Tatort Folge 072: Flieder für Jaczek

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Kommissar Konrad schwant Übles, als er im Tatort „Flieder für Jazcek“ in seinem Büro in Frankfurt die Nachricht erhält, das dieser aus der Strafanstalt in Butzbach entlassen worden ist. Er hatte vor einigen Jahren einen Geldtransporter ausgeraubt und zusammen mit seinem Helfer etwa 900.000 Mark erbeuten können. Der Fahrer, welcher den Geldtransporter seinerzeit gesteuert hatte, wurde bei dem Überfall erschossen. Diesen Schuss soll laut Jazcek damals sein Komplize abgegeben haben, welcher aber später von der Polizei getötet wurde. Man konnte ihm aber damals das Gegenteil nicht beweisen und so musste er im Tatort „Flieder für Jazcek“ nur wegen Raubes in den Knast. Konrad ist aber davon überzeugt, dass er damals auch den Fahrer getötet hat und er rechnet ganz fest damit, das er im Tatort „Flieder für Jazcek“, noch ein weiteres Mal versuchen wird, an das „Große Geld“ zu kommen.

Kommissar Konrad soll damit auch recht behalten. Der Österreicher Jazcek ist kaum wieder auf freien Fuß, da beginnt er im Tatort „Flieder für Jazcek“ auch schon damit, zusammen mit seinen beiden Komplizen, dem Berliner Mattfeld und dem Bayern Kofler, eine Geiselnahme vorzubereiten. Bei ihr soll ein Millionenbetrag erpresst werden und es soll den Dreien auch gelingen, die Frau eines Bankdirektors zu entführen und in ihre Gewalt zu bringen. Nun fordern sie im Tatort „Flieder für Jazcek“ am Telefon zwei Millionen Mark Lösegeld. Das Lösegeld sol dabei ganz zur Verblüffung der Polizei auf einer der am meisten befahrenen Frankfurter Brücken über den Main übergeben werden und es soll von Kommissar Konrad selbst gebracht werden. Dabei verlangen die Gangster auch, dass die Brücke abgesperrt wird, und fühlen sich dabei sehr sicher.

Konrad verhandelt im Tatort „Flieder für Jazcek“ mit den Entführern auf der Mainbrücke und am Mainufer liegen versteckt Präzisionsschützen mit dem Gewehr im Anschlag. Er kann dabei feststellen, dass der Mann, welcher sich maskiert als Jazcek ausgibt, gar nicht Jazcek sein kann und nun hat der Krisenstab zu entscheiden, ob das Lösegeld im Tatort „Flieder für Jazcek“ übergeben werden soll. Aber Kommissar Konrad grübelt nun darüber, wo Jazcek abgeblieben ist und was hinter der ganzen Sache steckt. Dabei weis er aber auch, dass auf seine Kollegen und auf ihn im Tatort „Flieder für Jazcek“ eine sehr schwere Bewehrungsprobe wartet.

Besetzung der Tatort – Folge „Flieder für Jazcek“:
Kommissar Konrad – Klaus Höhne
Robert Wegner, sein Assistent – Walter Renneisen
Willi Mattfeldt – Günter Lamprecht
Ferdi Kofler – Hans Brenner
Kurt Quaas, Bankdirektor – Peter Roggisch
Irmi – Michaela May
Staatssekretär – Günter Strack
Martina Quaas, seine Frau – Suzanne Roquette
Kommissar Schäfermann – Manfred Heidmann
Polizeipräsident – Hermann Treusch
Franz Jaczek – Alfred Reiterer

Stab:
Buch – Jürgen Scheschkewitz
Buch – Stefan Murr
Regie – Fritz Umgelter
Schnitt – Birgit Bosboom
Szenenbild – Horst Klös
Produktion – Hans Prescher
Produktionsleitung – Wolfgang Völker
Kamera – Werner Hoffmann

Erstausstrahlung der Tatort – Folge „Flieder für Jazcek“: 27.02.1977
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3 Kommentare

  • zardoz
    1. April 2010 - 22:12 | Permalink

    Absoluter Klassiker der 70iger.
    Der Österreicher authentisch, der Rest routiniert.
    Hat Spaß gemacht. Die erste Wiederholung seit 14 Jahren.

  • Gudrun Eussner
    2. April 2010 - 21:59 | Permalink

    Ich bin begeistert. Vielleicht gibt’s noch mehr davon. Auch mir gefällt die Routine, die leider in den Tatort-Krimis der letzten zehn Jahre immer weniger wird. Den Drehbuchautoren fällt nichts mehr ein, als die Kommissare zu Opfern, Verwandten von Opfern, zu Zeugen, zu (meist) fälschlich Verdächtigten zu machen.

    Die “heimliche Tatort-Königin” Anke Sevenich sagt in der Sendung hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=40412&key=standard_document_35736154 “Die beliebtesten Schaupieler Hessens” sinngemäß, daß ihre Rolle sehr viel mehr Möglichkeiten böte als die der Kommissare, die fragten: Wo waren Sie gestern zwischen 22 Uhr und Mitternacht?

    Darum anscheinend wird den Kommissaren in den letzten Jahren allerlei angedichtet, womit sie gewissermaßen auf die andere Seite gezogen werden.

    Frühere Krimi-Autoren hatten solches nicht nötig, da trug die Rolle der Kommissare durch den Einfallsreichtum, mit dem sie von den Autoren gezeichnet wurden.

    Im Krimi “Auf Gedeih und Verderb” der “Küstenwache” des ZDF saßen vor einigen Tagen auch zwei Kommissare als Opfer in einer sich allmählich mit Wasser füllenden Tonne und drohten darin umzukommen. Der Film drehte sich nur noch um die Kommissare. kuestenwache.zdf.de/ZDFde/inhalt/22/0,1872,8048854,00.html

    Ich habe böse Artikel über solche Langweiler geschrieben.

  • gjb
    4. April 2010 - 14:54 | Permalink

    betreff . brief von gudrun

    ist doch schon lange meine rede, keine ideen mehr die schreiberlinge. die wohl am häufigsten entführte kommissarin
    ist wohl die blonde aus soko ( zdf ), gefolgt von soko leipzig, alle waren da schon mal ” opfer ” incl. deren kinder. so was von langweilig.lena odenthal wird auch schon mal opfer ( öfter mal ). wie fast ein jeder der tatort -
    kommissare. diese geschichten sind nur zum gähnen, genauso
    wie pathologen und psychologen die bei der verbrechensbe -
    kämpfung permanent vor ort sind. bei palu agierte sogar die
    schreibkraft vor ort und ist jetzt ermittelnd tätig bei den
    saarbrücker kommissaren. das ganze wird immer unglaub -
    würdiger und zusehens langweiliger. ein anderer modetrend
    war es, ermittelnden kommissaren eine weibliche vorgesetzte
    unterzujubeln, frei nach schwedischem vorbild. entsetzlich.
    vielleicht schreibt ja mal wieder ein autor ein brillantes werk. diese geschichten gleichen inzwischen einander so,
    dass man für die geschichte nur ort und personen ge -
    wechselt hat.( ehrlicher fand sogar schätze, war auch ein bisschen kika dabei ) könnte es sein, dass es zu viele
    ermittler – teams gibt? was meint ihr ?

    grüsse

    gjb

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