Tatort Folge 499: Schlaraffenland



Erscheinungsjahr: 2002
Kommissar: Blum
Ort: Tatort Konstanz


  3 Meinungen
Tatort Folge 499: Schlaraffenland 3 3

Kommissarin Klara Blum (Eva Mattes) aus Konstanz sucht im Tatort „Schlaraffenland“ zusammen mit ihrem Mann, dem Polizeidirektor Martin Blum (Michael Gwisdek), fieberhaft nach dem geistig etwas zurückgebliebenen Wolfi, der möglicherweise einen kleinen Jungen umgebracht hat.

Das Sommerfest der Konstanzer Polizei endet für Kommissarin Blum abrupt: Während sie gemeinsam mit ihrem Mann Martin, der als Polizeidirektor gleichzeitig ihr Chef ist, die Feier genießt, erhält sie eine furchtbare Nachricht. Auf der Hallnau Halbinsel wurde die Leiche von Butz gefunden, einem zehnjährigen Jungen. Blum macht sich im Tatort „Schlaraffenland“ sofort auf zum Fundort und ihr Mann, der eigentlich als Innendienstmitarbeiter nicht zu Einsätzen fährt, begleitet sie. Auf Hallnau tobt zur Zeit ein Feuer, durch das einige Apfelplantagen vernichtet werden – sehr zum Schrecken der Obstbauern.

Am Fundort wird die Fahnderin aus Konstanz von dem Streifenbeamten Bülent Isi erwartet, der größere Ambitionen hegt als „nur“ den Dienst auf der Straße. Bülent hat dort im Tatort „Schlaraffenland“ auch den 25 Jahre alten Wolfi Osburg festgehalten, den er des Mordes verdächtigt. Wolfi, der häufig mit dem toten Butz gespielt hatte, wurde neben dem Opfer gefunden. Der junge Mann ist trotz seines erwachsenen Alters geistig auf dem Stand eines jungen Jugendlichen stehengeblieben. Weil der geistig eingeschränkte Mann jedoch wie Butz Teerspuren ausweist, wird er schnell zum Hauptverdächtigen. Daher soll Wolfi zur Kriminalpolizei nach Konstanz gebracht werden. Der Transport schlägt im Tatort „Schlaraffenland“ jedoch fehl und der Verdächtige kann aufgrund eines Fehlers von Martin Blum fliehen. Daraufhin wird der Flüchtige sofort zur Fahndung ausgerufen.

Kommissarin Blum bekommt es bei ihren Ermittlungen bald mit Wolfi Osburgs Vater zu tun. Als Obstbauer, der gleichzeitig auch noch andere Landwirte mit Düngemitteln und Chemikalien beliefert, ist Osburg in der Gegend eine einflussreiche Person. Genauso ist der Obstbauer im Tatort „Schlaraffenland“ von der Unschuld seines Sohnes überzeugt. Daher will er auch bei der Suche nach Wolfi mitwirken und sich in die polizeilichen Ermittlungen einmischen. Schließlich stimmt Klara Blum zu, Osburgs Sohn Hanno als Zivilisten einen Einblick in die Fahndung zu gewähren. Sie ist zwar absolut nicht begeistert, erliegt aber Hannos Charme.

Ein weiterer Zwischenfall stellt die Harmlosigkeit von Wolfi im Tatort „Schlaraffenland“ bald infrage. So hatte dieser an einer Konstanzer Tankstelle eine junge Mutter dazu gezwungen, ihm ihren Wagen zu überlassen. Zum Schrecken der Beamten sclief in dem Wagen die siebenjährige Tochter der Frau, Biene, die sich jetzt in der Gewalt des geistig Zurückgebliebenen befindet. Weil nur wegen ihm Wolfi überhaupt entkommen konnte, will Martin Blum bei der Suche alle Hebel in Bewegung setzen und starten wider des Rats seiner Frau eine Großfahndung. Polizeiautos und ein Hubschrauber erwischen den Flüchtigen im Tatort „Schlaraffenland“ schließlich und treiben ihn in die Enge. Als auch noch auf Wolfi geschossen wird, gerät dieser ganz in Panik. Um Schlimmeres zu vermeiden, beendet Klara Blum die Großfahndung. Stattdessen will sie mit Hannos Hilfe und den umliegenden Bauern Wolfi durch eine Falle stellen.

In der Zwischenzeit macht Martin Blum auf dem Präsidium eine überraschende Entdeckung, die den Mordfall plötzlich ganz anders wirken lässt. Die neue Information lässt im Tatort „Schlaraffenland“ auch daran zweifeln, dass Wolfi tatsächlich der Täter war. Um der Spur nachzugehen, macht sich Martin Blum allein auf, was sich als schlechte Entscheidung erweist…

Die Erstausstrahlung der Tatort-Folge 499 „Schlaraffenland“ fand am 28. April 2002 in der ARD statt.

Besetzung
Hauptkommissarin Klara Blum – Eva Mattes
Martin Blum – Michael Gwisdek
Wolfi Osburg – Alexander Beyer
Heinz Osburg – Mathias Gnädinger
Bülent Isi – Ercan Özcelik
Annika Beck – Justine Hauer
Hanno Osburg – Martin Feifel
Manfred Steinert – Max Hopp
u.a.

Stab
Drehbuch – Stefan Dähnert
Regie – Nina Grosse
Kamera – Hans-Jörg Allgeier
Szenenbild – Jörg Höhn

Bilder: HR/SWR/Hollenbach


3 Meinungen zum Tatort Folge 499: Schlaraffenland

  • micci • am 12.2.14 um 0:19 Uhr

    Entwickelt sich gut, wird spannend. Durchaus sehenswert.


  • Dirk • am 25.2.16 um 10:53 Uhr

    Der Tatort Nummer 499 aus Konstanz am Bodensee. Blum und Blum ermitteln, gemeinsam und einmalig. Sie, Hauptkommissarin, er Kriminaldirektor. Gesucht wird der Mörder eines Kindes, verdächtigt wird der geistig zurück gebliebene Unternehmersohn eines Pflanzenschutzmittelherstellers. Blum und Blum glauben nicht so richtig dran und doch hängt der da irgendwie mit drin. Eindringlich, ungeheuerlich und spannend wirkender Tatort-Einsteiger-Streifen um die Kommissarin Blum von der Mordkommission Konstanz. Ein sehenswerter Tatort-Krimi über biologische und chemische Umweltkriminalität. Die Kamera wurde übrigens von Hans Allgeier geführt.


  • MoistvonLipwig • am 14.1.17 um 18:40 Uhr

    Desaster
    Weder Handlung noch Dialoge konnten überzeugen.
    Der Plot war bereits durchschaubar: Kind wird getötet, weil es zuviel gesehen hat, der Hauptverdächtige ist es nicht, Nummer zwei auch nicht.
    Zunächst viel auf, was fehlte: zuvörderst die Eltern des getöteten Kindes (statt dessen eine Meute Journalisten), desgleichen der/die Pathologe.
    Die Bauern und Nachbarn, die alle das Kind kannten, reagieren mit unerklärter Gleichmut.
    Dafür aber leisten sich die ermittelnden Bematen mitten in der Verfolgung eines Bewaffneten (!) den Luxus, die ganze Kolonne anzuhalten zum Zwecke der Beziehungsdiskussion.
    Die Schauspieler konnten die Schwächen des Drehbuches nicht ausmerzen: nur zwei konnten überzeugen: Alexander Beyer als Wolfi und seine Geisel. Die anderen deklamierten wie beim Schülertheater.
    Aufgrund der Schwächen fielen sogar Goofs auf: ab Polizeirat (Kriminaloberrat) ist ein Polizist nicht mehr Hilfbeamter der Staatsanwaltschaft und hat daher auch nicht mehr deren Rechte (z.B. Durchsuchungen anzuordnen).
    Fazit: muss nicht noch mal gesendet werden.


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