Tatort Folge 1083: Das verschwundene Kind



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Tatort Folge 1083: Das verschwundene Kind 3 21

Das hat sich die ehrgeizige Einzelgängerin Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) in ihren schlimmsten Albträumen nicht ausgemalt: Nach den Ereignissen im vorherigen Einsatz „Der Fall Holdt“ (Tatort-Folge 1034) wird die leitende LKA-Beamtin aus Hannover strafversetzt, unter anderem wegen „mangelnder Teamfähigkeit“. Die Rüge führt sie in die Polizeidirektion Göttingen, als einfache, untergeordnete Ermittlerin. Dass sie dort auf eine ebenso eigensinnige und selbstbewusste Kollegin trifft, macht das Disziplinarverfahren nicht gerade erträglicher.

Die ersten gemeinsamen Fallermittlungen von Lindholm und Hauptkommissarin Anaïs Schmitz (Florence Kasumba) werden am Sonntag, den 3. Februar 2019 ab 20.15 Uhr im Ersten Programm der ARD gezeigt. Der Titel der 1083. Tatort-Episode lautet „Das verschwundene Kind“ – Arbeitstitel: „Born to Die“.

Inhalt der Tatort-Folge „Das verschwundene Kind“

„Gut gefrühstückt?“, fragt die Spurensicherung die am Tatort eingetroffenen Kriminalbeamten. Generaldirektor Gerd Liebig, der der neuen, frisch aus Hannover angereisten Mitarbeiterin Charlotte Lindholm direkt das Du anbietet, ist unsicher: „So schlimm?“ „Große Schlachtplatte …“, erwidert der Kollege von der Spusi trocken. Lindholm stürmt los, um sich selbst ein Bild zu machen.

Der Tatort, eine alte, ausgediente Außenumkleide des Sportplatzes der angrenzenden Alfred-Stern-Schule, ist voller Blut und schleimiger Substanzen. Eigentlich sollte das Nebengebäude längst abgerissen werden, schließlich ist es asbestverseucht. Der Hausmeister der Schule macht hier täglich seine Rundgänge, um Obdachlose zu vertreiben, die sich regelmäßig unerlaubt Zutritt in das kleine, etwas abseits des Gymnasiums gelegene Gebäude verschaffen.

Hauptkommissarin Lindholm verliert nicht viel Zeit und beginnt – ohne sich dem Kollegium vor Ort großartig vorzustellen – mit der Ermittlungsarbeit. Der dunkelhäutigen vermeintlichen Putzfrau reicht sie nicht einmal die Hand, sondern weist sie im Fall „Das verschwundene Kind“ schroff zurecht, sie solle hier bloß nicht anfangen sauber zu machen und Spuren zu verwischen. Dass es sich hierbei um die gleichrangige Hauptkommissarin Anaïs Schmitz handelt, erfährt sie kurze Zeit später. Schmitz reagiert angekratzt, Lindholm verlegen. Sie versucht sich zu entschuldigen – keine Chance und somit kein guter Start in einen gemeinsam zu lösenden Fall.

Doch viel wichtiger als ein Zickenkrieg zwischen den zwei dominanten Fahnderinnen ist nun die Frage: Was ist hier im Toilettenraum der Umkleide genau passiert? Ein Pentagramm, das okkulte Symbol für eine satanische Verehrung, prangt an den Fliesen, in einem staubigen Spint kleben Reste einer blutigen Substanz, die im Labor noch einer Analyse unterzogen werden muss. Charlotte Lindholm schnappt sich die Gummihandschuhe von Anaïs Schmitz, um eine blutbesudelte Toilette einer näheren Untersuchung zu unterziehen. Die (ehemalige) LKA-Beamtin Lindholm greift beherzt in die Toilettenschüssel und präsentiert den anwesenden Kriminalisten – eine Plazenta samt Nabelschnur!

Hier muss eine Frau vor kurzem entbunden haben. Das viele Blut zeugt davon, dass bei der Geburt nicht alles reibungslos lief. Wo ist das verschwundene Kind jetzt? Wo die durch den Blutverlust entkräftete Mutter? Und vor allem: Wer schwängert eine Fünfzehnjährige?

Die Fußspuren auf dem gefliesten Boden deuten auf zwei weitere Personen hin, offenbar Zeugen der Ereignisse; den Schuhgrößen nach zu urteilen, handelt es sich dabei um zwei Männer. Ein silberner Ring mit Teufelskopf wird außerdem am Tatort sichergestellt.

Die Recherchen in allen Krankenhäusern und Babyklappen der Umgebung verlaufen im Tatort-Krimi „Das verschwundene Kind“ ins Leere. Charlotte Lindholm hat bei ihrer Tätigkeit große Probleme, sich mit dem neuen Kollegium in Göttingen zu arrangieren; sie ist sich allerdings eh sicher, dass ihr Aufenthalt dort nur wenige Wochen dauern wird. Das Widerspruchsverfahren gegen die Disziplinarmaßnahme läuft bereits. Eine neue Wohnung dort suchen? Nein danke. Schließlich leben ihr pubertierender Sohn und ihre Mutter in Hannover. Das Angebot der Sekretärin Margit Thies, sich um beziehbare Immobilien zu kümmern, lehnt Lindholm daher freundlich, aber bestimmt ab.

Als sich jedoch herausstellt, dass die Untersuchungen im Fall „Das verschwundene Kind“ längere Zeit in Anspruch nehmen werden, landet die norddeutsche Kommissarin im kleinen Wohnwagen des sympathischen Rechtsmediziners Nick Schmitz. Dessen flirtende Art gefällt der unterkühlten Charlotte, doch als sie seine unverbindliche Einladung zum Essen annimmt, springt sie mit Anlauf in das nächste Fettnäpfchen: Nick ist der Ehemann von Anaïs!

Die Schülerinnen und Schüler der Alfred-Stern-Schule machen wertvolle Aussagen zu einem 15-jährigen Mädchen namens Julija Petkow, die zwar seit einer Woche nicht mehr zum Unterricht erschienen ist, jedoch vor Schmerzen zusammengekrümmt vor wenigen Tagen an der Bushaltstelle der Schule gesehen wurde. Hauptkommissarin Lindholm sucht daraufhin die Familie von Julija auf. Der alleinerziehende, geschiedene Vater ist Schichtarbeiter und streng gläubig. Er kümmert sich um Julija und deren kleine Schwester Polina, weist allerdings die Möglichkeit einer Schwangerschaft seiner keuschen Tochter strikt ab.

Mit einem Trick bekommt Lindholm Julijas Zahnbürste in die Finger und reicht diese ins Labor weiter. Volltreffer. Der DNA-Test bstätigt den Verdacht: Der Teenager hat in der Sportumkleide, zwischen all dem Dreck und Schutt, heimlich ein Kind zur Welt gebracht. Niemand will die Schwangerschaft bemerkt haben, weder Lehrer, noch Mitschüler. Julija sei nach ihrer Diät einfach wieder etwas dicker geworden, heißt es.

Die Zeit läuft der Kripo allmählich davon, denn noch immer bleibt das Neugeborene spurlos verschwunden. Zwei Tage kann es ohne Nahrung, ohne die Mutter überleben, weiß Kommissarin Schmitz. Als plötzlich ein Jogger einen im Fluß treibenden Säugling meldet, eilen die beiden besorgten Ermittlerinnen zum Fundort …


Die Schauspielerin Florence Kasumba ist bereits in Hollywood angekommen: Zuletzt spielte die 1976 in Uganda geborene Darstellerin in „Black Panther“ die Rolle der Ayo. Auch in den Blockbustern „Avengers: Infinity War“ und „Wonder Woman“ trat Kasumba auf. Im Tatort verkörperte sie in der Vergangenheit Nebenfiguren, unter anderem in den Folgen „Tod aus Afrika“ (Tatort-Folge 635 aus Wien), „Borowski und das Meer“ (Tatort-Folge 906 aus Kiel) und „Im gelobten Land“ (Tatort-Folge 976 aus Stuttgart). Laut Produktionssender NDR sollen Lindholm und Schmitz für mehrere Fälle zusammenarbeiten, die genaue Dauer der Strafversetzung wurde allerdings nicht verraten. Denkbar ist auch eine dauerhafte Verlegung der Tatort-Ermittlungen von Hannover nach Göttingen, so der Sender.

Jan Braren, der die Vorlage zum eingangs erwähnten letzten Einsatz „Der Fall Holdt“ lieferte, arbeitete auch dieses Mal wieder am Drehbuch mit. Zusammen mit Stefan Dähnert und Franziska Buch, die darüber hinaus die Regie für „Das verschwundene Kind“ übernahm, schrieb er das Skript für Tatort Nummer 1083.

Die Filmszenen waren innerhalb von rund vier Wochen im Kasten; die Dreharbeiten dauerten vom 6. Juni bis 8. Juli 2018 und fanden in Hamburg und Göttingen statt.

Die Redaktion von Tatort-fans meint …

Sabine (39 J. | Kinoliebhaberin)

Mit drastischen Aufnahmen, die an die Nieren gehen, punktet dieser Tatort vom neuen Standort Göttingen, der mehr Sozialdrama als Krimi ist. Die schauspielerische Leistung der jungen Lilly Barshy (Julija) hat mich besonders beeindruckt. Der Konkurrenzkampf zwischen Lindholm und Schmitz ist allerdings arg dick aufgetragen; hier treffen zwei therapiebedürftige Löwendamen aufeinander. Im Ganzen Durchschnittskost: Gut gemeinte drei Sterne von mir. Für den letzten Heucheldialog der zwei Streithühner: 5 Sterne – minus.

Gerald (39 J. | IT-Nerd)

Zwei Kommissarinnen, die sich fast prügeln. Das hat nichts mit einem guten Krimi zu tun und ist hier total fehl am Platz. Kommissar Faber aus Dortmund ist mit seiner Psychoart ja noch sympathisch, aber die Kollegin aus Hannover gehört supendiert, Schmitz aus Göttingen erst recht. Der Fokus lag viel zu sehr auf dem Team, zwischendurch immer wieder die blutende Julija. Das Thema ist natürlich hart und auch eigentlich gut erzählt, lange wusste man nicht, wer Schuld war an Julijas Elend. Trotzdem ein schlechter Tatort für mich und nicht zu empfehlen. Da geh ich lieber den Keller aufräumen.

Tatort-Besetzung

Hauptkommissarin Charlotte Lindholm – Maria Furtwängler
Hauptkommissarin Anaïs Schmitz – Florence Kasumba
Hauptkommissar Jochen Kunkel – Roland Wolf
Generaldirektor Gerd Liebig – Luc Feit
Rechtsmediziner Nick Schmitz – Daniel Donskoy
Sekretärin Margit Thies – Nadine Wrietz
Julija Petkow – Lilly Barshy
ihr Vater Petkow – Merab Ninidze
Julijas kleine Schwester Polina – Zora Müller
Julijas Halbbruder Nino Brehmer – Emilio Sakraya
Johannes Grischke, Julijas Lehrer – Steve Windolf
Boxtrainer Ralf Schmölke – Oliver Stokowski
Hausmeister Delling – Jörg Rühl
Tim Bauer, Mitschüler von Julija – Oskar Belton
Mitschüler David – Oskar Netzel
Mitschülerin Annika – Lieselotte Voß
Annemarie Lindholm, Mutter von Charlotte – Kathrin Ackermann
u.a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Stefan Dähnert, Jan Braren, Franziska Buch
Regie – Franziska Buch
Kamera – Konstantin Kröning
Schnitt – Andrea Mertens
Szenenbild – Iris Trescher
Musik – Johannes Kobilke

Trailer zur Tatort-Produktion



Bilder-Galerie zum Krimi aus Göttingen


38 Meinungen zum Tatort Folge 1083: Das verschwundene Kind

  • Lindwurm • am 29.1.19 um 17:11 Uhr

    Lindholm – hatte irgendwie schon abgespeichert, dass es die gar nicht mehr gibt … ?!


  • Henner • am 3.2.19 um 21:13 Uhr

    Wieso bekommt diese Frau in diesem Format eine solche Selbstdarstellungsplattform. Das tut nur noch weh.


  • Daniel • am 3.2.19 um 21:25 Uhr

    Zumutung, so ein schlechter Tatort. Rassistische Vorurteile welche Eingang in die Rollen Verteilung der Kommissare gefunden haben. Klar, Emotionen nicht unter Kontrolle und so. Bitte. komplett peinlich. Als ob so ein Dealer aussieht. Die Macher dieses Tatorts leben hinterm Mond oder noch weiter von der Realität entfernt. Fremdschämen beim Fernsehen gucken, ganz schlechter Tatort. Niveau dieses Films eines Tatorts unwürdig. Null Sterne.


  • Heide Fuß • am 3.2.19 um 21:35 Uhr

    Der Zickenkrieg der beiden Kommissarinnen nervt total. Die Kollegin der Lindholm ist völlig fehl am Platz. Lindholm wäre besser in Hannover geblieben.


  • Ute • am 3.2.19 um 21:48 Uhr

    OMG, war der grottig. Lag bestimmt an den schlechten Schauspielern.


  • Strauß-Fischer Inge • am 3.2.19 um 21:57 Uhr

    Anais Schmitz eine völlig unbeherrschte, unkontrollierte und äußerst aggressive Hauptkomissarin. Kommt nicht sehr sympathisch rüber. Im wahren Leben würde es ein Diszi nach dem andern hageln und sie versetzt werden. Nicht gerade förderlich für den Dienst unserer Polizei


  • Garbak • am 3.2.19 um 22:02 Uhr

    Hallo Tatortfans

    Guter Krimi spannend erzählt, sehr schön auch zum Mitraten.
    Das neue Umfeld paßt gut zur Lindholm, von der ich ein Fan bin. Die Filme, wo sie immer alleine was macht, und auf den Rüssel kriegt, haben mir nie besonders gefallen.
    Die zwei Löwenfrauen (Sabine) haben potential.
    Kann schon verstehen, daß bei dem ganzen blutigen Geburtengekröse Gerald seinen Keller aufräumen will. Fand´s jetzt net so schlimm.
    Empfehlung!


  • Thorsten • am 3.2.19 um 22:03 Uhr

    Die Story war ja nicht mal so schlecht, aber die unerträgliche Furtwängler versaut einfach jeden Tatort. Dann noch dieser aufgesetzte Zickenkrieg – nein danke.


  • Gerhard • am 3.2.19 um 22:06 Uhr

    Schlechter geht’s nimmer. Wer hat dieses Drehbuch verbrochen¿


  • Frank • am 3.2.19 um 22:09 Uhr

    Nicht mehr Hannover, aber das alte Lied. Gebt der Lindholm doch endlich einen Mann an die Seite. Der Zickenkrieg, eigentlich gehörten beide aus dem aktiven Dienst entfernt, wird immer abstruser. Ich frage mich nur: Warum? Einmal mehr sind Männer dämlich (Vorgesetzter, Vater), Softi-Nerds (Rechtsmediziner, Lehrer) oder Proleten (Tim). Für mich des guten zuviel.


  • Henning • am 3.2.19 um 22:11 Uhr

    Puuhh…erst mal durchatmen. Ist diiieee unsympathisch! Vor allem die Lindholm. Die andere auch, jedoch nicht ganz so dolle. Da wurde ja wieder das volle Programm geboten. Sexistische Männer, vergewaltigende Männer, Hausmeister, die erst einmal geschulmeistert werden müssen und ein Hahnenkampf, der mittlerweile von Hennen geführt wird, weil die alten Gockel viel zu schlapp dafür sind… ich bitte, es mir nachzusehen, wenn ich irgend ein Klischee vergessen habe.

    Das war ja wirklich ein tiefer Griff in die Mottenkiste der verstaubten Sorte des Feminismus. Über den Punkt, mich zu ärgern, war ich da schon wieder hinaus, musste teilweise sogar ungläubig lachen. Und wie @Gerald schon sinngemäß sagte, war der Fall eher Nebensache. Er diente eigentlich nur dazu, den beiden Ermittlerinnen eine Plattform zu geben, sich zu profilieren. 3 Sterne gebe ich fast immer, diesmal aber nicht. So ein B….hit. Das letzte Wort steht nicht für Bombenhit, sondern …usw.


  • ERwin • am 3.2.19 um 22:17 Uhr

    Ich darf gar nicht mitreden…
    Habe leider nach 50 Minuten ausgemacht. Die gute Erinnerung an längst ausgeschiedene Kommissare wie Finke, Stöver und Haferkamp ließ längeres Zuschauen nicht mehr zu…

    Tut mir leid, aber solch ein Murks beleidigt doch unsere geliebte Fernsehserie! Deshalb nur einen halben Stern!


  • Hanz W. • am 3.2.19 um 22:24 Uhr

    Recht intensiv, wenn auch jetzt nicht unbedingt als Krimi (aber das ist ja beim Tatort öfter der Fall). Nach den Vorberichten habe ich mich auf das Schlimmste eingestellt, was den – erneuten – Zickenkrieg anbelangt, aber ganz so schlimm war’s dann nicht. Wobei man sich schon grundsätzlich fragen kann, warum viele Autoren meinen, dass den geneigten Zuschauer diese Elemente besonders interessieren… sehr viele dürften davon eher genug haben. Geht eigentlich nur auf die Nerven und bringt überhaupt nichts weiter. Wenn’s dann halt komplett unglaubwürdig wird, wie in diesem Fall, wird’s völlig blöd.

    Krasse Bilder zum Teil, der Fokus stark auf der Julija, eine sehr bemerkenswerte darstellerische Leistung, insgesamt mit durchaus berührenden Momenten, auch war man länger unschlüssig, wer’s dann wohl war.

    Ich schwanke zwischen drei und vier Sternen, runde aber mal freundlich auf.


  • Geli • am 3.2.19 um 22:27 Uhr

    Mal wieder ein sehenswerter Tatort,
    nicht wie die letzten die nur öde und teilweise kitschig waren und
    lasst den Halloween Zinnober etc. ,den brauchen wir nicht. Dann bringt lieber die alten von Schimi,
    Thiel, Ballauf, Lannert oder die Odenthal, das sind noch Tatort gewesen.
    Schuster bleib bei deinen leisten.


  • Caro • am 3.2.19 um 22:46 Uhr

    Ich fand den richtig gut. Die Lindholm-Tatorte ebbten m.E. immer mehr ab. Durch den Ortswechsel ist neuer Wind eingetreten und der hier beschriebene „Zickenkrieg“ untermalte noch einmal Frau Lindholms Charakter. Solch ein Aspekt sollte nicht fehlen.
    Die Story war spannend. Ich kam nicht gleich auf den Täter. Am Ende dachte ich tatsächlich auch, es sei der Vater.
    Von mir aus darf es so weitergehen.


  • Jörg • am 3.2.19 um 23:27 Uhr

    Schließe mich Caro an. Die neue Umgebung belebt die Lindholm-Tatorte. War bis zuletzt gut anzusehen und spannend war es auch. Gerne weiter so. Kenne die Finke, Stöver und Haverkamp-Zeiten auch noch. Aber die hatten eben ihre Zeit. Wenn man da so manches heute anschaut, wundert man sich, wieso man das denn mal gut gefunden hat. Und bei den vielen Krimis, die heute allein im deutschsprachigen Raum produziert werden, wundert es mich, wie Autoren überhaupt noch etwas gutes einfällt. Für mich: gute Weiterentwicklung der Figur Lindholm. So kann es noch eine Weile weitergehen.


  • kallepeter • am 3.2.19 um 23:30 Uhr

    wäre es möglich, wenn dem sonntägliche Tatort nicht andauernd Kinder die Leichenhallen füllten? Das ist auf Dauer unerträglich.


  • Loki • am 3.2.19 um 23:31 Uhr

    In Göttingen steht eine Figur von Heinz Erhard. Auch wenn man dessen alte Kammellen nicht mit einem Krimi vetgleichen kann, sie hatten Charm. Der fehlt dem Drehbuch, den Schauspielern und der Geschichte. Und wofür sollten dieser Tatort nun „Werbung“ sein? Da lässt man in Göttingen dann doch lieber den Erhard stehn.


  • Till Schneider • am 4.2.19 um 1:01 Uhr

    Es darf nicht wahr sein. Burdas blonder Bussibesen lässt sich vom Tatort-Zentralrat alles draufpacken, was drehbuchtechnisch hip ist. Ohne Peinlichkeits-Obergrenze, und jetzt auch mit Diversity satt. Aber genau das will sie ja. Lese gerade in Sloterdijks „Zeilen und Tage“ über Hubert Burdas Geburtstagsparty im Jahr 2011, Maria Furtwängler hätte eine Tischrede gehalten und dabei „ihren Gatten durch feministische Sticheleien über Frauen in Vorständen sehr verärgert.“ Danach war Burda anscheinend so fertig, dass er bei Tisch nur noch den folgenden Witz zu erzählen wusste: „Ein Mann erscheint auf der Polizeistation, ganz niedergeschlagen, und sagt verwirrt: ‚Ich habe meine Frau geamselt.‘ Darauf die Polizisten: ‚Da hatten Sie sicher viel Spaß.‘ Der Mann: ‚Ich habe mich falsch ausgedrückt, ich habe sie gedrosselt.'“ Man muss kein Psychoanalytiker sein, um auf Burdas geheime Sehnsüchte schließen zu können.

    Über die Tatort-Folge „Das verschwundene Kind“ schweige ich lieber.


  • Lutz Ebeling • am 4.2.19 um 6:35 Uhr

    Schade, ich habe um 21:00h ausgemacht – selten habe ich einen so schlechten Tatort gesehen: Viel zu lange musste man das Leiden des Mädchens angucken – verflixt, warum erfährt man nicht, warum sie nicht einfach den Krankenwagen anruft? Dann dieser seltsame Auftritt von Frau Lindholm – arroganter geht es wohl nicht – und dann die andere seltsame Kommissarin (kann sich nicht zügeln – gibt es sowas?). Schade, eigentlich gucke ich sie beide gerne. Vermutlich liegt alles wohl eher am Drehbuch? Niemals wieder….


  • Bruno • am 4.2.19 um 9:01 Uhr

    Für mich einer der besten Tatorte letzter Zeit und der Beste seit ewigen Zeiten von ‚Lindholm‘.
    Im Gegensatz zu anderen Rezensenten fand ich gerade das Zusammentreffen zweier starker Frauen spannend. Das war eine Situation, die es in jeder Firma, in jedem Verein etc. immer wieder einmal gibt, wenn zwei starke Persönlichkeiten aufeinandertreffen.
    Das Aufeinanderzugehen am Ende wiederum fand ich ziemlich logisch.
    Denn gerade starke Persönlichkeiten können dann auch die Leistung des anderen anerkennen; was den weniger starken meistens nicht gelingt, da sie sich selbst als α-Wesen sehen.
    Überraschen lasse ich mich nur, wie es weitergehen wird.
    Denn das Team aus dem Fall Holdt (mit Susanne Bormann) sah ich auch als ausbaufähig an.

    OT
    Dramaturgisch ist es mir seit ewigen Zeiten unklar, warum so oft bei Tatort-Änderungen sofort eine neue Stadt her muss.
    — Bald gibt es keine Stadt mehr ohne eigene/n Tatort-Kommissar/in. :-) —
    Hätte es innerhalb Hannovers keine Stelle bei der örtlichen Kripo gegeben?
    Muss der Mutter eines Kindes eine Fahrstrecke (einfach) von ~ 130 km zugemutet werden?


  • Hans • am 4.2.19 um 9:01 Uhr

    Hallo,
    War das gestern die Erstausstrahlung? Dachte ich hatte diese Folge schon (online?) einmal gesehen?!

    Gruß


  • CaptainFreedom • am 4.2.19 um 10:29 Uhr

    Fand die Handlung gar nicht so schlecht, und daß die vermeintliche ‚Putze‘ Burdas ‚Bussibesen‘ [forget the rest – Till the best] voll eins auf die zwölf zimmert, ist immer noch besser als wenn sich die beiden auf Anhieb ganz doll lieb gehabt hätten. Es darf ruhig etwas knirschen im Gebälk. Nun also die Universitätsstadt Göttingen – na gut. Und wer ermittelt dann künftig in Hannover?


  • Norbert • am 4.2.19 um 16:05 Uhr

    Der Tatort hat seit 2015 gewaltig abgebaut als politisch korrekte Meinungsmache, meiner Meinung nach. Lindholm konnte ich sowieso nie ab. Was waren das für schöne Zeiten mit Trimmel, Schimmi & Co. – da wurde Alk gesoffen, gequalmt wie Kamine und mal ordentlich „Scheiße“ gebrüllt. Frauen waren noch Frauen und Männer noch Männer, völlig genderbefreit. Deutschland hat sich drastisch verändert und ich freue mich gar nicht darüber.


  • Petra Linke • am 4.2.19 um 16:23 Uhr

    Bitte Frau Lindholm wieder nach Hannover versetzen und einen Kollegen an ihrer Seite. Der Zickenkrieg nervt. Außerdem bleibt ihr Sohn auf der Strecke bei der Entfernung. Ich lobe mir die Tatorte aus Dortmund mit Kommissar Faber und die Tatorte aus Münster.


  • Paloma • am 4.2.19 um 17:11 Uhr

    Hallo Tatortfans, ich glaube ich bin eine der wenigen, die den gestrigen Tatort seit langer Zeit mal wieder richtig gut fand. Ich fand die Geschichte, die Darsteller, ja auch Frau Lindholm, gut, obwohl ich schon früh auf der richtigen Fährte war, was den Täter betraf. Manche Szenen regen zum Nachdenken an.
    Ich kann nicht verstehen, warum der Tatort zum Teil so verrissen wird. Von mir 5 Sterne!


  • Karl • am 4.2.19 um 18:10 Uhr

    Super power alpha women 1 und 2 garniert mit dümmlichen, sexistischen oder hilflosen Männern. Fertig ist die Sonntag Abend Zumutung. Wenn man selbst nicht groß genug ist, dann muss man eben andere klein machen. Der neue Chauvinismus zur besten Sendezeit! Plakativer geht es nicht mehr. Frau war das „stark“!


  • Petra Fix • am 4.2.19 um 19:23 Uhr

    Ich fand den Tatort total spannend und ergreifend. Für mich seit langem der Beste. Zickenkrieg hin oder her, verschiedene Charaktere bilden ein super Duo. Mir hat es gefallen !!!


  • alter Fan • am 4.2.19 um 19:44 Uhr

    obwohl ich Lindholm TO überhaupt nicht mag , fand ich diese Göttingen Version gar nicht mal so übel . Vielleicht lag´s an Hauptkommissarin Anaïs Schmitz – hat mir sehr gut gefallen – echt gut gespielt und dabei den üblichen Lindholm Langweilefaktor kompensiert . Die Story fand ich im Übrigen aber auch sehr interessant .


  • Simone • am 4.2.19 um 19:51 Uhr

    Ich war etwas überrascht darüber, dass hier so viele so schlecht bewertet haben! Ich persönlich fand diesen Tatort durchaus gut gemacht, eine spannende Story, bei der man Spaß hatte, mitzuraten! Der Zickenkrieg hat genervt, da stimme ich zu. Die Ermittlerin Schmitz fand ich sehr unsympathisch! Sowieso sehr unpassend die beiden als Duo!
    Insgesamt aber ein echt sehenswerter Tatort!

    Ist übrigens noch jemandem aufgefallen, dass Nino, als die beiden im Bus saßen, Julija’s Ohrring, der sich gelöst hat, in der Hand hat und später im Rettungswagen wieder alles an Ort und Stelle ist? :D


  • Jupp • am 4.2.19 um 20:28 Uhr

    Schauspieler und Drehbuch eine Katastrophe…


  • Jo S • am 4.2.19 um 21:33 Uhr

    Null geht ja nicht. Lindholm ist halt Lindholm. Und die andere erinnert an die Schauspielerin aus der Bodenseetoten-Serie. Frauen die nur eine beschränkte Mimik haben. Taff oder taff und traurig.
    Eben, traurig.


  • Momida • am 5.2.19 um 10:23 Uhr

    Das Einzige was toll war der Zickenkrieg. Alles andere nicht sehenswert. Habe den TO in Etappen angeschaut, daher erst meine heutige Stellungnahme. Echt keine Kritik, nur Stellungnahme. Florence Kasumba ist eine Top Schauspielerin aber ob sie als Kommissarin geeignet ist? Lindholm bleibt sich selber treu – da muss es ja Reibereien geben. Nächste Folge besser? Hoffentlich und zwar ein ganzes Stück bitte.


  • Gottlieb • am 5.2.19 um 11:21 Uhr

    Der einen Blödfrau wird noch eine andere Blödfrau an die Seite oder entgegen gestellt. Das potenziert sich. Also nicht 2xBlödfrau, sondern Blödfrau². Drehbuchschreiberlinge und RegisseurI*n sowie alle anderen Verantwortlichen exemplarisch hart bestrafen. Eine Woche lang täglich zehnmal eigenen Stuß anschauen und dabei wach bleiben müssen.


  • Walter Ulbricht • am 5.2.19 um 11:54 Uhr

    Darf’s auch mal ein Erotikfilm sein?
    Die beiden Darstellerinnen böten prickelnden Sex in jeder Position.
    Das nächste Mal mit Tina Turner:

    White house, red house,
    Scheißhaus, blue house
    🎹🎼🎵
    👹👺💪


  • stefan • am 7.2.19 um 19:32 Uhr

    G-R-O-T-T-E-N-S-C-H-L-E-C-H-T

    Die Drehbücher werden immer absurder, vor allem was die handelnden Personen, die beiden Darstellerinnen betrifft.


  • Karin L. • am 9.2.19 um 0:39 Uhr

    Der TO hat mich von Anfang bis Ende gefesselt, beklemmend und feinsinnig, und noch dazu eine neue, spannende Konstellation für Charlotte Lindholm, die Sie hoffentlich wieder an die Qualität der Geschichten aus Ihrer Anfangszeit heranführt.

    Und ein sexy Gerichtsmediziner, ein richtiges Schnuckelchen.

    Und noch dazu als Sahnehäubchen mit der neuen, robusten Kollegin liiert…..das macht Appetit auf mehr!


  • CarstenH • am 12.2.19 um 20:53 Uhr

    Doppelt harter Tobak! Physisch schmerzhaft anzusehender Fall mit viel Blut, Boxkampf, Sozialdrama und dann neben der Frau Lindtholm noch eine ähnlich verbohrte Co-Kommissarin. Ich weiß nicht – mir ist das alles zu viel und ich bleibe dabei, dass in dieser TO-Reihe Geschichten immer wieder neu angefangen werden, dann kommen endlose Pausen und verlaufen dann im Sande (oder kitschig aufgelöst werden wie hier in der Schlusssequenz).
    Der Fall selber bleibt dabei nur sehr dünn: Ein von einem Boxopa geschwängertes Mädchen aus einer Problemfamilie bringt in einer Turnhallenruine ihr Kind zu Welt und rennt dann weg. Naja.


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