Tatort Folge 478: Du hast keine Chance



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Die Saarbrückener Tatort-Folge 478 „Du hast keine Chance“, bei der Hartmut Griesmayr Regie führte, wurde erstmals am 2. September 2001 in der ARD ausgestrahlt. In diesem Fall muss Kommissar Max Palu (Jochen Senf) nicht nur einen Mord, sondern gleichzeitig auch die Entführung eines Kindes aufklären. Besonders brisant ist, dass der gestandene Ermittler bei der Aufklärung auch noch persönlich betroffen ist, denn das entführte Opfer ist der Neffe seiner derzeitigen Freundin Margit (Tatjana Clasing).

Der zehn Jahre alte Patrick ist in dieser Folge des ARD-Tatorts zu Besuch bei Max Palu und seiner deutlich jüngeren Freundin Margit. Das Kind mischt den Alltag des Saarbrückener Kommissars ziemlich auf, besonders, als Patrick plötzlich verschwunden ist. Wo könnte er stecken, und vor allem, wie soll Palu ihn wiederfinden, ohne jegliche Anhaltspunkte über den Verbleib des Jungen?

Nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass Patrick entführt wurde. Schnell erkennt der Ermittler, dass der Entführungsfall mit seiner Arbeit an einem Mordfall zusammen hängt: Der als „Kredithai“ bekannte Geschäftsmann Lohmann war ermordet aufgefunden worden. Palu hatte daraufhin herausgefunden, dass der junge Imbissbudenbetreiber Mike (Oliver Hasenfratz) ein Motiv für die Tat gehabt haben könnte. Dieser hatte den Imbiss erst vor kurzer Zeit eröffnet und bereits Schuldenlasten gegenüber Lohmann zu tragen. Um die ausstehenden Beträge ausgezahlt zu bekommen, hatte Lohmann sogar Geldeintreiber zu Mike geschickt. Aufgrund dieser Vorgeschichte hatte Kommissar Palu den Imbissbudenbetreiber als Hauptverdächtigen in Untersuchungshaft schließen lassen.

Die Freundin des potenziellen Mörders, verlor daraufhin die Nerven und wurde selbst zu Täterin: Offenbar hat sie den jungen Patrick entführt, um auf diese Weise die Freilassung von Mike zu erzwingen. Für den erfahrenen Tatort-Kommissar steht somit fest, dass die einzige Chance, den Neffen seiner Freundin unversehrt frei zu bekommen, ist, den Mordfall so schnell wie möglich aufzuklären.

In „Du hast keine Chance“ stellt sich mehr als einmal die Frage, ob Mike denn tatsächlich zu einem Mord fähig sein könnte und wer sonst noch ein Motiv für die Tötung des Geschäftsmannes gehabt haben könnte. Palu muss auf diese Fragen so schnell wie möglich eine Antwort finden, denn auch seine Freundin macht ihm schon bald zusätzlichen Druck. Unter erschwerten Bedingungen macht er sich an die Arbeit.

Diese Saarbrückener Tatort-Folge beinhaltet eine ungewohnt hohe Verschmelzung der privaten und der beruflichen Ebene Palus und macht den beliebten Ermittler somit menschlich noch ein bisschen sympathischer für das Publikum. Gleichzeitig wurde mit der Ausstrahlung von „Du hast keine Chance“ auch die letzte Arbeit des Schauspielers Oliver Hasenfratz gezeigt, welcher nach den Dreharbeiten mit nur 34 Jahren einem Krebsleiden erlag.

Besetzung
Max Palu – Jochen Senf
Stephan, sein Assistent – Gregor Weber
Mascha Nibur – Katharina Schüttler
Mike Keller – Oliver Hasenfratz
Gerry Adler – Stephan Benson
Patrick – Frederik Abrahams
Herbert Lohmann – Michael Hanemann
Frau Dr. Lenius – Inga Busch
Isabelle Jung – Nicole Max
Jürgen – Sven Thiemann Margit – Tatjana Clasing
Corinna Lohmann – Nicole A. Spiekermann
als Gast:
Kommissar Bienzle – Dietz-Werner Steck

Stab
Musik – Frank Nimsgern
Regie – Hartmut Griesmayr
Szenenbild – Norbert Scherer
Buch – Felix Huby
Kamera – Klaus Peter Weber

Bilder: MDR/SR/Iris Mauer


4 Meinungen zum Tatort Folge 478: Du hast keine Chance

  • gjb • am 19.6.09 um 18:41 Uhr

    auch das ist k e i n bienzle – tatort


  • Torben • am 25.11.10 um 22:04 Uhr

    Wo bekomme ich diesen Tatort auf DVD


  • Dirk • am 7.7.16 um 4:29 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 478 aus Saarbrücken. Ein weniger interessant zu schauender Tatort-Fernsehfilm, in dem Hauptkommissar Palu seinen Kollegen, den Hauptkommissar Bienzle, aus Stuttgart trifft und eine beruhigende Zusammenarbeit mit diesem betreibt. Das war’s dann auch, vielleicht etwas zu viel Privat-Kram der untersuchenden Kommissare wurde in diesem Tatort mit verarbeitet, was die Spannung und die Konzentration auf die ursprünglich Handlung ein wenig ablenkte. Kann man schauen, zumal das Drehbuch wiederum von Felix Huby stammte.


  • Paul • am 31.8.19 um 22:08 Uhr

    Reichlich Äction, schöne Kulisse (Völklinger Hütte) dafür aber sehr Klischee und zu viele Zufälle…


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