Tatort Folge 669: Tödliche Habgier



Heute 22:00 Uhr ARD

Erscheinungsjahr: 2007
Kommissar: Eisner
Ort: Tatort Wien


  1 Meinung
Tatort Folge 669: Tödliche Habgier 5 1

Sonderermittler Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) wird aus Wien gerufen, um gemeinsam mit dem Innsbrucker Kriminalbeamten Pfurtscheller (Alexander Mitterer) einen mysteriösen Fall zu lösen:

Zwei Sporttauchen finden bei einem Tauchgang im Tiroler Achensee eine männliche Leiche. Der Körper des Mannes wurde mit Ketten und einem Schirmständer beschwert versenkt. Die Obduktion der Leiche ergibt, dass der Tote schon seit rund 15 Jahren auf dem Grund des Sees lag. Der Mann wurde mit einem Schrotgewehr erschossen. Überraschend stellt sich außerdem heraus, dass der Ermordete aus der ehemaligen DDR stammte – warum hielt sich das Opfer in Tirol auf?

Tatort – Tödliche Habgier Vorschauvideo

 
Kommissar Eisner stellt bei seinen Ermittlungen im Fall „Tödliche Habgier“ schnell fest, dass der Leichenfund und die intensiven Nachforschungen der Polizei bei einigen Tirolern für Nervosität sorgen; besonders bei drei Freunden, die in den Jahren nach dem rätselhaften Verschwinden des unbekannten Toten einen plötzlichen, sehr erstaunlichen finanziellen Aufschwung erlebten. Es handelt sich um den Bürgermeister und Hotelier Paul Kofler, den Direktor der örtlichen Bank Ludwig Holzer und den Autohändler Max Unterberger. Moritz Eisner findet heraus, dass die Tochter des Bürgermeisters, Sonja Kofler, vor 15 Jahren den DDR-Wissenschaftler Heinz Borovski als vermisst gemeldet hatte. Zu dieser Zeit gastierte der allerdings im Gasthof Kofler, und zwar unter anderem Namen!
Was hat es mit diesen Umständen auf sich?

Die Schlüsselfigur im Tatort-Fall „Tödliche Habgier“ scheint Sonja zu sein. Der Wiener Ermittler Eisner vernimmt die Frau. Sie erzählt, dass ihr leiblicher Vater kurz vor der politischen Wende 1989 in der DDR nach Tirol geflohen war, um dort eine Immobilie zu kaufen. Die damals 17-Jährige war an diesen Ort gekommen, um ihren Vater zu suchen, der ihr als letztes Lebenszeichen eine Postkarte vom Achensee geschickt hatte. Sonja fand ihren Vater zwar nicht, blieb aber in Tirol, fand Arbeit im Gasthof der Familie Kofler und wurde einige Zeit später von den Besitzern adoptiert.

Moritz Eisner stellt sich die Frage, woher Heinz Borovski das Kapital hatte, mit dem er sich ein Haus kaufen wollte. War es unterschlagenes Stasi-Geld? Musste er deshalb sterben?

Sonja Kofler, die bislang nicht wusste, dass ihr Adoptivvater Paul ihren richtigen Vater gekannt hatte, will den oder die Mörder nun unbedingt überführen. Fortan unterstützt sie Kommissar Eisner bei seinen Ermittlungen. Der Sonderermittler aus Wien ist jedoch skeptisch: ist Sonja eine Frau, die ihre Trauer oder ihre Rache stillen will? Als eine DNA-Analyse ergibt, dass keine genetische Verwandtschaft zwischen dem Toten und Sonja Kofler vorliegt, steht Eisner vor einem Rätsel. Da wird plötzlich eine zweite Leiche im See entdeckt …

 
Der ORF-Tatort „Tödliche Habgier“ wurde im Frühjahr 2006 rund um den Achensee, in Innsbruck und Kufstein gedreht. Die Erstausstrahlung lief am 24. Juni 2007 im Ersten.

Besetzung
Moritz Eisner – Harald Krassnitzer
Inspektor Franz Pfurtscheller – Alexander Mitterer
Sonja Kofler – Laura Tonke
Paul Kofler – Branko Samarovski
Max Unterberger – Wolfram Berger
Dr. Verena Schreyvogel – Brigitte Jaufenthaler
Ludwig Holzer – Gottfried Breitfuß
Karin Holzer – Claudia Messner
u.a.

Stab
Drehbuch – Felix Mitterer
Regie – Wolfgang Murnberger
Kamera – Peter von Haller


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3 Meinungen zum Tatort Folge 669: Tödliche Habgier

  • peter schur • am 25.2.09 um 16:59 Uhr

    kein kommentar!

    nur eine frage:
    kann man den tatort „tödliche habgier“ käuflich erwerben. ich bin etwas unbewandert im internet.
    vielen dank für ihre hilfe.
    mfg
    peter a. schur
    stuttgart
    telefon 0711 5301190


  • Dirk • am 29.6.16 um 21:35 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 669 mit dem Wiener Sicherheitsexperten Eisner. Der ermittelt am Achensee, tief und kalt liegt der in Jenbach, und der Pfurtscheller hilft ihm dabei. Gefunden wurde eine Jahrzehnte alte Leiche aus der ehemaligen DDR, damals, so stellt der Eisner fest, auf der Flucht vor der STASI, hatte die (Leiche) doch eine Menge Parteigelder mitgenommen. Kurze Zeit später findet man auch den im Ausland agierenden STASI-Agenten, welcher das Geld wieder beschaffen sollte, ebenfalls still und tief im See ruhend. Nur die Parteigelder, die findet Eisner nicht und kombiniert sachlich richtig. Ein inhaltlich guter und atmosphärisch dichter Tatort-Spielfilm, mit einem gewissen Reiz zur Spannung. Die Morde geschahen aus Habgier und der Passus – Fremde oder Freunde – kam hier gar nicht erst zur Geltung. Da alle Beteiligten mittlerweile auch gealtert und gereifter erschienen, war an außergewöhnlicher Action in diesem Tatort aus dem Jahr 2007 nicht zu rechnen und auch die Opfer gehörten nicht gerade zur Gattung Waisenknaben. Aber – sehenswert. Diesen Streifen sollte man nicht aus den Augen verlieren.


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