Tatort Folge 1223: Lenas Tante



Ein „Besuch der alten Dame“ erwartet Kommissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) in ihrem elften gemeinsamen Einsatz mit ihrer Kollegin Johanna Stern (Lisa Bitter): Lenas Tante Nikola Odenthal, genannt Niki, ist zu Besuch und wirbelt das Leben der Kriminalistin gehörig durcheinander. Die Staatsanwältin im Ruhestand zeigt auffälliges Interesse an dem Mordfall, der Odenthal und Stern gerade beschäftigt: Ein hochbetagter Bewohner eines Altenheims wurde ermordet, und wie es scheint, führen die Spuren zurück bis in das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte. Doch schließlich gerät auch Niki ins Visier der Ermittlerinnen, und Lena muss sich fragen, wie sehr sie ihrer Tante tatsächlich vertrauen kann …

Der Tatort „Lenas Tante“, eine Produktion des Südwestrundfunks, feiert seine TV-Premiere am Sonntag, den 22. Januar 2023 um 20:15 Uhr im Ersten Programm der ARD.

Inhalt der Tatort-Folge „Lenas Tante“

Schon lange hatte sich Lenas Tante Nikola Odenthal zu einem Besuch in Ludwigshafen angekündigt, doch der Zeitpunkt ist denkbar ungünstig: Gerade stecken Lena und ihre Kollegin Johanna Stern mittendrin in einem neuen Fall: Fritz Herrweg, Bewohner eines Altenheims, ist im gesegneten Alter von 95 Jahren eines unnatürlichen Todes gestorben. Die Überdosis Insulin, die ihm gespritzt wurde, war für sich genommen zwar nicht tödlich, führte jedoch zu einem schwerwiegenden Diagnosefehler: Dr. Hanno Roters, der Hausarzt der Seniorenresidenz, hat irrtümlich Herrwegs Tod festgestellt, weil das Insulin den Körper des Patienten in einen extrem ruhigen Zustand versetzt hat. Aufgefallen ist die Fehldiagnose erst im Krematorium; Herrweg ist quasi bei lebendigem Leibe verbrannt. Logischerweise nimmt Johanna Stern den Mediziner im SWR-Tatort „Lenas Tante“ zunächst streng ins Verhör, aber immer mehr scheint sie Verständnis für seinen groben Patzer zu haben. Schließlich wurde Roters gerade von Frau und Kindern verlassen. Sympathisch und gutaussehend ist Roters obendrein – weshalb Stern inständig hofft, dass er nicht ernsthaft in den Mord verstrickt ist, während sie sich seinen vorsichtigen Annäherungsversuchen durchaus nicht verschließt.

Lenas Tante beansprucht derweil im gleichnamigen TV-Krimi die ganze Aufmerksamkeit von Kommissarin Odenthal. Die pensionierte Staatsanwältin ist resolut und durchsetzungsfähig wie eh und je und möchte ihre Nichte am liebsten auf eine höher dotierte Stelle in Mainz vermitteln. Doch Lena ist genauso starrsinnig und verbittet sich jede Einmischung, zumal sie auch der Mordfall Herrweg weiterhin auf Trab hält. Vor allem eine Frage beschäftigt die Kommissarinnen: Wer hätte ein Motiv, den greisen Herrn zu töten? Herr Kahane, Herrwegs Zimmergenosse, ist nicht besonders gut auf seinen ehemaligen Mitbewohner zu sprechen. Die Mitarbeiterinnen im Altersheim hat Herrweg regelmäßig schikaniert, wie Pflegerin Simona Ferizaj zu berichten weiß. Zu erben gibt es nichts. Auffällig ist jedoch, dass einige Bewohner des Heims bereits nach kurzer Zeit in eine hohe und für den Heimbetreiber lukrative Pflegestufe eingruppiert wurden. Liegt hier ein Fall von Sozialbetrug vor? Wurde Fritz Herrweg deshalb zu viel Insulin gespritzt, um einen Pflegefall vorzutäuschen, der gar nicht existiert? Und welche Rolle spielt Markus Gruner, der obskure Enkel Herrwegs, der hinter dem Mord an seinem Großvater eine Verschwörung vermutet und dabei demokratiefeindliche Ansichten äußert?

Ausgerechnet Nikola Odenthal ist es, die dem Fall im Tatort „Lenas Tante“ eine neue Wendung gibt: Auf einer wackeligen Kameraaufnahme ist zu sehen, wie sie das Heim betritt – einige Tage vor ihrer eigentlichen Ankunft in Ludwigshafen. Ist sie etwa die geheimnisvolle, unbekannte Frau, die Fritz Herrweg kurz vor seinem Tod besucht hat und deretwegen er sehr beunruhigt gewesen sein soll? Lena Odenthal behält den brisanten Fakt zunächst für sich, doch ihr Misstrauen gegenüber Tante Niki ist nun geweckt. Warum hat Niki ihr nichts von ihrer früheren Ankunft erzählt? Weshalb gibt sie gegenüber Lena vor, den Zoo in Karlsruhe zu besuchen, während sie tatsächlich nochmals im Altenheim herumschnüffelt? Nikis außergewöhnlich großes Interesse am Fall Herrweg macht sie verdächtig. Für Lena Odenthal wird immer klarer, dass ihre Tante in irgendeiner Form in die Sache verstrickt ist. Kann sie ihr noch vertrauen?

Doch auch Lenas Verhältnis zu Johanna Stern wird auf eine harte Probe gestellt, denn ihre blitzgescheite jüngere Kollegin findet bald heraus, dass Niki Odenthal etwas mit dem Mord an Herrweg zu tun haben könnte – und stellt ihre ganz eigenen Ermittlungen an. Diese führen sie auf die Spur der „Schlange von Natzweiler“ – und damit in das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte.
Werden die beiden Kommissarinnen wieder zusammenfinden? Und welches Verhältnis wird Lena künftig zu ihrer Tante Niki haben? Die Frage von Vertrauen und Misstrauen schwebt über allen wie ein Damoklesschwert …

Videos zur Tatort Produktion

Vorschauvideo ORF



Trailer ARD



XXL Trailer ARD



Making of



Tatort-Kritik

Die Redaktion von Tatort-Fans meint:
Ein Tatort mit Licht und Schatten: Die Ausgangssituation rund um den fälschlicherweise diagnostizierten Tod des Opfers wirkt nicht sehr glaubhaft; dass die ermittelnde Kommissarin dann auch noch eine Affäre ausgerechnet mit dem Arzt beginnt, der für die Fehldiagnose verantwortlich ist, macht die Sache nicht besser. Die rätselhafte Verstrickung von Niki Odenthal in den Fall ist hingegen eine originelle Idee und geschickt in die Handlung eingeflochten. Die eigenwillige Tante, stark gespielt von Ursula Werner, ist es auch, die dem Film durch die kleinen Reibereien mit ihrer Nichte Lena seine heiteren Momente beschert.

Tatort-Besetzung

Hauptkommissarin Lena Odenthal – Ulrike Folkerts
Kommissarin Johanna Stern – Lisa Bitter
Kriminaltechniker Peter Becker – Peter Espeloer
Sekretärin Edith Keller – Annalena Schmidt
Rechtsmediziner Dr. Hakan Özcan – Kailas Mahadevan
Dr. Nikola Odenthal, Staatsanwältin a. D. – Ursula Werner
Dr. Hanno Roters, Hausarzt im Seniorenheim – Johannes Dullin
Herr Kahane, Heimbewohner – Rüdiger Vogler
Herr Wolter, Heimbewohner – Dieter Schaad
Heimleiterin Busse – Cristin König
Simona Ferizaj, Pflegerin – Maja Zeco
Markus Gruner, Enkel des Toten – Niklas Kohrt
Jean Jacques Weishaupt, Leiter der KZ-Gedenkstätte – Tobias Lenel
u. v. a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Stefan Dähnert
Regie – Tom Lass
Kamera – Michael Merkel
Musik – Manouk Roussyalian
Casting – Ulrike Müller
Kostümbild – Stephanie Kühne
Szenenbild – Andreas Fassonge, Stefanie Probst
Maske – Claudia Seidl, Gabi Kotecki
Licht – Marcel Albrecht
Ton – Robin Hörrmann
Schnitt – Sabine Garscha
Produktion – Mike Sauer
Produzent – Nils Reinhardt
Redaktion – Ulrich Herrmann

Foto: ORF/SWR/Benoît Linder


61 Meinungen zum Tatort Folge 1223: Lenas Tante

  • Tom • am 21.1.23 um 9:12 Uhr

    Vielleicht, falls es möglich ist, kann man ja die Kommentarfunktion erst ab 21:45 freischalten.


  • Markus S. • am 21.1.23 um 16:27 Uhr

    Sobald der Kommissar oder die Kommissarin im Fall involviert ist, bin ich raus. Das ist meistens dann, wenn den Autoren nix mehr einfällt….
    Selten ist noch Krimi in Reinkultur zu erleben (Mord-kluge Ermittlung-Spannung- Aktion)…..
    Statt dessen Psychogramme der Polizisten, schade.


  • Christian • am 22.1.23 um 10:39 Uhr

    […]führen die Spuren zurück bis in das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte[…]

    Jawohl! Endlich mal wieder ein Nazi-Tatort!!! xDDD

    Ich bin raus für heute Abend…


  • Der Fremde • am 22.1.23 um 12:32 Uhr

    @Christian:
    Ja, manche Themen kommen wirklich zu häufig. Gespannt bin ich aber auf die ‚Affaire‘ von Fr. Stern mit einem Tatverdächtigen (sie wirkt sonst gar nicht so ‚flirtbereit‘) …


  • Joe • am 22.1.23 um 12:46 Uhr

    Tja, politische Agenda lähmt Drehbuchkreativität.

    Mehr muss man zu den meisten Tatortfolgen seit einiger Zeit nicht mehr sagen.


  • Thilo Haeferer • am 22.1.23 um 18:49 Uhr

    @ Markus S.
    genau meine Meinung. Da brauch ich nur die Vorschau zu lesen und bin raus, auch wenn ich sonst gerne das Duo Odenthal – Stern sehe.


  • Bernardo • am 22.1.23 um 19:55 Uhr

    Ach ja – wieder ein Krimi in dem schwierige Themen berührt werden.
    Action – Popcorn – Bier und nichts was nervt
    Ich bin nicht sicher , ob solche Meinungen repräsentativ sind.


  • Coutandin • am 22.1.23 um 20:53 Uhr

    Hallo
    Wo ist der trödelladen laden(Lenas tante) vielen Dank grüße


  • Vogel • am 22.1.23 um 21:17 Uhr

    Oh, zur Ausnahme mal wieder Nazis.
    Es ist so ermüdend bei mittlerweile fast jedem Tatort die politische Agenda zu ertragen und die persönlichen Probleme der Ermittler breitzutreten.


  • Zillmator • am 22.1.23 um 21:44 Uhr

    Ziemlich langweilig


  • Thorsten • am 22.1.23 um 21:48 Uhr

    Im Großen und Ganzen eine gute und spannende Geschichte, nur die klischeehafte Darstellung des Nazi-Enkels hat mich gestört. Da war der öffentlich-rechtliche Zeigefinger wieder sehr präsent.


  • Der Fremde • am 22.1.23 um 21:52 Uhr

    Für einen TO zum Nazi-Thema fand ich den gar nicht so schlecht. Habe sehr Schlimmes erwartet und wurde damit überrascht, dass es gar nicht soo arg war.
    2 Abzugspunkte gibt´s aber jedenfalls für die nervige Tante sowie die unglaubwürdige Affäre der Fr. Stern (die würde nie mit so einem Fettwanst …).


  • Supi • am 22.1.23 um 21:52 Uhr

    👍 sehr gutes Thema, spannender Fall, sehr gut inszeniert und umgesetzt.
    Chapeau nach Ludwigshafen – und fünf Sterne!
    ⭐⭐⭐⭐⭐


  • Caro • am 22.1.23 um 21:53 Uhr

    Das Nazi-Thema geht mir auch auf den Senkel. Aber schöne musikalische Untermalung.


  • Tom • am 22.1.23 um 21:53 Uhr

    Da die Generation bald ausstirbt kann das Thema gar nicht oft genug behandelt werden. Auch im Tatort. Schlimm genug das man davon nichts mehr hören und sehen will geschweige denn darüber sprechen. Die drei Affen.


  • Susanne M. • am 22.1.23 um 21:58 Uhr

    Ich ignoriere mal die persönliche Verhörung durch Lena und die Affaire – die Darstellung der Thematik rund um die SS, die verblendeten Nachkommen und die Zeichnungen bekommen von mir 5 Sterne.
    ⭐⭐⭐⭐⭐

    Es ist so wichtig, diese Thematik in verschiedensten Formen an die jungen Generationen weiterzugeben. Danke!


  • Winfried Vorbeck • am 22.1.23 um 21:59 Uhr

    Ich mag Krimis mit Nazi-Bezug nicht sonderlich. Vielleicht liegt es daran, dass sie doch allmählich seltener werden (Krimis mit Stasi-Bezug haben sie verdrängt), aber ich fand es diesmal in Ordnung. Auch der familiäre beziehungsweise private Bezug der Ermittelnden war auch nicht so schlimm wie befürchtet. Und obendrein war es nicht die hübsche junge blonde Krankenschwester…

    Fazit: hat mir gefallen. Jedenfalls deutlich besser als die letzten aus München, Köln, Dresden und Dortmund.


  • Joe • am 22.1.23 um 22:02 Uhr

    @Tom

    Volle Zustimmung. Doch leider ist es so, dass die Grausamkeiten des Dritten Reiches und der Nazis mehr und mehr verharmlost werden, vor allem von der Politik und von der Regierung?

    Warum?

    Weil alles, was nicht regierungs- und normkonform ist, mittlerweile als „rechts“ und als „Nazi“ eingestuft wird.

    Und wenn man jemand mit einer unbequemen Meinung als Nazi bezeichnet, also genauso, wie Menschen die einen Massenmord zu verantworten haben, dann ist das Verballhornung in meinen Augen.

    Nie wieder Nazis, nie wieder Krieg.

    Doch alles ist Nazi, was nicht gewollt ist – und Krieg wird ja auch gewollt.

    Eine Schande.


  • Winfried Vorbeck • am 22.1.23 um 22:02 Uhr

    @Tom: ja das Thema sollte oft behandelt werden. Im Unterhaltungsprogramm hat das aber eher weniger etwas zu suchen.


  • BK • am 22.1.23 um 22:06 Uhr

    An sich ja ein interessantes Thema, das im Tatort auch gerne in den Blick genommen werden darf. Allerdings war der Handlungsablauf dieses Tatorts eher flach und floss so vor sich hin, wirkliche Spannung kam auch nicht auf und die sich ereignenden Wendungen erzeugten leider auch keinen Aha-Moment.
    Insgesamt ein guter Ansatz, der aber besser hätte ausgearbeitet sein können, angebrachte 3 Sterne.


  • Bruno • am 22.1.23 um 22:08 Uhr

    @Der Fremde
    Der „Verdächtige“ war kein Verdächtigter im Tötungsfall sondern gegen ihn wurde anderweitig ermittelt. Außerdem war es wohl mehr ein ONS und keine Affäre. Ein bisschen Abwechslung vom Alltag sollte auch einer Kriminalbeamtin gegönnt sein.

    Für mich war es einmal wieder ein sehr guter LU-Tatort; auch wenn die Tante zuerst kräftig nervte.


  • Charlie • am 22.1.23 um 22:10 Uhr

    Für jene die immer noch denken dass über die Geschichte zu wenig berichtet wird, sollen ZDF info schauen. Kaum ein Tag ohne. Unnötig einem auch den Tatort abend zu nehmen.


  • Colorwriter • am 22.1.23 um 22:13 Uhr

    Ein ansehnlicher Tatort.

    Leider ein paar böse Sachliche Fehler.

    Seit wann kann man denn wieder Super 8 Filme kaufen und gar entwickeln lassen, außer vielleicht noch im „Polizei oder Museumslabor“?
    Seit wann werden Särge mit Verstorbenen unverschlossen (also unverschraubt) im Krematorium verbrannt?
    Die Super 8 Kamera des Heimbewohners war keine Zeiss Movikon, sondern , wahrscheinlich , eine Bauer, aus den 1980 er Jahren.

    Ansonsten spannend erzählt. Die Haltung der Ewig gestrigen Nazis und deren Nachfolgern im Film war mir zu plakativ. Doch dies wird den mit diesem Weltbild allzu sehr sympathisierenden Leuten sicherlich noch viel weniger gefallen. – Und entsprechende Reaktionen auslösen.

    Drei Sterne von mir.


  • Moltke • am 22.1.23 um 22:14 Uhr

    Starker Tatort mit drei starken Frauen. Abwechselnd: Vertrauen, Misstrauen, Angst vor der Wahrheit.
    Der persönliche Bezug einer Kommissarin (oder eines Kommissars) ist immer schwierig für mich, aber in diesem Fall interessant integriert. An Thorsten: Es gibt Klischees, welche der Wahrheit nahe kommen. Gerade in den letzten Jahren krochen diese Typen wie der Nazienkel wieder vermehrt aus ihren Löchern und verbreiten ihre abstrusen Theorien, Ihre Lügen im Netz. Das hat mit moralisierenden öffentlich-rechtlichen Zeigefingern nichts zu tun.


  • Der Fremde • am 22.1.23 um 22:16 Uhr

    @Bruno:
    Ja, okay (obwohl die fälschliche Ausstellung des Totenscheins für einen noch Lebenden irgendwie schon eine „fahrlässige Tötung“ darstellte).
    Der Begriff „Affäre“ wurde zuerst beim Statement der TO-Redaktion verwendet, aber letztlich war es tatsächlich wohl ein ONS. ;-)


  • Bina • am 22.1.23 um 22:18 Uhr

    5 Sterne *****
    Lena Odenthal ist nicht zu toppen und dieses Mal mit Tante Staatsanwältin ;-)
    Jetzt wissen wir auch, woher sie ihren Spürsinn und Sachverstand hat.
    Sicher ein paar inhaltliche Fehler und auch das Nazi-Thema hätte zum hundertsten Male nicht auch noch Inhalt dieses TO sein müssen, aber eine solide Leistung mit ganz viel Herz.


  • Karin L. • am 22.1.23 um 22:25 Uhr

    2 Sterne.

    Seit Koppers Abgang kommt Lena nicht aus dem Tief.

    Irgendwie langatmig, von Spannung ganz zu schweigen.

    Das die Tante vorher in dreißig Jahren nie aufgefallen ist, geschenkt.

    Das persönliche Involvierung der Ermittelnden inzwischen Standard zu sein scheint, überrascht auch nicht mehr.


  • Jörg • am 22.1.23 um 22:29 Uhr

    Gähnende Langeweile über 90 Minuten . Respekt. Das muss man erst einmal schaffen.
    Ich brauche diese Thematik nicht auch noch im Tatort. Und auch keine nicht enden wollende Dialoge.
    Das hat alles mit Tatort nichts zu tun.
    Immerhin gab es gute Musik zu hören.
    Mal wieder ein Stern.


  • Smokie • am 22.1.23 um 22:35 Uhr

    Lehrreich bei diesem Ludwigshafener-Tatort war nebenbei, das eine Erhöhung der Pflegeeinstufung, im Altenheim, letztlich für den Betreiber enorm profitabel zu sein scheint. War mir bisher auch nicht bekannt.
    Den Volvo, mit dem Frau Stern unterwegs war, fand ich sehr gediegen. Schönes Auto!
    Bewertung des Tatorts: gut


  • Marcel ter Ellen • am 22.1.23 um 22:39 Uhr

    Sehr Günter Tatort!
    Man darf niemals aufhören die schlimme Deutsche Geschichte zu erwähnen!
    Ob in die Tagesschau oder in einen Tatort!


  • Monika Starke • am 22.1.23 um 22:49 Uhr

    Ich schaue gerne Tatortfolgen mit den Kommissarinnen Odenthal und Stern und ihrem Team.
    Den von heute Abend fand ich besonders spannend und gut gemacht.
    Es ist eschreckend,wieviele Leute in ihren Kommentaren schreiben,dass sie
    Krimis mit Bezug zur Nazizeit blöd finden oder nicht anschauen wollen.
    Ich finde angesichts des aktuellen Wieder- Erstarkens der Nazis (Reichsbüger,afd) kann man gar nicht oft genug daran erinnern,was 1933-1945 passiert ist,damit die Menschen kapieren,wohin diese Ideologie letztenendes führt.
    Ein Tatort ist eine gute Gelegneheit dazu.

    Monika Starke,Pohlheim


  • Der Fremde • am 22.1.23 um 22:51 Uhr

    @Smokie:
    Das mit der möglichst hohen Pflegestufe ist auch in Ö so. Hier bekommt das Pflegeheim 80 % des Pflegegeldes und 80% der Pension der betroffenen Person. Ist die Pflegestufe höher, kann das Pflegeheim seine Leistungen leichter darin unterbringen (und muss nicht auf das Vermögen der Betroffenen greifen und diesbezüglich ev. sogar klagen od. an staatliche Stellen um Zahlung der Differenz ansuchen).
    Eine nahe Verwandte von mir ist auch in einem Pflegeheim und das Heim war sehr interessiert daran, dass die zu Pflegende eine möglichst hohe Pflegestufe zuerkannt bekommt. Aus zuverlässigen Quellen weiß ich, dass dieses Denken „üblich“ ist.


  • Jutta • am 22.1.23 um 22:53 Uhr

    Alte, gebildete Menschen sind wichtige Berater und das kam hier gut rüber. Die Lebenserfahrung wurde auch vielfach gezeigt. Mich hat der Satz der Pflegerin(Was soll man von einem Land halten, daß für seine Alten Heime baut?) sehr betroffen gemacht.


  • Tatort-Liebhaber • am 22.1.23 um 22:56 Uhr


    Der Ludwigshafener Tatort ist für mich schon lange unfreiwillige Komödie. So auch dieses mal. Niemand verwechselt eine Asphyxie mit einem Exitus. Ist doch kein Rätselraten! Der Klopper: „Das Insulin fährt die Aktivität des Körpers weit herunter. Da braucht es schon die Hitze des Ofens…“ Der Plot: platt & langweilig. Pseudo-Problematisierung der Finanzierung des Altenpflegewesens. Die Liaison zwischen Kommissarin Stern & Dr. Roters nicht glaubhaft. Dr. Nikola Odenthal als Staatsanwältin auch nicht. Die Nazis als Thema finde ich immer gut. Wenn es richtig thematisiert wird.


  • Garbak • am 22.1.23 um 22:59 Uhr

    Hi Fans
    Abwechslungsreich, gut gespielt, Finten, Mitratearbeit, gelungene Wendungen.
    Hervoragender Krimi. Ludwigshafen war in letzter Zeit nicht so spitze.
    Heute gefiel mit der TO sehr gut.
    Und gegen Nazigeheimnisse aus einer alptraumhaften, untergegangenen Zeit hab ich nichts einzuwenden.
    @Der Fremde: nichts gegen adipöse Menschen bitte. Meine 20jährige Nichte, 45 Kilo, hat einen Freund, der gut 130 Kilo auf die Waage bringt…“Kopfkino“
    Zurück zum Krimi, empfehlenswert. 5 Sterne.


  • Alehalo • am 22.1.23 um 23:02 Uhr

    ⭐️⭐️
    Wie alt war der Großvater? Wann hat der 2.Weltkrieg angefangen? Hm…..


  • Smokie • am 22.1.23 um 23:12 Uhr

    @Der Fremde
    Danke für die Rückmeldung!
    @Garbak
    Jenes Gewicht von 130 Kg konnte ein ehemaliger Bekannter von mir locker toppen. Seine Hauswaage begann erst ab 120 Kg zu „zählen“, da er insgesamt stolze 230 Kg auf die Waage brachte. Hatte es aber, laut Erzählung anderer Bekannter zum Glück geschafft, Jahre später ein konstantes Idealgewicht von 90 Kg zu erreichen.


  • Dirk • am 22.1.23 um 23:16 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 1223 aus Ludwigshafen und heute in Erstsendung im Ersten. Die wohl ehemals jüngste Morddezernatsleiterin im Tatort-Fernsehen, Hauptkommissarin Odenthal ermittelt zusammen mit ihrer Kollegin, der Hauptkommissarin Stern-(chen) und dem ansonsten bekannten Profi-Team in einem Altenheim und hier aufgrund von zwei vorliegenden Tötungsdelikten an hochbetagten Bewohnern. Widerwillig bekommt das Teams hierbei Unterstützung von der zwar beliebten aber sich nicht uneigennützig einmischenden Tante der Odenthal, einer pensionierten Oberstaatsanwältin. Gut zu schauen war dieser Tatort-Spielfilm, wenn auch mit einem in ähnlichen Filmen oft umgesetzten Thema, dennoch interessant, was sicherlich auch auf die gute schauspielerische Besatzungsliste zurück zu führen ist.


  • Der Fremde • am 22.1.23 um 23:18 Uhr

    @Alehalo:
    Der Großvater war 96 J. alt –> 1926 geb. –> in den relevanten Jahren 43-45 (lt. Gravur auf der Kabel-Peitsche) war er also 17-19 J. alt … (geht sich also rechnerisch knapp aus)


  • Alehalo • am 22.1.23 um 23:32 Uhr

    @ der Fremde
    Klar, ich dachte die Generation wäre bereits ausgestorben. Ich kann das Thema weder hören, noch sehen. Und gar nicht mehr in einem Tatort.


  • Bina • am 23.1.23 um 0:19 Uhr

    Da kam gegen Ende hin so ein wunderschönes Lied. Weiß jemand zufällig den Titel und Interpret?
    Danke schon mal vorab.


  • innocent_bystander • am 23.1.23 um 1:24 Uhr

    Weiß jemand zufällig was die schöne Musik ganz am Anfang war?


  • Franziska aus F. • am 23.1.23 um 6:56 Uhr

    @Alehalo …. das mit dem Alter ist mir auch aufgefallen. Aber was mir auch aufgefallen ist …. sämtliche Kulissenplätze waren zeitlich neutral und nicht auf 2023 ausgelegt. Passt also, ist halt ein Film.


  • Franco Francetti • am 23.1.23 um 8:34 Uhr

    3Sterne

    Für Odenthal war der ganz ordentlich.


  • Nase • am 23.1.23 um 8:37 Uhr

    **
    Was muss denn noch alles in einen Tatort gequetscht werden? KZ-Verbrechen, Holocaust-Leugner, Pflegenotstand. Mit ein bisschen Mühe hätte man bestimmt auch noch die Klimakrise, Inflation und Gendern unterbringen können…

    Das war am Ende dann doch ein bisschen „too much“. Gerade noch 2 Sterne. Aber mit viel Wohlwollen. Und weil ja doch deutlich gemacht werden muss, dass es auch Tatorte wie „Babbeldasch“ gab, die sich 0 Sterne verdient haben, denen man aber 1 Stern geben muss…


  • Hanz W. • am 23.1.23 um 8:37 Uhr

    Dafür, dass ich von Odenthal-Ludwigshafen eigentlich schon seit Jahren kaum mehr etwas Gelungenes erwarte (meistens zu Recht), war der Tatort gestern doch überraschend gediegen. Das hat wohl auch etwas damit zu tun, dass die Odenthal – in den letzten Jahren ungeheuer verkniffen und verkrampft gespielt – auf einmal wieder ganz „normale“ Züge angenommen hat, und siehe da: es funktioniert. Die Annahme offensichtlich vieler Autoren, man müsse die Figuren immer krasser zeichnen, immer noch eine Schippe drauflegen, um Interesse zu erzeugen, habe ich schon immer für zweifelhaft gehalten. Betrifft auch die Stern, die in den ersten Folgen schier unerträglich war.
    Auch der Fall selbst insgesamt solide, wenn man sich auch tatsächlich mit der Thematik „Drittes Reich & Täter heute“ in der Unterhaltungsbranche, und dazu gehört ja der Tatort, ein wenig beeilen muss. Weiter oben ist schon darauf hingewiesen, dass das mit dem (damaligen) Alter der Täter schon arg knapp wird. (Vor Jahren gab’s mal einen ansonsten ordentlichen Schweizer Tatort, da wäre der Täter der jüngste professionell-kommerzielle Fluchthelfer aller Zeiten gewesen, ein Kind eigentlich). Der private Anteil, auf den ich mittlerweile an sich allergisch reagiere, hielt sich diesmal in dann doch erträglichen Grenzen, und sieht man einmal davon, dass es die Tante mit Sicherheit nicht war (dafür war das von Anfang an viel zu aufdringlich angelegt), konnte man gut ein wenig mitraten.
    Insgesamt sehr ordentlich, gute drei Sterne.


  • Adabei • am 23.1.23 um 9:37 Uhr

    Kein typischer Tatort, mittelmäßige Spannung und an ein paar Stellen eher unrealistisch. Hat mir im aber trotzdem sehr gut gefallen! Als zu Beginn die Hand versuchte, den Sargdeckel zu öffnen, dachte ich „o je das wird ein Film mit billigen Effekten“. Dann wurde der Film ernsthaft, gefühlvoll und richtig gut. Bei den Personen sieht man in den verschiedenen Lebensumständen, daß sich unter einer stillen Oberfläche oft starke Gefühle verstecken. Eine ruhig und berührend erzählte Geschichte über späte Rache, die auch im hohen Alter nicht nachläßt. Genau so sollten auch die Naziverbrechen niemals in Vergessenheit geraten! Gute Schauspieler, Regie, Drehbuch und Kamera. 4-5 Sterne!


  • Der Fremde • am 23.1.23 um 9:38 Uhr

    @Hanz W.:
    Ja, die TO-Macher sind nicht immer große Rechen-Künstler, was das damalige Alter von nunmehrigen Alt-Nazis betrifft. Auch im Berliner TO Nr. 1139 („Ein paar Worte nach Mitternacht“) wäre das zum Zeitpunkt der Folge (2020) 90-jährige Nazi-Opfer bei Kriegsende 14-15 Jahre alt gewesen … (in Zukunft wird eine solche Konstellation, die in der Gegenwart spielen soll, rechnerisch immer unglaubwürdiger)


  • Thomas • am 23.1.23 um 10:27 Uhr

    Der Tatort war, für einen aus Ludwigshafen, gar nicht schlecht .

    Allerdings ist Frau Odenthal mehr als anstrengend und nervt seit langer Zeit. Völlig unprofessionell, nur irrational und mit ihrer meist verzerrten Miene kann ich sie kaum ertragen. Zum Glück war sie nicht so präsent und es stand ihre Kollegin Stern im Vordergrund, die durchaus sympatisch und schlau dargestellt wird (hübsch ist sie auch noch 😉); leider war auch sie in einem Punkt völlig unprofessionell, indem sie mit dem auch für den Tod durch oberflächliche Leichenschau ggf. mitverantwortlichen Arzt eine ernsthafte Affäre während der laufenden Ermittlungen begann.

    Doch die Handlung war spannend und gut erzählt, die Kameraführung gut mit beeindruckenden Bildern und die Leistungen der „Gast“-Schauspieler sehr gut; etwa Rüdiger Vogler als der zeichnende Heimbewohner.

    Besonders loben möchte ich die aus meiner Sicht sehr schönen Musikeinlagen (das ist natürlich reine Geschmackssache).

    * * * *


  • arte-Versteher • am 23.1.23 um 10:56 Uhr

    Als der Reichsbürger-Powerseller ins Spiel kam, habe ich ausgeschaltet. Mich interessieren keine Filme mit platten Knallchargen statt gut gezeichneter Charaktere. Keine Wertung.


  • Maria • am 23.1.23 um 11:11 Uhr

    ⭐⭐⭐⭐

    War gut.
    War spannend.
    Ein Lob an die Maskenbilder von PHK Odenthal. Die Frisur und dunkel geschminkten Augen machten einen interessanteren Eindruck.

    Besonders berührte mich die Angabe der Lena-Tante, dass alle Zuarbeiter, wie Techniker, Zulieferbetriebe, Wissenschaftler, Beamte in Behörden etc., die den Betrieb der KZ sicherten, ohne Bestrafung in guten Positionen, mit gutem finanziellen Auskommen weiter lebten.

    Ähnliches gesellschaftliches Spannungsfeld gibt es auch heute noch nach 40 Jahren Stasi-Verbrechen.

    Für mich waren die geschichtlichen Details zum KZ interessant. Nach dem Tatort googelte ich die Orte und war erneut erschüttert zu den NAZI Verbrechen !
    Der Mensch im Allgemeinen kann so vergesslich sein.
    Deshalb halte ich es für wichtig, die Perversionen der NAZIS auch heute noch zu thematisieren, daran zu erinnern.

    Mein Wunsch ist, dass eingespielte Songs im Abspann oder bei Wiki benannt werden.
    Unter den Tatort Zuschauern sind viele schon älter und können nicht unbedingt perfekt Englisch.
    Dann kann es hilfreich sein, den Song von Google übersetzen zu lassen. Dafür braucht es den Titel.

    In der gutbürgerlichen Tatort TV Kost sind mir deutschsprachige Songs lieber, die ich gleich verstehen kann.


  • Jonathan • am 23.1.23 um 17:10 Uhr

    Tatsächlich nervt mich dieses NS-Thema auch. Nicht, weil es falsch wäre darüber aufzuklären, sondern weil es (für mich und sicher viele meiner Generation) komplett augelutscht ist.

    Ich habe in meiner gesamten Schulzeit Anfang der 2000er in den höheren Klassen (9 bis 13) nur(!) NS-Zeit plus ein bisschen Ursachen und Nachwirkungen derselben gehabt. Ich weiß leider aus der Schule gar nichts über irgendewas anderes der Welt-Geschichte.

    Ich weiß, dass wir diese Zeit udn diese Politik nicht wiederwollen und ich weiß, dass die Verbrecher bestraft gehören und das man die Menschen darüber aufklären muss, damit es hoffntlich nicht wieder passiert. Aber bitte, bitte, bitte, lasst mich wenigstens im Alltag damit auch mal in Ruhe, wenn ich einfach nur entspannen will…


  • Frank Schacht • am 23.1.23 um 17:48 Uhr

    @ Monika Starke
    Ganz herzlichen Dank, dem ist nichts hinzuzufügen.
    Mindestens fünf Sterne dafür.


  • Matthias • am 23.1.23 um 22:41 Uhr

    Nachdem ich jahrelang keinen LU-Tatort schaute, ob des nur mittelmäßig schauspielernden Duos, versuchte ich es diesmal wegen der Thematik; ich fand zum Glück nun wenigstens eine Kommissarin, der ich sehr gute zukünftige Rollen zutraue. Lisa Bitter spielte – unaufgeregt – m.E. die Folkerts an die Wand.
    Da muss ich mir die vorigen LU-Episoden auch mal ansehen, um das Bild zu bestätigen. Minimalistisch gut schauspielern ist eben noch schwieriger als mit viel Pathos. Dass sie blendend aussieht, kommt noch dazu, ist allerdings kein Talent.


  • tortart • am 24.1.23 um 1:43 Uhr

    Ich habe mal 20 Minuten reingeschaut

    Amateurhafte Schauspieler

    Nein Danke

    So ein Blödsinn

    0 Sterne


  • I.Mirk • am 24.1.23 um 15:43 Uhr

    Dieser Tatort hat viele Elemente, die nicht stimmig sind. Die wurden wohl alle benannt und auch der Rechtexperte des Ersten hat darauf verwiesen. Nur: Wenn man all diese weggelassen hätte, wäre es nicht d e r Tatort geworden. Und das wäre schade gewesen. Eine fiktive Geschichte ist nun mal keine Dokumentation und lebt davon, frei mit der Wirklichkeit umgehen zu können, solange alles stimmig ist. Zugegebenermaßen wollte ich mir den Besuch der Tante nach dem für meine Begriffe völlig missratenen Dortmunder TO nicht antun. Glücklicherweise kam es anders. Die Anspielung zum Besuch der alten Dame ist offensichtlich. Eine Seniorin kommt scheinbar arglos zu Besuch und bringt den Stein ins Rollen. Ab und zu setzt sie Impulse, damit die Handlung in die richtige Richtung geht. Der Bezug zu NS-Verbrechen und -Verbrechern ist in die Handlung integriert und geschieht fast ohne pädagogische Keule. Auch die beiden Ermittlerinnen haben mich überzeugt. Beide sind auf unterschiedliche Weise mit Tatverdächtigen emotional verbunden und daraus entstehen Konflikte. Odenthal ist für ihre Verhältnisse erfreulich wenig impulsiv und nervig. Erfreulich ist, dass das Thema Manipulationen im Pflegbereich benannt wird und dabei bleibt es. Erfreulich auch, dass Odenthal die letzten Worte des Neu-Nazis unkommentiert lässt und das mir überlässt. Ärgerlich, dass bei der Figur des Enkels Möglichkeiten verschenkt wurden. Hier wird mit dem Holzhammer gearbeitet. Statt intellektueller Gefährlichkeit bekommen wir einen primitiv agierenden Neonazi geliefert. Die Tante hat deutlich gemacht, wie sie als Staatsanwältin gegen Windmühlen kämpfte, als es noch möglich gewesen wäre, die Naziverbrecher zur Rechenschaft zu ziehen. Und dann der Satz: Unser Rechtsystem ist das beste, das wir jemals hatten. Das angesichts der Tatsache, dass der Verbrecher rechtlich gesehen unschuldig ist und ein Opfer, während das eigentliche Opfer, das Gerechtigkeit will, der Täter ist. Je größer das Verbrechen ist, desto eher hat der Verbrecher die Chance davonzukommen. Das beste System ist manchmal eben doch nicht gut genug, denn ansonsten könnte sich die braune Brühe nicht wieder ausbreiten. Dass Lisa Bitter die Folkerts an die Wand gespielt hat, wurde schon gesagt. Wenn die Odenthal in Rente geht oder sterben muss, könnte sie eine gute Nachfolgerin werden. Wenn dann noch ein entsprechendes Drehbuch da ist, kann aus der Stern vielleicht sogar eine Starling werden.


  • Momi • am 24.1.23 um 17:24 Uhr

    @Johnatan=NS-Zeit ausgelutscht??? Doch – man MUSS immer noch darüber berichten und Filme machen. Die heutige Generation kennt das nicht. Macht es nicht vergessen um Gottes Willen. Kein Deutschlandhass aber Vorsicht vor den heutigen Nazis und Rechten und Nichwahrhabenwollenden.
    Zum Film: war skeptisch, nachdem ich sah, was da auf den Tisch kam. Es hätte Züricher Geschnetzeltes sein sollen mit Rösti …. Prima Vista war da aber nix, wie auch Tante Lena bestätigte „Es schmeckt nicht gut“. Dafür war der TO selbst ganz einfach wieder mal Spitze und es waren gute 90 Minuten spannende Unterhaltung. Darsteller waren super, Kommissarin Lena fiel etwas ab – was aber nichts macht, da sie sonst immer so aufdringlich dargestellt ist. Gut, dass sie 2. Geige spielen musste. Die anderen haben es umso besser gemacht. Tolle Unterhaltung – Danke an das Team.


  • Wolle • am 24.1.23 um 18:24 Uhr

    Lahm, sehr lahm.


  • Sascha König • am 24.1.23 um 23:28 Uhr

    Wenn man jetzt mal den erzieherischen Bildungsauftrag mit der Nazi-Sache ausblendet war das einer der besten Tatorte der letzten Jahre! Schauspielerisch von Volkerts, Bitter und Werner eine tolle Leistung, tolle Bilder, gute Inszenierung und letztlich einer der Filme, bei dem einem nicht langweilig wurde. Überhaupt hat dieses Jahr super angefangen, nachdem auch Dresden (wieder) ein Volltreffer war. Das tröstet über die Schlappe aus München hinweg, auch wenn sicherlich bald wieder Klamauk aus Münster zu erwarten ist.

    Gruß SASCHA (der Taxi-Fahrer im Film)


  • Nico Haupt • am 25.1.23 um 17:06 Uhr

    Gerade noch okay, weil’s zum Glück dann doch nicht Lena’s Tante war ! cool, mal wieder Dieter Schaad (96 !!) aka „Dr. Manfred Pauli“ aus der „Lindenstrasse“ zu sehen. Auch klasse, die Rolle von einem weiteren Schauspielerveteran Rüdiger Vogler (80, Peter Hanske’s „Publikumsbeschumfung“, 1966, „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“, 1972, v. Trottas „Die bleierne Zeit“, TOP-Film über die Ensslin-(„RAF“)-Schwestern, als „Wolfgang“, „TATORT: Bienzle und der Biedermann“, 1992,
    „Derrick – Mord im Treppenhaus“, „Rosa Roth“, mit Iris Berben etc., „Rosa Roth“, „Die Männer vom K3“, Stuttgart-„TATORT :Stau“, 2017 und „Martha Liebermann – Ein gestohlenes Leben“, 2022 etc. Aber warum hatte Johanna eine Affäre mit Billostippel Dr. Hakan „Todesflecken“ Özcan, der sie immer nur auf eine Pizza („…und Bier…“) einladen wollte ?


Schreiben Sie Ihre Meinung.

Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

Tatort Sendezeiten

Ihr findet uns unter
Neue Tatortfolgen
Weitere Folgen
Kommissarübersicht
Stadt Archiv