Tatort Folge 656: Der Tote vom Straßenrand



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Ein als Autounfall getarnter Mord an einem Mathematiker sorgt im Tatort „Der Tote vom Straßenrand“ bei den neuen Saarbrückener Kommissaren Franz Kappl (Maximilian Brückner) und Stefan Deininger (Gregor Weber) aus Saarbrücken für allerlei Fragen und Probleme bei der Aufklärung.

Tatort „Der Tote vom Straßenrand“ – Trailer

 
Mitten am Tag gibt es in Saarbrücken einen tragischen Autounfall. Die Straßen sind voll von dem alltäglichen Berufsverkehr, als ein Käfer – ohne zu bremsen – mit hohem Tempo in ein parkendes Fahrzeug kracht und dann zum Stehen kommt. Bei dem Unfall wird auch die Tür des Käfers geöffnet, woraufhin aus dem Auto der leblose Fahrer auf den Asphalt kippt. Alles sieht im Tatort „Der Tote vom Straßenrand“ danach aus, als habe der Mann mitten bei der Fahrt einen Herzinfarkt gehabt und deswegen die Kontrolle über den Wagen verloren. Nur durch einen glücklichen Zufall und eine schnelle Reaktion kommt in dem Krimi die Wahrheit ans Licht: Das Opfer ist nicht an einem Herzinfarkt gestorben, sondern an einer Vergiftung durch Kohlenmonoxid. Eine Gerichtsmedizinerin der Saarbrückener Polizei, Dr. Rhea Singh, war im Tatort „Der Tote vom Straßenrand“ per Zufall am Unfallort und hatte, als sie sich um das Opfer kümmern wollte, das tödliche Gas bemerkt.

Ab diesem Zeitpunkt steht in dem Tatort „Der Tote vom Straßenrand“ fest, dass es die Fahnder Kappl und Deininger von der Saarbrückener Kriminalpolizei mit einem Mord zu tun haben, der wie ein perfektes Verbrechen fast unbemerkt geblieben und als vermeintlicher Unfalltod nicht weiter untersucht worden wäre. Wahrscheinlich hatte jemand den Mord lange im Voraus geplant und irgendwie die Abgase des Wagens in den Innenraum geleitet. Bei dem Opfer handelte es sich um Kurt Nagel, welcher als Mathematiker am Saarbrückener Institut für Verfahrenstechnik gearbeitet hatte. In dem Portemonnaie des Toten finden die Ermittler 7000 Euro Bargeld. Bei ihren Untersuchungen finden Kappl und Deininger im Tatort „Der Tote vom Straßenrand“ heraus, dass Nagel bei seinem Job als Mathematiker ein sehr gutes Gehalt bekommen hatte und seine Freundin, die stellvertretende Leiterin des Instituts, noch besser bezahlt worden war. Diese Information erstaunt die Polizisten, da sie so gar nicht zu der finanziellen Situation des Opfers passt. Nagel hatte nicht nur in einer ungepflegten, alten Sozialwohnung gelebt, sondern auch noch zahlreiche Schulden angesammelt, die er nicht mehr zahlen konnte.

Die Kommissare Kappl und Deininger finden im Tatort „Der Tote vom Straßenrand“ schnell den Grund für die katastrophale finanzielle Situation des Toten: Der Mathematiker war spielsüchtig gewesen. Weil er der festen Überzeugung war, dass er ein perfektes Spielsystem für das Roulette berechnet hatte, konnte Nagel das Spielen einfach nicht sein lassen, auch wenn er deswegen sein Elternhaus verkaufen musste. Könnte der Mörder also etwas mit der Sucht des Toten zu tun haben oder aus dem Umfeld der Spielbanken stammen? Vielleicht hatte sich der Tote ja von anderen Geld geliehen, um weiter seiner Sucht nachgehen zu können.

Doch auch eine andere Ermittlungsrichtung könnte sich im Tatort „Der Tote vom Straßenrand“ als erfolgreich erweisen. So hatte Nagel zu einer Gruppe von ehemaligen DDR-Bürgern gehört, welche sich früher gegenseitig bei der Flucht aus Ostdeutschland unterstützt hatten. Heute ist die Beziehung jedoch weniger durch gegenseitig Hilfe als durch allseitige Erpressung geprägt. Hatte einer dieser Männer etwas mit Nagels Tod zu tun?

Kappl und Deininger kommen bei ihren Ermittlungen im Tatort „Der Tote vom Straßenrand“ nicht wirklich voran und lassen sich dazu noch gerne von der schönen Rhea Singh ablenken, die beiden Männern leicht den Kopf verdreht. Doch die Gerichtsmedizinerin hat noch einen weiteren wirklich ungebetenen Verehrer: Ihr Ex-Freund hatte die Trennung noch nicht überwunden und verfolgt die Medizinerin jetzt bald auf Schritt und Tritt.

Die beiden Fahnder tappen noch weiter im Dunkeln, als plötzlich ein weiterer Mann auftaucht – ein Irrer, der auch vor Gewalt gegenüber Polizisten nicht zurückschreckt…

 
Der Tatort „Der Tote vom Straßenrand“ ist der zweite Fall für das neue Kommissar-Duo Kappl und Deininger aus Saarbrücken. Die Episode wurde von Léonie-Claire und Fred Breinersdorfer geschrieben, von denen auch schon das Drehbuch zur Tatort-Premiere der Kommissare stammte. Regisseur des am 18. Februar 2007 erstausgestrahlten Krimis war Rolf Schübel.

Besetzung
Franz Kappl – Maximilian Brückner
Stefan Deininger – Gregor Weber
Gerda Braun – Alice Hoffmann
Horst Jordan – Hartmut Volle
Ute Richter – Ulrike Grote
Rainer Woltermann – Wanja Mues
Reinhard Lischki – Peter Franke
Ben – Urs Fabian Winiger
Alexander Rabnik – Fabian Busch
Dr. Reha Singh – Lale Yavas
u.a.

Stab
Drehbuch – Fred Breinersdorfer, Leonie-Claire Breinersdorfer
Regie – Rolf Schübel
Kamera – Christopher Rowe
Musik – Detlef Petersen und Nico Fintzen

Bilder: SR/Manuela Meye


22 Meinungen zum Tatort Folge 656: Der Tote vom Straßenrand

  • Gudrun Eussner • am 13.12.10 um 20:21 Uhr

    In vier Jahren zum sechsten Mal wiederholt. Soll ich ihn vorsingen?


  • Dominik • am 15.2.11 um 21:56 Uhr

    Hab Die Folge eben gesehen…

    Obwohl ich den nur nebenher gesehen hab, hab ich mir gleich spontan ne Frage gestellt, die allerdings die ganze Geschichte etwas fraglich werden lässt *lach*
    Ich hab mir gedacht:
    Woher nehmen die die Info, dass CO (KohlenMONoxid) schwerer als Luft sein soll?!
    Haben die etwa aus Versehen nach CO2 (KohlenDIoxid)gegoogelt?

    Meines Wissens (und das hab ich auch grade nochmal nachgeschlagen) ist CO etwas leichter als Luft…


  • Patrick • am 16.2.11 um 11:29 Uhr

    Jepp, das mit dem Kohlenmonoxid… Da reiten die etwas zu heftig drauf rum und verbreiten gar zu oft, dass es schwerer als Luft sei, schade, schade, jeder Feuerwehrmann, jeder Sanitäter hätte da bessere Fakten liefern können. Hat mir gestern auch nicht gefallen.


  • MicUnterschiede hael Schmidt • am 2.1.13 um 0:07 Uhr

    Habe den Film eben mit meiner Frau im HR geschaut …
    Als Naturwissenschaftler / Ingenieurin weiss man nicht ob man bei dem Stuss lachen oder weinen soll…
    Bitte Nachsitzen, einen Sachkundigen mal übers Drehbuch schauen lassen oder zumindest mal den Unterschied zwischen CO und CO2 googlen!


  • scheylock • am 4.7.13 um 19:11 Uhr

    Alle Wiederholungstermine
    Datum Sender
    16.08.2009 1FEST
    16.08.2009 ARD
    16.08.2009 ORF2
    18.01.2010 N3
    24.07.2010 B3
    13.12.2010 RBB
    15.02.2011 SW3
    10.09.2011 HR
    31.03.2012 MDR
    20.08.2012 RBB
    01.01.2013 HR
    05.07.2013 ARD (22:00)

    Wo bleiben die „Demokratieabgaben“ der Deutschen, wo bleiben die ca. 7 bis 9 Milliarden Euro?


  • Gregor • am 5.7.13 um 20:02 Uhr

    Guter Fall der Kollegen aus Saarbrücken …
    nur so viel:
    § 238 StGB:
    (1) Wer einem Menschen unbefugt nachstellt, indem er beharrlich

    seine räumliche Nähe aufsucht,
    unter Verwendung von Telekommunikationsmitteln oder sonstigen Mitteln der Kommunikation oder über Dritte Kontakt zu ihm herzustellen versucht,
    unter missbräuchlicher Verwendung von dessen personenbezogenen Daten Bestellungen von Waren oder Dienstleistungen für ihn aufgibt oder Dritte veranlasst, mit diesem Kontakt aufzunehmen,
    ihn mit der Verletzung von Leben, körperlicher Unversehrtheit, Gesundheit oder Freiheit seiner selbst oder einer ihm nahe stehenden Person bedroht oder
    eine andere vergleichbare Handlung vornimmt und dadurch seine Lebensgestaltung schwerwiegend beeinträchtigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

    (2) Auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren ist zu erkennen, wenn der Täter das Opfer, einen Angehörigen des Opfers oder eine andere dem Opfer nahe stehende Person durch die Tat in die Gefahr des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung bringt.

    (3) Verursacht der Täter durch die Tat den Tod des Opfers, eines Angehörigen des Opfers oder einer anderen dem Opfer nahe stehenden Person, so ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren.

    (4) In den Fällen des Absatzes 1 wird die Tat nur auf Antrag verfolgt, es sei denn, dass die Strafverfolgungsbehörde wegen des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten von Amts wegen für geboten hält.
    also… das wäre geklärt

    Gregor


  • Klabautermann • am 6.7.13 um 1:00 Uhr

    Scheylock weint dicke Krokodilstränchen…wie rührend.


  • scheylock • am 6.7.13 um 1:14 Uhr

    Weine keine Kroko-Tränchen, gucke einfach was anderes.


  • Tatorte • am 7.7.13 um 4:15 Uhr

    Kennt jemand den Namen des Liedes bei Spielzeit 19 Minuten (Einstieg in rotes Auto)?


  • Udo B • am 10.7.13 um 1:31 Uhr

    Gut, dass diese Tatortfolge nochmal wiederholt worden ist…hatte sie bisher verpasst…


  • scheylock • am 10.7.13 um 19:49 Uhr

    Udo B, dann kanst Du kein TO-Fan sein. Ich fand den TO beim zweiten Mal auch noch gut. Es hat aber alles seine Grenzen. Das ist ja fast wie im ZDF mit Inspector Barnaby.


  • Udo B • am 12.7.13 um 0:36 Uhr

    Scheylock, aufgrund welcher erdrückenden Beweislage beruht die Hypothese, ich sei kein TO-Fan


  • Scheylock • am 12.7.13 um 17:50 Uhr

    Die erdrückende Beweislast? *harrharrharr*. Wenn Du bei den tausend Mal, wo der TO gespielt wurde, kein einziges Mal Zeit hattest, den zu sehen, stellt sich mir die Frage. Es kann aber auch wirklich Pech sein, daß Du immer arbeiten mußtest, also, bitte, ‚tschuldigung, wenn dem so war!


  • Udo B • am 14.7.13 um 12:06 Uhr

    Tse tse, also das ist ja wohl für eine Anklage etwas dünn…das zerreißt dir ja jeder Haftrichter in Nullkommanix ;-) Ich finde auch man muss nicht jede Folge gesehen haben. Mit locker über 500 bin ich da denke ich gut dabei und außerdem kann man sich von den ersten 200 Folgen sowieso die meisten schenken. Waren vielleicht in den 70ern interessant, aber heute schlafen einem ja dabei die Füße ein.


  • Scheylock • am 14.7.13 um 13:09 Uhr

    Ist das wahr mit den ersten 200 Folgen? Ich habe nämlich zu der Zeit keine Krimis gesehen, überhaupt fast nie ferngesehen. Was ich an den alten Filmen interessant finde, daß ist, wie die Leute damals lebten, wie sie gekleidet waren, wohnten etc.

    Und was den Haftrichter angeht: Fühlst Du Dich schon im Knast? Darfst die Tür aufmachen, Dein Badezeug nehmen und an den See zum Schwimmen fahren!


  • Marko • am 28.4.14 um 4:41 Uhr

    ich finde den trotzdem gut – trotz der CO-Geschichte!


  • Tom • am 4.8.14 um 6:17 Uhr

    Kennt jemand den Namen des Darstellers, der Kurt Nagel spielt (das Opfer)? Bin leider nirgends fündig geworden. Der Schauspieler is ja recht attraktiv behaart und in der Pathologie wird die Kameraeinstellung so gewählt, dass man seine Schamhaare und seinen Penis sieht. Nötig wäre diese Einstellung nicht gewesen, meist liegt das ja im verborgenen Kamerawinkel.


  • Norbert • am 5.8.14 um 18:40 Uhr

    @Tom

    das ist mit sehr großer Wahrscheinlichkeit Enno Hesse. Ich habe diverse Bilder verglichen mit der gespielten Leiche und auf dieser Seite taucht auch der Name Enno Hesse auf:

    sg-media.de/Serien/Tatort/details/detail_350.html?ie=1

    Ist übrigens eine sehr gute Folge, muß ich mir glatt nochmal reinziehen ;-)


  • Norbert • am 5.8.14 um 20:48 Uhr

    Meine Vermutung mit Enno Hesse ist leider falsch, laut der IMDb spielt dieser den „René“. Bleibt die Frage weiterhin offen…


  • TapeTwo • am 25.11.14 um 21:55 Uhr

    Argh, wurde heut wiederholt.
    Die CO Geschichte. CO und CO2 verdraengen O, da hilft auch keine Gasmaske. CO ist dazu ein gefaehrliches Blutgift, da ist die Raumsaettigung erstmal unwichtig wenn es schon in kleinen Konzentrationen in der Blutbahn den O-Austauch blokiert.
    Aber als der Herr Hauptkommissar nicht schiessen durfte weil das CO explodieren koennte war mal gut. Ein paar Fehlerchen, waer geschenkt. Eine Story um dieses ominoese CO aufzubauen und darueber nur quarsch zu ermitteln ist dem TO nicht wuerdig.
    Schoen dass das Team besseres zu bieten hat.


  • Dirk • am 5.6.16 um 7:39 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 656 aus Saarbrücken. Die beiden Hauptkommissare der dortigen Mordkommission, Kappl und Deininger, ermitteln in einer ungewöhnlichen Mordserie. Die Opfer, augenscheinlich mindestens zwei der Hoch-Intelligenz angehörige Personen, werden mit Gas getötet, hinterhältig, lautlos, gemein und billig, in jedem Ofenrohr zu finden. Und dieser Sachverhalt macht gerade die Spannung aus, welche dieser saarländische Tatort-Spielfilm mit seinen beiden hervorragenden Mordermittlern hinterlässt. Es geht um Spielsucht, Schulden (Spielschulden sind Ehrenschulden gilt hier nicht), Rache und Neid. Auch die beiden Kommissare sollen in die Giftfalle gelockt werden, der subtile Mörderling schreckt auch vor einer Beseitigung braver Staatsdiener nicht zurück. Sehenswert ist der Streifen alle Male. Top-renn.


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