Tatort Folge 621: Schwarzes Herz



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Tatort Folge 621: Schwarzes Herz 4 10

In der Tatort-Folge 621 „Schwarzes Herz“ fällt es der Ermittlerin vom LKA in Hannover, Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler), aufgrund eines persönlichen Verlustes sehr schwer, sich auf die Ermittlungen zu den Morden an zwei Frauen zu konzentrieren.


In ihrem vorherigen Fall, dem Tatort „Atemnot“, wurde Lindholms Freund Tobias Endres erschossen, nachdem sie ihn zuvor selbst für einen Mordverdächtigen gehalten hatte. Die Kommissarin kann sich auch im Tatort „Schwarzes Herz“ nicht von diesem Verlust erholen und hat Schuldgefühle, dass sie mit ihrem falschen Verdacht zu dem tragischen Tod beigetragen haben könnte. Nur mit starken Tabletten kann die Ermittlerin weiter ihrem Job nachgehen, wobei die Medikamente jedoch ihre Arbeit immer wieder negativ beeinträchtigen.

In dieser schweren Phase muss Lindholm ausgerechnet einen mysteriösen Fall annehmen. Im Landkreis Stade wurde in einem Waldstück ein Transporter gefunden, dessen Fahrerkabine voll ist mit Blut, ohne dass sich in der Nähe jedoch eine Leiche oder eine verletzte Person befindet. Da der Transporter auf den Bauern Holger Schatz zugelassen ist, sucht die Fahnderin aus Hannover den Landwirt auf.

Dieser berichtet im Tatort „Schwarzes Herz“, dass sein Ehefrau Simone ganz plötzlich verschwunden sei. Holger Schatz will jedoch mit Simones möglichen Tod und dem Blutbad in seinem Transporter nichts zu tun gehabt haben. Die letzte Nacht habe er seinen Rausch ausgeschlafen und daher nichts mitbekommen. Trotzdem wird der Mann vorläufig festgenommen. Denn der Verdächtige hatte anscheinend ein neues Jagdgewehr, das seiner Aussage nach aber verschwunden ist. Neben einer möglichen Waffe könnte Holger Schatz auch über ein Motiv verfügen, da seine Frau wollte ihn anscheinend bald verlassen.

Nur wenig später wird Simone Schatzs Leiche in einem Teich gefunden. Im Mund der Toten steckt ein schwarzer Kloß, den zunächst niemand identifizieren kann. Nur wenig später kommt es im Tatort „Schwarzes Herz“ zu einem weiteren Mord, der nach dem gleichen Schema verübt wurde. Diesmal wurde Eva Rohde umgebracht, mit der sich Charlotte Lindholm im Zuge ihrer Untersuchungen noch am Tag zuvor lange unterhalten hatte. Den Fahndern aus Hannover stellt sich jetzt die Frage, ob die beiden Morde zusammenhängen und eventuell von einem Serientäter verübt wurden. Denn Holger Schatz kann Rohde nicht umgebracht haben – schließlich saß er noch in Untersuchungshaft.

Nacheinander fällt der Verdacht jetzt erst auf Eva Rohdes Schwager, einen Sonderling, und einen Tierarzt namens Dr. Kehl. Während die Kommissarin sich weiter umsieht, macht sich der örtliche Polizist Dunker daran, sie von dem Fall zu entfernen. Dunker, der mit Lindholms Ermittlungsarbeit eh nicht zufrieden war, findet in ihrem Auto die starken Tabletten und wendet sich damit an ihren Chef. Daraufhin wird die Polizistin vom LKA von den Ermittlungen ausgeschlossen.

Doch Charlotte Lindholm lässt sich im Tatort „Schwarzes Herz“ nicht unterkriegen. Und das selbst dann nicht, als mit Kehl der Täter festzustehen scheint. Denn dieser wird tot im Wald gefunden, anscheinend war es Selbstmord, was in den Augen der Polizei einem Schuldeingeständnis für die zwei Morde gleichkommt. Durch etwas Glück und viel Beharrlichkeit findet Lindholm im Hannoveraner Tatort „Schwarzes Herz“ eine neue Spur, deren Verfolgung sie selbst in große Gefahr bringt…


Der NDR-Tatort „Schwarzes Herz“, produziert vom Lindholm-Experten Thomas Jauch, hatte seine Erstausstrahlung am 22. Januar 2006 mit einem Marktanteil von 25 Prozent.

Besetzung
Charlotte Lindholm – Maria Furtwängler
Markus Dunker – Tilo Nest
Benno Rhode – Werner Wölbern
Eva Rhode – Sandra Nedeleff
Annemarie Lindholm – Kathrin Ackermann
Martin Felser – Ingo Naujoks
Holger Schatz – Peter Kurth
u.a.

Stab
Drehbuch – Fabian Thaesler
Regie – Thomas Jauch
Musik – Stephan Massimo
Kamera – Jan Fehse

Bilder: WDR/NDR/Marion von der Mehden


14 Meinungen zum Tatort Folge 621: Schwarzes Herz

  • JuSo • am 5.3.13 um 21:21 Uhr

    Wir finden ihn für diese Kommissarin schon sehr spannend!


  • Walterleo • am 6.3.13 um 14:58 Uhr

    Warum ist Lindholm mit der Gewehr im Nacken plötzlich befreit und die Täter festgenommen. So was passiert nur im Film. Oder hat man ein wichtiges Stück rausgechnitten. Wäre nicht das erste Mal.


  • Bella • am 6.3.13 um 16:05 Uhr

    Ich suche ein Zitat von Charlottes Mutter, bei dem sie Trauer mit einem Gang über Eis vergleicht. Wer hat diesen Wortlaut komplett?


  • Chris • am 9.3.13 um 15:22 Uhr

    genau diesen Spruch suche ich auch….. Trauern heisst über dünnes Eis gehen….. und weiter konnte ich mir auf die Schnelle nicht notieren, ich finde aber auch im Film die Stelle nicht mehr. Schade


  • Bella • am 12.3.13 um 15:18 Uhr

    Wo und wann wird der Film wiederholt, damit man die Passage aufnehmen kann?


  • Chris • am 13.3.13 um 12:00 Uhr

    Hallo Permalink
    ich hab die Stelle gefunden..freu
    Trauern heißt über dünnes Eis gehen. Man verlässt das Ufer, bricht ein, versinkt, wird auch ein bisschen selber sterben. Man muss bereit sein, loszulassen um auf der anderen Seite anzukommen.


  • Chris • am 13.3.13 um 12:04 Uhr

    Vielleicht willst du das Gedicht auch, das kurz vorher gesprochen wurde?
    Raubt der Tod dir auch den Atem,
    unsre Liebe kriegt er nicht.
    Führt der Weg auch weit ins Dunkel,
    unsre Liebe bleibt im Licht.
    Stürzen Schluchten auch in Tiefen,
    spannt die Liebe ihren Steig;
    Und kennt kein Herz auch seine Zeiten,
    bleibt doch der Liebe Ewigkeit.

    LG Christine


  • Bella • am 29.4.13 um 20:26 Uhr

    Vielen lieben Dank!


  • Dirk • am 21.5.16 um 9:29 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 621 vom Landeskriminalamt Niedersachsen. Die dortig engagierte Hannoverische Hauptkommissarin Lindholm spielt, in diesem düsteren Tatort-Drama um die platonische Liebe zweier junger Männer, eine tragische Hauptrolle und ohne ihren engen und treuen Freund und Wohngemeinschaftsnachbar Felser wäre sie untergegangen, so sehr war nicht nur ihr dienstlichen Engagement sondern auch ihre gut gespielte Trauer über den Verlust eines sehr lieben Freundes. Und neben Martin, den Felser in der Brandung eben, hat sie ja auch noch die liebgewonnene und dichterisch begabte Mama. In diesem vor dem Bildschirm aushaltewürdigen Tatort-Kriminalfilm kommt die kühle Hauptkommissarin nicht nur mit ihrem Leben davon, nein sie löst zur Freude ihrer wahrscheinlichen Vorgesetzten auch noch Mordfälle. Einmalig und einzigartig dieser Streifen, für mich meine ich.


  • MadMonkey • am 2.1.20 um 12:11 Uhr

    Ich mag die frühen Lindhilm Filme sehr. Auch dieser ist wieder 90 min durchgehend unterhaltsam. Meiner Meinung nach typisch Niedersächsisch schön. Lindholm ist ja in NDS ganz schön unterwegs gewesen anfangs. Teufelsmoor, Vechta, Stade, Braunschweig. Bei Lindholm immer Abwechslung garantiert. So auch in diesem Fall.


  • kvas • am 3.7.20 um 16:04 Uhr

    Spannend, but then the last minute ….. I don’t understand what happened.


  • logiclöcher • am 14.7.20 um 15:02 Uhr

    @Walterleo – Genau! Was war denn das für ein Ende. Stattdessen die überflüssigen Szenen mit dem Tretroller. Wie kann man nur auf so eine blöde Idee kommen einem erwachsenen Menschen noch einmal das Kindergeschenk zu schenken. Und dass Ingo Naujoks alias Martin Felser irgendwann nicht mehr wollte kann man hier schon erahnen. Ständig die überflüssig besorgte Trottelrolle zu spielen hält kein noch so guter Schauspieler durch.

    Ein witziges und schlüssiges Ende wäre webnigstens gewesen, wenn der Martin Felser – Ingo Naujoks mit irgendeinem Taxi durch das Gebüsch zwischen die beiden Henker gebrettert wäre.

    Ansonsten ganz nett.


  • Oheim Petri • am 6.8.20 um 9:08 Uhr

    Die Rolle des Ingo Naujoks alias Martin Felser ist unerträglich! Der kommt rüber wie so eine weinerliche Tussnelda die ihren Traumtypen nicht bekommt… Wenn das nur in 1 Folge wäre, ok, aber dauernd… man man man…


  • Henning • am 7.8.20 um 1:07 Uhr

    @ Oheim Petri: Darauf war die Rolle Martin Felser ja angelegt. Frau Lindholm sollte eine absolute Powerfrau sein und weil der Darstellerin etwas Charisma und Ausdrucksstärke dazu fehlte, brauchte es einen Trottel, ein treudoofes Hündchen, das neben ihr ganz alt aussieht. Nach dem Motto „willst du taff erscheinen, umgib dich mit Leuten, die das Gegenteil sind“. Dass man dafür so ein schauspielerisches Schwergewicht wie Ingo Naujoks ausgesucht hat, ist ein Frevel. Und selbst wenn man als Darsteller das Spielchen von Anfang an durchschaut, lässt man sich vielleicht darauf ein, eine feste Rolle im TATORT ist ja schließlich was. irgendwann hatte er aber auch irgendwann keinen Bock mehr dazu, garniert mit der Begründung „die Rolle sei auserzählt“.
    Als er weg war, haben sich die Macher ein paar andere Sachen einfallen lassen. Mal hat sie untergebene Männer zusammengepfiffen, die man allzu tumb chauvinistisch in die Szene stolpern ließ, dann vernachlässigte sie ihren Sohn (eine hinzunehmende Begleiterscheinung bei einer Karrieremenschin), dann noch Prügeleien vor Nachtlokalen, jüngere Liebhaber und gesellschaftlicher Aktivismus. Alle Geschichten waren von Anfang an auf das Image der Kommissarin zugeschnitten. Und sie hält sich schon lange damit – muss man auch erst einmal schaffen.


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