Tatort Folge 1065: Borowski und das Haus der Geister



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Zum ersten Mal bekommen wir im Kieler Tatort „Borowski und das Haus der Geister“ die neue, zukünftige Ermittlungspartnerin an der Seite des knurrigen Kriminalhauptkommissars zu Gesicht: Gestatten, Mila Sahin.

Die 28-jährige Kommissarin mit türkischen Wurzeln hat aus freien Stücken Berlin verlassen, um fernab von Freunden und Familie hier im Norden Deutschlands Fuß zu fassen. Im Kommissariat Kiel bohrt die selbstbewusste Frau gleich zu Beginn Löcher in die Bürodecke, um ihren Boxsack mit dem Namen „Walter“ aufhängen zu können – ein klares Statement. Borowski scheint beeindruckt. Überhaupt stimmt die Chemie zwischen den beiden auf Anhieb. – Keine Spur von Reibereien, wie zuletzt viel zu oft mit der mittlerweile versetzten Kriminalbeamtin Sarah Brandt (Sibel Kekilli).

Der erste Fall von Borowski und Sahin „Borowski und das Haus der Geister“, Tatort-Folge Nummer 1065, wird am Sonntag, den 2. September 2018 um 20.15 Uhr im Ersten gezeigt.

Inhalt der Tatort-Folge „Borowski und das Haus der Geister“

Es ist ein Brief von Patenkind Grete, der den Stein im Tatort „Borowski und das Haus der Geister“ ins Rollen bringt. Nach Erhalt des Schreibens macht sich der norddeutsche Kommissar Borowski am nächsten Wochenende auf den Weg. Die Autofahrt führt durch eine hochsommerliche ländliche Idylle zum herrschaftlichen Anwesen der Voigts. Erinnerungen überkommen den grübelnden Ermittler; die Gedanken schwirren um die attraktive Heike Voigt, die einst im roten Kleid durch die Dünen tänzelte. Doch Heike ist seit vier Jahren spurlos verschwunden. In Gretes Brief steht dazu: „Im Dorf sagen die Leute, Mama ist tot. Ich habe Angst, was als nächstes passiert. Bitte komm bald!“

Wie sich vor Ort herausstellt, hat Grete die Zeilen auf dem rosafarbenen Papier bereits vor vier Jahren niedergeschrieben. In dem Jahr, in dem ihre Mutter plötzlich spurlos verschwand. Der Teenager erklärt ihrem Onkel, sie habe den Brief nie abgeschickt – doch wer hätte sonst Interesse daran, Borowski, der seit Ewigkeiten nicht mehr bei den Voigts zu Gast war, hinaus aufs Land zu locken? Es ist das erste Rätsel, das Borowski stutzig macht.

Bei einem gemeinsamen Mittagessen draußen im Garten kocht dann ein alter Konflikt zwischen Frank „Franky“ Voigt, dem damaligen Ehemann von Heike, und seinem alten Freund Klaus hoch. Anna, die neue Frau an Franks Seite, hält sich am Tisch verlegen zurück. Auch den jugendlichen Schwestern Sinja und Grete ist der Stimmungswechsel sichtlich unangenehm, doch sie lassen den beiden Männern freien Lauf. „Vielleicht wird das dann endlich mal geklärt“, räumt die rebellische Grete ein.

Was ist vor Jahren geschehen?
Hauptkommissar Borowski hatte nach Heikes Verschwinden deren Ehemann Frank offen verdächtigt, seine Frau ermordet zu haben. Das Alibi hatte er seinem Freund nie abgenommen. Da Heikes Leiche jedoch nie auftauchte, wurde das Verfahren aus Mangel an Beweisen schließlich eingestellt und die Suche aufgegeben. Die Vorwürfe von damals liegen bis heute in der Luft. Frank Voigt gibt Borowski am Ende des Tages zu verstehen, dass es besser wäre, er ginge. Aber Anna fleht den Kieler Fahnder in einem unbeobachteten Moment an, unbedingt über Nacht zu bleiben – im „Haus der Geister“.

Anna Voigt wird in der Villa seit einiger Zeit Zeugin seltsamer Spuk-Phänomene, die ihr den Schlaf und Verstand rauben. Geht tatsächlich das Gespenst von Heike in dem großen Haus umher, um die neue Partnerin von Frank zu terrorisieren? „Dieses Haus will mich umbringen!“, davon ist die sensible Anna fest überzeugt.

Tatort-Kommissar Borowski fingiert eine Auto-Panne und bleibt über Nacht. Und nun wird auch er Zeuge vom unheimlichen Geistertreiben. Anna ist außer sich und muss beruhigt werden. Klaus‘ Instinkte als Ermittler werden geweckt; es muss eine rationale Erklärung für diese Phänomene geben. Dass Anna Psychopharmaka nimmt, ist in Franks Augen die eigentlich Ursache für den Spuk im Haus. Seine Frau wolle bloß Zuwendung, nichts weiter. Als sich Anna Klaus anvertraut und ihm den Auslöser für ihre Psychose erläutert, ist er sich nicht länger sicher, was oder wem er glauben soll. Bildet sich Anna die geisterhaften Erscheinungen vielleicht nur ein? Sind sie Teil ihrer Psychose?

Während Borowski der Fall Voigt keine Ruhe lässt, zieht seine neue Mitarbeiterin Mila Sahin im Kommissariat ein. Er und sein Vorgesetzter Roland Schladitz staunen nicht schlecht, als sie die junge Frau einen Boxsack umklammernd im Büro vorfinden: „Das ist Walter, mein Kumpel und mein Coach.“ Ah ja. Klaus Borowski findet gleich Gefallen an der neuen frechen Kollegin, an ihrer selbstbestimmten und offenen Art. Sahin hat auf vielerlei Weisen Ähnlichkeit mit Sarah Brandt – nicht nur äußerlich.

Borowski klärt Sahin über den alten Fall rund um die Voigts auf und beschließt, diesen wieder aufzurollen. Aufgrund seiner Befangenheit darf der murrige Ermittler den Fall allerdings nicht selbst anfassen – kurzerhand wird die junge Mila Sahin mit der Leitung der Untersuchung betraut. Mit einer Hundestaffel durchforstet die Polizei also erstmals nach all der Zeit großräumig das Grundstück der Familie – und wird fündig! Allerdings handelt es sich bei der entdeckten Leiche keineswegs um die der vermissten Heike …


Nach Sibel Kekilli alias Kommissarin Sarah Brandt und Mehmet Kurtuluş, der in den Jahren 2008 bis 2012 den Hamburger Ermittler Cenk Batu in der Tatort-Reihe verkörperte, setzt der NDR nun die Tradition fort: Auch Mila Sahin, gespielt von der 1990 in Ankara geborenen Almila Bagriacik, hat türkische Wurzeln. Die Darstellerin Bagriacik erhielt 2017 den Deutschen Schauspielerpreis und war darüber hinaus im gleichen Jahr für den New Faces Award nominiert. Jetzt spielt sie für den Tatort Kiel jene selbstbestimmte Kommissarin, die sich von Autoritäten keineswegs einschüchtern lässt und weiß, wie sie ihre Ziele erreicht.

Thomas Loibl, der Frank Voigt im Tatort 1065 spielt, war zuletzt als Lebemann René Ottmann im Polizeiruf 110 „Starke Schultern“ zu sehen. Es ermittelten Brasch und Köhler aus Magdeburg im Fall.

Die Dreharbeiten zum Tatort „Borowski und das Haus der Geister“ fanden vom 27. Juni bis 25. Juli 2017 in Kiel, Strande und Niendorf an der Stecknitz statt. Im letztgenannten Ort liegt das Herrenhaus, das im Krimi als Voigt-Villa zu sehen ist; die Besitzerin des klassizistischen Gebäudes (gebaut um 1770) ist Benita von Hollander, Mitglied des baltischen Adelsgeschlechts von Hollander.

Die Redaktion von Tatort-fans meint …

Sabine (38 J. | Kinoliebhaberin)

Buh! Ein Geist treibt sein Unwesen in einem Herrenhaus – klingt nach einem „Fürchte dich“-Dublikat (Brix / Janneke, Tatort Frankfurt)? Jein. Abseits des sehr langsam aufgebauten Falls empfand ich die neue Figur Mila Sahin als erfrischend, wenngleich ihre Auftritte allzu „nebenbei“ geschahen. Bleibt zu hoffen, dass Sahin im nächsten Fall stärker im Fokus steht – ich bin gespannt! Die Dame hat Potenzial.

Gerald (38 J. | IT-Nerd)

Der Anfang beginnt skandinavisch dunkel. Teils etwas absurd bekommt der Fall langsam Struktur und es beginnt die Ermittlungsarbeit. Das Familiendrama verdeckt etwas Borowskis neue Kollegin, von der ich gerne mehr als einen Boxsack gesehen hätte. Einschalten auf jeden Fall als Empfehlung für Borowski-Fans, alle anderen brauchen etwas Geduld, bis der Tatort in Gang bekommt.

Tatort-Besetzung

Hauptkommissar Klaus Borowski – Axel Milberg
Kommissarin Mila Sahin – Almila Bagriacik
Kriminalrat Roland Schladitz – Thomas Kügel
Frank Voigt – Thomas Loibl
Heike Voigt – Sandrine Mittelstädt
Anna Voigt – Karoline Schuch
Sinja Voigt – Mercedes Müller
Grete Voigt – Emma Mathilde Floßmann
Chris, Freund von Sinja – Alex Peil
Borowskis Ex-Frau Gabrielle – Heike Trinker
Staatsanwalt Caracus – Navid Navid
u.a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Marco Wiersch
Regie – Elmar Fischer
Kamera – Philipp Sichler
Schnitt – Eva Lopez Echegoyen
Szenenbild – Detlef Provvedi
Musik – Matthias Beine

Trailer zur Tatort-Produktion



Bilder-Galerie zum Krimi aus Kiel


22 Meinungen zum Tatort Folge 1065: Borowski und das Haus der Geister

  • Till Schneider • am 1.9.18 um 1:46 Uhr

    Überlegung zum neuen Team Borowski: Wenn Dunja Hayali plötzlich wieder durch eine Kartoffel ersetzt würde, wäre das ja auch ein Rückschritt. Daher optimistische drei Vorab-Punkte.


  • Dirk • am 2.9.18 um 1:26 Uhr

    Normal schreibe ich ja keine Vorab-Kommentare, nutze aber dieses und auch jenes Male die Gunst der späten Stunde. Ich habe bislang und auch längerfristig bemerkt, dass schriftliche und textistische Zensuren, zumindest auf meinen jenen Laptop, nicht nur durch privat ordinierte Personen sorgfältig und durchaus gründlich ausgeführte werden. Dieses und auch jenes war allerdings meine letztmalige Äußerung zu diesem, wenn auch leidlichen, Thema.


  • Mohr • am 2.9.18 um 20:52 Uhr

    Gehirn-amputierte Kacke!
    Tatort ist so dermaßen grottenschlecht geworden in den letzten Jahren! Kein Vergleich zu Tatorten bis 2010


  • Joekur • am 2.9.18 um 21:18 Uhr

    Scheiße!!!


  • Dirk • am 2.9.18 um 21:44 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 1065 – oder auch: Wie Tölpel die schönsten Frauen am Kaffeeautomaten kennen lernen. Ja, gucken konnte man diesen Tatort aus Kiel, mit Tatort-Hauptkommissar Borowski, wie immer und natürlich von der dortigen Mordkommission. Borowskis neue Kollegin wird auch gleich vorgestellt, mit reichlich Hüftgold und Kramm vorgesehen. Leider hatte mal wieder, und wahrscheinlich ewig, der Chef von Hauptkommissar Borowski, Kriminalrat Schladitz (Gibt es die Amtsbezeichnung wirklich ??) die kleinste Rolle in diesem Tatort-Drama und wirkte dennoch authentisch. Und wenn ich schon Siegelringe am kleinen Finger sehe…………..
    Mehrmals gucken ist Zeitverschwendung.


  • Henning • am 2.9.18 um 21:47 Uhr

    „Ihr Ton gefällt mir nicht“
    „Tut mir leid, ich werde Gesangstunden nehmen“
    Der Fall war nicht so meins, doch die neue Kollegin finde ich ganz gut und sympathisch.


  • Hanz W. • am 2.9.18 um 22:05 Uhr

    Na gut, kann man mal machen. Ein paar schöne Gruselszenen haben an sich Appetit auf mehr gemacht, dann aber doch eine recht konventionelle Erzählung und Erzählweise, (mir) teilweise ein wenig gar zu ruhig. Schauspielerisch in jedem Fall gut, insbesondere die Schwestern haben mir gut gefallen. „Die Neue“ angenehm unaufgeregt eingeführt, bisher zumindest ohne das mittlerweile genreübliche Gezicke und Generve. Guckma mal, was da noch kommt. 3,5 Sterne, zur Aufrundung mag ich michdiesmal nicht recht entschließen.


  • Frank • am 2.9.18 um 22:07 Uhr

    Tatort Folge 1065:
    Borowski und der vollendete Schwachsinn
    Dieser Titel passt besser zum Ergebnis als der Arbeitstitel. Wenn diese Zeitverschwendung als Psychokrimi bezeichnet würde, dürfte ich gleich zwei Genre in Misskredit gebracht haben. Ein langsamer Aufbau wäre das eine, aber die Folge kippt immer wieder ins Absurde zurück. Bei mir war irgendwann die Frage im Vordergrund, warum der eigentliche Plot nicht entwickelt wurde. Die so unterschiedlichen Bewertungen und Erfahrungen mit der Vermissten, sowie die so widersprüchlichen Aussagen, das alles hätte prima über 90 Minuten entwickelt werden können. Stattdessen spielt Borowski lieber Flaschendrehen, oder Gläser schieben. Mein Gott, Pensionierung oder Burn Out, aber so nicht noch eine Folge. Die Nachfolgerin wäre mit Frau Sahin auch gefunden, tatsächlich auch für mich der einzige Lichtblick. Für diesen engagierten Auftritt sei auch der eine Zwangsstern verliehen.


  • alter Fan • am 2.9.18 um 22:07 Uhr

    schöner Klassiker nach gewohnter Kieler Art – versehen mit einer kleinen Prise Hitchcock – hat mir gut gefallen .


  • Colorwriter • am 2.9.18 um 22:08 Uhr

    Düster, Mysteriös und Abgründig…

    Schon sehenswert, wenn man langatmige Krimis aus Nordeuropa schätzt.

    Langweilig war dieser Tatort auf keinen Fall. – Besonders wegen der, bis in die kleinste Rolle, ordentlichen Besetzung durch herausragenden Schauspieler.


  • Till Schneider • am 3.9.18 um 3:01 Uhr

    Weiter oben fragt @Frank, „warum der eigentliche Plot nicht entwickelt wurde“. Gute Frage. Und damit zugleich die Antwort, wie das bei guten Fragen so ist. Sie erklärt mir das schummrige Gefühl, das ich die meiste Zeit über hatte. So, als würde ich „irgendwie danebenstehen“. Das lag natürlich daran, dass ich wirklich danebenstand, weil der eigentliche Plot quasi im Nebenzimmer mitlief (besser vielleicht: im Keller), während im Hauptraum oft und lange auf Nebenwegen gewandelt wurde. Verstehe ich nicht. Der Plot war doch eigentlich brauchbar. Und das, was stattdessen in den Vordergrund gestellt wurde, war mir zu fad. Außerdem, wenn Borowski /Milberg viel Gelegenheit bekommt für seinen Nachdenklich-Eindringlichen, den mit der leisen und gedehnten Stimme, dann wirds leicht mal teigig. Diesmal hat er mir zu viel Gelegenheit bekommen.

    Tja, und die Neue im Team? Ich hab vorab schon die Überlegung beigesteuert: „Wenn Dunja Hayali plötzlich wieder durch eine Kartoffel ersetzt würde, wäre das ja auch ein Rückschritt.“ Das verstehe, wer kann und wie er will, aber jetzt habe ich auf „web.de“ einen Artikel gefunden, in dem es heißt: „Mit ihren 28 Jahren ist Mila Sahin tatsächlich die derzeit jüngste Tatort-Kommissarin. Die Macher aus Kiel setzen mit der Schauspielerin Almila Bagriacik nach Mehmet Kurtulus und Sibel Kekilli die Tradition fort, eine Protagonistin mit türkischen Wurzeln zu besetzen.“

    Na bitte, dachte ich’s mir doch. Sie schaffen es nicht mehr, davon runterzukommen (warum auch immer), und erklären es deshalb kurzerhand zur „Tradition“. Das erklärt natürlich alles. Trotzdem will mir die „Tradition“ nicht recht einleuchten. Oder doch, in einer Hinsicht schon. Aber die Neue hätte ruhig ein bisschen prägnanter sein können. Da fand ich sogar fast die Sibel besser.


  • Brigitte aus Freiburg • am 3.9.18 um 7:11 Uhr

    Hat mir sehr gut gefallen dieser Tatort. Zwar an manchen Stellen etwas dick aufgetragen, aber sonst schön. Nur schade, dass sich die von Natur aus sehr hübsche Almila die Lippen aufgespritzt hat. Ist echt nicht nötig gewesen.


  • Heß Michael • am 3.9.18 um 9:09 Uhr

    Wie immer große Scheiße. Entweder psychotische oder korrupte Polizisten oder irgendeine geisteskranke Kacke. Ein guter Krimi soll Unterhaltung bringen mit Herz, Spannung und auch Action. Natürlich keine brutale „Leichenschlachten“, aber dennoch ein gewisses Maaß an Spannung. Es gibt unzählige gute unterhaltsame Krimis die allemal den Tatort ersetzen können. Hoffentlich tun sie es auch bald.


  • Momida • am 3.9.18 um 10:36 Uhr

    Hauptkommissar Klaus Borowski – Axel Milberg / Kommissarin Mila Sahin – Almila Bagriacik (die Neue) haben sehr gut gefallen, besonders auf dem Parkdeck tanzend und singend mit dem Warteschleife-Gedudel – echt wahr.
    Sonst ein Tatort zum Vergessen. Langweilig und durchschaubares Ende. Statt 90 Minuten hätte das Ganze auf 50-60 Minuten verkürzt werden können. Hoffe die nächsten Folgen aus Kiel mit „der Neuen“ werden wieder top, da ich die Borowski-Folgen sonst liebe. Hier habe ich mich gelangweilt und war nahe am Abschalten…….


  • spiderman916 • am 3.9.18 um 11:04 Uhr

    Mich hat der Tatort sehr gut unterhalten! :-)


  • Polly Zei • am 3.9.18 um 17:19 Uhr

    Ich fand ihn unterhaltsam. Ich habe mich zwar die ganze Zeit gefragt, warum Anna in diesem Haus bleibt oder zumindest nicht bei ihrem Ehemann schläft, aber das sollte wohl mit ihrem angehenden Wahnsinn erklärt werden und diese Frage stellt man sich bei vielen Filmen. Es dient eben der Handlungsfortführung. Daher hat es mich nicht gestört. Anzumerken wäre noch, dass es der Tatort der seltsam farbigen Hemden und Jacketts war – pink-lila mit hellpetrol, sehr gewagt.


  • sheelchen59 • am 3.9.18 um 18:25 Uhr

    Mein Mann meinte um ca. 20:40: „wat’n Scheiß“ und verschwand ins Bett. Ich schloß mich ihm an und schaltete um.

    Ich liebe Axel Milberg, aber nicht als Borowski.


  • Lou Maier • am 3.9.18 um 22:04 Uhr

    Die Handlung, oder die Retrokonstruktion der Beziehungen zwischen den Beteiligten, entfaltet sich unschlüssig. Die Geisterszenen haben wir schon besser gesehen. Insgesamt nicht überzeugend, trotz gelegentlich guter Schauspielleistungen. Die Qualität der Schauspieler ist im TO eigentlich nicht das Problem. Die Figur von Sahin noch deutlich entwicklungsfähig, und wenn die Entwicklung nicht stattfindet, wird wohl auch Frau Bagriacik so wie Frau Kekilli irgendwann gehen. Der Mord an dem jungen Mann ist irgendwie so dilettantisch gegenüber der ausgefuchsten Art, Anna in den Wahnsinn zu treiben, das scheint nicht so richtig überzeugend.
    Also nicht eine der stärksten Borowski Folgen. Da gab es schon deutlich bessere. Vom Ansatz her mal etwas anderes, aber nicht konsequent genug gemacht.


  • Briggi ex Fribourg • am 3.9.18 um 22:11 Uhr

    Hallo Brigitte aus Freiburg,

    es würde mich sehr wundern wenn mademoiselle Bagriacik „sich die Lippen aufgespritzt“ hätte. Das machen Schauspielerinnen nicht, jedenfalls nicht wenn die sich von ihrer Karriere noch etwas versprechen. Mit aufgespritzten Lippen lässt sich nämlich die Lippenmimik nicht mehr richtig kontrollieren, was fürs Schauspielen gar nicht gut ist.

    3 Sterne als neutrale Wertung, weil das kein Kommentar zu der TO Folge ist.


  • wolko • am 5.9.18 um 8:45 Uhr

    Nicht schlecht.
    Die Neue Kommissarin finde ich erfrischend.


  • Hahn • am 6.9.18 um 12:53 Uhr

    Ein kleiner Ausschnitt im Film sah aus, wie aus einem Video von mir.
    (bei der Geisterszene der Anna, als sie zur Decke schaut)


  • MoistvonLipwik • am 7.9.18 um 18:18 Uhr

    Nach einer Schwächeperiode (der Abschied von Frau Kekelli hat offenbar die Drehbuchschreiber belastet) wird Borowski wieder besser, ohne allerdings an Highlights wie „der brennende Mann“ oder „der Himmel über Kiel“ heranzureichen. Schöne Entwicklung, Aufbau der psychologischen Grundlagen, alte Rechnungen. So weit, so gut.
    Allerdings hätte man mehr draus machen können. Der erfahrene Krimi- und Tatortgucker wusste bereits nach einer Stunde, worauf es hinaus lief – die Hinweise waren einfach zu deutlich.
    Ganz großes Manko: Borowski’s Biographie wurde umgeschrieben. Er kam doch angeblich aus Hannover, wiederholt musste die Tochter aus seiner Ehe mit der Bahn von Ferne anreisen – und jetzt wohnt seine Ex schon immer nur ein paar Autominuten entfernt? Auch der Kenner forensischer Arbeit schüttels den Kopf (Vorsicht: Spoiler!): wenn jemand mit mehreren Messerstichen auf engstem Raum getötet wird, ist der Platz hernach dermaßen mit Blutspritzern übersäht, dass zur Beseitigung nur noch Benzin und Streichhölzer geeignet sind (bereits in den frühen fünfziger Jahren war es Spurensicherern gelungen, in einem Raum, in dem der Täter über drei Tage nichts getan hatte als zu schrubben, an allen möglichen und unmöglichen Stellen Blutspuren zu finden).


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