Tatort Folge 1097: Glück allein



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Tatort Folge 1097: Glück allein 3 28

Es wäre nur allzu schön gewesen. Bibi Fellner (Adele Neuhauser), Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und ihr Freund und Chef Oberst Ernst Rauter (Hubert Kramar) sitzen in einem gemütlichen Wiener Restaurant beim gemeinsamen Nachtmahl, als unverhofft das Smartphone der Ermittlerin bimmelt: ein blutiger Überfall erfordert die sofortige Aufmerksamkeit der Kriminalbeamten. Die Ehefrau des Nationalratsabgeordneten Raoul Ladurner wurde bei einem Überfall in den eigenen vier Wänden tödlich verletzt, die verwundete kleine Tochter wird gerade in das nächste Krankenhaus transportiert.

„Glück allein“ ist ein Jubiläums-Tatort: Seit 20 Jahren arbeitet Inspektor Moritz Eisner, gespielt von dem Österreicher Harald Krassnitzer, nun schon für die Krimireihe. Sein erster Fall „Nie wieder Oper“ (Tatort-Folge 404) wurde am Sonntag, den 17. Januar 1999 im Ersten Programm erstausgestrahlt. Majorin Bibiane „Bibi“ Fellner stieß als dauerhafte Ermittlungspartnerin Eisners im Jahr 2011 zum Tatort des ORF hinzu.

Die TV-Premiere der Tatort-Episode 1097 „Glück allein“ ist für den 2. Juni 2019 um 20.15 Uhr angesetzt.

Inhalt der Tatort-Folge „Glück allein“

Dass Moritz und Bibi mit Widerständen aus einer übergeordneten Stelle zu kämpfen haben, ist wahrlich nicht neu an diesem Fall. Dass aber der festgefahrene Chefinspektor Eisner Vorbehalte gegenüber einer Dame aus den eigenen Reihen hat, ist nicht die Regel. Auch legt sich der grantelnde Kriminalist verbal und beinahe körperlich mit einem Politiker an, führt „einen privaten Kleinkrieg“, wie es seine Vertraute Bibi in einer Szene passend auf den Punkt bringt.

Die prämierte italienische Film- und Theaterschauspielerin Gerti Drassl („Vorstadtweiber“) verkörpert in der österreichischen Tatort-Produktion „Glück allein“ jene Ermittlerin Julia Soraperra, die Moritz‘ Misstrauen empfängt. Die Polizistin wird von Ernst Rauter – der wiederum auf Anweisung des Innenministers handelt – mit dem Fall beauftragt und den zwei Chefermittlern Eisner und Fellner einfach vor die Nase gesetzt. Das eingespielte Team will sich daran gar nicht erst gewöhnen und geht seinen eigenen Weg in Richtung Aufklärungserfolg.


Als sich die Kommissare Fellner und Eisner über Rauters Anweisungen hinwegsetzen und eigenmächtig zum Tatort düsen, erkennen sie allerdings gleich, warum der Kollegin Soraperra die Ermittlungen übertragen wurden: es handelt sich augenscheinlich um einen besonders brisanten, sensiblen Fall. Denn der österreichische Nationalratsabgeordneter Raoul Ladurner kauert draußen mit blutverschmierten Händen in der spät abendlichen Kälte vor seinem Anwesen, und versucht das soeben Erlebte zu verarbeiten. Der Politiker ist von einer Parlamentssitzung heimgekehrt und hat seine Liebsten blutüberströmt im Haus vorgefunden, daraufhin habe er „sofort die Rettung gerufen“, erklärt er den eingetroffenen Kriminalbeamten verzweifelt.

Der Mann ist in größter Sorge um seine zehnjährige Tochter Jasmin, die bei dem Überfall mit einem Bauchstich schwer verwundet wurde. Ladurners Frau hat die Messerattacke des oder der Täter mitten in die Brust nicht überlebt, ihre kalte Leiche liegt im eigenen Blut auf dem Küchenfußboden.

Die Spurensicherung ist noch dabei, alle Indizien zum Tathergang zu dokumentieren, auch der Revierinspektor Manfred „Fred“ Schimpf hilft mit. Er bespricht sich mit Moritz Eisner und Bibi Fellner und äußert den Verdacht, dass es sich um eine „Home Invasion“ handeln könnte. Hierbei verschaffen sich Kriminelle Zugang zu einem Haus, dessen Bewohner anwesend sind. Bei dieser Art des Einbruchs wird die Gewalt gegen Menschen demnach billigend in Kauf genommen. Möglicherweise ist bei dem Raubüberfall im Krimi „Glück allein“ etwas schief gelaufen, so dass es schließlich zu den brutalen Messerangriffen auf Frau und Kind kam. Einbruchsspuren gibt es keine, daher geht die Kripo davon aus, dass die Täter an der Tür geklingelt haben; die Nachbarin will ein Auto gesehen haben, dass am Abend an der Villa der Ladurners vorbeifuhr. Schmuck und Geld fehlen – jedoch ebenso wertvolle Fingerabdrücke. Alles in allem sind die Hinweise zur Tatverlauf mehr als dürftig.

Die Theorie von der „Home Invasion“, die Soraperra und Schimpf vertreten, überzeugt das erfahrene Tatort-Duo Moritz und Bibi nicht. Es gibt keine offensichtlichen Spuren eines Kampfes oder zumindest der Abwehr; auch ist nicht klar, warum die Täter die Tatwaffe – ein Fleischmesser aus der Küche – hätten mitnehmen sollen.

Immer deutlicher kristallisiert sich heraus, dass nicht nur Moritz Eisner Vorbehalte gegen den Nationalratsabgeordneten hegt. Der dominant auftretende, egoistische und manipulative Politiker hat sich in seiner Karriere etliche Feinde gemacht, die ihm und seiner Familie sicher gerne schaden würden. Doch reicht der Hass für einen Mord? Vor allem mit der ukrainischen Geschäftsfrau Natalia Petrenko steht Ladurner auf Kriegsfuß. Der ist sich sicher, dass sie diejenige Person ist, die den Raubüberfall in Auftrag gegeben hat. Tatsächlich stellt sich erst jetzt heraus, dass Dokumente sowie ein Laptop mit Beweismaterial aus dem Hause Ladurner fehlen: Petrenko und ihr Gefolge geraten damit unter Tatverdacht. Beweise hierfür? – Erneut: Fehlanzeige.

Längst haben der Inspektor und die Majorin die Leitung der Untersuchungen übernommen, und Soraperra streicht genervt die Segel. Als die junge Jasmin Ladurner ihren Verletzungen in der Klinik erliegt, deckt das Ermittlerteam einen dunklen Schatten in der Vergangenheit des trauernden Vaters auf. Plötzlich erscheint der Fall „Glück allein“ in einem völlig anderem Licht, denn Raoul Ladurner verlor früher schon einmal eine Tochter – die ebenfalls Jasmin hieß. Der drogenabhängige Teenager nahm sich das Leben. Der Gerichtsmediziner Kreindl offenbart Moritz und Bibi eine schier unglaubliche Entdeckung: Auch im Blut der zweiten Jasmin sind Anzeichen für einen regelmäßigen Drogenkonsum nachweisbar …


Der ORF-Krimi „Glück allein“ wurde vom 2. bis 30 März 2018 in Wien und Umgebung gedreht. Der Nebendarsteller Cornelius Obonya (Rolle: Raoul Ladurner) begegnete seinen Schauspielkollegen Krassnitzer und Neuhauser in der 2007 umgesetzten Tatort-Produktion „Granit“ (Tatort-Folge 715) ein erstes Mal. Damals spielte Adele Neuhauser allerdings noch nicht die Fellner, sondern besetzte ebenfalls eine Nebenrolle: die der Ehefrau des Opfers.

Die Redaktion von Tatort-fans meint …

Sabine (39 J. | Kinoliebhaberin)

Ein Tatort aus Wien, der mich zwiegespalten zurücklässt. Eisners persönliche Fehde gegen den Politiker Ladurner ist im Rahmen seines Diensteinsatzes durchweg unprofessionell und wird der Figur m. E. nicht gerecht. Das gibt dem gesamten Fall einen säuerlichen Bei- und Nachgeschmack. Positiv hervorzuheben ist das hervorragende Spiel von „Kotzbrocken“ Cornelius Obonya und „Schneeflittchen“ Gerti Drassl: Großartige kammerspielartige Szenerien tun sich mit den beiden auf! Insgesamte eine bedingte Einschaltempfehlung.

Gerald (39 J. | IT-Nerd)

Wenn Moritz und Bibi in Wien auf Verbrecherjagd gehen, kommt meistens ein guter Krimi bei rum. Auch in „Glück allein“ ist das so, auch wenn der Fall undurchsichtig und vielschichtig ist. Die Toilettenpause sollte man sich für 21:45 Uhr aufheben, denn wer hier was verpasst, dem fehlen eventuell wichtige Infos um der Geschichte folgen zu können. Nur was für Aufmerksame, die auf viele Dialoge stehen. Ich empfehle Ruhe für diesen Wiener Tatort mitzubringen, dann funktioniert er gut.

Tatort-Besetzung

Oberstleutnant Moritz Eisner – Harald Krassnitzer
Majorin Bibi Fellner – Adele Neuhauser
Oberst Ernst Rauter – Hubert Kramar
Revierinspektor Manfred „Fred“ Schimpf – Thomas Stipsits
Gerichtsmediziner Werner Kreindl – Günter Franzmeier
Ermittlerin Julia Soraperra – Gerti Drassl
Nationalratsabgeordneter Raoul Ladurner – Cornelius Obonya
Innenminister Schennach – Emil de Cillia
ukrainische Geschäftsfrau Natalia Petrenko – Dorka Gryllus
Journalist Kurt – Markus Hamele
Cora, eine Bekannte von Bibi – Magdalene Kronschläger
Schwester von der Intensivstation – Michaela Mock
Justizbeamter im Gefängnis – Michael Edlinger
u.a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Uli Brée
Regie – Catalina Molina
Kamera – Klemens Hufnagl
Szenenbild – Katharina Haring, Nina Salak
Schnitt – Julia Drack
Ton – Peter Rösner
Musik – Patrik Lerchmüller

Trailer zur Tatort-Produktion



Bilder-Galerie zum Krimi aus Wien


36 Meinungen zum Tatort Folge 1097: Glück allein

  • Walter Ulbricht • am 30.5.19 um 23:17 Uhr

    Gut, daß einem schon einmal ein Vorschlag gemacht wird, wann die Toilettenpause einzuplanen ist. Auch für das vorhergehende Abendessen weist Sabine eine Empfehlung aus, sich auf den zu erwartenden säuerlichen Beigeschmack einzustellen.
    Für detaillierte Menuevorschläge ist der diätbewußte Zuschauer oder Weinkenner sicherlich dankbar.
    Alleine schon dafür gibt’s von mir drei Punkte.


  • Michel • am 2.6.19 um 20:50 Uhr

    Und wieder ein Ösi- Tatort wo man nix versteht.
    Wenn man schon nicht auf diesen anstrengenden Dialekt verzichten will kann man eventuell mit Untertiteln arbeiten damit man irgendwas vom Tatort mitbekommt.
    Hab noch 20 Minuten genervt abgeschaltet.
    Die Story scheint ja nicht schlecht zu sein aber ohne verständlichen Text – no Chance…


  • Michel • am 2.6.19 um 20:52 Uhr

    Sorry,natürlich nur ein gut gemeinter Stern


  • Wolfgang • am 2.6.19 um 21:03 Uhr

    Mal wieder die Österreicher Schlaftabletten, keine Spannung nur blöde Dialoge. Ist absolut kein Kriminalfilm für den „Tatort“.


  • Thorsten • am 2.6.19 um 22:01 Uhr

    Bibi und Moritz sind mein Lieblingsteam, aber heute war’s schon arg zerdehnt. Nur die Szene zwischen Cornelius Obonya und Gerti Drassl am Schluss war wirklich brilliant.


  • Thorsten • am 2.6.19 um 22:01 Uhr

    Ich habe wieder einmal nur die Hälfte verstanden.


  • Vi • am 2.6.19 um 22:04 Uhr

    Naja, ok –
    …und wer hat (warum?) nun den Verdächtigen im Gefängnis umgebracht??? :o


  • Soňa Adamová • am 2.6.19 um 22:06 Uhr

    Ich bin sehr glücklich dass ich das Tatort live schauen kann
    auch in Prag. Möglicherweise weil ich dankbar bin finde ich
    fast alle Tatorte sehenswert :) Bibi und Moritz sind aber meine
    Favoriten – die benehmen sich wie echte Menschen (manchmal
    gegen Regeln, aber das können sie sich leisten)…


  • Horst●H. • am 2.6.19 um 22:08 Uhr

    Eher einer der schwächeren Wiener Tatorte…
    am Anfang dachte ich, na super, Eisner wie immer am (fr)essen und schmatzen und mit vollem Mund am reden…. das nervt mich persönlich tierisch !
    Ansonsten bin ich ein großer Fan von Bibi und Moritz.
    Leider fand ich den Fall an sich eher seltsam, wobei die Schauspieler heute mal wieder alle grandios waren.
    naja, es muss nicht immer Kaviar sein….
    deshalb heute mal nur 4 Punkte


  • Der Fremde • am 2.6.19 um 22:10 Uhr

    Sehr guter TO aus Wien. Zwar mag ich den ewig-grantigen Kommissar Eisner grundsätzlich nicht, aber in diesem Fall spielten m.E. andere die Hauptrolle: ein grandioser Cornelius Obonya und eine auch noch ziemlich gute Gerti Drassl. Auch der Plot war dieses Mal vielschichtig und interessant. Nur die letztliche Auflösung des Kriminalfalls war etwas künstlich bis plump, ansonsten aber der beste Wiener TO seit langer Zeit!


  • Alehalo • am 2.6.19 um 22:14 Uhr

    Es wäre sicher ein toller Tatort wenn ich die Dialekte verstanden hätte. Die Schweizer Tatorte wurden auf deutsch umfunktioniert, warum die Wiener nicht?


  • Sir Sherlock • am 2.6.19 um 22:18 Uhr

    Ein etwas zäher Tatort aus dem „korrupten“ Östreich.
    Intressantes Drehbuch mit sehr gut gespielten Komissaren.
    Weiter so !!


  • Horst●H. • am 2.6.19 um 22:19 Uhr

    @Alehalo…..
    um Himmels Willen. …bloß nicht!
    Die Schweizer Tatorte sind dialogtechnisch ja absolut unterirdisch!
    (Vom grauenhaften Team mal abgesehen ) also bitte. …. lasst die Wiener Schmäh so wie er ist. :-)


  • Claudia Scherer • am 2.6.19 um 22:29 Uhr

    Ich mag die Wiener, ich bleibe hier nur etwas ratlos zurück.
    Warum hat er seiner 10jährigen Tochter bitte verschiedenste Drogen gegeben? Was hat er sich davon versprochen?? Seine Frau zu tyrannisieren? War er selbst drogenabhängig? Bin auf eure Interpretationen gespannt.


  • Henning • am 3.6.19 um 0:24 Uhr

    In jeder neuen Folge der Wiener bin ich froh über die jetzt schon nicht mehr ganz neue Idee, Bibi Fellner dazu zu nehmen. Alleine würde Krassnitzer nerven, so aber ergänzen sie sich ganz gut mit ihren Eigenschaften.

    Moritz Eisner fängt für meine Begriffe reichlich früh an, die Ursachen für die Ermordung von Frau und Kind bei Ladurna selbst zu suchen, schließlich gibt es dafür ja eigentlich noch gar keinen Grund – bis auf natürlich die Antipathie von Eisner gegenüber. Am Ende hat man nach vielen Dialogen das Gefühl, dass die Macher erschreckt feststellen, dass sie nur noch 7 Minuten bis zur Auflösung der Geschichte haben. Ansonsten: ein guter Film, bei dem man ein wenig aufpassen muss, wie Gerald schon schrieb.


  • Till Schneider • am 3.6.19 um 1:40 Uhr

    Ich hab’s nicht kapiert, wahrscheinlich weil ich keine Lust hatte, es zu kapieren.
    Ganz schlechtes Zeichen, so was.


  • Jojo • am 3.6.19 um 1:49 Uhr

    Wohl dem, der ein solch passendes Filmstück aus der Schublade ziehen kann nach Ibiza-Gate, wie hier der ORF. Chapeau!

    Und dann endlich mal wieder ein Krimi, der ein Krimi ist.

    Sind schonmal zwei Sterne. Grandiose Schauspieler meistern Lücken im Drehbuch mühelos und sind der dritte Stern. Fürs Raten ubd Rätseln gibt es den nächsten Bonus.

    Freue mich auf den nächsten Österreich Krimi. Da weiss man, was man hat.


  • stones • am 3.6.19 um 6:58 Uhr

    Mir ging es bei diesen Tatort wie Thorsten.
    Ich habe nicht mal die Hälfte verstanden.
    Man sollte die Tatorte in dem fast ausschließlich Dialekt gesprochen wird nach synchronisieren


  • Frank • am 3.6.19 um 7:29 Uhr

    Ich hatte mich gefreut, Wien bürgt normal für garantierten Tartort Spass: Witzige Dialoge, abgefahrene Figuren, gute Plots und zwei geniale Ermittler. Doch bei Glück allein, ist davon nicht viel übrig geblieben. Der wohl schlechteste Tatort aus Wien, wirklich schade.


  • Der Fremde • am 3.6.19 um 9:36 Uhr

    @ Claudia Scherer: Ladurner ging es hierbei nur um die Ausübung von MACHT (in diesem Fall innerhalb seiner Familie). Der Fall L., auf dem dieser Handlungsstrang basiert, ist dzt. in Ö gerichtsanhängig (P.S.: der Beschuldigte ist der Bruder eines ehem. hohen österr. Politikers).


  • Dolly • am 3.6.19 um 14:56 Uhr

    Hat bei mir zum besseren Verständnis beigetragen: Ich stelle grundsätzlich bei Tatort die Untertitelung an: ARD-Videotext, Seite 150.
    Etwas gewöhnungsbedürftig – aber hilfreich.
    Mein Gehör ist eigentlich recht gut, aber so bekomme ich auch das Genuschelte, Geflüsterte und das von Musik Überdeckte mit.
    Wenn man es geschrieben sieht, versteht man auch Dialekte besser.
    Gerti Drassl hat eindrucksvoll demonstriert, mit welchem Gesicht man besser keine langen Haare tragen sollte.
    Und sonst: Warum erstach Tochter Mutter? Warum wurden Töchter süchtig gemacht?
    Schräg!


  • CarstenH • am 3.6.19 um 19:52 Uhr

    Wie immer ist Verlass auf den Tatort aus Österreich. Solide Geschichte mit Grusel- und Humor-Elementen. Dass Leute in der Lage sind ihre Umwelt massiv zu manipulieren ist bekannt und daraus wurde eine tolle Geschichte gestrickt. Die Co-Kommissarin ist mir am Ende etwas zu leicht auf die Rechte Bahn gesteuert aber ansonsten waren Haupt-und Nebenrollen sowie Story toll – allein die Spannung kam etwas kurz.


  • Dieter Eichhorn • am 3.6.19 um 20:03 Uhr

    Warum? Ständig fragt man „warum“? Wer hat warum der Tochter das Zeugs gegeben, Wer hat dem zweiten Mädchen warum das Zeugs gegeben? Warum hat wer die Mutter erstochen? Die Tochter? Gerade mal so dahin genuschelt? Ein toller Krimi, ich habe ihn nur nicht verstanden. Warum? Weil es keine Gründe gab zu den… s.o. Also. Irgendwie denkt der Zuschauer doch mit. So blöd sind wir doch nicht, dass wir fragen nicht fragen „warum“? Also!


  • holly • am 4.6.19 um 3:35 Uhr

    Wie Dieter Eichhorn: Großes Warum?
    Bin in der (beneidenswerten) Fähigkeit, sowohl Wiener als auch Tiroler Dialekt zu verstehen… trotzdem erschloss sich mir die Handlung nur unzureichend.
    Der Tatort aus Wien ist einer meiner Lieblinge (besonders Bibi!) — aber der ewige „Österreich ist korrupt“-Lament (armer Ernstl) wird nun langsam überstrapaziert.
    Empfehle ‚mal einen Austria-Tatort ohne Polit-Hintergrund; dann kommen die brillianten Darsteller Krassnitzer und Neuhauser genauso gut oder besser zur Geltung.


  • CrimeSceneStju • am 4.6.19 um 22:05 Uhr

    An alle „Tatort-Fans“ und solche, die es scheinbar (nicht anscheinend! – oder umgekehrt – egal!) sein wollen, bitte nehmt doch mal EINES zur Kenntnis: die „Tatort“-Reihe LEBT doch nur so lange und erfolgreich, GERADE WEIL sie sich ihrer REGIONALITÄTEN und deren SPRACHE bedient! Immer dieser MiMiMi um „Dialekt“ und „Genuschel“… Wenn Ihr das jeweilige regionale Team mögt und euch auf die Story und den KRIMI einlassen wollt, dann stellt doch einfach die angebotenen Untertitel (für Gehörlose?) ein. Danke an dieser Stelle an. Danke, User*in*tg „Dolly“ – ich wusste gar nicht, dass das geht… Wer ernsthaft und inhaltlich wach eiem solchen Film folgt und sich unterhalten werden/fühlen will, muss sich nur einfach darauf EINLASSEN WOLLEN, dann ist die halbe Miete schon drin! Den anderen empfehle ich, nur „Tatort“-Ausstrahlungen anzusehen, die in ihrer unmittelbaren Region spielen. DANN aber dürfen sie nur etwa alle halbe Jahre – oder so – einschalten und GENIESSEN! Capiche?! Ich schaue mir den Streifen jetzt gleich in der Mediathek an und „spule“ auch gerne mal zurück oder „drehe“ lauter, wenn ich etwas – akustisch – nicht verstanden habe. Diese Möglichkeit haben alle MiMiMis übrigens auch… Denkt mal drüber nach! PLEASE THINK BEFORE TYPING NONSENSE. Thx.

    (Die fünf Sterne freilich schon im Voraus, WEIL ich Moritz und Bibi mit ihrem Wiener „Schmäh“ besonders gerne mag. Und das als jahrzehntelang voll-integrierter Ex-„Jugo“. ;-)


  • sherlogg • am 4.6.19 um 23:25 Uhr

    Drei Sternderl von mir dafür.
    Weil er halt schon Spaß gemacht hat zum anschauen und weil er wirklich grandios gespielt war.
    Aber er schrammte halt von Anfang an die ganze Zeit hart an der Grenze zum Schmarrn entlang und überschritt sie zunehmend öfter.


  • sherlogg • am 4.6.19 um 23:31 Uhr

    Und an die ganzen Breissn, die eine Synchro wollen:
    Schdeggds Eich Eia scheiß Hochdeidsch in‘ Oasch, Piefkes!


  • Jojo • am 5.6.19 um 3:46 Uhr

    Jawoll, Sherlogg, machen wir. Passender Kommentar.


  • Momi • am 5.6.19 um 10:23 Uhr

    Wie immer 5 Sterne für den Oesi-Tatort. Bibi und Moritz sind halt einfach Spitze und der Ladurner hat alles noch getoppt. Der TO war interessant, spannend und mit einer absolut neuen Auflösung. Wie schon vermerkt ist Wienerisch nicht immer gut zu verstehen (dafür gibt es UT!). Syncro geht aber gar nicht, sonst geht’s dem Austria TO wie dem CH-Tatort = runter vom Sofa.
    An Sherlogg und JoJo = danke für den Kommentar.


  • Dolly • am 5.6.19 um 17:20 Uhr

    Danke, CrimeSceneStju, für das Lob.
    Bin eine FRAU.
    Also, Untertitel funktionieren auch in Mediathek und bei Festplatten-Recorder-Aufnahmen, sofern es eine Untertitelung gibt.
    Alles, was mit ARD zu tun hat, Seite 150,
    was vom ZDF stammt, Seite 777.
    Kommerzielle manchmal Seite 148 oder 149 oder sonst wie.
    Oft schalte ich von Anfang an die Untertitel ein, bei Opern oder so, und kann entspannt alles verfolgen.
    Bis die Tage – Dolly


  • sherlogg • am 5.6.19 um 17:46 Uhr

    @ Jojo:
    Schon, gell.


  • Paul • am 9.6.19 um 23:34 Uhr

    Eine Frage bleibt, wer hat im Knast nachgeholfen…? Ansonsten wieder mal eine Topp Folge!!!

    Viele verstehen offensichtlich nicht das der Dialekt zum Lokalkolorit gehört und es keine besondere Auflagen gibt die bestimmen wie einen Tatort gestaltet werden soll.
    Es sind gerade die experimentelle Folgen die Tatort erfolgreich und lebendig halten. ‚


  • wolko • am 10.6.19 um 14:21 Uhr

    Genial.
    Das Wiener Team – wie fast immer – großartig.
    Weiter so.


  • Helene • am 21.6.19 um 12:10 Uhr

    Die Banalität des Bösen… ein verkannter Tatort, wohl, weil die zu Beginn „angekündigte“ große Katharsis (Aufdecken eines internationalen Korruptionsskandals oder etwas in dieser Größenordnung) ausbleibt (weil das Böse halt auch mal „nur“ ein banaler Psychopath ist und keine Weltverschwörung) und dadurch die Erwartungen des Publikums nicht bedient werden.
    Was den Dialekt angeht, schließe ich mich der Meinung an, dass der Tatort auch in sprachlicher Hinsicht vom Regionalen lebt. Gerade der Misserfolg des Schweizer Tatorts zeigt auf, wie unauthentisch/fake die ins pseudoschweizerisch angehauchte Hochdeutsche wirkt.


  • Jochen Meister • am 28.6.19 um 0:00 Uhr

    Eigentlich war’s ein schöner Tatort.
    Bis zur Tabakwerbung am Ende.
    … aber Nikotinpflaster schau’n ja auch deppert aus!


  • slice me nice • am 28.6.19 um 16:53 Uhr

    In zu kurzer Zeit leider zuviel gewollt: internationale Korruption, politische und private Seilschaften, gefakter Einbruch, vorgetäuschter Selbstmord, hörige Polizistin…), dadurch sind die eigentlich spannenden Hintergründe und gruseligen Abgründe, die sich im „trauten Heim“ Ladurner über Jahrzehnte aufgetan haben müssen, für mich leider zu kurz gekommen. Und ich muss auch anderen Kritiken zustimmen: Eisner posaunt viel zu schnell ohne Hand und Fuß seinen Verdacht gegen den Politiker heraus (anstatt dass das Drehbuch den Zuschauer von selbst darauf kommen lässt). Der konstruierte Einbruch nimmt zu viel Raum ein (und hinterlässt bei mir trotzdem Fragezeichen: wenn der Ukrainer gar nicht im Haus gewesen war, wie kann er dann den Schmuck verticken und wie kommt das Blut an seine Kleidung? Und wer hat ihn umgebracht, einfach mal eben so im Knast?), obwohl wir alle doch längst wissen, dass nur der Psychopath der Täter sein kann.
    Und die zunächst sehr hörige Soraperra hat sich plötzlich bekehren lassen, damit die „Auflösung“ – verdammt, bloß noch wenige Minuten!! – auch noch fix ihren Platz findet…
    Es kam mir in etwa so vor, als wollte man die Stieg-Larsson-Trilogie in nur einem Film unterbringen.
    Von daher schade um den spannenden Stoff und die tollen Darsteller.

    Zum Drogenthema kann man auch nur mutmaßen: Ich denke, dass die erste Tochter von sich aus Drogen nahm, weil sie den Psychoterror ihres Vaters nicht anders ertrug. Die zweite Tochter war dann in seinen Augen kompletter „Ersatz“, er setzte das Kind unter Drogen, um ihr von vornherein die Möglichkeit zu rauben, sich seiner Macht und Kontrolle später auf diese Weise entziehen zu können. Und damit die Mutter um so weniger Einfluss auf sie hat und einen Sorgerechtsstreit verlieren würde. Was für ein perfides, abartiges Monster…!


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