Das Tatort Programm von September bis Dezember 2015



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„Darf’s ein bisschen mehr sein?“

Geschafft! Sieben lange Wochen hat sie gedauert, die von der ARD offiziell eingeläutete Tatort-Sommerpause im Juli und August 2015. In der warmen Jahreszeit hieß es daher für passionierte Krimifreunde: Abwarten und Eistee trinken.

Die Tatort-Fans wurden unfreiwillig auf eine Diät gesetzt; in der Sommerpause fand keine einzige Tatort-Frischware ihren Weg auf den Gabenteller der Öffentlich-Rechtlichen, stattdessen wurde sonntags eine alte Folge zur Primetime gesendet. Unter den Wiederholungen waren zwar ausgewählte Episoden zu finden, die in der Vergangenheit gut vom Fernsehpublikum angenommen wurden. Und ja, die ARD hat sich redlich Mühe gegeben, die diesjährige Pause so angenehm wie möglich zu gestalten.

– Dennoch: Welcher Fan hat sie nicht vermisst, die im Laufe der Arbeitswoche aufkeimende Vorfreude auf den neuen Tatort am Sonntag? Für viele gehört eine neue Krimifolge einfach dazu, zum perfekten Sonntagabend. Mit einer Tatort-Premiere wird das ausklingende Wochenende angemessen begangen, gerne mit einer Handvoll Chips oder zwei, und einem Gläschen guten Wein dazu. Ne Flasche Bier tut’s auch, würde der Münsteraner Kommissar Thiel an dieser Stelle sicher einwerfen. Natürlich.
 

Wir möchten an dieser Stelle einen Blick auf die kommenden Tatort-Erstausstrahlungen werfen, die uns bis Ende des Jahres erwarten werden. – Und die kommen in großer Zahl! Die nachfolgenden Termine für die Erstsendungen in der ARD sind allesamt für den Zeitraum zwischen September und Dezember 2015 geplant. Sollte es zu Änderungen in der Programmplanung der Sendeanstalt kommen, werden wir Sie darüber natürlich möglichst frühzeitig auf unserem Fanportal informieren.
 

Den Anfang nach der Sommerpause macht ein Tatort-Beitrag aus der Schweiz: „Ihr werdet gerichtet“ feiert seine TV-Premiere am Sonntag, den 6. September 2015. Damit fängt die Tatort-Saison 2015/2016 dort an, wo sie vor der Pause geendet hatte: in Luzern. In diesem für das deutsche Fernsehen synchronisierten Krimi müssen Reto Flückiger und Liz Ritschard einen Attentäter ausfindig machen, der Selbstjustiz übt und eigenmächtig Menschen hinrichtet.

Eine Woche später, am 13. September, treten die Frankfurter Hauptkommissare Brix und Janneke zum zweiten Mal im Tatort auf. Was ist „Hinter dem Spiegel“? Als Anna Janneke einen Blick dahinter wirft, ist sie erstaunt, was sie über ihren neuen Kollegen Paul Brix und seine Vergangenheit in Erfahrung bringt.

Eine Produktion des Bayerischen Rundfunks folgt am 20. September diesen Jahres. Passend zur Zeit des in München stattfindenden Oktoberfestes (19.09. – 04.10.2015) begeben sich die „alten Hasen“ des Tatorts, Ivo Batic und Franz Leitmayr, mitten im bunten Trubel des Volksfestes auf Verbrecherjagd. Jungspund Kalli Hammermann ist bei den Ermittlungen im Fall „Die letzte Wiesn“ mit von der Partie.

Im Anschluss folgt ein besonderes Special aus der Polizeiruf 110-Reihe, dem ursprünglich in der ehemaligen DDR zum Leben erweckten „Ablegers“ des Tatorts. Anlässlich des 25. Jahrestages der Wiedervereinigung von Ost und West zeigt Das Erste am 27. September und am 4. Oktober einen Zweiteiler, in dem sich die Teams aus Rostock und Magdeburg über den Weg laufen. Dieses Crossover ist einzigartig in der Geschichte des Polizeirufs. In den Krimis „Wendemanöver Teil 1“ und „Wendemanöver Teil 2“ dürfen sich Krimi-Fans auf die Konfrontation der doch recht gegensätzlichen Fahnder Bukow/König und Drexler/Brasch freuen.

Nach diesem zweiwöchigen Tatort-Aussetzer erwartet die ARD-Zuschauer am 11. Oktober 2015 ein neuer Fall für den Hamburger Hauptkommissar Thorsten Falke. In „Verbrannt“ muss er seine Kollegin Katharina Lorenz verabschieden; die Schauspielerin Petra Schmidt-Schaller verlässt die Serie auf eigenen Wunsch, um sich beruflich anderen Projekten stärker widmen zu können. Doch keine Sorge: Bereits im nächsten Fall im Jahr 2016 wird Falke wiederum weibliche Unterstützung an seiner Seite haben.

„Kollaps“ ist eine Dortmunder Folge, die am 18. Oktober ihre Premiere im deutschen Fernsehen feiern wird. Darin nascht ein kleines Mädchen aus einer vermeintlichen Bonbontüte, die es auf dem Spielplatz gefunden hat – und stirbt daran. Die blauen Kapseln enthielten Kokain. Peter Faber und seine drei Mitarbeiter Bönisch, Dalay und Kossik müssen dem verantwortlichen Drogenboss auf die Spur kommen, der bei den schmutzigen Kokaindeals im Hintergrund die Fäden zieht.

Am Sonntag darauf, das ist der 25. Oktober 2015, dürfen Thorsten Lannert und Sebastian Bootz erneut auf Verbrecherjagd gehen. „Preis des Lebens“ handelt von Kindesmissbrauch und spielt in Stuttgart.

Am 1. November, dem Feiertag Allerheiligen in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland, läuft ein Konstanzer Tatort erstmals im Sonntagabendprogramm: „Côte d’Azur“ heißt die Episode, in der das langjährige Team Klara Blum und Kai Perlmann einen mysteriösen Mord an einer Mutter aufklären müssen. Ihr halb erfrorenes Baby wird in der Nähe des Tatorts im Schilf am Rheinufer entdeckt – und schwebt seitdem in Lebensgefahr.

Alle Freunde des Münster-Tatorts werden gewiss Luftsprünge am 8. November machen, dann kommt nämlich eine brandneue Folge mit dem kauzigen Professor Karl-Friedrich Boerne und dem wortkargen Kommissar Frank Thiel im Ersten. In „Schwanensee“ hofft Thiel zu Beginn der Folge noch, die Ermittlungen endlich einmal alleine führen zu können, da Rechtsmediziner Boerne im Urlaub ist – doch dann kommt alles ganz anders. Witzige Dialoge zwischen den beiden Streithähnen sind da vorprogrammiert.

Das 2015 neu eingeführte Tatort-Team aus Berlin, Nina Rubin und Robert Karow, wird am 15. November ein zweites Mal Kapitalverbrechen aufklären. Die RBB-Produktion trägt den passenden Titel „Ätzend“: Als Bauarbeiter ein mit Säure gefülltes Fass entdecken, finden Sie menschliche Überreste darin. Erst ein Dentallabor kann den entscheidenden Hinweis zur Identität des Toten geben.

Zwar war für Ende November 2015 ursprünglich die Tatort-Doppelfolge aus Hamburg mit Til Schweiger und Helene Fischer („Der große Schmerz“/“Fegefeuer“) geplant, doch aufgrund der Terroranschläge in Paris am 13. November entschloss sich der NDR bzw. die ARD kurzfristig dazu, den Programmplan zu ändern und den Action-Krimi erst am 1./3. Januar 2016 im Fernsehen zu zeigen.
Daher wird am 22. November zunächst ein Tatort-Beitrag aus Hannover im Ersten gezeigt werden: In „Spielverderber“ untersucht Kommissarin Charlotte Lindholm den Mord an einer Frau, die in der Vergangenheit mit einem Bundeswehr-Piloten verheiratet war. Trieb Eifersucht den Ex-Mann zum Äußersten?

Am folgenden Sonntagabend, den 29. November, wird statt des 2. Teils „Fegefeuer“ nun ein Borowski-Tatort gesendet. Gemeinsam mit Sibel Kekili in der Rolle der jungen Kommissarin Sarah Brandt ermittelt der Kieler Fahnder Klaus Borowski alias Axel Milberg in der Episode „Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes“. Wie der Titel den aufmerksamen Tatort-Zuschauer bereits vermuten lässt, handelt es sich bei dieser NDR-Produktion um die Fortsetzung der 2012 erstmals ausgestrahlten Folge „Borowski und der stille Gast“: der gefährliche Frauenmörder Kai Korthals tauch wieder auf!

Am Nikolaustag, den 6. Dezember, sind es wiederum die Münchner Kriminalbeamten Batic und Leitmayr, die einen Mord in der bayerischen Landeshauptstadt aufklären müssen. Im BR-Tatort „Einmal wirklich sterben“ liegt neben einer ermordeten Frau deren bewusstloser Freund. Es zeigt sich, dass der Mann in der Vergangenheit bereits gemordet hat …

Mitte Dezember können sich die Krimifreunde auf ein Wiedersehen mit Lena Odenthal und Mario Kopper aus Ludwigshafen freuen. Am 13. Dezember treffen die beiden Fahnder auf Jürgen Vogel, der den titelgebenden „Lu“ Wolff verkörpert, einen früheren Geldeintreiber. Dass Lu nach seinem Untertauchen vor Jahren urplötzlich wieder in der Stadt ist, bereitet Lenas Bauchschmerzen. Ob er in den aktuellen Mordfall verwickelt ist, in dem die Kommissare derzeit ermitteln?

Am Sonntag vor Weihnachten, den 20. Dezember, gibt es erneut einen besonderen Polizeiruf 110. Erstmals arbeitete der RBB für die Krimi-Reihe mit TVP zusammen, der polnischen Sendeanstalt Telewizja Polska. Die Koproduktion trägt den Titel „Grenzgänger“; darin arbeiten Olga Lenski, die ehemalige Partnerin des pensionierten Polizisten Krause, zum ersten Mal mit ihrem neuen Kollegen Adam Raczek zusammen.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag, den 26. Dezember 2015, ist es wieder an der Zeit, das eingespielte Kölner Erfolgsduo Max Ballauf und Freddy Schenk ins Tatort-Rennen zu schicken: an jenem Abend wird ihr 64. gemeinsamer Fall (in 18 Jahren!) erstmals im Fernsehen laufen; in „Benutzt“ müssen die Zwei den Mord an einem Export- und Finanzberater aufklären. Klingt unspektakulär? Nun, der Hauptverdächtige im Fall ist zur Überraschung der Ermittler vermutlich ebenfalls bereits tot.

Nur einen Tag später, am 27. Dezember, wird ein Tatort des Hessischen Rundfunks gezeigt. Der Ermittler Felix Murot aus Wiesbaden, der aufgrund seiner Halluzination in früheren Fällen bereits für komische Momente sorgte, muss sich am Ende des Jahres die Frage stellen: „Wer bin ich?“ In diesem außergewöhnlichen TV-Krimi wird der Schauspieler Ulrich Tukur, der Murot verkörpert, selbst zum Verdächtigen. Ein neues verwirrendes Tatort-Experiment des HR, auf das das Publikum gespannt sein darf.
 

Damit endet das Tatort-Programm 2015.

Bei diesem umfangreichen Angebot mit den vielen verschiedenen Teams, mit im Norden, Süden, Osten und Westen des Landes stattfindenden Ermittlungen, ist bestimmt für jeden Krimifreund etwas dabei. Die Saison 2016 knüpft mit einer Tatort-Erstausstrahlung am 1. Januar nahtlos an die aktuelle Spielzeit an. Allerdings möchten wir jetzt noch nicht verraten, wer den Anfang macht – lassen Sie sich überraschen!

Wir wünschen Ihnen gemütliche Fernsehabende,
Ihr Team von Tatort-fans.de


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