Tatort Folge 464: Ein mörderisches Märchen



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Der Lenz ist da.
In München ist der Frühling eingezogen, doch anstatt das milde Wetter und die ersten Sonnenstrahlen zu genießen, müssen sich die beiden Hauptkommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) mit einem äußerst merkwürdigen Fall auseinandersetzen:

Bei einem Spaziergang macht Klara Werdin eine unheimliche Beobachtung. Der Schreiner Ludwig Gruber, ein im Stadtviertel beliebter älterer Herr, der Kindern gerne Märchen vorliest, vergräbt an einer Waldlichtung einen Sarg! Die Zeugin verständigt sofort die Polizei, die am Tatort die Holkiste öffnet und darin eine männliche Leiche findet. Später in der Rechtsmedizin kann der Tote als Werner Klett, ein Postbeamter, identifiziert werden.

Tatort – Ein mörderisches Märchen #Trailer

 
Die Kommissare Batic und Leitmayr von der Kripo München können dank der genauen Personenbeschreibung durch die Zeugin den Tatverdächtigen Gruber sofort festnehmen. Der Täter reagiert geständig – entpuppt sich aber als ein Mörder mit vielen Gesichtern. Denn im Verhör benutzt der betagte und sterbenskranke Mann ausschließlich Zitate aus „Grimms Märchen“. „No:Ginik“ und „Kcrabau“ sind Botschaften, deren Sinngehalt den beiden Münchner Ermittlern vollkommen rätselhaft ist. – Was hat das zu bloß bedeuten? Ist der „Märchenonkel“ verwirrt und senil? Nein, vielmehr deutet das Verhalten des Verdächtigen darauf hin, dass dieser sehr gerissen ist und sich absichtlich in die Hände der Polizei begeben hat. Das wirft eine neue Frage auf: warum?

Franz Leitmayr lässt das eigentümliche Gerede des Täters keine Ruhe. Einem Bauchgefühl folgend, macht er sich mitten in der Nacht auf, um ein weiteres mutmaßliches Opfer zu finden. Und tatsächlich: kurze Zeit später entdeckt die Polizei nach einer intensiven Suche eine zweite männliche Leiche im Wald, die ebenfalls in einer Kiste vergraben wurde. Trotzdem kommen die Ermittler nicht näher an den geständigen Mörder heran, noch immer äußert er sich zu den Morden nur mit rätselhaften Zeichenabfolgen und Zitaten. „Und übermorgen hole ich der Königin ihr Kind“ sagt er – hat Ludwig Gruber etwas damit zu tun, dass die Tochter von Batics Hausmeister plötzlich spurlos verschwunden ist?

Hauptkommissar Ivo Batic und seinem Kollege Leitmayr bleibt nichts anderes übrig, um der Bedeutung der seltsamen Botschaften nachzugehen. Aber was damit auf die Kriminalisten zukommt, damit hätten die beiden erfahrenen Münchner Ermittler niemals gerechnet…

 
Der Tatort „Ein mörderisches Märchen“, eine Produktion des Bayerischen Rundfunks, erlebte seine Fernsehpremiere am Sonntag, den 4. März 2001 im Ersten; 8,18 Millionen Zuschauer schalteten ein.

Besetzung
Kommissar Ivo Batic – Miroslav Nemec
Kommissar Carlo Menzinger – Michael Fitz
Kommissar Franz Leitmayr – Udo Wachtveitl
Norbert Gruber – Hilmar Thate
Maria Santiago – Jasmina Djaballah
Klett – Hans Georg Nenning
Paul Balzer – Johannes Silberschneider
Klara Werdin – Ellen Schwiers
Wenger – Gilbert von Sohlern
Alte Frau – Renate Grosser
Bauer – David Bibring
Wächter – Johannes Thanheiser

Stab
Drehbuch – Daniel Martin Eckhart
Regie – Manuel Siebenmann
Kamera – Peter Döttling
Musik – Andreas Hoge

Bilder: WDR


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4 Meinungen zum Tatort Folge 464: Ein mörderisches Märchen

  • Manu • am 7.1.14 um 10:56 Uhr

    Für mich der beste Tatort aller Zeiten. Spannend mit Gänsehautfaktor…


  • André Streit • am 3.1.16 um 0:49 Uhr

    Top Tatort Spannung pur ,Super Story und Darsteller.


  • Batic • am 3.1.16 um 1:05 Uhr

    Wie haben Sie den verschlag um Forst gefunden?


  • Dirk • am 8.7.16 um 20:03 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 464 aus München mit den beiden Hauptkommissaren Batic und Leitmayr . Einer der besten Tatort-Psycho-Thriller im Jahr 2001 der beiden Ermittler von der Mordkommission, noch dazu emotionsgeladen und mit Gänsehauteffekt abgedreht. Mit dabei auch der Kommissar Menzinger in einer, wie ich meine, seiner stärksten Rolle. Ein absolut sehenswerter Tatort-Spielfilm, mit hervorragenden Schauspielern und ins Feinste in Szene gesetzt. Diesen Tatort kann man sich auch nach einer kurzen Sendepause jederzeit ein weiteres Mal anschauen. Ehrlich. Als Wächter fungierte der Johannes Thanheiser, auch einmal erwähnenswürdig.


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