Carol Schuler als Kommissarin Tessa Ott


Einsatzgebiet: Tatort Zürich
Erster Fall: Tatort Folge 1140: Züri brännt
Erstausstrahlung: 18. Oktober 2020

Körpergröße: 165 cm
Haarfarbe: Dunkelbraun
Augenfarbe: Grünbraun

Bearbeitete Fälle

4

Aktiv im Dienst

2020 - 2022

Beliebtheit

Einschaltquoten in Mio.

Zur Figur Tessa Ott

Tessa Ott hat keine klassische Polizistinnen-Laufbahn absolviert, sondern ist ausgebildete Psychologin und Profilerin. Die Kantonspolizei Zürich ist die erste Station in ihrer beruflichen Karriere, bei der sie sich als professionelle Ermittlerin behaupten muss. Ott ist gebürtige Züricherin und genoss eine unbeschwerte Kindheit im noblen Villenviertel auf dem Zürichberg. Ihre Familie ist sehr wohlhabend, in der Stadt hoch angesehen und hat viel Einfluss. Vielleicht zu viel? Irgendwie wird Tessa das Gefühl nicht los, dass sie ihren Job bei der Kriminalpolizei ihrer Herkunft zu verdanken hat. Immerhin ist ihre Mutter Präsidentin, also Vorsitzende einer Schweizer Partei – ein „scheiß Verein“ in Tessas Worten. Auch Staatsanwältin Wegenast ist politisch auf einer Linie mit ihren Eltern und möchte Tessa gerne fördern – doch die lehnt jegliche Sonderbehandlung ab. Schließlich wollte die Profilerin Ott doch schon möglichst früh möglichst weit weg von alledem. Als Jugendliche hat sie sich schnell gelöst von der luxuriösen Glitzerwelt, in der sie aufgewachsen ist. Getrieben von einem ungezähmten Freiheitsdrang, wollte sie raus aus dem goldenen Käfig, und so entschied sich die junge Tessa für ein Studium der Psychologie und Soziologie. Dabei entdeckte sie ihre Begabung für das Erstellen von Täterprofilen, weshalb sie sich zur Profilerin ausbilden ließ. So landete sie schließlich bei der Polizei, ein Arbeitsplatz, der gut zu ihrem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn passt, weniger jedoch zu ihrer rebellischen Art und ihrer Vergangenheit als Hausbesetzerin. Und dann ist da noch ihre Kollegin Isabelle Grandjean, die ihr anfangs nicht über den Weg zu trauen scheint …

FAQ zu Tessa Ott

Das Auftreten von Tessa Ott

Tessa Ott hat es anfangs schwer, sich bei der Züricher Kantonspolizei zu behaupten: Die junge Profilerin kann wenig Praxiserfahrung aufweisen, weshalb vor allem ihre neue Kollegin Grandjean zunächst an ihren Fähigkeiten zweifelt und das Profiling abschätzig als „Kaffeesatzlesen“ bezeichnet. „Behavioural Investigative Advisor“, kontert Ott, was hochtrabend klingt, aber lediglich ihre offizielle Berufsbezeichnung ist. Auch wegen ihrer Herkunft aus der Züricher High Society standen ihr die Kollegen zunächst skeptisch gegenüber, doch schnell wird klar, dass Ott frei von jeglichem Standesdünkel ist und keine Sonderbehandlung wünscht, sondern sich im Gegenteil sogar so weit wie möglich von ihrer Familie distanzieren will. Aber das ist schon das nächste Problem: Ihr Hang zum Rebellischen, teilweise Anarchischen kommt nicht gut an in einer Behörde, die Recht und Ordnung durchsetzen soll. Auch aus ihrer politischen Haltung macht Ott keinen Hehl und bezeichnet Vertreter der Pharmaindustrie schon mal als „kapitalistische Scheißwixer“ – wiederum zum Missfallen ihrer Ermittlungspartnerin Isabelle Grandjean. Doch ihre gute Kombinationsgabe und ihr psychologisches Feingefühl sind oftmals Gold wert bei den Ermittlungen. So bringt die Psychologin Tessa Ott die Kriminalbeamten auf Spuren, die „normale“ Kommissare vielleicht nie verfolgt hätten.

Isabelle Grandjean und Tessa Ott

Als junge Profilerin bekommt Tessa Ott eine Kollegin zur Seite gestellt, die es ihr anfangs wirklich nicht leicht macht: Isabelle Grandjean mutmaßt sofort, dass Tessa die Stelle nur aufgrund von Beziehungen „nach oben“ bekommen hat. Außerdem war Isabelle bisher daran gewöhnt, alleine zu arbeiten und zu ermitteln. Eine Teamplayerin ist sie nun wahrlich nicht. Doch schnell kann Tessa die Ermittlungspartnerin von ihren Fähigkeiten überzeugen. In ihrem ersten gemeinsamen Fall erkennt sie im Tattoo des Opfers sofort eine besondere symbolische Bedeutung – da kann Grandjean nur staunen. Tessas unkonventionelle und rebellische Art ist zwar ziemlich weit entfernt von Isabelles Zielstrebigkeit und Disziplin, aber die Gegensätze ziehen sich an und ergänzen sich gut beim Ermitteln – der Erfolg spricht jedenfalls für sich. Seit Isabelle Grandjean in einem Gutachten über Tessas Diensttauglichkeit befinden musste und zu ihren Gunsten entschieden hat, scheint das Eis zwischen den beiden endgültig gebrochen zu sein. Auch wenn Tessa in ihrer kumpelhaften Art Isabelle einfach ungefragt duzt, während diese lieber beim distanzierten „Sie“ bleibt: Die beiden ungleichen Ermittlerinnen raufen sich immer wieder zusammen und bilden mittlerweile ein eingespieltes Team.

Die Kriminalbeamte Tessa Ott privat

Privat genießt Tessa ihr unabhängiges Singledasein. Ihr bester Freund ist der ehemalige Junkie Charlie Locher, mit dem sie viel Zeit verbringt. Die passionierte Fahrradfahrerin mag lässige, bequeme Kleidung mit ausgefallenen Mustern und Farben – Hauptsache jenseits des Mainstreams. Auf der linken Schulter trägt sie ein Tattoo, und – was sie wohl von den meisten anderen Frauen unterscheidet: Tessa Ott hasst Blumen. Mit dem Strauß, den ihr Staatsanwältin Wegenast zum Einstand schenkt, kann sie nichts anfangen und reicht ihn gleich an Grandjean weiter. In ihrer Vergangenheit muss Tessa Ott schlechte Erfahrungen mit Schusswaffen gemacht haben. Das ist wohl der Grund dafür, weshalb sie ihre Dienstwaffe nur selten trägt, obwohl sie in der Arbeitszeit eigentlich stets griffbereit sein muss.

Über die Darstellerin Carol Schuler

Carol Schuler wurde 1987 in Winterthur als Tochter eines Ingenieurs und einer Fitnesstrainerin geboren. Ihre Tante führt sie mit fünf Jahren ans Ballett heran, und schon im Alter von zwölf Jahren tritt Schuler in Filmen und Fernsehserien auf. Bereits für ihre erste Hauptrolle im Film „Lieber Brad“ (2001) wurde Schuler mit dem Schweizer Filmpreis ausgezeichnet. Von 2006 bis 2009 absolvierte Carol Schuler eine Ausbildung zur Schauspielerin am Europäischen Theaterinstitut in Berlin. Anschließend spielte sie vor allem auf Theaterbühnen, u. a. am Schauspielhaus Zürich und an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin. Größere Bekanntheit in Deutschland erlangte Schuler mit Kinofilmen wie „Nachtlärm“ (2012) und „Maria Mafiosi“ (2017), wo sie eine Mafiabraut spielt. Seit 2017 gehört Schuler zum festen Ensemble der Schaubühne Berlin. 2020 lösten sie und Anna Pieri Zuercher schließlich Stefan Gubser und Delia Mayer als Schweizer Tatort-Team ab. Neben der Schauspielerei ist Musik die zweite Leidenschaft von Carol Schuler: So hat sie regelmäßige Auftritte mit einer 20er-Jahre-Swingband und einer Soul-Boogaloo-Band. Schuler lebt heute in Berlin, bleibt der Schweiz aber zumindest kulinarisch treu: Ihr Lieblingsgericht ist das Käsefondue.

FAQ zu Carol Schuler

Hat Carol Schuler einen Ehemann?

Über ihr Privatleben gibt Carol Schuler nicht viel preis. Deshalb ist nicht bekannt, ob sie einen Ehemann oder Freund hat.

Wie erhalte ich Autogramme

Wer ein Autogramm von Carol Schuler erhalten möchte, kann versuchen, dies mit einem frankierten Rückumschlag an die Agentur der Schauspielerin anzufordern: Divina – Agentur für Schauspielkunst Marketa Modra Kettenbrückengasse 20/28 A-1040 Wien Postadresse: Schlehdornweg 2 14532 Kleinmachnow