich einfach nicht folgen, warum war Pippo noch mit Vater und Tochter zusammen? Warum hausten sie in solch eine Absteige, wo gerade Pippo vorher so auftrumpfte und aus Sicht seiner Organisation ja auch nichts verkehrt gemacht hat. So wurden die Rollen extrem unglaubwürdig. Ich war beschäftigt mit Raten und Geschichten am konstruieren um der Handlung Sinn zu geben, als mich in den Film zu verlieren. Obwohl verloren war und hatte man, da ging es dem Zuschauer nicht anders als den Ermittlern.
    Für mich war die Darstellung der Mafia Organisation nicht glaubwürdig, die Rolle der Frau und des Sohnes des „Managers“ war total konstruiert. Einer der schwächsten Tatorte der letzten Wochen, Teil 2 mit einem Muss-Stern.


  • Argos • am 7.12.20 um 12:08 Uhr

    Leider konnte der zweite Teil nicht annähernd halten was der erste Teil versprach.
    Ich schließe mich den Ausführungen von Till Schneider an, man fühlte sich im luftleeren Raum.
    Wacklige Bilder, Gegenlichtaufnahmen und endlose Close up’s sorgten dafür, daß ich als Zuschauer ständig außen vor blieb, nie das große Ganze zu sehen bekam und in einem Wirrwarr an Bildern stecken blieb.
    Nicht die Story an sich (Buch: Bernd Lange) war schlecht, im zweiten Teil war es schlicht und einfach die Umsetzung (Regie: Pia Strietmann).
    Spannender Krimi geht anders.


  • Dr. Eduard Mikus • am 7.12.20 um 12:26 Uhr

    Der Tatort war schwach.
    Zudem hat man nur die Hälfte wegen unerklärlich schlechtem Ton verstanden. Die andere Hälfte hat man mit verzweifelten Versuchen die unter Titel zu lesen verbracht. Wer kommt auf so eine Idee die bekanntlich rasend schnelle italienische Dialoge in deutsche Untertitel zu fassen?!
    Außerdem läuft einem der kalte Schweiß am Rücken runter, wenn man sich vorstellt, dass man bei unserer Polizei auf solche Psychopathen wie Faber stoßen könnte.
    Fazit: man versuchte so viele Farben unter einen Hut zu bekommen, das am Ende ein matschiges grau-braun
    heraus kam. Eine schlechte Mafia Limonade.


  • Momi • am 7.12.20 um 12:30 Uhr

    Da freut man sich auf den 2. Teil des Mafia-Thrillers aus der 1. Sendung und am Anfang sieht alles nach eine gelungenen Fortsetzung aus – aber dann…..Ich finde, der 2. Teil ist viel schwächer.
    Der Mord zu Beginn lässt auf eine gute Sendung hoffen. Die ganze Folge handelt nur von der Tochter, die verzweifelt versucht ihre Mutter zu kontaktieren und auch ständig abhaut.
    Was passieren muss ahnt man bald. In München ist es der Einfluss der Mafia im Baugewerbe und in Dortmund der Einfluss der Mafia auf Schutzgeld im Gastgewerbe. Beide Male ging es um die Geldwäsche . Schade dass nur Faber vom Team aus Dortmund nach München reist und das erst noch reichlich spät. Leider war trotz Potential nur sehr fade Kost servieren. Als Doppelfolge eine Wertung 3-4 Sterne. Als Einzelfolge leider nur 2 Sterne, obschon mir die Darstellerin der Tochter
    Sofia Modica – Emma Preisendanz, Chef Mafioso Domenico Palladio – Paolo Sassanelli und seine Ehefrau Claudia Palladio – Barbara Romaner sehr gut gefallen haben.


  • Frank S. • am 7.12.20 um 13:19 Uhr

    Kurz um, sehr gelungenes Jubiläum.
    Ins Grübeln kommt man allerdings bei der Feststellung, dass es offenbar soviel Schwierigkeiten bereitet, Untertitel zu lesen. Die Beibehaltung fremdsprachlicher Dialoge mit Untertiteln ist aus meiner Sicht auf jedenfall authentischer, als Akteure aus unterschiedlichen Sprachgebieten immer akzentfrei deutsch sprechen zu lassen. Empfinde zumindest ich in Filmen, wo dies so gehandhabt wird, als eher störend, weil unglaubwürdig.


  • spiderman916 • am 7.12.20 um 14:44 Uhr

    Leider nur maximal 3 Sterne, die zweite Folge konnte an den ersten Teil nicht im Geringsten dran anknüpfen. Sehr langatmig, kaum Handlung. Stark die vorlauten Sprüche von Faber. Die Untertitel hatten mich nicht gestört, war so viel authentischer als wenn womöglich noch gebrochenes Deutsch untereinander geredet worden wäre.


  • Rudi • am 7.12.20 um 16:24 Uhr

    Ich fand die Doppelfolge sehr spannend und gut gemacht, Punkt!


  • Britta • am 7.12.20 um 17:20 Uhr

    Mir hat der 2. Teil sehr gut gefallen, auch wenn im Teil 1 mehr Action war.
    Teil 2 war komplett anders, denn hier sollten sich Luca und Sofia in dem halben Jahr komplett verändern. In ihren Gesichtern gab es keinen Ausdruck mehr, sie wirkten emotionslos und komplett abgestumpft.
    Im ersten Teil war Sofia noch ein aufgedrehter Teenager, aber gestern hätte sie die ganze Welt töten können. Extem gut von beiden Schauspielern gespielt!!!
    2-3 Sachen sind allerdings kein bisschen realistisch gewesen und dafür muss ich einen Punktabzug geben.
    1. Wie konnte Sofia an die Waffe gelangen, wenn sie doch vorher über mehrere Stunden an das Bett gefesselt wurde? Und das Kleid war sehr eng, so dass man es hätte sehen müssen!!
    2. Sofia rennt durch den Wald und trifft ausgerechnet am Bahnhof auf ihren Vater? Natürlich zur gleichen Uhrzeit und ohne anderen Bahngäste! Na klar! Ich bin allerdings davon ausgegangen, dass sie ihren Vater vor lauter Zorn vor den Zug stößt. Da habe ich total falsch gelegen…
    Wie gesagt, ich war gestern vom 2. Teil begeistert, auch wenn weniger Action war. Trotzdem eine tolle Jubiläumsfolge!


  • Sir Sherlock • am 7.12.20 um 20:11 Uhr

    Die Idee einen Zweiteiler als Jubiläumsfolge zu produzieren finde ich gut, aber die Umsetzung weist doch einige Fehler auf. Es fängt beim Ton an, die hektischen Bildsequenzen und die Untertitel hätten auch nicht sein müssen. Die Story hat viel Potenzial, diese wurde im zweiten Teil bei weitem nicht ausgeschöpft.


  • Hans-Walter Revers • am 7.12.20 um 23:03 Uhr

    Schade um den letzten Fall der beiden Kommissare! Die bisherigen Folgen waren immer sehr eindrucksvoll und man fühlte sich gut beim Zusehen! Dieser Doppeltatort war ein Reinfall oder besser gesagt er passt in die Reihe der letzten Tatorte, die so schlecht waren sei es das Buch oder auch die Regie!!! Aber auch das die Hälfte per Gespräche in Italienisch gesprochen wurde war auch so ein Fall! Oder hat das Geld nicht gereicht? Man kann nur sagen, wenn das so weitergeht mit den Tatorten da sieht man da lieber nicht mehr zu!!!!


  • NörgelBot • am 7.12.20 um 23:58 Uhr

    Achtung ich bin ein NörgelBot.
    Ich kommentiere jede Tatort Folge.
    Ich gebe grundsätzlich die minimale Sternzahl (0 geht leider nicht).
    Ich finde immer was zum Meckern.
    Zum Beispiel meckere ich, wenn meine Lieblingskomissare/innen nicht vorkommen, oder nicht lange genug im Bild sind, oder die Folge nicht an meinem Lieblingsort spielt.
    Ich nörgle, wenn Leute vorkommen, die nicht hochdeutsch sprechen. Oder nicht bayrisch. Oder nicht plattdeutsch. Oder zu dick oder zu dünn sind.
    Vor allem meckere ich, wenn Untertitel vorkommen. Das muss ich mir als Gebührenzahler nicht bieten lassen, wo bleibt denn da der Service.
    Ich nörgele, wenn eine Folge anders ist als eine, die ich schon kenne, denn dann bin ich verunsichert darüber, was auf mich zukommt, oder ich verstehe etwas nicht.
    Natürlich beschwere ich mich auch, wenn eine Folge so verläuft wie eine, die ich schon kenne, ist dann ja langweilig.
    Besonders ärgert es mich, wenn die Handlung unrealistisch ist, denn ich bin Experte für Polizeiarbeit.
    Andererseits bin ich schwer enttäuscht, wenn ein Täter mal nicht überführt wird. Das geht doch nicht. Wir sind beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Da bekommt jede/r, was sie/er verdient.
    In dem Sinne ersetze ich ungefähr 50% der Beiträge auf diesem Forum. Das ist doch eine erhebliche Ersparnis an Tippselei für Viele, oder?


  • Tom_Muc • am 8.12.20 um 3:24 Uhr

    So stellen sich die durchschnittlichen deutschen Krimi-Gucker*Innen sicher die Mafia vor.
    Großes Anwesen am Starnberger See, der Sohn studiert Jura, und schweigt im goldenen Käfig, die Mafia-Gattin greift selbst zur Waffe (ach, echt , die macht sich selbst die Finger schmutzig? ja, nee, is klar!) – und und und … so viele Schubladen hat kein Ikea-Regal ! Aber , um im Bild zu bleiben , die Schrauben , an denen hier gedreht wurde, um die Story zu bauen, waren äußerst billig.
    und, liebe Requisite: musste es denn unbedingt der Alfa aus „Der Beischläfer“ (Amazon Video) sein?

    Von einem Zusammenspiel der Ermittler konnte speziell im 2.Teil keine Rede sein – die Kooperation München/Dortmund/München von Anfang an (schon in Teil 1) zum Scheitern verurteilt.

    Und was war das bitte am Ende ? Batic lässt eine Täterin laufen?
    Ja, schon klar,ich habe die verständnisvollen Posts hier schon gelesen…ja, sie erschießt den Mafia-Handlanger „auch“ aus Notwehr(der erste Schuss war eher Notwehr, die anderen beiden stehen irgendwo zwischen „im Affekt“ und „mit Absicht“) , aber die Szene an der Brücke war ja nun kein kleines Spielchen, sondern eine eindeutig strafbare Handlung.
    Diese alberne, realitätsferne Gefühlsduselei , wahrscheinlich als vermeintlich „soziale Pointe“ gedacht (ist die beste Chance für sie , blablabla) , nee, sorry ARD, aber das ist schlicht absurd und Zuschauerver*****e.
    Aber das passt zu den ganzen Sozial-Klischee-Tatort-Filmen, die es leider auch beim Münchner Ermittlerteam zunehmend zu ertragen gilt.

    Teil II: 1 Sympathiestern
    Teil I: 3 Sterne für durchaus vorhandene Spannung
    Gesamt: 2 Sterne
    Urteil: gescheitert. Dortmund und München, das passt nicht.
    Und: es ist häufig eher problematisch, weil bemüht/gestreckt/langatmig/ohne Schärfe, wenn sich eine Geschichte 3 Stunden, statt 90 Minuten, Zeit nehmen darf.

    Als Fan beider Teams kann ich nur sagen: überflüssig! enttäuschend ! unstimmig im Zusammenspiel. Über weite Strecken (insbesondere Teil II) ein schlechtes Drehbuch, teilweise grauenvolle, holzschnittartige Dialoge, völlig klischee-überladene Figuren.

    Und noch etwas zum Thema „Mafiastory“ : dieses Thema taugt aus meiner Sicht nicht für das Genre Tatort. Auch nicht für eine Doppelfolge.
    Mutig und modern wäre es, eine Story aus dem Clan-Milieu zwischen NRW(z.B Essen,Dortmund) und Berlin zu verbinden. (wobei auch hier gilt: 180 min. reichen eher nicht aus, es wäre aber wenigstens mal ein Anfang, sich auch diesem Thema zu widmen)
    Aber das ist der ARD wahrscheinlich ohnehin zu heikel, und man traut sich an das Thema nicht ran, aus Angst, einen links-grünen Shitstorm und entsprechende Kritiken/Vorwürfe aus dem entsprechenden Presselager und intern in der ARD zu ernten.


  • Tom_Muc • am 8.12.20 um 3:59 Uhr

    Nachtrag:

    WDR-Redaktion: Frank Tönsmann, BR-Redaktion: Stephanie Heckner
    Regie Teil 1:Dominik Graf , Regie Teil 2: Pia Strietmann

    Teil 1 = hart, dicht, durchaus spannend
    Teil 2 = Lieschen Müller erklärt die Mafia , sozial-kitschig , an Klischees und Gefühlsduselei völlig überladen
    (schade, selbst diese Auflistung bedient im Ergebnis Klischees :-)

    Das passiert, wenn es um Proporz in der ARD geht.
    Hätte man nicht einfach Dominik Graf – als Experten für das Genre – auch Teil 2 übertragen können?

    Ich wage zu bezweifeln, dass Graf einen sonderlich großen Einfluss auf die Fortschreibung der Geschichte hatte. Das Produkt „Teil 2 “ lässt keine andere Einschätzung zu.

    Hätte gerne Teil 2 von Dominik Graf erzählt, gesehen.


  • herbert2 • am 8.12.20 um 9:20 Uhr

    Leider war der zweite Teil für mich eine richtige Enttäuschung. Mir geht es nicht wie vielen um die Untertitel, sondern wie eine starke Geschichte so schwach aufgezogen wird im Deutschen Fernsehen.
    Die Darsteller können es ja, nur leider hat sich im Bezahlfernsehen eine Richtung entwickelt die sehr oberflächlich geworden ist.
    Aber vielleicht ändert sich in ein paar Jahren wieder die Einstellung


  • Volker Meyer • am 8.12.20 um 14:15 Uhr

    Gruselig…2 Sterne nur aus Sympathie für Ivo und Leiti…der Faber passt
    nicht unbedingt nach München…sollte im Revier bleiben…!


  • Der Fremde • am 8.12.20 um 17:56 Uhr

    Unglaubwürdiger Plot, noch schwächer als Teil I, absolut unwürdig für ein TO-Jubiläum!
    PS: Wenn die Ermittler das 17-jährige Mörderin vorsätzlich (über ein Feld davon)laufen lassen, haben sie zuallererst ihren Beruf verfehlt. Zweitens stellt sich die Frage, welche konkrete Hilfe dies für das zukünftiges Leben des Mädchens darstellen soll??? (Irgendwo wird sie nach ihrem Davonlaufen ja wieder auftauchen müssen und dann ist sie sowohl polizeilicherseits als auch seitens der kalabresischen Mafia fällig…) Die letzte Aktion im Film war also nur eins: JÄMMERLICH!


  • Stefan Kowiak • am 8.12.20 um 18:19 Uhr

    Nun, … viel muss man nicht mehr dazu schreiben, denn zum Glück hat ein großer Teil der Zuschauer erkannt, dass dies beileibe kein „Top-Tatort“ war – und für ein 50er Jubiläum ist er nahezu eine Schande!

    Wie schon häufiger bemerkt, war die Story extrem unlogisch und unglaubwürdig; die schauspielerische Leistung des „Möchtegern-Paten“ war unterirdisch, das Mädel … naja, hätte schlimmer sein können. Die Ermittler waren inklusive Faber darstellungsmäßig nur ein Schatten ihrer selbst, aber egal.
    Der erste Teil hat zumindest mit einem Hoffnungsschimmer in Richtung zukünftige Dortmund-Fälle geendet – Aylin Tezel verabschiedet sich. Das ist gut, denn Faber an sich ist mit seiner kauzigen Art wohl einer der hoffnungsvollsten Ermittler geworden.

    Für alle Bewertungen über 3 Sterne kommen ausschließlich folgende Möglichkeiten in Betracht:

    Bei den Kommentatoren handelt es sich um Tatort Fanboys/-girls.
    Sie haben noch keinen wirklich guten Tatort gesehen (z. B. „Kein Entkommen“, „Abschaum“ oder „Herz aus Eis“), und erst recht keine überzeugende Story aus dem Mafia-Milieu („Der Pate“ oder die ersten fünf oder sechs Staffeln „Allein gegen die Mafia“).


  • Christa • am 9.12.20 um 0:57 Uhr

    @ Britta am 7.12.20 um 17:20 Uhr
    Ich mir gedacht, dass sie Pippo die Waffe weggenommen hat waehrend er sie bedraengt hat (aus dem Hosenbund geklaut und einfach geschossen) und nehme an, dass sie und ihr Vater sich dort verabredet haben (per Telefon). Macht sonst wirklich keinen Sinn (Er scheint auch wenig ueberrascht, sie ploetzlich zu sehen). Kein anderer am Bahnhof…?! Hat mich bei der Station nicht ueberrascht (hab nur gedacht, in Feldham moecht man auch nicht tot uebern Zaun haengen).

    @ NörgelBot • am 7.12.20 um 23:58 Uhr
    Du hast vergessen, dich ueber die schlechte Ton- und/ oder Bildqualitaet zu beschweren (v.a. wenn schlechter Ton mit Untertiteln kombiniert ist, ist das besonders nervig!), und dass du manchmal so viel aufpassen und wirklich hingucken musst (wg. Handlung, Untertiteln – sie sind aber auch echt doof! -…), dass du gar nicht gleichzeitig auf dem Handy spielen kannst!


  • Realist62 • am 9.12.20 um 11:06 Uhr

    @ Frank S. (7.12.20 um 13:19)
    Thema Untertitel: Ich stimme Ihnen bezüglich Authentizität absolut zu!
    Das Problem ist eher ein handwerkliches: Wenn bei kurzen italienischen Sätzen der deutsche Untertitel wirklich nur für die Bruchteile von Sekunden lesbar ist, die der Specher für seinen italienischen Satz braucht, geht dem Zusacheier leicht einiges flöten. Besonders, wenn bei unterwarteten italienischen Sätzen meine Reaktionszeit nicht zum Achten auf den Schrift-Text reicht. (Wir haben immer wieder zurückgespult aus dem Grund. Das wird dann schnell ziemlich mühsam).
    Schade, dieses Problem wäre sooo einfach zu lösen gewesen… (hierfür deshalb nur 1 Stern – den Gesamtfilm werde ich anders bewerten)


  • Realist62 • am 9.12.20 um 12:14 Uhr

    Zum Thema Crossover:
    Man zelebriert hier das Jubiläum mit einem groß angekündigten Crossover, das ich als solches gar nicht ernst nehmen kann, weil diese Vorgabe im eigentlichen Sinne gar nicht erfüllt ist. Es findet lediglich eine weitgehend irrelevante Anwesenheit der „Partner“-Ermittler (Münchener in DO und Falk – alleine(!) in München) statt.
    Zum Thema 2-Teiler: Der erste Teil ist für mich eine (teilweise durchaus spannende) Darstellung von Drogen-, Schutzgeld,- und somit Geldwäsche-Aktivitäten der Mafia, bei der Falk und sein Team (mit Einschränkungen!) massiv von dem Drang getrieben ist, fast ohne Rücksicht auf Verluste (!) endlich einen dicken Fisch festzunageln, statt immer nur hinterherzulaufen.
    Im 2. Teil verliert sich dieser rote Faden komplett, und es wird nur noch (ohne irgendeine sinnvolle Ermittlungsarbeit) der halbscharige Versuch gemacht, den Verbleib der 3 letztes Mal übrig gebliebenen Akteure (Sophia, ihr Papa und Pippo) weiter zu erzählen. Dieses ist perfekt in 1 Satz auf den Punkt gebracht von @Alehalo • am 6.12.20 um 21:48 Uhr! (Hierfür max. 3 Sterne mit good-will).


  • Realist62 • am 9.12.20 um 12:49 Uhr

    Zur Betrachtung einzelner Bausteine, die in beiden Teilen stilistisch herausragen:
    Es ist das Frauenbild.
    Obwohl ich ein eingefleischter München- und DO-Fan und Liebhaber von Experimental-Tatorten und unkonventionellen Konzepten bin, stört mich doch zuweilen massiv das Auftreten bestimmter junger Frauen (Paradebeispiel Dalay), das ich nur als provozierende Frauen-Wunscherfüllungs-Veranstaltung empfinden kann. Im Fall DO wird es ohnehin allerhöchste Zeit, daß Fräulein Dalay endlich ins Aus geschickt wird. Leider geschieht dies hier mit einer schier unerträglichen moralischen Überheblichkeit, die ich ihr weder abnehmen kann, noch drehbuch-seitig zugestehen möchte), da sie sich viel zu oft eben als gerade nicht empathiefähig, sondern zuerst ihren emanzipatorischen Ansprüchen verpflichet gefühlt hat. (Ganz anders Martina Böhnisch, – die ist – meistens – charakterlich durchaus souverän!)
    Im 2. Teil ist die Hauptfigur das sich emanzipierende Mädchen Sofie, die sich als 17-jähriges Früchtchen eine dermaßen kaltblütige Nummer, wie die auf der Brücke ausdenkt! (neben anderen hanebüchenen Inhalten). Alles wird dieser „lonesome Cow-girl“-Katharsis mit Bruce-Willys-Allüren untergeordnet, bis hin zum völligen Degradieren der Ermittler auf Statisten-Level. Ich sollte vielleicht betonen: Es geht mir hier um die Drehbuch- und Regie-Arbeit! Emma Preisendanz hat überwiegend hervorragend gespielt! (was man übrigens von Aylin Tezel in der Vergangenheit keineswegs behaupten konnte!). Aus dem Schnitt von 1 Stern für dieses verfahrene Drehbuch, das uns als Jubiläums-Tatort vorgesetzt wurde, und 5 Sternen für das Spiel von Emma P. ergibt sich ein Schnitt der oben gezeigten 3 Sterne (Mehr geht aber echt beim besten Willen nicht!)


  • Realist62 • am 9.12.20 um 13:24 Uhr

    @9.12.20 um 12:14 Uhr:
    Faber natürlich (nicht Falk) – sorry!


  • Herish • am 9.12.20 um 16:42 Uhr

    Kann mir jemand vielleicht den Namen oder die Marke der Jacke nennen die ivo batic dort trägt?


  • Britta • am 9.12.20 um 18:57 Uhr

    @ Christa
    Ja, Sofia hat tatsächlich die Waffe von Pippo entwendet. Mein Mann hat es am Montag Abend gelesen. Ist uns allerdings im TV nicht aufgefallen!

    Mit der Verabredung am Bahnhof über Telefon könnte natürlich auch sein. Alles andere würde keinen Sinn machen. Gut mitgedacht! :-)

    Allerdings fand ich den Schluss auch ziemlich blöd gemacht. Die Polizei lässt Sofia einfach so laufen? Okay, akzeptiere ich gerade noch, ABER wo soll sie denn hinlaufen und noch Schutz finden? Sie hatte doch kein Geld, keine Wohnung und einfach nichts mehr!!! Dieses offene Ende hat mich persönlich ein bisschen gestört. Vor der Mafia hätte sie niemals entkommen können.


  • Onkel • am 12.12.20 um 0:13 Uhr

    Der erste Teil war in Ordnung – nicht mehr und nicht weniger. Zum zweitel Teil nur soviel: ’ne Siebzehnjährige, die den Ach-so-gefährlichen-und-brutalen-Mörder austrickst und dann die ganze Mafia-Sippe hochnimmt – wie im wirklichen Leben, völlig realistisch eben.


  • Doc Zorzi • am 12.12.20 um 11:36 Uhr

    Top Tatort! Bahnhof „Feldham“ … Aßling!


  • Smokie • am 12.12.20 um 12:00 Uhr

    @Onkel
    Richtig!
    Zudem wurde Pippo im zweiten Teil, in seiner Rolle, regelrecht degradiert. Denn im ersten Teil war sein Part wesentlich überzeugender filmisch umgesetzt.
    Der Mafiaboss Domenico Palladio (im 2.Teil) hat übrigens große Ähnlichkeit mit dem Gesangspartner von Romina Power. Beide waren ein italienisches Schlager-/Popduo (Al Bano & Romina Power), glaube, in den frühen 80ger Jahren.


  • Der Fremde • am 13.12.20 um 16:18 Uhr

    @Smokie: Al Bano war und ist Italiener sowie Brillenträger bzw. hat lockiges Haar. Sonst hat er mit dem Mafiaboss optisch wenig gemeinsam, außerdem ist der Stimmklang und die Ausstrahlung völlig anders. (PS: Al Bano widmet sich die letzten Jahrzehnte mehr der Wein-Kultur…)


  • Smokie • am 13.12.20 um 16:56 Uhr

    @Der Fremde
    Der den Mafiaboss spielt, heißt ja im richtigen Leben Paolo Sassanelli; klingt sehr italienisch und ist ebenfalls Brillenträger. Möchte mich nun jetzt nicht streiten, aber als ich den Mafiaboss sah, kam mir direkt eine gewisse Parallele zu dem besagten Al Bano (im Zusammenhang mit Romina Power) in den Sinn.


  • Comedia del Arte • am 14.12.20 um 1:45 Uhr

    …und es wurde ja auch immer behauptet dass Al Bano Mafiaverbindungen hatte und dass das der Hintergrund für das Verschwinden seiner Tocher gewesen sein soll.

    Abgesehen davon: IDF Teil 2 war gut, aber so herausragend, wie einige Kritiker behauptet haben, fand ich den nicht. Es gab einfach zu viele Handlungselemente die vorhersehbar waren. Wie zum Beispiel dass Pippo durch Sofia sein Ende findet. Und es gab unglaubwürdige Dinge, etwa dass Sofia laufen gelassen wird. Oder Faber, der seinen Dienstort einfach so nach München verlegt. Das Dortmunder Restteam taucht auch nicht mehr auf. Das fand ich besonders schwach. Insgesamt war meiner Meinung nach der erste Teil stärker.


  • Darragh • am 14.12.20 um 22:53 Uhr

    Guter Tatort, leider das Ende nicht zufriedenstellend. Dennoch kann man sich an der Interaktion der beiden Teams erfreuen.


  • Doc Zorzi • am 15.12.20 um 11:10 Uhr

    Wie gesagt, Top Tatort! @Comedia: So unglaubwürdig was das nicht, Sofia
    laufen zu lassen. Das was Pippo mit Sofia gemacht hat, kann auch als eine
    versuchte Vergewaltigung gedeutet werden. Die Schüsse waren dann also
    reine Notwehr. Und Faber hat seinen Dienstort nicht verlegt, er leistet nur
    „Amtshilfe“. Auch um den Mord an Juliane Modica aufzuklären.

    Barbara Romaner & Paolo Sassanelli als Mafia-Ehepaar Palladio waren da
    einfach nur großartig! Und Emma Preisendanz als Sofia … Toll! Und Szene
    an der Brücke, wo sie den Namen des Mörders erfährt … Großartig!


  • kooistra • am 19.12.20 um 14:56 Uhr

    Da hat man die zwei beste Tatort Ermittlerteams die in dieser Jubileumsendung zusammentreffen. In teil 1 laufen Ivo und Franz in Dortmund herum wie zwei völlig hilflose dumme Schuljungs, in Teil zwei macht Faber eine genauso hilflose Figur in München. Wo die Zusammenarbeit eine Stärke sein sollte, schwächt es nur. Schade. Nur das Ende 1. Teil wo Frau Bönisch und Faber sich umarmen freute mich sehr und dafür speziell zwei Sterne!
    Grüsse aus NL
    ps Hat Nora das team seriös verlassen?


  • kooistra • am 19.12.20 um 14:58 Uhr

    Durch ein Versagen versehentlich fünf Sterne statt die gemeinte zwei!


  • MoistvonLipwik • am 29.12.20 um 18:20 Uhr

    Auch dieser Tatort wurde von der Kritik hoch gelobt (10 Punkte im SPIEGEL), konnte dann aber nicht halten, was die Kritik versprach.
    Vorab: ich habe keine Probleme mit Untertiteln (mehr mit Nachsynchronisation). Daher wurden diese nicht negativ bewertet – im Gegenteil.
    Der Plot wird als bekannt vorausgesetzt. Und hier fingen schon die Probleme an:
    So ganz passte das nicht zum ersten Teil: da ging es um den Klassiker – Drogen. Hier hingegen geht es um was feineres: Wirtschaftskriminalität i.w.S. (Stichwort: Korruption im Baudezernat, ältere Berliner werden sich an den Namen Antes erinnern). Eine Erkärung fehlt.
    Auch hat man sich die N’dragehta anders vorgestellt: aus dem kriminellen Großkonzern wurde die Fa. Palladio & Sohn, wobei letzterer auch eine andere Karriere ins Auge fasst. Zwar stehen in einer Szene auch ein paar andere Wohl-Mafiosi dekorativ in der Gegend herum – aber dann ist die Personaldecke so dünn, dass sogar die Donna sich die perfekt lackierten Finger schmutzig machen muss (was dann prompt schief geht). Das kann nicht allein mit Covid-19-Restriktionen erklärt werden.
    Auch ansonsten bleibt die Glaubhaftigkeit auf der Strecke: Pippo leidet wie schon im ersten Teil an einem negativen IQ („leiden“ ist falsch: er erfreut sich daran). Wieso er dann trotzdem und trotz seiner Gesuchteneigenschaft weiterhin mit Jobs betraut wird (von denen er alle versemmelt), bleibt im Dunkeln, zumal mitten im Film dann doch der Entschluss kommt, diesen Blindgänger zu entschärfen (was dann aber anders als geplant erfolgt). Da hat offenbar der Wunsch, ein Opfer für unsere Ermittler aufzuheben, allzusehr den Drehbuchschreiber vom Pfad der Plausibilität abirren lassen. Das zog sich dann auch weiter durch den Film: zwei Kommissare versuchen, eine Größe des organisierten (soweit Pippo betroffen ist: desorganisierten) Verbrechens in die Pfanne zu hauen?
    Es wird auch nicht besser, als Faber in die Handlung hineinstolpert wie nachträglich ‚reinkopiert. Da helfen auch ein paar nette Sprüchlein („noch so’n Seppel“) nicht: er hat nichts vernünftiges zu tun – zudem fehlt sein Markenzeichen, die in der ersten Person gemurmelten Analysen des Täters.
    Schließlich (nicht im Sinne von: weitere Plausibilitätslücken gibt es nicht): wieso hat eigentlich der Sohn unseres „Paten“ (besser: Pätchen) mitgemacht?
    Die schauspielerischen Leistungen waren im Wesentlichen annehmbar. Emma Preisendanz schaffte die Verwandlung von der naiven 17jährigen über die frustrierten Flüchtlingstochter zur Rachegöttin ganz gut, und Emiliano De Martino spielte den zerebral unterprivilegierten Pippo so nachhaltig, dass man in ruhigen Szenen eine Gehirnzelle leise weinen hören konnte, weil sie so ganz allein war. Die Kommissar-Darsteller lieferten gutes Handwerk ab; der Rest schaffte den deutschen Durchschnitt.
    Fazit: überschätzt. Kein Totalausfall, aber auch nichts, was man so schnell noch einmal sehen muss. Für drei Sterne reichte es nicht, des groben Rasters wegen und weil ich schon mal aufgerundet habe, diesmal nur zwei.


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