Tatort Folge 546: Atlantis



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Tatort Folge 546: Atlantis 4 2

Ein Ausflug in den Freizeitpark ist eigentlich eine Sache, auf die man sich freut. Doch die zwei Leipziger Hauptkommissare Bruno Ehrlicher (Peter Sodann) und Kain (Bernd Michael Lade) haben nur wenig Grund zur Freude, denn der Park „Atlantis“, zu dem sie eines Tages gerufen werden, ist ein Tatort: Stefan Markowski, der Leiter des Vergnügungsparks, wurde auf dem Grundstück seines Arbeitsplatzes brutal ermordet.

Die erste Spur im Fall „Atlantis“ führt die beiden ostdeutschen Ermittler zu merkwürdigen Aushebungen nahe der Achterbahn, die die Kripo-Beamten staunen lassen: Warum wurde hier das Erdreich umgegraben? Drohbriefe, die Ehrlicher und Kain bald finden, weisen darauf hin, dass der beliebte Freizeitpark „Atlantis“ erpresst wurde. – Von wem und warum? Es tauchen zunächst viele Fragen im Mordfall auf.

Schnell glauben die Kommissare jedoch eine Antwort gefunden zu haben: der Ex-Häftling Peter Radke gerät in das Visier der Leipziger Fahnder, denn er könnte für die Erpressungsversuche durchaus verantwortlich sein. Radke, der erst vor kurzem aus dem Gefängnis entlassen wurde, kann allerdings früher wieder von der Liste der Verdächtigen gestrichen werden, als Ehrlicher und Kain lieb ist: seine Leiche wird auf einem Parkplatz an einem Badesee gefunden. Nun ist der dringend Tatverdächtige tot, noch bevor er vernommen werden konnte. In Radkes Wohnwagen finden die beiden Ermittler eine selbst gezeichnete Landkarte mit den Koordinaten des Parks „Atlantis“, einer Neubausiedlung und eines still gelegten Tagebaus. – Wollte er diese nun ausheben?

Die Kommissare finden bei ihren Untersuchungen schließlich heraus, dass Radke nicht nur hinter der Erpressung des Freizeitparks steckte – es gab einige andere Erpressungsopfer. An denen war allerdings nicht nur der ehemals Inhaftierte beteiligt. Offensichtlich haben noch einige Personen mehr an dem schmutzigen Geschäft mitverdient…


Hajo Gies, ein erfahrener Tatort-Regisseur, drehte die Tatort-Folge 546 „Atlantis“ mit dem Ermittlerduo Ehrlicher und Kain im Jahr 2003. Daniela Mohr und Pim Richter schrieben das Drehbuch um den brutalen Mord, der im bunten Umfeld eines Freizeitparks geschieht.

Die Erstausstrahlung des MDR-Tatorts am 9. November 2003 im Ersten erreichte eine mehr schlecht als rechte Einschaltquote mit 6,77 Millionen Zuschauern.

Besetzung
Kommissar Bruno Ehrlicher – Peter Sodann
Kommissar Kain – Bernd Michael Lade
Frederike – Annekathrin Bürger
Walter – Walter Nickel
Gerhard Delitz – Dieter Montag
Katharina Delitz – Juliane
Peter Radke – Rolf Kanies
Staatsanwältin Mitterer – Simone von Zglinicki
Olaf Krüger – Martin Lindow
Gibbins Jan Schubert – Andreas Schmidt-Schaller

Stab
Drehbuch – Pim Richter, Daniela Mohr
Regie – Hajo Gies
Kamera – Achim Poulheim
Musik – Günter Illi

Bilder: MDR/Spitz


3 Meinungen zum Tatort Folge 546: Atlantis

  • Dirk • am 16.4.16 um 6:36 Uhr

    Die Leipziger Hauptkommissare Ehrlicher und Kain von der Mordkommission haben in diesem Tatort-Spielfilm mit der Nummer 546 aus dem Jahre 2003 zwei Morde und eine ganze Menge Sauereien aufzuklären. Es geht um illegale Giftmüllentsorgungen, korrupte Abraumaufträge, traumhaftschöne Freizeitparks und illusionsreiche Future-Siedlungen. Eine Schraube ohne Ende zeigt sich für die beiden Mordermittler auf, bezüglich Erpressungen, Demütigungen und Schweigegeldzahlungen. Kein uninteressanter Tatort-Fernsehfilm um das immer wieder beliebte und gezeigte Thema: „Geld stinkt nicht“. Wie bei fast allen Tatorte dieses Ermittler-Duos aus dem Osten der Republik wird weniger Wert auf Spannung als auf solider kriminalistischer Gediegenheit gelegt. Für Fans der Beiden ist der Streifen sicherlich auch wiederholt sehenswert.


  • Fastpokalsieger • am 5.8.18 um 8:00 Uhr

    Das Thema des Tatorts ist eigentlich sehr interessant: Illegale Sondermüllentsorgung. Und alle haben etwas davon: der Bauamtsleiter, der Abbruchunternehmer, der Mieter des Geländes, der Bauunternehmer. Die Geschichte ist sehr gut aufgebaut. Aber es ist leider ein dermassen überzeichneter Tatort, wie selten einer zuvor und danach: der alte Kommissar, der mit seiner Spürnase natürlich den richtigen Riecher hat, der junge Kommissar, der super fleißig ist, dem aber natürlich die Erfahrung fehlt. Die Kapitalisten, die notfalls für Reichtum über Leichen gehen. Und auch der alte Kommissar, wie er seiner Freundin zum Umzug in die Nähe der Tochter tät („Familie ist das Wichtigste“). Der Zeigefinger in diesem Tatort ist nahezu unerträglich und macht die eigentlich gute Geschichte zunichte.


  • wolko • am 4.9.18 um 19:02 Uhr

    Naja, ging so.


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