Tatort Folge 714: Waffenschwestern



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Tatort Folge 714: Waffenschwestern 3 3

In dem Tatort „Waffenschwestern“ muss Kommissarin Charlotte Sänger (Andrea Sawatzki) einer Gruppe von Bankräubern auf die Spur kommen, welche sich schließlich als schießwütige Frauenclique erweist. Der Fall wird für die Kommissarin zu einer großen Herausforderung, weil sie nicht nur den Umgang mit der Waffe scheut, sondern auch ohne ihren Kollegen Fritz Dellwo (Jörg Schüttauf) alleine in Frankfurt ermitteln muss.

Tatort Waffenschwestern – Trailer



 
Fritz Dellwo ist ausgerechnet dann für einen Beamtenaustausch in der bayrischen Landeshauptstadt, als seine Ermittlungspartnerin Sänger ihn in Frankfurt dringend braucht. Denn eine unbekannte Gruppe Bankräuber hält die Mainmetropole in Atem und versetzt durch ihr brutales Vorgehen und ein Todesopfer die Anwohner in Angst. Die Ermittlungen allein zu übernehmen, ist im Tatort „Waffenschwestern“ schon bald zu viel für die Fahnderin, die von ihrem Chef Rudi Fromm, Leiter der Mordkommission, bald nach Hause geschickt wird.

Ernstere Zweifel an der Diensttauglichkeit Sängers tauchen auf, als sie auf dem Heimweg mitten in eine Schießerei gerät und schließlich eine junge Frau ihre Waffe auf die Ermittlerin richtet. Aufgrund ihrer Abneigung gegen Waffen kann und will Charlotte Sänger im Frankfurter Tatort „Waffenschwestern“ nicht schießen. Diesen Job übernimmt ein vorbeikommender Streifenpolizist, der die Frau kurzerhand erschießt. Später stellt sich heraus, dass die Frau, eine Studentin namens Nadja Koch, anstatt einer gelandenen Waffe nur eine Schreckschusspistole auf die Kommissarin gerichtet hatte – Sänger also mit ihrem Zögern richtig lag. Wegen des Zögerns wird die Fahnderin jedoch trotzdem zu einer Psychologin geschickt – zu groß sind die Zweifel, dass sie ihren Dienst nicht regulär ausüben kann.

Doch Charlotte Sänger lässt im Tatort „Waffenschwester“ nicht locker und stößt in Kochs Zimmer auf einen Hinweis auf eine Schießanlage in Frankfurt, welche die Ermittlerin auch gleich besucht. Aufgrund ihrer guten Leistung an der Waffe wird die Polizistin dann auch bald in eine Gruppe Frauen aufgenommen, welche anstatt klischeemäßig Schuhe zu shoppen, lieber das Schießen trainieren und sich in nachgestellten historischen Duellen gegenüberstehen. Besonders zwischen der Leiterin Jule Fischer und der Kommissarin Sänger entsteht im Tatort „Waffenschwestern“ eine seltsame Freundschaft, welche auf Bewunderung und Anziehung basiert. Sänger hilft ihrer neuen Freundin sogar, nach einer Schießaktion vor den Beamten zu fliehen.

Die frische Freundschaft findet jedoch im Tatort „Waffenschwestern“ ein abruptes Ende, als die Fahnderin aus Frankfurt auf den Überwachungsbändern der überfallenen Banken eine interessante Entdeckung macht: Die Täter bewegen sich wie Frauen. Könnte also vielleicht Jule Fischers Gruppe als eine Art „Waffenschwestern“ hinter den Überfällen stecken? Dass Fischer möglicherweise gefährlich sein könnte, wird auch deutlich, als der Streifenpolizist erschossen wird, welcher Sänger mit Nadja Koch geholfen hatte. Denn Koch ist Jule Fischers Halbschwester. Wollte die sich im Tatort „Waffenschwestern“ also für Nadjas Tod rächen? Und was bedeutet das für Kommissarin Sänger? Fischer weiß ja schließlich, dass das neue Gruppenmitglied bei der Polizei ist…

 
Die vom Hessischen Rudfunk produzierte und von Florian Schwarz gedrehte Tatort-Folge 714 „Waffenschwestern“, bei dem Kommissarin Sänger erstmalig ohne ihren Kollegen Dellwo ermitteln und sich an den Gebrauch ihrer Waffe gewöhnen muss, wurde am 14.12.2008 erstausgestrahlt.

Besetzung
Charlotte Sänger – Andrea Sawatzki
Rudi Fromm – Peter Lerchbaumer
Jule Fischer – Nina Kronjäger
Dr. Scheer – Thomas Balou Martin
Jan Gröner – Sascha Göpel
Dr. Heisenberg – Johann von Bülow
Theresa Brahms – Antje Westermann
Lou – Johanna Bantzer
Cookybell – Rosa Enskat
Nadja Koch – Kim Schnitzer
Gaby – Judith Döker
Martin Petzold – Uwe Bohm

Stab
Regie – Florian Schwarz
Kamera – Dominik Schunk
Buch – Michael Proehl
Szenenbild – Károly Pákozdy
Musik – Fabian Römer

Bilder – HR/Bettina Müller


7 Meinungen zum Tatort Folge 714: Waffenschwestern

  • Annemie Schott • am 17.12.08 um 15:30 Uhr

    ….wer kann mir helfen, habe den Tatort „Waffenschwestern“ mit meiner Lieblings-Kommisarin am Sonntag verpasst….wer weiss, wann es eine Wiederholgung gibt und wo?..


  • Marco • am 31.3.09 um 12:05 Uhr

    Wenn Charlotte Sänger deine Lieblingskommissarin ist,
    dann kann dir glaub ich niemand mehr helfen… :-))


  • peter weismann • am 2.4.09 um 21:31 Uhr

    Also, ich will nicht sagen: leider habe ich das schon gelöscht, denn ich fühle dabei kein Bedauern.
    Ganz so schlimm, wie Marco, sehe ich die Sache aber nicht.
    Tatsächlich erinnere ich die ersten Folgen dieser Reihe um Kommissar Sänger und Dellwo als sehr interessant, düster und dramatisch und durchaus nicht übel gemacht.
    Allerdings finde ich auch, daß sich das inzwischen doch recht verlaufen hat, es ist nicht konkret geworden, verharrt in Schemen und wird einfach so laufen gelassen. Irgendwie habe ich fast den Eindruck, daß die Schauspieler vielleicht die einzigen sind, die da noch spielen wollen, ihre Rollen ausfüllen und eben weitermachen. Voranbringen kann das aber nur ein gutes Team von Autoren und Regisseuren und Produzenten und die haben vielleicht alle keine Lust mehr an dem Thema, oder werden dauernd ausgetauscht, ich weiß es nicht.
    So werden auch für mich tatsächlich diese Tatorts zu den schlimmsten!


  • gjb • am 12.6.09 um 15:20 Uhr

    in letzter zeit ermitteln kommissarin und kommissar auf
    grund von weiterbildungen nicht miteinander,… wohl
    änderungen vorgesehen !! ??


  • scheylock • am 23.3.13 um 19:55 Uhr

    gjb, da sparen sie ein Honorar. Fritz Dellwo hat auch schon allein ermittelt, im TO „Neuland“ und hatte gleich ’ne Beziehungskiste. Charlotte war derweil „auf Weiterbildung“.

    Wann ist endlich Schluß mit solchem TO-Schrott?


  • nigo • am 5.5.13 um 23:39 Uhr

    Toll, Charlotte auch mal alleine ermitteln zu sehen!

    Interessanter Fall, abwechslungsreich und stilvoll. Super!


  • Dirk • am 30.10.15 um 19:45 Uhr

    Der Tatort Nummer 714 aus Frankfurt mit den Hauptkommissaren Sänger und Dellow. Kein gewöhnlicher Tatort-Thriller von Bandenkriminalität und rücksichtslosen Raubüberfällen mit Toten und Verletzten. Verursacher eine Frauen-Gang, äußerst brutal und kompromisslos. Und so werden die auch seitens der Exekutive bekämpft. Den habe ich seit der Erstsendung bislang zweimal gesehen und finde, daß man diesen rasanten Kriminalfilm auch ein drittes Mal gucken kann. Spannende Unterhaltung, sehenswert für Action-Fans und andere. Doktor Scheer wurde gespielt durch Thomas Balou Martin.


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