Tatort Folge 1022: Die Liebe, ein seltsames Spiel



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Tatort Folge 1022: Die Liebe, ein seltsames Spiel 3 22

„Ich bin poly. Polyamorie – noch nie davon gehört?“ fordert ein attraktiver Lockenkopf Anfang Vierzig die verdutzten alternden Kriminalbeamten Batic (Miroslav Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl) bei ihrer Vernehmung heraus. Tja, die Liebe ist halt ein seltsames Spiel, werden die zwei Münchner Tatort-Kommissare im Laufe der Untersuchungen noch feststellen. Insbesondere Ivo Batic, frisch verknallt in seine neue Flamme Josie, bekommt dies in seinem neuesten Fall hautnah zu spüren.

Der BR-Tatort „Die Liebe, ein seltsames Spiel“ wird am Sonntag, den 21. Mai 2017 um 20.15 Uhr erstmals in Das Erste gesendet.

Inhalt der Tatort-Folge „Die Liebe, ein seltsames Spiel“

Der 75. Fall des eingeschworenen Münchner Tatort-Duos mit Ivo Batic und Franz Leitmayr dreht sich – der Titel deutet es unmissverständlich an – um das große Thema Liebe. Welches Verständnis haben die Menschen von diesem Gefühl, was verstehen sie unter einer intakten Beziehung, welche Freiheiten darf man sich in einer festen Partnerschaft nehmen und welche – ohne das Einverständnis des anderen – besser nicht? Die beiden Hauptkommissare aus der bayerischen Landeshauptstadt, die selbst monogame Partnerschaften bevorzugen, ziehen angesichts der in ihren Augen „wilden“ Lebensweise von Thomas Jacobi, erfolgreicher Architekt, die Augenbrauen hoch. Der Mann führt mehrere Beziehungen gleichzeitig, aber nur eine der Damen weiß von den übrigen Konkubinen. Da ist ein ausgefeiltes Zeitmanagement gefragt.

 
Thomas Jacobi ist zufrieden und glücklich. Sein hochmodernes Architekturbüro in München floriert, die Mitarbeiter sind motiviert, und auch privat läuft alles bestens. Mal fährt der 49-Jährige nach Feierabend zu der einen Frau, mal zu einer anderen, dann zur nächsten. Weil er viel arbeitet, hinterfragen die unwissenden Partnerinnen die vermeintlichen Überstunden im Büro nicht, und wenn Jacobi stattdessen eine seiner Geliebten besucht, lebt er genau das Leben, das er sich wünscht.

Als eine seiner Geliebten in der Tiefgaragenauffahrt eines betongegossenen Mehrfamilienhauses erdrosselt aufgefunden wird, ist der Architekt im Krimi „Die Liebe, ein seltsames Spiel“ entsetzt. Verena Schneider heißt das Opfer, das in der Möhringstraße in München alleine lebte, in einer „vorübergehenden Beziehungspause“ von ihrem Ehemann.

Der Rechtsmediziner Dr. Matthias Steinbrecher ist bereits am Tatort, als Leitmayr und sein junger Assistent Kalli Hammermann dort eintreffen. Ivo Batic lässt hingegen auf sich warten; der Ermittler hat Besseres zu tun, geht er doch gerade auf Tuchfühlung mit seiner Affäre Josie. Lange ist das Opfer noch nicht tot; Therese Heimerl, die Gattin des Hausmeisters, hat die Leiche in der Auffahrt gefunden. Hammermann und Batic, der mittlerweile gut gelaunt am Tatort eingetrudelt ist, befragen die ältere Dame Helga Maitz, die im Erdgeschoss wohnt und stets alle Nachbarn im Blick hat. Währenddessen vernimmt Leitmayr die noch unter Schock stehende Heimerl und deren Ehemann. Doch niemand im Haus hat an diesem Tag etwas Auffälliges gehört oder gesehen.

Ein gläsernes 3D-Foto von Thomas Jacobi, das als Dekoobjekt in der Wohnung der Toten sichergestellt werden kann, und persönliche Nachrichten auf Schneiders Mobiltelefon bringen die Kripo München auf die Spur des erfolgreichen Architekten. Es stellt sich im BR-Krimi „Die Liebe, ein seltsames Spiel“ heraus, dass Jacobi und die verheiratete Schneider eine heimliche Beziehung führten. Jacobi gibt sofort zu, noch vor wenigen Stunden mit dem Opfer zusammen gewesen zu sein. Das Liebespaar hatte dabei einen lautstarken Streit, den die neugierige Frau Maitz bestätigen kann. Den Mord bestreitet der Verdächtige jedoch; er habe die Wohnung nach zwei Stunden wieder verlassen, weil er einen Termin bei seiner Hausärztin Dr. Slowinski gehabt habe.

Die weiteren Recherchen im Fall ergeben, dass sich die Kellnerin Verena Schneider am Tag der Tat frei genommen hatte, um Jacobi in ihrer Wohnung treffen zu können. Schneiders Chef berichtet den Polizisten, dass sich die junge Frau von ihrem Liebhaber trennen wollte, da ihr pikante Fotos in die Hände gefallen waren, die Jacobi mit einer anderen Frau zeigten. Von wem die Bilder stammten, das war Schneider nicht bekannt. Währenddessen ergibt die Obduktion, dass die Frau im dritten Monat schwanger war, als sie starb. Ivo Batic und Franz Leitmayr wird von mehreren Seiten bestätigt, dass Thomas Jacobi jedoch keine Kinder wollte – hat er seine schwangere Geliebte also umgebracht?

Als Dr. Slowinski – nicht nur die behandelnde Ärztin, sondern ebenso eine Geliebte Jacobis – stirbt, und dieser wiederum ein Alibi für die Tatzeit hat, will das Puzzle im Tatort des Bayerischen Rundfunks noch immer nicht recht zusammenpassen. Nach und nach zerfällt das Lügenkonstrukt des Architekten um seine zahlreichen Damen, die von Batic und Leitmayr nun mit der Wahrheit konfrontiert werden. Für die Frauen bricht eine Welt zusammen. Einzig die Psychologin Dr. Julia Stephan, die von Anfang an in die Lebensweise des attraktiven Architekten eingewilligt hat, sieht daran nichts Verwerfliches …

 
Der Regisseur dieser Tatort-Folge ist der Grimme-Preis-Träger Rainer Kaufmann, der zuvor bereits den bayerischen Krimi „Der Wüstensohn“ (Tatort-Folge 916) inszeniert hatte; mit einer Einschaltquote von 9,94 Millionen bei der Erstausstrahlung am 14. September 2014 gehört Kaufmanns Tatort-Debüt zu den erfolgreicheren Episoden der Krimireihe.

Eine der Partnerinnen Jacobis, die Ärztin Dr. Andrea Slowinski, wird in „Die Liebe, ein seltsames Spiel“ von Juliane Köhler verkörpert; die spielt im Kölner Tatort Max Ballaufs Dauergeliebte Lydia Rosenberg, eine Psychologin. Martin Feifel, der im BR-Tatort den Architekten mimt, hat schon in insgesamt sechs Tatorten mitgewirkt, darunter in den zwei Münchner Beiträgen „Nur ein Spiel“ (Tatort-Folge 598 von 2005) und „Aus der Tiefe der Zeit“ (Tatort-Folge 884 von 2013).

Die Drehzeit zum Tatort dauerte vom 26. Juli bis 26. August 2016, gefilmt wurde in München und Umgebung.

Die Redaktion von Tatort-fans meint …

Sabine (37 J. | Kinoliebhaberin)

Die Geschichte um den liebeshungrigen Architekten ist nicht rund. Die Figuren erscheinen ob der Kürze der Filmlänge zu blass gezeichnet, einzig Feifel haucht seiner Rolle Jacobi Charakter ein. Das Ende ist das absurdeste seit langem im Tatort. Der Trend, dass Kommissare ähnliche Lebenssituationen durchleben wie das Umfeld, in dem gerade ermittelt wird: unnötig.

Gerald (37 J. | IT-Nerd)

Ich bin immer noch verwirrt, war das jetzt ein Tatort oder ein BMW-Werbespot mit den typischen Motiven (Architektur und Sex)? Den eigentlichen Krimi habe ich als nicht sonderlich interessant wahr genommen. Ich finde, den kann man auch gut verpassen.

Musik im Tatort

Francoise Hardy – „Ein Fenster wird hell“, komponiert von Francoise Madeleine Hardy
Francoise Hardy – „Oh oh cher“, komponiert von B.L. Trammell und J.R. Setti und G. Guenet
Verena Marisa – Score (nicht im Handel erhältlich)

Tatort-Besetzung

Hauptkommissar Franz Leitmayr – Udo Wachtveitl
Hauptkommissar Ivo Batic – Miroslav Nemec
Assistent Karl-Heinz „Kalli“ Hammermann – Ferdinand Hofer
Veronika Hammermann, Mutter von Kalli – Wookie Mayer
Kathi Lechner, Freundin von Kalli – Lotta Lubkoll
Dr. Andrea Slowinski – Juliane Köhler
Dr. Isolde Slowinski, Andreas Mutter – Isolde Barth
Dr. Matthias Steinbrecher – Robert Joseph Bartl
Thomas Jacobi – Martin Feifel
Verena Schneider – Jasmin Gregori
Andre Schneider – Winfried Frey
Max Heimerl – Wowo Habdank
Therese Heimerl – Marlene Morreis
Anna Marie Fritsch – Genija Rykova
Nicole Büchner – Hanna Scheibe
Dr. Julia Stephan – Anna Schäfer
Heike Gonzor – Anastasia Papadopouslou
Martin Kowert – Michael Marwitz
Josie Cremer, Geliebte von Batic – Viola Wedekind
Helga Maitz, Nachbarin – Eva-Ingeborg Scholz
Makler – Andreas Bittl
Sekretärin – Marie Bloching
u.a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Katrin Bühlig
Regie – Rainer Kaufmann
Kamera – Klaus Eichhammer
Schnitt – Vera van Appeldorn
Szenenbild – Petra Heim
Musik – Verena Marisa

Video zur Tatort-Produktion

Bilder-Galerie zum Krimi aus München


38 Meinungen zum Tatort Folge 1022: Die Liebe, ein seltsames Spiel

  • Bernhard Inanc • am 15.5.17 um 22:36 Uhr

    Wo kann man,wie die Redaktion,die Folge jetzt schon sehen ?;-)


  • Bernhard Inanc • am 15.5.17 um 23:00 Uhr

    Eine Location war durchs 2 Min. ARD-Video (Hinter den Kulissen) leicht zu finden (Hamberger-LKW ,ClassiCon) : Das Glas/Beton-Bürohaus: Siegmund-Riefler-Bogen 3. Gleich östl. vom „Neue Messe“-Parkplatz. Ob die Schriften dann abgedeckt wurden ?;-)


  • arsylang • am 16.5.17 um 8:29 Uhr

    Ich frage mich, ob man die Tatort-Fan-Redaktion nicht auswechseln sollte. Kaum eine halbwegs positive Bemerkung. Soll ich mir jetzt am Sonntag einen Freiabend einziehen? Natürlich sind nicht alle Folgen gleich gut. Können sie ja auch nicht. Wäre ja gar nicht lustig, aber permanent so schlecht, wie von der Redaktion gesagt sind sie nun auch wieder nicht. das wollte ich schon lange sagen


  • Viktor Leberecht • am 19.5.17 um 10:56 Uhr

    Das ist keine Polyamorie. Der Architekt, der in dieser Folge sagt, er lebe polyamor, lebt genau das nicht, er betrügt einfach nur seine diversen Frauen.

    Zur Polyamorie gehört immer, das alle Beteiligten voneinander wissen und damit einverstanden sind. Dafür bin nicht nur ich als Blogger und Betreiber des Polyamorie Magazin Experte, darin sind sich alle Definitionen des Begriffs einig.

    Schade, die Autoren haben es entweder nicht verstanden, oder es war ihnen egal, und sie wollten nur einen Aufsehen erregenden Begriff nutzen.

    Uns tatsächlich Polyamorie lebenden Menschen, fügen Sie mit einer derartigen falschen Darstellung leider Schaden zu.

    Und wenn Sie sich fragen, weshalb ich mich beschwere, dann stellen sie sich einfach mal vor, sie hätten eine andere Bevölkerungsgruppe in vergleichbar falscher Weise dargestellt. Dann hätten Sie jetzt vermutlich wegen Diskriminierung einen Riesenskandal und vielleicht Prozesse am Hals.

    Es wäre schön, wenn Drehbuchautoren vor dem Schreiben ordentlich recherchieren würden. Wenn Sie das vor der nächsten Folge mit Polyamorie tun wollen, kontaktieren Sie mich einfach.

    Beste Grüße
    Viktor Leberecht


  • Sabine Pofalla • am 19.5.17 um 13:05 Uhr

    @Viktor Leberecht,

    herzlichen Dank für Ihre Ausführungen.

    Der „Lockenkopf Anfang Vierzig“, der in der Folgenbeschreibung zitiert wird, ist keineswegs jener Architekt … Wir empfehlen die TV-Erstausstrahlung am kommenden Sonntag zu sehen, dann klärt sich die vermeintliche Falschdarstellung wie von selbst!

    Mit besten Grüßen, Sabine


  • Andrea • am 21.5.17 um 20:22 Uhr

    Wer kann mir bitte sagen, welche Bar in dem aktuellen Tatort gezeigt wird?

    Endlich wieder ein wunderbar, einfach nur unterhaltender Sonntagabend-Krimi.


  • Christiane • am 21.5.17 um 20:54 Uhr

    Kann mir jemand das Ende erklären? Warum hat der Typ seine Nachbarin umgebracht?


  • Viktor Leberecht • am 21.5.17 um 20:59 Uhr

    @Sabine Pofalla: OK, Sie haben recht. Der Lockenkopf lebt tatsächlich Polyamorie. Als einzige. Der Architekt hingegen nicht.
    Auf die Gefahr hin, dass es klingt, als wollte ich mich rechtfertigen: die Inhaltsangabe ist da missverständlich. Im Eingangssatz wird von Polyamorie geredet, und dann spielt sie in der Geschichte eigentlich keine weitere Rolle, außer in der kurzen Szene, in welcher der Lockenkopf Polyamorie erklärt.
    Wer sich gründlicher informieren will, dem empfehle ich meine Webseite „Polyamorie Magazin“.
    Beste Grüße
    Viktor Leberecht


  • Thorsten • am 21.5.17 um 21:08 Uhr

    Ziemlich schwach. Sehr irritierend die Wunderheilung von Batic nach dem Endzeit-Tatort von vor drei Wochen, bei dem es so aussah, als ob die beiden den Dienst quittieren wollten. Auch keine gute Idee, Juliane Köhler zu besetzen, die im Kölner Tatort eine Psychologin spielt, die mit Ballauf eine on-und-off-Beziehung hat. Das wirkt alles sehr schlampig gemacht. Mit Polyamorie hatten die Affairen des Architekten, wie hier schon erwähnt wurde, nichts zu tun.


  • Marco • am 21.5.17 um 21:37 Uhr

    Kann mir jemand sagen was der Architekt für ein Auto fährt ??? Vielen Dank


  • Viktor Leberecht • am 21.5.17 um 21:44 Uhr

    Noch ein Nachtrag:
    Ich frage mich, wie viele der Zuschauer die Erklärung der Polyamorie mitbekommen haben. Die meisten werfen wahrscheinlich die Polyamorie mit dem betrügenden Architekten in einen Topf.

    Das legen zumindest die Überschriften mehrerer Kritiken großer Zeitungen nahe, die alle mit Polyamorie titeln. Und die hier genannten drei sind immerhin Medien mit einem gewissen intellektuellen Anspruch und Niveau. Wenn die das so verstehen, dann vermutlich auch andere.

    WELT: Polyamorie macht glücklich? Polyamorie macht tot!

    ZEIT: Polyamour Fou mit Konsequenzen

    NTV: Münchner Polyamorie-„Tatort“Alle meine Frauen


  • alter Fan • am 21.5.17 um 23:24 Uhr

    ja herrschaftszeiten – wer hat denn nur dieses Drehbuch verbr… – ein echter Münchner TO war das ja wol wirklich nicht . Als ob der 1. FC in der 3. Liga spielen würde . Zwei Sterne gibt´s in diesem Fall nur für meine zwei “ Lieblingsgrauköpfe “ – wie schon angekündigt : verdeckte BMW Werbung – und die Bösen fahren dann auch noch potthäßlichen MINI .


  • deedplace • am 22.5.17 um 1:03 Uhr

    Wenn man die Kontinuität der Charaktere mal beiseite läßt (Ivo war ja im letzten Münchner Tatort eher im Abschussbereich und die nette Fr. Dr. macht ja dem Kölner Kollegen Ballauf schöne Augen), dann war dies durchaus ein unterhaltsamer Abend mit den Münchner Helden.
    Wäre da nicht die Sache mit dem Kissen. Das hat nun wirklich den Anschein, dass Frau Bühlig zum Ende des Drehbuchs in der leidenschaftlichen Abhandlung dieser pentagonistischen Beziehung den Täter für die erste Tat etwas übersehen hatte und ihn noch unterbringen musste.
    Aber all das sei verziehen – ich fand’s durchaus kurzweilig. :-)


  • Sir Sherlock • am 22.5.17 um 5:18 Uhr

    Ich glaube einige sehen den Tatort zu verbissen, er orientiert sich zwar am Spiegel unserer Zeit, aber es ist immer noch eine Sonntagabendunterhaltung! Wollen (Wir?) nicht immer spektakulärere Drehbücher mit geheimnisvollem Ende.
    Ich kann mich anschließen – ich fand’s durchaus kurzweilig. :-)


  • Frank • am 22.5.17 um 6:50 Uhr

    Beim letzten Mal Batic/Leitmayr blieben zwei physisch und psychisch angeschlagene „Fast“-Vorruhständler zurück. Nun haben wir hormonbedingt einen agilen Batic und einen nur noch in Bezug auf seine Kollegen humpelnden, Leitmayr. Ein Tatort ohne grosse intellektuelle Herausforderung im typischen Münchner Umfeld, rund um das Thema Liebe. Allerdings mit so wenig Herzblut von nahezu allen Beteiligten, dass die Glaubwürdigkeit der Figuren völlig verloren geht. Assistent Kalli bleibt so die einzig „kurzweilige“ und glaubwürdige Person. Martin Eifel kann in seiner Rolle als Thomas Jacobi überzeugen, aber gegen das schlechte Drehbuch mag auch er nicht anspielen. Für mich einer der schlechtesten Münchner Tatorte – 1 Stern aus Mitleid und für Kalli.


  • arte-Versteher • am 22.5.17 um 7:20 Uhr

    Figurenentwicklung wie in einer Groschenheft-Jugendserie: Zu Beginn einer neuen Folge sind alle wieder 12 Jahre alt und freuen sich auf die großen Ferien. Zu Beginn der nächsten Folge sind alle wieder 12 Jahre alt und freuen sich auf die großen Ferien. Zu Beginn der nächsten… Da ist es fast schon eine gute Nachricht, dass diese Einzelfolge für sich genommen einfach nur belanglos war.


  • Hanz W. • am 22.5.17 um 7:55 Uhr

    Mir persönlich war das alles ein bißchen arg viel Oberflächenschickimicki, im Setting teilweise schon fast an den guten alten „Derrick“ erinnernd… für einen Tatort, zudem einen Münchner(!), viel zu wenig. Der Super-Architekt mit fünf Frauen, schicke Berufe, schicke Wohnungen, schicke Bilder, schicker Sex, tolle Autos… ach du liebe Zeit.
    Ich bin durchaus kein Freund der üblichen „Realismus“-Debatten zu einem Krimi, aber das war mir dann doch ein wenig um ein „pikantes Thema“ (man kann auch sagen: Modethema) herumkonstruiert. Der etwas unselige Trend, warum die Kommissare mehr und mehr in eine dem Fall vergleichbare Konstellation hineingeraten, wurde oben schon angesprochen und zu Recht moniert.
    Wenn man den Film gestern vergleicht mit den vielen eigenwilligen, originellen, spannenden, spezifisch münchnerischen, die wir schon sehen durften, dann war das gestern eine Enttäuschung.
    Ein wenig haben die Darsteller noch überzeugen können, deshalb zwei Sterne, aber das darf wieder besser werden.


  • Sabine Pofalla • am 22.5.17 um 8:31 Uhr

    @Marco:

    Der Architekt fährt ein Fabrikat von Jensen Motors aus Großbritannien (1935-76)!

    Viele Grüße aus der Redaktion, Sabine


  • spiderman916 • am 22.5.17 um 8:41 Uhr

    @Marco, Sabine Profalla: Es handelt sich um eine Jensen Interceptor, der erste PKW mit nichtelektronischem ABS.
    Ein wirklich hervorragender und unterhaltsamer Tatort mit Spannung und Witz! Wem dieser nicht gefallen hat, ist nicht mehr zu helfen.


  • jk • am 22.5.17 um 8:44 Uhr

    Sehr gut, keine politische Themen.


  • Dirk • am 22.5.17 um 9:25 Uhr

    Dümmliches, klischebbehaftetes, unintelligentes Drehbuch trifft auf gute, engagierte Schauspieler.

    Wer hat eigentlich die Innenausstattungen entworfen? However…

    Das war ein Satz mit X. Das war nix!


  • Garbak • am 22.5.17 um 9:48 Uhr

    Hallo liebe TO-Gemeinde
    Ich habs einfach nicht mitgekriegt – wer tötete die Ärztin, und warum?

    *kopfkratz*
    lg, Garbak


  • klops11 • am 22.5.17 um 10:12 Uhr

    Vielleicht habe ich was verpasst – aber welches Motiv hatte der Vater aus dem Erdgeschoss Frau Schneider zu töten? Einfach nur wegen der Wohnung??? Vielleicht habe ich es einfach verpasst … hatte schon mit dem ganzen Wirrwarr und Namen meine Probleme :P
    Bin besseres aus München gewohnt – deswegen leider nur 3/5

    @Garbak: Die Ärztin wurde von der Assistentin des Architekten (Hr. Jakobi) getötet.


  • Gottlieb • am 22.5.17 um 10:36 Uhr

    „Das Ende ist das absurdeste seit langem im Tatort.“ Das ist leider wahr, und so etwas entwertet den Krimi insgesamt. Immerhin weiß man nun um die Wohnungsnot in München, die deutsche Familien mit vier oder mehr Kindern (Gibt es die noch?) zu Stätten des Grauens werden läßt. Aber immer noch besser als die vielen trostlosen genetischen Sackgassen unter den Ermittlern in deutschen Krimis.


  • Garbak • am 22.5.17 um 10:42 Uhr

    ah – super. Danke, klops11

    Tatsächlich war ich auch etwas von diesem Tatort entäuscht. Recht schwach die Story. Ohne Spannung, ein zähes Dahingeplätscher. Habe wohl zuviel erwartet.
    Ist das tatsächlich so, daß Frauen nur immer auf den Verdienst/ Status des Mannes schauen? Nagut, ich denke in diesem Beziehungssumpf kommt niemand gut weg.
    Schauspieler und Dialoge waren ok.


  • CH • am 22.5.17 um 11:53 Uhr

    Wer ist den dieser Martin Eifel, von dem hier immer geschrieben wird?
    Ich sah Martin Feifel gut spielen auch die anderen Darsteller waren gut und es war spannend, bis zur Auflösung. Zwei Motive die völlig an den Haaren herbeigezogen und dann auch noch recht sinnlos waren, machten mir das Genuss zu nichte.


  • MadMonkey • am 22.5.17 um 16:44 Uhr

    Aua das war ziemlich schrottig für München. Was sollen immer diese Pornofilm-Szenen nee nee nee und dann soein fast armer armer Münchner Grau in Grau Quatsch. 1,3 Sterne


  • Marion H. • am 22.5.17 um 17:01 Uhr

    Eigentlich freue ich mich immer auf den Münchner Tatort, aber gestern war ich sehr enttäuscht …aus 2 Gründen:
    1. Es wurde kein Wort darüber verloren, wie es nach dem letzten Tatort mit den Kommisaren weiterging (Gesundheitszustand Batic nach heftiger Schussverletzung und Gehbehinderung? Vertrauensbruch zwischen Batic und Leitmayr? dienstrechtliche Folgen wegen der Vorfälle? )
    2. die Geschichte um die Morde und die absurden Motive der Mörder, die ganz zufällig 2 von 5 Geliebten eines
    polyamorösen Architekten töteten, wirkte sehr konstruiert

    Interessant war wirklich nur das äußerst abwechslungsreiche
    Leben des Architekten und die Erklärung der Polyamorie, welche sicher nicht jedem sofort bekannt gewesen sein dürfte.
    Mich persönlich hätte vor allem interessiert, wie die Kommissare die persönlichen und dienstlichen Konflikte
    aus dem letzten Tatort gelöst haben und sich so schnell körperlich und mental wieder von den Vorkommnissen erholen konnten.
    Nur 1 Stern


  • ingo • am 22.5.17 um 17:12 Uhr

    Kein guter Tatort.
    Vielleicht wollten sie ihn mit einigen sexszenen etwas aufpimpen.
    Bin besseres gewohnt und kurz vor dem Ende eingeschlafen so sehr hat er mich diesmal gefesselt.
    Hope the next is a better one.


  • Sylpru • am 22.5.17 um 17:56 Uhr

    Ist eigentlich noch jemandem aufgefallen,dass die Geschichte „Architekt plus viele Frauen plus Mord“ schon bei criminal intent verwendet wurde;und das gleich zweimal (Law and order Paris)?
    Und damit es nicht gar zu ähnlich ist,wurde noch schwupps in den letzten Minuten ein komplett anderer Plot hinzugeschrieben.Ach,es ging ja um eine größere Wohnung!
    Uns hat es trotzdem gefallen,weil es eine seichte leichte Sache war.


  • Andreas • am 22.5.17 um 19:15 Uhr

    Herrlich der gestrige TATORT, witzig und spritzig. Sooo lieb ich meinen Ivo und meinen Franz, meine ohnehin liebsten TATORT-Ermittler. Besonders, wenn sie sich hier witzig grantelnd gegenseitig auf die Schippe nehmen, hier ein Blick, dort eine Grimasse, hier ein Spruch, dort ein mit dem Auto davonfahren wollen und den Kollegen stehen lassen..

    Super inszeniert, geschrieben, geschauspielt! Mehr davon dieser Art!

    Die heiter-spaßigen TATORTe der Münchener sind mir die Allerliebsten und Dieser hier ist jetzt schon mein zweitliebster TATORT überhaupt nach dem grandiosen schräg-skurilen Esotherik-TATORT „DER GESANG DER TOTEN DINGE“ ebenfalls mit Batic/Leitmayr !


  • Karin • am 22.5.17 um 22:24 Uhr

    Lese ich die Kommentare, glaube ich fast, einen anderen Film gesehen zu haben.

    Also mir hat er der Tatort, bis auf das Ende, sehr gut gefallen, und ich fühlte mich bestens unterhalten beim Miträtseln.

    Ich mache das oft daran fest, ob ich das Bedürfnis empfinde, umzuschalten oder abzuschalten.

    Und ich erinnere nur mal an die katastrophalen Tatorte, die uns im Laufe dieses Jahres 2017 schon serviert, besser noch, zugemutet wurden.
    Da heben sich Batic und Leitmeyer meilenweit von ab.

    Es gab witzige Momente, man wurde an der Nase herumgeführt, und konnte nur erahnen, wer es eventuell gewesen ist. Das Ende war zwar etwas seltsam, aber verzeihbar.

    Mit anderen Worten, eine Wiederholung würde ich mir immer wieder anschauen.

    Vier Punkte.


  • Marcus • am 23.5.17 um 22:10 Uhr

    Viel ist zu den Schwächen dieses Tatorts schon geschrieben worden … ich fand ihn trotzdem überwiegend gut, und dass Nachwuchs-Architektin Fritsch den zweiten Mord begangen hat, war gut nachvollziehbar.

    Aber der erste Mord? Hab ich’s richtig verstanden: Der Familienvater bringt die Nachbarin um, um an deren (größere?) Wohnung zu kommen?? Also Quadratmeter-Mangel als Mordmotiv???
    Bitte klärt mich auf! Sollte das tatsächlich so im Drehbuch gestanden haben, wäre es ein hanebüchenes Ende eines an sich guten Tatorts.

    Unter Vorbehalt 4 Punkte … sollte jedoch Quadratmeter-Mangel als Mordmotiv zutreffen, gibt’s nur 2 Punkte.


  • Marie • am 25.5.17 um 18:34 Uhr

    Welches Auto fuhr Thomas Jacobi?


  • Dirk • am 27.5.17 um 18:59 Uhr

    Der Tatort mit der eigentlich nichts sagenden Nummer 1022, da fällt mir höchstens Schwanenhals ein, aus der schönen Isar – Stadt München mit ihren weiteren Flüssen. Die beiden Hauptkommissare, der Franz Leitmayr und der Ivo Batic, ermitteln in dieser Tatort-Fernseh-Doku wie immer für die dortige Mordkommission und dieses schon nunmehr in dem Jahre 2017. Wahrlich und tatsächlich, so ist es. Zwei Morde sind aufzuklären und ein Abstieg in die vergessene Welt der Moral und Ethik wird unvergessen aufgezeigt, auf beiden Seiten des Gesetzes. Für mich war dieser Tatort-Fernsehfilm so wenig sagend als irgendetwas. Tolle Oldtimer der zweiten Kategorie konnte man sehen und die Bedeutung von Beckengymnastik erfahren, durch Herrschaften der älteren Generation. Auch pikantes Essen der Balkanroute wurde dem interessant schauenden Zuschauer fernsehtechnisch serviert. Aber Spannung!?! Schnell wurde noch ein sozial-asymmetrisch eingebauter Mörder platziert, um von den akademischen und gebildet wirkenden sowie regelwidrigen handelnden Personen abzulenken. Kommt einen ja fast vor wie Richter und Schöffe. Dieser Tatort-Fernsehfilm erzeugt in mir tatsächlich keine Wiederholungsgefahr. Wirklich.


  • Seppl • am 30.5.17 um 10:07 Uhr

    @Marco: Der Architekt fährt einen „Jensen Interceptor“ (Baujahr 1966-1976). Wunderschönes Auto, in der Tat.


  • Eva • am 1.6.17 um 22:25 Uhr

    @Marcus:
    So einen „Mord wegen Quadratmeter-Mangel“, wie Sie es nennen, gab es tatsächlich in München (Sendling) im Januar 2013. Die 31jährige Verlagsangestellte Kathrin M. wurde von ihrem 18jährigen Nachbarn mit 22 Messerstichen getötet. Er hatte noch bei seinen Eltern gewohnt. Zitat Süddeutsche Zeitung: „Als Motiv habe der junge Mann, der zur Tatzeit noch 18 Jahre alt war, angegeben, dass er an die Wohnung seines Opfers habe kommen wollen. Er habe offenbar erwartet, dort dann einziehen zu können. Dieses absurd wirkende Motiv ist für die Ermittler ein wichtiges Indiz für die Vermutung, dass der Mann krank ist.“ Er ist heute in der Psychiatrie.
    Schöne Grüße aus der Stadt mit Deutschlands höchsten Mieten…


  • Gottlieb • am 3.6.17 um 7:50 Uhr

    @ Eva
    Hier handelt es sich um einen gestandenen Familienvater, der keineswegs psychisch krank wirkte, bevor aus heiterem Himmel eine schwer nachvollziehbare Lösung drangehängt wurde.


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