Tatort Folge 804: Nasse Sachen



Di 25.07. 22:00 Uhr NDR

Erscheinungsjahr: 2011
Kommissar: Saalfeld und Keppler
Ort: Tatort Leipzig


  4 Meinungen
Tatort Folge 804: Nasse Sachen 5 4

In der Leipziger Tatort-Folge „Nasse Sachen“ klären die Kommissare Eva Saalfeld (Simone Thomalla) und Andreas Keppler (Martin Wuttke) den Mord an einem Gebrauchtwagenhändler auf. Hierbei wird insbesondere Saalfeld nicht nur mit ihrer schwierigen Vergangenheit konfrontiert, sondern auch mit ihren eigenen Schuldgefühlen, denn im Zuge der Ermittlungen verletzt sie einen Mann schwer.

Tatort „Nasse Sachen“ – Trailer

 
In einem Leipziger Industriegebiet wird in „Nasse Sachen“ nachts ein toter Mann gefunden. Es handelt sich hierbei um den Gebrauchtwagenhändler Jannis Kerides, dessen Leiche aus einem fahrenden Auto gestoßen wurde. Saalfeld und Keppler nehmen in dieser Tatort-Folge die Ermittlungen auf. Könnte Kerides vielleicht in kriminelle Machenschaften verstrickt gewesen sein? Die Kommissare schließen nicht aus, dass ein Streit in diesem Milieu das Motiv für den Mord in „Nasse Sachen“ gewesen sein könnte.

Die Nachforschungen in dem Fall führen sie zunächst in die Werkstatt Kerides. Dort treffen sie auf dessen deutschen Partner Georg Hantschel und es kommt zu einem verhängnisvollen Ereignis: Hantschel wirkt sehr gefährlich und unberechenbar. Als er scheinbar eine Waffe aus seiner Tasche ziehen will, schießt Saalfeld, sich und ihren Partner in Gefahr sehend. Es stellt sich jedoch heraus, dass der Schwerverletzte gar keine Waffe bei sich trug, die Leipziger Tatort-Ermittler also nie in Gefahr waren. Saalfeld macht sich selbst schwere Vorwürfe. Obwohl ihr Handeln nachvollziehbar ist, kann sie sich das Abfeuern der Schüsse nur schwer verzeihen.

Bald darauf klärt sich der Mord an Kerides auf: Es wird die Leiche des 65-jährigen Walter Rimbachs gefunden. Dieser war Angestellter bei dem Toten. Doch warum wurde nun auch Rimbach ermordet? Sind die Geschäfte der Opfer tatsächlich der Grund für die Taten in „Nasse Sachen“? Oder haben sie einen familiären Hintergrund? Zum einen erfahren Saalfeld und Keppler, dass Rimbachs Tochter hoch verschuldet ist und ein Motiv für die Ermordung ihres Vaters gehabt hätte. Zum anderen ist da auch noch Thomas Kramm, der als Täter in Frage kommt: Kurz vor dessen Ermordung hatte Kramm das Opfer bedroht, weil er glaubt, dass Rimbach in das plötzliche Verschwinden seines Vaters im Jahr 1983 verwickelt war. Im Laufe der Ermittlungen und Nachforschungen über die Vergangenheit, erfährt Saalfeld in dieser Tatort-Folge Hintergründe über den Tod ihres Vaters. Eigentlich hatte sie schon lange mit diesem Abschnitt abgeschlossen, doch ihre neuen, überraschenden Erkenntnisse bringen die Kommissarin nicht nur immer weiter aus dem Gleichgewicht, sondern auch in große Gefahr…

 
Die Tatort-Folge „Nasse Sachen“ wurde am Pfingstmontag, den 13. Juni 2011, erstmals in der ARD ausgestrahlt. Gedreht wurde in Leipzig und am Flughafen Halle/Leipzig unter der Regie von Johannes Grieser. Produktionssender ist der MDR.

Besetzung
Hauptkommissarin Eva Saalfeld – Simone Thomalla
Hauptkommissar Andreas Keppler – Martin Wuttke
Kriminaltechniker Wolfgang Menzel – Maxim Mehmet
Inge Saalfeld – Swetlana Schönfeld
Dr. Zinner [Gerichtsmedizinerin] – Stephanie Schönfeld
Karla Rimbach – Claudia Michelsen
Georg Hantschel – Uwe Preuss
Herbert Bahrig – Günter Junghans
Thomas Kramm – Jörg Hartmann
Hannelore Schürmann – Marie Anne Fliegel
Staatsanwalt Dieckmann – Peter Benedict
Müllwagenfahrer – Stefan Gräbner
Melanie Köhler – Henrike von Kuick
Taxifahrer – Martin Ontrop
Streifenpolizist – Johannes Arpe
Archivar – Norbert Stöß
Polizist – Karl-Fred Müller
Rezeptionist – Benjamin Kiesewetter
u.a.

Stab
Drehbuch – Andreas Knaup
Regie – Johannes Grieser
Beleuchter/Beleuchtungstechnik – Torben Schmidt
Baubühne – Max Schindler
Garderobe – Maxi Munzert
Kamera – Wolf Siegelmann
Innenrequisite – Frank Jankowski
Kostüme/Kostümbild – Aenne Plaumann
Location Scout – Stefan Hübert
Maske/Maskenbildner – Wolfgang Lienig
Maske/Maskenbildner – Anke Saboundjian
Musik/Filmkompositionen – Jens Langbein
Musik/Filmkompositionen – Robert Schulte Hemming
Produktionsleitung – Ulrike Zirzow
Oberbeleuchter – Christian Thümmler
Schnitt – Esther Weinert
Produzent – Jan Kruse
Szenenbild – Matthias Baumgärtel
Set-Aufnahmeleitung – Torsten Etling
Ton/Filmtonmeister – Joachim Binsau

Bilder: MDR/Steffen Junghans


17 Meinungen zum Tatort Folge 804: Nasse Sachen

  • pumpkins • am 11.6.11 um 15:45 Uhr

    Ein MDR Tatort über Stasimachenschaften. Aha. Komische Sache sowas. Gerade dieser MDR hat seine Mitarbeiter nicht auf Stasivergangenheit überprüft.

    Diese Folge soll ja grausam schlecht geworden sein wenn man den Medien glauben darf. Bin mal gespannt ob er so schlecht ist und ob Eva Saalfeld wirklich in dieser Folge einen auf Lola rennt macht und durch Leipzig rennt.


  • Gudrun Eussner • am 13.6.11 um 19:30 Uhr

    „Eva stellt bei Kramm einige Unterlagen sicher und findet in diesen auch den Namen Horst Saalfeld wieder. Nun glaubt sie, endlich die Wahrheit über den Tod ihres Vaters herausfinden zu können. Er war als Volkspolizist bei der Ausübung seines Dienstes getötet worden. Doch die Ermittlungen bringen sie im Tatort „Nasse Sachen“ in große Gefahr.“

    Ein Inzucht-TO mehr, diesmal ist’s der Vater der Ermittlerin. Es geht nie mehr ohne, niemals mehr wird einfach ein guter TO geliefert, in dem die Kommissare ihre Arbeit tun, sondern es ist immer ein Familien- und Freundesbetrieb.

    Und was die sozialkritischen Aspekte angeht, so gibt es wohl keinen Krimi, der nicht durch die Sache selbst sozialkritisch ist. Jedes Verbrechen hat einen sozialen Hintergrund, wirklich jedes, da muß mir die ARD nicht noch die Vorlagen für die anschließende Anne Will-Sendung liefern.


  • gabi • am 13.6.11 um 22:34 Uhr

    Ich wohne in L und kenn mich bißchen aus: Eva S. mußte höchstens 130 meter lang „durch die halbe Stadt“ rennen um einen Tatverdächtigen zu erhaschen.
    Dies würde bedeuten daß L einen Durchmesser von 260 Metern hätte, aber bißchen größer isses doch schon. Da wurde geflunkert.
    Alberner Film, dazu schlecht, darüberhinaus zum Kotzen. Ist schon schlimm, wenn man weiß: Aaah, an dieser Stelle will der Film daß man als Zuschauer zuhause Spannung erlebt und Herzklopfen bekommt — anstatt daß dies wirklich passiert. Die sogenannte Neu-produziert-Tatort-Zuschauer-Krankheit, aber davon haben die doofen Rechtsmediziner sicher noch nichts gehört. Hätt ich heut nur weiter im Park gewartet, da waren so schün viele Gruftiemädchen in kurrrrzen Röcken.


  • Guinnix • am 14.6.11 um 12:50 Uhr

    Für mich seit langem der schlechteste Tatort.
    Bei Evas Suspendierung kam Hoffnung auf, dass man Keppler endlich eine neue Kollegin/einen neuen Kollegen vor die Nase setzt…
    Nein, diesen Tatort konnte auch Keppler nicht mehr retten, viel zu wenig Spannung und viel zu viel komplexe Themen, die in Randbemerkungen abgehandelt wurden.

    @Gudrun; Dabei war Anne Will gestern abend richtig gut…


  • THILLLE • am 14.6.11 um 14:14 Uhr

    EIN WUNDERBARES THEMA, LEIDER SCHLECHT UMGESETZT. DIE MENSCHEN, DIE ES NICHT BETRIFFT, HAKEN DEN TATORT AB. DIE MENSCHEN, DIE ES BETRIFFT, KRIEGEN FEUCHTE AUGEN…


  • ilse wubb • am 14.6.11 um 16:07 Uhr

    Ich habe die ganze Zeit nur darauf gewartet, dass sich in der Mimik von Frau Thomalla mal was tut. Wie schafft man das als Schauspielerin so völlig unbeteiligt zu wirken. Die Geschichte hätte doch gerade bei ihr Gefühlsausbrüche bewirken müssen. Wenn ich erfahren würde, dass mein totgeglaubter Vater noch lebt und er nach fast 30 Jahren vor mir stehen würde, ich glaube schreien, heulen und total die Fassung verlieren, wäre das mindeste. Und was passiert bei Frau Thomalla bzw. Eva Saalfeld: ein zartes Tränchen rinnt über das makelos geschminkte Gesicht, keine verheulten Augen, keine Verzweiflung. So eine schlechte Schauspielerin. Die achtet doch nur darauf, gut auszusehen. Es gibt doch so viele super Schauspielerinnen, die keine Angst haben, ihre Falten zu zeigen und dass man nicht immer, in jeder Situation perfekt aussieht
    ist doch wohl uns allen klar. Ich habe heute mal einen Selbstversuch gemacht und bin mit völlig starrer Miene rumgelaufen. Meine Familie fragte, ob ich krank bin oder ob ich eine Gesichtslähmung habe. Meine Erklärung, warum ich das mache, sorgte für Heiterkeitsausbrüche, also war das Experiment schnell wieder vorbei. Ich bin gespannt, ob das so weitergeht, wäre schade, denn die eigentlich guten Geschichten verlieren so für uns schon an Glaubwürdigkeit.


  • Kritischer Tatort-Zuschauer • am 16.6.11 um 23:10 Uhr

    Der Tatort fängt zwar interessant an, verkommt aber spätestens ab der Hälfte zum schwulstigen Melodram. Ich will einen Krimi sehen, kein politisches Statement, aber nein, weil wir ja in Leipzig sind, muß es ja wieder ein Statement in der Richtung sein „damals die böse böse Stasi und heute die tolle BRD natürlich ohne Filz, Korruption und ohne Dissidenten-Unterdrückung klärt das Unrecht auf“. Bullshit!
    Die Finte mit der falschen Identität hat langsam auch einen Bart, und dann noch obendrei Evas Vater, damit man schön so eine Darth-Vader-mäßige Szene machen kann „Eva, ich bin dein Vater!“.
    Alles Blödsinn…


  • Vorschlag • am 28.6.11 um 4:15 Uhr

    Also, ich hätte da mal einen Vorschlag für den nächsten Leipziger Tatort. Das Ermittlerteam gewinnt eine Reise auf den Traumschiff und wird dort vor der Küste von Cornwall von Wolfang Petersens BOOT torpediert. Kepler überlebt und bekommt dann einen neunen Partner. Um um aufzuklären wie eine Filmkulisse eine Zweite torpedieren kann wären als Gastermittler Thiel/Börne dabei. Da wär doch mal was! Und nebenbei kann sich Frau Thomalla dann wieder bei Pilcher und Co. bewerben, die brauchen gesichtsstarre Darsteller.


  • mipebs • am 8.5.13 um 21:34 Uhr

    mal vom Film abgesehen – viel mehr irritiert mich so etwas hier:

    „Verhasten Vater“, ist ja kein Hasen-Film und soll vermutlich „verhaßten Vater“ heißen.

    Oder das: „von ihm abgewannt“ – hat nichts mit Wanne zu tun, sondern „abgewandt“ oder einfacher „abgewendet“.


  • peter achterberg • am 5.2.14 um 19:54 Uhr

    Verstehe die Negativen Kommentare nicht, prima Tatort !

    Peter Achterberg – Amsterdam


  • meck23 • am 8.6.14 um 20:00 Uhr

    Bei 28 grad aussentemperatur nerven die winter ich friere witze solangsam


  • Jürgen Lücke • am 8.6.14 um 21:03 Uhr

    Purer Schwachsinn. Saalfelds Vatertaucht in Folge 893 auf, auch eine Halbschwester gab es fda. Wie viele Väter bekommt die Saalfeld noch?????????


  • Horst • am 9.6.14 um 18:33 Uhr

    Was wäre denn dieser Tatort ohne den Keppler? Hoffentlich bleibt dieser erhalten, denn nur er macht den Tatort noch spannend und interessant.


  • SoFiE • am 9.6.14 um 19:04 Uhr

    @ Jürgen Lücke – dies hier ist Tatort #804, also thematisch/zeitlich vor Folge 893. Die in dieser Episode beim Verhör angesprochene Halbschwester taucht dann in der Folge 893 auf. Und was den Vater angeht: der sitzt zu dieser Zeit wegen der angesprochenen Taten aus „nasse Sachen“ bei „türkischem Honig“ eben hinter Gittern.
    Was die Storyline betrifft also durchaus stimmig – nichts desto trotz: bitte bitte lasst doch wieder jemanden ermitteln, der zumindest zwei Gesichtsausdrücke kennt. Das ist unfassbar öde, sich 90 Minuten die Maske anzuschauen…


  • Norbert • am 9.6.14 um 23:35 Uhr

    Fing relativ unspektakulär an, aber dann wurde richtig Gas gegeben und Spannung erzeugt. Teilweise ging mir die Story richtig an die Nieren. Einer der guten Leipziger Tatorte mit Saalfeld & Keppler. „Faber“ mal sächselnd, da musste ich lachen.


  • Gottlieb • am 29.3.15 um 13:22 Uhr

    Eine spannende Handlung. Auch der politische Hintergrund ist plausibel. Daß die Kommissarin persönlich betroffen ist, gibt dem Krimi eine melodramatische Note, die ich im Tatort-Krimi nicht so schätze. Aber die Auseinandersetzung mit der SED-Vergangenheit ist doch recht intensiv und differenziert, sehr beeindruckend. Das ist um so wichtiger, als die Erben der SED überall in Mittel- und Ostdeutschland wieder das Sagen haben.


  • Dirk • am 26.10.15 um 16:26 Uhr

    Der Tatort 804 aus Leipzig mit den Hauptkommissaren Saalfeld und Keppler. Ein eingespieltes Team, leider in Erstsendungen auf dem Bildschirm nicht mehr zu sehen, ermittelt in Tötungsdelikten, die sich mehr und mehr zu einem Polit-Thriller mit Stasi-Kontakten entwickelten und bis in heutiger Zeit aktuell in der Thematik sind. Großartiger Tatort-Spielfilm aus dem Agenten-Sumpf-Milieu, mit gegenseitigen Erpressungen und Mordanschlägen. Untergetauchte und für tot gehaltene Mitarbeiter des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit der DDR tauchen wieder auf, Erkenntnisse tauchen auf, die niemand für möglich gehalten hätte. Für die Maske verantwortlich war Lienig, für den Ton zeichnete Binsau, in diesem sehenswerten Krimi. Ehrlich.


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