Tatort Folge 561: Schichtwechsel



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Tatort Folge 561: Schichtwechsel 4 3

Die Tatort-Folge 561 „Schichtwechsel“ ist der zweite Fall für den unterkühlten Ermittler aus Norddeutschland: Hauptkommissar Klaus Borowski (Axel Milberg) muss den Tod eines Mitarbeiters der Kieler Ostendorf-Werft aufklären. Unterstützung bekommt er dabei – wie bereits in Borowskis erstem Tatort-Einsatz „Väter“ – von seinem Assistenten Alim Zainalow (Mehdi Moinzadeh).

Streik auf der Kieler Werft. Die Nerven aller Beteiligten liegen blank: Der Werftbesitzer Felix Ostendorf plant, einen Großteil seiner Mitarbeiter zu feuern, der Betriebsratsprecher Bruhns aber will der Entlassung von maximal 50 Angestellten zustimmen. Bruhns will die Werft um jeden Preis retten. Sein Chef Ostendorf versucht, die Wogen zu glätten und dem Betriebsrat verständlich zu machen, dass eine Kompromisslösung nicht ausreichen wird. Das Ende der Werft ist bereits in Sicht. Doch Bruhns beharrt auf seinem Standpunkt, selbst sein Kollege Heise kann den sturköpfigen Mann nicht umstimmen.

Hinter 50 Namen stehen auch 50 Einzel- und Familienschicksale – wen wird die Kündigungswelle treffen? Am nächsten Morgen nach der Auseinandersetzung mit seinem Arbeitgeber liegt Bruhns auf dem Werksgelände – erschlagen. Kommissar Borowski von der Kripo Kiel wird zum Tatort gerufen. Mittlerweile wurde der Streik beendet; zwischen Felix Ostendorf und Bruhns Nachfolger Heise ist eine überraschend schnelle Einigung erzielt worden. Dem ermittelnden Hauptkommissar kommt dies gleich verdächtig vor, obwohl sämtliche Beteiligte offenbar aufrichtig um ihren toten Kollegen trauern.

Der Kieler Kommissar entschließt sich, tiefer in die Arbeitswelt der Werftarbeiter einzutauchen, um die Beziehungen zwischen den Arbeitern untereinander und deren Verhältnis zum Chef besser verstehen zu können. Als im Zuge seiner Ermittlungen eine Liste mit den Namen derer auftaucht, die entlassen werden sollen, gewinnt der Fall „Schichtwechsel“ an Brisanz. Die Liste – bislang noch unveröffentlicht – enthält nämlich einen Namen, der durchgestrichen wurde. Ist das endlich die heiße Spur? Oder hat der Mord womöglich gar nichts mit der Krise in der Werft zu tun?

Die Regisseurin Christine Hartmann setzte 2004 den zweiten Fall des Eigenbrödlers Klaus Borowski in Szene. Die Fernsehpremiere des NDR-Tatorts „Schichtwechsel“ lief am Sonntag, den 28. März 2004 im Ersten.

Besetzung
Maren Eggert (Frieda Jung) · Mehdi Moinzadeh (Alim Zainalow) · Stefanie Stappenbeck (Tatjana Matthies) · Felix Eitner (Felix Ostendorf) · Joram Voelklein (Holger Clausen) · Arndt Schwering-Sohnrey · Bruno F. Apitz · Joachim Nimtz · Thomas Kügel (Roland Schladitz) · Christian Grashof (Bernd Wiegand) · Ulrich Faulhaber · Horst Kotterba · Verena Araghi · Jan Peter Heyne · Jochen Regelien · Jürgen Prediger · Benjamin Utzerath

Stab
Regie – Christine Hartmann
Buch – Jan von der Bank
Kamera – Volker Tittel
Schnitt – Angelika Strelczyk
Musik – Fabian Römer, Nick Cave: «Wonderful Life»/«Still In Love»
Produktion – NDR


3 Meinungen zum Tatort Folge 561: Schichtwechsel

  • Piet • am 10.2.15 um 15:52 Uhr

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  • Dirk • am 6.9.16 um 16:46 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 561 aus Kiel. Zwei Polizisten, der eine mit Namen Borowski, der andere heißt Zainalow, ermitteln in einer Mordsache, geschehen in einer Phase des Streikes der Kieler Werftarbeiter, brisante Autoritäten auf beiden beruflichen Seiten, in dieser traditionellen Branche, hauen aufeinander ein. Die beiden Kommissare der dortigen Mordermittlung haben einen Trumpf an ihrer Seite, eine junge Polizeipsychologien und so heißt die auch: Frieda Jung. Ein Tatort-Spielfilm aus dem Jahr 2004, in der Handlung zusammengesetzt aus Streik, Arbeiterschaft und Arbeitgebertum und dazwischen die Kripo. Proletariat ausgeschlossen und Spannung ebenfalls. Kann man schauen, durchaus, aber unter der Kategorie Kriminal- und Polizeifilm fällt der, meiner Meinung nach, nicht. Eher unter gesellschaftliches Möchtegern-Drama. Ehrlich.


  • MadMonkey • am 19.5.17 um 15:06 Uhr

    Ja der Borowski. Einige schöne Bilder aus Kiel und vom Strand. Wenig Spannung dafür aber ein solider Fall. Erinnert anfangs etwas an den Duisburger Tatort „Der Pott“. 3,1 Sterne


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