Tatort Folge 577: Teufelskreis

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Der 35. Fall von Ehrlicher und Kain trägt den Namen „Teufelskreis“. Dieser führt die beiden Kommissare zum Völkerschlachtdenkmal in Leipzig. Während eine Neonazi-Demonstration am Leipziger Hauptbahnhof stattfindet, wird am Völkerschlachtdenkmal einer der örtlichen Rädelsführer tot aufgefunden. Das Opfer Linhard Banzhaff wurde offenbar von der Galerie, welche höher liegt, herunter gestoßen.

Im Fahrstuhl liegt mit Stefan Mayer-Lischinski ein bewusstloser Verletzter. Die beiden Kommissare Ehrlicher und Kain ermitteln im Tatort “Teufelskreis”, dass das Opfer Banzhaff kurz vor seinem Sturz vom Denkmal einen Schlag auf den Kehlkopf erhalten haben muss. Mord als Todesursache steht damit offenbar fest. In den Akten findet die Staatsanwältin Mitterer einige Hinweise, das der arbeitslose und mehrmals vorbestrafte Betriebsschlosser schon seit einiger Zeit als politischer Aktivist für rechtsradikale Gruppen unterwegs ist. Auch der Kriminaltechniker Walter macht beim Sichten von Demonstration-Überwachungsvideos eine wichtige Entdeckung. So war das Opfer Banzhaff kurz vor seinem Tod noch auf der Kundgebung. Auf den Videos ist zu sehen, dass sich Banzhaff kurz vorher auf der Kundgebung mit Mayer-Lischinsky geprügelt hat. Dessen geschiedene Ehefrau versuchte die beiden im Tatort “Teufelskreis” zu trennen.
Die beiden Polizisten kommen in der Wohnung von Banzhaff der gemeinsamen Vergangenheit von Banzhaff und Mayer-Lischinsky auf die Spur. So zeigt ein Foto die beiden 1989 gemeinsam auf einer Anti-Stasi-Demonstration. Briefe von Mayer-Lischinsky belegen den Hass und den Ekel, welche er für die Motive, welche er erst später bei seinem Ex-Freund erkannte, empfand. Die beiden Kommissare Ehrlicher und Kain fragen sich, wie sich Banzhaff die luxuriöse Wohnung leisten konnte und woher auf den Kontoauszügen, welche auf dem Boden des Korridors liegen, die vielen Bareinzahlungen kommen.
Die beiden Kommissare Kain und Ehrlicher überraschen im Tatort “Teufelskreis” überdies auch die Oberregierungsrätin Rita Faulhaber, vom Verfassungsschutz, wie diese versucht, die Wohnung durch das Küchenfenster zu verlassen.

Die beiden Kommissare erhalten die schlechte Nachricht, dass der Hauptverdächtige im Tatort “Teufelskreis” aus dem Krankenhaus abgehauen ist. Die beiden Ermittler Ehrlicher und Kain finden die Räume des Ateliers von Mayer-Lischinski komplett verwüstet vor, als seine Exfrau, die Pastorin Antje Mayer-Lischinski, die beiden in das Atelier führt. Im Dunklen draußen vor der Tür lauern die gestalten, welche mit dem kirchlichen Widerständler ganz auf ihre eigene Art und Weise abrechnen wollen. Hermann Waldau, der neue Neonazi-Anführer in Leipzig und Nico Röckmann, Agitator der Neonazi-Demo und Anwalt, verstehen es sehr gut, die polizeilichen Ermittlungen für sich auszunutzen. Dies nervt die beiden Kommissare gehörig.
Der Fall nimmt eine überraschende Wendung, als ausgerechnet Rita Faulhaber zur Tatzeit auf den Bändern der Überwachungskameras von Walter entdeckt wird.

Besetzung der Tatort – Folge „Teufelskreis“:
Hauptkommissar Bruno Ehrlicher – Peter Sodann
Hauptkommissar Kain – Bernd Michael Lade
Stefan Mayer-Lischinski – Thomas Schmauser
Röckmann – Matthias Freihof
Staatsanwältin Mitterer – Simone von Zglinicki
Rita Faulhaber – Lisa Martinek
Frederike – Annekathrin Bürger
Antje Lischinski – Marie Lou Sellem

Stab
Regie: Hans-Werner Honert
Kamera: Jürgen Heimlich
Buch: Fred Breinersdorfer und Hans-Werner Honert
Musik: Andreas Hoge

Erstausstrahlung der Tatort – Folge „Teufelskreis“: 31.10.2004
Bilder: MDR/Spitz

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