Tatort Folge 1264: Dein Verlust



So 10.03. 20:15 Uhr ARD

So 10.03. 21:45 Uhr ONE

Erscheinungsjahr: 2024
Kommissar: Eisner und Fellner
Ort: Tatort Wien


Kurz und knapp – darum geht’s

Moritz Eisner unter Mordverdacht! Gerade noch hat der Wiener Oberstleutnant seinen 60. Geburtstag mit einer rauschenden Party gefeiert, doch am Morgen danach wacht er übel verkatert und mit einem totalen Filmriss auf. Als dann die Leiche eines prominenten Clubbetreibers gefunden wird, deuten viele Spuren auf Eisner als Täter hin. Was ist in jener Nacht passiert? Kann Majorin Bibi Fellner die Unschuld ihres Freundes und Kollegen beweisen? Die Antworten gibt’s im Tatort Wien „Dein Verlust“ am Sonntag, den 10.03.2024 um 20:15 Uhr im Ersten.

Inhalt der Tatort-Folge „Dein Verlust“

Bibi Fellner hat ein komisches Gefühl. Die Majorin der Kripo Wien ist auf dem Weg zu einem Tatort, und ihr sonst stets zuverlässiger Kollege Moritz Eisner ist nicht erreichbar. Okay, zugegeben, auf der gestrigen Feier zu seinem 60. Geburtstag haben die beiden ganz schön über die Stränge geschlagen, und zum Schluss ist Moritz vor Erschöpfung in ihren Armen eingeschlafen. Aber hey, so schlimm war’s nun auch wieder nicht – kein Grund, am nächsten Tag komplett abzutauchen. Vor allem dann nicht, wenn die Leiche von Otto Hübner gefunden wird. Der Clubbesitzer ist eine feste Größe in der Partyszene der Donaumetropole, seine Disco „Miramar“ läuft prächtig und ist eine angesagte Location für Nachtschwärmer. Nun liegt der Geschäftsmann erschossen in seinem Büro. Hübner eilte ein schillernder Ruf voraus: Der gelernte Jurist hat mehrere Straftaten auf dem Buckel und deswegen seine Anwaltslizenz verloren, hat sich dann aber schnell einen Namen als „Paradiesvogel“ des Wiener Nachtlebens gemacht – ein Lebemann, wie er im Buche steht.

Als Eisner mit deutlicher Verspätung am Ort des Verbrechens eintrifft, wirkt er merkwürdig abwesend, nicht richtig bei der Sache. Kurzerhand übernimmt Bibi Fellner die Regie bei den Ermittlungen im ORF-Tatort „Dein Verlust“. Und die führen zunächst zu Georgios Sideris. Silvia Wei-Hübner, die Witwe des Mordopfers, beschuldigt den Geschäftsführer des „Miramar“, für den Tod ihres Gatten verantwortlich zu sein. Erst vor kurzem hatte es einen heftigen Streit zwischen Otto Hübner und Sideris gegeben, denn dieser soll angeblich Abrechnungen gefälscht und Einnahmen veruntreut haben. Grund genug für die beiden Ermittler, dem Mitarbeiter von Hübner einen Besuch abzustatten. Doch was als harmlose Befragung geplant war, eskaliert unversehens zu einem Spiel um Leben und Tod: Als Sideris Eisner erblickt, zückt er eine Pistole und schießt ohne Vorwarnung auf den Kommissar. Zum Glück ist er kein guter Schütze, Moritz bekommt nur einen Streifschuss an der Schulter ab. Schmerzhaft, aber nicht lebensgefährlich. Doch warum hat er das getan? Es wirkte, als hätte Sideris panische Angst vor Eisner; bei seiner Festnahme sagt er, er hätte ihn für den „Falkner“ gehalten. Wer soll das sein? Ein Auftragskiller? Sideris behauptet jedenfalls, Moritz Eisner in der Tatnacht im „Miramar“ gesehen zu haben. Er hätte sich nach Otto Hübner erkundigt, kurz vor dessen Tod.

Zwar gibt Sideris zu, Gelder aus dem Club für Drogengeschäfte abgezweigt zu haben, doch den Mord an Hübner im TV-Krimi „Dein Verlust“ streitet er vehement ab. Nach seiner Vernehmung ist Eisner noch verwirrter als vorher. Was der Clubmanager ausgesagt hat, kann er nicht glauben: Er soll in der Tatnacht im „Miramar“ gewesen sein? Unmöglich, er hat doch seinen Rausch ausgeschlafen und ist erst spätvormittags wieder aufgewacht – und zwar total verkatert und mit heftigen Kopfschmerzen. Die plagen den Wiener Kriminalisten immer noch, und nun auch noch die Schmerzen im Arm nach dem Streifschuss. Am Schlimmsten aber ist für Eisner, dass er sich an nichts erinnern kann. Wenn er ehrlich ist, kann er nicht mit Sicherheit sagen, was nach seiner Geburtstagsparty tatsächlich passiert ist. Seine Tochter Claudia und ihr Freund Lukas wollten noch ins „Miramar“ weiterziehen – hat er sie von dort abgeholt? Aber warum hätte er dann mit Hübner sprechen sollen?

Fragen über Fragen, die nicht mehr als bloße Zufälle abgetan werden können, als es endlich eine heiße Spur im Tatort „Dein Verlust“ gibt: Am Fundort der Leiche wurde DNA gefunden – und zwar die von Moritz Eisner. Auf zahlreichen Gläsern finden sich seine Fingerabdrücke. Kripochef Ernst Rauter ist alarmiert. Am liebsten würde er die Ermittlungen einfach einstellen, damit sein bester Mann Eisner aus der Schusslinie kommt: eine Nachlässigkeit bei der Tatortbegehung, Handschuhe vergessen – so what!? Doch Eisners Berufsethos ist unerschütterlich: Er will weiterermitteln, bis der Fall Hübner aufgeklärt ist – egal, mit welchem Ergebnis. Natürlich hält Bibi Fellner wie immer fest zu ihrem treuen Gefährten, doch es gibt weitere Hinweise, die Eisner belasten: In seiner Mülltonne wird die Tatwaffe gefunden, und auf einer Videokamera vom Hinterausgang des Clubs ist zu sehen, wie ein Mann, der Moritz Eisner ziemlich ähnlich sieht, in der Nacht des Verbrechens das „Miramar“ verlässt.

Selbst Bibi hat allmählich Zweifel, ob sie Moritz tatsächlich noch vertrauen kann. Als die internen Ermittler Eisner suspendieren und wegen der erdrückenden Indizien festnehmen, wird der Majorin klar, dass sie um ihren besten und einzigen Freund kämpfen muss. Für sie steht fest, dass jemand Moritz Eisner einen Mord anhängen will. Und um zu beweisen, dass er unschuldig ist, muss sie tief in ihre eigene Vergangenheit eintauchen …

25 Jahre Moritz Eisner im Tatort Wien

Mit der Folge „Dein Verlust“ feiert Harald Krassnitzer sein 25-jähriges Dienstjubiläum als Oberstleutnant Moritz Eisner im Tatort Wien. Sein erster Fall, die Tatort-Folge 404 „Nie wieder Oper“, wurde im Jahr 1999 ausgestrahlt. Seit 2011 geht der sympathische Kriminalist gemeinsam mit Majorin Bibi Fellner, gespielt von Adele Neuhauser, auf Verbrecherjagd und hat mit ihr bisher 33 Fälle gelöst. Der neueste Einsatz der beiden Fahnder wird am Sonntag, den 10.03.2024 erstmals im TV gezeigt, natürlich um 20:15 Uhr im ARD-Fernsehen.

Videos zur Tatortproduktion

ORF Trailer



Tatort-Kritik

Die Redaktion von Tatort-Fans meint:
Zum Jubiläum schickt der ORF seinen allseits beliebten Chefermittler auf einen wahren Horrortrip, der es in sich hat. Dass der grundanständige und gewissenhafte Eisner mit seinem stets zuverlässig ausgerichteten moralischen Kompass tatsächlich einen Mord begangen haben könnte, nimmt man dem Drehbuch nicht wirklich ab. Und so bezieht der Film seine Spannung vor allem daraus, dass man als Zuschauer mitfiebert bei Bibis Versuchen, Eisners Unschuld zu beweisen. Hier werden dramaturgisch geschickt einige falsche Fährten gelegt, und die Auflösung kommt zwar ziemlich überraschend, fügt sich aber dennoch logisch in die Gesamthandlung ein. Wie gewohnt servieren uns die Wiener solide und unterhaltsame Krimikost am Sonntagabend, diesmal gewürzt mit vielen Emotionen.

Besetzung

Moritz Eisner, Oberstleutnant – Harald Krassnitzer
Bibi Fellner, Majorin – Adele Neuhauser
Ernst Rauter, Oberst – Hubert Kramar
Meret Schande, Kriminalassistentin – Christina Scherrer
Irene Stadler – Nicole Beutler
Claudia Eisner – Tanja Raunig
Lukas – Julius Feldmeier
Silvia Wei-Hübner – Daniela Kong
Christopher Hassen – Jonathan Bella Luto
Georgios Sideris – Eidin Seyed Jalali
Carl Dräger – Norman Hacker
u. v. a.

Stab

Drehbuch – Thomas Christian Eichtinger, Samuel R. Schultschik
Regie – Katharina Mückstein
Kamera – Michael Schindegger
Musik – Karwan Marouf
Schnitt – Cordula Werner
Licht – Christian Angermayr
Ton – Theda Schifferdecker
Szenenbild – Conrad Moritz Reinhardt
Kostümbild – Caterina Czepek
Maske – Monika Puymann, Birgit Hirscher
Casting – Nicole Schmied
Herstellungsleitung – Alfred Strobl
Produktionsleitung – Anna Keber
Produzenten – Jakob Pochlatko, Dieter Pochlatko
Redaktion – Bernhard Natschläger, Kerstin Bertsch


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