



0 MeinungenDie Kommissare Ballauf und Schenk werden im Tatort „Keine Polizei“ mit einem toten Rentner in einem Park und einem vermeintlichen Drama um eine Entführung vor einig Rätsel gestellt. Der tote Rentner war ganz offensichtlich in eine Prügelei geraten und hatte bei dieser wohl sein Leben verloren. Auch haben die vermeintlichen Täter dabei ein weiteres Opfer in einen weißen Lieferwagen verschleppt. All dies berichtet im Tatort „Keine Polizei“ eine Zeugin. Es wurde aber bisher noch niemand als vermisst gemeldet und auch hat noch niemand bei der Polizei eine Lösegeldforderung gestellt. Die Kommissare tuen sich schwer bei den Ermittlungen und wissen nicht so recht, wo sie denn hier ansetzen müssen. Ohne Lösegeldforderung ist es schwer, an eine Entführung zu glauben. Doch die beiden Kommissare haben die Vorahnung, dass etwas an der Geschichte dran ist.
Die Vorahnung von Max Ballauf und Freddy Schenk wird recht schnell Gewissheit. Die Entführer fordern im Tatort „Keine Polizei“ eine Million Euro, wenn der entführte Daniel am Leben bleiben soll. Die Eltern des entführten Kindes, das Bauunternehmerpaar Markus und Pia Wächter, sind verzweifelt und haben um ihren Sohn angst. Sie fürchten sich davor, dass sie ihn nicht mehr lebend wiedersehen können. Die Entführer verlangen für ihren Sohn die stolze Summe von 1 Million Euro.
Doch die Entführung zeigt im Tatort „Keine Polizei“ einige Parallelen zu einem anderen Fall aus der Vergangenheit auf. Vor einigen Jahren wurde Elmar Schmitz-Thom entführt und wurde nach Zahlung eines Lösegeldes freigelassen. Er ist aber bis zum heutigen Tage noch immer stark traumatisiert und auf die Hilfe seines Vaters Hajo Thom und auch seiner Frau Heike angewiesen. Die Täter konnten nie gefasst werden und nun stellt sich die Frage, ob diese im Tatort „Keine Polizei“ ein weiteres Mal zugeschlagen haben.
Das Entführungsopfer Daniel hofft in seinem Verließ derweil auf Rettung. Doch die Lage spitzt sich zu, als sich einer der Täter seinem Opfer zu aus Versehen zu erkennen gibt.
Besetzung der Tatort-Folge „Keine Polizei“:
Hauptkommissar Max Ballauf – Klaus J. Behrendt
Hauptkommissar Freddy Schenk – Dietmar Bär
Dr. Joseph Roth [Pathologe] – Joe Bausch
Franziska Lüttgenjohann – Tessa Mittelstaedt
Polizeipsychologin Lydia Rosenberg – Juliane Köhler
Staatsanwalt von Prinz – Christian Tasche
Pia Wächter – Ulrike Grote
Markus Wächter [Bauunternehmer] – Thomas Heinze
Elmar Schmitz-Thom – Oliver Bröcker
Daniel Wächter – Janusz Kocaj
Hajo Thom – Peter Harting
Heike Schmitz-Thom – Katharina Wackernagel
Fahrlehrer – Jürgen Rißmann
Securitymann – Frank Kessler
Steffi Anderbrügge – Tina Seydel
spielendes Kind – Marius Haas
spielendes Kind – Justin Salowsky
spielendes Kind – Egemen Yildirim
Stab:
Regie – Kaspar Heidelbach
Buch – Norbert Ehry
Best Boy – Roland Scheidt
Innenrequisite – Dirk Breitenborn
Herstellungsleitung – Liane Retzlaff
Kostüme/Kostümbild – Elisabeth Kraus
Kamerabühne – Marius Möller
Motivaufnahmeleitung – Lilian Scharnhorst
Produktionsleitung – Jutta Bürsgens
Location Scout – Abi Roos
Regieassistenz – Juliane Foitzik
Regieassistenz – Regina Spreer
Szenenbild – Ralf Mootz
Produzent – Sonja Goslicki
Schnitt – Hedy Altschiller
Ton/Filmtonmeister – Wolfgang Wirtz
Erstausstrahlung der Tatort-Folge „Keine Polizei“: 08.01.2012
Bilder: WDR/Uwe Stratmann












14 Kommentare
Das möglicherweise weibliche Geschlecht der Entführer wurde von Anfang an angedeutet. Irgendwie kam mir der eine Entführer unter der Maske auch weiblich vor. Aber woran lag das?
Dieser Tatort war jetzt mal richtig gut!
Und zwar in jeder Beziehung; ohne Schwachpunkte. Der beste seit seeehr langer Zeit.
Bezüglich des Geschlechts der Entführer ist mir nichts aufgefallen. Bei so einer Totalverhüllung rechne ich allerdings sowieso mit allem.
Jedenfalls bin ich hochbegeistert.
Weiß jemand wo sich der Originaldrehort der “Angelhütte” von heute befindet?
Sehr guter Tatort!
Das oft gescholtene Privatleben der beiden Kölner Ermittler war komplett aussen vor – diesmal ging es wirklich nur ums ermitteln.
Auch wenn relativ schnell klar war, wer hinter allem steckt, war dies dennoch absolut gute Sonntag-Abend-Unterhaltung.
Der eine Entführer war etwas kleiner, zudem fiel der Gang leicht auf. Dazu kommt eben die Vermutung, dass Frau Schmitz-Thom da mit drin hängt.
Der Schnitt vom Absturz des Entführungsopfers zum Nachhausekommen der Schmitz-Thoms hat frühzeitig verraten wer dahintersteckt.
Ich wußte bis zum Schluß nicht, wer dahintersteckt; ich war von der Handlung so gefesselt, daß ich gar nicht darüber nachdachte. :-)
Hallo,
der Hausmeister, der die Türe zur Wohnung von Daniel Wächter öffnet heißt Kaczmarek.
Da dürften sich alle freunde des kölschen Liedgutes dran erfreuen, denn das ist einen 100%-Anspielung auf das Lied “Huusmeister Kaczmarek” (Hausmeister) von den Bläck Fööss.
Schöne Grüße aus Köln – Daniel
In der Tat ein guter Tatort.
Sehe es auch so, dass das vernachlässigte Privatleben der Kommissare abwechselnd frisch wirkte.
Wirklich stimmig und und gut umgesetzt.
Dennoch, weggehauen hat es mich jetzt nicht!
Solide,
aber warum müssen alle Tatortkommissare immer derartig extrovertierte Autos fahren?
US-Schlitten aus den 70igern, Oldtimer, Porsche, Luxuskarossen usw. So ein Schmarrn.
Mir wärs lieber die hätten einen Golf, Astra, Focus.
Außerdem: Das Rauchen bei den Guten etabliert sich wieder.
Warum eigentlich?
@zardoz
Freddy Schenk fährt immer (wechselnde) Ami-Karossen. Er hat ein Faible dafür und “borgt” sie sich immer aus dem Fuhrpark von beschlagnahmten Fahrzeugen. Ist sozusagen ein “Running-Gag”.
>Außerdem: Das Rauchen bei den Guten etabliert sich wieder. Warum eigentlich?
Weil es die fanatischen & die militanten Nichtraucher inzwischen übertrieben haben mit ihrem “war against tobacco”. Was Du hier siehst, sind erste Anzeichen, daß das Pendel wieder in die andere Richtung zu schwingen beginnt.
“Das oft gescholtene Privatleben der beiden Kölner Ermittler war komplett aussen vor – diesmal ging es wirklich nur ums ermitteln.”
So? Und was war dann mit dem Theater um Schenks Milch, der mal wieder den “leiblichen Opa” geben mußte…ich weiß sowieso nicht, was der für ne komische Frau hat, vielleicht auch zwei Köppe größer und langt ihm bei Mißfallen mal eine, so wie Karin Ludolf.
Der Fall war insgesamt noch ok, aber teils etwas bemüht. Und Doppelnamen für Eheleute sind dämlich, Schmitz-Thom, oh Mann…
“Außerdem: Das Rauchen bei den Guten etabliert sich wieder.
Warum eigentlich?”
Weil in Doofland die Tabaksteuer ständig erhöht wird und es als eines der wenigen Länder noch Tabak-Werbung gestattet. Rauchen wird damit eben als entspannend dargestellt, hilft in Streßsituationen und soll schick sein. Übrigens doch in fast jedem Tatort so, irgendwelche Leute, die eine schlechte Nachricht bekommen, gehen erstmal mit traurigem “ich-könnte-fast-heulen”-Blick eine rauchen.
@KTZ
man muss alles im Verhältnis sehen – was sonst schon so bei den Kölnern abgegangen ist im privaten Bereich, im Verhältnis gesetzt zu diesem Tatort – ich bleibe dabei “komplett aussen vor”.
Die Milch ja…juhu! – da kann man dann auch anfangen Erbsen zu zählen…