Tatort Folge 121: Schattenboxen



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Im Tatort „Schattenboxen“ jagt Kriminalhauptkommissar Bergmann (Lutz Moik) von der Kripo Frankfurt ein Phantom.
 
Martin Mollenhauer hasst seinen Job. Er arbeitet in den Frankfurter Lieht-Werken am Fließband, wo er Gefriertruhen verpackt. Sein eigentlicher Beruf aber ist Boxer. Der junge Mann träumt von einer Karriere als Profisportler und wartet nur darauf endlich groß rauszukommen. Lange kann es doch nicht mehr dauern, bei seinem Trainingspensum … Das allerdings sieht sein Trainer Rudi Drabert um einiges skeptischer. Er kennt sich aus im Business und weiß, dass im deutschen Boxgeschäft nicht mehr allzu viel zu holen ist. Also sucht er nach anderen Wegen, um mit seinem Zögling an Geld zu kommen.

Dann ergibt sich plötzlich eine Gelegenheit: Beim morgendlichen Waldlauf der beiden Männer entdeckt Mollenhauer auf einer Lichtung den Wagen seines Chefs. Darin: Horst von Lieht, tot über dem Steuer zusammengesunken, in seinem Kopf eine Kugel. Er wurde ermordet. Drabert, der das Lauftraining seines Mollenhauers überwacht, wittert eine Chance. Noch am Tatort überredet er den zögernden Boxer zu einem gewagten Coup – eine fingierte Entführung.

Kurz darauf erhält die Frau des Opfers, Ursula von Lieht, in ihrer Villa in Frankfurt einen anonymen Anruf. Ihr Mann sei entführt worden und wenn sie ihn lebend wiedersehen wolle, müsse sie zwei Millionen D-Mark Lösegeld zahlen. „Und keine Polizei einschalten, sonst ist Ihr Mann tot!“ Noch weiß die entsetzte Ursula von Lieth nicht, dass sie bereits Witwe ist. Sie glaubt, dass ihr Mann sich auf einer Geschäftsreise in Rio de Janeiro befindet und alarmiert den Prokuristen des Unternehmens, Bernhard Brendel. Dieser rät ihr, umgehend die Polizei zu informieren. Doch die Frau des Opfers ist zu verängstigt, um einen solches Risiko einzugehen und entscheidet sich, auf die Forderungen des Erpressers einzugehen: sie beauftragt Brendel, das Geld schnellstmöglich zu beschaffen und auch, es dem Erpresser zu überbringen.

Brendel erklärt sich einverstanden, rät der Erpressten aber dringlich, zunächst ein Lebenszeichen des Entführten zu fordern. Ursula von Lieth nimmt seine Ratschläge dankbar an und erhält erstaunlicherweise kurz darauf das gewünschte Lebenszeichen. Als Brendel und sie dann wie verabredet die Geldübergabe vorbereiten taucht überraschend die Ermittler der Frankfurter Polizei bei Frau von Lieht auf. Der Fall nimmt eine dramatische Wendung. Hauptkommissar Bergmann und sein Kollege Knoof übernehmen den Fall. Das Schattenboxen beginnt …

 
Der Frankfurter Tatort „Schattenboxen“ ist eine Produktion des HR. Erstmals ausgestrahlt wurde er am 8. Februar 1981 im Ersten. Es ist der erste Auftritt von Schauspieler Lutz Moik in der Rolle von Kommissar Bergmann. In seinem ersten und bis dahin einzigen Einsatz hatte Heinz Treuke den Frankfurter Ermittler dargestellt.

Besetzung
Hauptkommissar Bergmann – Lutz Moik
Kriminalhauptmeister Knoof – Matthias Dittmer
Horst von Lieth – Karl-Michael Vogler
Ursula von Lieth – Ingmar Zeisberg
Bernhard Brendel – Günter Strack
Rudi Drabert – Günter Lamprecht
Martin Mollenhauer – Richy Müller
Vera Pressel – Renate Reger
Stolke – Erwin Scherschel
u.a.

Stab
Drehbuch – Hans Kelch
Regie – Fritz Umgelter
Kamera – Götz Neumann
Ausstattung – Hartmut Schönfeld
Schnitt – Birgit Schröder-Bosboom
Produktionsleitung – Wolfgang Völker


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4 Meinungen zum Tatort Folge 121: Schattenboxen

  • Reiner • am 29.1.10 um 1:57 Uhr

    Mein „Heimat“-Tatort … und dann noch in Starbesetzung: Günter Lamprecht als gewissenloser Mensch; Richy Müller als naiver Boxer; Günter Strack als „Gehilfe“; Karl-Michael Vogler als Leiche und Ingmar Zeisberg als Fabrikantenfrau … eine vorgetäuschte Entführung; das Ambiente und der Flair der „guten alten Zeit“ … Krimi-Herz, was willst du mehr?


  • Peter Liebetrau • am 22.5.15 um 8:17 Uhr

    Finde es sehr gut, dass mal wieder ältere Tatorte zu sehen sind.
    K


  • Willi Müller w • am 23.5.15 um 14:25 Uhr

    Es gibt so viele alte Tatort Filme und immer nur kommen die neuen .


  • Dirk • am 7.6.15 um 17:52 Uhr

    Der Tatort Nummer 121. Alte und neuer Tatort Kommissare sind zu sehen. Ein interessanter Tatort-Spielfilm mit Spitzen-Schauspielern des deutschen Fernsehens besetzt. Aber trotz der intriganten und überraschend endenden Geschichte, kam nie richtig wirkliche Spannung auf. Zudem war er unglaubwürdig. Den baden gegangenen 450 SEL, in gleicher Farbe, habe ich im damaligen Zeitraum selbst einmal fahren dürfen. Einmal. Wahrscheinlich sollte der nicht baden gehen.


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