Tatort Folge 1225: Unten im Tal



So 12.02. 20:20 Uhr ARD

So 12.02. 21:45 Uhr ONE

Mo 13.02. 03:25 Uhr ONE

Di 14.02. 00:30 Uhr ARD

Erscheinungsjahr: 2023
Kommissar: Berg und Tobler
Ort: Tatort Schwarzwald


Kleines Jubiläum im Südwesten: Zum zehnten Mal ermitteln Hauptkommissarin Franziska Tobler (Eva Löbau) und ihr Kollege Friedemann Berg (Hans-Jochen Wagner) als Tatort-Team der Kripo Freiburg vor idyllischer Schwarzwald-Kulisse. Und diese wird zur Feier des Tages besonders in Szene gesetzt, denn der neueste Fall „Unten im Tal“ wurde vom 09.11. bis zum 04.12.2021 fast ausschließlich im Schwarzwalddorf Menzenschwand gedreht. Und darum geht’s: Ein „Cold Case“ holt die Ermittler nach fast anderthalb Jahrzehnten wieder ein. 2009 verschwand die Teenagerin Rosa Winterfeld aus dem Dorf, nun wurde ihre Leiche gefunden – alte Wunden reißen wieder auf, neue kommen hinzu.

Die vom Südwestrundfunk produzierte Tatort-Episode feiert TV-Premiere am Sonntag, den 12.02.2023 im Ersten, beginnt wegen einer verlängerten Tagesschau zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin allerdings fünf Minuten später, also um 20:20 Uhr.

Inhalt der Tatort-Folge „Unten im Tal“

Ausgerechnet zu einem feierlichen Anlass holt Familie Winterfeld die traurige Vergangenheit wieder ein: Gerade als Antonia Winterfeld, von allen nur Toni genannt, in der Dorfkirche den Konfirmationssegen empfängt, wird ganz in der Nähe die Leiche ihrer Mutter Rosa gefunden. Diese verschwand im Jahr 2009 auf unerklärliche Weise im Alter von gerade mal 14 Jahren – kurz zuvor hatte sie ihre Tochter Toni zur Welt gebracht. Die Kommissare Tobler und Berg führten auch damals die Ermittlungen, konnten den Fall aber nie aufklären. Dass sie immer in Ungewissheit über das Schicksal ihrer Tochter Rosa leben mussten, hat Meike und Josef Winterfeld stets sehr belastet. Doch der Fund von Rosas Leiche löst im Dorf keine Erleichterung aus – ganz im Gegenteil. Als Tobler und Berg die Spurensuche „unten im Tal“ im gleichnamigen TV-Krimi nach anderthalb Jahrzehnten wieder aufnehmen, schlägt ihnen Skepsis und Misstrauen entgegen. Für die meisten Dorfbewohner scheint der Schuldige ohnehin längst festzustehen: Werner Tröndle, mehrfach vorbestraft, unter anderem, weil er seine Ex-Freundin schwer verletzt haben soll. Tröndle war damals gerade aus der Haft entlassen worden, als Rosa verschwand. Klar, dass der Verdacht sofort auf ihn, den Ex-Knacki, fiel. Doch die Ermittler konnten Tröndle nichts nachweisen. Noch immer lebt Tröndle in dem beschaulichen Schwarzwalddorf. Sein einziger enger Kontakt besteht ausgerechnet zu Josef Winterfeld, seinem Cousin – dem Vater von Rosa.

Tobler und Berg konzentrieren sich bei ihren Ermittlungen im SWR-Tatort „Unten im Tal“ aber zunächst auf die beiden Personen, die Rosa Winterfeld besonders nahestanden: auf ihren damaligen Freund Axel Leibing und ihre beste Freundin Elif Topcu. Beide sind nicht gerade begeistert über die neuerliche Befragung; vor allem Elif, die mittlerweile als Ärztin in Berlin lebt, will das alles so schnell wie möglich hinter sich bringen. Doch die Kommissare erhoffen sich neue Erkenntnisse, schließlich hat Rosa den letzten Abend vor ihrem Verschwinden gemeinsam mit Elif und Axel im Dorfgasthof verbracht. Rosa wollte unbedingt nach Berlin, zu ihrer Tochter Antonia. Meike und Josef Winterfeld hielten es damals für besser, wenn die Kleine bei ihrer Tante in der Hauptstadt aufwächst, weit weg vom Schwarzwald. Rosa war an dem Abend sehr aufgeregt, es kam zum Streit mit Axel und Elif, dann ist sie einfach weggerannt – niemand hat sie je wiedergesehen.
Axel macht sich bis heute große Vorwürfe, dass er Rosa nicht gefolgt ist, nicht versucht hat, sie aufzuhalten. Vielleicht möchte er auch deshalb mehr Zeit mit seiner Tochter Toni verbringen, die Rosa wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Doch die Winterfelds, bei denen Toni mittlerweile wieder lebt, blocken ab. Es scheint, als wollten sie die totale Kontrolle über die Erziehung ihrer Enkelin behalten. Die aber interessiert sich immer mehr für ihre Herkunft, gerade jetzt, da der Tod ihrer Mutter endgültig feststeht.

Und auch Elif kann offenbar nicht so leicht mit der Vergangenheit abschließen, wie sie gerne würde. Nach ihrem Gespräch mit den Kommissaren stattet sie den Winterfelds noch einen kurzen Besuch ab und bringt Toni ein Geschenk mit: alte Fotos und Erinnerungen ihrer Mutter Rosa. Toni reagiert gerührt, doch die Großeltern sind skeptisch: Schon früher war Elif kein gern gesehener Gast im Hause Winterfeld, vor allem wegen ihres Alkohol- und Drogenkonsums. Kein guter Umgang für Rosa. So macht sich Elif auch diesmal schnell wieder auf den Weg zurück zur Bushaltestelle – doch dort wird sie nie ankommen. Unweit vom Gasthof wird am nächsten Morgen ihre Leiche gefunden. Und damit gewinnt der „Cold Case“, den die beiden Schwarzwald-Cops eigentlich mangels neuer Erkenntnisse schon wieder zu den Akten legen wollten, eine neue und brisante Aktualität. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Elifs und Rosas Tod? Das ist jetzt die entscheidende Frage. Nun gerät auch Werner Tröndle erneut unter Verdacht im Tatort „Unten im Tal“: Am Tatabend wurde er beim Gasthof gesehen, ganz in der Nähe des Leichenfundorts also. Ist der Mehrfachtäter doch in den Fall verstrickt? Was die Kommissare aber noch mehr erstaunt: In Elifs Handtasche finden sie das Portemonnaie von Axel Leibing. Wie ist sie an seine persönlichen Unterlagen gelangt? Und was wollte sie damit anfangen?

Um den alten Fall endgültig zu lösen, müssen die Kommissare nochmal tief in die Vergangenheit eintauchen. Dabei fördern sie so manche unangenehme Überraschung zutage, und Familie Winterfeld muss erkennen, dass mit dem Fund von Rosas Leiche zwar Gewissheit herrscht, aber keine Ruhe – und dass die ganze Wahrheit erst noch ans Licht will und muss.

Tatort-Kritik

Die Redaktion von Tatort-Fans meint:
Na klar, Spannungsfeuerwerke und wilde Verfolgungsjagden darf man vom Team Berg/Tobler nicht erwarten. Und so ist auch „Unten im Tal“ ein ruhig, aber intensiv inszenierter Landkrimi, der dem Label „Schwarzwald-Tatort“ vollauf gerecht wird. Die beklemmende Atmosphäre des Misstrauens, die im Dorf herrscht, wird glaubwürdig vermittelt; die manchmal schroff und rau, manchmal mystisch wirkende Natur tut ihr Übriges. Zwar wird die Geschichte niemanden vom Hocker hauen, aber für einen Tatort im guten Durchschnitt reicht’s.

Tatort-Besetzung

Hauptkommissarin Franziska Tobler – Eva Löbau
Hauptkommissar Friedemann „Frieda“ Berg – Hans-Jochen Wagner
Meike Winterfeld – Inka Friedrich
Josef Winterfeld – Cornelius Obonya
Antonia Winterfeld/Rosa Winterfeld – Carlotta Bähre
Axel Leibing – Tonio Schneider
Franz Leibing – Rainer Furch
Werner Tröndle – Aurel Manthei
Elif Topcu – Canan Samadi
u. v. a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Nicole Armbruster
Regie – Julia Langhof
Kamera – Andreas Schäfauer
Ton – Peter Tielker
Schnitt – Saskia Metten
Casting – Mai Seck, Uwe Bünker
Kostümbild – Ramona Petersen
Maske – Melanie Glawon
Szenenbild – Juliane Friedrich
Ausführende Produzenten – Timo Held, Franziska Specht
Produktionsleitung – Maike Bodanowski
Redaktion – Katharina Dufner

Bilder-Galerie zum Krimi aus Schwarzwald


1 Meinung zum Tatort Folge 1225: Unten im Tal

  • Der Fremde • am 26.1.23 um 17:43 Uhr

    Spitzfindige könnten sagen, dass dies nicht der 10. gemeinsame Fall des Teams Berg/Tobler ist. Im 3. Fall „Damian“ – glz. einer der besten aus dem Schwarzwald – wurde Berg durch den Kollegen Weber (Carlo Ljubek) vertreten.

    Der oben skizzierte Plot bzw. das Mitwirken von Cornelius Obonya und Aurel Manthei lassen mich jedenfalls einen guten Jubiläums-TO erhoffen.


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