Tatort Folge 1111: Querschläger



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Tatort Folge 1111: Querschläger 3 29

Bei einer Routinekontrolle auf einem LKW-Rastplatz geraten die Hamburger Tatort-Ermittler Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) und Julia Grosz (Franziska Weisz) unvermittelt in die Schusslinie: Ein Heckenschütze hat es anscheinend auf einen Fernfahrer abgesehen, durch einen unglückseligen Querschläger kommt ein anderer Trucker bei dem Anschlag ums Leben.

Der NDR-Tatort „Querschläger“, Schnapszahlepisode Nummer 1111, wird am Sonntagabend, den 1. Advent und zugleich 1. Dezember 2019, um 20.15 Uhr im Ersten Programm erstmals ausgestrahlt. Seine Premiere vor Publikum feierte der Krimi bereits am 15. Juni 2019 im Rahmen des 30. Internationalen Filmfestes Emden-Norderney.

Inhalt der Tatort-Folge „Querschläger“

„Zinkschrauben.“ – „Ja, jede Menge Zinkschrauben, ne?“ Hauptkommissar Thorsten Falke untersucht die Ladung eines Lastwagens. Reine Routine. Der Bundespolizist und seine Ermittlungspartnerin Julia Grosz befinden sich auf einem Autohof kurz vor Hamburg, gemeinsam mit mehreren Kollegen von der Autobahnpolizei. Oberkommissarin Grosz kontrolliert gerade die Räder des Anhängers, als sie ein metallisches Geräusch stutzig macht. Ungläubig starrt die Beamtin auf das Einschlagloch in der LKW-Verkleidung. Sekunden später fällt im Tatort ein zweiter Schuss, und Julia Grosz begreift. „In Deckung, Schüsse!“, brüllt sie quer über den Platz und springt geistesgegenwärtig hinter den Wagen, hin zu Falke und dem Brummifahrer. Für ein Opfer kommt jedoch bereits jede Warnung zu spät, denn die zweite Kugel ist von einer Felge geradewegs in die Brust eines wartenden Fernfahrers geprallt. Der 34-jährige Trucker stirbt noch am Tatort.

Julia Grosz will es wissen. Sie sprintet los, schießt in Richtung Hügel, auf dem sie die Reflexion des Zielfernrohrs wahrnahm. Falke ist entsetzt, schreit ihr noch hinterher, kann sie aber von ihrem Alleingang nicht abhalten. Die Kommissarin erreicht im Fall „Querschläger“ die Position, von der aus der Scharfschütze seine Schüsse abgab. Die frischen Fußspuren zeigen zum angrenzenden Waldstück: Weiter geht die Jagd! Der schwarz vermummte Täter kann jedoch fliehen, und Falke holt seine Partnerin endlich ein. Wütend feuert der auf Grosz ein, wie unsinnig und gefährlich solche Impulshandlungen sind.

Indessen hat der Zollfahnder Steffen Thewes sein Jagdgewehr auseinandergebaut, die schwarze Kleidung und die Sturmmaske gegen ein Bürodress eingetauscht. Er sitzt in seinem alten Auto und dreht das Radio an. In einer Nachrichtenmeldung erfährt er vom Tod des LKW-Fahrers. Thewes‘ Gedanken überschlagen sich. Er entscheidet, nach Hause zu fahren, zu seiner todkranken Tochter Sara: Das früher lebenslustige Mädchen leidet heute an einer Hals-Wirbelsäulen-Instabilität, ist an das Bett und den Rollstuhl gefesselt.

Die kleine, in englischer Sprache beschriftete Medikamentenschachtel, die die Spurensicherung im Umfeld des Rastplatzes findet, ist eine erste heiße Spur auf den Heckenschützen. Die Tabletten gehören vermutlich dem Täter, denn die Verpackung ist noch neu und vollkommen unbeschädigt. Am Ort des Geschehens vernehmen die Bundespolizisten Falke und Grosz den Fahrer, dessen Lastwagen ausschließlich attackiert wurde. Es ist Efe Aksoy, der ihnen im aufgestellten Zelt gegenübersitzt. Seinem älteren Bruder Cem, genannt „Jimmy“, Aksoy gehört die Spedition.

Zusammen mit Efe fahren die Kriminalbeamten zur Firma Aksoy. Doch auch der Inhaber kann sich keinen Reim auf die Anschläge im NDR-Tatort „Querschläger“ machen. Natürlich gäbe es Konkurrenten auf dem Markt, aber wer würde soweit gehen, mit einem Präzisionsgewehr auf Aksoys Angestellte zu schießen? Was der Speditionschef verschweigt: Soeben hat ihn eine E-Mail erreicht. Darin wird er um 300.000 Euro erpresst, die Polizei darf hierüber nicht informiert werden.

Thorsten Falke bleibt im Gespräch mit den beiden Brüdern hartnäckig. Irgendjemand müsse ihnen doch als potentieller Täter einfallen. Efe wirft einen unsicheren Blick zu Cem und nennt dann kleinlaut den Namen „Rolle“. Roland Rober ist Jimmy Aksoys Schwiegervater, Inhaber der Speditionsfirma RoberTrans und sauer, dass Jimmy ihm die Kunden wegschnappt. Dass das Unternehmen von Aksoy ausschließlich mit sauberen Methoden arbeitet, daran zweifeln die erfahrenen Bundesbeamten allerdings. Sie stoßen im Fall „Querschläger“ bei ihren Recherchen tatsächlich auf eine Akte, die vom Zoll angelegt wurde. Die Untersuchungen gegen die Spedition Aksoy wegen des Verdachts auf illegale Abfalltransporte leitete – Steffen Thewes. Der Beamte begrüßt die Kollegen von der Bundespolizei argwöhnisch, ist aber bereit, ihnen (zumindest die nötigsten) Auskünfte über seine damaligen Ergebnisse zu erteilen. Der Firma konnten keine kriminellen Machenschaften nachgewiesen werden, einzig deren Buchhaltung sei laut Thewes leicht „durcheinander“ gekommen. Sackgasse.

Während sich Falke und Grosz mit der Autobahnpolizistin Tine Geissler kurzschließen, die bereits den Waffenschein- und Schusswaffenbesitz des Verdächtigten Rober ermittelt hat, macht sich der Zollfahnder Thewes zunehmend Sorgen. Die Zeit läuft ab. Seine 15-jährige Tochter wird das Ende des Jahres nicht mehr erleben, wenn nicht bald ein Wunder geschieht. Und dieses Wunder kann nur in Form einer komplizierten Operation in den USA stattfinden; das nötige Geld hierfür versucht die Familie seit Monaten über einen Spendenaufruf zusammenzukriegen. Doch die bislang erreichte Summe ist weit von den 300.000 Euro entfernt, die die Lebensrettung kostet.

Maria Thewes, Steffens Frau, weiß nichts von den Methoden ihres Mannes. Sie weiß weder etwas von der Erpressung Aksoys, noch von den abgegebenen – wenn auch ungewollt – tödlichen Schüssen auf einen LKW-Fahrer. Die geschwächte, von Schmerzen geplagte Sara klammert sich an ihren Vater, der sie tröstet und ihr gut zuredet. Er würde alles für seine Tochter tun. Umso dramatischer ist jetzt der Umstand, dass er das in Deutschland nicht zugelassene und erhältliche Schmerzmittel auf seiner Flucht vom Tatort verloren hat – und dazu rückt der OP-Termin im Ausland immer näher.

Steffen Thewes bleibt keine Wahl im Tatort „Querschläger“. Der verzweifelte Familienvater forciert die Übergabe der erpressten Summe, findet aber anstatt der Geldbündel nur Zeitungsschnipsel in der Tasche vor. Der Mörder sieht Rot …


Der norddeutsche Tatort „Querschläger“, es ist Falkes und Groszs sechster gemeinsamer Einsatz, ist der erste aus der Feder des Drehbuchautoren Oke Stielow. Auch Regisseur Stephan Rick liefert mit seiner Mitarbeit am Tatort eine Premiere ab. Die Filmarbeiten dauerten vom 12. September bis zum 12. Oktober 2018; als Kulissen dienten neben Hamburg Bispingen und Neu Wulmstorf.

Die Redaktion von Tatort-fans meint …

Sabine (39 J. | Kinoliebhaberin)

Wie weit geht ein Vater, um seiner geliebten Tochter die schweineteure, aber lebensrettende OP zu ermöglichen? Milan Peschel spielt den verzweifelten Zollfahnder brillant und haucht diesem Hamburger Tatort überhaupt erst Atem ein. Falke und Grosz tappen lange Zeit im Dunkeln, Möhring und Weisz bleiben hinter Peschel auf der Strecke. Die kleinen privaten Nuancen (Falkes Sohn, Grosz‘ Flirt) sind allerdings nett und runden diesen durchschnittlich inszenierten Krimi ab. Ein solides Team in einem soliden Fall – nicht mehr.

Gerald (40 J. | IT-Nerd)

Mir hat dieser Tatort aus Hamburg sehr gut gefallen und ich würde ihn glaube ich noch mal gucken wollen. Immer besser gefällt mir das Team mit Julia Grosz und Thorsten Falke, der auch endlich seine Katze und den Sohn mal wieder in den Arm nehmen darf. Dem unter Druck gesetzten Täter habe ich seine Lage abgekauft, denn tatsächlich übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen solche Behandlungskosten nicht. Ob man deshalb gleich durchdreht, na ja. Aber für den Krimi ist es mir recht. Fünf Sterne!

Tatort-Besetzung

Hauptkommissar Thorsten Falke – Wotan Wilke Möhring
Oberkommissarin Julia Grosz – Franziska Weisz
Autobahnpolizistin Tine Geissler – Marie Rosa Tietjen
Zollfahnder Steffen Thewes – Milan Peschel
seine Ehefrau Marie Thewes – Oana Solomon
die kranke Tochter Sara Thewes – Charlotte Lorenzen
Speditionsinhaber Cem „Jimmy“ Aksoy – Eray von Egilmez
Jimmys Bruder Efe Aksoy – Deniz Arora
seine Ehefrau Kathy Aksoy – Esther Roling
Tochter Leila Aksoy – Giolina Ardente
Sohn Kian Aksoy – Massimo Ardente
Speditionsinhaber Roland „Rolle“ Rober – Rudolf Danielewicz
Zollamtschef – Herbert Trattnigg
Falkes Sohn Torben – Levin Liam
Tanja – Julia Liebetrau
Falco – Peter Marton
Finne – Stefan Roschy
u.a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Oke Stielow
Regie – Stephan Rick
Kamera – Felix Kramer
Szenenbild – Tim Tamke
Schnitt – Florian Drechsler
Kostümbild – Rike Russig
Musik – Stefan Schulzki

Trailer zur Tatort-Produktion



Bilder-Galerie zum Krimi aus Hamburg


38 Meinungen zum Tatort Folge 1111: Querschläger

  • Tom Greiner-Fuchs • am 1.12.19 um 20:57 Uhr

    Schon wieder eine lesbische Kommissarin. Langsam reichts


  • Faulpelz • am 1.12.19 um 21:45 Uhr

    Schwach bis zum Schluß


  • Ute • am 1.12.19 um 21:45 Uhr

    SUPER!


  • Friedhelm Kohl • am 1.12.19 um 21:47 Uhr

    Hallo. Die Polizei fahndet nicht nach dem Täter und lässt ihn machen. Warum legen die immer ihre Waffen ab. Im wirklichen Leben ist man dann verloren. Was ist eigentlich mit dem im Hof gefundenen Smartphone passiert. Inhaltlich schwächer Tatort. Gut gespielt.


  • Supi Dupi • am 1.12.19 um 21:48 Uhr

    Sehr super – hoch spannend, hoch emotional ohne Sentimentalität oder Kitsch.


  • Gerhard • am 1.12.19 um 21:48 Uhr

    Schwach bis zum Schluß


  • Henning • am 1.12.19 um 21:49 Uhr

    Bis auf die Schlussszene einfach nur deprimierend. Aber letztendlich hätte es die „Spende“ ohne Papas Straftaten nicht gegeben, so zynisch das auch klingen mag. @Gerald: Wenn das (!) kein Grund zum Durchdrehen ist, dann gibt es keinen.


  • Alehalo • am 1.12.19 um 21:50 Uhr

    Am Anfang hatte ich Mühe, dann hat es mich völlig gepackt, der Schluss war genial.


  • Frank • am 1.12.19 um 21:53 Uhr

    Das war wohl der beste Tatort des Jahres! Schauspielerische Spitzenleistungen und ein Drehbuch für das WWM die absolut beste Besetzung ist. So tiefgründig und selbst jede Nebenrolle völlig glaubwürdig. Das ist eine Spitzenleistung, dafür schaue ich Sonntags Tatort und nehme auch viel Drittklassiges in Kauf. Vielen Dank!


  • Garbak • am 1.12.19 um 21:54 Uhr

    Hallo Fans
    Heutiger Tatort hat mir sehr gut gefallen. Milan Peschel echt stark. Am Ende hatte ich feuchte Augen. Puuh. Erstmal wieder durchschnaufen.
    Kamera und Peschel einfach super.
    Empfehlenswert.


  • Rudolf • am 1.12.19 um 21:55 Uhr

    Endlich mal wieder ein Tatort, den man sich bis zum Ende ansehen konnte, ohne dabei Magen-, Schrei- oder Lachkrämpfe zu kriegen. Gute Geschichte, tolle Schauspieler, Kommissare, deren Privatleben nicht ständig im Mittelpunkt steht (!!!!!!!) . Bitte wieder!


  • Attila • am 1.12.19 um 21:55 Uhr

    Falke und Grosz enttäuschen mich nie. Das haben sie auch heute nicht getan.
    Eine ganz starke Folge, auch wenn das Ende nicht vollständig logisch war. Doch abgesehen davon ein super Tatort, alle Sterne.


  • Kalle • am 1.12.19 um 21:57 Uhr

    Die Dreharbeiten waren doch im Haus von Michael Meziani


  • Hanz W. • am 1.12.19 um 22:01 Uhr

    Das ist ja immer so eine Sache, wenn der Zuschauer mehr weiß als die Ermittelnden, und der etwas schwächere erste Teil geht heute zum Teil auf dieses Konto. Nachdem das aber geklärt war, war das ein ziemlich straffer Tatort ohne viele Schnörkel (der auch ein wenig mit der Tränendrüse gespielt hat, aber das ist legitim). Inszeniert war das weitgehend um den Vater, die anderen Figuren blieben dagegen blasser, weniger was die schauspielerische Leistung betrifft, als was die die Charakteristik anbelangt, da blieb manches eher oberflächlich. Konnte aber wohl in dem Konzept nicht groß anders sein. Insgesamt trotz des einen oder anderen Hängers recht interessant und spannend, vier Sterne glatt.


  • Der Fremde • am 1.12.19 um 22:09 Uhr

    Der Krimi-Teil war in diesem TO für meinen Geschmack eher schwach bzw. habe ich diesen schon gefühlte x-mal so oder so ähnlich gesehen.
    Der Erzählstrang des Sozialdramas mit der Darstellung des Themas „VERZWEIFLUNG“ durch Milan Peschel hat mich aber über weite Strecken überzeugt, insbesondere die Darstellung der mit der Verzweiflung zumeist verbundenen Denkfehler des Betroffenen, die in diesem Fall dazu führten, dass er als verzweifelte Vater, der eigentlich innerlich schon ahnt, dass er in dieser Geschichte irgendwo falsch abgebogen ist, trotzdem seinen „Plan“ weiterführt.
    Die Darstellung der Autopolizistin (die offenbar „mehr“ von Fr. Grosz möchte?) durch Maria Rosa Tietjen fand ich erfrischend.


  • alter Fan • am 1.12.19 um 23:16 Uhr

    einen anerkennungs – und einen Teilnahmestern – der Querschläger war wohl eher ein Rohrkrepierer – endlich mal wieder ein absolut schlecht gemachter TO aus Hamburg – die Story schwach bis kitschig – ich hab´90 Minuten auf eine spannende Szene gewartet – nix – selbst die Verfolgungsjagd im Keller war doch eher eine Lachnummer ; WWM – mag er in diversen anderen Rollen auch sein Können unter Beweis stellen – als Tatort Kommisar für mich schon immer eine glatte Fehlbesetzung trotz coolem “ John Wayne Gang “ wenn ich dazu für diese Produktion was zu vergeben hätte , wäre es wieder mal der „goldene Nuschel “ vielleicht sammelt man mal TO Spendengelder für einen Rhetorikkurs für z.B. Frau Franziska Weisz oder man produziert den nächsten HH TO gleich mit Untertiteln – und welcher Tierhalter gibt denn einer Katze Milch zu trinken ??? war wirklich kein schöner TO Sonntag


  • Moritz • am 2.12.19 um 0:06 Uhr

    Top Tatort!!! So tiefgründig aber auch soo spannend! Nur zu empfehlen!!! Schauspieler waren sehr gut! Einer der besten Tatorts 2019!!!


  • Walter Ulbricht • am 2.12.19 um 2:50 Uhr

    Niveauloser Kitsch. Für Kinder und Jugendliche ohne große Ansprüche.


  • WW • am 2.12.19 um 8:01 Uhr

    Hanebüchen. Alles. Sehr konstruierte Geschichte, platte Figuren, zu einem unrealistischen Mix verrührt. Langweilig und vorhersehbar zudem. Absolut überflüssig.


  • arte-Versteher • am 2.12.19 um 9:07 Uhr

    Eine halbgare Rasthof-Bulette aus schnell frittierten Formteilen auf dem Feinschmecker-Sendeplatz am Sonntagabend. Erstaunlich, wie gut der Geschmacksverstärker Sentimentalität offenbar beim Publikum ankommt und jeden Sinn für filmische und schauspielerische Mittel betäubt.


  • Der Fremde • am 2.12.19 um 10:18 Uhr

    @ arte-Versteher:
    Ich teile Ihren „halbgare Rasthof-Bulette“-Vergleich bezüglich des Krimi-Teils, nicht jedoch bezüglich des Sozialdrama -Teils. Wenn Sie sich im täglichen Leben (in öffentl. Verkehrsmitteln, etc.) den Gesichtsausdruck verzweifelter Menschen ansehen, so haben diese doch keine künstlerisch erhöhten Antlitze, sondern 08/15-Gesichter wie jene von Milan Peschel, insofern sehe ich die von Ihnen gerügte Primitivität bei den „schauspielerischen Mitteln“ – zumindest was die Rolle Milan Peschels betrifft – in dieser TO-Folge nicht.


  • arte-Versteher • am 2.12.19 um 10:40 Uhr

    @Der Fremde
    Bei WWM suche ich immer verzweifelt eine zweite Nuance im Gesichtsausdruck. In diesem Fall kamen noch die Gemeinplätze hinzu, die ihm vom Drehbuch in den Mund gelegt wurden, um seine Betroffenheit über das Schicksal des Mädchens auszudrücken. Peschel war das genaue Gegenteil, ich fand das streckenweise sehr overacted, gebe aber gerne zu, dass man das auch anders sehen kann. Das Buch fand ich komplett auf Vorabendniveau.


  • zufallsgucker • am 2.12.19 um 16:32 Uhr

    durchsichtig, klischiert – hat echt Überwindung gekostet durchzuhalten. So schnell nicht wieder Tatort…


  • CanisLupus • am 2.12.19 um 19:45 Uhr

    Ich fand den Film gut bis sehr gut.
    Ein besonderes Bonbon im Soundtrack:
    das „Miserere mei“ von Allegri, als Peschel der Jäger erschossen hatte !


  • Sir Sherlock • am 2.12.19 um 20:11 Uhr

    Ein vollkommen unrealistischer Tatort mit einem Drehbuch voller Fehler .
    Absolut langweilig !! Einen Stern für die Schauspieler.


  • Colorwriter • am 2.12.19 um 22:05 Uhr

    Wieder einmal das selbe Dilemma. Schwaches Drehbuch dazu gute Schauspieler. Welche die zum Teil grottendämliche Handlung zu Meistern haben. Und erst die Details… Ein Halbautomatisches Sturmgewehr/Scharfschützengewehr mit Schalldämpfer! kann man Hierzulande als Jagdwaffe führen und registrieren? Warum nicht gleich einen Raketenwerfer? Ein hiesiger Arzt verteilt illegale, nicht zugelassene Medikamente i Rahmen eines gemeinnützigen Vereins an Patienten? Eine schwerstpflegebedürftige und deren Eltern (Privatversichert) haben keine Pflegekraft/Pflegedienst in der Wohnung? 2Polizisten stürmen einen Keller, ohne sich gegenseitig zu sichern?


  • NichtNurSonntags • am 3.12.19 um 0:35 Uhr

    Ich stimme Hanz W. zu – s.o. – trotz der ersten Hälfte 5 Sterne – sehr gute Schauspieler – und endlich mal nimmt das Privatleben der Kommissare nicht 1/3 der Sendezeit ein, sondern wird hier prickelnd am Rande eingebracht.


  • wolko • am 3.12.19 um 8:27 Uhr

    Packend bis zum Schluss.
    Sozialkritischer Krimi.
    Gut gemacht.


  • rudi • am 3.12.19 um 11:47 Uhr

    Fand ich sehr spannend, ja es war etwas vorhersehbar, aber das muss ja nichts schlechtes sein. Ich wurde gut unterhalten.

    Arte-Versteher: schau doch am Sonntagmorgen jeweils „Sternstunde-Philosophie“ im Schweizer Fernsehen, da wirst Du geholfen! :-)


  • rudi • am 3.12.19 um 11:48 Uhr

    Sorry, meinte natürlich 5 Sterne


  • DonRolando • am 3.12.19 um 14:58 Uhr

    Mir hat das sehr gefallen…und ich hab tatsächlich kein einziges Mal zwischendurch aufs Handy geschaut…wenn das kein Massstab ist.. Für mich sind Falke / Gosz ganz oben auf der Liste der letzten 3 Jahre… Und für alle Senti-Killer sei hier gesagt. DER spannende , emotionslose und zugleich realistische Krimi muss noch erfunden werden..und Durchgedrehte müssen im Film normalerweise überdreht :-) dargestellt werden, sonst sind sie ja ganz NOOORMAAAL…..


  • arte-Versteher • am 3.12.19 um 16:15 Uhr

    @rudi
    Vielen Dank für Ihren Tipp. Er hat mich tatsächlich dazu gebracht, einmal nachzuzählen: Von den bisherigen TO-Folgen des Jahres 2019 habe ich wohl 11 Stück hier bewertet. Davon 2 x 5 Sterne, 2 x 4 Sterne und 2 x 3 Sterne. Danke an die ARD dafür! Nur bei 3 x 2 Sternen und 2 x 1 Stern war das Vergnügen meinerseits stark getrübt. Sie müssen sich also keinerlei Sorgen machen, dass das Format Tatort für mich grundsätzlich ungeeignet wäre.


  • Momi • am 4.12.19 um 11:42 Uhr

    Sozialdrama statt TO. Der Einzige der mich faszinierte war Mila Peschel als Zollfahnder Thewes, der das „arme Schwein“ toll spielte. Probleme mit der Finanzierung von OP’s sind sicher ein grosses Thema. Ob jemand soweit wie Thewes gehen würde bleibe dahingestellt.
    Als Tatort war der Film leider nicht auf dem gewohnten Niveau und recht langfädig. Ich war froh als er zu Ende war. Wenigstens zeigte Kommissar Falke am Schluss noch Menschlichkeit, da das Geld auf das Spendenkonto einbezahlt werden musste. Chapeau für dies, obschon realitätsfremd.
    Bitte auch nicht noch mehr lesbische Kommissare in den TO – bringt doch mal einen Schwulen – oder gibt’s so einen schon. Kann jedoch auf beide verzichten. Es muss ja nicht immer political correctness sein…. sont gibt es sicher noch ein Genderpuff im Tatort.


  • caromitpunkt • am 4.12.19 um 15:13 Uhr

    @Tom Greiner-Fuchs – halt dich mit deiner Homophobie doch bitte einfach zurück und wenn es dich stört, schalt ab und geh ein Buch lesen.

    @Momi – da das Züricher Team nicht mehr weitermacht, gibt es keine lesbische Kommissarin mehr – ich weiß nicht, warum es so störend sein sollte, wenn Grosz nicht auf Männer stehen würde? Im Fernsehen sind 99% aller Beziehungen, die man im Fernsehen sieht (vor allem in Krimis), heterosexuell. Laut Statistiken sind 11 bis 20% der Bevölkerung lesbisch/schwul/bi/trans. Repräsentation hat nichts mit political Correctness zu tun. Und Genderpuff? Was soll das bitte sein? Wäre wohl zu viel verlangt, anderen auch mal etwas Freude zu gönnen?

    Wie dem auch sei, mir hat der Krimi gefallen, vor allem aufgrund der Nebenhandlung. Von mir aus gerne mehr davon.


  • Hubert • am 4.12.19 um 18:49 Uhr

    So ein selten dämlicher Schwachsinn, kaum auszuhalten :-(


  • Walter Ulbricht • am 5.12.19 um 4:01 Uhr

    Als Peschel den Jäger erschossen hatte !
    Eine völlig unmotivierte Szene; und ärgerlich dazu. Er schießt. Einfach so.
    Und danach hätte man eine Konsequenz erwartet, eine Handlung, die uns die erzeugte Spannung löst.
    Aber was passierte darauf? Wieder nichts.
    Dieser Film hat gezeigt, wie man es nicht machen soll.


  • Oheim Petri • am 8.12.19 um 10:19 Uhr

    Wenn man froh ist dass der Film endlich zu Ende ist, sagt das alles!


  • CarstenH • am 8.12.19 um 19:10 Uhr

    Ach, ich werde mit dem (allseits beliebten) Ermittlerteam und deren schauspielerischen Leistung nicht mehr so richtig grün. Die Grundidee dieses Tatorts ist sicherlich gut Verzweifelter Familienvater tut alles dafür um an das notwendige Geld für eine OP seiner Tochter zu kommen. Aber das war dann doch alles ein wenig zu fett aufgetragen: Querschläger trifft unbeteiligten Passanten (na OK). Er verliert die gleichzeitig lebensnotwendigen und extrem seltenen Medikamente im Wald die die Ermittler zur Lösung des Falls bringen (naja). Es folgt eine simultane Verfolgung und verzweifelte Verkettung des Täters in immer ausweglosere Taten (oh no). Am Ende haben die Ermittler ein Herz und vermachen illegal erwobene Hehlerware dem kranken Mädchen. Ein Tatort wie ein Auflauf der gut duftet aber am Ende zu Fett triefend Magenschmerzen macht.


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